Dez
08
Mit dem Bus zum Krematorium
Nicolas Sustr ist freier Journalist und schreibt u.a. für die Titanic. Manchmal schreibt er aber auch bloggenden Bestattern und so kam folgende Mail zustande:

Schon lange lese ich Deinen interessanten Blog. Vor ein paar Jahren bin ich mit [Berliner Billigbestatter] Woites Werbebus zu dem tschechischen Krematorium gefahren, woraus ich für die Titanic einen Artikel gemacht habe.
Hier geht es zu diesem Artikel
Bild: pixelio ©, Fabio Sommaruga
Dez
08
Tod eigener Verwandter
Eine junge Frau, die gerade ihre Ausbildung zur Bestattungsfachkraft absolviert, wird von der Frage geplagt, was sie tun würde, wenn sie vor der Aufgabe stünde, einen nahen Verwandten bestatten zu müssen. Dazu fragt sie mich:
Natürlich wird es einmal auf mich zukommen, dass ein Familienmitglied stirbt. Ich frage mich ob ich mich um die Bestattung z.B. meiner Eltern usw. kümmern könnte, oder ob ich dann doch ein anderes Unternehmen dafür beauftragen würde. Die ganzen Schritte die auf mich zukommen kenne ich ja, nur weiß ich nicht ob ich mich in diesem Moment, in dieser Phase darum kümmern könnte.
Wie würdest du damit umgehen?
Wie würden damit andere Bestatter umgehen?
Ich habe sowohl meinen Vater als auch meine Mutter bestattet. Das sind Erfahrungen, die ich keinesfalls missen möchte und ich bin heute stolz und von einem guten Gefühl erfüllt, daß ich damals die Kraft dazu hatte. Man kann sich nicht vorstellen, wie schwer dieser Schritt war und wie oft ich meine Arbeit weinend unterbrechen mußte.
Aber dennoch: Kein anderer hätte es so gemacht wie ich, kein anderer hätte die Personen so gut gekannt und so liebevoll behandelt. Außerdem habe ich an diesen Erfahrungen die Erkenntnis festgemacht, daß man jeden Verstorbenen so behandeln sollte, als sei es die eigene Mutter oder der eigene Vater.
In solchen schweren Stunden gewinnt man Kraft über die man sonst vielleicht gar nicht zu verfügen glaubt.
So bin ich mir sicher, daß Du diese Aufgabe wirst bewältigen können und dennoch die notwendige Professionalität an den Tag legen wirst. Außerdem: Man ist ja niemals ganz allein und Deine Kollegen, Mitarbeiter und Angehörigen werden dir zur Seite stehen.
Mein Rat: Tu es!
Dez
08
Holzverkauf auf dem Friedhofsparkplatz
Kommunen verkaufen Holz
In Bad Rappenau und in Siegelsbach finden jetzt wieder Flächenlosverkäufe statt.
Der Verkauf der einzelnen Flächen- und Polterholzlose (1) findet u.a. am Montag, dem 29. Dezember um 14 Uhr auf dem Friedhof-Parkplatz statt.
Hinweis: Es kommen hier keine Hölzer zum Verkauf, die vorher auf dem Friedhof Verwendung gefunden haben.
(1) Polterholz ist jegliches Derbholz mit einer Schnittlänge von mindestens 1 m, das "auf Polter" gestapelt liegt. Da in Deutschland die Derbholzgrenze bei 9 cm liegt, kann Buchen-Polterholz relativ wertloses Stangenholz (weniger als 10 €/fm), aber auch höchst wertvolles, mehrere 100 Jahre altes Buchen-Furnierholz (mehrere 100,- €/fm bis über 1000,- /fm) sein.
Dez
08
Die letzte Ehre erweisen
Unter diesem Titel schreibt Margit Bischof aus Plankstadt (irgendwo bei Heidelberg) einen Leserbrief an die Schwetzinger Zeitung. Unter anderem schildert sie ihre Eindrücke von einer syrisch-orthodoxen Bestattung.
Hier geht es zu diesem Artikel auf den mich Sonja aufmerksam gemacht hat.
Dez
08
Mal mehr mal weniger
Hallo Undertaker, in letzter Zeit schreibst Du ja jeden Tag mehrere Artikel, ich komme mit dem Lesen kaum nach. Liebgrüß U.
Früher hast mal mehr geschrieben, kommt da mal wieder mehr oder hast einen Stau?
Ich werde mich bessern.
Dez
08
Blumendiebe auf dem Friedhof sollen erschossen werden
Immer wieder verschwinden auf dem Friedhof Blumen und Grabgebinde.
Jetzt hat man die Täter identifiziert. Der Volkeszorn schaukelt sich soweit hoch, daß vereinzelt gefordert wird, die Übeltäter sollten erschossen werden.
