Jun
08
Freddy II
Zurück zu Freddy Kunkelborn.
Nach einigem Hin- und Her, das mit dem im vorherigen Artikel Geschilderten nicht viel gemeinsam hatte, war mir dann klar, daß dieser Manfred Kunkelborn, der mich immer grüßte und mir nachbarschaftlich zuwinkte, zwangsgeräumt worden war. Vor anderthalb Jahren war seine Frau gestorben, mit gerade mal 51 Jahren und da hat er wohl angefangen mit Vielem aufzuhören, insbesondere mit dem Bezahlen von Rechnungen. Viele Umschläge machte er gar nicht mehr auf, weiß Frau Büser zu berichten, und schließlich sei der Gerichtsvollzieher mit einem Möbelunternehmen angerückt und man habe dem Kunkelborn die Wohnung leergeräumt.
Jun
08
Freddy
Herr Kunkelborn wohnte nicht weit von uns und ich kannte ihn so vom Sehen. Man grüßte sich, winkte sich beim Vorbeifahren zu und das ist ja heute schon mehr, als man so im suburbanen Umfeld überhaupt erwarten darf. Wer da zu freundlich grüßt, ist entweder ein Vorwerk-Vertreter, psychisch gestört oder schwul. So sagt wenigstens Frau Büser.
Sie war es auch, die mir erzählte, daß man den Freddy zwangsgeräumt habe. "Was für ein Freddy?" fragte ich und sie antwortete so, wie Frauen in solchen Fällen immer antworten: "Na der Freddy eben." Ich meine, sie sagte doch soeben schon mal, daß es sich um den Freddy dreht und meine Frage, um was für einen Freddy es sich handele, kann ja nur bedeuten, daß ich eben jenen besagten Freddy nicht kenne. Die Antwort: "Na der Freddy eben" hilft mir also kein Stück weiter.
Wäre wir jetzt beide Frauen, dann ginge die Diskussion so weiter:
Jun
08
Windhund und Sonnenschein
Herr Sonnenschein schneit in unser Büro und strahlt wie drei Pfund frisch geschlüpftes Plutonium. Er sieht aus wie eine Mischung aus Peter Frankenfeld und Thomas Gottschalk. Schwarze Hose, hellbraune Schuhe, großkariertes Jackett und ein bunt geblümtes Hawaii-Hemd.
Er hatte sich bei Frau Büser einen Termin geben lassen, sich als Versicherungsgeneraloberhauptbezirksprovinzialdirektor eingeführt und will mit mir mal alle unsere Verträge durchgehen, da habe sich nämlich einiges geändert und es bestehe dringender Handlungsbedarf.
Warum denn unser Herr Engerling nicht käme, wollte ich wissen und Herr Sonnenschein hört schlagartig auf zu strahlen, könnte in diesem Moment nicht bei der Bahn arbeiten, denn ihm entgleisen alle Züge. Ja, das sei so eine Sache...
"Was für eine Sache?"
Jun
08
Pfiffige Windhunde
Björn, der Shopblogger, berichtet über einen etwas zu pfiffigen Werbevertreter, der ihm Anzeigen für einen einmaligen Preis verkaufen will, wo Björn aber bei näherem Hinsehen feststellte, daß es sich um eine jährliche Gebühr handelt.
Der war bei mir auch schon, also nicht der Björn, sondern dieser Werbevertreter und wenn es nicht dieser Vertreter war, dann einer seiner Kollegen und wenn es einer der Kollegen war, dann hatte er die selbe Masche drauf und wenn die bundesweit die selbe Masche drauf haben, ja dann glaube ich fast, daß die schon vom Unternehmen so geschult werden.
So richtig betrügen und bescheißen tun die ja nicht. Mit einem Lächeln und eingepackt in viel Gesabbel erwecken sie den Eindruck, die Sache sei so oder so und vielleicht sagen sie sogar irgendwann zwischendurch wie es sich wirklich verhält. Jedenfalls hat man zunächst den Eindruck, es handele sich um eine ganz besonders günstige Gelegenheit und nur wenn man das Kleingedruckte ganz ausführlich liest, kommt man dahinter, daß man sich für einen längeren Zeitraum bindet und jedes Jahr dafür bezahlen soll.
Jun
08
Flaume
Pflaume schreibt man nämlich mit P und nit mit F
Das kann ich so leider nicht bestätigen, da wo ich herkomme heißt es:
Flaume
Ferd
Fanne
Fahl
Feife
usw.
Dafür tut man auf die Würstkes Semf und nach die Vier kommt die Fümf.
Jun
08
Antonias letzter Tag
Es liegt eine besondere Atmosphäre in der Luft, sozusagen weht der Hauch des Besonderen durch unsere Hallen.
Jeder in der Firma weiß, daß es heute Antonias letzter Tag bei uns ist. Haben gestern noch einige so getan, als sähen sie das eher mit Genugtuung, so merkt man jetzt allerdings, daß die allermeisten Mitarbeiter doch so etwas wie Wehmut empfinden.
Meine Güte, Antonia ist ein Gollum, ohne Zweifel, aber man darf doch nicht vergessen, daß wir ohne den dauermampfenden Schwabbelzwerg doch um eine schöne Erlebnisse gebracht worden wären. Und man muß wissen, daß sie ja normalerweise alles zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt hat, sofern zwischen Rollmopsbrötchen und Speckzipfel und anschließender Verbrennung Zeit dafür war.
Selten habe ich eine freundlichere und liebenswürdigere Mitarbeiterin gehabt, das muß ich ganz deutlich sagen.
Jun
08
Wenn man dem den kleinen Finger reicht...
...dann will er gleich die ganze Hand.
