Jan
12
Bei uns ist alles geheim
Hallo,wir führen ein Bestattungsinstitut in XYZ und würden gerne in Deine Liste der empfohlenen Bestattungsunternehmen aufgenommen werden. Was müssen wir dafür tun? Gibt es einen Festpreis?
Einen solchen Eintrag kann man nicht kaufen.
Es handelt sich hier um Bestattungsunternehmen, die ich entweder persönlich besucht und kennengelernt habe oder die auf andere Weise nachgewiesen haben, daß man sie guten Gewissens empfehlen kann.
Um mit mir über eine Aufnahme in diese Liste ins Gespräch zu kommen, wäre es hilfreich, mir die Webseite des Unternehmens zu nennen, einen eventuell vorhanden Hausprospekt zukommen zu lassen und mir ein oder zwei exemplarische Rechnungen (gerne mit geschwärzten Namen) zu übersenden. So kann ich mir einen ersten Eindruck verschaffen.
Wir geben doch keine Firmeninterna preis, insbesondere keine Rechnungen. Wer lässt sich schon so in die Karten gucken?
Dann eben nicht.
Nov
11
Was macht eigentlich die Pietät Eichenlaub?
Lange schon habe ich nichts mehr von der "Pietät Eichenlaub" (www.pietaet-eichenlaub.de) berichtet, jenem Konzern, der mit seinen Filialen in fast allen größeren Städten vertreten ist und sich oft den Anschein eines traditionsbewussten Familienunternehmens gibt.
Manchmal sehen die Filialen aus, wie modern durchgestylte Architekturexperimente aus Edelstahl und Glas und es prangt stolz das Eichenlaublogo an der Fassade. Ein anderes Mal steht draußen "Karl-Friedrich Meysenkaiser Bestattungen seit 1899" und dennoch handelt es sich, nach dem Verkauf an die Eichenlaubs nur um eine Filiale des Konzerns.
Vor langer Zeit hatten die Eichenlaubs direkt schräg gegenüber von meinem Bestattungshaus eine Filiale eröffnet und ich muss zugeben, daß sie mir damit das Leben doch ziemlich schwer gemacht haben. Natürlich haben Tradition und Qualität Bestand und natürlich kamen die Leute auch nach wie vor zu uns, aber es gab eben auch viele Kunden, die nicht aus Überzeugung zu uns gekommen sind, sondern weil wir eben der nächste Bestatter waren.
Jetzt, da es eine Alternative gegenüber gab, die auch noch so tat, als wenn sie günstiger wäre, sind viele, die mehr auf die niedrigen Preise geschielt haben, dorthin gegangen.
Okt
11
Kalte Kacheln
In der Geschichte "Leise Töne" ist Leser Torsten auf folgende Stelle gestoßen:
"Die Witwe steht ergriffen neben dem Sarg, bei uns gibt es keine Barrieren, keine Glasscheiben oder Absperrungen, die Angehörigen können so nah an den Verstorbenen heran, wie sie es möchten."
Er meint dazu:
Ich hatte zwar bisher nur mit Aufbahrungen bei zwei Bestattern zu tun, aber irgendwelche Absperrungen gab es da nicht. Denen hätte ich dann aber auch etwas anderes erzählt, ich kann nicht glauben, das es sowas gibt!
(Mag daran liegen, das ich jeweils nicht irgendein Trauergast sondern schon sehr direkte Verwandschaft war)
Doch, doch, das gibt es.
Beim Bestatter wird man so etwas weniger finden und ich wollte auch nicht herausstellen, daß man bei uns nah an die Verstorbenen heran kann und bei anderen Bestattern nicht, sondern ich wollte darstellen, daß man beim Bestatter in der Regel an den Verstorbenen herantreten und ihn berühren kann, während man auf kommunalen Friedhöfen zwar viel Geld für die Aufbahrung bezahlen muß, jedoch oft durch Scheiben oder Barrieren vom Verstorbenen getrennt ist.
