Mär
09
Krematorium in Augsburg besichtigen
Im Rahmen der "Augsburg open" kann am Wochenende das Krema in Augsburg besichtigt werden. Anmeldung erforderlich!
gemeldet von "Muerre"
Mär
09
Bestattungshaus oder Bestattungsinstitut?
Im Rahmen der Recherchen zu meiner Magisterarbeit über Bestattungsinstitute ist mir mehrfach die Bezeichnung "Bestattungshaus" statt Bestattungsinstitut aufgefallen. Eine Bestatterin begründete die Bezeichnung damit, dass sie eine eigenen Kühlung, einen Aufbahrungraum und einen Hygieneraum besitzt. Da dies alles unter einem Dach ist, dürfe sie das Unternehmen "Bestattungshaus" nennen. Ist das ein rechtlich geschützer Begriff? Denn ein anderer Bestatter begründete diese Bezeichnung seines Unternehmens mit der Tatsache, dass sich Menschen eher in einem Haus als in einem Institut aufhalten wollen würden.
Nein, das ist weder ein geschützter Begriff, noch sind damit irgendwelche Anforderungen verbunden. Es ist völlig gleichgültig, ob man Beerdigungsinstitut, Bestattungsanstalt oder Bestattungshaus sagt.
Mär
09
TV-Tip: Mit Schaufel, Charme und Trauerflor NDR
Heute NDR 21.45 Uhr
«Mit Schaufel, Charme und Trauerflor»
Letzte Folge
Mär
09
Billigbestattung jetzt bei Ebay
Ganz besonders toll finde ich das hier bei ibei
Mär
09
Pizza kommt aus Italien
Antonia ist geknickt wie ein Zollstock.
Ich muß kurz erzählen, daß unsere Adresse natürlich beim örtlichen Pizzalieferdienst bestens bekannt ist. Die Pizzafahrer reißen sich förmlich darum, uns beliefern zu dürfen.
Das alles hat natürlich seinen Grund. Daß wir so gut bekannt sind, liegt daran, daß hier oft Pizza angeliefert werden muß. Die Mitarbeiter lieben das und, ich muß es wohl kaum sagen, unsere dauerhungrige Antonia liebt die italienischen Teigfladen ganz besonders heiß und innig.
Daß die so gerne hierher kommen, das liegt allerdings an mir. Vor geraumer Zeit hatten die Mitarbeiter eine Riesenbestellung aufgegeben und Sandy hatte die Ware angenommen, die Pizzabotin stand aber noch vor der Tür. Da kam ich hinzu und damit ins Spiel. "Warum steht die da noch?" wollte ich von Sandy wissen und die antwortete: "Ich hab nicht genug Kohle, die bekommt noch zwo'n zwanzig!"
Dann bog sie mit den heißen Kartons um die Ecke, ich rufe ihr hinterher: "Ich mach das mit dem Geld!"
Sandy ruft nur noch: "Geil!" und ich, ganz spendabel, gehe hin, zücke meinen Geldbeutel und gebe der kleinen Schwarzhaarigen Pizzabiene 25 Euro. Drei Euro Trinkgeld sind vielleicht ein bißchen viel, deshalb will die Kleine ja auch heftig protestieren.
Mär
09
Schnell weg!
"Kommen Sie schnell, kommen Sie schnell, unser Vater ist gestorben."
Wir fragen ob der Arzt schon da war, notieren die Adresse und sagen, daß es eine gute halbe Stunde dauert.
"Geht das nicht schneller?"
"Wir müssen ja quer durch die ganze Stadt."
"Aber wir sind fürchterlich in Eile."
Ich will die Frau gerade beruhigen, ihr erklären, daß von dem Verstorbenen keine unmittelbare Gefahr ausgeht, doch sie schneidet mir das Wort ab: "Das weiß ich alles. Es ist nur so, daß wir im Umzug sind und um 14 Uhr ist Schlüsselübergabe, da wäre es gut, wenn der Vater da schon weg wäre."
Mär
09
Hinterher ist hinterher
Als bei uns neulich ein Trauerfall war, hat der Bestatter fast eine halbe Stunde lang alle möglichen Sachen aufgezählt, die wir gar nicht wollten. Zum Schluss sollten wir noch ein Kondolenzbuch für 77 Euro kaufen. Das fanden wir penetrant.
Ein von mir oft gesagter Satz ist: Hinterher ist hinterher und dann ist alles vorbei.
Eine Trauerfeier muß gleich von Anfang an perfekt geplant und durchdacht werden, denn man kann sie nicht wiederholen, wenn etwas schiefgegangen ist oder vergessen wurde.
Deshalb muß ein Bestatter auch im Verlauf des Beratungsgespräches eine Vielzahl von Dienstleistungen aufzählen, die die betreffende Familie vielleicht gar nicht möchte. Oft wird das als übersteigertes Geschäftsinteresse und besonders intensive Verkaufstätigkeit mißverstanden.
