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    <title>Bestatterweblog - Kommune/Konkurrenz</title>
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    <managingEditor>undertaker@bestatterweblog.de (Tom)</managingEditor>
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<pubDate>Tue, 08 May 2012 06:22:22 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Bestatterweblog - Kommune/Konkurrenz - Bestatterweblog</title>
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    <title>Man darf nicht klicken!</title>
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            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Sehr geehrter Betreiber des Bestatterweblogs, sehr geehrte Kommentatoren des Weblog-Artikels &quot;&lt;a href=&quot;http://bestatterweblog.de/archives/Klicke-die-Klick/6556&quot;&gt;Klicke die Klick&lt;/a&gt;&quot;, &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Betreiber der Website www.aeternitas.de werten wir den tausendfachen Aufruf von einzelnen Webadressen auf unserem Server als mutwillige, weil automatisierte Attacke gegen unsere IT-Infrastruktur.&lt;br /&gt;
Die ausgeführte Attacke erfüllt unseres Erachtens alle Merkmale von &quot;Computersabotage&quot; nach §303b Absatz 1 StGB.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Absendedaten des Angreifers wurden protokolliert und dessen Provider über den Angriff informiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir fordern zudem den Betreiber des Weblogs &quot;Bestatterweblog&quot; auf, den Aufruf zu einer strafbaren Coputersabotage unverzüglich von seiner Seite zu löschen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
Thomas Feldkamp&lt;br /&gt;
Aeternitas e.V.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 02 May 2012 11:51:06 +0200</pubDate>
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    <title>Deutschland sucht die vertauschten Leichen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Deutschland-sucht-die-vertauschten-Leichen/6545</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:1019 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;430&quot; height=&quot;314&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/meiersarg1.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;Neues von Deutschlands Wettbewerb &quot;Wer vertauscht die meisten Leichen?&quot;.&lt;br /&gt;
Bestatter Harry G. aus Sachsen-Anhalt liegt ganz vorne, er hat im vergangenen Jahr 26 Leichen vertauscht, wird aber leider den Ruhm dafür nicht einheimsen können, weil er in der Sparte &quot;Dunkelziffer&quot; angetreten ist.&lt;br /&gt;
Sehr gute Chancen rechnen sich die Arbeiter des städtischen Krematoriums in R. (Bayern) aus, die jede Woche Donnerstag das lustige Urnenbembeln veranstalten, eine Mischung aus Bowling und Boßeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Etwas abgeschlagen auf dem bislang dritten Platz liegt Krankenschwester Olga P. (27), die im Klinikum der Stadt H. sich mit dem allseits so beliebten &quot;Zehenzettel-Vertauschen&quot; den Respekt ihrer Kolleginnen erarbeitet hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Klingt lustig? Ist es aber nicht!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt aktuell macht BILD wieder Schlagzeile mit: &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.bild.de/news/inland/friedhoefe/hier-ziehen-totengraeber-eine-vertauschte-leiche-aus-dem-grab-23812940.bild.html&quot; title=&quot;BILD!&quot;&gt;Hier ziehen Totengräber eine vertauschte Leiche aus dem Grab&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Ich bleibe dabei: Die Vertauschung von Verstorbenen kommt im Grunde alle Jubeljahre mal vor und liegt im Null-Komma-Promillebereich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daß nach den zwei Fällen im Osten jetzt auch in Mannheim so ein Fall bekannt geworden ist, zeigt aber, daß das zwar eine an sich sehr seltene Erscheinung ist, aber im Moment wohl gehäuft auftritt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie kann es zu einer Leichenvertauschung kommen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Grundsätzlich kann ich nur meine Forderung nach einer professionellen Leichenschau wiederholen.&lt;br /&gt;
Nur in den wenigsten Fällen findet überhaupt eine Identitätsüberprüfung statt. Der leichenschauende Arzt bestätigt in der Regel den Tod der Person, deren Name ihm von den Angehörigen mitgeteilt wird.&lt;br /&gt;
Selbst ein Blick auf den Personalausweis reicht nicht aus, weil alte Leute oft von der Ausweispflicht befreit sind und oft Papiere mit uralten Fotos besitzen.&lt;br /&gt;
Und überhaupt: Wer sieht nach einer Erkrankung und im Tode schon so aus, wie auf seinem Ausweisbild? (Es sei denn man hat die Bilder in dem Automaten machen lassen, wo meine Frau letztes Mal war.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die nächste Möglichkeit zum Vertauschen bietet sich im Krankenhaus. Die Verstorbenen werden oft zu Dutzenden in Kühlfächern gelagert. Einmal die falsche Tür aufgemacht, einmal beim Anbringen der Namensschilder unaufmerksam gewesen und schon ist es passiert.&lt;br /&gt;
Der Bestatter, der den Verstorbenen ja nicht kannte, nimmt die falsche Leiche mit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch beim Bestatter können Leichen vertauscht werden, weshalb es in meinem Bestattungshaus zwingend vorgeschrieben war, daß derjenige, der den Verstorbenen abgeholt hat, sich auch noch einmal persönlich versichert, daß genau diese Person auch im richtigen Sarg mit dem richtigen Namensschild liegt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine weitere Möglichkeit Leichen/Särge zu vertauschen gibt es auf den Friedhöfen und in den Krematorien. Wer einmal gesehen hat, wieviele gleiche billige Verbrennersärge im Krematorium nebeneinander stehen, der weiß wovon ich rede.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Überall wo Menschen arbeiten, können Fehler gemacht werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie können Vertauschungen vermieden werden?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle und ZETTEL SCHREIBEN!&lt;br /&gt;
Am Besten wäre es, wenn man jedem Verstorbenen bei der Leichenschau verpflichtend ein Kunststoffband um das Handgelenk legen würde, das mit seinem Namen und den Lebensdaten beschriftet ist. Es gibt diese, nicht ohne Zerstörung zu öffnenden, Bändchen für alle möglichen Zwecke der Eintrittskontrolle.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ordentliche Zettel, beschriftet mit dem Namen und Geburts- und Sterbedatum, sorgen ebenfalls dafür, daß es keine Vertauschungen geben kann. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen müssen aber auf allen Ebenen durchgeführt und eingehalten werden, beginnend bei der Leichenschau, bis hin zum Grab!&lt;br /&gt;
Es nutzt ja nix, wenn der Bestatter superordentlich arbeitet, wenn er vorher schon die falsche Leiche bekommen hat und gar nicht ahnt, daß er statt Emma Kruse jetzt Walburga Blömmelckes in der Kühlung liegen hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie können Angehörige sicher sein, daß sie den richtigen Verstorbenen betrauern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sagte es schon im Fernsehen. Wenn es die Gemütsverfassung der Angehörigen und der Zustand des Verstorbenen zulassen, dann sollte man vom Toten persönlich Abschied nehmen. Dann kann man durch direkte Inaugenscheinnahme prüfen, ob da der Richtige im Sarg liegt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann wiederhole ich meinen Rat: Setzen Sie auf einen guten Bestatter und nicht auf die Kettenbetriebe aus dem Bereich des billigen Jakobs aus dem Internet! Meiner persönlichen Meinung nach sind familiär geführte kleinere Bestatter sehr sorgfältig in ihrer Arbeit. Mir hat mal eine Angehörige erzählt, bei der Filiale eines Kettenbetriebes sei sie sich vorgekommen, wie auf einem Durchreisebahnhof, alles sei sehr fließbandmäßig und im Hau-Ruck-Verfahren abgewickelt worden.&lt;br /&gt;
Sagen wir es mal so: Wenn der Bestatter nur eine Leiche im Keller hat, kann er schon mal dort keine vertauschen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn der Bestatter schon mit dem Sprinter-Lieferwagen mit vier bis sechs Leicheneinschüben vorfährt, wäre ich persönlich skeptisch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Angesichts der zufällig jetzt gehäuft vorgekommenen Vertauschungen ist es durchaus auch sinnvoll, den Bestatter darauf anzusprechen. Es kann doch nicht schaden, wenn die Branche auch noch mal durch häufige Nachfragen seitens der Angehörigen sensibilisiert wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was tun, wenn ich eine Vertauschung bemerke?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ruhe bewahren! Ärger erstmal runterschlucken! Seien Sie froh, daß Sie den Fehler bemerkt haben. Sie waren eines der Glieder in der Kette, die wirkungsvoll eine Kontrolle durchgeführt haben und Sie haben den Fehler bemerkt. Machen Sie, ohne großes Theater, die Verantwortlichen SOFORT auf den möglichen Fehler aufmerksam!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sieht der Sarg auf einmal anders aus? Stehen auf den Schleifen der Kränze, auf Zetteln, Türbeschriftungen und Unterlagen falsche Daten und Namen? Ist das eine andere Urne als die die Sie bestellt haben? Spricht jemand von einem anderen Namen? Ist das eine andere Grabstelle?,,&lt;br /&gt;
Alles das können Indizien sein. Fragen Sie nach und zwar SOFORT.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Interesse eines würdigen Ablaufes würde ich an dieser Stelle kein großes Theater veranstalten. Sehen Sie zu, daß der Fehler so reibungslos wie möglich korrigiert wird und nehmen Sie in Ruhe und Würde Abschied.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Verantwortlichen können Sie auch später noch zur Rechenschaft ziehen und nachforschen wer der Schuldige ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;-----&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber nochmals:&lt;br /&gt;
Die deutschen Bestatter arbeiten sorgfältig.&lt;br /&gt;
Eine Leiche zu vertauschen und deshalb in die Schlagzeilen zu kommen oder deswegen schlechte Mundpropaganda zu bekommen, ist der Albtraum eines jeden Bestatters!&lt;br /&gt;
Nichts kontrolliert der Bestatter so sorgsam und immer wieder, wie die &quot;richtige Leiche&quot;.&lt;br /&gt;
Nur an wenigen Fällen überhaupt trägt der Bestatter die Schuld. &lt;br /&gt;
Vertauschungen finden oft schon vorher im Krankenhaus und später auf dem Friedhof statt und oft ist es der Bestatter, der eine solche Vertauschung bemerkt und ohne großes Theater korrigiert.&lt;br /&gt;
Nur ja bloß keine falsche Leiche! Das ist das Motto der Bestatter!&lt;br /&gt;
Es gilt die Regel, daß man sechs gute Bestattungen durchführen muss, um einmal von der daraus resultierenden Mundpropaganda profitieren zu können.&lt;br /&gt;
Eine negative Mundpropaganda macht aber 25 gute Bestattungen zunichte.&lt;br /&gt;
Eine negative Schlagzeile in der Zeitung kann das Unternehmen in den Ruin treiben!&lt;br /&gt;
Diesem Risiko setzt man sich nicht aus und kontrolliert deshalb so gut man kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Trauernden können sich sicher fühlen und beruhigt sein.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 24 Apr 2012 08:32:00 +0200</pubDate>
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    <title>Der mit dem gepellten Ei -2-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-mit-dem-gepellten-Ei-2/6528</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia zwängt sich in Sandys smart und nuckelt die Pinne zum Friedhofsamt. &lt;br /&gt;
Wir alle sind gespannt, was sie anschließend zu berichten weiß. Wer, wenn nicht Antonia, mit ihrem Talent zu sinnbefreiten Diskussionen mit jedermann, sollte in der Lage sein, den unfreundlichen und wortkargen Eierpeller zu erweichen.&lt;br /&gt;
Sandys lange Beine in schwarzen Netzstrümpfen und nur knapp verhüllte Brüste haben es nicht vermocht, ihn aus seinem städtischen Büroritual zu reißen, Mannis sportive Muskulatur und sein knackiger Hintern haben es nicht geschafft und auch Frau Büsers mütterliche Art, nach Krankheiten und Beschwerden fragend, war nicht in der Lage, dem Mann irgendeine Äußerung zu entlocken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir sind also gespannt... Antonia kommt schon nach 20 Minuten wieder, strahlt über das ganze Gesicht und hat Streuselkuchenkrümel in ihren Wangengrübchen.&lt;br /&gt;
Ey, das wär&#039; echt cool bei denen auf dem Amt, in Zukunft wolle sie nicht mehr die Tour zu den Standesämtern fahren, sondern lieber immer da hin, die seien ja voll nett.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir anderen schauen uns an und fragen uns und Antonia, ob sie auf dem selben Amt gewesen sei, von dem wir geredet haben.&lt;br /&gt;
Ja sicher! Aber nee, da sei kein unfreundlicher Mann und Eier habe da auch keiner gegessen, da sei eine voll tolle Frau, eine Adelige, eine ganz feine, freundliche Dame, die ihr die Bilder ihrer Kinder gezeigt und mit ihr ein Streuselkuchenteilchen vom Bäcker Krusselmann geteilt hätte. Sowas Nettes!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und tatsächlich, die ebenfalls Unfreundliche von der Ortspolizeibehörde lässt sich später am Tag auf intensives telefonisches Befragen entlocken, der Herr Sauerbauer sei nicht mehr im Amt, der habe sich wegen Burnout und Stress erstmal beurlauben lassen oder sei in REHA oder sowas, auf jeden Fall komme der nicht wieder. Der habe den ewigen Stress mit dem Publikum nicht vertragen und werde nach seiner Genesung auf eigenen Wunsch eine Stelle im doch etwas ruhigeren Stadtarchiv einnehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sowas aber auch! Da schicken wir unsere panzerbrechende Geheimwaffe los und just an dem Tag sitzt da eine neue Frau im Amt.&lt;br /&gt;
Was das denn mit der Adeligen auf sich hätte, frage ich Antonia und sie sagt: &quot;Das ist eine Frau von Tanne.&quot; Dabei reckt sich unser Pummelchen und macht ein spitzes Mündchen. &quot;Eine ganz feine Dame, die ist ja adelig.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In den folgenden Tagen und Wochen versuchen wir anderen, auch mal zum Friedhofsamt zu fahren, jeder will die Gräfin oder Herzogin selbst einmal kennenlernen, aber Antonia kann ja so feste mit ihren Füßen aufstampfen, daß wir ihr bis jetzt immer den Vortritt gelassen haben.&lt;br /&gt;
So energisch haben wir sie schon lange nicht mehr gesehen. Nicht sei sie sich mal in den Kurzhosenträger von UPS verliebt hatte und sich eine Weile sogar selbst Pakete geschickt hat, damit der häufiger kommen muss.&lt;br /&gt;
Von ihm hat sie erst abgelassen, als sie ihn auf der Kirmes mit Frau und drei Kindern gesehen hat.&lt;br /&gt;
&quot;Ach Scheiße, ich dachte immer der sei schwul und ich könnte den bekehren&quot;, hatte sie damals gesagt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber mit der adeligen Frau von Tanne, Gräfin oder Herzogin ihres Zeichens, hat Antonia ein super Verhältnis. Sie schwärmt immer wieder von dieser feinen adeligen Frau und der kurzen Warte- und Bearbeitungszeit dort.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eines Tages, Antonia hatte sich am Nachmittag des Vortages übriggebliebes Shushi von Sandy in der Mikrowelle warm gemacht, konnte sie nicht rausfahren, ein heftiger Durchfall hatte sie ans Klo gefesselt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das war meine Chance, die Herzogin auch einmal kennen zu lernen. Okay, der Adel an sich ist ja irgendwie abgeschafft und irgendwie doch nicht, und irgendwie brauchen wir ja alle diese Leute, weil der Deutsche an sich, ja so ein bißchen eine royale Sehnsucht in sich trägt. Kein Wunder, bei den Pupsgesichtern in Berlin.&lt;br /&gt;
So eine echte Herzogin auf dem Geschlecht der von Tannes wollte ich auch mal kennenlernen, auch wenn sie sich heute als städtische Sachbearbeiterin ihr Brot verdienen muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Amt muss ich überhaupt nicht warten. Der Wartestuhl aus Hartblech ist weg, an der Tür hängt ein Zettel &quot;Bitte unaufgefordert eintreten!&quot;&lt;br /&gt;
Ich klopfe, trete ein und eine kleine, zierliche, schon etwas ältere Frau mit wildgelocktem grauen Haar wirbelt gerade durchs Büro, hält kurz inne, strahlt mich fröhlich an, hält mir die Hand hin und ich stelle mich vor.&lt;br /&gt;
Sie freut sich weiterhin, tippt auf das Schild auf ihrem Schreibtisch, wo ich ihren Namen lesen kann und stellt sich ebenfalls vor: &quot;Ich bin die Frau Fontane.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 16 Apr 2012 11:19:46 +0200</pubDate>
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    <title>Der mit dem gepellten Ei -1-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-mit-dem-gepellten-Ei-1/6527</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Alle paar Tage müssen wir aufs Friedhofsamt. Eigentlich müssten wir dort gar nicht hin, in den Zeiten von E-Mail und PDF und spätestens seit es das Faxgerät gibt, könnte man fast alles, was unsere Zusammenarbeit mit der Behörde betrifft, via Mail oder Kabel erledigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit den benachbarten Städten klappt das auch, denen ist die schnelle Informationsübermittlung wichtiger, als eine im Original vorliegende Unterschrift. Man vertraut da einfach den Bestattern, daß das Gemailte oder Gefaxte echt ist, setzt daraufhin den ganzen Apparat in Bewegung und irgendwann, das kann auch ein, zwei Monate später sein, ruft dann ein Mann von der Verwaltung an und fragt nach den Originalen, die wir dann gestapelt vorbeibringen.&lt;br /&gt;
Klappt!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nur hier in dieser Stadt klappt das nicht. Da gibt es die schnippische Tante von der Ortspolizeibehörde, die einen Heidenspaß daran hat, den Bestattern Schwierigkeiten zu machen, wo immer es geht. Man hat ja seitens der Stadt ein eigenes Beerdigungsinstitut und kann es nun so gar nicht einsehen, daß es da draußen in der freien Welt des Handels und Gewerbes auch noch Bestatter gibt. Egal, wir haben uns mit diesen Verhältnissen arrangiert und so fährt eben alle 2 Tage jemand bei denen vorbei, wartet fast eine Dreiviertelstunde auf einem Stühlchen im Flur, bis drin jemand sein Ei fertig gepellt und gegessen hat, sich dann noch zwei Stockwerke höher am Automaten einen Kaffee gezogen hat und dann gnädig unseren Mitarbeiter vorlässt.&lt;br /&gt;
Das geschieht dann mit der freundlichen Aufforderung, die gleichzeitig Grußformel ist: &quot;Und?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir wollen immer das selbe, nämlich Unterlagen zu bereits telefonisch angemeldeten Sterbefällen vorbeibringen. Bei diesem Sachbearbeiter kann man nichts anderes wollen und er macht auch nichts anderes.&lt;br /&gt;
