Jun
11
Lohnabrechnung
Da stellt sich ein Mann bei mir als Fahrer vor. Er macht einen ganz guten Eindruck, ist schon seit drei Jahren ohne Anstellung und war vorher bei einem anderen großen Bestatter beschäftigt.
Wie viel er denn verdient habe, frage ich und bekomme als Antwort:
"Ja, keine Ahnung, so genau weiß ich das gar nicht."
Moment, wenn man doch irgendetwas von einem Job weiß, dann doch wie viel Geld man dafür bekommt, oder? Wieso weiß der Mann das nicht genau?
Seine Antwort war so:
Apr
11
Provinzposse um einen Grabstein
Designer und Steinmetze lassen sich alles Mögliche einfallen, um auch bei der Grabgestaltung "frischen Wind" in die Sache zu bekommen. Seien es Grabsteine aus Edelstahl, Grababdeckungen aus geätztem Glas oder komplette Grabeinfassungen aus Aluminium.
Oft wurden diese Neuerungen hinsichtlich Material und Aufstellungstechnik deshalb entwickelt, weil die Konstrukteure Alternativen zur Arbeit der Steinmetze anbieten möchten. Steinmetze sind oft traditionell in der Nähe der Friedhöfe angesiedelt und haben für gewöhnlich eine starke Lobby bei den Kommunalverwaltungen.
Deshalb ändert sich auch an den Bestimmungen (Fundamentierung der Steine, Rüttelprobe etc.) nur sehr selten etwas, sodaß man den Eindruck gewinnen könnte, hier würden Pfründe gesichert.
Apr
11
Pietät Eichenlaub -I-
Nachdem die Mauer weg war, herrschte in den neu hinzu gekommenen Bundesländern so etwas wie eine Goldgräberstimmung. Tausende von Westdeutschen dachten, sie bräuchten nur mit ihrem überragenden kapitalistischen Halbwissen und einer Tasche voller Geld im Osten anzurücken und könnten sich dort in Windeseile die sprichwörtliche goldene Nase verdienen.
Daß so manch einer sich da eher eine blutige Nase geholt hat, das ist eine andere Geschichte.
Herrn Fitz kennt Ihr noch gar nicht, liebe Leser, aber ich sollte ihn Euch einmal vorstellen.
Er ist der ehemalige Chef und Gründer der "Pietät Eichenlaub".
Mär
11
Diese Vorsorgen sind reine Abzocke!
Angeregt durch Deinen wirklich hervorragenden Blog, der meiner Meinung nach der beste überhaupt in Deutschland ist, habe ich meine Eltern (Vater 87, Mutter 83) nun dazu gebracht, Bestattungsvorsorgen abzuschliessen.Ich will mich damit nicht meiner finanz. Verantwortung entziehen, bitte nicht falsch verstehen! Meine Eltern und wir verfügen über ausreichende Mittel. Nur wohnen wir etwas mehr als 400 Kilometer von den Eltern entfernt und wenn es dann mal passiert, werde ich mich nur schwerlich sofort selbst um alles kümmern können.
Mir geht es darum, dass alles beim Bestatter besprochen und besiegelt ist und die ersten Schritte mal vollautomatisch ablaufen.
Deshalb ging zuerst meine Mutter zu einem Bestatter in ihrem Wohnort (eine große Stadt in Hessen).
Mär
11
Gedenkkerzen
Eine sehr hübsche Idee entdeckte ich bei der Betriebsbegehung in einem Bestattungshaus im Schwäbischen. Der Kollege hatte mich gebeten, seine betrieblichen Abläufe einmal von außen unter die Lupe zu nehmen, um etwas die Betriebsblindheit abzuschütteln.
Es ist gerade bei Bestattern so, daß man manches seit Generationen so macht und nie über den Tellerrand hinaus schaut. Da hilft einem ein neutraler Begutachter oft sehr schnell und sehr viel weiter.
Bei diesem Kollegen entdeckte ich diese Gedenkkerze:

Ich lege noch ein besseres Foto nach:
Feb
11
Die Schlumpfschlauchurne und der Schrumpfschlauch
Vor einigen Tagen schrieb ich, daß das Krematorium in Meißen ganz normale Aschenkapseln aus Weißblech dadurch etwas "aufhübscht", indem man in einem ganz herkömmlichen Küchenbackofen die ansonsten anthrazithfarbenen bis schwarzen Kapseln mit einer blauen Schrumpffolie überzieht.