So sagt man es doch, wenn jemand mit einem kleinen Angebot nicht zufrieden ist und immer mehr will. So ist es mir mit Karlheinz Bauer gegangen, den ich inzwischen Kalle nenne, weil er das so will. Kalle ist Leiter der Kurse und Seminare bei der Koordinationsstelle für betriebliche Praktika und arbeitet in dieser Funktion für die Berufsförderungs- und Fortbildungsanstalt.
Eines Tages stand er in meinem Büro und klagte sehr gekonnt über die mangelnde Bereitschaft der Betriebe, Praktikanten aufzunehmen. Das sei für ihn überhaupt nicht zu verstehen, weil doch die Praktika für den Betrieb kostenlos seien.
Er schilerte mir, wie wichtig diese Praktika für manche Leute seien und ich wandt ein, daß seien doch überwiegend Leute, die im Beruf bislang gescheitert seien. Ganz ehrlich, ich wollte keine Analphabeten, die schon in einem Dutzend anderer Betriebe erfolglos waren.
Jun
08
1000 Euro
Wenn jetzt noch 1000 € da sind, aber auch 1000 € Schulden, und die Bestattung auch 1000 € kostet, wer zahlt dann, wenn das Erbe ausgeschlagen wird?
Die Kosten der Bestattung sind vorrangig zu behandeln.
In diesem Fall würden also zunächst die 1.000 Euro für die Bestattungskosten aufgewandt und die anderen Gläubiger gingen leer aus.
Jun
08
Antonia geht
Sandy bringt mir die Postmappen rein und ich gehe die Mappen Seite für Seite durch, unterschreibe, hake ab, kennzeichne die Sachen, die doch nicht raussollen und stoße auf eine Notiz von Frau Büser, die sie schon gestern in die Mappe gelegt haben muß:
Hallo Chef!Bitte dran denken, Antonias Abschied muß gefeiert werden.Liebe Grüße B.Antonias Abschied! Daß ich das noch erleben darf!
Jun
08
Übers Knie
Ich gebe Toni, dem Praktikanten, eine Anweisung und er schaut mich ungläubig an: "Darf ich mal was fragen?"
"Ja."
"Meinen Sie das Ernst oder wollen sie mich hintenrum übers Knie legen?"
Hab' ich jetzt so in dieser Form auch noch nicht gehört.
Jun
08
Sommer
Frauen haben es bei dieser Witterung doch wesentlich einfacher. Ein dunkler Rock, eine weiße Bluse...
Mir würde das ja nicht stehen, aber manchmal wünschte ich mir, auch für Männer gäbe es irgendeine Alternative für sommerliches Wetter. Aber selbst wenn man sich viel Mühe bei der Auswahl leichter Kleidung gibt, so locker und luftig wie bei den Frauen ist das bei uns nie.
Jun
08
Wann läuft das Grab denn ab?
Meine Großmutter starb im Juli vor 20 Jahren, die Urne wurde aus organisatorischen Gründen erst im August beigesetzt. Das Urnengrab hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Sind diese 20 Jahre nun im Juli oder erst im August zu Ende, d.h. wann muss das Grab "abgeräumt" werden?
Bei der Bemessung der Mindestruhezeit spielt das Beisetzungsdatum die entscheidende Rolle, bei den Grabaufzeiten ist es das Vertragsdatum, würde ich meinen.
Allerdings laufen Gräber rein praktisch in den seltensten Fällen zu einem bestimmten Stichtag ab. Zumeist ergeben sich Überhangzeiten, weil oft ganze Reihen oder Felder gemeinsam abgeräumt werden. Manche Friedhofsverwaltungen warten dann bis das letzte Grab der Reihe oder des Feldes "fällig" ist.
Genaue Auskunft kann bei der komplett unterschiedlichen Handhabung bei den tausenden von Friedhöfen aber nur die jeweilige Friedhofsverwaltung geben.
Jun
08
Hier kommst Du nicht rein
Hallo Herr Undertaker, ich schrieb Dir ja schon per Mail wegen unserem aktuellen Todesfall. Wir haben dank Dir auch ein gutes Institut gefunden. Die Frau vom Bestatter hat gesagt, wir könnten unseren Vater noch einmal bei denen in der Aufbewahrungskammer anschauen. Das haben die auch sehr schön gemacht und wir hatten eine gute Stunde Zeit.
Ab Abend haben wir aber das Gefühl gehabt, wir müssten den Vater noch einmal anschauen. Da war er aber am nächsten Morgen plötzlich ins Krematorium gebracht worde, was ja so auch vereinbart war.
Also sind wir alle (nur zu Sechst!) zum Krematorium gefahren, aber dort hat man uns nicht reingelassen. Das müssen die doch, oder? Das ist doch unser Verstorbener und schliesslich bezahlen wir ja für die Benutzung des Krematoriums. An wen können wir uns mit einer Beschwerde wende, um unseren Vater noch ein mal sehen zu können?
Ich fürchte, daß eine Beschwerde nicht viel bringen wird, da anzunehmen ist, daß bis zu einem Entscheid über diese nicht mehr viel zum Anschauen übrig sein wird.
Ihr hattet eine Abschiednahme vereinbart und diese habt ihr doch auch im Institut bekommen.
Jun
08
A Celebrity death!
A celebrity death?
Schauspieler Pinkas Braun im Alter von 85 Jahren verstorben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pinkas_Braun
Jun
08
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Kommentare
1:10 Uhr und noch keine Fort.
Genau, wenn die jetzt noch'n.
Genau, immer der Leiche mit .
Habe jetzt gerade alle Teile.
@rudibee: nein. weils unhygi.
Super, das es mit einer so s.
Hey, was soll das, mich zu w.
-Carlos Gastropoda in die Ru.