Wo ist das Ende der Geschichten?

Hallo TOM,
diesmal habe ich die Blogsuche benutzt und nichts gefunden.
Die Geschichte „Ferien am Gardasee“ hatte mehrere Merkmale die auf eine Fortsetzung hoffen lassen.
-Ein toter 10-jähriger.
-Eine Mutter welche über das „normale mass“ trauert.
-Ein Vater der ebenfalls angeschlagen ist.

Kommt da noch etwas?

Ich nehme diese Zuschrift mal exemplarisch für etliche, die ähnlich klingen. Ich habe da ein technisches Problem, das ich erst in baldiger Zukunft lösen werde.
Genau wie ich es anderswo schon beschrieben habe, gehe ich nach meinen Aufzeichnungen und PC-Notizen vor. Ich stoße dann z.B. auf einen Eintrag der da lautet:
„Gardasee, 10jähriger“ und dann folgen einige Textzeilen.

Dadurch kommt dann meine Erinnerung in Gang und ich versuche mir vorzustellen, wie das seinerzeit war und schreibe den ersten Teil nieder. Ich bin dann oft fest davon überzeugt, daß da noch ein Eintrag kommt (und ich habe eine Menge Notizbücher zuzüglich einer unglaublichen Zettelwirtschaft) aus dem ich dann die Fortsetzung erstellen kann. Aber dann merke ich oft lange später, daß da nichts mehr kommt und so bleibt dann eine Geschichte im Weblog ohne Ende.

Ändern könnte ich das, indem ich vor dem Schreiben einer Geschichte erst alle Notizen durchgehe (was gar nicht machbar ist) um zu sehen, ob da noch was kommt.
Wem also irgendwo noch das Ende zu einer Geschichte fehlt, der kann das gerne hier in den Kommentaren oder via Kontaktfomular melden.

Es ist aber zu berücksichtigen, daß das Leben die Geschichten schreibt und nicht jede Geschichte ein dramatisches, romantisches oder erzählenswertes Ende hat. Manchmal bin ich in irgendein überaus interessantes Schicksal eingebunden, beginne zu notieren und schreibe hier auch und dann höre ich nie wieder etwas von diesen Leuten.

Wenn ich aber zukünftig eine mehrteilige Geschichte fertigerzählt habe, schreibe ich deutlich ENDE darunter.

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  • Veröffentlicht am: 31. Juli 2009
  • 9 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

9 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Du baust also ganz bewusst Cliffhanger ein, obwohl dir klar ist, dass in vielen Fällen die Sache niemals aufgeklärt wird? Das ist eine prima Schreibart. Wenn auch vollkommen unverständlich.

    Drehbuchschreiber werden für so etwas regelmäßig gelyncht.

  2. Lieber TOM, wir Ruhrgebietler sind ja als sehr direkte Menschen bekannt.

    Also: Kommt da noch watt oda nich?

  3. [quote]
    Drehbuchschreiber werden für so etwas regelmäßig gelyncht.
    [/quote]

    Deswegen ist hier ja alles so anonym *ggg*. Wobei ich immer dachte, dass es das nur noch im tiefsten Süden von Texas oder Bayern gibt („willst du wen lynchen, fahr ihn nach München“).

  4. Da hätte ich dann doch gleich auch mal eine Frage.

    —————————–
    Zitat:

    Hauen und Stechen: Die Sache ist im wahren Leben vor Gericht und ich muss abwarten.
    ————————————–

    Ich habe dann leider nichts weiter darüber gefunden (vielleicht habe ich es ja auch nur übersehen). Gibt es ein Ende zu dieser Geschichte? Ich bräuchte auch gar nicht alle Einzelheiten, ich würde nur gerne wissen, wie es dem betroffenen Bestatter ergangen ist, hat er sein Unternehmen nocht etc.

  5. Da kommt mir der Gedanke zu einem Spiel in den Sinn. Wir könnten doch mal eine Geschichte zusammen basteln.
    Das funktioniert so wie mit dem Plüschschaf.
    Also: Tom schreibt eine Geschichte. Etwa 40 Zeilen lang, dann hängt er sie Cliff. Die stellt er aber noch nicht ins Blog, sondern schickt sie an vielleicht 20 von uns nacheinander einzeln, um den Faden weiterzuspinnen. Jeder hat eine Woche Zeit, um das Ereignis weiterzuspinnen und darf 20 Zeilen schreiben, kommt dabei aber keinesfalls zum Schluß. Der/die Nächste, welche(r) die Mail erhält, setzt die Geschichte an der Stelle fort, an der der Vorgänger aufgehört hat. Als letzter kreiert Tom den Schluß und dann bekommen alle unser Gemeinschaftswerk zu sehen. Kann schon mal ein halbes Jahr dauern bis etwa 20 Kommentatoren seiner Wahl durch sind.

  6. @Mac
    Bei solchen Geschichten sollte man lieber lesen was passiert ist als wie selbst was zu erfinden.

  7. @Silvio: Es gibt auch selbst entwickelte Geschichten, so wie ein Roman oder GZSZ oder Lindenstrasse oder sonstwas. Einfach so tun als ob es echt wär. Und das wär dann unser aller Werk. Ach, eins vergaß ich noch: jeder hört mitten im Satz auf, und der Nachfolger muß genau da weitermachen.

  8. MacKaber,
    mir gefällt die Idee, erinnert mich an verschiedene Fan-Seiten zu bekannten Romanen oder Serien, in denen in ähnlicher Weise an den Geschichten zwischen den Originalstorys gearbeitet wird.
    Vermute mal, bei den Kommentatoren gibt es mindestens 10 Leute, denen sowas Spass macht und die sicher noch einige Hintergrundinformationen über z.B. gemeinsame Shopping-Touren von Sandy und Antonia haben.(„Manni, hol schon mal den Wagen raus.“) ;)

    Da gibts ja auch noch das Forum, wo relativ wenig los ist, auch ein schöner Platz, um „Fan-Fiction“ reinzuschreiben.

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