Jul
08
Keine Hitze ohne Blitze -2-
Na, glücklicherweise war es kein Überspannungsschaden, der unsere Telefonanlage lahmgelegt hatte. Es hätte mich auch gewundert wenn es so gewesen wäre, denn angeblich soll die Anlage sicher vor so etwas sein.
Das Anrufbeantworter-Modul hatte sich gelockert. Es steckt nicht in der Nebenstellenanlage sondern erstaunlicherweise in Frau Büsers Telefon, sieht in etwa so aus wie ein Legostein und offenbar hat die Büser gestern ihren Apparat runtergeworfen. Das zumindest unterstellte mal der Techniker, aber Frau Büsers "Iiiiich doch niiiiicht" klang nicht besonders überzeugend.
Jul
08
Sterbeversicherungen bei Stiftung Warentest
Du schreibst ab und zu über Sterbeversicherungen. Lies mal TEST-Heft, Stiftung Waretest: aktuelle Ausgabe Seite 16/17 (Juli/Aug 2008)
Fazit: "Sie lohnen sich nur, wenn der Kunde bald nach Vertragsabschluss stirbt - aber nicht zu bald."
Stimmt das? Was ist damit gemeint?
Nach wie vor ist die Sterbegeldversicherung eine recht gute Möglichkeit mit vergleichsweise kleinen Beiträgen eine Bestattung zu finanzieren. Die angebotenen Tarifmodelle sind aber so mannigfaltig, daß man sie nicht über einen Kamm scheren kann.
Jul
08
Hitze
Was macht ihr im Bestattungshaus gegen die Hitze? Sind jetzt kurze Hosen angesagt? Tauen Eure Leichen nicht auf? Da schmilzt doch das Eis in eurem Kühlhaus.
Dort wo wir große Fenster haben, wird es im Laufe des Tages ziemlich warm, das sind das große Büro bei Frau Büser und der Ausstellungsraum. Beide Räume sind aus technischen Gründen nicht an die Klimaanlage des Hauses angeschlossen. Glücklicherweise sind die anderen Räume, was wir jetzt wieder feststellen können, immer recht kühl. Vor allem die Eingangshalle und die Trauerhalle heizen sich nicht so auf.
Im großen Büro haben wir daher eine separate kleine Klimaanlage installiert, die sich aber keiner besonderen Beliebtheit erfreut. Lieber haben die Leute dort Ventilatoren.
Jul
08
Werden Toten die Knochen gebrochen?
Als ich ein Teenager war ist meine Oma gestorben. Ich bin mit meinen Eltern zur Aufbahrungshalle gefahren. Dort fiel mir auf, dass die Ellenbogen der Oma merkwürdig aussahen. Meine Mutter erklärte, dass man wegen der Totenstarre beim Herrichten der Oma die Knochen gebrochen hätte. Kann sowas sein?
Ich kann Dich beruhigen. Kein Mensch bricht einem Toten die Knochen.
Um einen Verstorbenen ankleiden und ihm die Hände falten zu können, reicht es vollkommen aus, die betreffenden Gelenke zu massieren und sie langsam und vorsichtig mehrmals hin und her zu bewegen.
Man kann sich das entfernt so vorstellen, wie bei einem frischen Brathähnchen, dessen Gelenke in Keule und Flügel auch steif sind und sich durch vorsichtiges Bewegen in den Gelenken und zwar dem natürlichen Bewegungsablauf folgend, wieder "gangbar machen" lassen.
Der merkwürdig aussehende Ellenbogen mag viele Gründe gehabt haben, jedoch rührt er nicht davon her, daß jemand der Frau die Knochen gebrochen hat.
Jul
08
Keine Hitze ohne Blitze
Zweimal hat es laut und trocken geknallt, der Blitz muß irgendwo in der Nachbarschaft in ein Trafohäuschen eingeschlagen sein.
Irgendwas muß dabei kaputtgegangen sein. In der Wohnung habe ich das nur bemerkt, weil mal ganz kurz der Strom weg war. Unten in der Firma ist jedoch die Telefonanlage in Mitleidenschaft gezogen worden, nichts geht mehr. Ich kenne sowohl das Installations-, als auch das Betriebshandbuch der Anlage ziemlich gut, aber es gelingt mir nicht, die Anlage wieder "hochzufahren", auf allen Apparaten liegt nur ein schneller Signalton.
Glücklicherweise ist die Rufumleitung dringeblieben, sodaß heute alle Anrufe auf Sandys Handys eingehen, bis jemand die Anlage repariert hat.