Aug
11
Friedhofsentwicklungsplan
Hallo,
in Berlin werden gerade einige Friedhöfe zugemacht und "entwidmet", weil kaum noch jemand erdbestattet wird, und dadurch der Platzbedarf stark schrumpft.
Interessant, dass es so etwas wie einen "Friedhofentwicklungsplan" gibt.http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/355786/355787.php
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matakuka
So außergewöhnlich ist das nicht, daß es einen Friedhofsentwicklungsplan gibt. Anhand dieser Erhebungen aus den vergangenen Jahren, die man der demographischen örtlichen Entwicklung gegenüberstellt, kann recht präzise abgeleitet werden, wie groß der Bedarf an Friedhofsflächen und bei den einzelnen Grabarten sein wird.
Aug
11
Der Bestatter geht in Vorleistung
Dieser Fall ist schon etwas älter, aber es lohnt sich trotzdem, den Artikel hier mal zu lesen.
Da geht also ein Bestatter bei einem "Sozialbegräbnis" in Vorleistung. Statt zu bezahlen, findet das Sozialamt einen bestattungspflichtigen bzw. bestattungskostenpflichtigen Erben. Nunmehr wäre der ja zahlungspflichtig, aber das Amt gibt unter Hinweis auf den Datenschutz dem Bestatter die Adresse des zahlungspflichtigen Erben nicht heraus.
Prima! Das Amt ist aus dem Schneider, läßt den Bestatter aber sitzen.
Aug
11
Was für ein Ring?
Herr Klawottnik ist verstorben und er wurde mit seinem Sarg nach B.-stadt überführt. Dort soll er dann ein paar Tage später beerdigt werden. Nun kommt die Familie und bestellt bei uns einen Kranz und ein Sarggesteck. Wir sollen uns darum kümmern, weil sie erst einen Tag vor der Beerdigung nach B.-Stadt fahren.
Jul
11
Sehr anständig, Herr Morgenstern!
http://www.sz-online.de/Nachrichten/Chemnitz
(eingesandt von Oliver)
Jul
11
Comic Sans ist häßlich
An einen schönen Kranz gehört auch eine schöne Schleife. Meistens sind diese Schleifen zweiteilig und auf der linken steht ein Abschiedsgruß und auf der rechten Schleife dann die Namen.
Zum Beispiel könnte links stehen: "Ein letzter Gruß" und rechts: "Deine Kameraden vom TSV 1890".
So was sieht man immer wieder.
Wir bestellen die Schleifen immer im Blumengeschäft.
Das machen wir deshalb, weil der Gärtner ungefähr 40 verschiedene Rollen mit Schleifenband hat und so prima eine zum Kranz passende Farbe auswählen kann.
Jun
11
Lohnabrechnung
Da stellt sich ein Mann bei mir als Fahrer vor. Er macht einen ganz guten Eindruck, ist schon seit drei Jahren ohne Anstellung und war vorher bei einem anderen großen Bestatter beschäftigt.
Wie viel er denn verdient habe, frage ich und bekomme als Antwort:
"Ja, keine Ahnung, so genau weiß ich das gar nicht."
Moment, wenn man doch irgendetwas von einem Job weiß, dann doch wie viel Geld man dafür bekommt, oder? Wieso weiß der Mann das nicht genau?
Seine Antwort war so:
Apr
11
Provinzposse um einen Grabstein
Designer und Steinmetze lassen sich alles Mögliche einfallen, um auch bei der Grabgestaltung "frischen Wind" in die Sache zu bekommen. Seien es Grabsteine aus Edelstahl, Grababdeckungen aus geätztem Glas oder komplette Grabeinfassungen aus Aluminium.
Oft wurden diese Neuerungen hinsichtlich Material und Aufstellungstechnik deshalb entwickelt, weil die Konstrukteure Alternativen zur Arbeit der Steinmetze anbieten möchten. Steinmetze sind oft traditionell in der Nähe der Friedhöfe angesiedelt und haben für gewöhnlich eine starke Lobby bei den Kommunalverwaltungen.
