Aus der Kirche ausgetreten

Wenn man aus der Kirche ausgetreten ist, wo kann man dann eigentlich beigesetzt werden?

Auf dem Friedhof.

Die Zeiten in denen „gottlosen Heiden“ ein Begräbnis in geweihter Erde verwehrt wurde, sind vorbei. Ein große Zahl von Bürgern sind nicht Mitglied in einer Kirche und diese Zahl dürfte durch das Hinzukommen der neuen Bundesländer eher noch größer geworden sein.

Selbstverständlich können auch diese Verstorbenen auf dem normalen Friedhof beigesetzt werden. Es gibt einige wenige Ausnahmen bei kirchlichen Friedhöfen, die ausschließlich Angehörigen einer bestimmten Glaubensrichtung oder gar Mitgliedern einer bestimmten Gemeinde offenstehen. Aber an solchen Orten gibt es entweder einen weiteren Friedhof, wo die Bestattung möglich sein sollte, oder man muß als „Externer“ einen gewissen Zuschlag zahlen.

Aber in der überwiegenden Zahl der Fälle stehen alle Friedhöfe allen Verstorbenen, auch Selbstmördern, Atheisten usw. zur Verfügung.

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  • Veröffentlicht am: 5. August 2008
  • 6 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

6 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Du schreibst, es gibt Friedhöfe, die ausschließlich Angehörigen einer bestimmten Glaubensrichtung vorbehalten sind. Gibt es auch Friedhöfe, die ausschließlich Angehörigen keiner Glaubensrichtung vorbehalten sind, also Friedhöfe ohne religiöse Symbole etc.?

  2. Ja, alles ist möglich nur das Geld muss da sein.

  3. Wie der Friedhof gemischt ist, ist mir egal, solange das Paradies bzw. der Himmel meinen Vorstellungen in Bezug auf gebratene Tauben und Jungfrauen entspricht. Deswegen bin ich ja (versicherungstechnisch betrachtet) extra nicht ausgetreten, da Heiden bekanntlich im Tiefbau zum Kohlen schippen eingeteilt werden, und dabei den ganzen Tag mit den (3.)Zähnen klappern und Heulen müssen. Oder kann man an der Pforte bei Petrus als Externer einen Zuschlag (so wie Kurtaxe) bezahlen?

  4. In dem Zusammenhang finde ich es spannend, dass den Paepsten bisher immer Geld mitgegeben wurde.

  5. wie war das eigentlich damals, im Östen? Wer war Friedhofsverwaltung, wie wurde mit religiösen Gruppen umgegangen, etc?

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