Dez
08
Sargfabrik vor dem Aus II
Hallo,Du hast vor ein paar Tagen (kurz vor Weihnachten) über die Insolvenz der Sargfabrik Uphoff in Wesel berichtet und dass die Mitarbeiter der Firma entlassen wurden.
Gute Nachricht: Ein Großbestatter aus Rheinbach hat zusammen mit einem örtlichen Bestatter (www.bestattungen-keunecke.de) den Laden gerettet und wird die Anzahl der Mitarbeiter von 15 auf 20 erhöhen.
Darauf hin hat auch die Sparkasse die Finanzierung zugesagt. Alles Arbeitsplätze sind gerettet.
(Quelle: Rheinische Post von heute)
Gruss
Stefan
Dez
08
Wenn der Hund in den Brunnen gefallen ist
Und dann sagte der Kunde am Telefon:
"Man soll ja bekanntlich keine schlafenden Hunde ausgraben..."
und wenig später:
"Es ist immer gut, wenn man die Kirche im Brunnen läßt."
Wo er Recht hat, hat er Recht
Dez
08
Vandalismus der anderen Art
Man liest es ja immer wieder: Vandalen, Übermütige, Pubertierende, Problembehaftete, Besoffene, Bösartige und Neider neigen manchmal dazu, anderen Menschen etwas kaputtzumachen oder wegzunehmen und besonders fiese Exemplare scheuen nichtmal vor den liebevoll gepflegten Grabstätten auf den Friedhöfen zurück.
Sind es ganze Grabreihen oder Gräberfelder, die da verwüstet werden, spricht die Polizei oft von Friedhofsschändung und man kann wohl in erster Linie jugendlichen Übermut für so etwas verantwortlich machen. Ganz selten sind es politische Motive, wie sie zum Beispiel im Falle jüdischer Friedhöfe manchmal zugrunde liegen.
Konzentriert sich die blinde Zerstörungswut hingegen immer wieder auf ein und dasselbe Grab, dann darf man fast davon ausgehen, daß es da draußen irgendjemanden gibt, der speziell gegen diesen einen dort Bestatteten oder seine Angehörigen etwas im Schilde führt.
Dez
08
Personalmangel beim Bestatter
Wir können uns nicht beklagen, wir sind mit Personal gut ausgestattet und es vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht jemand bei uns bewirbt. Aber vor allem im ländlichen Bereich kommt es bei manchen Kollegen zu echten Engpässen.
In sehr vielen Ortschaften gibt es nämlich einfach zu wenig Sterbefälle als daß es sich lohnen würde, die ausreichende Zahl von Mitarbeitern fest anzustellen. Der Ausweg sind dann Teilzeitkräfte, aber die sind immer schwieriger zu finden. Unregelmäßige Arbeitszeiten, Rufbereitschaft und vor allem der Verzicht auf den genuß alkoholischer Getränke während der Bereitschaft kennzeichnen die Problematik.
Bei vielen Kandidaten, so berichtet mir ein Kollege, mangele es schon beim Bewerbungsgespräch an der noitwendigen Körperhygiene und dem seriösen Erscheinungsbild. "Wer in dreckigen Klamotten zum Bewerbungsgespräch kommt, braucht sich ebensowenig Hoffnungen zu machen wie jemand der keinen Führerschein hat oder mit einer Schnapsfahne bei mir reinkommt."
Die Bezahlung für die Bereitschaftsmitarbeiter ist zwar nicht übel, aber viele wollen das Geld "bar auf die Kralle", "wegen dem Hartz-IV-Amt". Der Kollege: "Mal ein paar Scheine jemandem bar in die Hand zu drücken weil er geholfen hat, das ist eine Sache, aber jemanden auf Dauer so zu bezahlen, das geht einfach nicht."
Zuverlässigkeit ist das Wichtigste. Der Bestatter muß sich einfach darauf verlassen können, daß der Mitarbeiter zu jeder Tages- oder Nachtzeit, auch an Sonn- und Feiertagen, auf Abruf bereitsteht und seine Arbeit macht. "Wenn ich dann erst in der Nacht noch nach einem Ersatz herumtelefonieren muß, ist manchmal der Auftrag schon weg."
Ein anderer Kollege sagt: "Ich fahre seit Jahren schon nur noch mit meiner Frau oder meinem Schwiegersohn. Für feste Leute fehlt mir das Geld. Die müsste ich ja auch viele Stunden und Tage bezahlen, selbst wenn nichts zu tun ist."
Es könnte also durchaus Chancen geben, in die Branche hineinzuschnuppern, wenn man sich vor allem im dörflichen Bereich bei kleineren Unternehmen als Aushilfe im Bereitschaftsdienst bewirbt.
Dez
08
Thanatorama
Sehr sehenswert ist die französische Seite "Thanatorama".
Die Flash-Dokumentation über das Thema Tod und Bestattung hat aber englische Untertitel.
eingesandt von einem Leser, der nicht seinen Namen genannt hat.
