Auch Du könntest daran sterben!

Tausende Patienten sterben jedes Jahr, weil sie sich im Krankenhaus mit multiresistenten Keimen anstecken.
Das sind Bakterien, die gegen nahezu alle herkömmlichen Antibiotika resistent sind. Diese Mittel wirken dann nicht mehr.
Die Ärzte müssen dann einen großen Aufwand treiben und beginnen einen Wettlauf mit dem Tod. Oft genug verlieren sie ihn.
Grund dafür ist der in der Vergangenheit gedankenlose Umgang mit Antibiotika, die übertriebene Einnahme selbst bei nicht von Bakterien verursachten Erkrankungen und die Belastung unserer Lebensmittel mit großzügigen Antibiotika-Gaben seitens der Landwirte.
Ein weiteres Problem liegt in der Krankenhaushygiene.

Dazu habe ich einen Film gemacht, der weiter unten zu sehen ist.

„In Deutschland bekannt wurden sie auch durch den Fernseh-Dokumentarfilm „Tatort Krankenhaus“ von Tilman Wolff. Darin wurde 2008 verdeutlicht, dass in deutschen Krankenhäusern jährlich bei etwa 160.000 Menschen eine MRSA-Besiedelung festgestellt wird und dass es im Klinikalltag vielfach an elementaren Hygienemaßnahmen wie Händewaschen mangelt.
Neben diesen typischen Krankenhaus-assoziierten MRSA werden seit einigen Jahren auch MRSA beschrieben, die Personen außerhalb von Einrichtungen des Gesundheitswesens besiedeln, sogenannte community acquired (dt. ambulant erworbenene) MRSA.
Eine dritte Gruppe stellen die Nutztierassoziierten (livestock associated) MRSA dar, die bei praktisch allen Nutztierarten gefunden werden können, insbesondere aber bei Schweinen, Mast-Kälbern und Mast-Puten. Diese Stämme besiedeln nicht nur die Tiere, sondern häufig auch die Personen, welche die Tiere betreuen. Im Rahmen der Schlachtung können die Bakterien auch auf das betreffende Fleisch übertragen werden. Dies wird insbesondere beim Geflügelfleisch (Hähnchen- und Putenfleisch) häufig beobachtet. Allerdings scheint dieser Umstand nicht zur Verbreitung von LA-MRSA in der Bevölkerung beizutragen. 2011 wurden in einer Studie in den USA in Geflügelfleisch Erreger nachgewiesen, die gegen neun Antibiotika resistent sind. Quelle: Wikipedia MRSA“

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  • Veröffentlicht am: 18. November 2016
  • 6 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Fundstücke

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

6 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Auch in der Veterinärmedizin wird dieser Keim immer mehr zum Problem!

  2. Und im Schatten der robusten Bazillen sind die Pilze ebenfalls auf dem Vormarsch…
    http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/pilzerkrankungen-werden-oft-zu-spaet-erkannt-14503731.html

  3. „Grund dafür ist der in der Vergangenheit gedankenlose Umgang mit Antibiotika“
    In der Vergangenheit?
    Ich glaube nicht, daß sich da viel geändert hat. Amerikaner nehmen bekanntlich gerne mal Antibiotika, einfach so, kann ja nicht schaden. Auch deutsche Ärzte verschreiben immer noch zu häufig Antibiotika bei vitalen Erkrankungen, mit der Ausrede, es könne ja auch was Bakterielles beteiligt sein.
    Und die Patient/innen sind auch nicht unbedingt kompetenter als früher – gerade bei skeptischen Patienten mit Vorbehalten gegen „Chemie“ werden Antibiotika (wie auch andere Medikamente) gerne mal abgesetzt, wenn die ersten Anzeichen einer Besserung auftreten, statt sie so lange zu nehmen, wie vom Arzt verordnet. Auch das ist der Bildung von Resistenzen förderlich, weil dann flapsig gesprochen angeschlagene Bakterien nicht abgetötet werden, aber aus dem AB-Angriff gelernt haben.

  4. Es geht doch nichts über das gute alte Immunsystem, um dem Viechzeug Herr zu werden!

  5. Vor einigen Tagen in Callies Ernährungstips im Radio (Rainer Calmund-Persiflage):
    „…und wenn gar nichts anderes mehr hilft, braucht ihr Antibiotika und viel heiße Flüssigkeit.
    Am besten ’ne schöne Hühnerbrühe, da ist beides drin…“

    (Bin gerade nicht sicher, wie diese Radio-Comedy genau heißt, dürfte aber auch egal sein. ;) )

    • @twl:

      >

      Calli, von SWR3
      http://www.swr3.de/comedy/comedy-archiv/klassiker/-/id=136018/did=342748/vv=noheader/gp1=2913798/gp2=audios/1e9l2mf/index.html

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