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    <title>Bestatterweblog - Mitarbeiter Firma</title>
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<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 18:39:54 GMT</pubDate>

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    <title>Ab zum Arzt!</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia empfängt Angehörige, die im Aufbahrungsraum einen Verstorbenen besuchen und von ihm Abschied nehmen möchten. Sandy hat den Raum mit besonders viel Liebe dekoriert. Viele Stoffbahnen fließen vom Sarg bis auf den Boden, Korbkugeln und Kerzen runden das Bild ab.&lt;br /&gt;
Die Familie ist sehr ergriffen und hält sich lange am Sarg auf. Immer mal wieder kommt ein Familienmitglied in die Halle, um etwas Abstand zu gewinnen, seine Gefühle in den Griff zu bekommen und etwas von dem Kaffee zu nehmen, den Antonia dort nebst etwas Gebäck anbietet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich komme gerade aus der Trauerhalle und sehe die Schwiegertochter des Verstorbenen bei Antonia stehen, begrüße die beiden kurz und stecke dann auf der Tafel neben der Tür zur Trauerhalle den Namen des Verstorbenen, für den wir die nächste Trauerfeier dort abhalten werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dabei werde ich Zeuge folgenden Dialoges: Die Kundin: &quot;Das Gebäck ist aber sehr lecker.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia: &quot;Ist ja auch vom Bäcker Schuckert.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kundin: &quot;Ja, der Schuckert, der macht gute Sachen, nur die Brötchen die kaufen wir lieber beim Krupfinger.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia: &quot;Da haben Sie aber auch Recht, die sind beim Krupfinger auch viel besser. Aber beim Schuckert gibt es die besseren Kuchenteilchen und vor allem seine Schinken-Käse-Zungen, die sind ganz besonders gut.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kundin: &quot;Wirklich? Na ja, die kenne ich jetzt nicht, ich bin ja Vegetarierin, müssen Sie wissen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia:&quot;Ach Herrje, das ist ja schade! Und? Waren Sie deswegen schonmal in Behandlung?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und da soll man als Inhaber eines mittleren Bestattungsunternehmens Würde bewahren und nicht laut los prusten?&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 25 Jan 2012 09:17:29 +0100</pubDate>
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    <title>Im Dschungel untergegangen</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Nein, Antonia, es ist nicht Costa Cordalis, der vor der italienischen Küste gestrandet ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weiß ich auch, Frau Büser, ich weiß, daß das ein Schiff ist. Sie wollen mich bloß wieder als blöd hinstellen. Aber dieses Mal weiß ich, daß das nur ein Schiff ist, das zufällig so heißt wie der griechische Sänger.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann ist ja gut.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der Cordalis, also der Sänger jetzt, der ist doch schon untergegangen. Wie soll man das auch sonst nennen, der ist alt geworden, sieht scheiße aus, verkauft kaum noch Platten und war schon im Dschungelcamp. Ich meine, der ist doch nun wirklich tief genug gesunken.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 20 Jan 2012 07:25:31 +0100</pubDate>
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    <title>Sandy</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Sandy/6325</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Frau Büser schickt mir eine Notiz auf den Bildschirm, daß gleich die Reuters kommen, ein neuer Sterbefall.&lt;br /&gt;
Ich habe keine Zeit und will Sandy mit der Beratung beauftragen.&lt;br /&gt;
Ich finde die Amerikanerin unter ihrem Schreibtisch. Es ragen nur die langen, schwarzen, nietenbesetzten Stiefel mit den unglaublich dicken Sohlen und Absätzen unter dem Tisch hervor.&lt;br /&gt;
Also greife ich sie bei den Fesseln und ziehe die Göre unter ihrem Schreibtisch hervor.&lt;br /&gt;
Sie zappelt und protestiert. Sie habe was im Landesbestattungsgesetz nachschlagen wollen und das Buch sei ihr vor mehreren Wochen hinten vom Schreibtisch runter gefallen und deshalb müsse sie immer mit der Taschenlampe untern Tisch kriechen, da könne sie sich sowieso besser konzentrieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf ihren Stiefeln ist sie einen halben Kopf größer als ich und das will was heißen...&lt;br /&gt;