Aber er erwartet, daß man immer wieder seinen Spruch aufsagt, wer man denn so sei und was man denn heute so begehre und um welche Namen es sich im Einzelnen handele...&lt;br /&gt;
Dann nimmt er den Stapel an, blättert sorgsam jedes einzelne Blatt durch. Schnäuzt sich zwischendurch in ein Papiertaschentuch, legt den Stapel vor sich auf den Schreibtisch, holt aus dem Holzschrank gegenüber einen Stempel, stempelt dann mühsam jedes einzelne Blatt ab, so etwa in Zeitlupe...&lt;br /&gt;
An dieser Stelle unterbricht er seine Tätigkeit, schaut demonstrativ auf seine Uhr und holt sich ein hartgekochtes Ei aus seiner Schreibtischschublade, pellt es und beißt exakt ein Drittel davon ab, dann geht es weiter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seit seinem &quot;Und?&quot; und einem fragenden Blick hat er bis jetzt nichts weiter gesagt. Die Prozedur dauert immer 30 Minuten, egal ob man viel oder wenig Papier dabei hat.&lt;br /&gt;
Wenn er alles abgestempelt hat, bringt er den Stempel wieder in den Holzschrank, setzt sich und schaut einen an, als sei man von einem anderen Stern oder habe drei Augen oder sowas.&lt;br /&gt;
Mit einem fassungslosen Blick und einem kopfschüttelnden Achselzucken gibt der Mann zu verstehen, daß man damit abgefertigt und entlassen ist, er kann ganz offensichtlich nicht glauben, daß man mal wieder nicht verstanden hat, an welcher Stelle dieser Abfolge nun ganz genau die Anwesenheit des antragstellenden Bürgers nicht mehr erforderlich war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es hat keinen Zweck, mit dem Mann ein Gespräch beginnen zu wollen, selbst Sandy hat schon alles Mögliche versucht, der Mann reagiert weder auf sexuelle Reize (auch nichta auf die von Manni), noch auf die Themen Fussball, Wetter oder Bezinpreise. Damit kriegt man doch jeden, dazu hat doch jeder ein Meinung, ja die meisten Menschen haben vorzugsweise zu den Themen eine Meinung, von denen sie offensichtlich und ohrenhörlich überhaupt gar keine Ahnung haben.&lt;br /&gt;
Aber egal, der Olle reagiert nicht, verzieht keine Miene, er ist quasi tot ins Amt geboren worden...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jeder von uns, bis auf Antonia, hat es schon mit ihm zu tun gehabt, jeder hat es schon versucht. Der Kerl kann nichts anderes, als eine belämmerte Fresse ziehen und nach Ei zu stinken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber wir wären nicht wir, wenn wir es nicht doch versucht hätten.&lt;br /&gt;
Frau Büser, die sonst selbst nur höchst selten raus fährt, hat in auch schon mal erlebt und sie und ich haben beschlossen, nun unsere schärfste Waffe aufzufahren: Antonia!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 16 Apr 2012 10:54:53 +0200</pubDate>
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    <title>Bestatter in Dessau, gute Erfahrungen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Bestatter-in-Dessau,-gute-Erfahrungen/6523</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Lieber Tom,&lt;p&gt;ich war jetzt mit meiner Mutter bei der Bestattungsvorsorge und möchte Dir und den anderen Lesern von einer Begebenheit erzählen, die ich so nicht erwartet hätte. &lt;br /&gt;
Wir waren beim Bestattungshaus Friede, M. Pungert, in Dessau-Roßlau.&lt;br /&gt;
Nun haben wir Herrn Manfred Pungert erzählt, daß wir der Freien Evangelischen Gemeinde angehören (bzw. angehörten, was mich betrifft) und meine Mutter auch den Wunsch geäußert hatte das der damalige Pastor auch die Trauerrede übernehmen sollte. Da sich der Herr Pungert unter dieser Gemeinde nichts vorstellen konnte, besuchte er dann an einem Sonntag tatsächlich den Gottesdienst um zu wissen auf was er sich einstellen muss. Ich weiß nicht ob das Standard ist, bezweifle es leider, für mich ist das sehr guter Service.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch das Ambiente im Bestattungshaus war ansprechend, die Beratung super, ich habe mich sehr geborgen gefühlt. Genau deswegen hoffe ich das er vielleicht, wenn du auch meiner Meinung bist, und das Institut nichts dagegen hat, im Weblog genannt zu werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das wäre: &lt;br /&gt;
M. Pungert GmbH Bestattungshaus Friede &lt;br /&gt;
Karlstr. 6&lt;br /&gt;
06844 Dessau-Roßlau &lt;/p&gt;&lt;p&gt;http://www.bestattungen-dessau.de&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Liebe Grüße F.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 11 Apr 2012 11:08:52 +0200</pubDate>
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    <title>Die Mückenloch-Posse von Hettensen - 2. Teil</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Die-Mueckenloch-Posse-von-Hettensen-2.-Teil/6412</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://bestatterweblog.de/archives/So-macht-man-aus-einem-Mueckenloch-ein-Elefantengrab/6384&quot;&gt;Neulich schrieb ich über die Posse&lt;/a&gt;, die sich rund um ein Grab und einen vermeintlich unbekannten Sarg in Hettensen abgespielt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nochmals kurz zusammengefasst.&lt;br /&gt;
Die Mutter verstirbt vor bald 20 Jahren und wird in einem mehrstelligen Grab beigesetzt.&lt;br /&gt;
Jetzt stirbt auch der Vater. Beim Ausheben des Grabes entdecken die Totengräber in dem Grab einen Sarg. Ui! Ein Sarg! Mein Gott, was macht der bloß hier in der Friedhofserde?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Logische Schlussfolgerung wäre, daß es sich um den Sarg der Mutter handelt, der eben noch gut erhalten ist, das kommt vor. In Hettensen macht man aber die ohnehin aufgeregten Angehörigen noch aufgeregter und trägt dazu bei, daß diese glauben, es müsse sich um einen völlig unbekannten, fremden Sarg handeln.&lt;br /&gt;
Natürlich, auch das könnte sein, dann handelte es sich um den Sarg einer Person, deren Ruhezeit schon sehr lange abgelaufen ist und der sich ebenfalls außerordebntlich gut (so an die 40 Jahre) in der Erde gehalten hätte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Grund für das Verwirrspiel: Man vermutete den Sarg der Mutter aufgrund der Eintragung in den Unterlagen auf der linken Seite und machte rechts ein Loch für den Vater, da stand aber schon der besagte unerwartete Sarg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also sagte man den Angehörigen: &quot;Kein Platz hier für den Vater, Ihr müssten den einäschern lassen. Für &#039;ne kleine Urne ist immer Platz.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gezeter, Tränen, Haareraufen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also wird der Vater eingeäschert, obwohl das gar nicht so sein sollte.&lt;br /&gt;
Also kommt die Urne ins Grab.&lt;br /&gt;
Also stellt man die Urne auf den vermeintlich falschen Sarg in der Erde...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man macht also alles falsch, was falsch zu machen geht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und das muss man auch alles in epischer Breite den Angehörigen so vermitteln, die nun an Klage denken, das alles der Zeitung erzählen und natürlich völlig aufgebracht sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei der ganzen Auffinderei des angeblich ach so fremden Sarges und auch bei der anschließenden Urnenbeisetzung des Vaters obendrauf, ist überhaupt niemand auf die Idee gekommen, mal nachzugucken, wo denn überhaupt der richtige Sarg der Mutter geblieben ist.&lt;br /&gt;
Hätte man das getan, dann wäre man darauf gestoßen, daß eigentlich alles seine Richtigkeit hat, nur hatte damals eben jemand statt &quot;rechts&quot; das Wort &quot;links&quot; auf den Zettel geschrieben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt hat man den Fehler entdeckt und seitens der Verwaltung zugegeben.&lt;br /&gt;
Offenbar haben da die Sachbearbeiter der Verwaltung und die aufgeregten Angehörigen stetig aneinander vorbei geredet, vielleicht auch gar nicht wirklich miteinander geredet und sich lieber geärgert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Witz an der Geschichte ist aber, daß offensichtlich ein Foto von der Beerdigung 1994 existiert, auf dem zu sehen ist, auf welcher Seite beigesetzt wurde...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die ganze Posse, Teil 2, eingesandt wieder von Ingo: &lt;a href=&quot;http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Grab-Stadt-raeumt-Aktenfehler-ein&quot;&gt;&lt;br /&gt;
http://www.goettinger-tageblatt.de/...-Aktenfehler-ein&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 29 Feb 2012 08:21:12 +0100</pubDate>
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    <title>Panorama macht aus &quot;Ruhe sanft&quot; &quot;Ruhe teuer&quot;</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Panorama-macht-aus-Ruhe-sanft-Ruhe-teuer/6406</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Im ARD-Magazin &quot;Panorama&quot; wird mal wieder Klartext gesprochen und wieder einmal sind es die Bestatter, die die rührige und etwas ahnunglose Reporterin unter die Lupe nimmt. Dieses Mal werden angeblich überzogene Preise thematisiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Sendung kann man sich in der &lt;a href=&quot;http://media.ndr.de/download/podcasts/panorama286/TV-20120223-2353-3501.h264.mp4&quot;&gt;ndr-Mediathek hier anschauen.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Särge sind es mal wieder, die angeblich zu teuer verkauft werden... Vom Bundesverband Deutscher Bestatter scheint sich niemand für noch ein Interview mit den immer gleichen Fragen hergegeben zu haben, weshalb der Vertreter eines kleinen Verbandes (VuB, Verband unabhängiger Bestatter) Rede und Antwort stehen mußte und das nur sehr unzureichend konnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bestatterin Barbara Rolf schimpft in diesem Beitrag über die Branche, plakativ werden von der Kamera günstig anmutende Sargpreise gezeigt, doch die &lt;a href=&quot;http://www.bestattungen-rolf.de/preise_fuer_bestattungen.htm&quot;&gt;Preisliste des Hauses Rolf&lt;/a&gt; spricht eine andere Sprache, viel günstiger als anderswo scheint es mir da kaum. Zwar gibt man mutig die Gesamtpreise, also inklusive der Grabgebühren etc. an, was ja viele Kollegen scheuen, weil dadurch die Summe gleich immer so erschreckend hoch ist, aber zwischen gut 1.000 und knapp 2.500 Euro verlangt man eben bei Rolf auch. &lt;br /&gt;
Und man lässt bei dieser Kalkulation auch wichtige Dinge weg. Das Totenhemd (in manchen Krematorien obligatorisch), Kühlgebühren (die in manchen Städten ein paar hundert Euro ausmachen können!) usw.&lt;br /&gt;
Immer wieder muss ich darauf hinweisen, wie regional verschieden auch manches ist.&lt;br /&gt;
Man kann die Kosten in Ort A nicht mit Ort B vergleichen, Ostdeutschland nicht mit Norddeutschland und Süddeutschland nicht mit Mitteldeutschland.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe es hier schon x-mal erklärt und erkläre es gerne auch noch einmal:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Preise für Särge beinhalten einen Großteil der Kosten des Bestatters.&lt;br /&gt;
Bestatter leisten einen 24-Stunden-Service an 365 Tagen im Jahr. Sie sind ein klassischer Notdienstleister und müssen im Falle eines Falles sofort und mit ihrem gesamten Equipment und know how zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
Hierfür müssten sie im Grunde genommen eine Grundgebühr von etwa 500-1.500 Euro in Rechnung stellen. Da müsste jeder Kollege mal für sich selbst rechnen, ob das für ihn hinkommt, oder ob er mit weniger oder mehr kalkulieren würde.&lt;br /&gt;
Bestatter stellen aber keine Grundgebühr für die Bereithaltung des gesamten Materials, das Bereithalten des Personals und die komplette Logistik in Rechnung. Das tun sie deshalb nicht, weil der Bestatter früher eigentlich nur den Sarg verkauft und den Transport abgewickelt hat. Die Arbeiten am Verstorbenen übernahmen oft Leichenfrauen ehrenamtlich, die früher wenigen Behördengänge erledigten die Angehörigen selbst.&lt;br /&gt;
Es gab keine Hauskapellen bei den Bestattern, eine offene Aufbahrung fand nur auf dem Friedhof statt; die Beratung wurde ausschließlich zu Hause durchgeführt und somit gab es insgesamt keinen großen Kostenapparat, der umzulegen gewesen wäre.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das alles hat sich geändert, seit Bestatter nicht mehr Schreiner sind, die im Nebenerwerb auch Leichen fahren, sondern moderne, umfassende Dienstleistungsunternehmen, die große Familienfeiern organisieren und einem ungeheuren Verwaltungsapparat seitens der Behörden, Versicherungen und Kirchen gegenüberstehen.&lt;br /&gt;
Die Familien machen heute nichts mehr selbst, man bahrt keine Toten mehr zu Hause auf und wäscht sie selbst. &lt;br /&gt;
Alles das übernimmt der Bestatter als Volldienstleister von A-Z.&lt;br /&gt;
Die Kosten für diesen gesamten Apparat fließen in die Kalkulation aller Bestatterwaren ein, von kleinen Rosenkranz über die Urnen bis hin zum Sarg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abgesehen davon will und muss der Bestatter auch verdienen. Er unterhält seinen Betrieb ja nicht, als Discounter um von der Masse zu leben, sondern als Geschäftsmann, der damit sein Brot verdient und dafür eine individuelle Dienstleistung in persönlicher Atmosphäre erbringt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Solange nicht jeder fünf oder sechs Mal in seinem Leben stirbt, wird das Sterben auch etwas Besonderes bleiben und Besonderes hat immer auch seinen Preis.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz klar: Manche Bestatter übertreiben es mit den Preisen. Es ist wirklich nicht einzusehen, warum eine recht einfache Bestattung über 9.000 Euro kosten soll. Ich bekomme alle paar Tage solche überzogenen Rechnungen zur Prüfung übersandt.&lt;br /&gt;
Große Traditionsunternehmen schießen hier übrigens häufiger mal den Vogel ab. Kleinere Betriebe bleiben eher auf dem Teppich.&lt;br /&gt;
Und natürlich muss man sich als Kunde auch fragen, wie ein Bestatter ein Bestattungs- und Trauerzentrum für 2 Millionen finanziert. Seine Preise können gar nicht günstig sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Fernsehbeitrag wird auch wieder eine trauernde Hinterbliebene gezeigt und es wird gesagt, im Trauerfall habe man eben keinen Kopf, um sich auch noch um Preisvergleiche zu kümmern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann muss man es eben vorher machen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist doch ganz einfach: Wenn ich immer wieder meinen Schlüssel verliere und deshalb einen Schlüsseldienst brauche, kann ich die Kosten reduzieren, indem ich vorsorglich einen Schlüssel beim Nachbarn deponiere.&lt;br /&gt;
Genau so kann jeder auch für den Fall eines Falles vorsorgen, indem er dann wenn er einen klaren Kopf hat, zu den Bestattern geht und sich schlau macht.&lt;br /&gt;
Wer bietet was für wieviel Geld?&lt;br /&gt;
Welcher Bestatter gefällt mir? Bei wem habe ich ein eher schlechtes Gefühl?&lt;br /&gt;
Wo kann man in Raten bezahlen? Gibt es eventuell Möglichkeiten der Vorsorge über eine &lt;a href=&quot;http://www.solidar-versicherung.de/unternehmen/aktuelles.html&quot;&gt;Sterbegeldversicherung&lt;/a&gt;?&lt;br /&gt;
Wo ist das Bestatterweblog, damit ich mich vorinformieren kann?&lt;br /&gt;
Wo waren Freunde und Bekannte, welche Erfahrungen haben sie gemacht?&lt;br /&gt;
Wer steht aus der Verwandtschaft alles zur Kostenübernahme zur Verfügung?&lt;br /&gt;
Was kann man selbst machen um etwas zu sparen?&lt;br /&gt;
Gibt es Alternativen zur eigentlich gewünschten Bestattungsform?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das alles sind doch keine weltfremden Fragen, ähnliche würde man vor anderen Anschaffungen und Geldausgaben doch auch stellen. &lt;br /&gt;
Und das Schöne ist: Man kann sie stellen und zwar jedem Bestatter. Kostenlos und unverbindlich.&lt;br /&gt;
Und dann wird man wissen, was zu tun ist und steht nicht völlig kopflos vor der Situation und ist dann auch nicht den angeblichen Wucherern und Abzockern ausgeliefert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe niemals meinen Kunden gegenüber einen hehl daraus gemacht, daß Bestatter ihre Waren weitaus günstiger einkaufen, als sie sie verkaufen. Das macht übrigens jeder Kaufmann so.&lt;br /&gt;
Man kauft Sachen irgendwo zu günstigen Konditionen ein und verkauft sie teurer und von der Differenz zahlt man Steuern und Abgaben, Löhne und Gehälter, Mieten und Pachten und von dem was dann noch übrig ist, davon lebt man.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 28 Feb 2012 12:50:11 +0100</pubDate>
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    <title>Bei uns ist alles geheim</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Bei-uns-ist-alles-geheim/6348</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo,&lt;p&gt;wir führen ein Bestattungsinstitut in XYZ und würden gerne in Deine Liste der empfohlenen Bestattungsunternehmen aufgenommen werden. Was müssen wir dafür tun? Gibt es einen Festpreis?&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einen solchen Eintrag kann man nicht kaufen.&lt;br /&gt;
Es handelt sich hier um Bestattungsunternehmen, die ich entweder persönlich besucht und kennengelernt habe oder die auf andere Weise nachgewiesen haben, daß man sie guten Gewissens empfehlen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um mit mir über eine Aufnahme in diese Liste ins Gespräch zu kommen, wäre es hilfreich, mir die Webseite des Unternehmens zu nennen, einen eventuell vorhanden Hausprospekt zukommen zu lassen und mir ein oder zwei exemplarische Rechnungen (gerne mit geschwärzten Namen) zu übersenden. So kann ich mir einen ersten Eindruck verschaffen.&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;Wir geben doch keine Firmeninterna preis, insbesondere keine Rechnungen. Wer lässt sich schon so in die Karten gucken?&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Dann eben nicht.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 30 Jan 2012 10:50:30 +0100</pubDate>
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    <title>Was macht eigentlich die Pietät Eichenlaub?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Was-macht-eigentlich-die-Pietaet-Eichenlaub/6235</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Lange schon habe ich nichts mehr von der &quot;Pietät Eichenlaub&quot; (&lt;a href=&quot;http://pietaet-eichenlaub.de&quot;&gt;www.pietaet-eichenlaub.de&lt;/a&gt;) berichtet, jenem Konzern, der mit seinen Filialen in fast allen größeren Städten vertreten ist und sich oft den Anschein eines traditionsbewussten Familienunternehmens gibt.&lt;br /&gt;
