Sep
Tote Oma in Kommission genommen
Manche Kommunen unterhalten ja städtische Bestattungsdienste. In der Bevölkerung hält sich zumeist hartnäckig das Gerücht, diese Bestattungsdienste seien besonders preiswert. Manche glauben, diese Bestattungsunternehmen würden in enormem Maße aus dem Stadtsäckel bezuschusst und die Leistungen stünden zu einem extrem günstigen Preis zur Verfügung oder seien teilweise sogar kostenlos, so wie der Besuch von Freibädern, Leihbüchereien oder anderen städtischen Einrichtungen.
Dabei handelt es sich oft um wirtschaftlich agierende Eigenbetriebe der Kommune, die um keinen Deut anders kalkulieren, als ganz normale gewerbliche Bestatter. Ja in manchen Städten sind ausgerechnet diese kommunalen Bestatter mit die Teuersten überhaupt. Dabei spielen diese Eigenbetriebe oft einen ganz schönen Gewinn ein, denn zumeist stehen ihnen die Logistik auf den Friedhöfen und andere städtische Einrichtungen entweder zu besonders attraktiven Konditionen oder überhaupt alleine zur Verfügung.
Auch in Würzburg gibt es einen solchen städtischen Bestattungsdienst und der ist jetzt aufgefallen, weil er auf internen Rechnungen...
Sep
Maria ist keine (Jung)frau
Anruf vom Krematorium: "Sacht ma', habt Ihr uns 'nen falschen Toten gebracht?"
Schock! Panik! Fahlweißes Gesicht! "Wie bitte? Eine falsche Leiche?"
"Ja sicher, in den Sarch liecht ein Kerl, so'n Dünner, abba auffe Papiere steht was von eine Frau Söhnke Maria Schulze."
Stein plumpst vom Herzen. Atmung funktioniert wieder. "Söhnke Maria ist in diesem Fall der Name eines Mannes."
"Watt?"
"Der Mann heißt so!"
"Nee, odda?"
"Doch, wirklich!"
"Mann, Mann, Mann, immer derselbe Ärger mit Euch. Alles klar."
Aug
Papierloses Büro
Für Firma F. haben wir einen kleinen Nebenbeiauftrag erledigt. Konkret ging es um eine Beratungsleistung, die per Telefon und Mail erfolgte. Nachdem das alles erledigt war, habe ich dem Unternehmen eine Rechnung geschickt.
Ordentliches Word-Dokument mit Briefkopf und allem Drum und Dran in PDF umgewandelt und als E-Mail-Anhang abgeschickt.
Aug
Belästigende Objekte, allen Leuten recht getan...
Die Stadtverwaltung will moderner werden. Bürgernähe und Bürgerservice hat man sich auf die Fahnen geschrieben und ob der ganzen Freundlichkeit vergisst so mancher Bürger, daß er ja eigentlich was von denen will.
Mal so am Rande: Mein Ausweis ist letzte Tage abgelaufen und ich müsste jetzt eigentlich einen neuen beantragen. Aber lieber würde ich bis zum November abwarten, dann gibt es endlich Ausweise im Scheckkartenformat. Ich habe nie verstanden, warum die uns mit einer mittelalterlich-großen Kennkarte ausgestattet haben. Dieses Format bringt doch keinerlei Vorteile.
Gut, ich muß demnächst nach Amerika und brauche sowieso einen Reisepass, also hole ich mir jetzt so einen und im November dann den niedlichen Kleinen.
Aber das erzähle ich nur, weil mir in diesem Zusammenhang aufgefallen ist, daß ich nie aufs Bürgeramt gehe. Vielleicht alle drei Jahre mal, weil eines der Kinder irgendeinen Stempel braucht oder weil es unumgänglich ist.
Aber sonst? Was soll ich da?
Aug
Werbung im Bestatterweblog, wird's bald!
