Sep
09
Endlich auch auf Englisch
Die einfachsten Dinge sind doch oft immer noch die besten, oder?
So geht es mir mittlerweile, eventuell auch durchaus altersbedingt, beim Fernsehen. So manches ist mir zu grell, zu bunt und zu flatterhaft. Diese Mode, jetzt alles mit der wackeligen Handkamera zu filmen, nee, das ist nix für mich. Guten, neuen Filmen stehe ich nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, aber warum werden ganze Filme heute manchmal im Dunkeln gedreht? Was im Kino vielleicht noch düster und geheimnisvoll wirkt, das sieht auf dem Fernseher nur noch dunkel aus. Mir ist das zu mühsam.
Sep
09
Mama, ich hab Dich lieb!
Herr Kohl, Frau Kohl und Frau Kuhl wohnen in einem Haus.
Also nochmals: Da gibt es das Ehepaar Kohl und die alleinstehende Frau Kuhl. Einmal mit o und einmal mit u. Auch wenn die Namen fürs Weblog verändert wurden, sie sind wirklich so ähnlich und solche Zufälle gibt es eben.
Das Ehepaar Kohl hat das Haus vor acht Jahren gekauft und inzwischen großzügig renoviert und man hat auch weitläufig angebaut. Ursprünglich war es ein normales Zweifamilienhaus, wie man es so aus dem dörflichen Bereich kennt. Unten eine Wohnung, oben eine Wohnung. Die Kohls haben aber hinten angebaut und sich dort auch einen eigenen Eingang geschaffen. Die Eingangstür des Vorderhauses wird also nur noch von Frau Kuhl benutzt, die oben wohnt.
Die Kohls konnten Haus und Grundstück günstig erstehen, denn mit dem Erwerb des Hauses war ein lebenslanges Wohnrecht der Frau Kuhl verbunden. Es handele sich um eine ruhige Frau, die niemanden störe...
Nun, Frau Kuhl stört auch niemanden, sie ist nicht laut. Aber sie säuft, wäscht sich nicht, wäscht nicht, putzt nicht und bringt auch keinen Müll runter. Man kann sich vorstellen, wie es im Vorderhaus riecht und daß da so manches "Un" herumgeziefert.
Sep
09
Tolle Wirkung!
Habe heute meine Grippeschutzimpfung bekommen, ich glaube die wirkt schon, bis jetzt hat mich kein Virus angefallen.
Hm, vielleicht gehe ich morgen nochmal hin.
Sep
09
Toter Schweizer muß zum Vaterschaftstest -II-
Hier berichtete ich im Bestatterweblog über die Geschichte aus der Schweiz...
...und heute findet Leser Thomas hier die Fortsetzung der Geschichte.
Sep
09
In der Psychiatrie XIV
Hardy hat Arbeit! Man fasst es ja kaum! Doch tatsächlich ist der arbeitsscheue Gesell' dazu verdonnert worden, eine "Maßnahme" mitzumachen. Bislang hatte er sich ja vorwiegend als Leiharbeiter verdingt, wie ich jetzt erfahren habe, immer mal ein paar Wochen, dann hatte er wieder "Rücken". Daß Hardy Rücken hat, das kommt in erster Linie davon, daß er vor drei Jahren mal aus dem Fenster gefallen ist.
"Da liegt ein Besoffener rum", soll damals der Anruf bei der Rettungsleitstelle gelautet haben und tatsächlich fanden die Retter dann auch den ganz offenkundig volltrunkenen Hardy im Innenhof eines griechischen Restaurants. Die Bergung soll nicht ganz einfach gewesen sein, denn im Grunde handelte es sich nicht um einen wirklichen Hof, sondern um eine Art Lichthof ohne Zugang.
"Und wie ist der dahin gekommen?" müssen sich die Retter der Feuerwehr gefragt haben und der griechische Wirt hat nur müde den Kopf geschüttelt und auf ein offenes Fenster im ersten Stock gezeigt.
Bis heute sind die genauen Umstände dieses denkwürdigen Vorfalls nicht geklärt, Hardy erzählt nur von den schweren Rückenverletzungen, die er davongetragen haben will, andere sprechen nur von dem Fenstersturz und der Tatsache, daß sich Hardy nach einem opulenten Mahl aus diesem Fenster aus dem Staub machen wollte.
Sep
09
Tütentheater
"Eben stand doch da noch eine Tüte mit Puddingkrapfen!"
"Ich will Deine doofen Puddingkrapfen gar nicht, ich bin Amerikanerin und mag sowieso lieber Donuts mit Puddingfüllung."
"Aber irgendeiner muß sie doch gegessen haben."
"Ich war es jedenfalls nicht."
"Ach komm, Du warst die Einzige, die außer mir noch da war."
"Sag mal, spinnst Du? Ich mag eigentlich gar keine Puddingkrapfen."
