Jun
10
Im schönsten Wiesengrunde
Es gibt andere Versionen bei JuTjub, auch schönere, aber die von Ronny versteht man, im Gegensatz zum Geknödel mancher Gesangsvereine, wenigstens.
Jun
10
Leichenschmaus, mal wieder
Konni, treuer Leser des Bestatterweblogs und seines Zeichens Gastwirt, hat zu MacKabers Beerdigung angemerkt:
Hallo Tom,danke für den bewegenden Bericht über Wurzels/McKabers Beerdigung.
Ich weiß ja nicht, wie das anderswo ist, hier in der Gegend ist es Brauch, die bei der Trauerfeier anwesenden zu Kaffee & Kuchen im Wirtshaus einzuladen. Oft auch zu mehr ("Schnitzel"), wenn die Leute von weither kommen und erst spät wieder zu Hause sind.
Hier hatte ich oft Gelegenheit, die Leute zu beobachten, wenn sie bei mir waren. Was mir auffiel, dass nach einer gewissen Zeit der Ruhe und der Traurigkeit langsam wieder Leben in die Leute kommt. Nicht selten werden am Schluss sogar Witze gemacht und die Leute gehen fröhlich wieder auseinander (manche katholische Beerdigung ist lustiger als eine evangelische Hochzeit SCNR).
So langsam denke ich, genau dafür ist die Feier gut. Die Menschen sollen ihren Blick von der Vergangenheit lösen und wieder nach vorne blicken.
Wenn ich dazu einen Teil beitragen kann, ist das gut.
Viele Grüße,
Konni
Man tippe nur einmal das Wort "Leichenschmaus" in das Suchfeld rechts in der Seitenleiste ein, dann sieht man, daß ich schon viel zu diesem Thema geschrieben habe.
Jun
10
Beerdigung und Trauerfeier
Zwanzig bis dreißig Leute sitzen in der Trauerhalle, davon sind acht eng miteinander verwandt, vier bis sechs nur weitläufig. Weitere sechs Personen sind Nachbarn und Bekannte, drei kannten den Verstorbenen gar nicht, der Rest sind Leute die sich untereinander nicht kennen aber unbedingt dabei sein wollten.
Der Pfarrer müht sich redlich, kann aber nicht verhehlen, daß er den Verstorbenen und die Familie gar nicht kannte.
Der Organist spielt bemüht aber jämmerlich. Alles dauert 20 Minuten, dann ist es vorbei.
Eine Trauerfeier wie hundert andere. 08/15.
Ja und dann kommt man zu MacKabers Bestattung und alles ist irgendwie anders.
Jun
10
Beerdigung und Trauerfeier II



Eindrücke von MacKabers Trauerfeier. Ich hab nur ganz schnell mal von ganz hinten, bevor ich meinen Platz einnahm, im Gehen ein Foto gemacht, damit Ihr auch einen Eindruck bekommt.
Das erste Foto zeigt eine Bank auf dem Friedhof in MacKabers Heimatort. Ich glaube, der Spruch hat ihm besonders gut gefallen.
Er kann quasi von seinem Grab dahin gucken.
Morgen schreibe ich einen ausführlichen Bericht.
Jun
10
Trauerfeier und Beerdigung
Heute um 14 Uhr findet die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung von MacKaber statt.
Ich werde mich nachher ins Auto setzen und in den Nordschwarzwald fahren um daran teilzunehmen.
Jun
10
Nicolas Hayek verstorben
Nicolas Hayek ist gestorben. Der Unternehmer war in erster Linie als Mr. Swatch und Vordenker des "smart" bekannt.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/nicolas_hayek_gestorben_1.6295987.html
Gefunden von ganz vielen. Danke.
Jun
10
Leichenanhänger bei Ebay
Sascha hat bei Ibäy einen Anhänger aus dem Jahr 1964 gefunden, der zum Transport von Leichen verwendet wurde.
Hier geht es zum entsprechenden Artikel (Stand 28.06.2010, bitte in zwei Jahren nicht mehr schreiben, daß der Link nicht mehr geht, mal vorbeugend dazugesagt.)
Bis vor etlichen Jahren waren solche Bestattungsanhänger noch sehr viel weiter verbreitet. Heute findet man sie noch vereinzelt in ländlichen Gegenden oder als Not- und Ersatztransportmöglichkeit.