Wir haben Sie bereits zwei Mal angeschrieben und Ihnen unsere Adresse mitgeteilt und einen Link zum Downloading von Bildern. Damit hatten wir eigentlich gedacht alles erledigt zu haben, um auch in der Werbung bei Ihnen in der Seitenleiste aufgenommen zu werden. Woran hapert es jetzt noch?
Wann dürfen wir mit der Schaltung der entsprechenden Hinweise rechnen?
Es wäre doch glatte Wettbewerbsverzerrung, wenn Sie uns da ausschliessen würden.
Wir bitten um Antwort anderenfalls wir das unserem Anwalt zur Prüfung übergeben.
Bei den Hinweisen auf "empfohlene Bestatter" handelt es sich zwar um Werbung, jedoch nicht um solche, die man kaufen kann. Es sind dies Hinweise auf Bestatterkollegen, die dem Weblog verbunden sind und mit denen ich immer mal wieder in Kontakt stehe. An diese Firmen kann man sich, so mein Eindruck, bedenkenlos wenden und wird sicherlich gut bedient und beraten.
Wenn Sie Werbung schalten möchten, dann fragen Sie einfach nach den Preise, ich tüftele dann ein passendes Angebot für Sie aus.
Aber einfach so irgendwas fordern und mir dann noch mit dem Anwalt drohen... Sie sind in meinen Augen einfach nur rotzfrech.
Aug
Kann das Amt einem Bestatter einen Auftrag "befehlen"?
Leser "Knallschote" (!) schreibt zum Artikel über den "Langen":
"meldet sich keiner, der angehörigen, kriegt das institut sowieso vom ordnungsamt die anweisung den Verstorbenen innerhalb ... zu bestatten. je wie es vor ort üblich ist urne oder erde. und institut sowieso muß dann erst mal auf die bezahlung warten. das ist dann immer viel schriftkram. ich denke mal, um so was reißt sich keiner."
Das ist so natürlich nicht richtig.
Das Ordnungsamt ist selbstverständlich nicht berechtigt, einem freien Gewerbebetrieb Anweisungen zu erteilen, die ihn zwingen würden, einen bestimmten Auftrag zu übernehmen. Spinnen wir das mal am Fall des "Langen" weiter:
Zum Sterbeort gerufen wurde der Bestatter durch die Polizei, weil diese hier in der Region, wie auch die Rechtsmedizin, keinen eigenen Fahrdienst hat. Insofern hat die Polizei den Auftrag erteilt und steht über die Landeskasse auch für die Bezahlung der Bestatterdienstleistungen gerade. Wie und ob die Ermittlungsbehörden später diese Kosten an Angehörige weitergeben, steht auf einem anderen Blatt.
Aug
Billigbestatter aus dem Internet
Gesucht werden Personen, die bereits Erfahrungen mit so genannten Internet- oder Billigbestattern gemacht haben.
Dabei geht es vor allem um die Fragen:
- Haben Sie einen günstigen Paketpreis vereinbart und mußten dann am Ende erheblich mehr bezahlen?
- War der Service unzureichend?
- Wurden versprochene Dienstleistungen nicht erbracht?
- Wurde eine Grabstätte in Deutschland zugesichert, es kann aber kein Nachweis erbracht werden, daß die existiert?
- Hat man Ihnen eine besondere Bestattung (Almwiese, Wald, Bergbach, Meer) versprochen, die Urne landete aber in Tschechien oder sie wissen gar nicht wo die Asche geblieben ist?
Wenn Sie hierzu etwas erzählen können oder sonst außergewöhnliche Erlebnisse in diesem Bereich hatten, dann melden Sie sich bitte mit einer E-Mail-Adresse für Rückfragen und unter dem Betreff "Billigbestatter" bei
undertaker@bestatterweblog.de
Aug
Ein-Mann-Bestatter -II-
Ich schrieb gestern auf eine Anfrage hin, daß es durchaus möglich ist, ein Beerdigungsinstitut auch als Ein-Mann-Betrieb zu führen. Im angefragten Fall ging es um ein dörfliches Institut mit gut 300 Sterbefällen pro Jahr.