Deshalb ändert sich auch an den Bestimmungen (Fundamentierung der Steine, Rüttelprobe etc.) nur sehr selten etwas, sodaß man den Eindruck gewinnen könnte, hier würden Pfründe gesichert.
Apr
11
Pietät Eichenlaub -I-
Nachdem die Mauer weg war, herrschte in den neu hinzu gekommenen Bundesländern so etwas wie eine Goldgräberstimmung. Tausende von Westdeutschen dachten, sie bräuchten nur mit ihrem überragenden kapitalistischen Halbwissen und einer Tasche voller Geld im Osten anzurücken und könnten sich dort in Windeseile die sprichwörtliche goldene Nase verdienen.
Daß so manch einer sich da eher eine blutige Nase geholt hat, das ist eine andere Geschichte.
Herrn Fitz kennt Ihr noch gar nicht, liebe Leser, aber ich sollte ihn Euch einmal vorstellen.
Er ist der ehemalige Chef und Gründer der "Pietät Eichenlaub".
Mär
11
Diese Vorsorgen sind reine Abzocke!
Angeregt durch Deinen wirklich hervorragenden Blog, der meiner Meinung nach der beste überhaupt in Deutschland ist, habe ich meine Eltern (Vater 87, Mutter 83) nun dazu gebracht, Bestattungsvorsorgen abzuschliessen.Ich will mich damit nicht meiner finanz. Verantwortung entziehen, bitte nicht falsch verstehen! Meine Eltern und wir verfügen über ausreichende Mittel. Nur wohnen wir etwas mehr als 400 Kilometer von den Eltern entfernt und wenn es dann mal passiert, werde ich mich nur schwerlich sofort selbst um alles kümmern können.
Mir geht es darum, dass alles beim Bestatter besprochen und besiegelt ist und die ersten Schritte mal vollautomatisch ablaufen.
Deshalb ging zuerst meine Mutter zu einem Bestatter in ihrem Wohnort (eine große Stadt in Hessen).
Mär
11
Gedenkkerzen
Eine sehr hübsche Idee entdeckte ich bei der Betriebsbegehung in einem Bestattungshaus im Schwäbischen. Der Kollege hatte mich gebeten, seine betrieblichen Abläufe einmal von außen unter die Lupe zu nehmen, um etwas die Betriebsblindheit abzuschütteln.
Es ist gerade bei Bestattern so, daß man manches seit Generationen so macht und nie über den Tellerrand hinaus schaut. Da hilft einem ein neutraler Begutachter oft sehr schnell und sehr viel weiter.
Bei diesem Kollegen entdeckte ich diese Gedenkkerze:

Ich lege noch ein besseres Foto nach:
Feb
11
Die Schlumpfschlauchurne und der Schrumpfschlauch
Vor einigen Tagen schrieb ich, daß das Krematorium in Meißen ganz normale Aschenkapseln aus Weißblech dadurch etwas "aufhübscht", indem man in einem ganz herkömmlichen Küchenbackofen die ansonsten anthrazithfarbenen bis schwarzen Kapseln mit einer blauen Schrumpffolie überzieht.
Feb
11
Das Haus des grauen Grauens
Das Georg-Flöter-Haus ist eines der hässlichsten Altersheime, die ich jemals gesehen habe. Es handelt sich bei dem Bau um das ehemalige Verwaltungsgebäude der Maschinenfabrik Walter F. Baggermann & Söhne GmbH & Co. KG und so sieht es von außen und vor allem von innen auch aus.
Eine schmucklose Fassade mit gleichförmigen quadratischen Fenstern, der Haupteingang direkt an der Kastanienstraße, einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße, und im Inneren nichts als lange, schmale, schier endlose Gänge mit einer im Viermeterabstand aufgereihten Folge von Türen und das auf sechs Etagen.
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
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Kommentare
Ich glaube ich werde mir sti.
Schade zu spät gesehn, hät.
wie es mit dem "aufhalten" i.
Soso, auch Tom hat ein lange.
Ja, diese Viktorianerverehru.
Ja danke zusammen, so dachte.
Weiss doch jeder, wie ein Fr.
Alles Quatsch! So wird die .