Okt
08
Stiftung Warentest - Sonderheft "Bestattungen"
Einige Leser waren so freundlich, mich darauf hinzuweisen, daß im aktuellen Ratgeberheft der "Stiftung Warentest" zum Thema Bestattungen (Sonderheft, nicht die normale test-Zeitschrift!) mehrfach auf das Bestatterweblog eingegangen wird.
Vielen Dank für diese Hinweise. Allerdings hatte man mir freundlicherweise ein Exemplar zugesandt und mit Freude sehe ich, daß die Macher offenbar sehr gründliche Leser meines Weblogs sind.
Also mal ein freundliches "Winke winke" von hier aus.
Ansonsten: Das Heft ist lesenswert und informativ. Wer kompakt mal alles zum Thema wissen will, kann die 7,50 Euro ruhig investieren.
Natürlich ist aber auch dieses Mal wieder der Trend deutlich herauszulesen, daß man die Kettenbetriebe und Verbandsbestatter etwas deutlicher herausstellt, als es meiner Meinung nach richtig wäre. Bei etlichen tausend Bestattern in der ganzen Republik werden jedesmal einfach zu wenige getestet.
Denn grundsätzlich ist die Beratung in den Betrieben der Riesenketten nicht schlecht. Schon aufgrund der Masse die dort abgefertigt wird, weiss man gut Bescheid und berät sicher und kompetent. Aber nicht allein die Beratung ist maßgebend, sondern letztendlich immer das Endergebnis.
Mancher kleine Familienbetrieb und Dorfbestatter arbeitet nach Methoden, die den Testern sicher nicht gefallen würden. Von einem Kostenvoranschlag haben viele dort noch nie etwas gehört. Dennoch aber bieten diese Bestatter einen Service, den alle Kunden loben und durch den sie voll zufriedengestellt sind.
Die Stiftung, wie auch die Redaktionen vieler Ratgebersendungen, unterliegen oft dem Irrtum, ein Bestatter sei nur dann besonders seriös wenn er einem der Verbände angehört. Diese Unterstellung wird natürlich von den Verbänden gerne gesehen und sicher auch genährt, allerdings ist sie durch nichts gerechtfertigt.
Man sagt immer so schön, daß es in jeder Branche schwarze Schafe gäbe, bei der großen Zahl von Bestattungen pro Jahr, die nach Hunderttausenden zählen, sind allerdings die negativ auffallenden Vorkommnisse verschwindend gering.
Ich bin davon überzeugt, daß man, würde man das aufschlüsseln können, zu dem Ergebnis käme, daß an diesen negativen Vorkommnissen ebensoviele Bestatter beteiligt sind, die Mitglied in irgendeinem Verband sind, wie Bestatter die frei und ungebunden arbeiten.
Alleine die Verbandsmitgliedschaft bedeutet in meinen Augen keinerlei Garantie.
Okt
08
Komm, reg Dich ab, Alter!
Da steht doch tatsächlich einer vor meiner Einfahrt!
Frechheit!
Gerade wollte ich mich aufregen, doch dann regte ich mich wieder ab:
Okt
08
Laufzeiten Gräber
Sind das die normalen Liegezeiten für Urnengräber? 20 Jahre erscheint mir ein bisschen wenig, oder? Gibt es eine Möglichkeit, diese Zeit von vornherein zu verlängern?
Man unterscheidet verschiedene Arten von Laufzeiten bei Gräbern:
- Mindestruhezeit
- Regellaufzeit
- Wahllaufzeit
Die Bezeichnungen sind je nach Friedhofssatzung anders.
Die Mindestruhezeit ist die Zeit, die -je nach Bodengutachten und Erfahrungen- vergehen muß, bis normalerweise ein Sarg mit Körper vergangen ist. Für Urnen wird eine zumeist etwas kürzere Zeit frei festgesetzt.
Diese Laufzeiten sind regional sehr unterschiedlich, was mit der Bodenbeschaffenheit einerseits und der Nachfrage nach freien Gräbern andererseits zu tun hat. Urnengräber können z.B. 10 Jahre Mindestruhezeit haben, aber durchaus auch 18 Jahre.
Okt
08
Dauergrabpflege
Ich wohne in der Nähe von Regensburg und meine Eltern sind im Sauerland begraben. Zweimal im Jahr fahren wir zum Friedhof und machen alles. Dann sieht es aber immer verherrend aus. Jetzt hat uns der Gärtner dort am Friedhof im Sauerland angeboten eine Dauergrabpflege zu machen. Daraus ergeben sich zwei Fragen:1. Kann ich mich drauf verlassen das der das auch macht?
