Jan
12
Undertaker Tom in Radio Lotte Weimar
Radio Lotte Weimar präsentiert seit Anfang des Jahres Teile aus meinem Buch "Darf ich meine Oma selbst verbrennen?" als autorisierte Kolumne in etwa wöchentlichem Rhythmus.
Da nicht alle Stadtradio Lotte Weimar hören können, gibt es vom Sender freundlicherweise die Freigabe für die entsprechenden Beiträge, sodaß auch alle Bestatterweblog-Leserinnen und -leser nunmehr mit- und zuhören können.
Mär
11
LiveWire-Podcast stellt das Bestatterweblog vor. -II-
Die Links zum LiveWire-Podcast sind alle Mist. Unter dem Originallink bekommt man eine "Malware-Warnung" und bei iTunes ist der Titel gesperrt.
Was soll's, also habe ich jetzt den Podcast in unsere Podcast-Maschine geworfen und stelle ihn (frei von Malware) hier zur Verfügung. (© Podcast: LiveWire, KampusFM)
Feb
11
"Finale" ist in Forchheim mit dabei 2011
Für FINALE gibt es jetzt auch einen Trailer.
Den kann man hier anschauen.
Aus rechtlichen Gründen ist der Trailer ein Bestatterweblog-Videopodcast.
Dez
10
Nochmals aufgetischt: Tom macht Fehler
Und wer heute so gar nichts zu lachen hat, dem empfehle ich, so richtig silvestermäßig, die folgende Folge aus meiner Podcast-Reihe. Es ist zwar die etwas ältere Folge Nummer 29, aber ich kann mich immer wieder über diesen Quatsch kaputtlachen.
Hier kann der Podcast heruntergeladen werden:
Klein und kompakt in Mono gibt es den Podcast hier
und auch im AAC-Format (m4a) ist er verfügbar und zwar hier.
Dez
10
Podcast 30
Der 30. Podcast ist heute fertig geworden. Hier kann er heruntergeladen werden:
Klein und kompakt in Mono gibt es den Podcast hier
und auch im AAC-Format (m4a) ist er verfügbar und zwar hier.
Den Podcast gibt es natürlich auch wieder bei iTunes.
Dez
09
Überraschung
Überraschung:
Der 29. Podcast ist heute fertig geworden. Hier kann er heruntergeladen werden:
Klein und kompakt in Mono gibt es den Podcast hier
und auch im AAC-Format (m4a) ist er verfügbar und zwar hier.
Mai
09
Podcast 28 erschienen
Der 28. Podcast ist heute fertig geworden. Hier kann er heruntergeladen werden:
Klein und kompakt in Mono gibt es den Podcast hier
und auch im AAC-Format (m4a) ist er verfügbar und zwar hier.
Apr
09
Podcast 27 erschienen
Der 27. Podcast ist heute fertig geworden und jetzt konnte ich ihn auch hochladen, um ihn für Euch zugänglich zu machen.
Hier kann er heruntergeladen werden:
In ein paar Minuten gibt es ihn dann wie immer auch klein und kompakt in Mono hier.
Weil danach gefragt wurde, gibt es den Podcast auch im AAC-Format (m4a) und zwar hier.
Apr
09
Ich war auf Malle
Der junge Mann ist etwa 1,70 groß, schlacksig, dünn, pickelig. Er trägt ein Sechswochenklo, also viel zu große Hosen, deren Schritt an den Kniekehlen hängt, auf seinem T-Shirt steht "fuck the nature" und er möchte gerne wissen, ob wir in den Sommerferien für zwei Wochen einen Praktikanten suchen. Dann wird er 16 sein, mit der Schule fertig und braucht noch einen Eintrag in seinem Praktikumsheft, weil er jetzt in den Osterferien mit "nem Kumpel auf Malle" war.
"Alles klar, Sie hören von uns, falls was daraus wird melden wir uns innerhalb der nächsten beiden Tage bei Ihnen, bitte rufen Sie nicht bei uns an, kommen Sie bitte nicht vorbei. Schön, daß Sie sich beworben haben."
Wer sich schon ein paar Mal beworben hat, der weiß, daß so ein freundlich vorgetragener Satz in Wirklichkeit bedeutet: "Geh weg und komm bloß nicht wieder, Du Flachpfeife!"
Apr
09
Inhaltsreiches Händeschütteln leicht gemacht
In einem meiner vorherigen Artikel ist vom inhaltsreichen Händeschütteln die Rede.
Das hat einige Blogleser dazu veranlaßt, anzunehmen es handele sich hierbei um die Aufforderung zur Bestechung mit einer kleinen Banknote.
