Sep
Der Bilderklau geht um
Tja, schnell ist es passiert. Da übernimmt man aus eine an sich frei zugänglichen Quelle ein "gebührenfreies" Bild für sein Weblog und prompt steht einem der Grafiker oder Fotograf mit einer Kostennote oder gar via Anwalt auf den Füßen, weil man irgendeine Sache nicht berücksichtigt hat.
Heute erreicht mich der Anruf eines Herrn, der der Urheber eines von mir verwendeten Bildes ist. Ich hatte es aus Wikimedia als "gemeinfrei" herausgezogen und nicht darauf geachtet, daß der Bildautor genannt werden soll.
Normalerweise mache ich das doch immer, weiß gar nicht wie mir das passieren konnte.
Okay, nun handelte es sich bei dem Herrn um genau das, was man unter einem Herrn versteht und was man von einem Herrn erwartet. Genau das unterscheidet den Herrn von Mann.
Der freundliche Mann nimmt also nun den Telefonhörer in die Hand, ruft bei mir an und sagt mir was los ist.
Ich schlucke kurz, entschuldige mich für meine Freveltat und sage, daß ich die Namensnennung sofort nachholen werde. Ja und der nette Her ist damit höchst zufrieden, ist überhaupt nicht böse, sondern wirklich nett und freundlich.
Siehste, geht doch!
Dankeschön!
Aug
Warum Mooby draußen bleiben muss.
11.53 Uhr: Tom erhält eine automatische Mail, daß sich User MOOBY im Forum des Bestatterweblogs angemeldet hat.
17.34 Uhr: Leser MOOBY meldet sich per Mail:
"Sag mal Tom, was ist da los? Habe mich vor zwei oder drei Tagen im Forum angemeldet und wurde noch nicht freigeschaltet. Was ist bitte der Grund dafür? Ich bitte um sofortige Mitteilung, warum mir das verwehrt wird? Mach mal Dampf! Ich erwarte umgehende Erledigung."
18 Uhr: Tom geht in Ruhe zum Essen.
20.11 Uhr: Neue Mail von MOOBY:
Aug
Internetbestatter, Billigbestatter, Seebestattung, Almwiese
Gesucht werden Familien, die bei günstigen Bestattern, die auch und vor allem im Internet Werbung machen, eine Bestattung in Auftrag gegeben haben. Auf meinen letzten Aufruf hin haben sich zwar etliche Familien gemeldet, jedoch fehlt noch der letzte "Knacks".
Der springende Punkt um den es sich dreht:
Wurden Leistungen in Rechnung gestellt, die nicht so erbracht wurden?
Ein Beispiel: Man hat eine Seebestattung mit individueller Schifffahrt, aber ohne persönliche Begleitung bestellt und dann erfahren, daß die Urne nicht individuell, sondern im Rahmen einer Massenbestattung mit anderen Urnen zusammen versenkt worden ist.
Ein weiteres Beispiel: Bestellt wurde die Bestattung auf einer Schweizer Almwiese, man hat jedoch nie etwas über die Bestattung erfahren und könnte davon ausgehen, daß diese nicht erfolgt ist.
Ein anderer möglicher Fall: Es wurde eine Einäscherung in einem deutschen Krematorium bestellt/bezahlt, tatsächlich wurde aber in Osteuropa eingeäschert.
Gibt es andere Punkte, die anders gelaufen sind, als es vorher vereinbart wurde? Wurden Dinge berechnet, die nicht erbracht/geliefert wurden?
Absolute Diskretion wird zugesichert, es erfolgt keine Veröffentlichung der konkreten Fälle hier im Weblog.
Entsprechende Hinweise bitte an undertaker@bestatterweblog.de
Aug
Totenfürsorgerecht, Bestattungspflicht
Ich schreibe mir ja seit Jahren die Finger wund und beteuere immer wieder, wie wichtig z.B. eine Bestattungsvorsorge sein kann. Dabei bin ich auch schon sehr oft auf die Frage sich widersprechender Vorstellungen eingegangen. Was passiert zum Beispiel wenn der Verstorbene bei einem Bestatter die Feuerbestattung bestellt hat und die Familie eine Erdbestattung bevorzugen würde?
Genau für diese Fälle gibt es eben die Bestattungsvorsorge, in deren Rahmen auch eine Bestattungsverfügung unterzeichnet wird, die das Totenfürsorgerecht dem Bestatter überträgt.
