Berlin, ich komme -V-

Das nachfolgende Bild gibt nur sehr unvollkommen wieder, wie Prof. Takanita bepackt war.
Als ich einmal vortäuschte, etwas ganz Wichtiges auf meinem Hand machen zu müssen, nahm er sein Tagebuch und schrieb für seine Nichten und Neffen vermutlich auf, wie er mit dem Zeppelin geflogen ist.

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  • Veröffentlicht am: 13. März 2011
  • 21 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

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  1. @B.A.
    gönnen?
    Ich hatte vor nicht zu langer Zeit das Vergnügen, mehr als die Hälfte einer 9 stündigen Bahnfahrt in einem Abteil mit einer 4 köpfigen jungen Familie (2 Söhne ca. 3 und 4 Jahre). Dass die beiden bespasstwerden wollten versteht sich von selbst und ist auch nicht weiter tragisch. Dass sie die diversen mitgebrachten Futterberuhigungsmittel nicht komplett in ihren Mündern sondern auch sonst im Abteil verteilten, kann man auch noch hinnehmen, man muss halt aufpassen, wo man hinfasst. Allerdings meldete sich nach ca. 2 Stunden der jüngere mit einem angeblich dringenden Bedürfnis. Dieses Bedürfnis hatte ich aber schon etwa eine Stunde früher wahrgenommen, die Eltern anscheinend nicht, oder sie haben es ignoriert um Windeln zu sparen.

  2. 4 Kall: mit drei noch Windeln? Ich dachte, in dem Alter müssten die kleinen K… ah Racker eigentlich stubenrein sein…

  3. @ ein anderer Stefan: es gibt zwischenzeitlich Kinder, die mit 5 Jahren in den Kindergarten oder die Vorschule kommen und noch nicht der Windel entwöhnt sind. Ist ja so schön praktisch. Ich war völlig sprachlos, als ich das leibhaftig im Kindergarten nebenan mitbekommen habe und mir die Kindergärtnerin seufzend diesen ‚Trend‘ bestätigte.

  4. @ ElleDriver: Wie war das? „Das (göttliche, edle, hochbegabte) Kind wird irgendwann schon feststellen, dass so eine Windel doof ist. Ich, (Über-) Mutter, werde es nicht daran hindern, eigene Entscheidungen zu treffen.“ Sorry, das musste raus.

    @ Tom, als heimlicher stiller Mitleser, kenne ich deinen Hang zu Cliffhangern. Ist das hier auch einer? Oder gibt es nichts weiter dazu zu sagen?

    Sei es wie es sei: Mach weiter so, mir würde sonst was fehlen.

  5. Es gibt sogar Kinder, die hocken sich plötzlich während des Spielens mitten auf den Rasen im Park hin und pieseln, Hose wieder hoch und es wird weiter gespielt. Meine Motte wollte da nicht mehr mit dem Mädel spielen, ich fand das irgendwie verständlich. Die Mutter, Volljuristin in einer angesehen Kanzlei in Mainhattan fand das völlig normal.

    @Nudel
    Mein Kind ist göttlich, edel und hochbegabt und hat den Zeitpunkt auch selbst herausgefunden und zwar mit 2 Jahren. Ich halte nichts von der russischen Methode, die Kinder auf den Pott zu setzen und bei jeder vollen Windel Ärger zu machen. „du stinkst ja, du bist bah!“ Vielleicht kommt das auch von Supernanny, wie wäre es mit einer ganz normalen Erziehung, altbacken. Die oben geschilderten Fälle haben eine ganz andere Ursache.

  6. Ja und? Du musstest also ein neues Hemd kaufen, im Berliner Bahnhof kein Problem, da gibts alles zu kaufen.
    Dass so eine Krawattennadel so viel Freude bereiten kann, wer hätte das gedacht???

