Apr
10
Vorsorge weg
Gestern am Nachmittag gesellt sich im Biergarten Thomas zu mir und wir zwei bilden spontan eine nette Runde.
Thomas ist seit sechs Jahren krankgeschrieben und bedauert es beinahe in jedem seiner Sätze, wie sehr ihm doch die Arbeit fehlt.
Nun hat Thomas aber derzeit ein ernsthaftes Problem. Im fernen, küstennahen B. ist ein Bruder seines Vaters, also ein Onkel, verstorben. Der hat bis zuletzt in einem Heim gelebt und die nicht sehr kontaktfreudige und über ganz Deutschland verteilte Verwandtschaft glaubte, für den alten Onkel sei alles geregelt.
So zumindest hatte es geheißen, als der Onkel vor acht Jahren ins Heim gegangen ist.
Apr
10
Kostenlose T-Shirts
Wann gibt es schon mal was umsonst?
Mir passen die Shirts von 3Dsupply nicht, deshalb kann ich an dieser Aktion nicht teilnehmen.
Aber vielleicht ist ja der eine oder andere unter meinen Leserinnen und Lesern, der das gerne in Anspruch nehmen möchte:
Die T-Shirt-Macher von 3Dsupply tauschen derzeit ein kostenloses T-Shirt (bis 20 Euro) gegen einen Backlink.
Wer sich also auf der Seite der T-Shirt-Firma ein T-Shirt aussucht und dann einen entsprechenden Link in seinem Weblog anbringt, der bekommt es kostenlos zugeschickt.
Wie das genau funktioniert und wer da alles mitmachen kann, das erfährt man hier.
Apr
10
Synchronisiert
Erinnert sich überhaupt noch jemand an den überflüssigsten Buchstaben des Alphabets, das Ypsilanti?
Manch einer mag sich vielleicht auch noch an jene denkwürdige Szene erinnern, als Frau Ypsilanti eine Stellungnahme vor der Kamera abgab und ihr Göttergatte im Hintergrund wie in Trance den ganzen Text mit stummen Lippenbewegungen mitsabbelte.
Herr und Frau Kröger machen das ebenso. Sie sitzen da, bestellen die Beerdigung für die ganz alte Frau Kröger und er führt das Wort. Seine Frau hängt an seinen Lippen und bewegt zu seinen Worten absolut synchron die Lippen.
Sowas müßte man eigentlich aufzeichnen, auf Video versteht sich, und dann mal schauen, ob seine Worte wirklich auf ihre Lippen passen.
Apr
10
Unendliche Dankbarkeit
Apr
10
Arm
Frau Boll hat einen kurzen Namen und so kurz wie ihr Name, so kurz ist auch ihre Geschichte. Dennoch hat mich diese kurze Episode sehr bewegt und sehr nachdenklich gemacht.
Ihr Mann ist lange schon tot und Frau Boll gehört zu jenen Kundinnen, die immer mal wieder beim Bestatter reinschauen. Solche Kunden haben wir einige und ich führe das darauf zurück, daß meine Mädels vorne sehr freundlich sind und den alten Damen und Herren gerne auch einen Kaffee oder ein Glas Wasser anbieten.
Unser Haus liegt so schön günstig auf halbem Weg zwischen Hauptstraße und Friedhof.
Frau Boll kam gerade vom Friedhof zurück und kehrte bei uns ein. Angeblich wollte sie nur mal nachfragen, wie lange denn das Grab noch läuft, aber in Wirklichkeit weiß sie das ganz genau.
Dann sah sie mich und freute sich, daß ich ihr einige Minuten meiner Zeit schenkte. Ihr Sohn habe sich seit drei Jahren nicht mehr gemeldet und die Geranien waren letztes Jahr auch nicht so schön, hoffentlich werden die dieses Jahr was.
Ich weiß nicht warum, aber als sie sich von mir ganz besonders herzlich verabschiedete, nahm ich sie einfach mal kurz in den Arm und drückte sie. Sowas mache ich normalerweise nicht, aber mir war danach.