Nichts liegt mir ferner, deshalb möchte ich kurz das inhaltsreiche Handschütteln erklären:
Die Person mit Schüttelabsicht, der sogenannte Schüttler, stellt sich dem zu Beschüttelnden in aufrechter Haltung gegenüber, wobei es sinnvoll ist, daß auch der zu Beschüttelnde sich in einer ebensolchen aufrechten Haltung befindet.
Alsdann ergreift der Schüttler beherzt mit seiner rechten Hand die rechte Hand des zu Beschüttelnden. Nun legt der Schüttler noch seine linke Hand auf die zum Schüttelakt verbundenen rechten Hände des Schüttlers und des zu Beschüttelnden. Dies strahlt zusätzliche Wärme und Verbundenheit aus. Die so bedeckten und verbundenen Hände werden nun einige Male auf und ab bewegt, was der sogenannte eigentliche Schüttelakt ist. Zwei bis drei Auf- und Abbewegungen sind ausreichend, mehr wird oft als übertrieben empfunden.
Apr
09
Podcast 26 erschienen
So, jetzt ist er fertig, der 26ste Podcast. Darin enthalten sind der 84jährige, der Gräber verwüstete, die lange Nacht bei Frau Zimmerling und "Daniela und Beat VI".
Hier kann der Podcast Nr. 26 heruntergeladen werden:
Und klein und in Mono gibt es den hier.
Apr
09
In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine
"Tja, so schnell geht das. Jetzt isser weg. Ich hab ja gewußt, daß er todkrank ist, aber daß es dann doch so schnell geht..."
Das sagt Frau Gertrud Zimmerling, die in einem Küchenkittel vor mir steht, zieht ein Staubtuch aus der Kitteltasche und wischt ganz in Gedanken über die Platte am Fußende des Krankenbettes, in dem ihr Mann Hubert noch bis vor zehn Minuten gelegen hat. Die vielen Pflegeutensilien, die das kleine Zimmer vollstopfen, zeugen davon, daß hier ein schwerer und vielleicht langer Kampf gegen die Krankheit stattgefunden hat, den das Ehepaar Zimmerling nun doch verloren hat. Er ließ sein Leben und sie bleibt leer und ohne Aufgabe zurück.
Die Leere merkt man ihr an, sie wischt mit dem Tuch nun sogar gedankenverloren über meinen Koffer. Es ist Gründonnerstag gegen 22 Uhr und als Bestatter bin ich direkt mit meinen Fahrern zum Sterbeort gefahren, weil Frau Zimmerling gleich alles besprechen will und weil es klug ist, wegen des Osterfestes alles unter Dach und Fach zu bringen. Samstag ist eine Notbesetzung bei der Friedhofsverwaltung im Einsatz und nächste Woche wird es auf den Friedhöfen viel zu tun geben. So ist das nunmal rund um die großen Feiertage Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Am Donnerstag haben die Friedhofsleute schon kurz vor Eins die Schaufeln fallen lassen, am heutigen Karfreitag wird gar nicht beerdigt, Samstag gibt es nur den Notdienst für telefonische Terminvergaben und Anmeldungen und so vergehen bis Dienstag nach Ostern viereinhalb Tage an denen nicht bestattet wird.
"Sind das die Unterlagen vom Arzt?" frage ich und deute auf die mir nur zu gut bekannten Papiere auf dem Nachttisch. Der Arzt hat sie aufrecht zwischen die zahlreichen Medikamentenschachteln geklemmt.
Frau Zimmerling nickt und sagt: "Ja, die brauche ich ja für die Rente und für die Sparkasse."
Apr
09
Daniela und Beat -VI-
Wir haben es mit einer heiklen Situation zu tun. Daniela hatte versucht sich das Leben zu nehmen, als sie sich mitten im Abschiedsprozess von ihrem -durch einen Unfall plötzlich gestorbenen- Mann Beat befand. Ihr Schwiegervater Räto wollte zunächst weder sie, noch seinen verstorbenen Sohn Beat sehen, besann sich dann aber doch und besuchte sein totes Kind und beschloss, nun auch Kontakt zu Daniela aufzunehmen, die sich bis heute in einer psychiatrischen Einrichtung befand.
Da wir nicht weiter wußten, hat Sandy Beat einbalsamiert, Räto hatte dazu sein Einverständnis gegeben. Diese Maßnahme wurde dringend wichtiger, denn die Zeit schritt voran und mit ihr setzen langsam auch Veränderungen am Verstorbenen ein, die dringend aufgehalten werden mußten. Es wäre sonst auch kaum möglich gewesen, den Termin für die Trauerfeier mit dem Sarg noch länger hinauszuzögern. Morgen, am Karfreitag, soll diese stattfinden. Ein ungewöhnlicher Termin, aber in der privaten Trauerhalle eines Bestatters geht auch das und großartig kirchlich orientiert ist die Familie auch nicht.