Feb
11
Das Haus des grauen Grauens
Das Georg-Flöter-Haus ist eines der hässlichsten Altersheime, die ich jemals gesehen habe. Es handelt sich bei dem Bau um das ehemalige Verwaltungsgebäude der Maschinenfabrik Walter F. Baggermann & Söhne GmbH & Co. KG und so sieht es von außen und vor allem von innen auch aus.
Eine schmucklose Fassade mit gleichförmigen quadratischen Fenstern, der Haupteingang direkt an der Kastanienstraße, einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße, und im Inneren nichts als lange, schmale, schier endlose Gänge mit einer im Viermeterabstand aufgereihten Folge von Türen und das auf sechs Etagen.
Feb
11
In Duisburg gibt es jetzt Bio-Urnen
Im Krematorium Meißen macht man um die von vielen als hässlich erachteten grauschwarzen Aschenkapseln aus Blech nun blaue Schrumpffolie. Das sieht aus wie lackiert und ermöglicht die Verwendung der Aschenkapsel auch ohne teure Überurne.
In Duisburg geht man einen anderen Weg und bietet zwar auf Wunsch immer auch noch die Blechkapsel an, setzt in erster Linie jedoch auf Bio-Urnen.
Feb
11
Aaraus Urnenverstecke im Wald
Habe den Beitrag über Aarau und Patrick Schneider gerade angesehen. Am Ende hält er die Position der Lochs mit Asche äh... Grabstättemit seinem GPS-fähigen iPhone fest, nicht mit einem dafür entwickelten GPS-Dingens.
Wenn er tatsächlich nur jeweils 4 Kommastellen notiert hatte, gibt es in Nord-Süd-Richtung eine Auflösung von gerade mal 11.11 m. Hinzu kommt natürlich die Ungenauigkeit der jeweiligen GPS-Messung...
Wenn die Verwandten die Grabstätte suchen gehen, müssen sie alles im Umkreis von etwa 20 Meter umgraben...
Vielleicht kann Tom was dazu sagen, er hat ja zum Glück Kinder, die noch was mit den Erwachsenen unternehmen wollen... Geocachen
Nun, es ist ja nicht Sinn der Sache, daß die Angehörigen Ihren Verstorbenen bzw. dessen Asche noch einmal ausgraben; sie sollen an die Stelle gehen und seiner dort gedenken können, so sie das denn wollen.
Jan
11
Sofabestatter, Wohnzimmerbestatter
In einem meiner letzten Artikel wurde auf einen Zeitungsartikel verwiesen, in dem von den so genannten "Sofa-Bestattern" die Rede war.
Hierzu schreibt Kommentator "Flamebeard":
Und das Thema mit den "Sofa-Bestattern": Also irgendwie kommt mir das wie der selbstgewählte Einstieg in den Drücker-Betrieb vor. Kein Büro, kein nix. Nur das, was man in der Hand zum Kunden trägt. Und wenn der Kerl auch noch aus der Werbe-Branche kommt... Also von dem erwarte ich nicht viel, ausser vielleicht einer perfekt gestalteten Trauer-Anzeige mit pfiffigem Slogan...
Dem muß ich mal eben widersprechen...
Jan
11
Musste Knochen vom Grab der Eltern wegräumen
Die Angehörige erlitt einen derben Schock, weil bei Ausgrabungsarbeiten auf dem Friedhof immer wieder Knochen an die Erdoberfläche gelangten, musste sie mehrfach Knochenreste vom Grab ihrer Eltern entfernen.
Hier der Link zu dieser Geschichte. Kommt sowas oft vor? Das ist ja voll das Grauen!
Solcherlei Knochenfunde fremder oder eigener Verstorbener gibt es immer und überall auf jedem Friedhof.
Ich verweise auf diesen Artikel im Bestatterweblog.
Natürlich ist es nicht schön, wenn der parkähnliche und gepflegte Charakter des Friedhofes durch Knochenfragmente gestört wird, aber man muß sich doch einmal grundsätzlich vor Augen halten, wo man sich befindet.
Dez
10
Drastische Gebührenerhöhung auf Heidelberger Friedhöfen -II-
Ich denke, wie andere oben: dieser Blog-Beitrag (Friedhofskosten in Heidelberg steigen dramatisch) greift zu kurz."[..]Das Friedhofswesen hat auch eine soziale Komponente, die hier wohl völlig vergessen und dem reinen Gewinnstreben geopfert wurde."
Ich denke die Stadtväter sind in diesem Falle Opfer von Maßnahmen (wie z.B. gerade der Bankenrettung) und haben einfach kein Geld mehr, weil alles ihnen genommen wurde.