Apr
10
Der Goldfisch -V-
Da sitzt man dann da als Bestatter und ich gebe zu, daß mir vor Erstaunen der Mund eine Sekunde lang offenstand. Nun weiß ich aus Erfahrung, daß eine solche Anschuldigung oft ausgesprochen wird, meist vorschnell und meist ohne Grundlage. Jeder ist traurig über den Verlust und manch einer sucht die Schuld an diesem Verlust bei irgendeinem Familienmitglied. Da streiten sich die Angehörigen auch schon mal handgreiflich über die Frage, ob nun die eine Tochter den Vater gut genug gepflegt habe, wo er doch bei der anderen Tochter viel besser untergebracht gewesen wäre. Die Wörter Erbschleicherei und Entsorgung hört man da besonders oft.
Es ist aber an diesen Vorwürfen so gut wie nie etwas dran.
Apr
10
Lange Frage, kurze Antwort
Hallo Tom,ich musste dich aus meinem Feed entfernen, weil ich zu lange Zeit verbringe deine gut ung vor allem lustig erzählten Geschichten zu lesen. Ich habe einfach viel zu tun, und muss Prioritäten setzten.
Nichts desto trotz interessiert mich deine Rubrik "Frag den Bestatter".
Leider kann ich den Feed nur für solche Beiträge, die mir echtes Wissen vermitteln nicht per RSS abonnieren.Könntest du die Technik mal fragen dass der mal einen Feed schaffen soll dafür.
Für altmodische Websites die keine Feeds benutzen habe ich das Addon für Firefox "Updatescanner". Das ist mir seit Jahren ein nützliches Tool. Es Scannt die Seite 1x Tag und markiert allws gelb wenn sich was geändert hat.
Leider gibt es aber seiten wie auch deine die links oder rechts die Menüleiste haben. Da verändert sich täglich was. z.B. "neue Beiträge" oder "neue Kommentare".
Wie du dir vorstellen kannst musste ich die Rubrik auch rausschmeißen weil ich ständig auf "Frag den Bestatter" musste obwahl kein neuer Betrag eingefügt wurde.
Ich habe nun die einzige Chance, dich persönlich darum zu Bitten ob du es einrichten kannst dien Rubriken einzelnd als Feed zugänglich zu machen.
Würde mich gerne durch deine kompetenten Antworten weiterbilden. Aber so ist es nur eine reine qual, Geschichten von Wissenswertes zu filten.
Dir weiterhin viel erfolg!
http://bestatterweblog.de/feeds/categories/7-Frag-den-Bestatter.rss

Apr
10
Alice Miller gestorben
Die Psychologin Alice Miller ist gestorben.http://www.tagesschau.de/kultur/nachrufmiller100.html
Liebe Grüße
Carmen
Apr
10
Migranten, Ossis und Behinderte -II-
Tags: Tags: migrationszauber, Migrantinnen, Migranten, Migrant, einstellungen, einstellen, arbeitgeber, integration, Zaubertricks, Migration
Apr
10
Migranten, Ossis und Behinderte -I-
Da hat also nun ein Arbeitgeber eine Kandidatin für eine freie Stelle aussortiert. Die Gründe dafür sind uns unbekannt, vielleicht hatte sie nicht die notwendige Qualifikation, vielleicht gab es einfach Dutzende anderer und besserer Bewerber, keiner weiß das ganz genau.
Schlagzeilen hat das Ganze aber deshalb gemacht, weil irgendwer in der Firmenleitung nicht nur ein gelbes Klebezettelchen mit seiner Einschätzung der Bewerbung angebracht (und wieder entfernt) hat, sondern auf die (dann auch noch so zurückgeschickten) Bewerbungsunterlagen - Ossi draufgeschrieben hat.
Ein Gericht mußte dann klären, ob "Ossis" eine eigene "Ethnie" sind, so ein Blödsinn.
Ob nun Ausländer oder nicht, es muß jedem Arbeitgeber doch innerhalb gewisser Grenzen freigestellt sein, ob und wen er einstellt. Aber wie blöd muß man sein, wenn man dann so einen "Kommentar" wie - Ossi auf den zurückgesandten Bewerbungsunterlagen hinterlässt?
Apr
10
Wie aus Frankfurt Stuttgart wurde
"Wir haben immer alles aus Eiche gehabt, immer aus Eiche."