Mir war schon beim Schreiben klar, daß sich da jemand regen würde und so dauerte es nicht lange, daß sich ein Bestatter zu Wort meldete:
So leid es mir tut unserem Tom Wiederworte zu sagen, das ist nicht realistisch, wenn man alles mit Niveau und Stil über die Bühne bringen will. Da ist ja nun nicht nur der Transport, die Begleitung auf dem Friedhof zum Beispiel ist immens wichtig, kostet viel Zeit, die Nachbereitung mit Danksagung usw., wenn einer vor 300 Sterbefällen allein sitzt, ist er bald sein eigener Patient. Nicht umsonst hat Tom eine ganze Schar von guten Geistern um sich geschart - oder hat er etwa 1200 Sterbefälle? Boah...
Lassen wir mal den sehr polemischen letzten Halbsatz des Kommentars außer Acht, dann haben wir es mit einem durchaus berechtigten Einwand zu tun. Der Kommentator schreibt/meint ja, daß man es im Bestattungsgewerbe mit so vielen Arbeiten und so viel zu erledigendem Kleinkram zu tun hat, daß eine Person allein kaum 300 Sterbefälle im Jahr abwickeln kann, ohne daß darunter Niveau und Qualität leiden.
Jul
Breit aufgestellt
"Das wurde mir so nicht kommuniziert, ich bin ja ein Stück weit bei Ihnen, von daher dürfte es keine Probleme geben, wir sind ja breit aufgestellt und im Face-to-face-counter-business geübt. Ich gehe da argumentativ mit Ihnen, das ist keine Frage. Sind Sie bei Facebook, dann meldet sich unser Herr Blabla bei Ihnen."
Äh ja.
Jul
Der billige Jakob aus dem Internet
Immer wieder berichtete ich über "billige" Internetbestattungen und warnte davor, hier zu große Erwartungen zu haben. Bestattungen sind eine Mischung aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Man kann bis zu einem gewissen Grad durch geschickten Einkauf recht günstige Waren anbieten und im Zweifelsfall auch auf gewisse Dienstleistungen verzichten; dadurch erreicht man einen etwas günstigeren Preis.
Das kann jeder Bestatter.
Wenn jedoch die Preise unterhalb einer gewissen Grenze angesiedelt sind, dann muß doch jedem klar sein, daß er dafür nur die Leistungen eines Schnellrestaurants und keine gute Küche mit gutem Service erwarten darf.
Aber tatsächlich ist es sogar möglich durch weitere Einsparungsmaßnahmen den Preis noch weiter zu drücken, dann muß aber dem Kunden auch klipp und klar gesagt werden, daß er eine Leistung erwarten muß, die der Leistung herkömmlicher Bestatter nicht entspricht. Unterm Strich ist dann zwar alles geliefert und alles gemacht, aber eben nicht einmal nach Schema F sondern unter Umständen aus der untersten Schublade.
Ärgerlich hingegen ist es, wenn mit einem extrem günstigen Preis geworben wird und dem Kunden trotzdem der Einruck vermittelt wird, er könne für einen Pappenstiel eine supertolle und umfassende Leistung bekommen. Hinterher entpuppt sich das leider nur allzu oft als Mogelpackung und dann kommen die wahren Zusatzkosten zum Vorschein:
Hallo,hätte ich Ihre Website früher besucht, wäre uns das hier alles erspart geblieben.... aber der Reihe nach:
Mein Schwiegervater ist verstorben und weil ich telefonisch nicht erreichbar war, ließ meine Schwiegermutter sich in ihrem Schockzustand einen Bestatter aus dem Internet raussuchen (von einer Person, die das Recherchieren sicher nicht erfunden hat :-\ !). So kam es zu der unsäglichen Tatsache, dass sie A.-Bestattungen schon angerufen und per Vollmacht engagiert hatte, als ich gegen Mittag zu ihr kam. Nach der telefonischen Auskunft sollte eine Urnenbeisetzung inkl. Überführung 1000€ kosten, was meine Schwiegermutter positiv beeindruckte - also berichtete sie mir fast freudig davon. Mir graute schon vor dieser merkwürdigen Aussage, aber es sollte noch schlimmer kommen als ich befürchtete... den Bericht hänge ich unten an, erst einmal möchte ich aber meine akute Frage loswerden:
Jun
Mord unter Bestattern -IV-
Es geht weiter: Jetzt haben die Verurteilten angekündigt, Revision einzulegen.
