Martina VI

Sheriwan heißt er oder zumindest nennt er sich so, bringt uns zwei große gelbe Blüten mit und möchte die Bestattung von Martina besprechen. Er habe in Erfahrung gebracht, daß wir uns um alles kümmern und der Zirkel habe nun ihn beauftragt die Wünsche der Brüder und Schwestern zu übermitteln.

Ob es nicht möglich sei, Martina doch einzuäschern. Nur wenn der Körper vom Leiblichen getrennt sei, könne die Seele auf Wanderschaft gehen, was bei einer Erdbestattung wesentlich länger dauere. Der Baumeister habe für jeden einen Plan und Martinas Plan sei gewiss nicht, in der Erde zu liegen.

Ich erkläre ihm, daß es der Wunsch der Eltern sei, daß Martina in einem Erdgrab beigesetzt werde und daß mir deshalb die Hände gebunden seien.

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Bestatterwerbung II

Tja, diese Werbung mit dem Selbstmord gibt es wirklich. Sie ist nicht auf meinem Mist gewachsen (also bitte keine weiteren Mails, in denen mich Berufsbetroffene als ‘krankes Hirn’ bezeichnen) sondern dieser Text ist tatsächlich Bestandteil einer Werbekampagne der
amerikanischen Funeral Directors’ Association.

Hier ist das entsprechende Bild dazu.

(Wobei Leser kumi darauf hinweist, dass das Plakat ein Fake sein soll.)

Auch hier gibt es das Bild.

Die Käsemotte

“Hey, wie find’ste mein Käsemott’?”

Was? Ich bin in einem Elektronikfachmarkt und höre dieses Satz, herausgelassen von einem jungen Mann, der einem anderen jungen Mann ein Foto zeigt. “Voll geile Fettscheiße!” sagt der und die beiden klatschen sich so auf die Handflächen, gehen dabei in die Knie, sodaß die Stelle der Jeans, in der bei mir der Hintern steckt, den Boden berührt. Irgendwie ist der Schritt ihrer Hosen unterhalb der Knie. Arme junge Männer, die haben bestimmt irgendein Leiden am Gemächt, vielleicht Rüssel-Elephantasia oder so…

Ich will doch aber zu gerne wissen, was eine Käsemotte ist und tue so, als könnte ich mich für NOKIA-Handys erwärmen und prische mich, natürlich mit absolut desinteressiertem Gesicht, näher an die beiden heran und erhasche tatsächlich einen Blick auf das Foto.

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Pornojäger und Bestatter

Leser Steffen hat mir diesen Link hier geschickt, bei dem “ausgefallene” Berufe vorgestellt werden. Von der Bestattungsfachkraft bis hin zum Pornojäger beim Landeskriminalamt gäbe es viele tolle Alternativen zu eintönigen Schreibtischjobs, meint der Verfasser dieser Online-Seite.

Aber gleich mal ein Anhängsel in eigener Sache, weil es zur Überschrift passt:

Derjenige, der seit Tagen immer wieder versucht, hier kinderpornographische Texte in den Kommentaren unterzubringen, wurde anhand seine IP-Adresse erfasst und wir werden die Sache ggfs. zur Anzeige bringen. Also laß den Mist!
(Der Automat schmeißt den Mist sowieso wieder raus.)

Bestatterwerbung

Was haltet ihr von diesem Werbetext? Meint ihr, daß man das ohne weiteres so schreiben kann?

Letztes Jahr wählten 30.662 Leute in diesem Land den Freitod.
30.662 Leute können sich nicht irren!

Bring Dich um!

Hänge auch Du mit denen die “in” sind.

Autorisiert und bezahlt von der Vereinigung der Bestattungsunternehmer.
Unterstütze Deinen örtlichen Bestatter. Auch wir müssen essen, weiß Du?

Katerstimmung

Keinen Tropfen getrunken und trotzdem Katerstimmung. Wie ungerecht!

So ein blödes Katervieh muß widerrechtlich in unsere Geschäftsräume eingedrungen sein und hat ausgerechnet in unserem Ausstellungsraum katertypische Duftmarken hinterlassen.

Vom Kater selbst fehlt jede Spur.

Man kann sich nicht vorstellen, wie das stinkt! Nachher soll mal jemand schauen, in welchen offenstehenden Schausarg der hineingeXXXXXt hat.

So, jetzt geh’ ich einen Steckbrief mit Belohnung drucken, ich hab’s abends manchmal kalt in der Nierengegend!

Friedhofssatzung

Du erwähnst immer wieder die Friedhofssatzung. Wo liegt die und wer gibt die heraus? Die Bestatter?

Eine Friedhofssatzung ist ein von der Gemeindeverwaltung bzw. dem Friedhofsträger herausgegebenes Regelwerk, das sozusagen die Spielregeln auf dem jeweiligen Friedhof festlegt.

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