Mär
10
Verwirrung
Daß ältere Menschen, und nicht nur diese, in einem Trauerfall seltsam und auch für sie selbst in völlig unerwarteter Weise reagieren, ist nichts Besonderes. Ich schrieb gestern von dem älteren Herrn, der nur mal Bescheid sagen wollte. Dabei ist das nichts Außergewöhnliches. Gerade alte Leute sehen sich oft einzig und meinen, man müsse sich auch nach vielen Jahren noch ganz genau an sie erinnern und sie vergessen, daß ihr Gegenüber inzwischen mit hunderten anderer Menschen zu tun hatte, während sie möglicherweise den Besuch beim Bestatter als ein ganz wichtiges Ereignis empfunden haben.
Es trifft aber im Trauerfall auch jüngere und ansonsten sehr alerte Menschen. Hier ist eine Kinderärztin durchaus an erster Stelle zu nennen. Obwohl die Frau aktiv im Berufsleben stand und auch noch in einer politischen Partei tätig war, bekam sie beim Tod ihres Mannes nichts mehr "auf die Reihe". Völlig hilflos konnte sie nur stammeln, war zu kaum einer Entscheidung fähig und es bedurfte all unserer Kunst, ein ordentliches Ergebnis abzuliefern.
Das war vor allem deshalb so schwer, weil die Dame heute A bestellte und sich morgen nicht mehr daran erinnern konnte und sich sicher war B gewünscht zu haben.
Mär
10
Bescheid!
Das Telefon klingelt, Sandy meldet sich und es ergibt sich folgender Dialog:
Kunde (älterer Mann): "Sind Sie die Bestattung?"
Sandy: "Ja, das Bestattungshaus."
Kunde: "Dann is' gut. Ich wollt' nämlich nur Bescheid sagen." Legt auf.
Sandy steht da, schaut verwirrt auf den Hörer und legt auch auf. Frau Büser fragt, was das denn gewesen sei und Sandy gibt ihr den Dialog wieder. Frau Büser tippt sich an die Stirn und die beiden Frauen wenden sich wieder ihren Schreibarbeiten zu.
Mär
10
Die Kuckucksuhr -IX-
Jeder im ganzen Viertel ist sich darüber im Klaren, daß die Birnbaumer-Nüsselschweif eine ganz üble Nummer abzieht. Man muß doch nur Eins und Zwei zusammenzählen und es liegt doch klar auf der Hand, daß die dicke Berufsmutter und Afrikahelferin die Einsamkeit und Verlorenheit sowie die Schwäche der alten Frau Mandel ausnutzt, um sich in den Besitz von Auto und Haus zu bringen.
Die Gemüsefrau weiß angeblich sogar, daß die Birnbaumer neulich einen der goldenen Ringe von Frau Mandel getragen habe. Uns Männern fällt sowas ja nicht auf, ich wüßte allenfalls, daß die Birnbaumer Hände mit Fingern hat, aber was sie da so an Schmuck mit sich herumträgt - ich könnte es nicht wirklich sagen.
Ich weiß auch nie was jemand angehabt hat, zumindest nicht wenn mich meine Frau spontan danach fragt. Meistens sage ich immer das Gleiche: "Eine graubraungelbe Latzhose", sie fragt dann nicht weiter, sondern rollt nur vielsagend mit den Augen. "Männer!"
Mär
10
Stalker bestellt Leichenwagen für die Ex
Hach, was hat er da für eine ach so neue und originelle Idee gehabt: Ein verschmähter Liebhaber hat aus Rache seiner Verflossenen den Bestatter mit Leichenwagen vorbei geschickt:
Hier nachzulesen (gefunden übrigens von Stefan)
Normalerweise rückversichert sich ein guter Bestatter bevor er mit dem Bestattungswagen einfach bei irgendwelchen Leuten vor der Tür steht. Auch solche Scherzbolde können nämlich am Telefon sehr überzeugend echt klingen und manche heulen sogar wie ein Schlosshund. Den Ärger hat hinterher aber immer der Bestatter, der oft obendrein auch noch auf den Personalkosten für den Einsatz sitzenbleibt.
Also: Immer rückversichern, indem man zurückruft. Das ist einfach, kostengünstig und erspart so manchen Ärger.
Mär
10
Guckguck
Wieviel Särge hat man so im Angebot? Es mögen mal 20 verschiedene Modelle sein, mal mehr, mal weniger.