Jul
08
Nazifahne wieder ausgegraben
Im Law-Blog habe ich gelesen, daß bei einer Beerdigung ein Nazi eine Hakenkreuzfahne auf den Sarg gelegt hat. Jetzt ist das Grab wieder geöffnet worden, um diese Fahne zu bergen.Wie schützt ihr Euch vor Nazis als Kunden? Ich will nicht hoffen, daß ihr auch Nazis beerdigt und solche Fahnenfeiern auch noch unterstützt.
Ich habe zahlreiche derartige Anfragen bekommen und dazu Folgendes geschrieben:
Jul
08
Zu früh gekommen
Bestatter im Einsatz.
Das sieht man in folgendem Video, das von Tim eingesandt worden ist.
Jul
08
Trauerfeier in anderen Räumen
In unserer Kirchengemeinde gab es den Fall, daß jemand kein Geld für eine "große" Bestattung hatte. Der Bestatter hat mit viel Umsicht alles sehr preiswert. Es fehlte aber das Geld für die üppige Miete der städtischen Trauerhalle. Die Feier fand dann in der Kirche statt. Wie sieht das nun bei nichtkirchlichen Verstorbenen aus? Manche Bestatter stellen eigene Räume zur Verfügung, aber der Dachdecker-Tischler-Bestatter hat sowas ja oft nicht. Gibt es einen Anspruch auf wenigstens eine kurze Feier in den städtischen Räumen?
Tatsächlich sind die Kosten für Trauerfeiern in kommunalen Kapellen oft exorbitant hoch. Das ist regional verschieden, manchmal kostet es fast nichts, manchmal kann man nur mit dem Kopf schütteln, wenn man die Gebühren erfährt.
Als Alternative bieten sich dann verschiedene Lösungen an.
Eine Lösung des Problems wurde ja schon in der Frage genannt: Die Trauerfeier in einer Kirche. Eine weitere Alternative wäre die Feier in den Räumen eines Bestatters, der das aber normalerweise auch nicht kostenlos machen wird.
Jul
08
In der Kapelle
Aus einem Kommentar:
Was TOM nie geschrieben hat, fällt mir bei der Gelegenheit ein, ist die Arbeit eines Bestatters nach dem Transport in die Kapelle.
Das stimmt so nicht, viele Texte enthalten entsprechende Schilderungen. Aber ich will das gerne einmal genauer beschreiben.
Wenn der Verstorbene im Bestattungshaus eingebettet und hygienisch versorgt wurde, steht der Transport zum Krematorium oder zum Friedhof an. Besteht bei den Angehörigen der Wunsch nach einer Trauerfeier oder einer offenen Aufbahrung, so wird es der Friedhof oder entsprechende Einrichtungen des Bestatters sein, wo das stattfindet. In aller Regel ist es der Friedhof, weil nur die wenigsten Bestatter über entsprechende Räumlichkeiten verfügen.
Jul
08
Zahlungsausfälle
Mir stellte sich gerade eine Frage: Du als Bestatter hast bzw. trägst immer ein beträchtliches Finanzielles Risiko.
Lässt du dir von "Neukunden" einen Anteil der Kosten vor der Bestattung bezahlen? Oder immer via Rechnung nach der eigentlichen Bestattung? Sicherst du dich, durch eine Bonitätsprüfung z.B., vor Auftragsannahme ab?
Das Thema hatten wir schon mehrmals im Weblog, aber es ist in mehreren Artikeln versteckt.
Es ist tatsächlich so, daß wir ständig rund 50.000 Euro Außenstände haben, also Geld auf das wir warten und von dem wir nicht wissen ob es jemals wirklich kommt. Die Zahl der Kunden, die auch auf die letzten Mahnungen und den Besuch des Gerichtsvollziehers nicht reagieren, nimmt deutlich zu. Am Ende legen sie die Eidesstattliche Versicherung ab und ich kann das Geld komplett abschreiben.
Jul
08
Babyleiche 21 Jahre eingefroren
21 Jahre schon liegt die Leiche eines Babys im Tiefkühlabteil eines Leichenschauhauses in London. 1987 war Christopher Blum nur vier Monate alt verstorben. Seitdem verweigern die Eltern eine Beisetzung, da sie die vom Arzt damals diagnostizierte Todesursache 'plötzlicher Kindstod' anzweifeln und glauben, die Ursache sei ein verdorbener Impfstoff gewesen.
Nun haben die Behörden die Eltern als Bestattungspflichtige ultimativ aufgefordert, die Babyleiche bestatten zu lassen, anderenfalls würde die Beisetzung zwangsweise durch die Behörden veranlaßt.
Der heute 61-jährige Vater zahlt jede Woche umgerechnet 19 Euro für die Aufbewahrung des tiefgekühlten Körpers und hofft auf eine Klärung der wirklichen Todesursache. Dafür würde er die Leiche so lange aufbewahren lassen, wie es irgend möglich ist.
