Mai
11
Herr Westfal -II-
Der neue, kleine Fotoverein entwickelte sich prächtig und etliche Jahre hatten wir gemeinsam sehr viel Freude am Hobby. Ein fester Kern an ernsthaft Interessierten war nach der ersten Versammlung geblieben, manchmal schied einer aus, aber es kam auch immer ein Neuer nach. Unterm Strich wuchs der Verein sogar von Jahr zu Jahr.
Nach einigen Jahren, ich bin kein Typ, der so etwas sein Leben lang machen will, schied ich aus dem aktiven Vereinsleben aus. Der Verein hatte inzwischen eine Satzung, eine Registereintragung und den Status der Gemeinnützigkeit erhalten.
Die Westfals verlor ich damals aus den Augen, mit anderen bin ich auch heute noch gut befreundet.
Mai
11
Schimmel -II-
Früher hat man den Schimmel von Lebensmitteln einfach weggeschnitten und die Sachen trotzdem noch gegessen. Heute weiß man das besser und geht mit Schimmel und Sporen vorsichtiger um.
In der Filiale 2 hängen immer noch die Tapeten herunter und es sind einige Tage vergangen; vom versprochenen Malermeister Plotzmann fehlt jede Spur.
Der Hausbesitzer hat ihn wohl einmal angerufen, ansonsten überlässt er mir den ganzen Rest. Ich darf mich also nun darum kümmern, daß Plotzmann auch kommt und was macht. Bloß, der kommt nicht.
Ja ja, gleich morgen früh käme er vorbei, noch bevor er auf die Baustelle fährt...
Mai
11
Schimmel -I-
Schon vor Jahren hatte ich darüber berichtet, daß wir in einer unserer Filialen einen Wasserschaden hatten.
Das war 2007, ist also schon eine Weile her.
Etwa ein Jahr später begann das Drama mit dem Schimmel. Zunächst war es ein kleiner schwarzgrauer Strich an der oberen Kante der neu verklebten Tapete und je nachdem, wie das Licht darauf fiel, hätte man es auch für einen Strich schlecht verstrichenen Kleister halten können.
Mai
11
Mein Leben verfilmt auf der Beerdigung
Hi Tom,
nachdem ich zum x-ten mal eine nullachtfuffzehn Trauerfeier mit erleben musste, die dem Verstorbenen überhaupt nicht gerecht wurde, will ich die Planung der meinen selber in die Hand nehmen. Vollständig, solange ich das noch locker kann.Ich will für etwa eine Stunde oder auch länger - falls das dramaturgisch und mengenmässig sein muss - mein Leben für die Trauergemeinde Revue passieren lassen. In Bild und Ton, ich als Erzähler, von mir untermalt mit der passenden Musik (Tränendrüse nur auf Ansage, claro). Alles sehr informativ/interessant und unterhaltsam gestrickt. Bild-Material habe ich genügend, ein professionelles Studio für Ton und Bild auch an der Hand.
Mich interessiert, ob jemand so etwas auch plant (Ideen-Austausch) oder schon gesehen hat - und wie es auf einen wirkte.
Das kann als Idee ja nicht neu sein.Bitte frag mal im Blog.
Danke & Gruß,
-
Das ist sicherlich eine sehr gute Idee. Neu ist sie allerdings nicht, so etwas gab es schon vor ielen Jahrzehnten als Dia-Schau mit Stimme vom Spulentonband, später dann als zappelige Super-8-Filmvorführung und zu Zeiten der Beta- und VHS-Camcorder hatten wir fast einen Boom mit solchen Vorführungen.
Mai
11
Anonyme Urne, Umbettung verweigert
Hallo, wir sind verzweifelt. Bei der Beerdigung meines Opas hat uns der Bestatter gesagt man könnte die Urne aus einem Gemeinschaftsurenfeld umbetten. Dies wurde jetzt mit Hinweis auf §33 Abs. 3 Brandenburgisches Bestattungsgesetz abgelehnt. Gibt es Ausnahmen, hat jemand einen Tip?
Offensichtlich wurdet Ihr vom Bestatter falsch beraten oder es wurde seinerzeit etwas falsch verstanden, egal jetzt von wem.