Damit hat das aber wenig zu tun. Sicher freut sich der Bestatter, der ja Kaufmann ist, über einen schönen großen Auftrag, aber der Grund für die Nennung aller Möglichkeiten und Alternativen liegt wirklich vor allem darin, daß eben genau in diesem Beratungsgespräch und nur dann alles besprochen werden muß.
Mär
09
Makaber
Vielleicht hat da jemand bei der Meldung des Krankentransportes doch das falsche Klebezettelchen erwischt:

eingesandt von Stephan
Mär
09
Kladerles
Sandy hat den Anruf einer Kundin notiert. Diese möchte gerne, daß wir den Wirt des "Goldenen Schwan" anrufen und ihm Bescheid geben, daß zum Leichenschmaus bitte auch "Kladerles" gereicht werden.
Was aber bitte sind Kladerles? Hat das jemand schon mal gehört? Kennt das wer?
Mär
09
Grabaushub
Neulich berichtete ich davon, daß unsere Männer ein Grab von Hand ausheben mußten. Daraufhin wurde wild spekuliert, wie teuer so etwas kommen könne, ob das einen ganzen Tag dauern könne und ob es nicht sinnvoller gewesen wäre einen Bagger zu mieten usw.
Zwei geübte Männer heben in normalem Boden ein Grab mit Hacke und Spaten/Schaufel in etwa anderthalb bis drei Stunden aus. Steine und Wurzeln können dafür sorgen, daß es länger dauert, in leichterem Boden geht es schneller. Normalerweise werden auf den großen kommunalen Friedhöfen Grabbaugeräte oder Bagger dafür eingesetzt. In ganz kleinen Gemeinden mit Winzig-Friedhöfen lohnt sich die Anschaffung solcher Maschinen jedoch meist nicht.
Entweder kommt dann die angebaute Schaufel an einem Unimog der Gemeinde oder dem Traktor eines Bauern zum Einsatz oder es ist eben Handarbeit angesagt.
Für den Grabaushub berechnen wir, inklusive Wiederverschließen des Grabes und Abdeckung bis zur Beerdigung pauschal 198 Euro.
Mär
09
Königsberg
Im vorherigen Artikel schrieb ich, daß wir z.B. das Sargmodell "Palme braun" bei uns "Modell Kassel" heißt. Ich war schon ein paar Mal in Kassel, da leben ganz liebe Leute, aber Kassel selbst hat mich, sagen wir es mal vorsichtig, nicht vom Hocker gerissen. Aber vielleicht war ich ja auch nur nicht in der richtigen Ecke von Kassel. Aber die mir in Erinnerung gebliebene Trostlosigkeit veranlasste mich damals, den schlichten braun gebeizten Sarg mit der einfachen beidseitigen Palmenschnitzung "Kassel" zu nennen.
Überhaupt haben die Särge bei uns ja alle Namen und das sind meist Städtenamen. Einfachere Modelle tragen deutsche Städtenamen, gehobenere Modelle internationale. So heißt eine teure Mahagonitruhe zum Beispiel "Madrid" und ein schwerer Eichensarg "Rom".
Das ist übrigens bei vielen Bestattern so. Warum das so ist, weiß ich nicht, ich jedenfalls habe das nicht von irgendwem abgeguckt, sondern das ist hier schon immer so oder so ähnlich gewesen.
Vermutlich ist es so, daß recht zeitgleich mehrere auf eine ähnliche Idee gekommen sind.
Zurück zu den Sargnamen: Ganz besondere Modelle, die wir nur zeitweilig oder als Einzelstücke im Programm haben, bekommen immer die Namen berühmter Personen. Sprichwörtlich und jedem Blogleser bekannt ist da die riesige Eichentruhe mit Schnitzungen, der "Adenauer Sarg".
Auch eine dunkle Kiste riesigen Ausmaßes, bei der der Holzschnitzer eine ornamentale Orgasmik gehabt haben muß, manche sagen auch, es könne sich um eine zeitweilige geistige Verwirrung des Schnitzers gehandelt haben, haben wir da stehen und nennen das klobige Teil "Bismarcksarg"
Mär
09
Peinliches Vorkommnis
Bei uns im Haus ist eine Trauerfeier, es sind sehr viele Leute da und wenn so eine Trauerfeier herum ist, stehen hier und da oft noch Grüppchen zusammen.
Ich mag dann nicht unbedingt gerne durch die Halle laufen, weil mich dann für gewöhnlich die Leute ansprechen und von der Arbeit abhalten. Nach einer Trauerfeier hat man das Schlimmste überstanden, ist etwas gelöst und dann hat man Hunderte von Fragen an den Bestatter.
Heute konnte ich es aber nicht vermeiden und mußte da durch, die nächste Trauerfeier stand nämlich an und ich wollte die Trauerhalle etwas umdekorieren. Den Sarg hätte ich eigentlich stehenlassen können, bei beiden Trauerfeiern kam "Palme braun", in unserer Sprache "Modell Kassel" zum Einsatz. Zumindest die, die drinliegen, hätten sich gewiss nicht beschwert.