  7. 6 ElleDriver: Dazu fällt mir nix mehr ein, ich habe eben kopfschüttelnd vor Deiner Antwort gesessen.
    Ich kann nicht nachvollziehen, dass das so praktisch sein soll – die Eltern, die ich so kenne, waren eigentlich immer sehr dankbar, dass sie sich nicht mehr mit Stinkewindeln herumplagen mussten, von den Kosten mal ganz zu schweigen – Klopapier ist deutlich günstiger als Windeln. Zwei Jahre wäre so das Alter, bei dem ich Kinder für stubenrein halten würde. Klar gehts anfangs mal daneben, aber dafür gibts Waschmaschinen. (Und es komme mir keiner mit „Kinder machen so viel Dreck und Arbeit“ – dann schafft euch halt keine an. Nein, ich habe und will auch keine Kinder.)

  8. @ kall.
    Dann ärgere ich mich wohl doch lieber beim Autofahren über die anderen „unmöglichen“ Verkehrsteilnehmer.
    @ die Windel-und Erziehungsdebattenteilnehmer.
    Ich hole mal Kaffee und Kuchen (für mich). Herrlich…
    Worum ging es in Toms Artikelserie nochmal?
    B. A.

  9. Mich würde mal interessieren, wie viele der „Kinder müssen mit 3 Jahren sauber sein“-Kommentatoren selber Kinder haben. Mein Großer hat es mit 3 gelernt, als er es selber wollte. So lange ein Kind das noch nicht kontrollieren kann, nützt nämlich die beste Erziehung nix ;-)
    Und zum Thema „das ist doch viel bequemer“: Klar ist es bequem, wenn ein Kind selbst aufs Klo kann. Aber der Weg dahin ist nunmal mit nassen Höschen, Flecken im Teppich und vielen Hundert Seiten Töpfchenbuch vorlesen neben dem Klo gepflastert. Und ich kenne auch so eine traurige Familie, wo das offenbar zu viel Aufwand ist und das Kind lieber mit voller Windel und wundem Po herumrennen muss, bis es ganz alleine ohne Unterstützung der Eltern das Klogehen lernt, bin mal gespannt, ob das bis zur Einschulung klappt…

  10. Hmmm, wenn ich daran denke, daß meine Große mit vier überhaupt erst *angefangen* hat, die Toilette als Alternative in Betracht zu ziehen…
    Aber es hat nunmal keinen Sinn, Kinder auf den Topf zu zwingen. Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Wer meint, man könne das beschleunigen, der irrt leider. Meine zwei anderen Mädels waren dafür deutlich schneller in der „Urinalreifung“.
    Windeln sind übrigens nicht das Höchste der Gefühle. Ein Kind von vier Jahren zu wickeln, ist durchaus schwere Arbeit (von allen anderen Aspekten mal abgesehen). Andererseits habe ich immer sehr bedauert, wenn die Windelzeit um war und stattdessen die Zeit der nassen Hosen und schnellen Klosprints begann. Wie oft auch immer wir „vorher“ noch schnell auf dem Klo waren – die Kinder wußten genau, wann das nächste Klo definitiv außer Reichweite war. Hat natürlich auch wieder einen Vorteil: man bekommt sehr guten Einblick in die Kundenfreundlichkeit von Geschäften. Denn eins ist sicher: Kinder müssen immer *jetzt*, bis zum nächsten öffentlichen Pott schaffen sie es NIE.

    @Smilla: ehrlich, mir ist es zehnmal lieber, mein gerade trocken werdendes Kind hockt sich mitten auf den Rasen, als daß ich mit einer nassen Pipihose beglückt werde. Wobei ich gerne einräume, daß es auch hier mit zunehmendem Alter möglich sein sollte, wenigstens den nächsten Busch zu erreichen.

    Salat

  11. …@anderer Stefan: Kinder sind statistisch gesehen mit 30 Monaten körperlich reif genug, um den Harn- und Kotdrang einhalten (und einordnen) zu können, wobei der Kotdrang meist der erste ist, der klappt. Ausreißer gibt es wie immer in beide Richtungen. Ja, 30 Monate entsprich ca. 2,5 Jahren. Nein, auch wenn dein Kind mit fünf noch nicht völlig trocken ist, wird kein Kinderarzt mit einer Behandlung beginnen. Erst ab ca. 8, 9 Jahren beginnt da ein Behandlungsbedarf.