Manchmal sehen die Filialen aus, wie modern durchgestylte Architekturexperimente aus Edelstahl und Glas und es prangt stolz das Eichenlaublogo an der Fassade. Ein anderes Mal steht draußen &quot;Karl-Friedrich Meysenkaiser Bestattungen seit 1899&quot; und dennoch handelt es sich, nach dem Verkauf an die Eichenlaubs nur um eine Filiale des Konzerns.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor langer Zeit hatten die Eichenlaubs direkt schräg gegenüber von meinem Bestattungshaus eine Filiale eröffnet und ich muss zugeben, daß sie mir damit das Leben doch ziemlich schwer gemacht haben. Natürlich haben Tradition und Qualität Bestand und natürlich kamen die Leute auch nach wie vor zu uns, aber es gab eben auch viele Kunden, die nicht aus Überzeugung zu uns gekommen sind, sondern weil wir eben der nächste Bestatter waren.&lt;br /&gt;
Jetzt, da es eine Alternative gegenüber gab, die auch noch so tat, als wenn sie günstiger wäre, sind viele, die mehr auf die niedrigen Preise geschielt haben, dorthin gegangen. Wir hatten keinen enormen Umsatzeinbruch und in normalen Jahren hätten wir das locker aufgefangen, aber die Filiale der Eichenlaubs war gerade zu der Zeit eröffnet worden, als die Sterbezahlen (durch die vielen Kriegstoten und die gestiegene Lebenserwartung) sowieso gerade in den Keller gegangen waren.&lt;br /&gt;
So bissen sich unser natürlicher Expansionsdrang und die stagnierenden Umsatzzahlen gewaltig und das eine oder andere Projekt musste zurückgestellt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Viel Schlechtes wurde über die Eichenlaubs nicht geredet. Man hörte zwar immer wieder, daß der eine oder andere dort nicht zufrieden gewesen sei und das es am Ende immer alles viel teurer geworden sei, als man vorher gesagt habe, aber das sagen manche Kunden auch von uns. Das sagen die Leute wahrscheinlich über jeden Bestatter mal.&lt;br /&gt;
Es ist ja so, dass bei nichts so sehr auf Kleinigkeiten geachtet wird, wie bei einer Beerdigung. Da reichen ein paar in der falschen Farbe vom Gärtner angelieferte Nelken aus, um die Leute so auf die Palme zu bringen, daß sie hinterher die Gerichte bemühen. Außerdem machen viele bei den ausführlichen Beratungsgesprächen einfach die Ohren zu, nicken voreilig alles ab, bestellen noch großzügig allen möglichen Firlefanz und denken sich, das mache jetzt den Braten auch nicht mehr fett.&lt;br /&gt;
Aber weit gefehlt! Wenn wir, die Eichenlaubs oder jede andere Bestatter einen günstigen Preis ausrechnen, dann haben wir die wichtigen Dinge einer Bestattung bereits berücksichtigt und wenn dann die Kunden anfangen, eben noch einen etwas besseren Sarg zu nehmen und dann doch eine mehrtägige Aufbahrung wollen und statt des kleinen Gestecks drei Kränze und ein großes Deckelgesteck bestellen und dann noch 600 Euro für Zeitungsanzeigen ausgeben und hier und da noch mal eben 1.000 Euro mehr ausgeben, dann kann kein erstes Angebot mehr halten, dann wird es manchmal am Ende so richtig teuer.&lt;br /&gt;
Aber am Ende will es ja nie einer gewesen sein, am Ende heißt es immer, der Bestatter habe einen &quot;abgezockt&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ein bißchen habe ich das Gefühl, daß die Eichenlaubs das absichtlich machen, beweisen kann ich es natürlich nicht; man sieht zwar -auch heute noch- die überteuerten Rechnungen, weil Angehörige die einem zeigen, aber ich war ja beim Beratungsgespräch nie dabei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also, zurück zur Eichenlaub-Filiale gegenüber:&lt;br /&gt;
Nach insgesamt zwei Jahren war die Filiale zu.&lt;br /&gt;
Erst haben wir gemerkt, daß da nie mehr jemand war. Antonia ist dann mal gucken gegangen und hat uns erzählt, daß dort nur noch eine Tafel in der Tür hängt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir sind stendig dienstebereit, rufen Sie uns an, wir Kommen sofort.&quot; (Alle Fehler originalgetreu.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ging das monatelang und ab und zu sahen wir dann den dicken Geländewagen des Filialleiters vor der Tür stehen und schlossen daraus, dass dann dort eine Beratung (im Bestatterdeutsch: Aufnahme) stattfand.&lt;br /&gt;
Aber das wurde immer weniger und irgendwann war plötzlich der Tag gekommen, das kam Frau Büser in mein Büro und sagte: &quot;Chef, was mir jetzt erst aufgefallen ist, die Filiale da drüben, die ist ja zu.&quot;&lt;br /&gt;
Und tatsächlich: Es hing zwar noch die grüne Leuchtreklame über der Tür, aber da war das Logo überklebt und die Lamellenvorhänge im Schaufenster und der Tür waren zugezogen.&lt;br /&gt;
Wir haben Antonia nochmals rüber geschickt und als sie zurückkam, berichtete sie, da hinge ein Schild im Fenster: &lt;br /&gt;
&quot;Sie erreichen uns in der haupt Filiale.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Keiner von uns hatte gemerkt, daß die sich zurückgezogen hatten, keiner hatte den Auszug mitbekommen.&lt;br /&gt;
Dabei waren die schon einmal ausgezogen und die Filiale war zwei Monate lang verwaist, doch dann waren sie mit neuem Mobiliar wieder gekommen.&lt;br /&gt;
Dazu muss man wissen, dass die Geschäftsführer ziemlich oft wechseln und jeder seine eigenen Vorstellungen hat.&lt;br /&gt;
Vermutlich war da ein neuer Filialleiter eingesetzt worden und der hatte die Filiale wiederbelebt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber dieses Mal sollte es dabei bleiben, wofür vor allem die Tatsache sprach, daß eine Bäckereikette dort eine Filiale eröffnete, was besonders unserer puddingteilchenverliebten Antonia große Freude bereitete.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Merkwürdigerweise verschwanden etwa ein Jahr später die Eichenlaub-Logos auch von der Hauptgeschäftsstelle am Hauptfriedhof und von einer weiteren Filiale in der Stadt.&lt;br /&gt;
Stattdessen firmierten diese ab da unter dem Namen &quot;Pietät Kurt-Werner Brommenkötter&quot;.&lt;br /&gt;
Das mag bei den Lesern des Bestatterweblogs jetzt nach nichts klingen, aber die Firma Brommenkötter ist in der benachbarten Stadt eine der ältesten Bestattungsfirmen, nein, DIE älteste Bestattungsfirma überhaupt.&lt;br /&gt;
Die haben schon unternehmerisch bestattet, als es noch gar keine Autos gab und in ihrem Firmenlogo ist deshalb eine Leichenkutsche mit sechs schwarzen Pferden zu sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Eichenlaubs sind also offenbar davon abgerückt, als neue Konkurrenz, als Hecht im Karpfenteich aufzutreten und mit vermeintlichen Billigangeboten zu punkten. Stattdessen nimmt man nun alte Traditionsfirmen, kauft diese auf und benutzt den allgemein bekannten und angesehenen Namen, um auch alle Filialen in der Umgegend davon profitieren zu lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass man es aber dann doch mit einem Konzern zu tun hat, merkt man als Kunde erst, wenn man die Unterlagen in den Händen hält. Dort ist dann nämlich doch das Eichenlaublogo aufgedruckt und man muss auch die Geschäftsbedingungen des Konzern unterschreiben. Am deutlichsten wird das sichtbar, wenn man eine Vorsorge dort abschliessen will, weil dann nämlich auch die Sterbegeldversicherung von der konzerneigenen Versicherung kommt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn wir einen Verstorbenen im großen Krankenhaus abholen und unsere Männer dort den Verstorbenen auf die Trage legen, um ihn zu uns ins Haus zu holen, damit er hier hygienisch versorgt werden kann, dann ist es oft so, dass im gleichen Raum des Krankenhauses die Kollegen von &quot;Eichenlaub&quot; ihre Arbeit verrichten und in der gleichen kurzen Zeit einen anderen Verstorbenen kämmen, waschen, ankleiden, komplett schminken, rasieren und ordnungsgemäß in den Sarg einbetten.&lt;br /&gt;
Also innerhalb von 20 Sekunden.&lt;br /&gt;
Das spricht aus meiner Sicht nicht für eine sorgfältige Arbeit. &lt;br /&gt;
Tatsächlich sieht das so aus:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Männer kommen mit dem Sarg auf einem Rollwagen in den Umbettungsraum gefahren. Deckel runter, Decke raus. Der Verstorbene wird an Armen und Füßen gepackt und mit einem Ruck in den vorbereiteten Sarg gelegt.&lt;br /&gt;
Die Decke wird zusammengefaltet darüber gelegt, die Tüte mit den persönlichen Gegenständen des Verstorbenen, die vom Krankenhaus mitgegeben wird, kommt ans Fußende. Der Talar, also das Totenhemd, für den die Angehörigen viel Geld bezahlt haben, wird aus der Packung gezogen, auseinandergeschüttelt und der Länge nach über den Verstorbenen und die Decke gelegt. &quot;Wozu anziehen, die im Krematorium ziehen dem das Ding doch sowieso wieder aus?&quot;&lt;br /&gt;
Dann nimmt einer der Männer noch ein Paar weiße, dünne Socken und legt sie ans Fußende. Deckel drauf und Abmarsch zum Krematorium.&lt;br /&gt;
Man muss das einmal gesehen haben, um zu verstehen, dass das wirklich nicht länger als eine knappe halbe Minute dauert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schneller kriegen das nur noch die leute vom kommunalen Bestattungsinstitut hin. Die sparen sich auch noch Talar, Decke und Socken! Nein, die bescheissen die Angehörigen nicht darum, sondern die halten sich nur im Krankenhaus nicht damit auf.&lt;br /&gt;
Durch die enge Verzahnung aller kommunaler Einrichtungen ist es einfach so, daß im Krematorium, das ja auch kommunal ist, Decken, Kissen und Socken bevorratet werden und man die Sachen, der Ordnung halber und weil sie ja bezahlt worden sind, kurz vor der Einäscherung einfach mit in den Sarg legt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, das geht natürlich nur dann so, wenn der Verstorbene gleich vom Krankenhaus ins Krematorium gebracht wird und die Angehörigen ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und wir? Wir sind in diesem Spiel die Doofen und die Guten.&lt;br /&gt;
Doof, weil wir es nicht auch so machen und auf diese Weise richtig viel Geld sparen und die Guten sind wir, weil wir, wie die meisten anderen Bestatter auch, auf diesen Vorteil &quot;schei**en&quot; und uns lieber mehr Arbeit machen, mehr Geld ausgeben und den Angehörigen genau das abliefern, was wir ihnen versprochen haben.&lt;br /&gt;
Denn das, was ich den Angehörigen stets versprochen habe und was ich meinen Mitarbeitern immer abverlangt habe, das ist, daß wir jeden einzelnen Verstorbenen so behandeln, als ob es unsere Mutter oder unser Vater gewesen wäre.&lt;br /&gt;
Denn ich habe mir immer vor Augen gehalten, wie ich empfunden hätte, wenn jemand so lieblos und ruppig mit meinen toten Eltern umgegangen wäre.&lt;br /&gt;
Ich habe mir auch immer vor Augen gehalten, wie schlimm es für die Angehörigen sein muss, wenn da ein Verstorbener abgeholt wird und sie nicht wissen, was mit dem geschieht und wie er jetzt behandelt wird.&lt;br /&gt;
Und genau deshalb predige ich hier immer das gleiche Lied.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man muss keine Super-Bestatterakademie besucht haben, man muss in keinem besonderen Verband Mitglied sein, man muss keinen 200.000 Euro teuren Bestattungswagen haben und man muss nicht der tollste Bestatter der Welt sein, um gute Arbeit zu leisten.&lt;br /&gt;
Man muss nur die Lebenden und die Toten anständig behandeln.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 28 Nov 2011 15:58:24 +0100</pubDate>
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<item>
    <title>Kalte Kacheln</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Kalte-Kacheln/6156</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;In der Geschichte &quot;Leise Töne&quot; ist Leser Torsten auf folgende Stelle gestoßen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&quot;Die Witwe steht ergriffen neben dem Sarg, bei uns gibt es keine Barrieren, keine Glasscheiben oder Absperrungen, die Angehörigen können so nah an den Verstorbenen heran, wie sie es möchten.&quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er meint dazu:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;Ich hatte zwar bisher nur mit Aufbahrungen bei zwei Bestattern zu tun, aber irgendwelche Absperrungen gab es da nicht. Denen hätte ich dann aber auch etwas anderes erzählt, ich kann nicht glauben, das es sowas gibt!&lt;br /&gt;
(Mag daran liegen, das ich jeweils nicht irgendein Trauergast sondern schon sehr direkte Verwandschaft war)&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Doch, doch, das gibt es. &lt;br /&gt;
Beim Bestatter wird man so etwas weniger finden und ich wollte auch nicht herausstellen, daß man bei uns nah an die Verstorbenen heran kann und bei anderen Bestattern nicht, sondern ich wollte darstellen, daß man beim Bestatter in der Regel an den Verstorbenen herantreten und ihn berühren kann, während man auf kommunalen Friedhöfen zwar viel Geld für die Aufbahrung bezahlen muß, jedoch oft durch Scheiben oder Barrieren vom Verstorbenen getrennt ist. Der Einfallsreichtum der Friedhofsbetreiber ist da recht groß. Sehr weit verbreitet sind Kammern, gerne auch weiß oder grün gekachelt, in die von hinten der Verstorbene im offenen Sarg hineingeschoben wird und bei denen die Angehörigen vorne in einem Gang stehen und ihren Verstorbenen durch eine dicke Glasscheibe, wie in einem Aquarium betrachten dürfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oft ist es auch so, daß der Blick auf die Verstorbenen durch einen Vorhang hinter der Scheibe verhindert wird und der Friedhofsmitarbeiter vorne in seinem Kabuff auf einen Knopf drückt und für genau 15 Minuten den Blick frei gibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gibt auch Kammern, die nur durch ein dickes rotes Seil abgetrennt sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Begründungen der Kommunen sind oft, so könne man die Erhaltung der Totenruhe gewährleisten und das habe &quot;leichenhygienische Gründe&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man möchte fast meinen, daß solche Einrichtungen ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten sind, als die Menschen noch an böse Geister und Leichengift glaubten, als die Berührung eines Toten quasi den sofortigen Tod des Berührers durch eine Leichengiftvergiftung mit sich brachte...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber weit gefehlt. Erst vor gar nicht allzu langer Zeit war ich zur Eröffnung eines schönen neuen Friedhofes eingeladen. Es ist ein sehr moderner Friedhof und wie sich das heute gehört, hat man sich auch sehr viele Gedanken um die anderen Leute gemacht, die auf dem Friedhof zu tun haben. Die Pfarrer finden dort zum Beispiel einen Raum zur Vorbereitung und zum Umkleiden vor, die Bestatter haben von außen zugängliche Kühlzellen und einen Aufenthaltsraum für sich und die Sargträger usw.&lt;br /&gt;
Die Kühlanlagen sind vom Feinsten und sehr modern und die technischen Einrichtungen in der neuen Trauerhalle sind zeitgemäß. Vom DVD-Spieler über Leinwand und Beamer bis hin zum riesigen Flachbildschirm ist alles vorhanden.&lt;br /&gt;
Als ich aber die Aufbahrungsräume betrachtete, traf mich fast der Schlag. Ich mußte erst einmal schlucken und bin dann fassungslos stehen geblieben.&lt;br /&gt;
Man stelle sich einen etwa 20 Meter langen, gekachelten Gang vor, an dessen Decke alle möglichen technischen Rohre und Leitungen angebracht sind. Auf dem Boden gibt es alle paar Meter einen Abfluss und beleuchtet wird das Ganze von grellem Neonlicht.&lt;br /&gt;
An beiden Seiten des langen Ganges befinden sich im Wechsel immer eine Stahltür Marke &quot;Heizungsraum&quot; in Kellergrau und eine Glasscheibe mit dahinter befindlichem, ebenfalls grauen Vorhang aus dickem, abwaschbarem Plastik.&lt;br /&gt;
Mit einer Funkfernsteuerung (!) kann der Friedhofsmitarbeiter die Vorhänge der einzelnen, dahinter liegenden Zellen öffnen. Man blickt dann, wie früher im Zoo, durch die Glasscheibe in das Innere des Aufbahrungsraumes. &lt;br /&gt;
Auch dieser wirkt eher so, als würde da normalerweise ein pestkrankes Erdferkel oder Opossum in Quarantäne gehalten. Technische Leitungen hinten an den Wänden, neben der hinteren Tür eine schmucklose Halterung mit einem aufgewickelten Wasserschlauch und die Wände ansonsten in klinikgrüner Kachelung.&lt;br /&gt;
Es könnte auch der Schlachtraum einer Metzgerei sein oder so eine Zelle in der man renitente Strafgefangene mit dem Schlauch abspritzt...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist also durchaus schon ein Unterschied, ob man seinen Verstorbenen da oder beim nahegelegenen Bestatter aufbahren lässt.&lt;br /&gt;
Mancher Bestatter hat nur eine Garage auf seinem Hof als Aufbahrungsraum, versteht es aber weitaus besser, mit Wandbehängen, Pflanzen (und seien es künstliche) und Kerzen hier eine Atmosphäre zu schaffen, die bei weitem angenehmer und würdiger ist.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 10 Oct 2011 07:13:34 +0200</pubDate>
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    <title>Friedhofsentwicklungsplan</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Friedhofsentwicklungsplan/6087</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo,&lt;br /&gt;
in Berlin werden gerade einige Friedhöfe zugemacht und &quot;entwidmet&quot;, weil kaum noch jemand erdbestattet wird, und dadurch der Platzbedarf stark schrumpft.&lt;br /&gt;
Interessant, dass es so etwas wie einen &quot;Friedhofentwicklungsplan&quot; gibt.&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/355786/355787.php&quot;&gt;http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/355786/355787.php&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;----&lt;br /&gt;
matakuka&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So außergewöhnlich ist das nicht, daß es einen Friedhofsentwicklungsplan gibt. Anhand dieser Erhebungen aus den vergangenen Jahren, die man der demographischen örtlichen Entwicklung gegenüberstellt, kann recht präzise abgeleitet werden, wie groß der Bedarf an Friedhofsflächen und bei den einzelnen Grabarten sein wird. Das kann, wie im Beispiel Berlin -und Berlin steht hier nur stellvertretend für eine große Zahl von Städten-, dazu führen daß eine ganze Reihe von Friedhöfen stillgelegt wird.&lt;br /&gt;
Es kann aber auch recht positive Änderungen mit sich bringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier in einer Nachbargemeinde gibt es einen etwas wildromantischen, alten Friedhof und einen neuen, moderneren aus den 70er/80er Jahren. Nur diejenigen, die auf dem alten Friedhof schon ein Familiengrab besaßen, konnten sich dort noch bestatten lassen, alle anderen mussten auf den neuen Friedhof.&lt;br /&gt;
