Nov
09
Das Passbild
"Das ist doch kein Problem, da gehen wir da drüben in den Supermarkt, die haben so eine Knipskiste."
"Was ist denn bitteschön eine Knipskiste?"
"Na, so ein Kasten wo man den Vorhang zuziehen kann, wo es dann kurz blitzt und dann kommen vorne vier Passbilder raus."
"Daß die jetzt aber auch neue Bilder für meinen Ausweis wollen!"
"Ist eben so. Wo ist das Problem."
"Ich finde die Bilder, die ich hier habe eigentlich ganz schön."
"Ach Schatz, die sind ja auch schön, aber eben 20 Jahre alt."
Nov
09
Requiem for you
Gehört am 16.11.09 im Deutschlandfunk, CORSO.
Luxus für die Menschen mit dem nötigen "Kleingeld". ![]()
http://www.dradio.de/dlf/vorschau/20091116/
- "Requiem for You" - Auftrag für die ganz persönliche Sterbemusik
"REQUIEM FOR YOU ist die nachhaltige Zelebration des Abschiednehmens vom Leben, inszeniert als konzertante Biografie. Mit REQUIEM FOR YOU lebt eine Lebenskultur auf, die sich mit dem Tod auf künstlerischer Ebene würdevoll auseinandersetzt. Grosse Komponisten wie Mozart, Brahms, Verdi, Berlioz haben für die Nachwelt unvergängliche Werke geschaffen. Sie haben sich und anderen musikalische Denkmäler gesetzt und damit grosse Menschen unsterblich gemacht.
Wir setzen Ihrer Persönlichkeit ein musikalisches Denkmal und fördern durch modernes Mäzenatentum die Entstehung musikalischer Werke auf höchstem künstlerischem Niveau. "
gefunden von Angela
Nov
09
Nur eine Kerze
Eine Kerze ist alles was von einem langen Leben geblieben ist...
Herr Klarenz hat 83 Jahre lang gelebt, hat seine Frau um drei Jahre überlebt, zwei Kinder in die Welt gesetzt und ist der Opa von drei Enkeln.
Am vergangenen Montag ist er im Altersheim gestorben, im Nordflügel.
Im Nordflügel ist es nicht so schön, er hat allenfalls den Charme eines Einsterne-Vertreter-Hotels. Der Südflügel des vor drei Jahren eröffneten Heimes hingegen ist schön. Helle, große Zimmer, freundliche Farben, alles fast schon ein bißchen luxuriös. Demenz..., er hat ja sowieso nicht mehr gewußt, wo er war, wer er war, ob ihn jemand besuchte und wer ihn dann besuchte..., da kann er auch in den günstigeren Nordflügel umsiedeln.
Nov
09
Nur noch...
...einen Monat dauert es und wir feiern Heiligabend. Ist das nicht unglaublich schnell gegangen?
Passend zum bevorstehenden Fest habe ich links schonmal die Glöckchen aufgehängt.
Wer mag, kann ja auch noch am Weihnachtsgewinnspiel teilnehmen, Link dazu gibt es rechts oben in der Seitenleiste.
Nov
09
Digitale Spuren nach dem Tod
Ich habe schon häufiger darüber nachgedacht, was mit meinen "digitalen Spuren" nach meinem Ableben geschieht.
Ich selber bin in einigen Filmforen im Netz "unterwegs", in einigen auch recht aktiv. Sollte ich mal sterben, würden meine Bekanntschaften dort nicht ohne Probleme von meinem Ableben erfahren können. Die wenigsten kennen meinen Namen und keiner kommt aus meinem Ort, die klassische Todesanzeige in einer Zeitung erreicht diese Leute dementsprechend nicht. Meine Frau weiß auch nur so ungefähr, in welchen Foren ich aktiv bin. Es wäre mir jedoch schon wichtig, im Todesfall auch dort einige Leute zu informieren. Kann man sowas auch in einer Vorsorge beim Bestatter mit aufnehmen? Würde der Bestatter dann entsprechend aktiv werden in den Foren, wenn man eine Liste oder so hinterlegt? Zugangsdaten hinterlegen ist denke ich nicht so einfach, da man evtl. mehr oder weniger regelmäßig sein Passwort ändert. Oder gehören solchen Sachen viel eher in ein Testament, so dass sich die Angehörigen dann darum kümmern können?
Das ist in der Tat ein Problem, daß sich in letzter Zeit zunehmend offenbart. Noch vor ein paar Jahren starben die Accounts im Internet einfach einen stillen Tod wenn ihr Inhaber starb. Noch heute dümpeln selbstgebastelte Homepages, zusammengestümpert mit einer Heft-Diskette aus irgendeinem längst eingestellten Computerheft, im Internet herum, dabei ist der ehemalige Seitenbetreiber längst verstorben. Kostenlose Angebote bringen es mit sich, daß das nicht einmal durch das jährliche Zusenden oder gar Nichtzahlen einer Rechnung auffällt.
