Ärztliche Leichenschau – so wird richtig abgerechnet

Immer wieder kommt es zu Nachfragen, wie die Untersuchung eines Toten durch den Arzt abzurechnen ist.
Bei der Abrechnung der Untersuchung eines Toten – inklusive Feststellung des Todes und der Ausstellung des Leichenschauscheins – gibt es einige Besonderheiten zu beachten.

arztgebuehren

Verpflichtung

Ärzte sind gesetzlich zur Leichenschau verpflichtet.

Keine Übernahme der Kosten durch die gesetzliche Krankenversicherung

Die Untersuchung eines Toten – also die Todesfeststellung, die Diagnose und die Ausstellung des Leichenschauscheins – wird nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) getragen.

Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte

Diese Tätigkeiten sind somit immer nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) mit der GOÄ-Ziffer 100 (gegebenenfalls weitere Ziffern bis 107) abzurechnen.

Was kann abgerechnet werden?

Für die Ziffer 100 (Punktzahl 250) können zwischen 14,47 Euro und 33,52 Euro, mit Begründung bis zu 51,00 Euro angesetzt werden.
Die Ziffer 51 kann also nur bei schwierigen Fällen kann mit triftiger schriftlicher Begründung bis 3,5fachen des Satzes abgerechnet werden.
Das könnte beispielsweise bei einem Suizidopfer, das im Wald gefunden wurde, der Fall sein.
Manche rechnen auch mit dieser Begründung 3,5-fach ab:

„Erhöhter Faktor, da LS nachts bei unbekannter Person im ärztl. Bereitschaftsdienst mit entsprechenden Rückfragen beim Pflegepersonal erfolgte.“

Die Abrechnung der Ziffer 51 mit 3,5-facher Steigerung ist selten Bestandteil von Beschwerden.

Da der Arzt diese Leistung in der Regel außerhalb seiner Praxis, Arbeitsstätte oder Wohnung erbringt, kann auch ein Wegegeld nach § 8 GOÄ berechnet werden.

Keine Besuchsgebühr GOÄ 50, oder doch?

Immer wieder gibt es Konfusion bezüglich GOÄ-Ziffer 50 (Besuchsgebühr 1facher Satz 18,65 Euro), die gerne und häufig zusätzlich abgerechnet wird.
Das ist aber nur dann korrekt, wenn der Patient noch lebte und einer Behandlung durch den Arzt bedurfte.
Mit der Behauptung, nur der Arzt könne feststellen, ob der Patient noch lebte, und er deshalb den Patienten so lange als lebend betrachte, bis er den Tod festgestellt hat, begibt sich der Arzt auf sehr dünnes Eis. Derartige Honorarforderungen werden regelmäßig nach Beschwerde gekippt.

Nur wenn der Patient wirklich beim Eintreffen des Arztes noch lebte, oder aber wenn er von den Angehörigen zu einem lebenden/sterbenden, aber noch nicht toten Patienten gerufen wurde, nur dann kann der Arzt bei Privatversicherten die GOÄ-Ziffer 50 ansetzen.

Bei gesetzlich Versicherten ist der Besuch dann nach EBM über die Kassenärztliche Vereinigung abzurechnen.
Eventuell kann ein Zuschlag für einen Besuch zur ungelegenen Zeit hinzugerechnet werden.
Beispiel: „Zuschlag 06.00 Uhr – 08.00 Uhr Euro 10,49“
und/oder: „Zuschlag Sa., So., Feiertag Euro 12,82“

Aus der Praxis:

GOP 100 als Abfederung für die Nichtberechnung der GOÄ 50

Einige Ärzte rechnen die GOP 100 mit dem Faktor 3,5 ab. Begründung: „Hausbesuch zur Leistungserbringung erforderlich – Zeitbedarf“. Dadurch wird die Nichtvergütung der GOP 50 (die aber mit dem Steigerungsfaktor 0,00 = 0,00 € in der Rechnung angesetzt wird) zwar nicht völlig ausgeglichen, aber wenigstens abgefedert.