Nach dem Umbau komme ich in die Halle zurück, es steht nur noch ein Grüppchen beisammen und ein älterer Herr steuert in Richtung der Waschräume. So nennen wir euphemistisch die Toiletten.
Als ich sehe, daß er zielsicher in Richtung Damentoilette steuert, weise ich ihn höflich auf seinen Fehler hin und erlebe eine der peinlichsten Situationen meiner beruflichen Laufbahn: "Was fällt Ihnen eigentlich ein? Ich werde ja wohl am Besten wissen, wo ich hin muß!"
Peinlich! Das war eine Frau! Meine Güte, wie kann man bloß so häßlich sein?
Ich schiebe gleich eine Entschuldigung nach, hier für die Leser und auch real an die Dame.
Aber wirklich, die sieht nicht nur aus wie ein Mann, sondern ist auch so gekleidet.
"Entschuldigung", sage ich, "Ich habe meine Brille nicht auf" und obwohl ich ohne Brille doch recht gut sehe, tue ich so, als müsse ich mir meinen Weg fast ertasten und suche das Weite.
Dieser Text ist in gesprochener Version auch im Podcast Mr. 25 zu finden.
Mär
09
Feed
Es wird gerade bei Feed was umgestellt, dadurch kann es ggf. zu Doppelauslieferungen kommen. Sorry.
Mär
09
Unzerkaut, vor den Mahlzeiten
Antonia hat es in den Knien. Ich erwähnte ja schon einmal, daß sie etwas x-beinig durchs Leben läuft, aber das fällt einem wirklich nur auf, wenn man ganz genau hinsieht, oder wenn sie nicht hinter ihrem Tisch sitzt.
Sie war wegen der Schmerzen in den Knien beim Orthopäden, doch der hatte nichts gefunden und ihr geraten, etwas Gewicht abzubauen, dann würden die Schmerzen auch ganz von allein verschwinden. Frau Büser ist da ganz anderer Meinung. Als nebenberufliche Kräuterhexe und Medizinalrätin ist sie im Besitz weitreichender medizinischer Kenntnisse und kennt den gesamten Pschyrembel auswendig. Ja, sie kennt sogar Krankheiten und Symptome, die selbst dieses medizinische Wörterbuch nicht verzeichnet.
Seitdem es immer mehr Präparate im freien Handel gibt, behandelt Frau Büser ihre gesamte Verwandtschaft und nötigt eigentlich jedermann in ihrem Umfeld ihre Behandlungsmethoden auf. Bei mir muß nur mal irgendwas zucken, ich muß mir nur mal einmal mehr als sonst die Nase putzen oder räuspere mich ganz unbedacht, schon steht sie mit irgendwelchen Tabletten, Kapseln oder Salben in der Tür.
Ich helfe mir dann immer, indem ich meine Schreibtischschublade aufziehe, zwei TicTacs herausnehme und sie ostentativ mit einem Glas Wasser "einnehme".
"Ach, Sie haben schon was?" sagt sie dann und zieht enttäuscht wieder ab. Bei mir kann sie also mit ihren Behandlungsmethoden nicht landen.
Anders ist das bei Sandy und Antonia. Sandy kommt ja aus Amerika und ist es gewohnt, jeden Tag ungefähr ein Pfund bunter Vitamintabletten zu essen. Bei ihr hat es Frau Büser also mit ihrem Bauchladen an mehr oder weniger nutzlosen Nahrungsergänzungsmitteln in Pillenform recht leicht.
Antonia nimmt ja grundsätzlich keine Tabletten, sie behandelt diverse Kümmernisse lieber durch die sofortige Einnahme eines Berliners, unzerkaut vor den Mahlzeiten...
Mär
09
Daniela und Beat -IV-
Wir sind alle fassungslos.
Mit dieser Entwicklung hatte niemand gerechnet, konnte niemand rechnen.
Ich bin doch kein dummer Mensch und meine Ausbildung ist durchaus weitreichend genug, um die Situation von Daniela einschätzen zu können. Die Signale der vorherigen Tage waren doch eindeutig und es gab keinerlei Anzeichen, daß sie suizidgefährdet sein könnte.
Für mich war sie auf dem besten Weg, die Abschiednahme in einer sehr persönlichen Weise zu vollziehen. Ich hatte mir alles so sorgfältig überlegt und war der festen Überzeugung, genau das Richtige zu tun.
Jetzt mache ich mir Vorwürfe.
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Kommentare
zum Thema Sterbehilfe was lu.
Vielen Dank für die Buchtip.
"Auch stellt sich mir die Fr.
Weder Bestatter noch Pastore.
Das ist schockierend. Obwohl.
...."ich wußte es, sie war .
@bestattungsunternehmen... .
@undertaker-mike warum sagst.