Im Normalfall bedeutet die Beisetzung in einem Gemeinschaftsurnenfeld, daß ohne Beisein der Angehörigen die Urnen mehrerer Verstorbener an einem nicht bekannten Termin an einer nicht näher bezeichneten Stelle beigesetzt werden.
Mai
11
Einstreu im Sarg
Hallo grüss dich,mir ist heute aufgefallen das ein Bestatter aus dem Dorf zum ersten mal dieses Jahres Einstreumittel für einen Sarg verwendet hat, da der verstorbene 7 Tage in der Leichehalle aufgebahrt wurde und vorher eine Pampers getragen hatte.
Nun wollte ich dich mal fragen da du dich ja auskennst, warum man das Einstreumitel nicht immer in den Sarg macht sondern nur wenn der Verstorbene z.b Inkontinent war.
Und warum verlieren überhaupt manche Verstorbene Flüssigkeit und manche nicht?
Mit freundlichen Grüssen
M
Der Sarg muß eine feste Beschaffenheit haben, verrotten können und so dicht sein, daß keine Flüssigkeiten austreten können.
Insbesondere den letzten Punkt erreicht man durch das Einlegen der verschiedensten Materialien.
Mai
11
Jeff Conaway verstorben
Mai
11
Das Dorf in Aremorica
Wenn man von unserer Stadt in eine der benachbarten Städte fährt, so hat man die Wahl auf der schnellen Autobahn zwischen 70 Lastwagen und meterhohen Schallschutzwänden dahin zu brausen oder aber man fährt über die Dörfer und genießt den Blick über die weite Ebene mit ihren Feldern, Gärten und Ortschaften bis hin zum Mittelgebirge im Westen mit seinen Weinbergen, Burgen und Wäldern.
Wann immer es meine Zeit erlaubt, nehme ich die Strecke über die Dörfer, ich bin ja ein Freund der Landschaft, Gegend und Natur.
"Du? Ein Landschaftsfreund? Seit wann das denn?" moniert die allerliebste Gattin, guckt auf meinen Bauch und behauptet ebenso kühn, wie keck und frech: "Du willst doch bloß beim 'Gasthof am Weiher' vorbei, weil da Ottmar Schlonz so gute Sachen kocht."
Mai
11
Bestatterweblog an Pietät Eichenlaub verkauft
Liebe Leserinnen und Leser,
bei einer Summe von knapp 600.000 Euro konnte ich nicht länger Nein sagen und habe das Bestatterweblog an die amerikanische Muttergesellschaft der deutschen Pietät Eichenlaub, die Glaabnet Jed. ENSCH Eis Inc. Ltd. in Wallawalla/Washington verkauft.
Ab sofort schreibt hier...
Mai
11
Das Licht des Vollmondes
Es war schon sehr spät, als es klingelte. Es war sogar schon so spät, daß selbst der dienstbeflissenste Bestatter entnervt auf die Uhr schaut und nur kopfschüttelnd die Treppe hinuntersteigt, um nachzusehen, wer da so spät noch Einlass begehrt. So war das auch bei mir und mir ging noch durch den Kopf, daß ich nun zum wievielten Male das Ende dieses Krimis nicht sehen konnte.
Ein Druck auf den Schalter neben der Tür und schon war der Eingangsbereich mit der breiten Treppe und den beiden Säulen in helles Licht getaucht. Durch das kleine Fenster in der schweren Eichentür sah ich einen Mann, der gerade wieder auf den Klingelknopf drücken wollte. Um ihm zuvor zu kommen, öffnete ich schnell die Tür, sagte nichts und schaute ihn nur fragend an.
Mai
11
Barbara Stuart verstorben
Bereits am vergangenen Sonntag ist die amerikanische Schauspielerin Barbara Stuart verstorben.
berichtet von "Sonne"
Mai
11
Herr Westfal -I-
Herrn und Frau Westfal kenne ich vom Fotoverein. Als ich mir vor einigen Jahren, als man so gerade eben noch analog, also mit Papier und Chemikalien, fotografierte, eine neue Kamera gekauft und mir eine Dunkelkammer eingerichtet hatte, war ich auf der Suche nach ein paar Gleichgesinnten.