Zusatzkennzeichnung dringlich NICHT anbringen

Manche Ärzte bringen auch die Zusatzkennzeichnungen für den dringlichen oder Nachtbesuch bzw. den Besuch an Wochenenden oder Feiertagen an.
Das allerdings geht nicht, weil die Zuschläge zur Ziffer 100 nicht abrechenbar sind, sondern nur zu einer Besuchsziffer (E-J, K2 sind nach dem Leistungsverzeichnis „Zuschläge zu den Leistungen nach den Nummern 45 bis 62“) oder den Ziffern 1, 3-8 (A-D, K1 sind „Zuschläge zu Beratungen und Untersuchungen nach den Nummern 1, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8“). Der Ansatz bei der Leichenschau ist also nicht zulässig (und verwirklicht im Regelfall zudem den Tatbestand des Betrugs). Insofern ist davon abzuraten.

Klärung der Todesursache

Unter Umständen darf auch die GOÄ Nr. 4 analog angesetzt werden (=Klärung der Todesumstände – auch 3,5-fache Steigerung erlaubt). Das bietet sich nach Meinung mancher Ärzte besonders dann an, wenn es sich bei dem Verstorbenen nicht um einen eigenen Patienten handelt.
Die Nr. 4 kann auch bei eigenen Patienten infrage kommen, wenn der Arzt weiß, dass der jetzt tote Patient beispielsweise noch wenige Tage zuvor bei ihm in der Praxis war und kein Verdacht auf einen plötzlichen Tod aufkommen konnte. Bei eigenen Palliativpatienten kommt die Nr. 4 nicht in Betracht.
Regelmäßig wird die Ziffer 4 aber bei Beschwerden von Angehörigen durch die Landesärztekammern gestrichen. Der Arzt muß dann eine berichtigte Honorarrechnung stellen und den zuviel geforderten Betrag in Abzug bringen.

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(© Foto Dirk R.S.)

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (vgl. Westfälisches Ärzteblatt, 2/1998, S. 9ff) sowie Wezel/Liebold zu Nr. 100 und Lang zu Nr. 100 vertreten die Auffassung, daß bei der Ausführung eines Besuches zur Ausübung der Leichenschau auch eine Besuchsgebühr nach Nr. 50 berechnet werden kann.
Dies hat zur Konsequenz, daß auch die entsprechenden Zuschläge nach den Nummern E – H berechnet werden können.

Quelle: Anästhesiekommentar zur GOÄ, Von A. Schleppers und W. Weißauer, Herausgeber Berufsverband Deutscher Anästhesisten

Zusätzliche Gebühren

Wendet sich der Arzt nach der Todesfeststellungen den Angehörigen zu, beispielsweise um diese zu behandeln, handelt es sich um einen eigenen Fall.
Beantwortet der Arzt den Angehörigen noch nichtmedizinische Fragen, kann er eventuell die GOÄ-Ziffer 56 (Verweilgebühren) berechnen.
Außerdem könnte der Arzt noch Formularkosten – z.B. wenn das amtliche Leichenschauformular dem Arzt nicht kostenlos zur Verfügung gestellt wird – nach § 10 Abs. 1 GOÄ zusätzlich angesetzt werden.

Rechnungsempfänger

Die Rechnung für die Leichenschau ist an diejenigen Personen zu richten, welche die Bestattungskosten tragen müssen, in der Regel die nächsten Verwandten bzw. die Erben.
Der Einfachheit halber kann die Rechnung an das Bestattungsinstitut geschickt werden, welches diese Kosten dann mit den Angehörigen abrechnet.
Allerdings muß in diesem, wie in jedem anderen Fall, die Rechnung auf die Angehörigen ausgestellt werden! Keinesfalls ist der Bestatter Gebührenschuldner oder Rechnungsempfänger!
Diese Zahlungsverpflichtung der Erben ergibt sich aus dem BGB, die Pflicht der anderen Angehörigen, soweit sie nicht Erben sind, aus dem Landesbestattungsgesetz.
Ärzte sollten die Adresse des Rechnungsempfängers beim Bestatter erfragen oder gleich bei der Leichenschau erheben. Die korrekt adressierten Papiere können dann an den Bestatter gesandt werden, einfacher ist es jedoch, direkt mit den Angehörigen abzurechnen.
Sind die Erben nicht ausfindig zu machen, muss die Sozialbehörde oder Gemeindeverwaltung für die Kosten aufkommen.