Nun entwickeln sich aber die Sterbezahlen und das Nutzungsverhalten der Grabbesitzer in einer anderen Form und so kommt es, daß auch auf dem alten Friedhof wieder einige Reihen frei geworden sind. &lt;br /&gt;
Es sind dies die ehemaligen Reihengräber, die abgelaufen sind und von denen man dachte, man könne sie zu horrenden Preisen an die Alteingesessenen und Traditionsbewußten als Wahlgräber weitervermieten.&lt;br /&gt;
Doch ist die Nachfrage nach diesen Wahlgräbern viel geringer ausgefallen als erwartet und es werden stattdessen Urnengräber, Urnennischen und Wiesenbestattungen gebucht.&lt;br /&gt;
So kommt es, daß ab nun auf dem alten Friedhof über Jahre hinaus auch wieder ausreichend ganz normale Reihengräber angeboten werden können.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 23 Aug 2011 09:38:55 +0200</pubDate>
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    <title>Der Bestatter geht in Vorleistung</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-Bestatter-geht-in-Vorleistung/6068</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Dieser Fall ist schon etwas älter, aber es lohnt sich trotzdem, &lt;a href=&quot;http://www.scharf-links.de/92.0.html?&amp;amp;tx_ttnews[tt_news]=8157&amp;amp;tx_ttnews[backPid]=91&amp;amp;cHash=a3e2f09413&quot;&gt;den Artikel hier mal zu lesen.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da geht also ein Bestatter bei einem &quot;Sozialbegräbnis&quot; in Vorleistung. Statt zu bezahlen, findet das Sozialamt einen bestattungspflichtigen bzw. bestattungskostenpflichtigen Erben. Nunmehr wäre der ja zahlungspflichtig, aber das Amt gibt unter Hinweis auf den Datenschutz dem Bestatter die Adresse des zahlungspflichtigen Erben nicht heraus.&lt;br /&gt;
Prima! Das Amt ist aus dem Schneider, läßt den Bestatter aber sitzen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 14 Aug 2011 11:19:00 +0200</pubDate>
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    <title>Was für ein Ring?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Was-fuer-ein-Ring/6045</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Herr Klawottnik ist verstorben und er wurde mit seinem Sarg nach B.-stadt überführt. Dort soll er dann ein paar Tage später beerdigt werden. Nun kommt die Familie und bestellt bei uns einen Kranz und ein Sarggesteck. Wir sollen uns darum kümmern, weil sie erst einen Tag vor der Beerdigung nach B.-Stadt fahren. Also rufe ich dort in B.-Stadt eine Gärtnerei an und bestelle den Kranz und das Gesteck.&lt;br /&gt;
Die Dame am Telefon liest mir dann alles noch einmal vor:&lt;br /&gt;
&quot;Also, einmal einen Wimmerring und dann noch das Jammergestrüpp, alles klar, machen wir.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 07 Aug 2011 14:51:31 +0200</pubDate>
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    <title>Sehr anständig, Herr Morgenstern!</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Sehr-anstaendig,-Herr-Morgenstern!/6016</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.sz-online.de/Nachrichten/Chemnitz/Joels_letzter_Weg_war_einsam/articleid-2816829&quot;&gt;http://www.sz-online.de/Nachrichten/Chemnitz&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(eingesandt von Oliver)&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 21 Jul 2011 08:53:10 +0200</pubDate>
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    <title>Comic Sans ist häßlich</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Comic-Sans-ist-haesslich/6015</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:861 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;200&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/comic-sans.gif&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;An einen schönen Kranz gehört auch eine schöne Schleife. Meistens sind diese Schleifen zweiteilig und auf der linken steht ein Abschiedsgruß und auf der rechten Schleife dann die Namen.&lt;br /&gt;
Zum Beispiel könnte links stehen: &quot;Ein letzter Gruß&quot; und rechts: &quot;Deine Kameraden vom TSV 1890&quot;.&lt;br /&gt;
So was sieht man immer wieder.&lt;br /&gt;
Wir bestellen die Schleifen immer im Blumengeschäft.&lt;br /&gt;
Das machen wir deshalb, weil der Gärtner ungefähr 40 verschiedene Rollen mit Schleifenband hat und so prima eine zum Kranz passende Farbe auswählen kann. In letzter Zeit ist es aber in Mode gekommen, daß die Bestatter die Schleifen selbst drucken.&lt;br /&gt;
Mir gefällt das nicht. Einmal haben sie dann oft nicht die richtige Schleifenfarbe und beschränken sich daher dann zumeist auf wenige Standardfarben (weiß und schwarz) und das Material ist obendrein auch nach meiner Einschätzung recht teuer. Der Drucker kostet Geld, das Schleifenmaterial kostet was und die Folien für die Buchstaben sind auch nicht billig.&lt;br /&gt;
Da der Bestatter hier aber auch noch ein bißchen was verdienen will, werden diese Schleifen oft ziemlich überteuert angeboten.&lt;br /&gt;
Mehr als 20 Euro sollte so eine Doppelschleife nicht kosten, mehr ist sie auch nicht wert.&lt;br /&gt;
Da steht heute keiner mehr eine Stunde lang und bügelt Buchstabe um Buchstabe mit einer Matrize auf die Schleife.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dennoch pegelt sich der Preis offenbar irgendwo bei 30-75 Euro ein. Neulich sandte mir ein Leser des Bestatterweblogs eine Bestatterrechnung zur Überprüfung zu und ich sah, daß der Bestatter tatsächlich 120 Euro für den Schleifendruck und nochmals 20 Euro für das Schleifenmaterial berechnet hatte.&lt;br /&gt;
Eine Unverschämtheit und nichts weiter als der Versuch, die insgesamt überhöhte Rechnung durch viele kleine Positionen &quot;die ja alle der Kunde so gewollt hat&quot; zu rechtfertigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber egal, was ich eigentlich sagen will, ist Folgendes:&lt;br /&gt;
Da komme ich vor einigen Tagen auf einen Friedhof und mein Blick fällt auf den Blumenhügel über einem frischen Grab. Und da hat doch ein Gärtner oder Bestatter tatsächlich: &quot;In Liebe und Dankbarkeit, Deine Ulrike&quot; in Comic Sans gedruckt.&lt;br /&gt;
Diese Schrift ist ein Unding! Sie ist geeignet, um Kinderplakate zu drucken oder um zu beweisen, daß man von so was keine Ahnung hat. Aber wenn man schon Comic Sans verwenden will, um lustige Schilder für&#039;s Klo zu drucken, dann sollte man sie wenigstens auf Trauerschleifen vermeiden!&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 21 Jul 2011 08:34:52 +0200</pubDate>
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    <title>Lohnabrechnung</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Lohnabrechnung/5957</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Da stellt sich ein Mann bei mir als Fahrer vor. Er macht einen ganz guten Eindruck, ist schon seit drei Jahren ohne Anstellung und war vorher bei einem anderen großen Bestatter beschäftigt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie viel er denn verdient habe, frage ich und bekomme als Antwort:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, keine Ahnung, so genau weiß ich das gar nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Moment, wenn man doch irgendetwas von einem Job weiß, dann doch wie viel Geld man dafür bekommt, oder? Wieso weiß der Mann das nicht genau?&lt;br /&gt;
Seine Antwort war so: &quot;Ja, die Frau vom Chef hat am Anfang gesagt, ich kriege 1.500 Euro brutto. Damit fing es nämlich schon an, der Chef hatte nämlich 1.500 netto gesagt. Ich hab dann nochmal nachgefragt und da sagte mir die Frau in der Buchhaltung, ich bekäme mein Geld ja sowieso wöchentlich ausgezahlt und da verschiebe sich das immer, wegen der Steuer.&lt;br /&gt;
Ich mein, ich versteh&#039; ja von sowas nichts und hab dann auch nach ner Woche mal wegen Geld gefragt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie wissen doch wie das ist, da fängste neu irgendwo an, brauchst ein Paar vernünftige Schuhe und ne dunkle Jacke und das Leben geht ja weiter.&lt;br /&gt;
Aber da hieß es dann: &#039;Nee, Herr Soundso, im ersten Monat wissen wir ja nicht, ob sie zuverlässig sind und morgen wiederkommen, da gibt es das Geld erst am Ende vom Monat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also hab ich mir was von&#039;nem Kumpel geliehen und weitergearbeitet.&lt;br /&gt;
Am Ende des Monats haben die mir dann das Geld für eine Woche gegeben. Mit Abzügen waren das 280 Euro.&lt;br /&gt;
Ja, den Rest gäbe es dann immer erst nach der Probezeit von &#039;nem halben Jahr. Ich soll aber mal eben wacker einen ganzen Block Quittungen blanko unterschreiben, dann gehe das demnächst watt fixer mit meinem Geld.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie, ich bin nicht blöd, aber watt soll ich denn machen? Wenn&#039;ste so dringend Geld brauchst und endlich &#039;nen Job gefunden hast, dann biste auch mit komischen Bedingungen einverstanden. Ich hab gedacht, bei denen bewerben sich viele Leute und hauen dann schnell wieder ab und deshalb sind die eben vorsichtig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja und dann hab ich immer mal Kohle gekriegt, mal &#039;nen Fuffi, mal &#039;nen Hunni. Einen Vertrag hab ich gar nicht bekommen. Da hab ich mindestens eine Million mal nach gefragt. Da haben die immer gesagt, das müsse alles die Zentrale machen, hier sei nur &#039;ne Filiale und Personalwesen sei in &#039;ner anderen Stadt irgendwo.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn ich alles zusammenrechne, hab ich vielleicht 200 Euro die Woche gekriegt und dafür von morgens um 8 Uhr bis abends um 17 Uhr malocht. Und natürlich immer Bereitschaft gehabt und oft dreimal die Nacht rausgefahren, auch am Wochenende oder bei Weltmeisterschaft und Weihnachten.&lt;br /&gt;
Die sterben ja immer wenn der Vettel fährt, is&#039; so!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich denk&#039;, halt&#039;s Maul, sach nix, immer nur vorsichtig nachfragen, bloß nicht den Job riskieren.&lt;br /&gt;
Alles immer noch besser als die Scheiß Agentur. Da sind doch die Vollverarscher am Werk. Überall werden Leute gesucht und statt mir was zu vermitteln, wollten die daß ich noch &#039;nen Staplerschein mache. Ich hab aber schon einen. Jetzt mal ehrlich, wieviele Stapler kann denn einer gleichzeitig fahren? Oder? hab ich doch Recht, oder?&lt;br /&gt;
Ja, nee, wär&#039; nich&#039; so, ich könnte stattdessen auch lernen wie man Alte pflegt oder wie man Hausmeister ist oder &#039;nen Computerkurs machen in Äxel. In Äxel! Wofür braucht man denn so&#039;n Scheiß? Hab ich auch auffem Rechner, braucht keine Sau und die die das benutzen, machen mit so&#039;n hochkomliziertes Dingen dann ein Aushang für&#039;n Verein oder ein Gedicht für die Omma ihren Geburtstag. Ich bin in kein Verein und meine Omma is&#039; tot, watt soll ich also mit Äxel?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nee, ich war froh, datt ich den Job hatte. Die Kollegen nett, die Firma gut ausgestattet, gute Autos und auch sonst alles ganz paletti. Aber eben mit der Kohle war immer so&#039;n Theater. Die Kollegen haste nix fragen können, in der Firma durfte man über Lohn und Gehalt nicht sprechen, war tabu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ging datt also erstmal ein halbes Jahr, keine Lohnabrechnung, kein Gehaltszettel, nix...&lt;br /&gt;
Und dann ging datt langsam auf Weihnachten zu, da war ich schon fast ein Jahr da und hab mal nach Geld gefragt. Jetzt müßte doch endlich mal ein regelmäßiges Gehalt kommen, hab ich denen gesagt, und wie das denn mit Urlaubs- oder Weihnachtsgeld wär&#039; und immer nur so einen Schein bar auffe Kralle wär nix.&lt;br /&gt;
Ich mein, ich muß meine Miete immer bis zum Dritten bezahlt haben und alles andere wird ja auch abgebucht. Meine Kinder wollen essen und Klamotten und meine Frau malocht sich die Finger bei Penny anne Kasse wund.&lt;br /&gt;
Ja, haben die im Personalbüro gesagt, da sei irgendwie watt schief gelaufen, jetzt käm aber bald der Vertrag. Und Weihnachtsgeld gäbe es zwar schon, aber nur nach dem watt der Chef von einem hält und sowieso erst nachem zweiten Jahr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann war Silvester und ich hab frei. Geh ich zum Briefkasten runter und hab die Kündigung im Kasten.&lt;br /&gt;
Stellen&#039;se sich ma&#039; vor! hab ich ein Jahr gearbeitet, insgesamt so 5.800 Flocken gekriegt und warte auf mein ganzes restliches Geld und dann schmeißen die Arschlöcher mich raus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber passen&#039;se auf, datt dicke Ende kommt noch! Ich zum Anwalt, der hat denen dann geschrieben und die leiten alles an die Zentrale weiter, wo&#039;se auch wieder jede Menge Anwälte haben.&lt;br /&gt;
Ich sei ja nur Suppenunternehmer als Aushilfe gewesen. Also ich hätte quasi bei denen &#039;nen Leichenwagen gemietet und wär&#039; für die auf Kommissar (Kommission, Anm. Tom) gefahren.&lt;br /&gt;
Also als Suppenunternehmer, verstehen&#039;se?&lt;br /&gt;
Und bekommen hätte ich nen Tausender inne Woche und dafür haben die in der Zentrale auch von mir unterschriebene Quittungen, die die meinem Anwalt auch als Kopie geschickt haben.&lt;br /&gt;
Im Gegenteil, ich wäre überzahlt worden und hätte gar nicht genug Umsatz für die gefahren und deshalb wär&#039; mein Geld um 3.000 Euro zu hoch, aber weil ich ja entlassen wär und weil mein Lebensweg noch alles Gute wär und so, würden&#039;se da nicht drauf bestehen.&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen Sie! Watt meinen&#039;se?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Geschäftsführer hier und seine Frau sind schon lange weg. Die haben die Filiale in Koblenz oder so übernommen und hier im Büro die sagen sogar, die seien ganz weg aussem Unternehmen und mit denen hätte es Machenschaften gegeben, da wüßten&#039;se aber nichts Genaues drüber, das wär&#039; jetzt auch alles beim Anwalt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber es kommt noch doller! Jetzt will das Finanzamt von mir 12.000 Euro.&lt;br /&gt;
Watt meinen&#039;se denn da dazu? Haben&#039;se sowas schon mal gehört?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie gesagt, der Mann ist drei Jahre schon ohne feste Anstellung und bekommt inzwischen Hartz-IV.&lt;br /&gt;
Arbeitslosengeld hat er keines bekommen, sagt er und sei fast ein Jahr ganz ohne Geld gewesen. Als Selbständiger habe er genügend Rücklagen, hatte es auf dem &quot;Amt&quot; geheißen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So lange zieht sich das Ganze schon hin, ein Ergebnis ist noch nicht in Sicht.&lt;br /&gt;
Die Bestattungskette verweist auf das schwebende Verfahren mit diesem Mann und dem ehemaligen Geschäftsführer. Man wisse auch nichts anderes, als daß der Fahrer ein Subunternehmer gewesen sei und aus ihrer Sicht seien die Zahlungen ordnungsgemäß erfolgt und auch so aus der Kasse entnommen worden.&lt;br /&gt;
Das sei durchaus üblich, daß man bei Bedarfsspitzen auch schon mal auf selbstfahrende Bestattungsfahrer oder Subunternehmer zurückgreife. Irgendwelche Unkorrektheiten möge man beweisen und belegen, die Quittungen seien alle ordnungsgemäß.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe den Mann bei einem Unternehmen in der Nachbarstadt untergebracht, kleiner Familienbetrieb, da kann er fahren bis die Inhaber selbst mal in die Kiste &quot;hupsen&quot;.&lt;br /&gt;
Aber was es nicht alles gibt, oder?&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 19 Jun 2011 10:40:24 +0200</pubDate>
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    <title>Provinzposse um einen Grabstein</title>
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            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Torsten)</author>
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    &lt;p&gt;Designer und Steinmetze lassen sich alles Mögliche einfallen, um auch bei der Grabgestaltung &quot;frischen Wind&quot; in die Sache zu bekommen. Seien es Grabsteine aus Edelstahl, Grababdeckungen aus geätztem Glas oder komplette Grabeinfassungen aus Aluminium.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oft wurden diese Neuerungen hinsichtlich Material und Aufstellungstechnik deshalb entwickelt, weil die Konstrukteure Alternativen zur Arbeit der Steinmetze anbieten möchten. Steinmetze sind oft traditionell in der Nähe der Friedhöfe angesiedelt und haben für gewöhnlich eine starke Lobby bei den Kommunalverwaltungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Deshalb ändert sich auch an den Bestimmungen (Fundamentierung der Steine, Rüttelprobe etc.) nur sehr selten etwas, sodaß man den Eindruck gewinnen könnte, hier würden Pfründe gesichert. Ganz falsch ist das sicher auch nicht, obwohl sich in den letzten Jahren doch so einiges getan hat und auf vielen Friedhöfen heutzutage auch ganz andere, alternative Gestaltungsmöglichkeiten zugelassen sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was die Steinmetze nicht gerne sehen, sind alle Formen von Grabmalen oder -einfassungen, die ohne ihr Zutun frei versetzt bzw. verlegt werden können. So gibt es beispielsweise Systeme, mit denen jeder Laie die Grabeinfassung selbst verlegen kann und Grabmale, die ohne Fundament auskommen und die ohne &quot;Grabsteingenehmigung&quot; aufgestellt werden könn(t)en.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da hier den Steinmetzbetrieben unter Umständen viel Geld für das Anfertigen, Liefern, Aufstellen, Reparaturen und das spätere Abräumen entgeht, gehen sie oft vehement gegen solche Entwicklungen vor. Teils zu Recht, teils zu Unrecht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Leser &quot;soulpatrol&quot; &lt;a href=&quot;http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/unterland/Der-Grabstein-des-Anstosses-/story/15947329&quot;&gt;hat einen Zeitungsartikel entdeckt,&lt;/a&gt; der sich mit dieser Thematik beschäftigt. Hier geht es um ein Grabmal aus einer metallenen Gitterkonstruktion, die mit Felsbrocken gefüllt ist und so ein Kreuz bildet.&lt;br /&gt;
Was in diesem Fall in der Schweiz spielt, könnte sich so oder ähnlich aber auch durchaus in Deutschland abspielen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 30 Apr 2011 07:46:44 +0200</pubDate>
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    <title>Pietät Eichenlaub -I-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Pietaet-Eichenlaub-I/5850</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Nachdem die Mauer weg war, herrschte in den neu hinzu gekommenen Bundesländern so etwas wie eine Goldgräberstimmung. Tausende von Westdeutschen dachten, sie bräuchten nur mit ihrem überragenden kapitalistischen Halbwissen und einer Tasche voller Geld im Osten anzurücken und könnten sich dort in Windeseile die sprichwörtliche goldene Nase verdienen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daß so manch einer sich da eher eine blutige Nase geholt hat, das ist eine andere Geschichte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Herrn Fitz kennt Ihr noch gar nicht, liebe Leser, aber ich sollte ihn Euch einmal vorstellen.&lt;br /&gt;