Aufgrund der Tatsache, daß es einige Modelle beim Großhändler auch in unterschiedlichen Holztönen gibt und man dann theoretisch noch die unterschiedlichsten Griffe dranschrauben kann, auch noch die Wahl hat, ob man lieber vier oder sechs Griffe möchte und auch noch entscheiden kann, ob an eines der fünf verschiedenen Deckelkreuze haben möchte oder nicht... es ergeben sich unzählige Varianten.
Vielleicht mag das ja mal jemand ausrechnen:
24 verschiedene Modelle
3 Farbmöglichkeiten (natur lackiert oder hell bzw. dunkel gebeizt)
6 verschiedene Griffgarnituren (die 4- oder 6-teilig montiert werden könnten; es geht auch ganz ohne Griffe)
5 Deckelkreuze zur Auswahl und die Option "kein Kreuz"
Auf jeden Fall dürfte es normalerweise kaum einen Sargwunsch geben, den man nicht erfüllen kann. Zusätzlich wäre es ja beispielsweise auch noch möglich einen gänzlich unlackierten Sarg von den Angehörigen selbst bemalen oder bekleben zu lassen.
Doch manchmal hilft alles nichts:
Mär
10
So entsteht ein Hoax
...oder eine urbane Legende oder wie auch immer...
Da sendet mir eine Leserin einen Linktip und ich schaue mir den nur kurz an. Gleich dazu bekomme ich einen Link mit vermeintlichen Erklärungen und stelle das dann hier im Bestatterweblog online.
Ja und dann stellt sich bei näherer Betrachtung heraus, daß alles ganz anders war.
Wie das jetzt genau war, die Sache mit dem Jungen, der sich einen Was-auch-immer in die Brust gerammt haben soll, weil er auf der Flucht vor kusswilligen Mädchen war, das steht alles fein von den Lesern des Bestatterweblogs erklärt in den Kommentaren zu dem betreffenden Artikel.
Merke: Man soll nicht alles glauben...
Mär
10
Bilder vom Melaten-Friedhof in Köln
Leser Alfred hat eine Bilderserie von Grabsteinen auf dem Kölner Melaten-Friedhof gefunden.
Hier kann man sich die Bilder anschauen.
Mär
10
Er ist auferstanden!
Martin hat das hier entdeckt:
Mär
10
Mit dem Radiergummi tödlich verunglückt -II-
Vielleicht hätte ihm das hier das Leben retten können:

Mär
10
Spätzle?
Sie sind beide weit über Siebzig, vielleicht haben sie sogar die Achtzig überschritten. Er ist etwas tapperig und zitterig, sie klein, flink und etwas nervös. Das Paar leidet unter dem süddeutschen Saugtrieb. Meine Frau und ich setzen uns in Restaurants immer ziemlich abseits, damit wir uns in Ruhe unterhalten können. Es vergeht aber kein Restaurantbesuch, bei dem nicht ein Paar mit Saugtrieb das Lokal betritt.
Diese Leute kommen in das ansonsten bis auf uns leere Restaurant und fühlen sich von uns angesaugt. Der einzige mögliche Platz für die unter dem Saugtrieb leidenden Menschen ist der nächste freie Platz direkt neben uns. Und vom Saugtrieb sind immer und grundsätzlich nur Leute befallen, die sich nur in der Lautstärke eines Martinshorns artikulieren können.
Er: "Gibts hier auch Schnitzel?"
Sie: "Mußte in die Karte gucken."
Er: "Hab die Brille nicht mit."
Sie: "Dann guck ich eben."
Er: "Haben die Schnitzel?"
Sie: "Die haben hier Kartoffeln, Reis, Kroketten und Pommes."
Mär
10
Ei, ei, ei, wo isser denn?
Bei meinem Cousin im Haus wohnte oben in der Mansardenwohnung ein Ehepaar. Sie eine dralle, vollbusige und sehr lebenslustige Person mit üppigem roten Haarwuchs und er ein kleiner, zurückhaltender und stiller Pinsel. Wenn man den beiden begegnete, hatte man eher den Eindruck, da geht der weibliche Herkules mit einem Chihuahua-Hündchen spazieren (für die Leute im Ruhrgebiet: Tschiwawah).
Einmal mußte der Mann "auf Montage", das bedeutete, daß er für mehrere Wochen oder Monate im Auftrag seiner Firma im Ausland war und die Dralle somit sturmfreie Bude hatte. Es wurde erzählt, es habe keinen Abend gegeben, an dem sie nicht mit ihrer besten Freundin losgezogen und mit irgendeinem muskelbepackten Typ wider nach Hause gekommen sei.