 Sie trägt schwarze Strümpfe mit einem Muster, das aussieht wie Spinnweben. Der Lederrock ist etwas kurz, dafür könnte man aus dem Gürtel fast einen Mantel schneidern, aber vielleicht ist der Rock eigentlich der Gürtel...&lt;br /&gt;
Das schwarze T-Shirt hat vorne drauf einen großen gelben Smiley mit Adolf-Frisur und Adolf-Bärtchen.&lt;br /&gt;
Seit etwa anderthalb Jahren hat Sandy schwarze Haare, das gibt ihrer recht hellen Haut noch mehr Blässe. Sie ist nicht besonders geschminkt, zumindest nicht so, daß es mir auffallen würde.&lt;br /&gt;
An jeden Finger trägt sie einen Ring und die vielen schmalen Silberkettchen an ihrem linken Handgelenk lassen mich darüber nachdenken, wie sie überhaupt noch in der Lage ist den Arm zu heben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gleich kommt die Familie Reuters und ich möchte, daß Du die Beratung machst&quot;, sage ich und Sandy bläst statt einer Antwort ihren Kaufgummi zu einer Riesenblase. &quot;Mmmm&quot;, macht sie und ich nehme an, daß das ein zustimmender Laut ist. Bei Hinausgehen sehe ich, wie sie ihr T-Shirt über den Kopf streift, sie wird sich also in ihre Kundenkluft werfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist auch so eine Sache, die ich nie verstehen werde. Wann immer ich mit einer Frau irgendwohin wollte, ich musste ewig darauf warten, bis sie sich in ihre Kleidung gequält hatte. Merkwürdigerweise muss aber nur der Anlass stimmen und das Anziehen klappt innerhalb von Sekundenbruchteilen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich komme gerade in der Halle an, als die Reuters eintreffen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tja, und die stehen da in Lack, Leder und Nieten. Der eine Junge von denen hat so eine Art rosa Hahnenkamm auf dem Kopf und muss mal einen schrecklichen Unfall gehabt haben, jedenfalls wird sein kaugummikauendes Gesicht von Dutzenden von Nieten, Klammern und Metallringen zusammengehalten. Wahrscheinlich fallen die Augenbrauen sofort ab, wenn man da diese Stifte rausmacht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und so ähnlich wie der Junge sieht die ganze Familie aus, die aus Tochter, Mutter und Vater besteht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hinter mir höre ich am Ende des Ganges Sandy kommen, drehe mich kurz um und sehe, daß sie nur ein paar Augenblicke gebraucht hat, um in einer schwarzen langen Hose, einer weißen Bluse und einer hellgrauen Jacke zu erscheinen.&lt;br /&gt;
Hinter meinem Rücken gebe ich ihr ein Zeichen und begleite die Reuters in eines der Beratungszimmer. Dann gehe ich zu Sandy und sage: &quot;Ich glaube, es ist besser, wenn Du wieder das anziehst, was Du vorher an hattest.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber Chef, Du sagt doch immer, ich soll so nicht vor den Kunden herumlaufen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, aber die scheinen auf sowas zu stehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du hast aber mal gesagt, daß wir immer seriös und sorgfältig gekleidet sein sollen, selbst wenn die Kunden sehr locker daher kommen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber bei denen ist das etwas anderes. Ich habe das Gefühl, daß die sich mit Dir sehr wohlfühlen werden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also gut, kein Problem.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und was soll ich sagen? Die Familie Reuters, die ihre Oma bestatten ließ, war hoch zufrieden mit Sandy, mit der Beratung und des gesamten Abwicklung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich finde ja, man soll sich nicht verkleiden und verbiegen, wenn man Kunden gegenüber steht.&lt;br /&gt;
Manchmal muss man einfach aus Gründen des guten Eindrucks gewisse Kompromisse eingehen, aber wenn man das Glück hat, &quot;echt&quot; auftreten zu können, ist vieles doch wieder einfacher.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 15 Jan 2012 11:23:00 +0100</pubDate>
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    <title>Ist Antonia eigentlich doof?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Ist-Antonia-eigentlich-doof/6324</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Manche Leser fragten das per Mail und in den Kommentaren.&lt;br /&gt;
