Nov
08
Wachsleiche im Wasser?
Gestern Abend im "Polizeiruf": Wasserleiche wird nach 2 Monaten aus dem Fluss gezogen und sieht völlig normal aus, allenfalls die Lippen hat man so ein bisserl aufgequollen dargestellt. Behauptet wurde, die Leiche habe Fettwachs ausgebildet und sehe deshalb so gut aus. Realistisch?
Nein, eher unrealistisch.
Durch längeres Liegen im Wasser -und damit sind mehrere Tage gemeint und nicht sogar mehrere Monate- verändert sich ein Leichnam so nachteilig, daß man nicht davon sprechen kann, er sehe "völlig normal" aus. Zwar kann sich unter dem Einfluss eines sauerstoffarmen Milieus tatsächlich eine Fettwachsschicht ausbilden, die die Verwesung hemmt, jedoch sehen diese sogenannten Wachsleichen eben auch nicht "völlig normal" aus.
Hier drifteten wohl die Einfälle des Drehbuchautors und die Umsetzung durch den Regisseur weit auseinander.
Nov
08
Am Wochenende
...geht's ins Grüne, wenn's nicht schneit.

Nee, bevor jetzt wieder jemand anhand Fassade und Hausnummer recherchiert... das ist nicht mein Auto, sondern das Bild wurde eingesandt von Martin
Nov
08
Hausabholung
Meine Frage: Wie oft kommt es denn heute, im Jahr 2008 noch vor, dass Verstorbene bei Angehörigen in der Wohnung abgeholt werden. Wieviel Prozent machen die aus? Vermutlich ist das eher selten geworden, oder?
So selten ist das gar nicht. Viele glauben, daß die meisten Menschen in Krankenhäusern versterben, aber tatsächlich ist es so, daß durch die Entwicklung im Pflegebereich jetzt wieder eher mehr Menschen zuletzt daheim gepflegt werden und auch dort versterben.
Momentan ist es so, daß wir knapp 54% der Verstorbenen in Krankenhäusern abholen, 39% werden von daheim überführt und der Rest von anderen Orten.
Nov
08
So!
So und jetzt mach ich hier die Kiste zu und lege mich eine Stunde gemütlich aufs Sofa.
Gestern Nacht mußte ich nämlich trotz fehlender Blasenschwäche zweimal raus und die paar Stunden Schlaf fehlen mir.
Nov
08
So, jetzt aber!
Ich: "Das kann ich Ihnen leider nicht beantworten. Rufen Sie am Besten direkt beim Friedhof an."
Die Anruferin, keine Kundin, einfach nur jemand der mal was fragen will: "Beim Friedhof?"
"Ja, die können Ihnen da sofort Auskunft geben."
"Haben die denn da Telefon?"
"Aber sicher doch. Ich gebe Ihnen mal die Nummer."
"Ja, is' gut."
Ich gebe die Nummer durch, Ziffer für Ziffer, wiederhole sie nochmals.
Die Anruferin: "Au prima, vielen Dank." (legt auf)
Fünf Minuten später... dieselbe Anruferin: "Hallo? Können Sie die Nummer nochmal sagen? Ich hab' mir jetzt mal was zum Schreiben geholt."
"Aber gerne doch..."
Nov
08
Frau Kleinscheidt VI
Uuups, da war ich zu schnell mit dem Klicken, sorry.
Also in dieser eben beschriebenen Zusatzvereinbarung heißt es unter anderem:
Bei der Firma Tom Undertaker handelt es sich um ein Bestattungsinstitut, das sich mit der Überführung, Aufbewahrung und Herrichtung von Verstorbenen befasst, die dazu benötigten Waren und Verbrauchsartikel handelt und lagert, sowie die dazu benötigten Bestattungsfahrzeuge benutzt, wartet und pflegt. Ich bin mir über Art und Tätigkeit des Unternehmens und die damit verbundenen Umstände völlig im Klaren und gestatte die voll umfängliche Ausübung dieses Gewerbes mit allen damit zusammenhängenden Tätigkeiten.
Diesen anwaltlich geprüften Text habe ich seit Jahren in Verwendung, seit kurz nach der Anmietung eines Lagers die darüberwohnenden Mieter "Erscheinungen" hatten, nur noch von Skeletten träumten und vor Aufregung über unser Gewerbe einen eiterigen Hautausschlag entwickelten. Der Vermieter hatte uns daraufhin noch während unseres Einzugs gekündigt. Nach damaliger Vertrags- und Rechtslage durfte ich dann ein halbes Jahr die Miete bezahlen, ohne die Räume in irgendeiner vernünftigen Weise nutzen zu können. Ich wäre ja blöd gewesen, angesichts der bereits erfolgten Kündigung, noch die notwenigen Ein- und Umbauten vornehmen zu lassen. So habe ich seinerzeit 9.000 Tacken zum Fenster rausgeblasen.