An einem dieser Abende waren wir bei meinem Cousin zu Besuch und blieben auch recht lang, weil es einerseits Freitagsabend und andererseits ein sehr lauer Sommerabend war, an dem es sich vortrefflich auf dem Balkon aushalten ließ.
Mär
10
Mit dem Radiergummi tödlich verunglückt
Ja, so etwas gibt es auch...An dieser Stelle kann man (auf Englisch) nachlesen wie sich ein junger Mann mit so etwas hier ums Leben gebracht hat.
Er befand sich auf der Flucht vor Mädchen, die ihn küssen wollten, stolperte und stürzte so unglücklich in den Radiergummistift, den er in der Hand hielt, daß sich der Stift hinterher in seinem Herzen befand.
Gefunden von Neike Meike
Mär
10
Bestatter wirbt vor Krankenhaus
Was hältst Du denn von dieser Situation hier? Ein Bestatter wirbt direkt vor der Notaufnahme eines Krankenhauses. (Das Bild ist von mir.)

Habe das Bild an der Stelle mit dem Schild mal etwas heller gemacht.
Es liegt natürlich nahe, da zu werben wo man am ehesten mit "Kundschaft" oder Interessenten rechnet, also in der Nähe von Krankenhäusern, Friedhöfen und Altersheimen. Auf der einen Seite verstehe ich Kollegen, die ihre Werbung an solchen Stellen plazieren, es ist schwierig genug, geeignete Plätze zu finden.
Im Allgemeinen gilt es aber unter Bestattern eher als anrüchig und verpönt, solche Stellen für seine Werbebotschaften auszusuchen und in aller Regel raten die Bestatterverbände ihren Mitgliedern auch, es nicht so zu handhaben.
Natürlich kommt es auch auf Art und Umfang der Werbung an.
Mär
10
Die Kuckucksuhr -VIII-
Irgendwann muß ja auch die Wohnung von Frau Mandel sauber sein, möchte ich mal meinen. Dennoch aber sieht man den Mercedes, der neuerdings Frau Birnbaumer-Nüsselschweif gehört, immer wieder vor dem Haus stehen, in dem Frau Mandel wohnt.
Ganz ehrlich? Ich habe das Gefühl, die Birnbaumer-Nüsselschweif räumt der alten Dame die ganze Bude aus.
Aber kann das wirklich sein? Wenn Frau Mandel tatsächlich noch ein paar Tage in ihrem Haus in der Schweiz bleiben möchte, so wird sie doch eines Tages hierhin zurückkommen und dann wird sie ihre Wohnung unverändert; vielleicht gesäubert und aufgeräumt, vorfinden wollen.
Wie ich darauf komme, daß Frau Mandel noch in der Schweiz bleiben will und erst nach einigen Tagen zurückkommt? Nun, ganz einfach, ich habe Frau Birnbaumer-Nüsselschweif gefragt. Ich habe gleich am nächsten Tag, nachdem ich sie in der Mandel'schen Wohnung am Telefon hatte, einfach nochmals dort angerufen und obwohl ich den Zeitpunkt auf gut Glück hin auswählte, hob sie tatsächlich ab. Ich sagte nur kurz: "Gut, daß ich Sie dort antreffe, ich komme mal eben vorbei."
Mär
10
Nur mal eben auf ein Bier...
Der Bestatter kommt ja immer erst, wenn's schon zu spät ist. Wie es genau zum Todesfall gekommen ist, das erfährt der Bestatter nicht in jedem Fall. Zwar steht die Todesursache in den Leichenpapieren, aber die Umstände und wie der Tod andere betroffen hat, das bekommt man nur am Rande mit oder wenn die Angehörigen es einem erzählen.
Manchmal schreibt auch jemand was in seinem Blog dazu.
Hier kann man die ganze Geschichte lesen.
Ich bitte bei eventuellen Kommentaren im verlinkten Weblog um freundliche Worte.
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Kommentare
zum Thema Sterbehilfe was lu.
Vielen Dank für die Buchtip.
"Auch stellt sich mir die Fr.
Weder Bestatter noch Pastore.
Das ist schockierend. Obwohl.
...."ich wußte es, sie war .
@bestattungsunternehmen... .
@undertaker-mike warum sagst.