Leichenschaupapiere sind kein Druckmittel

Zu beachten ist jedoch, daß es unzulässig ist, Teile der Leichenschaupapiere zurück zu behalten und als Druckmittel zur sofortigen Bezahlung der Gebühren zu verwenden.
Das tun manche Ärzte, und erwarten, daß der Bestatter am nächsten Tag einen Mitarbeiter in die Praxis schickt, um die fehlenden Unterlagen „auszulösen“.
Das ist nicht zulässig, da der Bestatter den Leichnam ohne die vollständigen Papiere nicht überführen darf!
Entstehen dem Bestatter hierdurch zusätzliche Kosten, etwa Fahrtkosten/Personalaufwand, kann er diese Kosten vom Arzt zurückverlangen.

Beispielabrechnung:

Die Abrechnung kann dann folgendermaßen aussehen:

GOÄ Nr. 100 – 3,5-fach: 51 Euro
WN25 Wegegeld (Nacht 10-25 km) 25,56 Euro
Sachkosten Todesbescheinigung: ca. 3 Euro

Vorsicht beim Umgang mit der Materie!

Landesärztekammern, Krankenkassen und Verbraucherschützer beobachten das Handeln der Ärzte in diesem sensiblen Bereich sehr genau. Schon kleinste Abrechnungsfehler werden häufig medial als Ärzteskandal oder Betrugsaffäre ausgeschlachtet.
Ärzte tun demnach gut daran, sich auf die oben angegebenen Abrechnungs-Tips zu halten.

§ Hinweis:

Diese Einschätzung beruht auf meinen persönlichen Erfahrungen und gibt ausschließlich meine Meinung wieder. Zu Rechts-, Steuer- und medizinischen Themen sollten Sie immer einen ausgewiesenen Fachmann fragen. Das ist oft günstiger als man denkt. Verlassen Sie sich nie auf Erkenntnisse, die Sie sich nur im Internet zusammengefischt haben!

http://www.focus.de/panorama/welt/leichenschau-und-totenschein-wenn-aerzte-um-die-allerletzten-euros-schachern_id_4282575.html
https://www.aerzteblatt-sachsen-anhalt.de/ausgabe/kammermitteilungen/72-kammermitteilungen-04-2013/173-die-abrechnung-der-aerztlichen-leichenschau.html

12 Kommentare von 138403.

  1. Ich rechne die GOP 100 immer mit dem Faktor 3,5 ab. Begründung: „Hausbesuch zur Leistungserbringung erforderlich – Zeitbedarf“. Dadurch wird die Nichtvergütung der GOP 50 (die ich aber mit dem Steigerungsfaktor 0,00 = 0,00 € in der Rechnung ansetze) zwar nicht völlig ausgeglichen, aber wenigstens abgefedert. Die Zusatzkennzeichnungen für den dringlichen oder Nachtbesuch bzw. den Besuch an Wochenenden oder Feiertagen setze ich SELBSTVERSTÄNDLICH immer an!

    • „Ich rechne die GOP 100 immer mit dem Faktor 3,5 ab. Begründung: “Hausbesuch zur Leistungserbringung erforderlich – Zeitbedarf”. Dadurch wird die Nichtvergütung der GOP 50 (die ich aber mit dem Steigerungsfaktor 0,00 = 0,00 € in der Rechnung ansetze) zwar nicht völlig ausgeglichen, aber wenigstens abgefedert.“

      Ein gut nachvollziehbarer und gangbarer Weg.

      „Die Zusatzkennzeichnungen für den dringlichen oder Nachtbesuch bzw. den Besuch an Wochenenden oder Feiertagen setze ich SELBSTVERSTÄNDLICH immer an!“

      Das allerdings geht nicht, weil die Zuschläge zur Ziffer 100 nicht abrechenbar sind, sondern nur zu einer Besuchsziffer (E-J, K2 sind nach dem Leistungsverzeichnis „Zuschläge zu den Leistungen nach den Nummern 45 bis 62“) oder den Ziffern 1, 3-8 (A-D, K1 sind „Zuschläge zu Beratungen und Untersuchungen nach den Nummern 1, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8“). Der Ansatz bei der Leichenschau ist also nicht zulässig (und verwirklicht im Regelfall zudem den Tatbestand des Betrugs). Insofern ist davon abzuraten.

    • @Dr. Peter Fülle: Ich denke, wenn ich eine Rechnung von Ihnen in die Finger bekomme, dann wird diese entsprechend auf die GOÄ gestutzt!
      Position 100 mit Faktor 2,3 und Wegegeld!
      Ende Aus, Micki Maus!