Sep
09
Batmans Schwester
Da steht man im neunten Stock und bugsiert die Trage mit dem Verstorbenen möglichst würdevoll durch die viel zu enge Wohnungstüre. Auf dem Gang draußen stehen etwa fünfzehn Personen mit Zigaretten und Bierflaschen in den Händen und diskutieren über unsere Arbeit. Die wenigsten der Umstehenden dürften sich allerdings vom Begriff Arbeit jemals durch persönliche Anschauung ein Bild verschafft haben.
Wir bewahren Distanz und Würde, stören uns nicht weiter an den Leuten, auch wenn ich drei von ihnen mit meinem Kreuz beiseite schieben muß. Sie lassen das widerspruchslos geschehen.
Als wir endlich ganz auf dem Gang sind, wird hinter uns die Wohnungstür wieder geschlossen. Frau Reeder will nicht, daß die Nachbarn in die Wohnung schauen können - ist auch besser so.
Obwohl: Geschlossen ist hier ein nicht ganz zutreffender Ausdruck, Frau Reeder kann die Tür nur noch anlehnen und stellt von innen einen leeren Bierkasten davor, damit sie zu bleibt. Dieser Bierkasten dürfte im Übrigen, abgesehen vom üblichen Media-Markt-Gerümpel an Unterhaltungselektronik das wertvollste Einrichtungsstück in der ganzen Wohnung sein.
Sep
09
Wir haben die Wahl gewonnen!
Naja, also zumindest auf der "Shortlist" sind wir.
Sep
09
So, fertig!
Sep
09
Wie? Ihr glaubt das nicht?
Sep
09
Sonntach, Wahltach
So, jetzt isse weg!
Ja, meine Frau hat es in diesem Jahr getroffen, sie ist Wahlvorstand und mußte schon ganz früh heute Morgen im Wahllokal sein.
Die Kinder sind bei der Oma und von den Herrschaften im Keller ist auch keine größere Belästigung zu erwarten.
Sturmfreie Bude!
Der Kühlschrank ist voll mit Leckereien und keiner ist, da der mir den Zugang verwehren könnte..., doch ich habe keinen wirklichen Hunger...
Musik! Ich könnte ganz laut Musik hören, Rammstein mit 140 db..., aber irgendwie habe ich leichte Kopfschmerzen, die werden davon auch nicht besser. Die Oma schwört bei sowas ja auf Semino Rossi, aber bevor ich mir den auf den Plattenteller tue, lege ich lieber den Kopf in den Gasofen und lausche zufrieden auf das Zischen schröderschen Russengases.
Und um nackig durch das Haus zu laufen und irgendwelchen sexuellen Wünschen nachzugehen, fehlt mir die Partnerin, so allein ist das doch doof. Außerdem hat Antonia gewiss wieder einen Krapfen in ihrem Schreibtisch vergessen und steht dann urplötzlich vor mir und fühlt sich vielleicht noch angesprochen...
Ich könnte mit dem Hund in den Wald! Aber da sehe ich die von gegenüber mit ihrem Dobermann, das ist ein ganz schöner Kläffer, auch der Hund... Und die geht immer an meine Lieblingsstelle im Wald und läßt ihren Beißer frei herumlaufen. Wenn meiner dann knurrt, dann ist er immer der Böse... hab ich auch keine Lust drauf.
Nicht einmal sinnlos besaufen kann ich mich, denn ich muß mein Weib heute Abend doch wieder abholen.
Kann man alleine eigentlich Monopoly spielen? Das wollte ich immer schon mal wieder spielen, aber alleine, ich glaub' das geht auch nicht.
Wenn ich jetzt meinen schönen neuen Werkzeugkoffer raushole und dies und das repariere, dann kriege ich hinterher auch nur wieder Ärger mit meiner Frau. Dabei ist das Werkzeug ganz arg schön und in dem Koffer sind Sachen drin, da weiß ich noch gar nicht für was man die nimmt. Ich würde mir aber irgendwas suchen... Nee, die Gefahr des Ärgers ist zu groß, ich lasse das mit dem Werkzeug, die Frau liegt mir heute noch in den Ohren, vom letzten Mal... nee...
Ich könnt' was kochen, aber ich habe keine Lust die Küche hinterher aufzuräumen. Ich könnte schmutzige DVDs gucken, aber ich habe keine. Ich könnte vielleicht auch mal gucken, ob man eine Aufblaspuppe mit Bauschaum standfest kriegt. Aber ich habe weder das Eine, noch das Andere...
Oh, da fällt mir ein, ich könnte die Schaufensterpuppe oben im Gang mal umziehen. Die hat schon ewig eine Frankensteinmaske über dem Kopf, ein Tarnhemd an und ein Spielzeuggewehr umhängen.
Also tschüß, ich geh' jetzt mit Madeleine spielen...