gefunden von pookii
Jun
Grabplatte darf Verwesung nicht behindern
Mindestens einmal pro Monat erreichen mich Fragen zu Grabsteinen. Exakte Aussagen, die auch noch allgemeingültig wären, kann ich da in den meisten Fällen nicht machen, zu unterschiedlich sind die Bestimmungen auf den einzelnen Friedhöfen.
Heute berichten verschiedene Medien über ein aktuelles Urteil
Schauen wir uns mal den Bericht bei Spiegel-online an:
Unter der Überschrift: "Witwer darf Leichenverwesung nicht verzögern" berichtet der SPIEGEL von einem Witwer aus Norddeutschland der nun laut Gerichtsbeschluss die große Grabplatte auf der letzten Ruhestätte seiner Frau wieder entfernen lassen muß. Der Stein lasse zu wenig Luft durch und verhindere dadurch die fristgerechte Verwesung der Leiche.
Jun
Bestatter in Dortmund
Meine Freundin sucht einen Bestatter in Dortmund. Ich würde mich freuen, wenn Du jemanden wüßtest, der die Bestattung gut durchführt, oder den Du empfehlen kannst.
Danke Dir!
Kann jemand wen empfehlen?
Jun
Shangri-La
Horst ist weg, Lena hat gewonnen, der Lead-Sänger der Temptations ist gestorben und in meinem Büro sitzt eine bunte Mischung aus allen Dreien.
Gut, von Mr. Woodson hat Eleonore Dürr nicht so arg viel, dafür ist sie aber, so wie ihr Name es schon andeutet, so schlank wie Lena und hat die Physiognomie des gescheiterten geschiedenen Bundespräsidenten.
Ich sag' jetzt mal nicht, daß sie häßlich ist, das kann man wirklich nicht sagen, das wäre auch geschmeichelt.
Elli, so nennt sie eigentlich jeder, nur ich nicht, ich bevorzuge es, ihren Namen extensiv auszukauen und stets deutlich auf dem zweiten "o" zu betonen, einfach so, weil es mir Spaß macht, also, Elli-Eleonooore ist Bestatterin, hat ein kleines Institut namens "Abschiedshaus Shangri-La, vormals Pietät Himmelsfrieden A. Meyer" und schlägt sich mehr schlecht als recht durch den Dschungel des Bestattungsgewerbes.
Mai
Spargelzeit
Ich esse gerne Spargel. Ich mag auch kalten Spargel aus dem Glas, eingewickelt in gekochten Schinken...
Aber frischer Spargel mit brauner Butter oder holländische Sauce... hmmmm!
Heute war ich bei Bestatterkollegen zu einer Betriebsbegehung und habe natürlich nicht Nein gesagt, als die Chefin mich fragte, ob ich nicht Lust hätte zum Mittagessen zu bleiben, sie habe frischen Spargel gemacht.
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Kommentare
Nicht viel was anderes als e.
@17 Christina: [quote]wie ka.
Den frittierten Marsriegel f.
Wobei sich natürlich nun di.
@Tzsoch, kein Fake, selbs.
Unter dem Bild steht bei wik.
Ich dachte immer "gemeinfrei.
"Anwälte tun auch nur, was .