2. Sind 190 Euro pro Jahr angemessen? (Abzocke?????)
3. Ich soll im Vorhaus bezahlen. Ist das Geld sicher? Man höhrt da ja so einiges.
Deine zwei bis drei Fragen will ich gerne beantworten.
Okt
08
Kollege in Osnabrück gesucht
Ein Leser fragt an, ob jemand mit einem Bestatter im Raum Osnabrück gute Erfahrungen gemacht hat.
Meldungen bitte an undertaker (at) bestatterweblog. de
Okt
08
Urnengrab läuft ab
Hallo Tom, erst einmal Danke für die ganzen Berichte/Geschichten hier die ich gerne lese.
1989 ist meine Oma im Urnengrab beigesetzt worden. Heute sah ich, daß viele Gräber in der Nähe schon aufgelöst wurden. Ich gehe davon aus, dass auch mit dem Grab meiner Oma nächstes Jahr Schluss sein wird. Würde es möglich sein dieses Grab an dieser oder anderer Stelle weiterzuführen? Und wenn ja, in welcher Höhe würden die Kosten sein. (Städtischer Friedhof, Berlin Spandau). Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Wenn es ein Urnenreihengrab war, ist eine Fortsetzung der Liegezeit an der bisherigen Stelle nicht möglich, das weißt Du.
Manche Friedhöfe bieten an, daß man nach Ablauf eines Reihengrabes ein Wahlgrab erwerben und die sterbl. Überreste umbetten lassen kann.
Ganz allgemein gilt für alle Arten von Gräbern: Da in der Regel von dem Verstorbenen nicht mehr viel vorhanden sein dürfte, sind diese Umbettungen meist nicht so kostspielig wie Umbettungen, die relativ kurz nach der Beisetzung stattfinden müssen.
Ansonsten fallen die normalen Friedhofsgebühren an, die auch bei einer aktuellen Bestattung anfallen würden.
Grabgebühr, Beisetzungsgebühr, evtl. Grundgebühr usw.
Wieviel das genau ist und ob eine solche Umbettung überhaupt angeboten wird, kann nur die örtliche Friedhofsverwaltung beantworten.
Okt
08
Spieglein, Spieglein
Manchmal ist es zum Auswachsen. Manni ist mit einem T4-Transporter zum Lieferanten gefahren und als er nach dem Aussteigen die Fahrertür zuwirft, fällt der Schließzylinder raus. Irgendwie kein großer Akt, er kann das bei uns selbst wieder reparieren und beschließt, über die Beifahrerseite einzusteigen.
Nun ist Manni recht groß und offenbar bei weitem nicht so gelenkig wie er immer tut. Beim Heben des Beines über den Hebel der Gangschaltung stößt er "ganz leicht, ehrlich!" gegen den Rückspiegel. So ein Volkswagen-Rückspiegel ist ja heutzutage an die Windschutzscheibe angeklebt.
Frage: Was ist passiert?
Okt
08
Billig und naß
Herr Schwäble hat gehört, daß in unserer Gegend die Blumen und Kränze so teuer sind. Weil er aber aus Lucherberg, das irgendwo zwischen Köln und Aachen liegen soll, zu einer Beerdigung in unsere Stadt kommen soll und von ihm als Enkel erwartet wird, daß er für seine verstorbene Großmutter einen Kranz mit Schleife stiftet, hat er sich was einfallen lassen.
Er hat den Kranz bei sich zu Hause in Lucherberg oder einer benachbarten Gemeinde von einem Gärtner machen lassen, das kostet nur die Hälfte, dafür ist der Kranz besonders groß und schön.
Der Gärtner meinte es besonders gut, stopfte den Kranz in eine jener Plastiktüten, die man vom Reifenschnelldienst zur Aufbewahrung seiner Winterreifen bekommt und befeuchtete ihn gründlichst.
An und für sich alles keine schlechte Idee...
Nur... Herr Schwäble hat gar kein Auto, muß mit der Bahn reisen und hat noch seine gehbehinderte Mutter dabei.
Ich habe mir das mal so ausgemalt, wie er mit der riesigen Tüte mit dem sauschweren Kranz am Bahnsteig steht, die Tüte so langsam vor sich hin tropft und er mit der anderen Hand irgendwie seine Mutter stützt.
