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Den toten Opa setzen wir immer schön ans Fenster

Man kennt doch diesen Witz:

„Ja klar, der Opa ist schon fast ein Jahr tot, aber in der Tiefkühltruhe hält er sich und kurz vor dem Rentenstichtag setzen wir ihn immer ein bißchen ans Fenster.“

Jetzt ermittelt aktuell die Kriminalpolizei gegen eine Familie aus Hitzhofen.

Die Mutter der Familie hatte am Freitag einen meiner Kollegen gerufen, weil ihr 46-jähriger Sohn gestorben sei. Der Zustand der Leiche kam dem Bestatter aber seltsam vor und außerdem fehlten noch die Leichenschaupapiere. Der hinzugerufene Leichenschauer stellte fest, daß der Mann nicht erst jüngst verstorben war. Der genaue Todeszeitpunkt ließ sich ohne Obduktion jedoch zunächst nicht feststellen, es wird aber von einem „längeren Zeitraum“ gesprochen.

Das ist aber nicht der erste Fall, in dem die Polizei gegen die Familie ermitteln muß. Erst im August 2007 hatte die Familie den Tod des 75-jährigen Vater des jetzt verstorbenen Mannes monatelang verschwiegen. Man hatte den toten Vater einfach mit Zeitungen abgedeckt und in der Wohnung liegen lassen.
Es heißt, man wollte sich auf diese Weise die Rentenzahlungen noch eine gewisse Weile sichern.

Fremdverschulden soll in beiden Fällen keine Rolle gespielt haben.

Fehler durch Lektorin Anya bereinigt.

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Peter Wilhelm3. März 2016

12 Kommentare von 138850.

  1. Uaaahhhh … was soll so ein Verhalten, eine Leiche im August einfach liegen lassen und mit Zeitungen abdecken?

    Wollten die eine Maden- und was weiss ich, was für Viehzeug sich auf einer Leiche ansammelt-Zucht aufmachen?

  2. Scheint ja ein betrügerisches Pflaster zu sein, dieses Hitzhofen: Im August vergangenen Jahres gab es dort genau so einen Fall schon mal.
    http://www.welt.de/vermischtes/article1127294/Familie_versteckt_wochenlang_Leiche_.html

  3. Sind wir schon wieder auf dem hohen Ross?
    Ja?
    Musst du mal wieder deinem Frust Luft machen und Leser beleidigen?
    Irgendwann wirst auch du vom deinen hohen Ross herunter kommen müssen.

  4. @Apollo:
    Ein Glück, dass es langmütige Menschen wie Dich gibt, die nicht nur a) freiwillig die Weblogs von leser-beleidigenden, arroganten (das ist das Fremdwort für das hohe Ross, übrigens) Weblogautoren lesen, sondern diese auch noch b) ganz kostenlos auf ihre moralischen Verfehlungen aufmerksam machen. So viel Nächstenliebe gibt es sonst nur in der Kirche.
    (Oh, nein! Ich habe es getan. Ich habe einen Troll gefüttert.)
    @Tom: Ich lese nach wie vor mit viel Vergnügen und freue mich schon auf den nächsten Beitrag der Kategorie „wundersame Kunden“, oder/und auf einen mit Antonia :o))

  5. Ich erspar mir jetzt mal den Kommentar zu meinem Vorschreiber (der mir schon in den
    Tasten lag), obwohl es mir in den Fingern juckt.

    Zum Fall an sich, mich erstaunt so langsam gar nichts mehr. Wie sehr muss man denn
    abstumpfen, um für ein paar Kröten, Vater/Sohn mal eben unter Zeitungen oder im
    Kühlschrank zwischenzulagern?

  6. Da diese Familie wohl überfordert war, hat sie sicher in mehreren Lebensbereichen der Führung und Anleitung bedurft. Nur – es war halt niemand zuständig.
    Diesmal, so sehe ich es, haben sie den Bestatter geholt, dass er für sie alles Erforderliche in die Wege leitet.
    Zwar etwas spät, doch immerhin schon ein Fortschritt gegenüber dem vorigen mal.

  7. Diese Familie war schon im vergangenen Jahr überfordert … und wer sie länger kennt (wie ich), der weiß, dass wegen eigener Erkrankung dringend Hilfe nötig war. Aber die im September 2007 angeregte gesetzliche Betreuung wurde vom zuständigen Gericht als nicht nötig abgelehnt. Jetzt ist einfach nur passiert, was offensichtlich passieren musste.

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