Er ist der ehemalige Chef und Gründer der &quot;Pietät Eichenlaub&quot;. Von Beruf ist Herr Fitz Sohn. Sein Vater betrieb eine Landschafts- und Friedhofsgärtnerei und so hatte der junge Fitz schon immer Berührung mit dem Thema Friedhof und auch ausreichende finanzielle Mittel, um in seiner Heimatstadt der begehrteste Hengst in diversen Tanzcafés und Diskotheken zu sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht weit entfernt vom elterlichen Gärtnergeschäft lag zu dieser Zeit das Bestattungshaus &quot;Bestattungen Karl Brunner, Erstes Haus am Platze seit 1871, familiär und traditionsbewußt&quot;, was auch alles gelogen war.&lt;br /&gt;
In Wirklichkeit gab es zwar die Firma Brunner tatsächlich schon seit 1871, jedoch war das Unternehmen bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts ausschließlich mit dem Transport von Kohlen und Flußembalagen befasst. Als 1957 der Zweig Bestattungen hinzu kam, war der alte Karl Brunner längst gestorben, eine Schwiegertochter führte das Geschäft bis in die 70er und dann wurde das Bestattungshaus an eine Kette aus dem Kölner Raum verkauft.&lt;br /&gt;
An sich handelt es sich also weder um ein wirklich altes Unternehmen, es gibt da in der Stadt welche, die weitaus länger im Bestattungsgewerbe tätig sind, noch handelt es sich um das Familienunternehmen Karl Brunner.&lt;br /&gt;
Dennoch aber glauben die Menschen in der Stadt, ausgerechnet dieses Unternehmen biete eine besonders gute Betreuung, bei niedrigen Preisen und sehr persönlicher, familiärer Beratung.&lt;br /&gt;
Wer auch nur ein bißchen was auf sich hält, der geht zum Brunner, auch wenn keine der Erwartungen erfüllt wird.&lt;br /&gt;
Der Brunner ist teuer, die Angestellten sind unfreundlich bis grob und kaum ein Unternehmen macht so viele Fehler, wie das vermeintliche &quot;erste Haus am Platze&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist ein erstaunlicher Effekt: Die Leute sind unzufrieden, hatten gerade noch mit den &quot;Brunners&quot; den größten Ärger, erzählen aber auf der anderen Seite mit großem Stolz und voller Überzeugung, daß sie selbstverständlich nur zum Brunner gehen.&lt;br /&gt;
Selbst wenn man ihnen vorhält, daß der Brunner doch mindestens 50 % teurer sei, als alle anderen Bestatter, zucken sie mit den Achseln und ergehen sich eher in einer allgemeinen Schimpferei über die Bestatter als solche, als daß sie zugeben würden, an den Falschen geraten zu sein.&lt;br /&gt;
Man redet sich das schön, man will nicht eingestehen, daß man blöd gewesen ist. Nicht blöd ist man nur beim MediaMarkt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei Brunner arbeitete zu dieser Zeit Herr Volkerts und der hatte den Bestatterberuf von der Pike auf gelernt. Zwar verdiente Volkerts nicht schlecht, ihm war aber zuwider, wie bei Brunner mit den lebenden und toten Kunden umgegangen wurde.&lt;br /&gt;
Das kann man besser machen, dachte er sich und begann lange nach einem Partner zu suchen, der mit ihm ein eigenes Bestattungshaus eröffnen würde. Volkerts hatte die Ideen und das Fachwissen, allein es fehlte an jemandem mit dem notwendigen Kleingeld.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach zwei Jahren führte ein Zufall die beiden Herren Volkerts und Fitz zusammen. Fitz verbrachte große Teile seiner Freizeit auf dem Golfplatz und Volkerts hatte als Umsatzprämie von der Brunner-Geschäftsleitung einen Golfkurs gewonnen.&lt;br /&gt;
So kam es, daß die beiden sich im Clubhaus des Golfvereins eines Tages trafen, kennenlernten und ins Gespräch kamen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kurz vorher hatte der alte Fitz seinem Sohn klar gemacht, daß er eines Tages seinen Gärtnereibetrieb an einen Konkurrenten verkaufen werde. Seinem Sohn traute er die Fortführung des Betriebes nicht zu und der Verkauf an den Mitbewerber würde den Fortbestand des Unternehmens und der Firma sichern.&lt;br /&gt;
Der junge Fitz bekam eine beträchtliche Summe und ein großes Grundstück in Friedhofsnähe als Vorschuß auf das einst zu erwartende Erbe und begriff nicht wirklich, daß sein Vater ihn mit einem Butterbrot abgespeist hatte, er sah nur die große Summe auf seinem Konto.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Volkerts verstand es, den jungen Fitz zu begeistern und so gründeten die beiden schon wenige Wochen später die &quot;Fitz und Volkerts Bestattungshaus GmbH&quot;.&lt;br /&gt;
Quasi über Nacht stampfte man auf der Brache am Friedhof ein Bestattungshaus aus dem Boden und die Konkurrenz rieb sich verwundert die Augen.&lt;br /&gt;
Wo sich gestern noch Steinmetzbetriebe und Gärtnereien aneinanderreihten, stand mittendrin nun das schönste und größte Beerdigungsinstitut der Stadt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich gebe zu, daß ich Fitz für ziemlich doof halte, das bezieht sich aber in erster Linie auf seine Bildung. Was man ihm nicht absprechen kann, ist eine ungeheure Eloquenz und das was man gemeinhin Bauernschläue nennt. Wie man geschickt ein Geschäft einfädelt und wie man aus allen Abmachungen den größtmöglichen Nutzen für sich ziehen kann, das war dem jungen Fitz wohl in die Wiege gelegt worden. Zumindest heißt es, auch seine Eltern seien ganz gewiefte und abgebrühte Geschäftsleute gewesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kombination aus Fitz&#039; Geschäftssinn und Volkerts&#039; Fachwissen funktionierte und war der Grundstein für eine durchaus bemerkenswerte Erfolgsgeschichte.&lt;br /&gt;
&quot;Fitz und Volkerts&quot; war innerhalb von zweieinhalb Jahren zu einer ernstzunehmenden Größe im Bestattungswesen der Stadt geworden und auch die Firma Brunner, die nach wie vor Marktführer war, mußte dennoch erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen.&lt;br /&gt;
So ist das halt, nur weil es einen neuen Bestatter am Ort gibt, sterben ja nicht entsprechend mehr Leute, sondern die vorhandenen und der neue Bestatter müssen sich die Sterbefälle künftig teilen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 16 Apr 2011 07:51:04 +0200</pubDate>
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    <title>Diese Vorsorgen sind reine Abzocke!</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Diese-Vorsorgen-sind-reine-Abzocke!/5825</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Angeregt durch Deinen wirklich hervorragenden Blog, der meiner Meinung nach der beste überhaupt in Deutschland ist, habe ich meine Eltern (Vater 87, Mutter 83) nun dazu gebracht, Bestattungsvorsorgen abzuschliessen.&lt;p&gt;Ich will mich damit nicht meiner finanz. Verantwortung entziehen, bitte nicht falsch verstehen! Meine Eltern und wir verfügen über ausreichende Mittel. Nur wohnen wir etwas mehr als 400 Kilometer von den Eltern entfernt und wenn es dann mal passiert, werde ich mich nur schwerlich sofort selbst um alles kümmern können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mir geht es darum, dass alles beim Bestatter besprochen und besiegelt ist und die ersten Schritte mal vollautomatisch ablaufen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Deshalb ging zuerst meine Mutter zu einem Bestatter in ihrem Wohnort (eine große Stadt in Hessen).&lt;/blockquote&gt; &lt;blockquote&gt;Sie hatte sich ein Doppelgrab herausgesucht und zwar so ein kleines, in das nur zwei Urnen hinein passen. Dann hatte sie sich umentschieden und eine Waldhain-Bestattung gewählt. Das ist nichts als eine naturbelassene Fussgängerallee auf dem Friedhof, wo an den Bäumen ohne Namenstafel oder Einfassung einfach Urnen beigesetzt werden.&lt;br /&gt;
Kleine Trauerfeier, kein drum herum. Alles schlicht und einfach, billigster Sarg, dann Feier mit der Urne.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So, und nun kommt meine Mutter mit dem Angebot des Bestatters nach Hause und da steht als Endsumme doch tatsächlich 8.650 Euro. Das ist doch nicht zu fassen, ich finde das viel zu teuer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber es kommt noch schlimmer! Mein Vater ist die Woche darauf dann zu einem anderen Bestatter gegangen und hat sich in etwa das Gleiche ausgesucht und von diesem Bestatter kam dann ein Angebot vom 9.129 Euro.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Zahlen weichen so weit von dem ab, was ich hier immer lese, daß ich fast nicht mehr weiss was ich tun soll.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe beide Angebote hier vorliegen und mir stehen die wenigen Haare, die mir geblieben sind, zu Berge.&lt;br /&gt;
Aber zunächst müssen wir einfach festhalten, daß sich diese Kommune ihre &quot;Waldhainbestattungen&quot; mehr als fürstlich bezahlen lässt. Allein an Friedhofsgebühren kommen inkl. dieser Grabstelle etwa 2.700 bis 3.000 Euro zusammen.&lt;br /&gt;
Die Kommune begründet das recht keck damit, daß zusätzlich zum reinen Grabpreis auch die &quot;ewige Grabpflege&quot; (50 Jahre) beinhaltet sei. Dabei handelt es sich wirklich nur um einen langen Fußweg, der ohnehin vorhanden und notwendig ist, der auf beiden Seiten von Bäumen und Gras gesäumt wird.&lt;br /&gt;
Die Pflege (Baumschnitt und Rasenpflege) würde hier sowieso anfallen und es ist schlichtweg eine Frechheit, hier von evtl. mehreren hundert Angehörigen eine so hohe Summe für die &quot;Grabpflege&quot; zu verlangen, zumal von den Gräbern an sich ja gar nichts zu sehen ist.&lt;br /&gt;
Es handelt sich hier um sog. teilanonyme Bestattungen, bei denen die Angehörigen zwar die Stelle der Beisetzung kennen und auch bei der Urnenbeisetzung dabei sein können, wo aber die Grabstätte an sich ungekennzeichnet bleibt und nur Stück einer großen Rasenfläche ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber einmal abgesehen von den exorbitanten kommunalen Gebühren, schlagen beide Bestatter recht kräftig zu. Allein die Beträge für die Särge und die fast 600 Euro für jeweils eine Urne sind unverschämt.&lt;br /&gt;
Auch alle anderen Rechnungspositionen deuten für mich darauf hin, daß ein gewiefter Geschäftsmann die Unerfahrenheit und die Unsicherheit älterer Menschen schamlos ausgenutzt hat.&lt;br /&gt;
Wenn, wie in diesem Fall, sowieso keinerlei Aufbahrung oder Abschiednahme gewünscht wird, braucht man keine Sarginnenausstattung für über 450 Euro. Wenn der Sarg sowieso vom Sterbeort direkt zum Krematorium gebracht werden soll, benötigt man auch keine &quot;schwere Mahagonitruhe mit hohem Deckel und Schnitzungen&quot;, da tut es der &quot;Verbrenner&quot; für knapp 200 Euro auch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der eine Bestatter berechnet vorsichtshalber gleich vier Überführungen zu 199 Euro.&lt;br /&gt;
Da frage ich mich erstens, wo er denn den Verstorbenen noch überall hinfahren möchte und frage mich dann, wofür denn diese 199 Euro sein sollen, wenn er jedesmal auch noch 149 Euro für Benutzung des Leichenwagens und das Personal berechnet.&lt;br /&gt;
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Der berechnet fast 1.400 Euro nur dafür, daß der Verstorbene am Sterbeort abgeholt und zum Krematorium gebracht wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der andere Bestatter hat nicht ganz so hohe Fahrtkosten. Bei ihm käme man mit &quot;nur&quot; 940 Euro für die Fahrerei weg; dafür berechnet er aber kühne 10 Tage Kühlkosten zu je 70 Euro.&lt;br /&gt;
Kühlung ist teuer, aber der Kollege signalisiert schon im Angebot, daß er nicht preiswert und zügig arbeitet, sondern auf teure Langzeitkühlung baut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz besonders witzig finde ich die Eigenart beider Bestatter, die Rechnungspositionen munter und bunt auf &quot;Bestatterrechnung&quot; und &quot;durchlaufende Posten&quot; zu verteilen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir wissen, daß eine ordentliche Bestatterrechnung aus einem Teil besteht, der die Leistungen und Lieferungen des Bestattungshauses widerspiegelt. Im zweiten Teil der Rechnung wird dann zusammengefasst, was sonst noch alles an Fremdkosten vom Bestatter übernommen wurde. Das reicht von kirchlichen Gebühren über kommunale Gebühren bis hin zu den gesamten Grab- und sogar den Grabsteinkosten, sowie den Zeitungsanzeigen, Blumen usw.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um ihren Anteil an der gesamten Summe klein zu halten und so zu tun, als seien sie ganz günstig und die Kommune (sowie die anderen Zulieferer) ganz teuer (was im übrigen ja auch meisten wirklich so ist), schiebt man schnell mal eben die Hälfte der Fahrtkosten, das Grabkreuz und etliche weitere Positionen in den Bereich der &quot;durchlaufenden Posten&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz frech: Der eine Bestatter berechnet 249 Euro für &quot;Verwaltung des Sterbefalls&quot;.&lt;br /&gt;
Das könnte ein durchaus angemessener Preis für die &quot;komplette Abwicklung der Formalitäten&quot; (wie wir es nennen) sein, wenn da umfassende Arbeit geleistet wird.&lt;br /&gt;
Allerdings schreibt dieser Beutelschneider tatsächlich noch einmal als letzte Position unter die &quot;durchlaufenden Posten&quot;: &quot;Berechnung und Verauslagung der Fremdkosten 332 Euro&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das heißt, der Schnabelkasper will über 330 Euro dafür, daß er die verauslagten Beträge untereinander schreibt und einen Strich drunter zieht.&lt;br /&gt;
Absolute Frechheit!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Denn: Der Bestatter wird nur in seltenen Fällen diese Kosten im Voraus bezahlen müssen und er kassiert ja, was an sich durchaus legitim ist, später noch Provision von Gärtner, Zeitung und Steinmetz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Beide Bestatter haben nur gesehen, daß da alte wacklige Leute kommen, die unsicher sind, sich nicht auskennen und ein prall gefülltes Sparbuch vorweisen können.&lt;br /&gt;
Soviel wie da ist, wird auch ausgegeben bzw. berechnet...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weg da!&lt;br /&gt;
Geht woanders hin!&lt;br /&gt;
Als Tochter solltest Du mitgehen oder jemanden mitschicken, der kritisch aufpasst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist Abzocke! Ich benutze dieses abgegriffene Wort nicht gerne, aber beide Angebote sind reine Abzockerei!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 29 Mar 2011 08:49:00 +0200</pubDate>
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    <title>Gedenkkerzen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Gedenkkerzen/5786</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Eine sehr hübsche Idee entdeckte ich bei der Betriebsbegehung in einem Bestattungshaus im Schwäbischen. Der Kollege hatte mich gebeten, seine betrieblichen Abläufe einmal von außen unter die Lupe zu nehmen, um etwas die Betriebsblindheit abzuschütteln.&lt;br /&gt;
Es ist gerade bei Bestattern so, daß man manches seit Generationen so macht und nie über den Tellerrand hinaus schaut. Da hilft einem ein neutraler Begutachter oft sehr schnell und sehr viel weiter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei diesem Kollegen entdeckte ich diese Gedenkkerze:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:831 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;682&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/kerzemaas.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich lege noch ein besseres Foto nach: &lt;!-- s9ymdb:832 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;288&quot; height=&quot;404&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/kerzenallg.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine dieser Kerzen konnte er mir mitgeben und es liegt nur daran, daß ich sie im warmen Auto liegen gelassen habe, daß die Schrift so ein bisserl schief geworden ist. Anfangs sah sie wesentlich besser aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Geliefert werden diese Kerzen mit Wunschmotiv und dem Namen des Verstorbenen und dessen Lebensdaten. Sie sind hübsch in Cellophan mit Geschenkband verpackt.&lt;br /&gt;
Der Bestatter bestellt für jeden einzelnen Sterbefall eine solche Kerze und schenkt sie nach der Beerdigung den Angehörigen.&lt;br /&gt;
Damit rechnen die Familien nicht und sind immer sehr angenehm überrascht. Da fließen viele Tränen der Dankbarkeit und eine solche Kerze hilft ganz sicher mit, daheim noch etwas dem Verstorbenen gedenken zu können und mit dem Abbrennen und Kleinerwerden der Kerze geht dann auch der Verstorbene symbolisch Stück für Stück und ganz allmählich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich finde diese Idee ganz großartig und habe mir extra die Adresse des klitzekleinen Familienbetriebes geben lassen, der diese Kerzen für einen wirklich absolut annehmbaren Preis herstellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allen Kollegen, die hier mitlesen, kann ich nur ans Herz legen, diese Idee einmal aufzugreifen.&lt;br /&gt;
Die Adresse gebe ich auf Anfrage gerne weiter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;Kein Kommerz! Ich verdiene da nix dran! Dauerneider einfach Maul halten!&lt;/small&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 12 Mar 2011 11:36:32 +0100</pubDate>
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    <title>Die Schlumpfschlauchurne und der Schrumpfschlauch</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Die-Schlumpfschlauchurne-und-der-Schrumpfschlauch/5736</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Vor einigen Tagen schrieb ich, daß das Krematorium in Meißen ganz normale Aschenkapseln aus Weißblech dadurch etwas &quot;aufhübscht&quot;, indem man in einem ganz herkömmlichen Küchenbackofen die ansonsten anthrazithfarbenen bis schwarzen Kapseln mit einer blauen Schrumpffolie überzieht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Wie das wohl aussehen könnte, darüber wurde hier viel philosophiert, zumal es da offenbar keine Bilder im Web zu finden gibt.&lt;br /&gt;
Ich habe, alle Urheberrechte mal außer Acht lassend, aus den neulich gesendeten mdr-Beitrag ein Standbild auf meinem Fernseher abfotografiert, auf dem diese Aschenkapsel zu sehen ist:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:816 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;450&quot; height=&quot;493&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/schlumpfschlauchurne.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 28 Feb 2011 07:36:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://bestatterweblog.de/archives/guid/5736</guid>
    