Sep
09
Bestatterrechnung und kommunale Gebühren
Warum erscheinen die kommunalen Gebühren und Kosten auch auf der Bestatterrechnung? Ist doch nur ein (freiwilliger)Service die Durchlaufposten mit aufzunehmen.
Und wer steckt nachher dafür die Prügel ein? Sollen die Städte doch direkt mit den Auftraggebern abrechnen, dann kostet es beim Bestatter auf einmal nur noch ein Drittel oder weniger. Schön, wenn der Herr Kugler auf dem Rathaus auftaucht:"Ihr Halsabschneider"
Was geschieht eigentlich, wenn ein Kunde seine Rechnung nicht zahlt, und der Bestatter daraufhin mangels Masse die städtischen Gebühren nicht überweist? Wer ist gegenüber der Stadtverwaltung der Schuldner?
Die Rechnung eines Bestatters setzt sich aus mehreren Abteilungen zusammen. Das sind zunächst mal die eigenen Warenlieferungen und Dienstleistungen, ein weiterer Posten sind die Kosten für Subunternehmer, die der Bestatter beauftragt hat, dann kommen noch die Subunternehmer hinzu, die der Kunde beauftragt hat und letztlich kommt der ganz erhebliche Teil der kirchlichen und kommunalen Gebühren.
Das sieht dann oft z.B. so aus:
Sep
09
Der Pathologe
Der Pathologe steht in einem kalten sterilen Raum mit Blechtisch, dem Obduktionssaal. Darauf liegt eine Leiche. Direkt vom Tatort. Er packt das Sezierbesteck aus und beginnt.
So beginnt ein Artikel in der Gmünder Tagespost, der die Tätigkeit der Pathologen näher beschreibt.
Hier ist er zu finden.
Sep
09
Ordensleute, Pfarrer und Bestatter
Wie sieht es mit Geistlichen aus? Wenn z.B. eine Ordensfrau (Nonne, Schwester…) verstirbt. Oder ein Priester, ein Kardinal. Werden diese Personen von „gewöhnlichen“ Bestattungsunternehmen bestattet? Haben Geistliche „eigene“ Friedhöfe? Haben die Kirchen eigene Bestattungsbetriebe? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein „gewöhnlicher“ Bestatter eine Ordensschwester aus- und ankleiden bzw. waschen darf.
Selbstverständlich bestatten wir auch Nonnen, Ordensgeistliche, Ordensbrüder und Pastöre. Diese Menschen sehen nackt und tot auch nicht anders aus, als andere Menschen auch.
Bei Nonnen (und überhaupt bei vielen Ordensleuten) ist es so, daß die Brüder und Schwestern oft selbst das Waschen, Ankleiden und Einsargen vornehmen und ganz oft verfügen die Klöster auch über eigene Friedhöfe und manchmal braucht man gar keinen Bestatter. Andere Klöster haben auf dem normalen Friedhof eine eigene Abteilung, in der nur Mitglieder dieses Ordens bestattet werden. Es hängt ein wenig von den jeweiligen Gepflogenheiten des Ordens ab, inwieweit überhaupt ein Bestatter benötigt wird und wieviel der zu tun bekommt.
Das hat aber weniger etwas damit zu tun, daß man keine "Weltlichen" an die Leichen lassen will, der Bestatter gilt da als (vertrauens)würdige Person, sondern damit, daß man seit Jahrhunderten eigene Regeln hat, die länger Bestand haben, als es den Bestatterberuf überhaupt gibt.
Sep
09
Revanchismus und Holocaust-Leugnung
Im Moment versuchen bestimmte Kreise in den Kommentaren dieses Weblogs ein Thema aufzubringen, das mir hier nicht passt.
Vor dem Hintergrund der Tatsache, daß hier auch über Krematorien berichtet wird, versucht man in den Kommentaren das Thema auf die Verbrennungsöfen von Auschwitz zu lenken und leugnet dann so nebenbei daß dort Menschen verbrannt worden sind oder zweifelt die Zahl der Opfer des Nationalsozialismus an.
Diese Diskussion kann schnell rechtswidrig werden bzw. sind die aufgestellten Behauptungen rechtswidrig.
Es geht den Leuten, die diese Diskussion anzetteln, nicht darum, hier eine Plattform zu finden, auf der sie ihre Meinung frei äußern können, sondern darum, daß sie dieses Thema hier in einer Art und Weise einführen, um das Weblog u.U. angreifbar zu machen.
Bitte macht euren Quatsch woanders.
Die entsprechenden Kommentare werden unverzüglich gelöscht.
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
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Kommentare
Frage an Tom: in Frankreich .
@ Designierter Komposti (in .
Ich glaube ich werde mir sti.
Schade zu spät gesehn, hät.
wie es mit dem "aufhalten" i.
Soso, auch Tom hat ein lange.
Ja, diese Viktorianerverehru.
Ja danke zusammen, so dachte.