Nov
08
Frau Kleinscheidt V
Frau Kleinscheidt hat auch einen Anwalt und seit einigen Wochen lese ich mit großem Amusement seine Schriftsätze.
"...haben Sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen sich in das Vertrauen meiner Mandantin eingeschlichen..."
"...sie in bosartiger Weise darübr hinweggetäuscht, dass sie Leichen, Leichenteile und Leichenaufbewahrungsbehältnisse lagern wollen...
"...haben Sie meiner Mandantin schwere psychische Schäden zu gefügt, indem sie permanent, ständig und unentwegt auf den erst kurz zurückliegenden Tod ihres Mannes anspielen und dadurch auf die Mitleidsschiene aufspringen wollen..."
Nebenbei bemerkt: Die kruden Formulierungen und Tippfehler habe ich mal 1:1 stehenlassen.
Frau Kleinscheidt hat ihre Lagerräume von sich aus auf dem Markt angeboten und wir haben dieses Angebot angenommen, einen Vertrag unterschrieben und ich habe ihr unsere Zusatzvereinbarung hingelegt, die sie aufmerksam gelesen und unterschrieben hat.
Auszugsweise heißt es in dieser Zusatzvereinbarung:
Nov
08
Wir erinnern uns
Alles redet jetzt über den verschwundenen Leichnam und Sarg des Industriellen Flick, mir fiel dabei zu allererst ein, daß wir einen ähnlichen Fall ja schon einmal hatten.
Zitat Wikipedia:
Zwei Monate nach Charlie Chaplins Tod, in der Nacht vom 1. auf den 2. März 1978, wurde seine Leiche vom Friedhof in Corsier-sur-Vevey (Schweiz) gestohlen. Die Täter wollten von den Hinterbliebenen Geld erpressen. Der Plan scheiterte, sie wurden gefasst, und Chaplins sterbliche Überreste wurden erneut beerdigt. Nach dem Tod seiner Witwe Oona hat man das Grab 1991 zubetoniert.
Nov
08
Nach einer Woche?
Meine Familie hat am Montag vom Tod meines Großvaters erfahren, er lag nach Angaben der Polizei nun aber schon ca. eine Woche Tod im Badezimmer.
Nun müssen meine Eltern in die bereits freigegebene Wohnung, um wichtige Dokumente zu holen, daher meine Fragen:
In was für einem Zustand ist ein Leichnam nach einer Woche?
Was für Rückstände sind zu erwarten?
Empfiehlt es sich ein Reinigungsunternehmen zu beauftragen und mit welche Kosten wäre dabei in etwa zu rechnen?
Man kann schlecht sagen, was Ihr da vorfinden werdet. In welchem Zustand sich eine Leiche nach einer Woche befindet. hängt z.B. auch entscheidend von der Umgebungstemperatur und der Leibesfülle des Verstorbenen usw. ab.
Normalerweise sollte man aber evtl. Rückstände mit etwas beherztem Mut und Gummihandschuhen, sowie Sagr*tan selbst beseitigen können.
Mein Tip: Erst mal schauen, dann kann man notfalls immer noch jemand anders beauftragen.
Nov
08
Kleine Rechnung
Mit Interesse verfolge ich die augenblickliche Diskussion in Ihrem Weblog. Dazu passend übermittle ich Ihnen beiliegend eine aktuelle Rechnung von Bestattungen ****. Dieses Unternehmen hat meine Mutter aus dem Krankenhaus abgeholt. Uns wurde dazu keine Wahl gelassen. Die Bestattung haben wir dann aber von einem Bestatter in unserer Heimatstadt durchführen lassen.
Pos 1. Abholung der Verstorbenen 219,00 Euro
Pos 2. Hilfskraft zur Abholung 99,00 Euro
Pos 3. Verwendung Notsarg 134,50 Euro
Pos 4. Desinfektion Notsarg 68,00 Euro
Pos 5. Formalitäten Krankenhaus 78,90 Euro
Pos 6. Kühlung 1 Nacht 130,00 Euro
Die Pos 1., 2. und 6. fielen dann bei 'unserem' Bestatter auch noch mal an, wenngleich in bedeutend niedriger Höhe.
Zunächst wollten wir den ersten Bestatter nicht bezahlen, aber wir haben gleich gemerkt, dass das auf grossen Ärger hinausläuft. Die sind geschult im Umgang mit 'Abspringern' und man ist ja dann auch wirklich nicht in der Lage sich gross zu wehren. So haben wir es dabei bewenden lassen.
Nov
08
Wiederholungstäter
Bezüglich eines Hinweises auf einen Artikel in einem anderen Weblog schrieb jemand:
Und ich hab irgendwie ein Deschah-Füh, entweder Tom wird alt&vergeßlich oder er pappt jetzt einen grünen Punkt auf seine Beiträge, IMHO war dieser Blogeintrag schonmal verlinkt.