Nov
09
Werden Piercings entfernt?
Ich habe gerade 60 von 67 Seiten des Archivs durchgelesen. Mal davon abgesehen das ich jetzt viereckige Augen habe, eine Frage hab ich ja doch. Was passiert, wenn da jetzt Leute ankommen, die total übersät sind mit Piercings und Schmuck o.ä.? Wird das alles drin gelassen bis zur Aufbahrung und denn entfernt oder wie wird das gemacht?? Wenn man denjenigen nur mit Piercings kennt-denn lässt man die doch drin oder?? Und das gleiche frage ich mich auch bei Zahnersatz. Ich arbeite ja nun selber beim Zahnarzt und weiß was es da für Konstruktionen gibt-wenn da jetzt eine Prothese ist, die meinetwegen so nicht raus geht-wird dann auch bis nach der Aufbahrung gewartet und die dann "auf Biegen und Brechen" rausgeholt???
Die Frage ist leicht zu beantworten: In aller Regel bleiben diese Dinge am und im Verstorbenen und werden mit eingeäschert. Später werden die metallischen und sonstigen fremden "Einbauteile" einfach aus der Asche entnommen.
Darüber steht aber auch etwas im Weblog, bemühe mal die Suchfunktion, Stichwörter könnten "Prothese" oder "Edelmetall" sein.
Sollte es sich um wertvolleren Körperschmuck handeln, so könnte es natürlich sein, daß die Angehörigen sich diesen auch aushändigen lassen; er würde dann vorsichtig entnommen.
Es ist durchaus denkbar, daß bestimmte Krematorien im Rahmen der deutschlandweit grassierenden Regelungswut sich auch Vorschriften einfallen lassen, daß Körperstechschmuck vor der Einäscherung entfernt werden muß.
Nov
09
Bestattung unter Bäumen
Gefunden von Leser Carsten:
http://www.rhein-sieg-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1256137031118.shtml
Nov
09
Mit dem Leichenwagen unterwegs
Als Bestatter hab ihr ja auch viele Fahrten zu Behörden oder besucht Angehörige zum Gespräch zuhause. Fährt man hierfür ein neutrales Fahrzeug oder fährt man solche Stellen auch mit dem Leichenwagen an? Ich meine du hast ja schon desöfteren über Parkplatzprobleme mit dem Transporter berichtet. Außerdem hab ich mal gehört, dass ein Bestattungswagen nur zum Überführen von Leichen genutzt werden darf. Ich stelle es mir auch etwas umständlich vor mit solch einem großen Wagen nur mal eben zum Rathaus zu fahren um nen Totenschein abzugeben. Oder man muss ne viertel Stunde früher losfahren um einen geeigneten Parkplatz zu finden wenn man Frau Mustermann zuhause aufsuchen will. Wäre da ein normaler Wagen nicht Sinnvoller? Auch vom Spritverbrauch.
Das hängt davon ab.
Normalerweise fahren wir mit dem Bestattungswagen die Verstorbenen und ein anderer Mitarbeiter fährt später mit einem neutralen Fahrzeug die Standesämter usw. ab. Überführen wir aber einen Verstorbenen von einem anderen Ort hierher, fahren wir mit dem Bestattungswagen in die andere Stadt, um den Verstorbenen zu holen und erledigen dann natürlich mit diesem Fahrzeug auch die Behördenwege.
Manchmal ergibt es sich so und manchmal anders...
Der Spritverbrauch spielt bei diesen Überlegungen keine nennenswerte Rolle.
Ein Bestattungswagen darf nicht nur zum Transport von Leichen verwendet werden. Man wird sicherlich nicht auch Obst und Gemüse damit transportieren, aber berufsbezogene Fahrten, auch wenn keine Leiche transportiert wird, sind durchaus üblich.
Angehörige hingegen besucht man eher nicht mit dem Bestattungswagen, das geschieht -schon wegen der neugierigen Nachbarn- besser mit dem normalen PKW.
Einen Parkplatz bekommt man mit dem Bestattungswagen allerdings besser als mit einem neutralen PKW.
Nov
09
Morbides Radiogeplänkel
Gerhard hat eine Seite mit lauter Berichten, Links und Audios zum Thema Bestattung, Tod und Trauer beim Bayerischen Rundfunk entdeckt.
Nov
09
Klobürste
Leser Ulf hat eine Klobürste für Bestatter und Grufties entdeckt, eventuell ist sie auch für Totengräber, Pathologen oder Hamlet-Darsteller interessant.
Nov
09
Schweinehysterie
"Sind Sie der Schweinenacken?"
Ich schaue an mir herunter, bleibe bei der Überzeugung, ein gestandener Mann zu sein und schüttele nur das müde, alltagsgeplagte Haupt.