Um die "soziale Komponente" wurden wir von den "Gewinnern" der Bankenrettung betrogen. Diese haben ihre eigentliche Verluste dem Steuerzahler (mir) aufgebürdet und ich als unter-30-jähriger Deutscher werde mein Leben lang Schulden zahlen, gegen die ich nichts tun konnte. Auch ich werde im Alter wahrscheinlich in Armut leben.
Weihnachtliche Grüße.
Nein, der Artikel greift nicht zu kurz.
Wenn man voraussetzt, daß das Bestattungswesen eine soziale Komponente hat und demnach die Preise so gestaltet sein sollen, daß sie einerseits die kommunale Kasse nicht zu sehr belasten und andererseits den Bürgern bezahlbare Bestattungen ermöglichen soll, so kommt man auf irgendeinen Preis X für die Leistungen.
Okt
10
Als Stümper einem Schwindel aufgesessen
Hallo Undertaker, an Ihren stümperhaften Behauptungen kann ja gar kein Wort wahr sein! Wir sind mit Aarau sehr zufrieden gewesen und wie ich in der Zeitung lese sagt Herr Schneider, der vorzügliche Arbeit an der Billigfront leistet, dass ein Fehlen von Dokumenten garnicht möglich sei und er so einen Dokumentenmangel hätte und gar nicht einäschern lassen könnte. Da sind Sie wohl einem Schwindel aufgesessen.
Es ist mir eine Freude, daß Sie mit diesem Unternehmen zufrieden waren, so etwas hört man selten und gerne.
Tatsächlich ist es so, daß der Zeitpunkt und Ort, an dem die zweite Leichenschau stattfindet, überall unterschiedlich ist.
In einer Region ist es so, daß der Bestatter den Verstorbenen am Sterbeort abholt, sämtliche Feierlichkeiten durchführt und der Verstorbene erst nach der Ablieferung im Krematorium vom Amtsarzt untersucht wird.
In anderen Gegenden darf der Bestatter so lange, außer der Abholung, nichts mit dem Verstorbenen machen, bevor nicht ein Rechtsmediziner die zweite Leichenschau durchgeführt hat.
Okt
10
Was bitte ist denn bei Aarau wirklich los?
Gestern und vorgestern hat der Kommentarredakteur eine Reihe von Kommentaren zum Artikel über Aarau-Bestattungen gelöscht. Keine Bange, es geht nicht darum, die Meinungsvielfalt zu glätten, sondern darum, die erkennbar immer gleichen Leute, die Aarau hochloben und die Argumente verdrehen, mit ihren Doubletten aus den Kommentaren heraus zu bekommen.
Es wird hier über ein Unternehmen berichtet, dem verschiedene Dinge vorgeworfen werden.
Einmal lesen wir hier immer mal wieder davon, daß die zunächst versprochenen günstigen Preise am Ende oft nicht eingehalten werden. Dann wird von recht ruppigem bis fast schon pietätlosem Auftreten bei Überführungen berichtet.
Als Nächstes finden die Reporter der Welt am Sonntag heraus, daß Aarau Verstorbene wohl illegal im Ausland einäschern läßt und offensichtlich die vorgeschriebene zweite Leichenschau nicht vornehmen läßt.
Die von vielen Kunden als schöne und wildromantische Alternative empfundenen Aschenbeisetzungen auf einer Schweizer Bergwiese erfolgen, glaubt man der Welt am Sonntag irgendwann ganz unromantisch aus dem Kofferraum eines Geländewagens heraus völlig ohne Genehmigung der Schweizer Behörden.
Okt
10
Hat Aarau Bestattungen illegal eingeäschert und bestattet?
Das Bestatterweblog berichtet nunmehr seit Jahren über die von manchem als dubios bezeichneten Geschäftspraktiken der Firma Aarau, die vor allem als Internet-Billigbestatter auftritt.
Die Klagen von Lesern und Leserinnen über teilweise unzumutbare Zustände bei den Abholungen, das folgende Verwirrspiel um den Verbleib von Urnen und die dann doch erheblich teureren Abrechnungen gehören fast schon zum Alltag.
Sehr aufmerksam hat das Journalistenteam Dirk Banse und Lucas Wiegelmann für die Welt am Sonntag nun einmal näher hin geschaut und ist auf ganz Erstaunliches gestoßen.
©2012 Bestatter-Weblog
Layout © von Michael Kaiser u. Tom, Undertaker-Image © by Mike Worley.
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Kommentare
Die Erholung sei dir von Her.
Zwei Wochen Norwegen gönne .
Boah, immer wenn man denkt, .
Kabäääääääämmm nee.
schön geschrieben, dieses: .
Von "intravenös" ist in der.
Hihi, der war gut... und Nor.
Ja, und ??? Dann hat der alt.