    Salat

  12. @ 11 Big Al: Ich gebe zu, ich bin da in meinem Kommentar etwas übers Ziel hinausgeschossen. Eigentlich hat es mich nur verwundert, dass Kindergarten/Vorschulkinder noch gewindelt werden. Ich habe so im Ohr, dass Kindergärten sich teilweise weigern, Windelkinder überhaupt aufzunehmen, bzw. nur solche Kinder aufnehmen, die ihr Geschäft schon weitgehend alleine verrichten können – was ich auch verständlich finde, da eine Erzieherin das nicht auch noch leisten kann.

  13. @Salat
    Ich bin da völlig bei Dir. Das Kind, von dem ich schrieb, war 7 Jahre alt und es war selbstverständlich, die Hose runter zu ziehen, da kam kein „ich muss mal“, die möglichen Toiletten waren keine 50 m entfernt. Das ist nicht normal.

    Die Kinder sind meist beim öffentlichen Kiga mit Eintritt -also 3 Jahren- komplett trocken, da gibt es meist nur 2-3 Kinder, wo es nicht immer so ist, im privaten Kiga werden sie gar nicht erst angenommen, wenn sie nicht trocken sind.

    Man kann auch nicht pauschal sagen, wann ein Kinderarzt tätig wird, das hängt wohl davon ab, ob das Einnässen eine körperliche Ursache hat oder entwicklungbedingt bzw psychisch bedingt ist, z.B. Folge einer Scheidung der Eltern oder Tod eines Elternteils etc.

  14. Na, da hab ich ja was verpasst.
    Windeldiskussion, prima.

    An sich ist mir das sowas von egal, wann Kind von der Windel entwöhnt ist, ich kann mich nicht mal mehr dran erinnern, wann das bei meiner mittlerweile erwachsenen Tochter war, vermutlich später als bei den üblichen Vorzeigetöpfchenkindern, aber gerochen, wenn eine neue fällig war, haben wir in der Regl schon, und dann gab’s eben eine neue, basta.

  15. leckeres Thema, gell?.. Das lenkt wenigstens von den Printen da weiter oben ab.
    Dein Post erinnert mich an meinen Bruder, die mir grundsätzlich die Windeln seiner Kleinen vor die Nase hält und fragt, „sach mal, ist de voll? Riech mal!“ Am besten noch, wenn man gerade einen Kuchen ißt oder so überhaupt nicht damit rechnet, dann kriegt man so eine Bombe unter die Nase geschoben. Windeln wechseln tut der als Mann nicht, sei als Mann nicht seine Aufgabe. Sowas gibt´s wirklich noch.

  16. @ ein anderer Stefan.
    Sorry, ich wollte eigentlich nur allgemein mein Erstaunen über den Themenwechsel zum Ausdruck bringen und keinen, wirklich KEINEN Kommentator hier irgendwie anmotzen.
    Es wird sowieso ständig eine neue erziehungsmäßige Sau durchs Dorf getrieben, die Bezeichnung „nach neuesten (gibt es eigentlich noch neuer statt neu?) Erkenntnissen“ löst bei mir immer Brechreiz aus … worauf wollte ich hinaus … ach so, nach den Erfahrungen (und nicht den „neuesten Erkenntnissen“) unserer Altvorderen (und auch nach eigenen Erfahrungen) sind Menschenkinder nun mal verschieden, und statistische „Erkenntnisse“ auf das Individuum, Pipi und Kaka betreffend nicht unbedingt anwendbar.
    Der eine Zwerg kann es früher, der andere später.
    Und spätestens wenn es dem Kind selbst unangenehm wird kann das Sauberwerden ganz schnell gehen.
    B. A., selbst Vater von 2 Kindern

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