Nein, natürlich nicht; ich würde sie sonst nicht beschäftigen. Antonia leistet zuverlässig eine hervorragende Arbeit und ist vor allem bei Dingen, die andere langweilig und nervig finden würden, sehr geduldig und genau.&lt;br /&gt;
Man kann nicht für jede Arbeit einen dynamischen, redegewandten und akademisch denkenden Mitarbeiter gebrauchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei Antonia ist das eher so, daß sie ihr Herz auf der Zunge trägt und oft in völlig naivem Ton Sachen sagt und Fragen stellt, die -wenn sie nur eine Sekunde länger überlegt hätte- selbst von ihr nicht so gesagt oder gefragt worden wären.&lt;br /&gt;
Sandy, Frau Büser und Antonia nehmen ja halbwegs die selbe Wirklichkeit wahr und oft machen alle drei im ersten Moment den selben Denkfehler, jedoch bemerken Sandy und die Büserin zumeist sofort, daß da ja nach gesundem Menschenverstand etwas nicht stimmen kann, korrigieren ihre Sichtweise und umschiffen so die Fettnäpfchen, in die unser Brillenpummel so richtig mit Anlauf hineinhüpft.&lt;br /&gt;
 Was ich in den Geschichten um Antonia oft weglasse, ist die kurz darauf erfolgende Erkenntnis, soeben Blödsinn gesagt zu haben und das Selbstkorrigieren im zweiten Satz usw.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neulich ging es in einer Zeitungsmeldung um Wehrmachtspanzer. Antonia liest versehentlich &quot;Weihnachtspanzer&quot; und beginnt laut darüber nachzudenken, was der Weihnachtsmann wohl mit einem Panzer machen könnte.&lt;br /&gt;
Ihr Fazit: &quot;Na, vielleicht ist das mit den Rentieren ja auch nicht mehr zeitgemäß. So ein Panzer kommt wenigstens durch den hohen Schnee am Nordpol. Aber wie fliegt so ein Panzer?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis hierhin eine der absolut typischen Antonia-Geschichten, die ich auch genau bis hierhin erzählen würde, denn ab da liegen die anderen meist schon lachend auf dem Rücken.&lt;br /&gt;
Weiter ging es aber so:&lt;br /&gt;
Antonia grinst, sie hat ihren Fehler gemerkt, nochmals richtig hingeschaut und gesehen, daß es Wehrmachtspanzer heißt. Sie sagt dann: &quot;Ach nee, ist ja Blödsinn, aber in letzter Zeit lese ich ständig so einen Mist.&quot;&lt;br /&gt;
Damit ist die Situation wieder gerade gerückt, denn es passiert uns allen ja mal, daß wir irgendetwas falsch lesen.&lt;br /&gt;
Meine Frau schrieb neulich tatsächlich einen Brief an die Adresse &quot;Ferdinand Lasagne Straße&quot; statt an die &quot;Ferdinand Lassalle Str.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man könnte in Bezug auf Antonia auch sagen, daß sie einfach so viel Selbstbewusstsein hat, dass sie es sich traut, immer gleich den ersten Gedanken auszusprechen. Jedenfalls lacht sie herzerfrischend über ihre Wiedergabe hier im Weblog und behauptet immer wieder: &quot;Ach was, das war ich gar nicht, damals war ich halt noch jung und unerfahren.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:58:44 +0100</pubDate>
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    <title>Was? Wie?</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Der Sarglieferant hat schöne Kalender überreicht und diese Kalender werden von Bürodame Frau Büser gerecht unter den Mitarbeitern verteilt.&lt;br /&gt;
Antonia schaut ihr Exemplar sorgfältig durch, ich nehme an, sie schaut nach, ob auch alle Tage drin sind.&lt;br /&gt;
Auf einmal sagt sie: &quot;Ich bin ja froh, wenn am 25. März die Sommerzeit wieder kommt.&quot;&lt;br /&gt;
Sandy zuckt nur mit den Schultern und sagt: &quot;Mir ist das egal, eigentlich find&#039; ich die ganze Umstellerei ja blöd.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, nee, nee&quot;, sagt Antonia empört: &quot;In der Winterzeit drehen wir die Uhr ja eine Stunde zurück, haben also eine Stunde mehr pro Tag. Das finde ich insgesamt sehr ungerecht, oder bekommst Du etwa mehr Geld vom Chef, wenn wir eine Stunde länger arbeiten müssen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy: &quot;Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas?&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 11 Jan 2012 19:27:26 +0100</pubDate>