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    <title>Das Haus des grauen Grauens</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Das-Haus-des-grauen-Grauens/5726</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Das Georg-Flöter-Haus ist eines der hässlichsten Altersheime, die ich jemals gesehen habe. Es handelt sich bei dem Bau um das ehemalige Verwaltungsgebäude der Maschinenfabrik Walter F. Baggermann &amp;amp; Söhne GmbH &amp;amp; Co. KG und so sieht es von außen und vor allem von innen auch aus.&lt;br /&gt;
Eine schmucklose Fassade mit gleichförmigen quadratischen Fenstern, der Haupteingang direkt an der Kastanienstraße, einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße, und im Inneren nichts als lange, schmale, schier endlose Gänge mit einer im Viermeterabstand aufgereihten Folge von Türen und das auf sechs Etagen.&lt;br /&gt;
 In beinahe jedem dieser recht kleinen Zimmer sind zwei Bewohner untergebracht, nur die etwas Betuchteren haben ein Zimmer für sich ganz alleine und konnten einige wenige Möbelstücke von zu Hause mitbringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu Hause? Zu Hause fühlt sich im Georg-Flöter-Haus niemand, zumindest habe ich diesen Eindruck gewonnen, denn alle, mit denen ich sprach, fühlen sich dort wie im Wartesaal des Todes. Schmucklos, abstoßend und unherzlich präsentiert sich das Haus und die wenigen Dinge, die man mit viel Phantasie dem Bereich Dekoration und Wohnambiente zuordnen könnte, erschöpfen sich in jeweils einer jämmerlich dürren Yuccapalme pro Etage und einem doch eher ungepflegten großen Aquarium in der kleinen Eingangshalle.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dort sitzt, wie einst der Pförtner der Maschinenbauverwaltung, die immer gleiche Schwester Agnes hinter dickem Glas und röhrt die Besucher durch ein zellophanvergittertes Sprechloch an: &quot;Zum wem?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Zu Frau Vogelsberger, bitte.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Vogelsberger Anna, 23.1.1923 oder Vogelsberger, Käthchen, 1.12.1919?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Zu Tante Kätchen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aufzug links, dritter Stock, Zimmer 325.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ratschpeng und schon ist die kleine Glasluke wieder zu. Kein Lächeln, kein Gruß, kein Bitteschön, kein Dankeschön, einfach nur Ratschpeng.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ähnlich wie den Angehörigen von Tante Kätchen, geht es jedem Besucher im Georg-Flöter-Heim und jedesmal, wenn ich dort hin muß, etwa um mit einem Bewohner oder einer Bewohnerin über eine Bestattungsvorsorge zu sprechen, geht es auch mir so. Obwohl - das kommt nicht ganz so oft vor, wie in manchen anderen Heimen, denn es muß schon ein ganz neuer Bewohner sein, der noch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, damit er sich für unser Institut entscheidet. Im Georg-Flöter-Heim sieht es die Verwaltung am liebsten, wenn alle Bewohner eine Vorsorge bei der Pietät Eichenlaub abschließen. &quot;Die machen das immer für uns&quot;, sagt die Heimleiterin und zeigt nicht ohne Stolz auf drei winzige Flachbildfernseher, die in der kargen ehemaligen Verwaltungskantine direkt nebeneinander von der Decke hängen und alle in großer Lautstärke ein jeweils anderes Programm zeigen. &quot;Die sind vom Herrn Scherer von der Eichenlaub, die hat der uns geschenkt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schaue sie ebenso vielsagend, wie verständnislos an, denn ich kann es nicht begreifen, daß sie das so freimütig und offen erzählt. Letzt Endes ist das Bestechung, die Pietät Eichenlaub verschenkt drei Fernseher für zusammen vielleicht 1000 Euro und bekommt dafür im Jahr 50 bis 100 Bestattungen auf dem Silbertablett serviert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, so sei das ja nicht, schließlich seien die Fernseher nicht für sie persönlich gewesen, sondern als Spende für die alten Menschen abgegeben worden und dafür hätte die Pietät Eichenlaub sogar eine Spendenquittung von der als gemeinnützig anerkannten Georg-Flöter-Gedächtnis-Stiftung e.V. erhalten. &quot;Sie sehen, das hat alles seine Richtigkeit und erst letztens haben wir für jeden Bewohner einen wunderbaren Schlüsselanhänger mit dem Eichenlaub-Symbol und einem Einkaufswagenchip bekommen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tolles Geschenk für alte, gebrechliche Leute, die ganz überwiegend das Heim nicht mehr verlassen können und sowieso kein Geld zum Einkaufen haben...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir haben im Keller ständig so eine Abholwanne von der Pietät Eichenlaub stehen, da tun wir dann die Toten rein, wenn der Arzt da war, der kommt immer um 17 Uhr, und irgendwann wenn&#039;s dunkel ist, kommen die und holen die Leichen da ab. Wir haben mit denen keine Arbeit, keinen Ärger und die machen das schon seit Jahren für uns.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich muß gar nicht fragen, was mit den anderen Toten ist, wenn die &#039;Wanne&#039; unten im Keller gerade mal belegt ist, eine Kühlung oder einen extra Raum für Verstorbene hat das Georg-Flöter-Heim nämlich nicht. &lt;br /&gt;
Die bleiben einfach auf dem Zimmer liegen, das war schon immer so in diesem Heim und die Bewohner kennen das schon.&lt;br /&gt;
Wenn vor einem Zimmer ein Stuhl steht, auf dem ein alter Mensch sitzt, der mit glanzlosem Blick stur die Wand gegenüber anschaut, dann ist es warm in den Zimmern und in dem Zimmer, vor dem er sitzt, liegt sein Zimmergenosse oder seine Zimmergenossin und gammelt, seit Stunden in Todesstarre verharrend, vor sich hin.&lt;br /&gt;
&quot;Gut, daß Ihr kommt, die Frau Kohlsupp müffelt schon&quot;, sagte einmal eine alte Dame, von der ich weiß, daß sie ihr ganzes langes Berufsleben lang Kindern das Lesen und Schreiben beigebracht hatte.&lt;br /&gt;
-&lt;br /&gt;
Es ist draußen schon dunkel, endlich dunkel genug, daß wir ins Georg-Flöter-Heim fahren können, denn dort darf man ja nur dann Verstorbene abholen, wenn&#039;s keiner sieht. Manni ist noch in der Firma und hat Särge gekloppt, wie wir das nennen, wenn die roh aus der Fabrik angekommenen Särge innen mit der vorgeschriebenen Schichtung und Bespannung versehen und die Griffe und Sargfüße angebracht werden.&lt;br /&gt;
Ich bestelle keinen Extrafahrer, den ich bezahlen müßte, sondern beschließe, mit Manni zu fahren. So fahre ich mit dem Aufzug zu Manni runter und wir beladen den Bestattungswagen mit einer Abholtrage, kontrollieren noch einmal den silbernen Bestatterkoffer und fahren zusammen zum Heim des grauen Grauens.&lt;br /&gt;
Unterwegs schimpfen wir uns gegenseitig was über dieses Heim vor und jeder von uns kennt eine besondere Geschichte von dort. Manni erzählt, er sei einmal mit einem Fahrer dort gewesen um im Zimmer 215, die Nummer würde er niemals vergessen, einen 89-jährigen Mann abzuholen. Wie so oft hatte sich der Mitbewohner mit einem Stuhl auf den Gang gesetzt und als Manni den ansprach, ob das das Zimmer von Herrn Wolpert sei, ist der Alte tot vom Stuhl auf den Gang gefallen.&lt;br /&gt;
Hinterher habe es dann geheißen, der sei erst Minuten vorher gestorben, doch Manni schwört, bei dem hätte die Leichenstarre schon längst eingesetzt gehabt, ein untrügliches Zeichen, daß der Verstorbene über viele Stunden tot auf dem Stuhl gesessen haben musste, ohne daß es jemand bemerkt hatte.&lt;br /&gt;
Das könne gar nicht sein, hieß es damals von den Pflegerinnen, auf dem Karteiblatt seien regelmäßig die Kennziffern für die einzelnen Pflegedienstleistungen eingetragen worden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich kenne eine andere Geschichte. Mit einem anderen Fahrer hatten wir aus einem Zimmer die verstorbene Frau Sattler abgeholt, ein kleines, schmales Mütterchen im oberschlesischen dunklen Kleid mit den kleinen weißen Blümchen. Pflegerin Renate Grobklotz, die trotz ihres Namens zu den wirklich netten Leuten im Georg-Flöter-Heim gehört, war uns noch hinterher gelaufen und hatte uns eine LIDL-Tüte mit den persönlichen Habseligkeiten der Verstorbenen mitgegeben. &quot;Da ist noch frische Unterwäsche, der Rosenkranz und das Gebiss der alten Frau drin.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In unserem Vorbereitungsraum hatten wir Frau Sattler dann zurecht gemacht und ihr unter anderem das schlecht sitzende Gebiss wieder eingesetzt. Diese Zähne mussten ihr zu wesentlich besseren Zeiten mal gepasst haben, jedenfalls bekam unser Prosektur-Mitarbeiter und Werkstattleiter Herr Huber die Zähne nur mit einem speziellen Kleber fest, den man u.a. auch für die Lippen nehmen kann. &quot;Nur mit dem Kleber ist es gegangen, das war vielleicht eine schwere Geburt, aber jetzt sieht sie schön aus&quot;, lautete hinterher sein Rapport und kaum war der Kleber unlösbar getrocknet, ging das Telefon und ein total wütender Mann beschimpfte uns, weil wir angeblich die falschen Zähne mitgenommen hätten. Die, die wir mitgenommen hätten, gehören nämlich seiner Mutter, Frau Schlotzki, und die könne mit den Zähnen von der toten Frau Sattler nicht kauen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich weiß jetzt nicht, was das Georg-Flöter-Heim damals gemacht hat, um Frau Schlotzki wieder zu Zähnen zu verhelfen. Jedenfalls konnten wir ihr die, die bei Sattler im Mund an den Kiefer geklebt waren, nicht mehr geben. Manni meint, die hätten Frau Schlotzki so lange irgendwelche Zähne aus dem Fundus gegeben, bis passende dabei gewesen seien; ich hingegen tendiere mehr zu der Theorie, daß die alte Schlotzki von dem Tag an nur noch Suppe bekommen hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist die Wanne im Keller von einem dicken Mann belegt, das kann nicht unser Kandidat sein, denn wir sollen eine knapp neunzig Jahre alt gewordene Frau abholen. Also geht&#039;s hoch in die Halle, wo Schwester Agnes, ohne hochzuschauen, kurz das runde Glastürchen hinter dem vergilbten Zellophan aufmacht und &quot;Zimmer Dreielf!&quot; brüllt. Ratschpeng.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit dem Aufzug geht es hoch, 311 liegt gleich gegenüber vom Aufzug. Wir öffnen vorsichtig die Tür, es ist ein Zweibettzimmer, es ist düster. Ein Zimmer wie viele in diesem Heim. Im Schein von Mannis Taschenlampe sehen wir an der Wand über jedem Bett jeweils ein Foto von einem jungen Soldaten in Wehrmachtsuniform, untrügliches Zeichen für mehr als 60-jährige Witwenschaft der Zimmerbewohnerinnen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni läßt den Lichtkegel über die Betten wandern, in jedem liegt eine regungslose Gestalt, weiße Bettdecken. Wir schauen uns fragend an, da kommt auf einmal unter der Bettdecke des linken Betts eine alte, magere, knochige Hand hervor und zeigt mit ausgestrecktem Zeigefinder auf das andere Bett und aus den Tiefen des Kopfkissens sagt eine hohe Altfrauenstimme: &quot;Die da! Ich nicht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir müssen ein Grinsen unterdrücken, schalten die Deckenbeleuchtung ein und tun schnell unsere Arbeit und nicht ein einziges Mal rührt sich die noch lebende Frau oder schaut zu uns herüber.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der Rückfahrt macht Manni die Situation nach. Er lässt den Unterkiefer schlaff herunterhängen und sagt mit ton- und kraftloser Stimme bei ausgestrecktem Zeigefinger: &quot;Die da! Ich nicht!&quot;&lt;br /&gt;
Wir lachen...&lt;br /&gt;
Was soll man auch sonst tun.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 19 Feb 2011 06:40:40 +0100</pubDate>
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    <title>In Duisburg gibt es jetzt Bio-Urnen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/In-Duisburg-gibt-es-jetzt-Bio-Urnen/5721</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Im Krematorium Meißen macht man um die von vielen als hässlich erachteten grauschwarzen Aschenkapseln aus Blech nun blaue Schrumpffolie. Das sieht aus wie lackiert und ermöglicht die Verwendung der Aschenkapsel auch ohne teure Überurne.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Duisburg geht man einen anderen Weg und bietet zwar auf Wunsch immer auch noch die Blechkapsel an, setzt in erster Linie jedoch auf Bio-Urnen.&lt;br /&gt;
 Dazu teilt das Krematorium Duisburg mit:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;Wie Sie sicherlich wissen, wurde unser Krematorium im Jahre 2005 als erstes kommunales Krematorium als zertifizierter Betrieb ausgezeichnet. Seitdem haben wir stetig Verbesserungen in unserem Hause vorgenommen und haben nun zur weiteren Steigerung unseres Qualitäts- und Umweltmanagement beschlossen, dass wir ab sofort die Asche der bei uns eingeäscherten Verstorbenen in ökologisch abbaubare BioUrnen füllen. Wir glauben, dass wir damit einen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt leisten.&lt;br /&gt;
Selbstverständlich können wir, wenn es gewünscht wird, die Asche auch wie bisher in Weißblechurnen einfüllen. &lt;br /&gt;
Wir hoffen, dass auch Sie diese umweltbewusste Verbesserung begrüßen werden.&lt;p&gt;Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
Wirtschaftsbetriebe Duisburg&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 18 Feb 2011 06:30:00 +0100</pubDate>
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    <title>Aaraus Urnenverstecke im Wald</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Aaraus-Urnenverstecke-im-Wald/5684</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Habe den Beitrag über Aarau und Patrick Schneider gerade angesehen. Am Ende hält er die Position der Lochs mit Asche äh... Grabstätte &lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/templates/undertaker/img/emoticons/wink.gif&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; mit seinem GPS-fähigen iPhone fest, nicht mit einem dafür entwickelten GPS-Dingens.&lt;p&gt;Wenn er tatsächlich nur jeweils 4 Kommastellen notiert hatte, gibt es in Nord-Süd-Richtung eine Auflösung von gerade mal 11.11 m. Hinzu kommt natürlich die Ungenauigkeit der jeweiligen GPS-Messung...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn die Verwandten die Grabstätte suchen gehen, müssen sie alles im Umkreis von etwa 20 Meter umgraben... &lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/templates/undertaker/img/emoticons/tongue.gif&quot; alt=&quot;:-P&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vielleicht kann Tom was dazu sagen, er hat ja zum Glück Kinder, die noch was mit den Erwachsenen unternehmen wollen... Geocachen &lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/templates/undertaker/img/emoticons/smile.gif&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun, es ist ja nicht Sinn der Sache, daß die Angehörigen Ihren Verstorbenen bzw. dessen Asche noch einmal ausgraben; sie sollen an die Stelle gehen und seiner dort gedenken können, so sie das denn wollen.&lt;br /&gt;
 Dazu sind natürlich die genauen Geokoordinaten erforderlich, die auch ein iPhone oder ein besseres Auto-Navigationssystem liefern können. Ob Herr Schneider nun tatsächlich nur die groben Daten notiert und den Angehörigen mitteilt, das weiß ich nicht. Es wäre aber zum Auffinden des Platzes zu wenig, der Suchradius wäre tatsächlich viel zu groß.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es kann aber auch durchaus sein, daß man für&#039;s Fernsehen absichtlich nicht die genaue Position gesagt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alles in allem kommt mir aber das Vorgehen des Herrn Schneider sehr dilettantisch und würdelos vor.&lt;br /&gt;
Es dürfte ja nun als erwiesen gelten, daß er die Urnen nicht unbedingt &quot;zeitnah&quot; beisetzt. Weshalb er dann ausgerechnet im Winter gefrorenen Boden mit ungeeignetem Werkzeug nur einige Zentimeter tief aufhackt, bleibt mir verschlossen. Vielleicht, weil der dem &quot;mdr&quot; mal zeigen wollte, wie er das so macht und DASS er es überhaupt macht.&lt;br /&gt;
Nachdem es ja über die Beisetzung außer seinem Fresszettel mit den Koordinaten keinerlei ordentliche Unterlagen zu geben scheint, wäre durchaus die Möglichkeit gegeben, ganz auf das Beisetzen der Asche zu verzichten; das kann eh keiner mehr nachvollziehen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sage es ja immer wieder: Die Billigbestatter haben durchaus ihre Berechtigung, aber wer nichts bezahlen will, der bekommt eben sowas.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alle Bestatter &quot;kochen nur mit Wasser&quot; und angesichts steigender Konkurrenz und lange sinkender Sterbezahlen müssen sich alle Bestatter bemühen, konkurrenzfähig zu bleiben. Das tun sie unter anderem auch, indem sie günstige Varianten anbieten. Dabei schöpfen die Bestatter alle Möglichkeiten aus, wo man irgendwie sparen kann.&lt;br /&gt;
Irgendwann ist aber die Schmerzgrenze erreicht, da kann man dann keine Abstriche mehr machen, ohne daß es an der Qualität hapert.&lt;br /&gt;
Da hilft dann auch kein Großeinkauf mehr wesentlich weiter, sondern dann muß man zur Entsorgung übergehen. Und irgendwo im Wald ohne Genehmigung des Grundstückseigentümers ein wenige Zentimeter tiefes Loch in den frostigen Boden zu hacken, das reicht meiner Meinung nach zur naturnahen Verrichtung der Notdurft, aber nicht für das, was man sich gemeinhin unter einer würdigen Aschebestattung vorstellt.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 02 Feb 2011 12:40:20 +0100</pubDate>
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    <title>Sofabestatter, Wohnzimmerbestatter</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Sofabestatter,-Wohnzimmerbestatter/5653</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;In einem meiner letzten Artikel wurde auf einen Zeitungsartikel verwiesen, in dem von den so genannten &quot;Sofa-Bestattern&quot; die Rede war.&lt;br /&gt;
Hierzu schreibt Kommentator &quot;Flamebeard&quot;:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;Und das Thema mit den &quot;Sofa-Bestattern&quot;: Also irgendwie kommt mir das wie der selbstgewählte Einstieg in den Drücker-Betrieb vor. Kein Büro, kein nix. Nur das, was man in der Hand zum Kunden trägt. Und wenn der Kerl auch noch aus der Werbe-Branche kommt... Also von dem erwarte ich nicht viel, ausser vielleicht einer perfekt gestalteten Trauer-Anzeige mit pfiffigem Slogan...&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Dem muß ich mal eben widersprechen...&lt;br /&gt;
 ...denn von diesen Bestattern gibt es überall in Deutschland doch recht viele.&lt;br /&gt;