Hierzu schreibt uns Leser Schröder das Gleiche noch einmal in wohlgesetzten Worten:
Maßgeblich für die Bestattungsart und den Bestattungsort ist der Wille des Verstorbenen. Ist dieser nicht bekannt, bestimmen die Angehörigen. Das Totenfürsorgerecht ist ein Ausfluss familienrechtlicher Beziehungen. Gleichrangige Totenfürsorgeberechtigte wie z. B. Geschwister müssen sich einig sein. Anderenfalls muss eine gerichtliche Entscheidung ergehen. Das Totenfürsorgerecht kann jeder beliebigen Person (z. B. ein
em bestimmten Kind oder dem Bestatter im Rahmen der Bestattungsvorsorge)schriftlich übertragen werden. Die anderen Familienmitglieder sind dann außen vor.
Bitte Totenfürsorgerecht und Bestattungspflicht (Landesbestattungsgesetze) nicht verwechseln!
Aug
TAB-Taste
Warum gibt es eigentlich in der Umgebung des Zahlenblocks keine Tab-Taste?
Ich muss oft Zahlenkombinationen eingeben, z.B. Kontonummer und Bankleitzahl und mache das auf dem Ziffernblock. Zum Springen von einem Eingabefeld ins nächste muß ich dann aber die Tab-Taste ganz links auf der Tastatur betätigen.
Aug
"Finale" ist in Forchheim mit dabei
Es ist eine besondere Freude für mich, daß die beiden Künstler Jenny Meyer und "Deiner von Damals" ihre Teilnahme am Bestatterweblog-Treffen in Forchheim zugesagt haben.
Mehr über ihr Programm "Finale" gibt es hier im Bestatterweblog zu lesen.
Eventuell können sie sogar noch ihren Gitarrenmann überreden, auch noch mitzukommen...
Dann dürfen wir uns sicherlich auf Ausschnitte aus ihrem Programm und andere Kleinode freuen.
Auf jeden Fall wird "Deiner von Damals" den Text "Schneewittchen einst im Sarge lag" vortragen, ein Hochgenuss, der auf den bisherigen Live-Veranstaltungen immer ein großes Echo hatte.
Wir dürfen uns also auf das Abendprogramm am Samstag ganz besonders freuen.
Aug
Kommentarabo
Hilfe, ich habe unter den Kommentaren ein falsches Kreuzchen gemacht und jetzt bekomme ich so eine Mail:Hallo,
Sie haben bei ihrem Blog-Kommentar zu dem Eintrag "Teilnehmer Bestatterweblog-Treffen" das Abonnement neuer Kommentare gewünscht. Um dies zu bestätigen ("Double Opt In") klicken Sie bitte diesen Link:
http://bestatterweblog.de/xyz...Ich möchte aber keine Unterlagen!
Besten Dank
M.
Aug
Mitfahrgelegenheit FFM/Forchheim und vielleicht zurück
Leser A. schreibt:
Ein kurzes Angebot auf diesem Weg:
Meine Frau und ich fahren am 17.09. gegen 16:00 Uhr in Richtung Bestatterweblogtreffen und am 19. vormittags wieder zurück.
Sollte jemand noch eine Mitfahrgelegenheit aus dem Frankfurter Raum suchen, bieten wir uns an, ihn/sie mitzunehmen.
Geboten werden 2 Plätze ohne viel Gepäck in einem kleinen 2-Türer.
Vielleicht kann man sich ja noch jemand aus der Gegend hier aufraffen und mitkommen.
Anfragen an undertaker@bestatterweblog.de
Aug
Olivenschüttelnder, fleischkratzender Salatdackel
Ich bin ja keine Klatschtante und auch kein Tratschonkel. Aber mir hat es schon irgendwie doch ein diebisches Vergnügen bereitet, daß Antonia der Gemüsefrau brühwarm erzählt hat, daß der Grieche das Trinkgeld seiner Bedienungen einstreicht und obendrein noch "Gurkenschlampe" zu ihr gesagt hat.
Die Gemüsefrau sei dann ob der heißen Information zum Thema Trinkgeld so hibbelig geworden und konnte mit dem Weitererzählen kaum noch an sich halten, daß sie die Gurkenschlampe beinahe kommentarlos hingenommen habe. Lediglich ein "der olivenschüttelnde und fleischkratzende Salatdackel" sei ihr noch über die wulstigen und vom vielen Sabbeln immer leicht aufgesprungenen Lippen gekommen.
Aug
Ouzo und Trinkgeld
Wir kommen gerade vom Mittagessen wieder zurück. Antonia, Sandy und ich haben uns Gyros mit Gedöns geleistet und weil der Grieche nicht hinter der Theke schabt und sein Schabefleisch an stehende Kundschaft verscherbelt, wie Ashkay der Türke, muß man sich reinsetzen, ein bißchen warten und bedienen lassen.
Da dienstags Gyros-Tag ist, muß man bei Alexis-Christos aber gar nicht viel mehr bezahlen, als bei Ashkay.