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    <title>Neuseefundländer</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia sagte neulich: &quot;Mensch Chef, als ich bei den Leuten war, habe ich voll Schiss gehabt, die hatten so einen Hund, so einen ganz großen, so einen Neuseeländer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Antonia, der heißt Neufundländer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hey, woher wissen Sie das? Der war wirklich gefunden worden, die hatten den aus dem Tierheim.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 08 Jan 2012 18:24:41 +0100</pubDate>
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    <title>Der Nebel war schuld</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-Nebel-war-schuld/6299</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Und, alle gut ins neue Jahr gekommen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Chef, alle bis auf Antonia&quot;, sagt Frau Büser und ich mache daraufhin ein fragendes Gesicht. Frau Büser nickt nur in die Richtung von Antonias Büro und ich will mich gerade dorthin begeben, da kommt Antonia auch schon den Gang runter und ich sehe an der Art wie sie läuft, daß irgendetwas nicht stimmt.&lt;br /&gt;
Nun läuft Antonia auch sonst nicht gerade mit der Grazie einer Elfe, aber heute sieht das dann doch eher aus, als würde sie Taucherflossen tragen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist denn mit Dir los?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schlechter Empfang!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, schlechter Empfang.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und deshalb muss man so laufen?&quot; &quot;Nee, also mein Bruder und seine Frau hatten mich ja an Silvester eingeladen und da bin ich ja dann auch bei denen gewesen. Um zwölf hat mein Bruder dann angefangen zu knallen und ich wollte unsere Mutter anrufen und ein frohes neues Jahr wünschen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, und dann ging das nicht. Ich habe kein Netz bekommen. Das liegt nämlich an dem ganzen Nebel, müssen Sie wissen, Chef.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was liegt an welchem Nebel?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das mit dem Netz.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wenn die da so knallen, dann entsteht doch dieser Nebel, schwarzer Nebel vom Schwarzpulver und weißer Nebel vom Weißpulver.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weißer Nebel vom Weißpulver? Das ist ja mal ganz was Neues. Ich glaube Du solltest Deine Erfahrungen bezüglich der Herstellung von weißem oder schwarzem Rauch mal mit den Kardinälen der katholischen Kirche teilen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Häh?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Is&#039; egal, erzähl weiter!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja also, da war also dieser viele Nebel in der Luft und da kommen meine Handystrahlen nicht durch. Das ist in der Silvesternacht immer so bei mir, ich krieg dann kein Netz, das liegt am Nebel.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann habe ich das Handy hochgehoben und Netz gesucht, so bin ich dann durchs Haus, da war aber kein Netz und dann bin ich raus auf die Straße, so mit hochgehaltenem Handy und habe immer aufs Display geguckt, wieviel Striche da jetzt sind.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, weiter?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und so nach oben guckend bin ich dann auf der Straße auf und ab, weil ich doch meine Mutter anrufen wollte; und mein Bruder hat gerade die Super Silberfontäne angezündet, die ist ganz doll, da sprüht oben so silbriges Feuer raus, so wie bei &#039;ner Wunderkerze, lauter so Funken, aber in Silber; und gerade als ich Netz hatte, da ging das Ding los und sprühte und ausgerechnet da hatte ich mir gerade etwas gebückt und war, na wie soll ich sagen, also mit dem Hintern so in der Nähe von den Silberfunken...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Och, mit nem Sitzring geht&#039;s aber!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 02 Jan 2012 08:10:18 +0100</pubDate>
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    <title>Weihnachtsmarkt</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die Damen hippeln so von einem Bein aufs andere und gucken immer mal wieder fragend in mein Büro.&lt;br /&gt;
Ja, ich weiß, die Frauen wollen noch auf den anderen Weihnachtsmarkt und haben Langeweile im Büro.&lt;br /&gt;