Okt
08
Ich bin ja noch jung, innendrin wenigstens
Ich fühle mich innendrin noch genauso jung wie vor 20 oder 30 Jahren, vielleicht ein bißchen erfahrener, ja weiser und abgehobener, aber jung bin ich immer noch. Innendrin wenigstens, äußerlich kann ich diesen Anspruch leider nicht erfüllen.
So ganz genau weiß ich aber nicht, ob es eine Frage des Alters oder des Anstands ist, daß es Leute gibt, die meinen, sie müßten jeden den sie treffen duzen.
Am Freitagnachmittag war ein Kunde bei mir, etwa Ende dreißig, der betrat unser Haus um die Bestattung seiner werten Frau Mutter in Auftrag zu geben. Keine schlechte Idee, wie ich finde, denn erstens bringt uns das Geld in die Kasse und zweitens muß die Mutter ja auch irgendwie versorgt werden.
"Macht Ihr auch Feuerbestattungen?" fragte er mich, ich nickte und er legte mir seine Hand auf die Schulter und er sagte: "Dann mach mal!"
Okt
08
Döner für 1 Euro
Ich weiß nicht genau wie man Netschmetin schreibt, aber in diesem Fall heißt der Mann wirklich Netschmetin. Und dieser Netschmetin ist türkischer Abstammung und seit Freitagabend stolzer Besitzer des dritten Dönerladens in unserem Vorort.
Die beiden anderen Dönerschaber Ali und Murat behaupten beide unisono, ihnen sei das völlig egal, Konkurrenz belebe schließlich das Geschäft, aber in Wirklichkeit sehen sie ihre Felle davonschwimmen und in aller Eile hat Ali seinem Laden einen Eimer neue Farbe gegönnt und Murat sein Angebot um Pizza erweitert.
Netschmetin sieht das alles sehr entspannt, wo zwei satt werden, können auch drei satt werden.
Damit sein schöner neuer Laden aber bekannt wird, hat er kleine dreieckige Zettelchen drucken lassen:
"Gutschein
gegen Vorlage dieses Gutscheines erhalten Sie
Samstag und Sonntag
1 großer Döner für 99 Cent
(max. 2 Döner pro Person!)"
Um Warten zu Vermeiden bitte telefonisch anrufen und vorbestellen!
Und gerade dieser letzte Satz hatte es in sich.
Okt
08
Alle Jahre wieder
Es ist mal wieder fast Ende Oktober und es nahen die Herbstgedenktage, allen voran Allerheiligen.
Grund genug für die Medien mal wieder in die Mottenkiste zu greifen und das Gruselkabinett zu öffnen.
"Abgezockt vom Bestatter", "Bestatter nehmen ihre Kunden aus" und "Vorsicht vor dem Abzocker" so lauten in diesen Tagen die Titel von Berichten über das Bestattungswesen.
Auch die "Welt" wartet pünktlich zur Jahreszeit wieder mit einem entsprechenden Artikel auf.
Wichtigste Botschaft: Wer sich rechtzeitig kümmert, kommt besser und günstiger weg.
Stimmt, kann ich unterschreiben.
Denn wenn man eine Ausgabe von mitunter mehreren tausend Euro vor sich hat, ob nun geplant oder leider ungewollt, sollte man nicht zum Erstbesten gehen und der auffälligsten Werbung folgen. Auch der Ganz zum Billigsten beschert oft ein böses Erwachen, wenn man dann hinterher merkt, daß es das beworbene günstige Angebote aus diesem oder jenem Grund gerade gar nicht gibt.
Vorher informieren bewahrt vor unangenehmen Überraschungen.
Deshalb bieten viele Bestatter gerade auch zu den Totengedenktagen Tage der offenen Tür. Unabhängig davon kann man aber bei nahezu jedem Bestatter einfach mal vorbei gehen und sich unverbindlich alles zeigen und erklären lassen.
Will er das nicht, verwehrt er einem die gewünschten Auskünfte, ja dann ist er sowieso nicht der Richtige, meine ich.
Okt
08
Hingerotzt II
Die gute alte Frau Rotzler ist eingebettet und fertig für das Krematorium.
Ich betone ja immer wieder, wie wichtig es uns ist, daß die Verstorbenen immer anständig im Sarg liegen, egal wie der weitere Ablauf geplant ist. Ich kenne das von manchen Mitbewerbern, da liegen gerade die "Feuertoten" in der Kiste, als seien sie direkt vom OP-Tisch einfach so hineingefallen.