Das kann durchaus passieren! Hier sind in anderthalb Jahren weit über 2.000 Artikel erschienen. Alle habe ich auch nicht im Kopf, vor allem die nicht, die auf Empfehlungen und Hinweisen von Lesern beruhen.
Jeden Tag erreichen mich auch Zuschriften mit lustigen Bildern, Anzeigentexten usw.
Mal abgesehen davon, daß ich die meisten aus urheberrechtlichen Gründen nicht bringen kann, sind viele auch bereits erschienen. Manchmal ist es aber auch so, daß ich ein Bild von 20 oder 30 Leuten zugeschickt bekomme und ob der vielen Wiederholungen fälschlicherweise glaube, daß wir das schon hatten.
Man wird halt nicht jünger.
Nov
08
Ruck zuck ist die Leiche weg
Erst einmal ein riesiges Kompliment für Deinen Blog! Ich habe selten etwas so Informatives und zugleich Unterhaltsames, aber immer doch Pietätvolles gelesen, Hut ab!
Aber eigentlich schreibe ich Dir, weil ich eine Antwort leider im Blog nicht gefunden habe. Vor längerer Zeit ist eine Bekannte gestorben. In unserem 9.000-Seelen-Örtchen gibt es nur eine Filiale einer großen Bestatter-Kette. Weil sie im Krankenhaus verstarb, landete die Bekannte bei dieser Pietät, was ihrem Mann nicht recht war, da er lieber das inhabergeführte Bestattungsunternehmen im Nebenort wollte. Das teilte er auch den Mitarbeitern der Pietät mit und bekam zur Auskunft, dass er nicht wechseln könne, weil sich die Bestattungsunternehmen die Orte aufgeteilt hätten, und seine Frau kommt halt mal aus dem Örtchen, für das die Pietät zuständig wär'.
Nun die Frage: Dürfen die das???? Bei meiner Oma wirds nämlich auch irgendwann so weit sein, und da die Pietät sowohl in Service als auch in Preis absolut besch***en ist, möchte ich die auf keine Fall beauftragen...
Selbstverständlich ist man vollkommen frei in der Wahl eines Bestatters. Es kann aber durchaus sein, daß bestimmte Bestatter sich tatsächlich bestimmte Bezirke aufgeteilt haben. Es gibt z.B. etliche Bestatterkooperationen, das sind freiwillige Zusammenschlüsse mehrerer freier Bestatter, die nach außen hin in verschiedenen Orten unter ihren traditionellen Namen auftreten, tatsächlich aber einen gemeinsamen Einkauf, gemeinsame Lager und Kühlräume haben...
Nov
08
Ganz entschieden
"Wie genau schreiben Sie das?"
Das fragt mich eine Bewerberin. Ich hatte zuvor gesagt: "Hier haben Sie einen Kugelschreiber und einen Zettel. Schreiben Sie sich doch mal unsere Telefonnummer auf und rufen Sie am Freitag an, bis dahin haben wir uns entschieden." Dann hatte ich ihr unsere Nummer diktiert. Ja und dann kam diese Frage: "Wie genau schreiben Sie das?"
"Was? Was schreibe ich wie?"
"Entschieden oder so."
"Wie 'entschieden'? Das brauchen Sie doch nicht zu schreiben. Es reicht doch wenn Sie die Nummer aufschreiben. Sie können aber auch eine Visitenkarte mitnehmen."
"Ja, ist vielleicht besser, mit dem Schreiben und den Zahlen habe ich es nämlich nicht so."
Ich glaub' ich nehme sie trotzdem. Sie soll ja 'nur' putzen und hatte sich aufgrund eines Zettels vorne am Fenster spontan gemeldet.
Nov
08
Fietsen
Nov
08
Mit den Füßen voran II
tragt ihr eigentlich auch noch die verstorbenen mit den füßen voran aus dem haus?
Die Frage wurde schon mehrfach gestellt und beantwortet. Es kann aber sein, daß diese Antworten im Zuge der Umorganisation der FAQ verlorengegangen sind.
Also: Ja, wir tragen die Verstorbenen mit den Füßen voran.
Einerseits erwarten das die Angehörigen oft so und andererseits hat es auch praktische Gründe. Da es beim Verlassen des Hauses oft über Treppen hinab geht, ist es sinnvoller, der Verstorbenen mit dem Kopf nach oben zu transportieren um zu gewährleisten, daß sein Mageninhalt an Ort und Stelle bleibt.
Also, egal ob nun mit Füßen oder Kopf voran, es gilt immer: Köpfchen in die Höh'.
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Kommentare
1:10 Uhr und noch keine Fort.
Genau, wenn die jetzt noch'n.
Genau, immer der Leiche mit .
Habe jetzt gerade alle Teile.
@rudibee: nein. weils unhygi.
Super, das es mit einer so s.
Hey, was soll das, mich zu w.
-Carlos Gastropoda in die Ru.