So ist das eben im Bestattungswesen: Manchmal hast Du alle Kisten voll zu tun und dann ist auf einmal wieder Sterbepause und es kommt und kommt kein Auftrag rein.&lt;br /&gt;
Natürlich bin ich ein netter Chef, weil ich eben nicht als Chef auf die Welt gekommen bin und immer versuche, meine Leute so zu behandeln, wie ich selbst als Angestellter gerne behandelt würde.&lt;br /&gt;
Also winke ich die Büserin herein und sage um 15 Uhr die magischen Chefworte: &quot;Wenn bei Euch nix mehr zu tun ist, dann könnt Ihr meinetwegen abhauen.&quot; Ich bekomme einen dicken Schmatzer von Sandy auf die Wange, Antonia verspricht, mir einen Paradiesapfel mitzubringen und Frau Büser winkt noch einmal herzlich aus dem Kondensstreifen, den die abzischenden Grazien hinterlassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schließe die Augen und genieße die Ruhe, es ist so schön ohne Frauen...&lt;br /&gt;
Ich meine das jetzt nicht grundsätzlich, eher so momentan.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tja... Kaum sind&#039;se weg, schlendert, wie durch Zufall, Manni herein und drückt sich mit Nichtigkeiten herum.&lt;br /&gt;
Das ist das Einfordern von Gerechtigkeit auf die subtile Art meiner Männer in der technischen Abteilung.&lt;br /&gt;
Ganz beiläufig sage ich zu ihm: &quot;Wenn unten alles erledigt ist, könntet Ihr eigentlich Schluss machen für heute.&quot;&lt;br /&gt;
Er reckt den Daumen und grinst dankbar und anhand des 20 Sekunden später ertönenden Geräusches des elektrischen Rolltores unserer Tiefgarage höre ich, daß man unten wohl auch schon auf gepackten Koffern gesessen hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So... denkste...&lt;br /&gt;
Kaum sind alle ausgeflogen, rufen innerhalb von zehn Minuten zwei Familien an. Die einen haben einen toten Opa, der noch heute aus dem Krankenhaus geholt werden muss und die anderen haben eine tote Oma, die zu Hause liegt.&lt;br /&gt;
Okay... na gut... ich habe es nicht anders gewollt.&lt;br /&gt;
Den Opa kann ich alleine holen. Im St.Martin-Krankenhaus ist immer ein Pfleger, der einem den Keller aufschließt und der mir beim Einladen hilft.&lt;br /&gt;
Aber was mache ich mit der Oma?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich beschließe, dort erst einmal alleine hinzufahren, nehme aber den Bestattungswagen. Da kann ich erst mal schauen und im Zweifelsfall sage ich, daß wir erst die Beratung machen und lasse dann doch einen der Fahrer zum Helfen anrücken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch es kommt ganz anders. Als ich an dem kleinen Siedlungshaus ankomme und alleine aussteige, ist sofort der Neffe der Verstorbenen bei mir, weicht mir nicht von der Seite und fragt noch nicht einmal, ob er helfen soll, sondern er tut das einfach, so als ob das selbstverständlich sei...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin fertig dort, verabschiede mich und will schon fahren, da drehe ich mich noch einmal um und erkundige mich bei dem Neffen, ob er so etwas früher schon einmal gemacht habe. Nein, er habe keinerlei Erfahrungen in der Branche, er sei arbeitslos.&lt;br /&gt;
Ich habe ihm meine Karte gegeben, er soll sich mal melden.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 15 Dec 2011 23:50:39 +0100</pubDate>
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    <title>Rote Augen</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Ja nee, da müssen die durch.&lt;br /&gt;
Ich meine, ich bin ja brav zu Hause geblieben und habe mit der Tochter erst einen Film angeschaut und dann noch eine Stunde auf der wii Bowling gespielt.&lt;br /&gt;
Was kann ich dafür, daß sich meine ganzen Hühner gestern auf dem Weihnachtsmarkt &quot;verplaudert&quot; haben? Meine Frau, Frau Büser, Sandy, Antonia und Auszubildende Nadine hatten sich nach Feierabend gemeinsam auf den Weg gemacht, um auf dem Weihnachtsmarkt die üblichen Rumsteherle und Staubfänger zu kaufen, zum Beispiel Rauschegoldengel und so&#039;n Zeug.&lt;br /&gt;
Dummerweise hat ihnen ein Glühweinstand einen Strich durch die Rechnung gemacht und irgendwann muss es ihnen dann auch zu kalt geworden sein, weil sie dann nämlich so ab 21 Uhr in einer Kneipe eingekehrt sind, um die müden, kalten Füße zu wärmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So gegen ein Uhr hat Frau Büser, die meistens nichts trinkt, dann meine Frau und Sandy hier abgeliefert.&lt;br /&gt;