  2. Zu D-Mark Zeiten lagen unsere Spitzenreiter bei 160 DM beziehungsweise 380 DM! Die günstigsten Ärzte verlangten 80 DM.
    Das weglassen von Kreuzen, um unser erscheinen in der Praxis zu erzwingen, war bei 50% der Ärzte
    liebe Gewohnheit! In unserer Stadt traute sich kein Bestatter dagegen etwas zu unternehmen! Ein Arzt der bei einem Sterbefall im Haus noch einfühlsam mit den Angehörigen sprach, zeigte dann im Treppenhaus sein wahres Gesicht. Er wollte die 80 DM sofort, er ging uns schon an, während wir die Trage durch das Treppenhaus trugen. Bis zum Leichenwagen lief er hinter uns her, ich sagte ihm dann, das ich soviel Bargeld nicht dabei hätte. Gierig meinte er dann, das wir ihm das Geld ja am Sonntag nach Hause bringen könnten!! Er wohnte auf dem Land, man muss sich den Aufwand vorstellen, wenn unser Arbeitgeber sich darauf eingelassen hätte!

  3. Die Regelungen nach GOÄ für die Leichenschau sind in der Tat oft beim ersten Lesen nicht ganz eindeutig. Eine Interpretation ist dann oft Ansichtssache. Im Zuge einer rechtlichen Auseinandersetzung ist jedoch die juristische und nicht die medizinische oder menschliche Sichtweise maßgebend, und dabei kommt es darauf an, wann ein Mensch als tot gilt. Aus der juristischen Sichtweise ist festzustellen, dass ein Mensch erst dann als tot gilt, wenn sein Tod durch einen Arzt festgestellt wurde. In der Konsequenz heißt das, dass bei der Anforderung einer Leichenschau z.B. durch Angehörige oder durch das Personal einer Pflegeeinrichtung der zu untersuchende Patient juristisch gesehen noch nicht als tot gilt, da der Tod ja erst im Rahmen der Leichenschau ärztlicherseits festgestellt wird. Damit ist die Ziffer 50 GOÄ (Hausbesuch) mit sämtlichen Unzeitzuschlägen aber IMMER abrechenbar. Ausnahmen ergeben sich nur bei offensichtlichem Tod, z.B. im Rahmen eines Unfalls, bei dem Verletzungen auftraten, die nicht mit dem Leben vereinbar sind, wie ein abgetrennter Kopf. Der EINDRUCK des Todes eines Menschen, der Angehörige oder Pflegepersonal veranlasst, einen Arzt zur Untersuchung und ggf. Feststellung des Todes anzufordern, und dessen Zeitpunkt als Zeitpunkt des Todeseintritts in der Todesbescheinigung eingetragen wird, hat juristisch keine Relevanz. Es ist also nicht einzusehen, warum Ärzte auf die Abrechnung der Ziffer 50 GOÄ und der entsprechenden Zuschläge verzichten sollten.

    • @Dr. med. Robert Laudahn: Juristisch mag der Mensch erst tot sein, wenn Sie es sagen. Faktisch ist er tot, wenn es eindeutige Anzeichen dafür gibt. Sonst würde man Sie nicht zu einer „Leichenschau“ anfordern.
      Lt. GOÄ gibt es die Position 100 mit dem 2,3fachen Satz und das Wegegeld für diese Dienstleistung und alles andere auf einer Rechnung fällt dem Rotstift zum Opfer.
      Wenn Ihnen, und da meine ich nicht Sie persönlich sondern die gesamte Ärzteschaft, das zu wenig ist, dann sollten Sie sich gemeinsam für eine Erhöhung der Position 100 und des Wegegeldes einsetzen.
      Einfach die Rechnungen so zu formulieren das ahnungslose Menschen, und das sind eigentlich fast alle, sie falsch verstehen und bezahlen, sehe ich als Betrug.
      Der Mythos der einem Arzt einmal vorauseilte und der als hochangesehen galt, der schmilzt immer mehr.
      Schade, denn ein Dr. war mal was…