Ganz früh heute Morgen hat Räto seine Schwiegertochter am psychiatrischen Institut abgeholt und sie sind, so erzählte er mir dann später, schweigend nebeneinanderher zum Auto gelaufen. Daß es überhaupt soweit kommen konnte, daß Räto und Daniela zusammengekommen sind, das bedurfte allerdings einiger beiderseitiger Überwindung.
Daniela ist nicht irre, sie war auch nicht weggesperrt und man hatte ihr außer leichten Beruhigungsmitteln auch keine Medikamente verabreicht. Der Aufenthalt im Institut diente der Feststellung, inwieweit sie wieder gefestigt ist, um möglichst ausschließen zu können, daß sie wieder Hand an sich legt.
Gegen elf Uhr sitzen mir beide gegenüber, Daniela schön wie eh und je und Räto sehr gelöst. Wie anders Menschen aussehen, wenn sie lächeln.
Keineswegs macht Daniela einen gestörten Eindruck, sie entschuldigt sich bei uns für die Unannehmlichkeiten, für den Schrecken den sie uns eingejagt hat und begründet ihre Handlung so:
Apr
09
Geheimnisvolle Grabschändung
Einige Tage tappte die Polizei aus Northeim im Dunkeln. Mehrere Gräber auf dem Friedhof Langenholtensen waren am 1. April 2009 verwüstet worden und das auch noch mit einem Auto. Waren da Vandalen am Werk oder handelte es sich um ein Rangiermißgeschick eines Handwerksbetriebes?

Jetzt konnte endlich Licht in das Dunkel gebracht werden. Ein 84-jähriger Rentner bekannte sich heute reuig zu der Freveltat.
Da er ja nicht mehr so gut zu Fuß sei, habe er kurzerhand beschlossen, zur Pflege des Grabes seiner Frau, mit dem PKW auf den Friedhof zu fahren. Da die Wege aber doch arg eng seien, habe er es beim Rangieren nicht vermeiden können, völlig unbeabsichtigt natürlich, auf andere Gräber zu fahren und diese zu beschädigen.
Jetzt will er den Schaden über seine Versicherung regeln lassen.
Dieser Text ist auch als Podcast verfügbar.
Bild: ©Pixelio.de/Tidus9
Apr
09
Daniela und Beat -V-
Die Situation belastet uns alle. In der Kühlkammer liegt Beat und wartet auf seine Verabschiedung und die beiden einzigen Personen auf dieser Welt, die diese wichtige Arbeit leisten können, stehen dafür nicht zur Verfügung.
Seine Frau Daniela ist im Institut für psychische Gesundheit von Professor Vogelsang und sein Vater Räto will mit ihm nichts zu tun haben.
Beat ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und seine junge Frau Daniela konnte mit diesem plötzlichen Weggang nicht zurecht kommen.
Deshalb hatten wir für sie eine schrittweise Verarbeitung des ganzen eingeplant und wollten sie langsam Abschied nehmen lassen.
Das Unausweichliche und Unabänderbare, den Tod, hatten wir ihr anhand Beats Leiche recht drastisch vor Augen geführt. Einfach damit sie begreifen konnte, daß ihr Beat auch wirklich tot ist.
Wie oft habe ich es schon erlebt, daß Menschen plötzlich aus dem Leben gerissen wurden und die Angehörigen diesen Verlust einfach nicht wahrhaben wollten. Selbst angesichts der Leiche verweigern sie es ihrem Verstand, es zu begreifen und sagen dann tatsächlich: "Das ist nicht meine Mutter" oder "Diesen Menschen kenne ich nicht".
Sie verdrängen die schreckliche Wahrheit und ein harsch geäußertes: "Jetzt stellen Sie sich mal nicht so an!", wie ich es mal im pathologischen Institut von einem Kripobeamten hörte, hilft da gar nicht weiter, denn die Leute verweigern ja nicht absichtlich die Zusammenarbeit, sondern es ist eine innere Schutzfunktion, die da greift und sie selbst vor Schaden bewahrt.
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Kommentare
Die Erholung sei dir von Her.
Zwei Wochen Norwegen gönne .
Boah, immer wenn man denkt, .
Kabäääääääämmm nee.
schön geschrieben, dieses: .
Von "intravenös" ist in der.
Hihi, der war gut... und Nor.
Ja, und ??? Dann hat der alt.