Sagen wir es mal so, meine Frau artikulierte noch und Sandy habe ich unten in der Halle auf die Couch gepackt.&lt;br /&gt;
Als kleine Morgengabe habe ich direkt neben Sandy diese doofe Plastikmoschee aufgebaut, in der ein Wecker eingebaut ist und die zur eingestellten Zeit einen Muezzin ertönen lässt. (Das Ding hat sie selbst mir mal geschenkt!)&lt;br /&gt;
Irgendwie muss ich aus Versehen 2 Uhr morgens als Weckzeit eingestellt haben und natürlich war Sandy nächtens nicht in der Lage, den Wecker, sprich den orientalischen Kreischer, abzustellen, sodass der alle zwanzig Minuten in ihre Ohren gekräht hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rote Augen wohin ich schaue heute Morgen. Sie sind auch sehr einsilbig und &lt;del&gt;erstaunlich&lt;/del&gt; &lt;em&gt;erfreulich&lt;/em&gt; ruhig, meine Damen.&lt;br /&gt;
Nur Sandy flucht über den &quot;Scheiß, den sie geträumt hat&quot;, sie sei eine Haremsdame am Hofe vom Sultan gewesen und immer, wenn es spannend geworden wäre im Traum, da habe der Muezzin alle tollen Typen zum Gebet gerufen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 06 Dec 2011 09:52:48 +0100</pubDate>
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    <title>Manni und die Abrechnung</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Manni-und-die-Abrechnung/6246</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Manni wohnt mit seiner Familie zur Miete und soviel ich weiß, muss er auch nicht besonders viel Miete bezahlen, da er seinem Hausbesitzer die eine oder andere Malerarbeit in dessen umfangreichen Immobilienbesitz erledigt. Dafür ist Manni bei ihm als nebenberuflicher Hausmeister angestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute steht Manni in meinem Büro und dreht verlegen seine Finger ineinander und starrt auf seine Schuhspitzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was&#039;n los?&quot; frage ich und Manni antwortet: &quot;Alles Scheiße!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist alles Scheiße?&quot; &quot;Ach, wissen Sie, ich zahle jeden Monat 290 Euro Miete und 125 Euro Nebenkosten. Letztes Jahr rief mich mein Vermieter an und sagte, wir hätten 80 Euro zuviel Nebenkosten bezahlt, ob er mir das überweisen solle oder ob er das auf&#039;s neue Jahr übernehmen soll. Ich habe dann gesagt, er soll&#039;s mal behalten und uns gutschreiben, weil ja die Kosten sowieso steigen werden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja und?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und jetzt habe ich gestern die neue Abrechnung bekommen und wir sollen 1.100 Euro und ein paar Zerquetschte nachzahlen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Boah, das ist aber viel!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau, ich hab den gleich angerufen und er hat mir dann die Abrechnung erklärt. Wir haben 30 % mehr verbraucht als im letzten Jahr und die Heizkosten sind um fast 35 % gestiegen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also stimmt die Abrechnung?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wenn ich das alles zusammenrechne, dann stimmt das schon, aber ich hätte doch nie damit gerechnet, dass das so viel ist. Hätte der mir nicht vorher mal Bescheid sagen müssen, dass das so viel wird?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich nehme an, der hat das auch erst nach dem Ablesen der Heizung gesehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Stimmt. Aber das hilft mir nix, ich hab die Kohle nicht, ich weiß nicht was ich machen soll. Da geht das ganze Weihnachtsgeld drauf und der Rest ist ja irgendwie auch schon verplant. Das einzige was ich machen kann, ich könnte dieses Jahr Weihnachten ausfallen lassen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was soll ich da machen?&lt;br /&gt;
Ich könnte Manni das Geld jetzt als Vorschuss geben und was wäre die Konsequenz? Ich müsste es ihm über Monate hinweg wieder abziehen und dann langt ihm sein Einkommen viele Monate nicht.&lt;br /&gt;
Um es gleich zu sagen, Manni verdient sehr gut bei uns, aber Manni hat Schulden-Altlasten durch seine Frau und man kennt das doch, man richtet seine Ausgaben auch immer nach dem, was einem zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
