Diebe auf dem Friedhof

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diebe auf dem friedhof

Dreiste Diebe: Trauerkarten während Beerdigung gestohlen

Während einer Trauerfeier auf dem Saldernberger Friedhof in Havelberg wurden bereits am Freitag, 3. Februar, mehrere Trauerkarten gestohlen. Dies teilt heute Polizei mit.
Unbekannte Täter nutzten die kurze Abwesenheit der Trauergemeinde zwischen 14 und 15 Uhr aus und erbeuteten die Trauerkarten aus einem Briefkasten am Eingangsbereich der Trauerhalle.
Hinweise nimmt das Polizeirevier Stendal unter der Telefonnummer 03931/685292 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

16.02.17 AZ-Online.de

Was sich auf den ersten Blick wie eine unwichtige Meldung liest, kann für die Angehörigen ein bedeutender wirtschaftlicher Schaden sein.

Denn es ist nicht unüblich in die Kondolenzkarten und Trauerbekundungen Geldscheine zu legen. Das ist vor allem, aber nicht nur, bei Urnenbeisetzungen der Fall. Hier gibt es kein großes Grab und die Möglichkeit Kränze und Gestecke abzulegen, ist begrenzt.
In solchen Fällen schenken Trauergäste dann oft ersatzweise Geld für die spätere Grabpflege oder den Grabstein.
Das wird dann noch verstärkt, wenn es in der Todesbekanntmachung hieß, daß auf Blumen- und Kranzspenden verzichtet werden soll.

Auf diese Weise können bei einem Trauerfall auch schon mal 2.000 Euro und mehr zusammen kommen.
Das weckt natürlich bei Kriminellen gewisse Begehrlichkeiten.
Von den meisten Friedhöfen sind die früher üblichen einfachen Holzkästen für den Einwurf von Kondolenzen verschwunden.
Meist gibt es metallene Briefkästen, die aber weder 100%ig sicher, noch rund um die Uhr im Blickfeld des Friedhofspersonals sind.

Die beste Lösung ist es immer noch, den Bestatter mit der Abwicklung der Kondolenz zu beauftragen. Dann nimmt ein Mitarbeiter des Bestatters die Umschläge entgegen und leitet sie zuverlässig an die Angehörigen weiter.

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Peter Wilhelm19. Februar 2017

3 Kommentare von 138689.

  1. Im Münsterland, wo ich herkomme, war es früher üblich, die Traueradresse unter der Traueranzeige zu vermerken. Mittlerweile steht dort in der Mehrheit der Fälle die Adresse des Bestatters. Eine Zeit lang gab es nämlich Einbrecherbanden, die gezielt das Haus der trauernden Familie und die umliegenden Häuser ausplünderten, während die gesamte Nachbarschaft auf dem Friedhof war. Sie hatten es dann unter anderem auch auf die Kondolenzbriefe abgesehen, die zum Teil schon per Post eingetroffen waren.
    Traurig aber wahr.

  2. Geld im Briefumschlag war zu allen Zeiten unsicher, das scheinen noch nicht alle Menschen zu wissen, oder: man denkt: Trauernde werden nicht bestohlen? Irrtum,weiß von einer Bekannten, die vor vielen Jahren ihren Sohn verlor, vom Grab stahl man eine Statue. Normalerweise bräuchten da auch Friedhöfe einen Sicherheitsdienst, wer soll aber das bezahlen? Dann würde aber auch mal das Müll abladen mal aufhören. Kronkorken und Papierkram gehören nie auf Friedhofswege, sind aber leider Alltag dort, wo ich spazierengehe. Und Mülltrennung scheint man auch nicht zu beherrschen: Trauerbinden (so mit Aufschrift“ein letzter Gruß“ usw.): das gehört eben nicht zu den verrottenden Sachen, das verrottet sicher nicht innerhalb der nächsten 4 Wochen!

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