"Der hier wäre zum Beispiel aus Eiche, stabil, sehr schön verziert und auch vom Preis her durchaus annehmbar."
"Muß aber Eiche sein, mein Mann und ich hatten immer alles aus Eiche."
"Der ist aus Eiche."
"Wir waren ja nie bei IKEA, da gibt es ja Eiche nur aufgeklebt aus Plastik."
"Wie schon gesagt, der hier ist aus Eiche, der hier drüben auch."
Apr
10
Probeliegen im Sarg
Hallo Tom!Am 8. Mai kann man bei der Bestattung Wien im Rahmen der "langen Nacht der Wiener Stadtwerke" Sargprobeliegen.
Das wird sicher den einen oder anderen deiner Leser interessieren.
lg
Michael
Apr
10
Sonntagsgruß
Früher begannen Fernsehsendungen im deutschen Fernsehen oft mit dem Gruß an die Zuschauer im deutschsprachigen Ausland und an die Brüder und Schwestern in der DDR.
Ohne besonderen Anlass möchte ich heute auch mal einen ganz lieben Gruß an die Leser in Österreich und der Schweiz senden, die dem Bestatterweblog so fein die Treue halten. Gegrüßt seien natürlich auch die ganzen anderen Ausländer, die sich hin und wieder per Mail "outen", es gibt da Leser in Australien, Neuseeland, USA, Kanada und auf den Malediven.
Apr
10
Biedermeier mit Traube
Ich bin ja eher ein unkonventioneller Mensch. Ich nenne das unkonventionell und meine, das sei meinem Status als Intellektuellem und Anhänger der Bohème und der Hedonik geschuldet, während meine Frau meint, ich sei überwiegend peinlich...
Gut, das wiederum ist den stets unterschiedlichen Sichtweisen von Mann und Frau geschuldet und ich nehme ihre Argumente nicht wirklich ernst.
Erkennen kann man meine etwas andersartige Einstellung zum Beispiel daran, daß ich mich eher unkonventionell, ja nahezu anarchistisch, so sieht es zumindest meine Frau, kleide.
Ich trage zumeist Bikerboots, Cowboystiefel oder mit großer Vorliebe auf Hochglanz geputzte schwarze Arbeitsschuhe. Was anderes als Jeans kommt mir in 90% der Fälle gar nicht an die Beine und da es die wenigsten Hersteller von Oberhemden schaffen, diese lang genug zu machen, trage ich überwiegend T-Shirts oder kurzärmelige Hemden, die ich nicht in die Hose stecke.
Apr
10
Der Goldfisch -IV-
Nach seinem durchaus divenhaften Auftritt bei uns, war Herr Bauer, der Chef des Autohauses, zu mir ins Büro gekommen und wollte nun "alles mal fix selbst in die Hand nehmen".
Hugo Bauer stelle man sich vor als Mann von beinahe 70 Jahren, der aussieht wie ein 50er, kräftiges, gut geschnittenes graumeliertes Haar hat und in einem maßgeschneiderten dunkelblauen Anzug steckt. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Robert Redford und wenn er einen aus seinen strahlend blauen Augen anschaut und seine makellosen weißen Zähne blitzen läßt, dann hat der großgewachsene, schlanke Mann durchaus einen gewinnenden Charme.
Höflich ist er, Benehmen hat er, aber seine Sprache ist geprägt vom derben Dialekt der hiesigen Gegend.
Geld scheint für ihn keine Rolle zu spielen und als es um eine Frage ging, der behördliche Bestimmungen im Wege standen, zückte er sein winzige Handy, klappte es auf und telefonierte mal eben mit dem Oberbürgermeister persönlich, duzte ihn jovial und keine 30 Sekunden später war das möglich, was vorher noch verboten war.
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
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Kommentare
1:10 Uhr und noch keine Fort.
Genau, wenn die jetzt noch'n.
Genau, immer der Leiche mit .
Habe jetzt gerade alle Teile.
@rudibee: nein. weils unhygi.
Super, das es mit einer so s.
Hey, was soll das, mich zu w.
-Carlos Gastropoda in die Ru.