Und leider neigen die Leute dazu, ihr Einkommen in immer mehr fixe Kostenpositionen zu investieren: Sky-TV, Handyverträge, Leasingraten etc.&lt;br /&gt;
Kommt dann mal finanziell was dazwischen, dann können diese Verträge schnell mal nicht bedient werden und man steht dumm da.&lt;br /&gt;
Ich kann Manni das Geld aber auch nicht einfach schenken. Ich meine, ich habe meinen Mitarbeitern schon viel geschenkt, aber man muss das irgendwie im Rahmen halten, sonst kommt es schnell dahin, dass sie bei jeder Gelegenheit auf die &quot;Versicherung Chef&quot; bauen.&lt;br /&gt;
Einmal hatte ich einen... der hat mich regelrecht ausgenommen und ich weiß bis heute nicht, wie der Kerl mich so weit gebracht hat... Irgendwie hatte der eine Art, dem konnte man nicht böse sein. Egal, das ist lange her.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber nun zu Manni. Was soll ich machen?&lt;br /&gt;
Ich zucke mal zunächst nur mit den Schultern und Manni seufzt: &quot;Nee, ich will kein Geld von Ihnen, Sie müssen auch rechnen, das weiß ich ja, aber vielleicht haben Sie ja eine Idee.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, eine Idee habe ich. Ich frage Manni: &quot;Sagen Sie mal, Manni, wie lange sind Sie eigentlich schon bei uns?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni überlegt, zählt mit Hilfe der Finger und kommt dann zu dem Ergebnis: &quot;Elfeinhalb Jahre, Chef.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mensch, Manni&quot;, sage ich, &quot;Warum haben Sie mir das denn nicht schon früher gesagt. Elfeinhalb, das ist doch in Ostpreußen, wo meine Vorfahren herkommen, eine traditionelle Jubiläumszahl!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, eine Jubiläumszahl! Elfeinhalb, Neunzehndreiviertel und Siebenunddreißigsechsachtel!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warten Sie mal!&quot; sage ich und drücke auf den Sprechknopf zu Frau Büser, die wenig später mein Büro betritt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sage: &quot;Mensch, Frau Büser, wissen Sie was? Wir haben Mannis Jubiläum dieses Jahr vergessen. Der Mann ist elfeinhalb Jahre bei uns. Zahlen Sie ihm bitte für jedes Jahr seiner Betriebszugehörigkeit 100 Euro aus und zwar diese Woche noch, also noch vor Weihnachten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Büser steht mit offenstehendem Mund da, ihre Augen weiten sich einen ganz kleinen Moment und dann kommt das zu tragen, was eine sehr gute erste Bürodame ausmacht: Sie spart sich alle klugscheißernden Fragen für später auf und sagt: &quot;Ach ja, wenn Sie das sagen, aber selbstverständlich, ich mache ihm gleich einen Scheck fertig, den kann er heute noch zur Bank bringen.&quot; Und an Manni gewandt: &quot;Oder doch lieber in bar?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni nickt, weiß gar nicht wie ihm geschieht und stammelt: &quot;In, in, b-b-bar, bi-bitte.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Büser nickt und geht rüber in ihr Büro.&lt;br /&gt;
Manni weiß immer noch nicht, was er sagen soll und deshalb sage ich: &quot;Ach ja, diese Jubiläumszahlen ändern sich übrigens jedes Jahr, je nach Mondwetter, da hat niemand Anspruch drauf, alles klar?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ach menno, ich mag es nicht, wenn mich Männer umarmen und weinen, ich muss dann auch immer heulen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 05 Dec 2011 11:41:29 +0100</pubDate>
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    <title>Doppelkekse</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die Ursache war beiläufig und ohne Forderungen. Antonia hatte mir pflichteifrig an einem Morgen eine Tasse Kaffee gebracht. Das war sehr nett und ich war mit ihrer diesbezüglichen Leistung auch vollumfänglich zufrieden.&lt;br /&gt;
Als Antonia das nächste Mal in mein Büro schaute, hatte sie eine Kaffeekanne dabei und wollte mir Kaffee nachschenken.&lt;br /&gt;
Ich hatte jedoch erst einmal an der Tasse genippt, weil der Kaffee noch so heiß war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Chef, schmeckt Ihnen mein Kaffee nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch, doch, Antonia, der ist sehr gut.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber Sie haben doch noch gar nichts getrunken, gell, der schmeckt Ihnen nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch wirklich, Du kannst beruhigt sein, ich habe selten einen so guten Kaffee getrunken, sehr lecker!&quot; Sie bekam so skeptische Grübchen in ihren Wangen, als sie ungläubig den Mund spitzte. Und es muß ungeheuer schwierig sein, in den dicken Pausbacken Grübchen zustande zu bringen!&lt;br /&gt;