Die Wurstwarenundfrischfleischfachverkäuferin fühlt sich in ihrer Arbeitswut gehemmt und verbessert sich mit genervter Müdigkeit in der Stimme:
"Okay, sind SIE der MANN, der wo da von dem Schweinenacken bekommt?"
Der 'wo da von'! Wodafon oder was?
Ich schüttele wieder meinen Kopf, denn die mit dem Schweinenacken, soviel habe ich mitbekommen, ist eine schweinsfüßige, dicke Blonde halbrechts vor mir.
Nov
09
Der Routinekunde
Mir persönlich ist es ja am Liebsten, wenn alte Leute zu mir kommen und etwas hilflos, aber nicht kopflos, um unsere Dienstleistung bitten und einen ebenfalls alten Ehepartner zu betrauern haben. So ist der Lauf der Dinge, etwas Ähnliches kommt früher oder später auf jeden von uns zu.
Glücklicherweise sind das auch die allermeisten Kunden, die zu einem Bestatter kommen. Manche nennen das 08/15-Fälle, andere sagen Standardsterbefall und tatsächlich, man weiß schon beim Eintreten der Kunden in etwa, was diese gleich sagen werden und was sie bestellen und aussuchen werden.
Viel Arbeit hat man damit nicht, zumindest wird man nicht besonders gefordert.
Und wenn es etwas geben sollte am Bestatterdasein, was mich nervt, dann ist es die Routine, die sich vornehmlich in den Sätzen widerspiegelt, die man Tag für Tag so sagt.
Nov
09
So
(Klicken und warten, dann nicht auf die Werbung klicken, sondern abwarten bis der Hase und der Vollmond da sind.)
Nov
09
Tierschutzrechtliche Erklärung
Ich habe jetzt wegen der Mausefallen-Nummer da unten über 40, teils sehr aufgeregte, E-Mails bekommen, daß ich mich genötigt sehe, auf folgenden Umstand hinzuweisen:
Es handelt sich lediglich um ein von einem Leser freundlicherweise eingesandtes Netzfundstück. Für die Aufnahmen wurden keine Tiere gequält oder getötet.
Ich persönlich lehne das Töten von Mäusen grundsätzlich ab, vor allem dann wenn großkalibrige Waffen zum Einsatz kommen.
Niemals in meinem Leben habe ich eine Maus getötet, okay, ich habe letzte Woche eine Taube überfahren, aber das Tier hatte eindeutig suizidale Absichten, wie ist es anders zu erklären, daß es direkt vor meinem Auto herabfliegen musste? Aber es war gewiss keine Absicht dabei, denn ich fühle mich für das Erlegen von Tieren viel zu faul und zu bequem.
Nov
09
Ich kann doch nichts dafür! -II-
Da möchte ein Leser nun wissen, wie eine ganz bestimmte Geschichte weitergeht. Er meint diese Geschichte hier, in der sich ein jugendlicher Unfallverursacher so schuldig fühlte, daß er die Bestattung für das Unfallopfer übernehmen wollte. Die Geschichte endet mit drei Punkten...
So endete sie auch für mich. Wie in dem Text berichtet bzw. angekündigt, haben wir die Eltern angerufen, die den Jungen dann bei uns abgeholt haben. Ich habe nie wieder etwas von diesen Leuten gehört oder gesehen, weiß über die Bestattung des Opfers nur das was damals in der Zeitung stand und kann auch nichts dazu sagen.
So sehr sich der Leser das auch wünschen mag, es gibt nichts mehr darüber zu berichten. Das ist eben im Leben manchmal so. Da kreuzen Menschen deinen Weg und du spürst nur den flüchtigen Hauch eines Erlebnisses und das war es dann auch schon. Was ist aus dem Jungen geworden, den ich in Holland an der Nordsee mal vor dem Ertrinken gerettet habe? Keine Ahnung, ich habe nie wieder etwas von ihm gehört? Was hat der Stadtstreicher im Bremen mit den 10 Euro gemacht, die ich ihm gab? Er hat mir sein ganzes Leben erzählt, ein wahrlich dramatisches Schicksal, doch mein Geld? Versoffen? Keine Ahnung.
Manchmal wüßte ich auch gerne mehr, aber ich erfahre es nicht.
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
Administration Tiggerswelt auf Servern von MANITU
Powered by Europa-Host.
Anmelden
Template Version: Emperor 2.0 -9/11-Release



ältere Beiträge


Kommentare
1:10 Uhr und noch keine Fort.
Genau, wenn die jetzt noch'n.
Genau, immer der Leiche mit .
Habe jetzt gerade alle Teile.
@rudibee: nein. weils unhygi.
Super, das es mit einer so s.
Hey, was soll das, mich zu w.
-Carlos Gastropoda in die Ru.