30.000 Dollar Schaden -Verstorbener zu dick – Krematorium geht in Flammen auf

Bei uns soll das ja angeblich nicht mehr passieren können, weil sich die Krematorien entsprechend gerüstet haben, aber in den USA geriet jetzt ein Bestattungshaus in Brand.
Der extrem fettleibige Verstorbene hat eine solche Hitze entwickelt, daß der Krematoriumsofen überhitzte und dann zunächst ein Wäschecontainer und später das ganze Bestattungshaus Flammen fing.

Hierzu muß man wissen, daß die Bestimmungen zum Betrieb eines Krematoriums in den USA andere sind als bei uns. Viele Bestattungshäuser, Tierärzte und kleinere Friedhöfe betreiben kleine Krematoriumsanlagen in eigener Regie.
Auch wenn die Luftreinhaltungsvorschriften sehr streng sind, können die Anlagen aufgrund der geringen Zahl von Einäscherungen sehr einfach gehalten werden. Die Anlagen gleichen manchmal nur eher einem größeren Pizzaofen und werden mit Gas befeuert.
Die Einäscherung der Verstorbenen geschieht meist in Pappkartons, die Särge werden für die Trauerfeier nur angemietet.

Das Ganze ist sehr pragmatisch, wird aber nicht in pietätloser Weise gehandhabt.

Bei der Einäscherung eines Menschen liefert das körpereigene Fett auch einen erheblichen Teil der Energie für die Verbrennung. Ist allerdings zuviel Fett da, stehen die Betreiber solcher Kleinstkrematorien vor einem Problem.
Die Öfen können überhitzen und die Rohre und Kamine rotglühend werden.

Ähnliche Brände hat es in der Vergangenheit schon häufiger gegeben. Deutsche Krematorien rüsten nach und nach alle um und sind auf die Einäscherung auch dicker Verstorbener eingerichtet.
Die entsprechende Einstellung an den Öfen heißt wenig petätvoll, aber sehr treffend „Fette Leiche“.

Der Sachschaden im „Hillside Chapel Crematory“ in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio liegt nach Angaben des Inhabers Dan Catchen bei 30.000 $.

Quelle: http://www.express.de/26817764
Gemeldet von: Yukari u.a.

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  • 2. Mai 2017 - 4 Kommentare - Lesezeit ca.: 1 Minute - Kategorie: Fundstücke

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Veröffentlicht von

Hier erzählt und informiert der Schriftsteller Peter Wilhelm. Der Sachverständige ist Chefredakteur von "Bestatter heute". Der Satiriker veröffentlicht Satiren und
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peter wilhelm autorenlesung

Peter Wilhelm
Peter Wilhelm2. Mai 2017

4 Kommentare von 137885.

  1. „Sehr geehrter Herr X, Ihr Ableben kann aus technischen Gründen derzeit nicht genehmigt werden. Bitte nehmen Sie noch 34 kg ab.“

  2. Daß bei überfetteten Leichen die Geräte überhitzen können, müsste doch eigentlich in den USA bekannt sein, das wird ja nicht zum ersten Mal geschehen sein. Warum dürfen dann Wäschecontainer oder andere brennbare Gegenstände nahe am Ofen stehen? Oder ist Brandschutz kein großes Thema in den USA?

  3. Hallo an alle zusammen. Ich denke, man weiß da zu wenig. Auch was in Deutschland sein muß, muß in USA noch lange nicht sein. Man nehme nur TÜV, wieso sollte da Brandschutz ein dolles Thema sein? Habe mir einen sehr interessanten Beitrag angesehen, über USA, wie da u.a.nachgerüstet wird, aber eben bei der Herstellung von Särgen, in die dann besonders „Mollige“ zur ewigen Ruhe gebettet werden.Aber da hat ja nicht jeder Dicke vorgesorgt und so passiert eben das, was evtl.sogar passieren musste? Fettabsaugung hätte vorher evtl.den Schaden verhindert, aber diese Mühe wird man sich wohl kaum machen, obwohl es sicher sicherer wäre?

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