Die meisten von ihnen arbeiten super gut und liefern einwandfreie Arbeit ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist nämlich so, daß es nach wie vor Fuhrunternehmen bzw. Subunternehmer gibt, die einen Bestattungswagen und die Räumlichkeiten haben und für eine ganze Reihe von örtlichen Bestattern den gesamten Fahrdienst, die Einsargung und auch die Sarglieferung übernehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bestatter benötigt also, außer einem gut funktionierenden kleinen Büro, gar nichts weiter als ein Sofa oder ein Wohnzimmer. (Diese Bestatter werden auch Wohnzimmerbestatter genannt.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn man irgendeinen Bestatter beauftragt und diesen zwecks Beratungsgespräch zu sich nach Hause kommen lässt, so hat man auch nichts weiter als eine Sofa- oder Wohnzimmerberatung.&lt;br /&gt;
Wo, wie und von wem der abholen, überführen und einsargen lässt, weiß man in einem solchen Fall auch nicht. Alles was man zu sehen bekommt, das ist der Katalog.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man kann ein großes Haus führen, mit einer Frau Büser, einer Antonia, mit Kühlzellen im Keller, einem Aufzug, Aufbahrungsräumen und eigener Trauerhalle...&lt;br /&gt;
Kann man, muß man aber nicht.&lt;br /&gt;
Wenn man auf die hauseigenen Angebote (Trauerhalle etc.) verzichtet und sich darauf beschränkt nur die übliche vor Ort vorhandene öffentliche Logistik anzubieten, dann benötigt man kein Bestattungshaus, sondern nur ein Schild, einen Laptop und ein gut gefüttertes Handy.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich kann man auf diese Weise nicht eine so umfangreiche Dienstleistungspalette anbieten und auch die Zahl der Sterbefälle, die man so abwickeln kann, dürfte begrenzt sein, aber es funktioniert durchaus und das ohne bösartige Abstriche für die Angehörigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun fragt sich natürlich manch einer, warum das dann nicht alle so machen.&lt;br /&gt;
Das ist auch wiederum ganz einfach: Nur das was man selbst macht, hat man wirklich im Griff und nur daran kann man letztenendes auch Geld verdienen. Subunternehmer kosten Geld.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 19 Jan 2011 17:27:00 +0100</pubDate>
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    <title>Musste Knochen vom Grab der Eltern wegräumen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Musste-Knochen-vom-Grab-der-Eltern-wegraeumen/5624</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Die Angehörige erlitt einen derben Schock, weil bei Ausgrabungsarbeiten auf dem Friedhof immer wieder Knochen an die Erdoberfläche gelangten, musste sie mehrfach Knochenreste vom Grab ihrer Eltern entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.alpenlandforum.net/wien/musste-knochen-vom-grab-meiner-eltern-wegraumen-t3562.html&quot;&gt;Hier der Link zu dieser Geschichte.&lt;/a&gt; Kommt sowas oft vor? Das ist ja voll das Grauen!&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Solcherlei Knochenfunde fremder oder eigener Verstorbener gibt es immer und überall auf jedem Friedhof.&lt;br /&gt;
Ich verweise auf &lt;a href=&quot;http://bestatterweblog.de/archives/Knochen-nach-Ablauf-der-Ruhezeit/3510&quot;&gt;diesen Artikel im Bestatterweblog.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich ist es nicht schön, wenn der parkähnliche und gepflegte Charakter des Friedhofes durch Knochenfragmente gestört wird, aber man muß sich doch einmal grundsätzlich vor Augen halten, wo man sich befindet.&lt;br /&gt;
 Man ist auf einem Friedhof und im Laufe der Jahre sind hunderte von Gräbern immer wieder neu belegt worden, wobei die Knochen der zuvor Bestatteten in den Gräbern verbleiben. Da kann es durchaus sein, daß durch das Ausheben eines neuen Grabes oder durch den Wurzelwuchs eines Baumes oder durch Erdbewegungen auch einmal Knochen oder Knochenteile an die Erdoberfläche gelangen.&lt;br /&gt;
Das ist vielleicht ein ungewöhnlicher und verstörender Anblick, aber genau zu diesem Zweck, damit eben Menschen vergehen und nur die Knochen übrig bleiben, wurden die Friedhöfe angelegt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sprach heute Morgen mit Alexander S., Friedhofsverwalter auf einem kleinen Gemeindefriedhof in Süddeutschland und den Mitarbeitern einer Firma, die seit Jahren für die Gemeinde den Grabaushub macht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tom: &quot;Herr S. wie oft kommt es vor, daß Sie bei Grabarbeiten auf Knochen stoßen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alexander S.: &quot;Eigentlich immer. Wir wissen ja daß die da drin sind. Das sind aber meist keine großen Stücke, sondern mehr so kleine Teile. Die brauchen zwar ewig, bis die irgendwann mal ganz weg sind, aber sie werden schon irgendwann zu so kleinen Stückchen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tom: &quot;Kann es passieren, daß auch ohne Grabarbeiten Knochen nach oben kommen, etwa durch Tiere?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alexander S.: &quot;Das wüßte ich. So tief gräbt kein Tier und wir lassen es sowieso nicht zu, daß Kaninchen oder Füchse hier einen Bau graben. So herum ist mir das noch nie passiert. Wenn, dann nur beim Ausheben eines neuen Grabes in dem schon mal bestattet worden ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tom: &quot;Was passiert denn dann mit diesen Knochen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alexander S.: &quot;Die tun wir wieder rein. Wenn es mal viele sind, tun wir die ganz unten in der Grube in ein extra Loch und decken das mit Erde ab. Aber wie gesagt, es sind meistens nicht viele und die sind ganz klein. Die Erde kommt bei uns ja in diese Box hier und da decken wir nachher Matten aus künstlichem Gras drüber. Dann geh&#039; ich nochmal fegen und schaue, daß alles schön aussieht für die Beerdigung.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tom: &quot;Ist es schon vorgekommen, daß Angehörigen trotzdem Knochen gefunden oder gesehen haben?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alexander S.: &quot;Ja sicher, erst neulich wieder. Die Erde vom Aushub war durchsetzt mit Wurzeln und Holzstückchen vom alten Sarg. Alles so dunkle, längliche, nasse Stäbchen. Wir haben alles richtig gemacht, abgedeckt und sauber gemacht. Und dann hat es aufgehört zu regnen und durch die Sonne sind die Holzstückchen die neben dem Grab lagen, dann getrocknet. Das Holz ist dunkel geblieben, bloß ein Holzstückchen wurde ganz hell und man sah, daß das ein kleines Stück Knochen war.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tom: &quot;Und was haben Sie dann gemacht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alexander S..: &quot;Dann entschuldigt man sich und erklärt den Leuten eben, daß sie auf dem Friedhof sind, wo sowas -zumindest für uns- zur Tagesordnung gehört. Für uns ist das normal, die Familien denken aber drüber nach, für die ist das was Seltsames.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tom: &quot;Kommt so etwas oft vor?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alexander S.: &quot;Nein. Wir passen auf. Ich meine, da wo Menschen arbeiten, da passieren auch Fehler. Mein Gott, wer macht schon immer alles richtig? Aber wir passen auf und normalerweise passiert da nichts.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tom: &quot;Was denn, wenn da wirklich mal große Aufregung entstünde?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alexander S.: &quot;Dann muß man sich eben entschuldigen und den Leuten irgendwas Gutes tun. Zum Beispiel ein bißchen mehr Aufwand beim Abräumen der verwelkten Kränze leisten oder notfalls geh ich hin und helfe denen als Wiedergutmachung ein bißchen beim Anlegen des Grabes. Hier ist eben ein Friedhof, was soll ich machen?&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 12 Jan 2011 16:49:52 +0100</pubDate>
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    <title>Drastische Gebührenerhöhung auf Heidelberger Friedhöfen -II- </title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Drastische-Gebuehrenerhoehung-auf-Heidelberger-Friedhoefen-II/5581</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Ich denke, wie andere oben: dieser Blog-Beitrag (Friedhofskosten in Heidelberg steigen dramatisch) greift zu kurz.&lt;p&gt;&quot;[..]Das Friedhofswesen hat auch eine soziale Komponente, die hier wohl völlig vergessen und dem reinen Gewinnstreben geopfert wurde.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich denke die Stadtväter sind in diesem Falle Opfer von Maßnahmen (wie z.B. gerade der Bankenrettung) und haben einfach kein Geld mehr, weil alles ihnen genommen wurde.&lt;br /&gt;
Um die &quot;soziale Komponente&quot; wurden wir von den &quot;Gewinnern&quot; der Bankenrettung betrogen. Diese haben ihre eigentliche Verluste dem Steuerzahler (mir) aufgebürdet und ich als unter-30-jähriger Deutscher werde mein Leben lang Schulden zahlen, gegen die ich nichts tun konnte. Auch ich werde im Alter wahrscheinlich in Armut leben.&lt;br /&gt;
Weihnachtliche Grüße.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, der Artikel greift nicht zu kurz.&lt;br /&gt;
Wenn man voraussetzt, daß das Bestattungswesen eine soziale Komponente hat und demnach die Preise so gestaltet sein sollen, daß sie einerseits die kommunale Kasse nicht zu sehr belasten und andererseits den Bürgern bezahlbare Bestattungen ermöglichen soll, so kommt man auf irgendeinen Preis X für die Leistungen.&lt;br /&gt;
 Hier wurde aber nur der Kostenfaktor berücksichtigt und die zu erwartenden Kosten einfach auf die aktuell stattfindenden Bestattungen bzw. Grabverkäufe umgelegt.&lt;br /&gt;
Das liegt daran, daß die Friedhofsämter oft Teile ihrer Aufgaben in städtische Eigenbetriebe ausgelagert haben, die wie ein kommerzielles Unternehmen wirtschaften und möglichst hohe Gewinne abwerfen sollen.&lt;br /&gt;
Hierbei wird nicht berücksichtigt, daß es sich beim Friedhofswesen um einen sensiblen Bereich handelt, bei dem man es eben nicht nur mit einer kommerziellen Komponente zu tun hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch nicht berücksichtigt wurden dabei, daß diese Gebührensteigerungen dazu führen werden, daß in Zukunft weniger Gräber verkauft werden. Das haben die Erfahrungen aus anderen Städten deutlich gezeigt. Dort ist man teilweise mit den Gebühren wieder heruntergegangen und bietet jetzt allerlei Sonderservice an, um die Kunden wieder zu locken.&lt;br /&gt;
Natürlich werden die allermeisten Leute gar nicht über Alternativen nachdenken und die hohen Kosten einfach hinnehmen.&lt;br /&gt;
Aber diejenigen, die kostenbewußter denken und kritischer sind, das sind ohnehin die, die eine gewisse Affinität zu alternativen Bestattungsformen haben. Diese Grabverkäufe werden also deutlich weniger werden.&lt;br /&gt;
Desweiteren vergrößert man mit jeder Gebührenanhebung stets auch den Kreis derjenigen, die sich diese Gebühren dann nicht mehr leisten können. Sie stehen dann an der anderen Tür des Rathauses, beim Sozialamt und holen sich einen Bestattungskostenzuschuss, um diesen dann drei Türen weiter beim Friedhofsamt wieder abzuliefern...&lt;br /&gt;
Jetzt mag manch einer argumentieren, daß damit doch denen, für die die soziale Komponente gelten soll, dann auch wieder geholfen sei, wenn die Stadt über die Sozialhilfe Teile der Gebührensteigerung abpuffert.&lt;br /&gt;
Das ist aber leider auch wieder nur Augenwischerei. Denn bis die Städte diese Gebühren in Form von Zuschüssen oder gar ganz übernimmt, ist oft ein langwieriges und kostenintensives Verfahren zur Ermittlung möglicher anderer Kostenträger eingeleitet worden, das auf der einen Seite so teuer ist, daß die Kostenübernahme, die in seltenen Fällen dann von dritter Seite erfolgt, das kaum aufwiegt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist also so, daß ich bei meinem Artikel sehr wohl die näheren Umstände, wie auch die tangierenden Fakten berücksichtigt habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist natürlich schön, daß die Bankenkrise jetzt auch hier in die Diskussion mit eingeflossen ist und man wartet förmlich auf die erste Erwähnung von Sarrazin, Westerwelle oder Schäuble. Und was ist mit Godwins-Gesetz?&lt;br /&gt;
Noch kein Jude in der Nähe, der sich beschwert, daß die Gräber auf dem jüdischen Teil nicht teurer werden? (Sarkasmus-Modus!)&lt;br /&gt;
Und dann muß gleich einer was dagegen argumentieren und dann kommt irgendeiner, der den dann als Nazi beschimpft. &lt;br /&gt;
So läuft das doch immer.&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/templates/undertaker/img/emoticons/smile.gif&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist tatsächlich so, daß die Kämmerer der Gemeinden mehr Löcher stopfen müssen, als sie können.&lt;br /&gt;
Da liegt es nahe, daß sie schauen, welche Haushaltsposten besonders belastend sind und welche eventuell noch mehr Gewinn abwerfen können.&lt;br /&gt;
Egal wo man an der Gebührenschraube dreht, irgendeiner wird argumentieren, daß hier die Ärmsten der Ärmsten, die armen Alleinerziehenden, die Trauernden, die Arbeitslosen usw. am Allermeisten getroffen werden und daß das ein soziale Härte oder so irgendetwas sei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alles das für sich genommen, ist immer kurz gedacht.&lt;br /&gt;
Aber man kann in manchen Bereichen so denken und man darf oft auch mal zu kurz denken. Denn letztendlich müssen die Städte ihre Haushalte finanziert bekommen und da hapert es überall.&lt;br /&gt;
Dennoch: Wir haben eine hohe moralische und ethische Verpflichtung, unsere Toten anständig zu bestatten. Daran, denn es bleibt auch an uns nur das Andenken, werden wir eines Tages gemessen werden. Nichts anderes als Friedhöfe und Erinnerungen bleibt von uns allen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;An der Art wie ihr Eure Toten bestattet, wird man Euch messen!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An der Höhe der jetzt erfolgten Gebührenerhöhung kann man aber deutlich erkennen, daß hier nicht maßvoll, taktvoll und vernünftig vorgegangen wurde. Sonst hätte man die Gebühren über Jahre in kleinen Schritten erhöht, so wie sich -bei der versprochenen Verbesserung der konjunkturellen Lage- auch die Löhne, Gehälter und Renten erhöhen sollen, sondern man setzt auf den schnellen Effekt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein weiterer Aspekt ist der, daß an anderer Stelle, dort wo es publikumswirksamer und letztendlich auch wählerwirksamer ist, das Geld fast schon mit vollen Händen zum Fenster hinauswirft.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 25 Dec 2010 07:07:43 +0100</pubDate>
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    <title>Als Stümper einem Schwindel aufgesessen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Als-Stuemper-einem-Schwindel-aufgesessen/5377</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo Undertaker, an Ihren stümperhaften Behauptungen kann ja gar kein Wort wahr sein! Wir sind mit Aarau sehr zufrieden gewesen und wie ich in der Zeitung lese sagt Herr Schneider, der vorzügliche Arbeit an der Billigfront leistet, dass ein Fehlen von Dokumenten garnicht möglich sei und er so einen Dokumentenmangel hätte und gar nicht einäschern lassen könnte. Da sind Sie wohl einem Schwindel aufgesessen.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Es ist mir eine Freude, daß Sie mit diesem Unternehmen zufrieden waren, so etwas hört man selten und gerne.&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist es so, daß der Zeitpunkt und Ort, an dem die zweite Leichenschau stattfindet, überall unterschiedlich ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In einer Region ist es so, daß der Bestatter den Verstorbenen am Sterbeort abholt, sämtliche Feierlichkeiten durchführt und der Verstorbene erst nach der Ablieferung im Krematorium vom Amtsarzt untersucht wird.&lt;br /&gt;
In anderen Gegenden darf der Bestatter so lange, außer der Abholung, nichts mit dem Verstorbenen machen, bevor nicht ein Rechtsmediziner die zweite Leichenschau durchgeführt hat. Nur eines ist überall gleich: Die zweite Leichenschau wird VOR der Einäscherung durchgeführt...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist diese nicht erfolgt, fehlt eine Unterlage und das Krematorium wird keine Einäscherung vornehmen.&lt;br /&gt;
Soweit ist das auch alles richtig und das was Sie mir schreiben stimmt auch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jedoch gilt das alles natürlich nur für Länder, in denen eine solche zweite Leichenschau vorgeschrieben und bekannt ist.&lt;br /&gt;
Wenn das Krematorium nun in einem anderen Land liegt, in dem man von den deutschen Bestimmungen bezüglich einer zweiten Leichenschau nichts weiß, so wird am Krematorium auch niemand danach fragen.&lt;br /&gt;
Also muß man lediglich einen Leichnam ohne die erforderlichen Papiere (Leichenpass zur Überführung, Bescheinigung über zweite Leichenschau) ins Ausland bringen und dort einäschern lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ging es nicht in den Zeitungsberichten um Überführungen nach Tschechien?&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 20 Oct 2010 16:25:36 +0200</pubDate>
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    <title>Was bitte ist denn bei Aarau wirklich los?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Was-bitte-ist-denn-bei-Aarau-wirklich-los/5369</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Gestern und vorgestern hat der Kommentarredakteur eine Reihe von Kommentaren zum Artikel über Aarau-Bestattungen gelöscht. Keine Bange, es geht nicht darum, die Meinungsvielfalt zu glätten, sondern darum, die erkennbar immer gleichen Leute, die Aarau hochloben und die Argumente verdrehen, mit ihren Doubletten aus den Kommentaren heraus zu bekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es wird hier über ein Unternehmen berichtet, dem verschiedene Dinge vorgeworfen werden.&lt;br /&gt;
Einmal lesen wir hier immer mal wieder davon, daß die zunächst versprochenen günstigen Preise am Ende oft nicht eingehalten werden. Dann wird von recht ruppigem bis fast schon pietätlosem Auftreten bei Überführungen berichtet.&lt;br /&gt;