Früher wurde der Bestatterberuf oft von Schreinern und Möbelhändlern im Zweitberuf miterledigt und die Anschaffung eines eigenen Bestattungswagens war entweder zu teuer oder nicht lohnenswert. Da waren solche Anhänger, von denen es auch edle Prunkversionen mit goldfarbener Palmenlackierung und Panoramafenstern gab, durchaus eine Alternative. So konnte der Privat-PKW schnell zum Leichentransport aufgerüstet werden.
Jun
10
Ohne weitere Worte
Lieber Tom,
liebe Bestatterweblog-Gemeinde
Ich schreibe euch heute im Namen meiner Familie.
Wissend, dass mein Vater sehr rege in diesem Forum unterwegs war, haben wir uns eigentlich nie Gedanken darüber gemacht, wie wichtig es für ihn war und was für eine Rolle für ihn dieses Forum spielte. Leider kam die Erkenntnis zu spät, wie vieles im Leben.
Wir waren alle sehr ergriffen von Tom`s Beitrag. Du hast ihn mehr als treffend beschrieben. Mein Vater handelte immer mit Herz, Hirn, Verstand und mit einer riesengroßen Portion Humor. Er konnte einem unermüdlich die Welt erklären und wusste meistens die Antworten auf alle Fragen. Wenn er einmal keine Antwort wusste, dann suchte er solange danach, bis er die Frage beantworten konnte.
Er hatte immer zuerst nach anderen gesehen, bevor er auf sich selbst achtete.
Ich kann mich noch erinnern, als er vor knapp drei Jahren einen schweren Herzinfarkt erlitt und mir versprach, ab heute trete ich kürzer.
Es dauerte nur sehr kurze Zeit an und er war bald wieder in seinem alten Fahrwasser. Wer Hilfe brauchte, bekam sie ohne wenn und aber. Selbst wenn er auf dem Zahnfleisch daher kam. Ich glaube, sein Tag hatte stets 48 Stunden, denn anders war das oft nicht zu schaffen.
Sein Leben war stets geprägt vom Helferdasein.
Ob hauptberuflich beim Roten Kreuz als Sani in den 70er Jahren oder dann in den 80er Jahren als ehrenamtlicher Sani bei den Johannitern. In den 90er Jahren war er weiter ehrenamtlich als KTW-Fahrer, Ausbilder und Sani tätig und gründete mit anderen zusammen 1996 das Kriseninterventionsteam in Stuttgart, bei dem er noch bis ende 2009 ehrenamtlich tätig war. Hauptberuflich, wie sollte es anders sein, war er Betriebssanitäter in einem großen Stuttgarter Unternehmen.
MacKaber hinterläßt nicht nur in eurer Gemeinde eine große Lücke, die sich nicht mehr schließen läßt.
Bei mir und meiner Familie stehen zur Zeit noch immer die Uhren still und es herrscht Fassungslosigkeit über das geschehene, das für uns alle doch gar nicht so vorrauszusehen war oder er es uns vielleicht auch nicht zeigen wollte.
Mein Vater hatte jedoch vorgesorgt, für den Fall der Fälle.
Zwei ganz liebe Menschen holten mich ab, brachten mich zu ihm und kümmerten sich wunderbar um mich und meine Familie, die von überall her abgeholt wurde. Die beiden und viele andere stehen uns noch immer bei und wir können sie jederzeit anrufen und sie stehen uns mit Rat und Tat zur Seite.
!!!!!!!!! Danke Timo, Tobi, Andi, Moni und allen anderen !!!!!!!!!
Sehr bewegt haben mich und meine Familie die vielen Kommentare und Beileidsbekundungen in diesem Forum. Wir waren sehr gerührt und ergriffen von dieser großen Anzahl und den Worten.
Danke Tom und allen Schreibern !!!
Ein kleiner, ganz großer Mann ist nun auf eine weite Reise aufgebrochen und ich bin Stolz, sein Sohn sein zu dürfen.
Papa, ich wünsche dir alles Gute, eines Tages werden wir uns wieder sehen.
Danke an alle,
Timo mit Familie
Ps: Falls du meinen Brief im Forum veröffentlichen möchtest, haben wir nichts dagegen.
Jun
10
Grabsteine als Baumaterial weiterverwendet
Jun
10
Knöllchen am Bestattungswagen
Aufregung in Thüringen! Da hat doch tatsächlich ein übereifriger Ordnungswächter einem Bestattungswagen, der gerade zur Abholung eines Verstorbenen bereit stand, einen Strafzettel verpasst.
Nun ja...