Vor zwei Wochen waren wir schon einmal dort und an diesem Tag machte die Rechnung mit Getränken und der zweiten Portion Taramas für Antonia 27,50 Euro.
Das junge Mädchen, welches uns bediente, hatte seinen Job sehr gut gemacht, war flink und freundlich, aufmerksam und höflich und so hatte es sich meiner Meinung nach ein Trinkgeld verdient.
Aug
Vorsicht Captain, die Karanken greifen an!
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Is' klar, zu Euch hab' ich Vertrauen.
Aug
Bewaffneter Beinahe-Aufstand
Das war kurz vor knapp! Den Deutschen wird ja nicht gerade ein besonderer Hang zur Revolution nachgesagt. Selbst umfangreiche Entscheidungen überlässt man immer denen da oben und murrt dann leise vor sich hin. Das höchste der Gefühle ist noch ein lautes Aufmotzen am Stammtisch, mehr kommt da meistens nicht.
Doch heute früh wäre beinahe die Rentnerrevolution losgebrochen. Eine ganze Horde stockschwingender und laut schimpfender Senioren hatte sich auf dem katholischen Friedhof zusammengerottet und machte Anstalten, den armen Friedhofsverwalter zu teeren und zu federn. Naja, zumindest hätte man ihm die Leviten gelesen...
Da hatte man doch tatsächlich am späten Mittwoch sämtliche Parkbänke des Friedhofs abmontiert und heute Morgen standen die Alten vor gähnend leeren Sitzlücken.
Aug
Frühbier, mal so
Ich kann ja nichts dafür, daß dieser Frühbier so ein Mensch war.
Es ist tatsächlich so, daß ich diesen Mann kannte und ihn für ein Unikum gehalten habe, ein Original wie es sie viele gibt. Er besetzte supergut die Rolle des faulen Tagediebes, der sich vor jeder ernsthaften Arbeit drückt und mit allerlei Geschichten aus der Nachbarschaft das Interesse seiner Mitmenschen auf sich zieht.
Ein harmloser Geselle, der ab und zu mal für die Tombola eines Sportvereins Sachen sammelte und gerne auch mal samstags im Trikot seines Lieblingsvereins durch unsere Straße lief.
Man kann Menschen nicht hinter die Stirn schauen und im Grunde ist da manchmal auch ganz gut so.
Auch kann man Leuten nicht ansehen, ob sie schon mal im Gefängnis waren. Selbst die üblichen Knasttätowierungen sind heute dafür kein verlässliches Merkmal mehr, das lassen sich in Unkenntnis der Zusammenhänge oder vielleicht sogar gerade deswegen auch völlig unbescholtene Leute machen.
Aug
Bald
In einer knappen Stunde kommt "Frühbier -III-".
So, mein Popcorn ist alle, ich geh mal mit dem Hund durch die Felder.
Aug
Neue Besen kehren gut
Wir sind alle ganz angetan vom neuen Pfarrer. Sein Vorgänger hatte, um es mal vorsichtig zu formulieren, kein Talent zum Beerdigen. Das muß man ja auch können und ich finde man merkt es auch, ob jemand eine bestimmte Arbeit gerne macht.
Na klar, keiner macht gerne Beerdigungen, es geht ja immer auch um Verlust und Abschied. Aber man kann seine Arbeit insgesamt trotzdem gerne machen und wenn man es gerne macht, dann wird es auch meistens gut.
Der ehemalige Pfarrer hat sich nie Zeit für die Angehörigen genommen. Die Familien berichteten immer wieder, daß nur die Pfarrsekretärin angerufen und alles am Telefon besprochen habe. Andere erzählten, der Pfarrer sei zwar vorbei gekommen, habe aber nur knapp zwanzig Minuten Zeit mitgebracht.
Uns allen ist aufgefallen, daß er immer abgehetzt zu den Trauerfeiern kam, den Trauergästen den Eindruck vermittelte, als störte ihn die Trauerfeier jetzt bei etwas viel Wichtigerem und als müsse er mal eben etwas Lästiges absolvieren. So passt es auch ins Bild, daß der Pfarrer fast ausschließlich ein und die selbe Standardrede gehalten hat und nach den Trauerfeiern bzw. Beerdigungen immer hastig wieder verschwand.
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Kommentare
Wobei sich natürlich nun di.
@Tzsoch, kein Fake, selbs.
Unter dem Bild steht bei wik.
Ich dachte immer "gemeinfrei.
"Anwälte tun auch nur, was .
@ Maschka. Anwälte müssen.
Anwälte tun auch nur, was d.
"Mit dem Papst telefonieren..