Das gibt es bei uns nicht. Ich habe immer das Bild meiner verstorbenen Eltern vor Augen und möchte, daß jedem Verstorbenen der durch meine Hände geht, auch wenn es oft die Hände meiner Mitarbeiter sind, die gleiche Behandlung zuteil wird, wie einem nahen Angehörigen.
Natürlich, und da mache ich gar kein Geheimnis daraus, wird man einen Verstorbenen, der nur aus dem Krankenhaus geholt und dann gleich ins Krematorium gebracht wird, keine ganze Stunde zum Waschen, Kämmen, Schminken und Rasieren widmen, das würde und wollte uns auch keiner bezahlen. Aber sauber und ordentlich sieht es immer aus, jedenfalls so ordentlich, daß wir jederzeit ohne Angst und Bangen den Sarg noch einmal für die Angehörigen öffnen können, ohne daß diese einen Schrecken bekommen.
Gut, daß das so ist, den die Rotzlers sind am Nachmittag urplötzlich bei uns aufgetaucht, wollen noch einmal die Mutter sehen.
Einen kleinen Moment müssen sie in der Halle warten, wir müssen den Sarg erst aus dem Keller hochfahren und öffnen.
Okt
08
Kosten und Nachlass
Unser Nachbar ist heute Nacht verstorben. Da er keine Angehörigen hat, stellt sich mir die Frage, wie wird es mit den Hinterlassenschaften geregelt?
Die Kripo hat ein polizeiliches Siegel an die Türe gemacht, ich denke daß das wieder abkommt wenn alle Ermittlungen vorbei sind. Meinst Du, das er noch in die Rechtsmedizin kommt, zur Abklärung der Todesursache?
Wäre schön wenn du Zeit findest mir eine Antwort zukommen zu lassen.
Wenn ein Mensch keine Hinterbliebenen hat, ist der Staat der Erbe seiner Hinterlassenschaften.
Ebenso tritt das Ordnungsamt, die Ortspolizeibehörde oder das Friedhofsamt zunächst auch für die Bestattungskosten ein.
Nachdem der Nachlass geklärt ist, wird dieser verwertet. Das bedeutet, daß er verkauft wird, unter den Hammer kommt und auch zunehmend bei ibäi versteigert wird. Danach werden Ertrag und Kosten gegeneinander aufgerechnet. Manchmal geht das auch schlecht aus für den Fiskus, in der Summe aller Fälle ist der Staat als Erbe aber sehr gut bestellt.
Ob in dem von Dir beschriebenen Fall noch eine Obduktion stattfindet, kann ich nicht sagen, dazu fehlen mir die notwendigen Informationen.
Okt
08
Wieviele Särge pro Grab?
Guten Tag, ich arbeite zufällig bei einer Firma die Software für die Friedhofsverwaltung programmiert und vertreibt. Nun habe ich eine Fragen, und zwar wie viele Urnen gibt es maximal pro Grabstelle? Meine Vermutung liegt irgendwo zwischen 0 bis 9 Urnen. Särge gibt es dabei zwischen 0, einen oder zwei, also je nachdem ob man einen Sarg oder zusätzlich noch einen solchen Flachsarg hat (wir nennen das übrigens Tiefsarg). Mehr als 2 Särge übereinander gibt es aber nicht, oder?
Je nach Grabstätte und örtlicher Friedhofssatzung können manchmal theoretisch nahezu beliebig viele Urnen und Särge in einem Grab vorkommen. Die Friedhofsverwaltungen gehen vermehrt dazu über, sich den Anforderungen der anspruchsvoller gewordenen Kundschaft zu stellen. Einige Friedhöfe bieten jetzt das Zusammenlegen mehrerer nebeneinanderliegender Grabstellen zu großen Familienverbandsgräbern an.
Okt
08
A celebrity death!
A celebrity death?
BROWNS HALL OF FAMER GENE HICKERSON DIES
http://deathbeeper.com/4530221.html
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
Administration Tiggerswelt auf Servern von MANITU
Powered by Europa-Host.
Anmelden
Template Version: Emperor 2.0 -9/11-Release


ältere Beiträge

Kommentare
1:10 Uhr und noch keine Fort.
Genau, wenn die jetzt noch'n.
Genau, immer der Leiche mit .
Habe jetzt gerade alle Teile.
@rudibee: nein. weils unhygi.
Super, das es mit einer so s.
Hey, was soll das, mich zu w.
-Carlos Gastropoda in die Ru.