Wie ich finde, eine überzogene Forderung, denn es handelt sich eindeutig um Mundraub.
Dez
08
Tock, tock, tock...
Zwei Männer gingen von einer Halloweenparty nach Hause und beschlossen, die
Abkürzung über den Friedhof zu nehmen, schließlich passte das gerade richtig
in die Stimmung.
Dez
08
Grabmal selbst aufstellen
Ich sehe ja gar nicht ein, daß ich einem Steinmetz 4.000 Euro für einen Steinklumpen bezahle. Ich habe gehört, daß man Grabsteine sehr wohl auch selbst aufstellen kann. Hast Du da nicht einen Tipp für mich?
Kein Steinmetz verlangt 4.000 Euro nur für einen Steinklumpen.
Der Steinmetz verlangt seinen Betrag für die Beschaffung, Lagerung, Anfertigung und Bearbeitung von Grabsteinen, sowie für die Beratung, die individuelle Gestaltung und die Beschaffung der erforderlichen Genehmigungen.
Außerdem muß der Steinmetz den Grabstein transportieren (oft mit teuren, friedhofstauglichen Spezialfahrzeugen), aufstellen und das Fundament fertigen. Für all das in seiner Gesamtheit zahlt man einen Betrag der tatsächlich höher ist, als würde man sich eine polierte Steinplatte als Zierde für den Garten selbst abholen und aufstellen.
Tatsächlich gibt es aber durchaus die Möglichkeit, Grabmale auch selbst zu gestalten und aufzustellen.
Zunächst ist hierzu allerdings die jeweilige Friedhofsordnung zu Rate zu ziehen, die oft genaue Vorschriften über die Beschaffenheit der Grabsteine enthält. Selbst bei der Auswahl einer Grabstätte sollte man sich beim Friedhofsverwalter erkundigen, welche Bestimmungen hinsichtlich des Grabmales an diesem Platz genau einzuhalten sind.
Dez
08
Death Beeper
EARTHA KITT, SULTRY 'SANTA BABY' SINGER, DIES
http://celebritydeathbeeper.com/0246421.html
And:
ACTOR SAM BOTTOMS
http://news.google.com/?q=SAM+BOTTOMS
And celebrity obituary limericks from CDB member 'jmustain':
http://obituarylimericks.blogspot.com/
Dez
08
Totenwäsche
Hallo Tom,eine Bremer Bestatterin schreibt auf Ihrer Seite:
"Die meisten Toten werden nicht mehr gewaschen und müssen dies auch nicht. Die Totenwäsche ist ein Abschiedsritual, das heute von keinem Bestattungsinstitut mehr routinemäßig vollzogen wird. Ich übernehme diesen Dienst gern für Sie. Selbstverständlich dürfen Sie beim Waschen und Anziehen sowie beim Einbetten dabei sein oder mithelfen (...)."
Das klingt zwar zunächst nicht schlecht, aber beim Lesen Deines Blogs erschien mir, dass eine Wäsche bei Euch routinemäßig vollzogen wird.
Eine Wäsche, die ich mir persönlich vielleicht auch gar nicht wünschen würde, denn normalerweise bin ich geduscht, und lasse Fremde auch nicht gerne an mich heran.Danke für deine Antwort, für den Blog.
Dir, Deiner Familie und Mitarbeitern ein frohes Neues,N.
Was die Kollegin da schreibt stimmt leider in Bezug auf die wohl meisten Bestattungsinstitute. Im Zusammenhang mit der Frage ob Leichenwäscher benötigt werden und gut bezahlt werden, bin ich darauf auch schon einmal eingegangen.
Erst neulich hatte ich wieder einmal Gelegenheit, einem Team von der "Pietät Eichenlaub" beim Einbetten einer Verstorbenen zuzuschauen. Im pathologischen Institut holten sowohl wir, als auch die Eichenlauber jeweils einen Verstorbenen ab. Die Eichenlaubtote sollte anschließend sofort auf den Friedhof.
Dez
08
Wie Du mir, so ich Dir
Erstmal Glückwunsch zum gelungenen Blogstart. Willkommen in der Bloggergemeinde. Damit du auch viele Kommentare bekommst, epfehle ich dir, dich an den Diskussionen in den bekannteren Weblogs zu beteiligen. Du kannst dort immer deine URl hinterlassen und der Blogger wird sich dann mit einem Kommentar revancieren. Drei Kommentare wo anders bringen dir auch schon drei mehr.
Wenn du willst kann ich dir ein attraktives Linkangebot machen. Du nimmst mich in deiner Blogroll auf und wenn ich das geprüft habe, kommst du auch in meine Linkliste. Das bringt dir einen gute Pagerank.
In Ordnung.