Dez
08
Der Frauenmörder
Er ist der am längsten Inhaftierte Deutschlands, seit 1959 lebte er ununterbrochen im Gefängnis. Jetzt ist Heinrich Pommerenke in seiner Zelle gestorben.
Dez
08
Die kuriosesten Fragen 2008 -3-
Sachma, hast schon mal wen Prominentes beerdigt, jetzt mal so ein Kaiser oder König? Wie war das, schreib doch mal.
In Ermangelung geeigneter Hocharistokratie in meinem näheren Umfeld ergab sich bislang noch nicht die Möglichkeit, einen Kaiser oder König zu bestatten.
Was ich immer schon mal wissen wollte: Wie verhindert man dass bei einer Seebestattung der Sarg obenschwimmt?
Seebestattungen werden nur mit der Totenasche in einer auflösbaren Urne durchgeführt, nicht mit Särgen. Im Gegensatz zum Seemannsbegräbnis auf hoher See, bei dem man einen ganzen Leichnam der See übergibt, wird also nur die Asche beigesetzt. Würde man, was nicht üblich ist, Särge verwenden, könnte ich mir vorstellen, daß man einem Aufschwimmen des Sarges durch die Anbringung geeigneter Bohrlöcher im Sarg entgegenwirken könnte.
Dez
08
Frei wie ein Vogel
Es gibt ja schon merkwürdige Vögel da draußen unter unseren Mitmenschen und wie sagte mal jemand: Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der and're leise.
Auf meiner internen Hitliste stand bislang Herr Wurzler ganz oben, der sich für eine Reinkarnation von König Ludwigs Jagdhund hält. Seit heute Morgen aber ist Herr Immelmann unangefochtener Spitzenreiter.
Herr Immelmann hat den Tod seiner Frau zu beklagen, die einem langen Krebsleiden erlegen ist und das weckt in mir Empathie und ich denke noch so für mich darüber nach, ob und wie der frischgebackene Witwer mit der veränderten Situation klarkommen wird, da überrascht ich der alte Herr mit dem Satz:
"Auf der anderen Seite ist es ja gut, daß sie jetzt erlöst ist. Für sie ist es besser so und ich kann mich jetzt auch wieder meiner Erfindung widmen."
Ein Blick auf die vorhin ausgefüllten Unterlagen verrät, daß Herr Immelmann 1934 geboren wurde und als Beruf hat er Dippel-Ing-Effha angegeben.
"Was ist denn das für eine Erfindung?" frage ich mehr zum Zwecke der kommunikativen Beschäftigungstherapie, als aus wirklicher Neugier und Herr Immelmann holt tief Luft, breitet theatralisch die Arme aus und sagt:
Dez
08
Bestattung Suche
Rechts in der Seitenleiste gibt es zwei Suchfelder. Gibt man dort einen Begriff ein, wird die Datenbank des Weblogs untersucht ob dieser Begriff schon mal vorkam und gegebenenfalls werden die passenden Artikel angezeigt.
Es gibt deshalb zwei Suchfelder, weil eines von der Serendipity-Blogsoftware zur Verfügung gestellt wird und eines von Google. Eine Weile habe ich mal das eine Verfahren favorisiert, dann wieder das andere. Das wollten aber etliche Leser nicht, denn die einen bevorzugen die bloginterne Suche und die anderen die seitenorientierte Suche von Google. Beides hat Vor- und Nachteile und so gibt es eine dritte Gruppe von Lesern, die immer beide Suchfelder ausprobieren, um besonders treffende Ergebnisse zu finden.
Dez
08
Pfarrer von Aufgaben entbunden
So ganz genau weiß keiner mehr wie der Streit losgegangen ist, es sieht aber so aus, als ob es da in Temnitzpark an allen Ecken lodert. Nun wurde Pfarrer Scheidacker von seinen Pflichten entbunden. Nicht nur, daß er neue Abendmahlpraktiken einführen wollte, die den Gläubigen nicht passten, sondern auch weil er die Durchführung einer Bestattung in einem benachbarten Ort abgelehnt hatte, weil ihm der Weg zu weit war.
Dez
08
Aus dem Polizeibericht
BEBRA - Auf dem städtischen Friedhof von Bebra wurde in der Nacht zum Mittwoch, 24.12.08, ein Blumengesteck im Wert von 16,50 EUR gestohlen. Hinweise bitte an die Polizei in Rotenburg, Tel.: 06623/9370.Manfred Knoch, Pressesprecher, Tel.: 06621/932-131
ots Originaltext: Polizeipräsidium Osthessen
Tom meint: Eine etwas genauere Beschreibung des entwendeten Blumengebindes würde die Fahndung erleichtern.