Dies ist aber in England kein Einzelfall. Noch acht Jahre länger liegt eine 1979 verstorbene Krankenschwester auf Eis, weil auch ihr Vater seine Zustimmung zur Beerdigung nicht erteilt. Helen Smith war 23-jährig in Saudi-Arabien über eine Ballustrade gestürzt und der heute immerhin schon 81-jährige Vater will erst dann die Zustimmung zur Beisetzung erteilen, wenn die saudischen Behörden eingestehen, daß seine Tochter ermordet worden ist.
Jul
08
Urnenbeisetzung
Leser Wolfgang hat vor kurzem an einer Urnenbeisetzung teilgenommen und seine Eindrücke zusammengefasst:
Tante Helga war schon lange leidend, auf Pflege angewiesen, und ist am 26.6. im Krankenhaus gestorben. Es war ihr Wunsch, dass sie zu ihrem Mann Anton + 1984 ins Grab darf um dort in einer Urne ihre letzte Ruhestätte zu finden. Die Feier sollte auf ihren Wunsch hin sehr schlicht sein. Sie war zwar katholisch, doch wollte sie keinen Pfarrer, keinen Redner.
Auf dem Weg vom Krankenhaus nach Hause kamen ihre drei Kinder an einem Bestattungsunternehmen vorbei. Man suchte nicht, man kannte keinen bestimmten, man beauftragte diesen, weil er halt grade am Wege lag. Vereinbart wurde eine Feuerbestattung mit Urnenbeisetzungsfeier, die am 18.7. stattfinden würde.
Jul
08
Einfach weg
Wir hatten es schon so oft. Frau Franziska Klöppelspitz ist am Freitag verstorben. Schwer krebskrank hatte sie ihrem Mann Heiner mit auf den Weg gegeben, er möge dafür sorgen, daß sie "an der Friedhofsmauer verscharrt wird, kein Grab, keine Feier, nichts!"
Heiner Klöppelspitz ist ein sehr netter und freundlicher Mann, aber man sagt da nichts Falsches, wenn man sagt, daß er von einfachem Gemüt ist. Er ist der zweite Mann von Franziska und hat ihr die zwölf Jahre in denen sie zusammen waren, so schön wie möglich gemacht. Mit der Situation, eine kranke, eine immer kränker werdende Frau zu Hause zu haben, war er nicht zurecht gekommen und bei aller Trauer merkt man ihm an, daß er in gewisser Weise auch froh ist, daß es jetzt vorbei ist.
Jul
08
Warnung von Rechnungen vom Genlabor
Derzeit werden an Namen und Adressen von Verstorbenen Rechnungen bzw. Mahnungen eines angeblichen Genlabors verschickt.
Die Firma Dr. Engelhardt genetic research soll eine reine Briefkastenfirma sein, die sich angeblich die Adressen aus Todesanzeigen besorgt und mit den fingierten Rechnungen Geld von den trauernden Angehörigen ergaunern will. Behauptet wird, man habe im Auftrag des Verstorbenen einen Gentest durchgeführt und die dafür ausgestellte Rechnung sei noch offen.
Zahle man jetzt nicht, drohten Zwangsmaßnahmen.
Etliche derart eingeschüchterte Betroffene haben bezahlt, glücklicherweise haben allerdings einige auch Anzeige erstattet, sodaß die Sache nun als Warnung die Runde machen kann.
Jul
08
Mechthild und Käthe
Mechthild und Käthe sind Schwestern. Mechthild ist 84 Jahre alt, war Stadtbibliothekarin, Käthe ist 81 und hat es bis zur Oberamtmännin gebracht. Sie stammen aus einer rund 300 Kilometer entfernten Stadt und hatten am heutigen Sonntag nach der Frühmesse um 7 Uhr die Idee, sie müßten unbedingt, das Grab von Käthes Schwiegereltern besuchen.
Die beiden Schwestern haben ihr ganzes Leben gemeinsam in einem Haus gelebt, das sie von ihren Eltern geerbt haben. Als Käthe dann 1969 Clemens heiratete, trübte das das Verhältnis der Schwestern sehr. Jedoch währte die Ehe nicht lange, was vor allem daran lag, daß Clemens bereits 1973 einen plötzlichen Herztod erlitt, was zur Folge hat, daß er heute immer noch tot ist.
Clemens wurde in einem Reihengrab in Käthes und Mechthilds Heimatstadt begraben, das Grab ist lange abgelaufen und existiert nicht mehr.
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
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Kommentare
1:10 Uhr und noch keine Fort.
Genau, wenn die jetzt noch'n.
Genau, immer der Leiche mit .
Habe jetzt gerade alle Teile.
@rudibee: nein. weils unhygi.
Super, das es mit einer so s.
Hey, was soll das, mich zu w.
-Carlos Gastropoda in die Ru.