Dez
08
Bilder
Ich hatte Dir Bilder zugeschickt, die unter der XYZ-Linzenz standen. Warum hast Du die noch nicht veröffentlich?
Ich freue mich stets über die Zusendung von Bildmaterial welches ich frei verwenden darf.
Nichts anfangen kann ich hingegen mit Bildern, die unter einer Lizenz stehen, die es erforderlich machen, daß das gesamte damit verbundene Werk, also das Weblog bzw. der Weblogartikel, auch unter diese Lizenz gestellt werden.
Ein Problem stellen auch Bilder dar, die 340 x 780 cm groß sind und in 28 Millionen Pixel bei 4.800er Auflösung im BRUNZ-Format aufgenommen worden sind. Die Übertragung solcher 28 GB großen Kunstwerke blockiert meinen Postabruf, erfordert -sofern das BRUNz-Format überhaupt von meiner Software unterstützt wird- umfangreiche Anpassungsarbeiten und kostet mich somit viel zuviel Zeit.
Am Besten sind Bilder mit 72 Pixeln Auflösung in einem Format, bei dem die längste Seite nicht mehr als 1200 Pixel hat und in einem Format das ich kenne, also z.B. GIF, TIFF, JPG usw.
Ich möchte nicht anspruchsvoll erscheinen, jedoch vereinfacht die Zusendung von Bildern in einem halbwegs passenden Format die Sache erheblich.
Dez
08
Frohe Weihnachten
Allen Lesern und Freunden des Bestatterweblogs wünsche ich schöne Weihnachten.
Vielen Dank an alle, die das Weblog durch Lektüre, Vorschläge und Einsendungen unterstützt haben und ganz herzlichen Dank denjenigen, die mit einer Spende, einem Buchkauf oder besondere Berücksichtigung der Verbraucherinformationen etwas beigesteuert haben.
Auch im kommenden Jahr wird es mit dem Bestatterweblog weitergehen und ich freue mich schon auf die gemeinsame Zeit.
Schöne Weihnachten
wünscht
TOM
Dez
08
Der alte Mann
Die alte Kirche am Rande der Stadt hat sicherlich auch schon einmal bessere Zeiten gesehen. Die Warmluftheizung ist seit zwei Jahren defekt und läuft nur mit halber Kraft und auch das nur wenn sie will oder wenn der Küster ihr einen wenig liebevollen Tritt versetzt und dabei Ausdrücke in den Mund nimmt, die seinem Dienstherrn die Augäpfel aus dem Kopf treiben würden.
An mehreren Stellen ist das Dach undicht, wodurch zwar niemand naß wird, sich aber unschöne rostigbraune Flecken an der ehemals weißen Decke bilden. Auch die Orgel müßte mal ein sachkundiger Orgelbauer gründlich warten, im Laufe der Jahrzehnte haben sich da Schönberg'sche Töne eingeschlichen und der Organist manualisiert sich gelegentlich durch ebenso gewagte wie nutzlose Transponierungen an den gefährlichen Tönen vorbei.
Nein, wahrlich, eine Schönheit ist die Kirche nicht mehr, es fehlt einfach an allen Enden das notwendige Geld.
Und dennoch ist sie an manchen Sonntagen fast schon überfüllt und das verdankt sie einem Mann, nämlich Pater Tiller von den 'Weißen Vätern', der hin und wieder die Predigt übernimmt und die Besucher der Messe durch seine Wortgewalt zu fesseln weiß. Steht sein Name auf dem Monatsplan, dann ist die Kirche voll.
Auch an Weihnachten muß man entweder ganz früh kommen oder eben mit einem der fußkalten Stehplätze weiter hinten vorlieb nehmen. Aber daß die Kirche an Weihnachten immer voll ist, das liegt nicht nur an der Tatsache, daß die Menschen sich eben zu Weihnachten ganz besonders an die Kirche erinnern und in die Kirche hingezogen fühlen und es liegt auch nicht an Pater Tiller sondern es liegt, und das muß man einfach mal so sagen, einzig und allein an Bruno Eckes.
Dez
08
Entscheidung
Zu Weihnachten konnten sich die Leser des Bestatterweblogs eine weihnachtliche Geschichte aussuchen.
Zur Wahl standen:
1. Die fliegende Weihnachtsgans
2. Wie Tom als Weihnachtsmann auftrat
3. Die Geschichte vom alten Mann
1.465 Personen haben abgestimmt und das ist dabei herausgekommen:
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
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Kommentare
1:10 Uhr und noch keine Fort.
Genau, wenn die jetzt noch'n.
Genau, immer der Leiche mit .
Habe jetzt gerade alle Teile.
@rudibee: nein. weils unhygi.
Super, das es mit einer so s.
Hey, was soll das, mich zu w.
-Carlos Gastropoda in die Ru.