Dez
08
Sopran in F
Völlig unangemeldet steht heute Morgen Frau Lydia Wolke-Hubendampf bei uns in der Halle und begehrt den Chef des Hauses zu sprechen. Wie alle Jahre haben wir zwischen Heiligabend und Heilige Drei Könige zu. Wenn was ist, dann kommen die Angestellten, ansonsten haben sie frei. Es ist also nur dem verstorbenen Herrn Blumentritt zu verdanken, daß Sandy im Hause ist.
Etwas kleinlaut telefoniert sie nach oben um mich zu fragen, ob ich mir die Frau mal angucken könnte, so ganz klar sei ihr nämlich nicht, was Frau Wolke-Hubendampf möchte.
Also streife ich mir ein dunkles T-Shirt über, das muß mit Jeans und Schuhen reichen und gehe hinunter.
Die Wolke-Hubenschmidt kommt mit ausgebreiteten Armen auf mich zu, so als ob sie mich schon ewig kennt und begrüßt mich überschwenglich. Sie habe es so eben noch einrichten können, mir die große Gnade ihrer kurzfristigen Anwesenheit zu erweisen, schließlich gehe das Jahr ja nun zu Ende und sicherlich wolle ich es nicht versäumen, kurz noch eben mit ihr eine Absprache zu treffen.
"Was denn für eine Absprache und um was geht es überhaupt?"
Statt einer Antwort fängt das sehr vollbusige Weib an zu singen. In höchsten Tönen (ich sage nur: Koloratur!) zwitschert sie wie eine hämorrhoidenkranke Haubenlerche im Stimmbruch eine Arie in Zwölftoninterpretation.
"Ua, a, a, aaaaaaaaa", so endet das Stück und mit erwartungsvoller Miene tritt das Sangesweib einen Schritt zurück.
Dez
08
Sorge um den Tampon
Wenn ich mal eines Tages sterbe, und diese Frage beschäftigt mich schon sehr sehr sehr lange, wie ist das denn dann eigentlich wenn ich gerade beim Sterben meine Periode habe (in bin übrigens weiblich). Ich habe mal gelesen, dass Bestatter auch die Körperöffnungen verschliessen. Würde der Bestatter dann den Tampon entfernen? Ich weiss dass die Frage komisch klingt, aber mich beschäftigt das und ich mache mir deshalb grosse Sorgen.
Wenn Körperöffnungen verschlossen werden, dann ja mit dem Ziel, dass keine Flüssigkeiten aus dem Leichnam austreten können. Ein Tampon erfüllt an der dafür vorgesehenen Stelle ja genau diesen Zweck. Warum also sollte man ihn entfernen?
Dez
08
Buch
Sie haben ja auch ein Buch geschrieben und wissen wie das so ist. Ich habe mir das Buch zwar nicht gekauft, aber das wird ja wohl nichts machen. Jetzt habe ich aber ein Buch über XYZ geschrieben, das wird sicher viele Ihrer Leser brennend interessieren. Es ist 85 Seiten stark und hat 12 farbige Abbildungen (19,95 €) und kann bei XYZ bestellt werden oder direkt über meine Webseite www.xyz.de
Können Sie bitte mal die Leser Ihres Blogs auf dieses Buch aufmerksam machen? Für jeweils 10 verkaufte Bücher von Leute die nachweislich über Ihr Blog kommen, würde ich Ihnen 2 € gutschreiben (Auszahlung ab 100 Euro).
Sind Sie an dieser für Sie auf Dauer lukrativen Zusammenarbeit interessiert?
Nö.
Dez
08
Zuschlag für Seebestattung und Externenzuschlag
Ich habe eine spezielle Frage zum Thema Seebestattung. Die Verstorbene lebte im Westerwald und ist dort auch eingeäschert worden. Als es dann aber hieß, daß die Asche seebestattet werden soll, wurde den Angehörigen ein Betrag von 400 Euro für die Freigabegenehmigung in Rechnung gestellt. Ist das denn in Ordnung?
Die Kostenpositionen laut Krematoriums-, Gemeinde- und Friedhofsordnung sind oft so gestaltet, daß sie auf einer Mischkalkulation basieren und den Einwohnern einer bestimmten Region optimale Möglichkeiten bieten sollen.
Äußern Angehörige dann Beisetzungswünsche, die diese aufeinander abgestimmte Mischkalkulation oder Kostenoptimierung zunichte machen, berechnen die Kommunen oft Sonderzuschläge.
So könnte es beispielsweise im geschilderten Fall so sein, daß die Kremierungskosten sich nur dann rechnen, wenn auch ein Grabkauf erfolgt. Verzichtet man dann aber auf ein Grab, berechnet die Gemeinde etwas nach.
Ähnlich gelagert ist es mit diesem Fall hier:
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
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Kommentare
Die Erholung sei dir von Her.
Zwei Wochen Norwegen gönne .
Boah, immer wenn man denkt, .
Kabäääääääämmm nee.
schön geschrieben, dieses: .
Von "intravenös" ist in der.
Hihi, der war gut... und Nor.
Ja, und ??? Dann hat der alt.