Als Nächstes finden die Reporter der &lt;em&gt;Welt am Sonntag&lt;/em&gt; heraus, daß Aarau Verstorbene wohl illegal im Ausland einäschern läßt und offensichtlich die vorgeschriebene zweite Leichenschau nicht vornehmen läßt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die von vielen Kunden als schöne und wildromantische Alternative empfundenen Aschenbeisetzungen auf einer Schweizer Bergwiese erfolgen, glaubt man der &lt;em&gt;Welt am Sonntag&lt;/em&gt; irgendwann ganz unromantisch aus dem Kofferraum eines Geländewagens heraus &lt;a href=&quot;http://www.20min.ch/news/bern/story/Asche-von-Toten--in-Berner-Waeldern-31445735&quot;&gt;völlig ohne Genehmigung der Schweizer Behörden.&lt;/a&gt; Überdies sind wohl auch Ermittlungen der Finanzbehörden in Gang, von denen es oberflächlich den Anschein hat, als handele es sich nur um Gerüchte, wobei aber dem aufmerksamen Leser deutlich wird, daß man sich seitens der Behörden und Journalisten auch aus taktischen Gründen bedeckt hält.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daß um den Aarau-Spitzenmann Schneider Geschichten kursieren, daß er Stasi-Agent war und im Gefängnis war und auf Bewährung freigekommen ist, das hat man alles vorher schon, auch hier im Bestatterweblog gelesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man muß sich das doch bitteschön mal ganz sorgfältig auf der Zunge zergehen lassen. Es gibt da also belegbare Vorwürfe, es gibt weiterhin Ermittlungen, über die man jetzt noch nichts sagen will und es gibt zwei mehr oder weniger &quot;olle Kamellen&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Hauptvorwürfe, und das macht doch auch der Titel meines Artikels &lt;a href=&quot;http://bestatterweblog.de/archives/Hat-Aarau-Bestattungen-illegal-eingeaeschert-und-bestattet/5354&quot;&gt;&quot;Hat Aarau Bestattungen illegal eingeäschert und bestattet?&quot;&lt;/a&gt; mehr als deutlich, drehen sich um die fehlenden Leichenschauen und die wohl nicht vorliegenden Schweizer Genehmigungen für die Beisetzungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die zweite Leichenschau wird von vielen als lästig, unnötig und teuer empfunden. Dabei hat sie durchaus ihren Sinn.&lt;br /&gt;
Stirbt in Deutschland ein Mensch, so kann jeder Augenarzt oder Gynäkologe den Totenschein ausstellen. Man vertraut seinem medizinischen Sachverstand und man traut Ärzten fast jeder Couleur zu, daß sie die Zeichen des Todes sicher erkennen und auch eventuelle Unstimmigkeiten entdecken.&lt;br /&gt;
Solche Unstimmigkeiten könnten auf einen Mord, eine Selbsttötung, Pflegemißstände oder sonstige Fremdeinwirkung hindeuten.&lt;br /&gt;
Kommen nach der ersten Leichenschau durch den Hausarzt später Zweifel an der Todesursache auf, kann man auch lange nachdem jemand beerdigt worden ist, noch exhumieren und obduzieren. So könnten sich im günstigsten Fall auch Jahrzehnte später noch Spuren eines Verbrechens aufdecken lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wird allerdings jemand eingeäschert, so bleibt von diesen Spuren und Hinweisen nichts mehr übrig. Damit einerseits sichergestellt ist, daß der Mensch auch wirklich tot ist und damit keine verwertbaren Spuren vernichtet werden, schaut sich also bei Einäscherungen ein Amtsarzt oder Rechtsmediziner die Verstorbenen im Rahmen der zweiten Leichenschau noch einmal sorgfältig an.&lt;br /&gt;
Beim geringsten Zweifel wird obduziert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Umgeht jetzt aber ein Bestattungsunternehmer aus Profitgründen diese zweite Leichenschau, so entfällt diese zweite, sehr notwendige Kontrolle und Tötungsdelikte oder Mißhandlungen etc. bleiben serienweise unentdeckt.&lt;br /&gt;
Das ist kein Kavaliersdelikt, das man mit dem Argument &#039;Der ist eben billig&#039; abtun kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der zweite Punkt, die illegale Entsorgung der Asche, ist vielleicht weniger dramatisch, aber durchaus auch eine nähere Betrachtung wert.&lt;br /&gt;
Ein Kommentator schrieb sinngemäß: &quot;Woanders regen sich die Leute über eine abgeknickte Nelke auf, hier sollen sie das Maul halten, wenn die Asche ihrer Lieben illegal bestattet wird.&quot;&lt;br /&gt;
Er hat meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf getroffen.&lt;br /&gt;
Die Kunden bezahlen eine ordnungsgemäße Beisetzung auf einer Schweizer Bergwiese und sind davon überzeugt, daß dies im Rahmen der Gesetze passiert. Keiner will seinen Verstorbenen illegal beigesetzt wissen mit der Gefahr, daß die Urnen vielleicht von irgendeiner Kantonspolizei zur Beweissicherung gesucht, ausgegraben und sichergestellt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kommen wir zum nächsten Themenkomplex, nämlich daß die Leute mit der Behandlung durch das Unternehmen und die Art und Weise wie dort oft gearbeitet zu werden scheint, unzufrieden sind.&lt;br /&gt;
Hier muß ich das wiederholen, was ich schon immer zum Thema &quot;Billigbestattungen&quot; gesagt und geschrieben habe:&lt;br /&gt;
Wer beim Billigdiscounter kauft, der kann keine Spitzenprodukte erwarten.&lt;br /&gt;
Es gibt nun eben ganz viele Leute, die sich die scheinbar teuren Bestattungen herkömmlicher Bestatter nicht leisten können und solche Leute sind dankbar und froh, daß sie da jemanden finden, der das günstiger macht als alle anderen.&lt;br /&gt;
Das ist zunächst auch gut und richtig so.&lt;br /&gt;
Hiergegen habe ich auch noch nie etwas gesagt und hiergegen wendet sich auch nicht der Unmut der Branche.&lt;br /&gt;
Solche Hechte im Karpfenteich werden immer argwöhnisch beäugt, das ist normal. Aber allein die Tatsache, daß Aarau günstig ist, steht überhaupt nicht in der Kritik.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es bleibt allerdings die Frage, ob Aarau wirklich immer so günstig ist, wie man behauptet und ob die Leute tatsächlich das für ihr Geld bekommen, was sie erwarten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wird der Preisvorteil etwa dadurch erzeugt, weil der Bestatter durch illegale Praktiken, etwa das Weglassen vorgeschriebener Wege und Untersuchungen, Geld einspart, dann ist das sehr wohl ein Punkt, den es zu untersuchen gilt und dann hat das nichts damit zu tun, daß die anderem diesem einen seine günstigen Preise mißgönnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ob nun jemand vorbestraft ist oder ob er mal Stasi-Mitarbeiter war, nun das sind ganz andere Dinge.&lt;br /&gt;
Ich persönlich finde, daß jeder der wegen irgendetwas verurteilt worden ist und seine Strafe abgesessen oder bezahlt hat, dieses hinter sich gelassen hat und nicht allein deshalb immer wieder neu von der öffentlichen Meinung verurteilt werden sollte. &lt;br /&gt;
Aber so ganz erledigt und vorbei ist eine Straftat auch mit der Verbüßung der Strafe nicht.&lt;br /&gt;
Rein rechtlich hat der Mensch zwar seine Schuld in gewisser Weise abgebüßt, aber die Tatsache bleibt doch bestehen.&lt;br /&gt;
So ist es gut, richtig und wichtig, daß man bei bestimmten Straftaten (etwa gegen Leib und Leben und sexuelle Unversehrtheit von Kindern) auch nach der Strafverbüßung noch hinschaut und sicherstellt, daß so etwas nicht nochmal passieren kann. &lt;br /&gt;
Nun haben wir es hier, soweit ich das sehe, mit Finanzdelikten zu tun und da weiß jeder, der selbst ein Unternehmen führt, wie schnell die einen da am Kanthaken haben und man für Dinge den Kopf hinhalten muß, die man letztendlich selbst gar nicht zu verantworten hat.&lt;br /&gt;
Deshalb sollte man gerade solche Vorstrafen nicht unbedingt so hoch hängen und immer wieder so deutlich herausstellen. Aber sie gehören zur Vita eines Menschen und wenn die Presse will, dann gräbt sie sowas eben aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Etwas anders sieht es mit der Stasi-Vergangenheit eines Menschen aus. Ich selbst komme nicht aus den sogenannten neuen Bundesländern, durfte bis 1995 aus verschiedenen Gründen nie in die Länder des östlichen Machtbereiches reisen und kann deshalb so etwas auch nur aus der Ferne einordnen.&lt;br /&gt;
Viele, die heute wegen ihrer Stasi-Kontakte angefeindet werden, sind wohl auch unfreiwillig und durch Repressalien zur Mitarbeit gezwungen worden. Andere haben sich in kleinem Stil einige alltägliche Vorteile &quot;erkauft&quot;, indem sie andere bespitzelt haben. Das scheint sogar System und sehr weite Verbreitung gehabt haben.&lt;br /&gt;
Aber in diesem Fall ist die Rede von einem hauptamtlichen Agenten, der damit sein Geld verdient hat und über den es bei der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/BStU&quot;&gt;&quot;Birthler-Behörde&quot;&lt;/a&gt; eine entsprechende Akte gibt.&lt;br /&gt;
Da darf man wenigstens mal annehmen, daß derjenige nicht so ganz unfreiwillig gespitzelt und spioniert hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber auch das ist kein geeignetes Argument, nach dem man einen Bestatter bewerten sollte. Wenn es darum geht, einen guten Bestatter zu finden, dann zählen andere Dinge und es ist unwichtig, ob der schon mal im Knast war oder ob der in längst vergangenen Zeiten für die Stasi gearbeitet hat. &lt;br /&gt;
Was zählt ist das Hier und Jetzt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Beide Punkte wären vermutlich auch in einer normalen Berichterstattung, etwa über pietätloses Verhalten bei Überführungen, in der &lt;em&gt;Welt am Sonntag&lt;/em&gt; gar nicht näher erwähnt worden. Das Eine hätte mit dem Anderen einfach nichts zu tun und die Herren Banse und Wiegelmann von der &quot;Welt&quot; verstehen genug von ihrem Job, um die persönlichen Ansprüche eines Menschen höher zu werten als die schnelle und platte Schlagzeile.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, andersherum wird da ein Schuh daraus: Weil eben wiederum Verfehlungen gegen Recht und Gesetz im Raum stehen, genau darum wird durchaus mit Recht darauf hingewiesen, was für eine Vergangenheit der Betroffene hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich stehen, wie bei allen Berichterstattungen hier im Bestatterweblog über Billig- und Internetbestatter, die Claqueure bereit. Da werden dann immer erstaunlich viele Kommentare abgegeben, die sich an einem Nebensatz oder dem unwichtigsten Teil des Artikels hochziehen und die Unwichtigkeit diese Nebensätze so hoch hängen, daß es dann in der weiteren Argumentation immer wieder unisono heißt: Die wollen den nur fertig machen, weil der so billig ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist aber Humbug.&lt;br /&gt;
Wenn jemand es schafft, irgendeine Leistung oder Ware besonders günstig anzubieten, dann können die Mitbewerber versuchen, das auch so billig hinzukriegen. Wenn sie erkennen, daß der andere einfach cleverer ist als sie, dann können sie dem natürlich aus lauter Neid Knüppel zwischen die Beine werfen, auch das gibt es.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber wenn jetzt alle Bestatter hingingen und verbotenerweise auf die zweite Leichenschau verzichten und dann die Asche irgendwo im Ausland illegal entsorgen, na dann könnte jeder Bestatter 400-1.600 Euro günstiger sein...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber das ist nur meine persönliche Sicht der Dinge. Schreibe ich, daß die Leute sich am Besten beim Bestatter ihres Vertrauens vor Ort beraten lassen sollen, dann werde ich als Lobbyist der Bestatterverbände angefeindet.&lt;br /&gt;
Schreibe ich hingegen, daß günstige Internetanbieter für diejenigen, die genau wissen, was sie wollen und was sie dann bekommen werden, eine preiswerte Alternative sein können, dann bin ich ein Scherge der Internetbestattermafia.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie dem auch sei: Hier haben Journalisten recherchiert und sind auf Mißstände gestoßen, die im Unternehmen bzw. im Verhalten der Verantwortlichen zu suchen sind bzw. gefunden wurden. Von einem &quot;Krieg unter Bestattern&quot; kann da gar keine Rede sein. Auch wenn der redegewandte Herr Schneider sich in &lt;a href=&quot;http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/thuedeutschfwstz/art24503,1268861&quot;&gt;&quot;Freies Wort&quot;&lt;/a&gt; zu rechtfertigen versucht, es bleibt dabei, daß er dieses Mal keine Klage eines anderen Bestatters an der Backe hat, sondern daß derzeit wohl die Behörden aus ganz vielen verschiedenen Gründen näher hinschauen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 20 Oct 2010 16:19:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Hat Aarau Bestattungen illegal eingeäschert und bestattet?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Hat-Aarau-Bestattungen-illegal-eingeaeschert-und-bestattet/5354</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Das Bestatterweblog berichtet nunmehr seit Jahren über die von manchem als dubios bezeichneten Geschäftspraktiken der Firma Aarau, die vor allem als Internet-Billigbestatter auftritt.&lt;br /&gt;
Die Klagen von Lesern und Leserinnen über teilweise unzumutbare Zustände bei den Abholungen, das folgende Verwirrspiel um den Verbleib von Urnen und die dann doch erheblich teureren Abrechnungen gehören fast schon zum Alltag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sehr aufmerksam hat das Journalistenteam Dirk Banse und Lucas Wiegelmann für die &lt;em&gt;Welt am Sonntag&lt;/em&gt; nun einmal näher hin geschaut und ist auf ganz Erstaunliches gestoßen.  Daß bei Aarau-Mann Patrick Schneider schon einmal die Handschellen geklickt haben, das hat das Bestatterweblog schon &lt;a href=&quot;http://bestatterweblog.de/archives/Aarau-Bestattungen-vor-Gericht/3556&quot;&gt;in diesem Artikel aus dem Juni 2009 berichtet.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch die unrühmliche Stasi-Vergangenheit des Herrn Schneider wurde seinerzeit schon einmal thematisiert.&lt;br /&gt;
Der Mann, der sich dem Wohle der Menschen verschrieben hat, schreibt auf der Aarau-Webseite:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Angefangen bei mehr Menschlichkeit und geistigem Wachstum, über die Förderung einer neue Bestattungskultur, hin zu einer achtsamen und nachhaltigen Wirtschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
Wir brauchen ein tieferes Verständnis der geistigen Dimensionen unseres Lebens, um nicht auf die immer gleichen, falschen Versprechungen anzuspringen. Achtsamkeit hilft uns, die Verbindung von menschlichen, wirtschaftlichen und geistigen Prozessen in einem neuen Licht zu sehen. Zu Beginn sollte daher die Frage stehen: Wie können wir im Umgang mit den Menschen, der Arbeit und mit Geld die richtigen Dinge in sinnvoller Weise, im richtigen Maß und aus sinnvollen Gründen tun?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bedenkt man, was die Menschen in 40 Jahren DDR gerade unter der Stasi und ihren allgegenwärtigen Spitzeln zu leiden hatten, so klingen die Worte &quot;Menschlichkeit&quot; und &quot;geistiges Wachstum&quot; wie ein Hohn. Und das gilt umso mehr, wenn sie aus dem Munde von Patrick Schneider (42), der sich auch mal Klaus Schneider nennen soll, stammen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch haben viele in der Zeit des DDR-Regimes ihre Finger irgendwo im Spiel der Mächte gehabt und manch einer konnte sich der Stasi gar nicht entziehen. Ja viele sind sogar unter Druck und Erpressung erst Mitarbeiter der Stasi geworden.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat sich Herrn Schneider ja seitdem tatsächlich einem Prozess des &quot;geistigen Wachstums&quot; unterzogen und ist heute geläutert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dagegen spricht zumindest, daß er &quot;nach der Wende ... zu fünf Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt [wurde], unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Insolvenzverschleppung. ... Seit April 2008 ist Schneider auf Bewährung frei – nun ist er wieder ins Visier der Steuerbehörden geraten.&quot; &lt;br /&gt;
(Quelle: WELT am Sonntag, 17.10.2010)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und jetzt ganz aktuell werden Schneider Unregelmäßigkeiten ganz anderen Kalibers vorgeworfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In seiner morgigen Ausgabe wird die &quot;WELT am Sonntag&quot; ausführlich über neue skandalöse Vorwürfe gegen Schneider berichten. (&lt;a href=&quot;http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article10335851/Die-Leichen-im-Keller-des-Discount-Bestatters.html&quot;&gt;vorab online hier.&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aktuell ist die Rede von nicht erfolgten zweiten Leichenschauen. Das bedeutet, daß Aarau Verstorbene ohne die gesetzlich zwingend vorgeschriebene Leichenschau einäschern ließ.&lt;br /&gt;
Außerdem wird ihm vorgeworfen, in der Schweiz Beisetzungen illegal durchgeführt zu haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&quot;Das Unternehmen Aarau wirbt auf seiner Internetseite: „Wir können Ihnen die anonyme Feuerbestattung preisgünstig in unseren Ruhewäldern in der Schweiz anbieten.“ Chef Patrick Schneider fährt in unregelmäßigen Abständen mit Dutzenden Urnen im Kofferraum über die Alpen. Er lagert sie nach Augenzeugenberichten in seinem Chalet im Berner Oberland und fährt irgendwann mit seinem Jeep in die Berge, um die sterblichen Überreste beizusetzen.&quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Angeblich fehlen hierfür die erforderlichen Genehmigungen und die zuständige Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ob da wirklich etwas dran ist, wird sich erst zeigen. Nach Aaraus Darstellungen gegenüber der &quot;WELT&quot; stehe man in Gesprächen mit den Schweizer Behörden und fühle sich wohl im Recht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber auch das Finanzamt scheint sich im Moment intensiv für die Firma Aarau zu interessieren:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;In einer eidesstattlichen Erklärung ... berichtet ein Bestatterkollege über entsprechende Ermittlungen des Finanzamts Suhl (Thüringen)... Die Behörde habe ihn um Informationen über Aarau gebeten und versichert, „dass man etwas gegen Aarau Bestattungen unternehmen wird“. Das Finanzamt Suhl wollte die Angaben gegenüber der „Welt am Sonntag“ mit Verweis auf das Steuergeheimnis weder bestätigen noch dementieren.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Quelle: &quot;Welt am Sonntag&quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt dürfen wir mal wieder gespannt sein, wie lange es dauert, bis die immer gleichen bestellten Jubelrufer in den Kommentaren zu Wort melden, das tun sie immer, wenn hier über Aarau berichtet wird und auch nach dem hier zitierten Bericht in der &quot;Welt am Sonntag&quot; schreibt doch tatsächlich jemand, der noch nicht einmal das Wort Pietät schreiben kann, als Kommentar:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;Pietetlos günstig sagt:&lt;p&gt;Diese bösen Sarg-Discounter. Überfallen die Kunden mit unerwartet niedrigen Preisen. Nicht so wie die anderen Aasgeier (ich weiß, wovon ich rede, ich hab da mal kurz gearbeitet, ein Alptraum).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unverschämtheit. Die Kunden werden sich rächen, in dem sie wieder zu den Beutelschneidern gehen&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 16 Oct 2010 15:48:00 +0200</pubDate>
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