Sowas ist natürlich doof und so etwas machen die Leute vom Ordnungsamt normalerweise nicht. Zwar haben Bestattungsfahrzeuge keine Sonderrechte, aber allgemein respektiert man doch, daß sie nicht zum Spaß oder aus Bequemlichkeit mal in zweiter Reihe stehen oder auf einem Gehweg abgestellt werden.
Aber so etwas passiert immer mal wieder, das ist weder eine Sensation, noch großartig pietätlos, sondern einfach nur unnötig.
"Diese Schärfe der Ordnungshüter stieß bei den Ratsmitgliedern und Ortsteilbürgermeister auf Empörung. Man wahr fassungslos."
"(Man) habe dem betroffenen Bestattungsunternehmen empfohlen, eine Außnahmegenehmigung zu beantragen, so wie sie beispielsweise Pflegedienste und Baufahrzeuge nutzten, um unter anderem im eingeschränkten Halteverbot zu stehen oder auf Parkplätzen keine Gebühr zu bezahlen. Das ist natürlich nicht für umsonst."
gefunden von Maik
Jun
10
Public Viewing 2010
Schon vor zwei Jahren schrieb ich über "public viewing".
Jetzt ist ja wieder Fußball-WM und allerorten wird erneut von public-viewing gesprochen und nicht nur zum gemeinsamen Fußballgucken treffen sich die Leute in Scharen an öffentlichen Guckstellen zum "öffentlichen Schauen", also zum public viewing. Lena Meier-Waldschrat durfte uns in Oslo zum Sieg singen, während hier in der Heimat Tausende vor Großbilschirmen public viewten.
Jun
10
Statistik
MacKaber hat übrigens 3298 Kommentare im Bestatterweblog geschrieben. Das entspricht grob 3 Kommentaren pro Tag. Aber nicht die Menge macht's, sondern seine unnachahmliche Hintergründigkeit. Ich habe ihn beim Lesen manchmal direkt vor mir gesehen, wie ihm der Schalk im Nacken saß und der Witz aus den Augen blitzte.
Jun
10
Hut
Ich kenne MacKabers Familie nicht näher, aber ich glaube es ist in solchen Fällen üblich, daß man einen Hut herumgehen läßt und für einen Kranz sammelt.
Einen Hut haben wir hier nicht und ich weiß auch nicht, ob die wirklich einen Kranz benötigen.
Deshalb bitte ich einfach um einen Betrag für MacKaber, den ich in unser aller Namen der Familie zur Verfügung stellen werde. Vielleicht brauchen die noch was für den Grabstein oder die Bestattung oder einfach so.
Wer was in den "Hut" werfen möchte, mag bitte den PayPal-Button unten rechts benutzen und das Stichwort "MacKaber" angeben. Man kann PayPal auch nutzen, ohne dort angemeldet zu sein. Wer das trotzdem nicht möchte, kann sich per Mail an undertaker@bestatterweblog.de wegen einer alternativen Bankverbindung melden.
Ich lege 50 Euro in den Hut und werde die Liste der Einzahlungen hinterher offenlegen.
Jun
10
Ich bin da, Heinz
Unter dem Titel "Ich bin da Heinz" nimmt sich die Süddeutsche dem Thema Sterbehilfe an.
Lesenswert.
Gefunden von Tante Jay.
Jun
10
So Tage
"Hier stehen überall die Uhren still." Das sagte gestern Nacht der Freund und Nachbar von MacKaber und meinte damit, daß in der ganzen Nachbarschaft Entsetzen und Betroffenheit herrschte.
Wir haben uns dann erzählt, wie jeder von uns MacKaber erlebt hatte und haben dann das Gespräch beendet, weil jeder von uns eine kleine Runde heulen mußte. Ich habe kaum ein Auge zu gemacht und bin heute dementsprechend mies unterwegs.
Es gibt so Tage...
Hier keine Kommentare möglich, bitte kommentiert weiter unten beim Hauptartikel.
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
Administration Tiggerswelt auf Servern von MANITU
Powered by Europa-Host.
Anmelden
Template Version: Emperor 2.0 -9/11-Release


ältere Beiträge

Kommentare
Die Erholung sei dir von Her.
Zwei Wochen Norwegen gönne .
Boah, immer wenn man denkt, .
Kabäääääääämmm nee.
schön geschrieben, dieses: .
Von "intravenös" ist in der.
Hihi, der war gut... und Nor.
Ja, und ??? Dann hat der alt.