  4. Ich fand immer schon die Höhe meiner Rechnungen peinlich. Eines Tages las ich auf der Webseite eines Bestattungsunternehmens, dass mein Bauchgefühl nicht getrügt hatte. Danach habe ich die Rechnung gegen den Widerstand meiner altgedienten Arzthelferin zusammengestrichen.
    Allerdings wird die Arbeit des Arztes bei einer Leichenschau im Bereitschaftsdienst nicht in den Abrechnungsmöglichkeiten erfasst. Ich hatte erst kürzlich den Fall dass ich nachts um 1 Uhr über der Akte eines Pflegeheims brütete. Die Frau war einfach ohne sich zu verabschieden gestorben. Gewiss schwebte sie irgendwo als Engel, es war ein katholisches Heim. Also betete ich um die göttliche Eingebung und das kostete viel Zeit…

    • @Robert Enderle: Ja, wenn Sie die Rechnung auf Pos. 100 Faktor 2,3 und Wegegeld zusammengestrichen haben, dann finde ich das löblich.
      Eigentlich dachte ich aber immer, dass ein Arzt des Lesens mächtig ist und dafür keine Webseite eines Bestattungsunternehmens herhalten muss. :-)

  5. Ich kümmere mich seit Jahren um diese Situation im Sinne der Angehörigen und der Bestatter.
    Auf meiner Seite ist die Situation auch genau beschrieben.
    Ebenso gibt es die Möglichkeit sich die korrekten Kosten berechnen zu lassen!
    Wissenswert: Sie können jede Rechnung, auch wenn Sie schon über 15 Jahre alt ist prüfen lassen und eine Rückerstattung vom Arzt verlangen!
    Unverschämt finde ich, dass viele Ärzte glauben, dass der Bestatter für die Bezahlung der Rechnung zuständig ist.
    Mein Tipp an die Bestatter: Wenn der Totenschein nicht beim Angehörigen bzw. im Pflegeheim hinterlegt ist, dann sollten sie die Abholung des Totenscheines dem Arzt in Rechnung stellen!
    Gibt der Arzt den Totenschein nur gegen Barzahlung heraus, dann müssen sie den Mut haben, die Polizei einzuschalten!
    Der Totenschein gehört zum Toten! Zahlungspflichtiger für diesen Totenschein ist der Angehörige. Kein Bestatter muss in Vorkasse gehen und ist der Geldeintreiber für einen Arzt!
    Wenn ich von allen Arztrechnungen – ca. 400.000 p. A. – die nicht im Krankenhaus versterben nur pro Rechnung 50 € ansetze die die Rechnung überteuert ist, dann kommt hier schon eine Summe von 20 Millionen raus. Allerdings ist der Betrag der in den Rechnungen steht oft weitaus höher als diese 50 €!
    Was ich mir als Rechtfertigung, wenn ich mich für die Angehörigen einsetze, mir dann von den Ärzten anhören muss ist oft dieser Satz: „Der Schlüsseldienst ist teurer wenn er gerufen wird.“
    Damit mögen die Ärzte recht haben, jedoch der Schlüsseldienst muss nicht nach einer Gebührenordnung abrechnen!
    Wenn die Kosten zu niedrig sind, dann müssen Ärzte sich gegen die GOÄ wehren.
    Klar ist auf jeden Fall, wenn die Kosten die letzte Leistung der Krankenkassen wäre, dann würde sich kein Arzt trauen, solche Rechnungen zu schreiben, denn die Krankenkassen würden nur nach GOÄ zahlen.
    Ergo: Mein Kampf wird jetzt sein, die Krankenkassen in die Pflicht zu nehmen, damit diese Abzocke durch die Ärzte endlich ein Ende hat!

    • @Ingrid Hoerner: Leider funktioniert das angepriesene Formular auf Ihrer Webseite nicht. Ich habe jede Menge auch persönlicher Daten eingeben müssen, dann aber kommt kein „Weiter“- oder „Absenden“-Feld. War also alles für die Katz.

      • @Bentlin: Ich wäre da auch vorsichtig. Sowohl als Seitenbetreiber, wie auch als Seitenbesucher.
        Diese Seite ist nicht https-verschlüsselt, fragt aber jede Menge persönlicher Daten ab. Das ist ersten seit diesem Jahr nicht mehr zulässig (Abmahngrund) und Deine eingegebenen Daten sind auch nicht sicher.
        Ich würde da die Finger davon lassen.
        Sieht mir eher unseriös aus.

      • @Bentlin: Sorry, an dem Formular wird noch gearbeitet und leider ist der Ersteller im Moment krank. :-(
        Man kann mir aber die Rechnung per PDF auf meine E-Mail legen. ich2110[at]yahoo.de

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