Es macht doch bestimmt mehr Spaß, wenn man ein paar Leute kennt, mit denen man über Kamera und Ausrüstung sprechen kann und mit denen man eventuell gemeinsam auf Fototour gehen könnte, hatte ich gedacht.
Tatsächlich gibt es auch die "Fotografische Gesellschaft von 1932 e.V." in unserer Stadt. Also ging ich da mal hin und saß dann da in einem Raum der alten Brotfabrik, die damals neuerdings zimmerweise an alle möglichen Kulturinitiativen vergeben worden war.
Mai
11
Die Beule der Birnbaumer-Nüsselschweif -IV-
Gegen das Tragen eines Gewandes, das in ähnlicher Form auch von Priestern anerkannter Religionsgemeinschaften getragen wird, sei nun erst einmal gar nichts einzuwenden, hieß es von offizieller Seite. Außerdem gab man sich in allen Belangen ziemlich einsilbig, denn man wollte nun wirklich keiner Religionsgemeinschaft -und sei sie noch so apokryph und neu- in irgendeiner Weise Schwierigkeiten bereiten.
Das sei ein ganz empfindlicher Bereich und das brauche deshalb alles seine Zeit.
Es dauerte dann aber nicht mehr lange und als erstes Anzeichen, daß sich in der Angelegenheit doch etwas bewegte, konnte man sehen, daß die staubige Urne und das vom Sonnenlicht zerschlissene Totenhemd aus der Auslage des "Bestattungs-Feuerlöscher-Services" verschwunden waren.
Wenig später erzählte mir mein Pietätwaren-Großhändler, der immer für den neuesten Tratsch aus der Branche gut ist, daß Herr Beule sich in die neuen Bundesländer abgesetzt habe.
Angeblich lebe er dort in klösterlicher Zurückgezogenheit.
Mai
11
Die Beule der Birnbaumer-Nüsselschweif -III-
An genau dieser Stelle kommt die Birnbaumer-Nüsselschweif ins Spiel, denn tatsächlich kam es zu diesem Fall:
Wir werden vom Altersheim "Maria selige Mutter" angerufen und darüber informiert, daß "unsere" Frau Kösters verstorben sei. Der Arzt sei schon unterwegs und so könnten wir uns in einer guten halben Stunde auf den Weg machen, um die Frau abzuholen.
Manni, unser Fahrdienst- und Werkstattleiter, und Sandy, unsere Allroundkraft, machen sich also zu nächtlicher Zeit an ihrem jeweiligen Wohnort auf den Weg, treffen sich in der Firma und richten den Bestattungswagen.
Da erreicht uns ein weiterer Anruf von "Maria selige Mutter" und es heißt, das mit der Frau Kösters habe sich erledigt, die sei schon von der "David Mildenhilfe" abgeholt worden.
Mai
11
Die Beule der Birnbaumer-Nüsselschweif -II-
Aber wie das eben so ist, wenn da einer die anderen immer ärgert, schauen die dann auch sehr genau hin, ob sie dem Ärgerer nicht was am Zeug flicken können.
Und so kam es, daß nach immerhin zwei Jahren des milden Treibens dem Beulenprediger eine Abmahnung eines Bestatterverbandes ins Haus flatterte. Er würde in seiner Werbung Behauptungen aufstellen, die er dann nicht erfülle, wurde ihm vorgeworfen.
So würde er in kleinen Zeitungsanzeigen behaupten, durch eine Mitgliedschaft in der Mildenhilfe habe man Anspruch auf eine kostenlose Bestattung. Ganz so kostenlos sei die aber nicht, denn schließlich zahle jedes Mitglied im Jahr rund 240 Euro ein und so komme der Mitgliedsbeitrag quasi einer Bezahlung der Bestattung gleich.
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
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Kommentare
1:10 Uhr und noch keine Fort.
Genau, wenn die jetzt noch'n.
Genau, immer der Leiche mit .
Habe jetzt gerade alle Teile.
@rudibee: nein. weils unhygi.
Super, das es mit einer so s.
Hey, was soll das, mich zu w.
-Carlos Gastropoda in die Ru.