Ich meine, da wölbt sich durch den Körperinnendruck, um jetzt mal das Wort Fett völlig zu vermeiden, alles kraftvoll nach außen und wenn da die Mitte der Grübchen sich nach innen wölben, dann muss das einfach anstrengend sein, oder?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warum schmeckt der Ihnen denn nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mensch, Antonia, ich sach doch, der ist gut!&quot; betonte ich nochmals und holte demonstrativ eine Packung Doppelkekse aus der Schublade, entnahm ihr einen Keks und wollte ihn eintunken. Nun haben wir ja ausschließlich für uns diese Bechertassen und bei diesen Bechertassen gibt es welche, deren Querschnitt das problemlose Einführen eines Doppelkekses ermöglicht und solche, die ein wenig enger gestaltet sind und in die man nur einen Butterkeks eintunken kann.&lt;br /&gt;
Diese Tasse hier war eine von der Sorte, in die Doppelkekse, also diese runden gelöcherten Kekse mit der unnötigen Schokoladencremefüllung dazwischen, nicht hineinpassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz beiläufig sagte ich: &quot;Ach, Antonia, wenn ich das nächste Mal eine Tasse bekomme, dann hätte ich am liebsten eine von den grünen oder von denen mit den Bestatterweblog-Motiven, die sind groß genug für Doppelkekse.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm&quot;, machte Antonia nur und das war&#039;s.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Sache war für mich erledigt und ich hatte sie auch sofort wieder vergessen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun sind es gerade solche Beiläufig- und Nebensächlichkeiten, die in Frauen aufgehen, wie Saatgut in einem frischen, warmen Frühlingsregen. Da wird aus einem kaum erkennbaren Nichts in Windeseile die Palme des Schreckens, oder so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jedenfalls muß Antonia sofort den anderen Damen im Büro davon berichtet haben. Frau Büser sagte so etwas wie: &quot;Wie kannst Du nur? Der Chef will immer große Tassen!&quot; Was überhaupt nicht den Tatsachen entsprach, denn ich möchte einfach nur diese Kaffeebecher mit Henkel und habe keine weiteren Ansprüche daran, außer das vielleicht ein Doppelkeks reingetunkt werden kann.&lt;br /&gt;
Aber Frau Büser musste ja zeigen, dass sie mich natürlich viel besser und viel länger kennt, als Antonia und klärte sie in der Hinsicht auf, dass der Chef schon immer ganz besonders große Tassen geliebt habe.&lt;br /&gt;
In Folge dessen wurde in der Kaffeeküche ein laminierter Zettel in den Schrank gehängt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;CHEF! EXTRAGROSSE TASSE!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am nächsten Morgen bekam ich dann die größte Tasse im Schrank, die ist etwa anderthalb mal so groß wie die anderen, aber noch gut handhabbar. Da ich immer mal wieder eine andere Tasse bekomme, dachte ich mir nichts dabei und nahm an, es sei eben diese größere Tasse an der Reihe oder frei gewesen oder so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ruft also Antonia auch noch meine Frau oben in der Wohnung an, ob es denn wahr sei, daß ich immer so morgens den Kaffee quasi aus Putzeimern trinke...&lt;br /&gt;
Das habe sie zwar noch nie gesehen, sagte meine Frau, aber es stimme, ich hätte mir mal auf dem Weihnachtsmarkt so eine Riesentasse gekauft, in die gut ein halber Liter Kaffee passe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt sollte ich aber unbedingt erzählen, daß es sich dabei nicht in erster Linie um eine Tasse handelte, sondern daß diese Tasse mit Wachs und Docht gefüllt und ursprünglich als Kerze gedacht war, die lustigerweise außenherum in einer Tasse steckte, einer überdimensionalen, innen aber sehr rauen Steinguttasse.&lt;br /&gt;
Dieses Erzeugnis hessischer Handwerkskunst hatte überdies einen dicken, nach außen gewölbten Rand, der ein kleckerfreies Trinken vollkommen unmöglich machte, es sei denn man hätte eine außergewöhnlich dicke, vorgewölbte Unterlippe und ein Maul von der Breite eines Scheunentores.&lt;br /&gt;
So einen Mund hat niemand.&lt;br /&gt;
Obwohl, ich war neulich mal im Vogelsbergkreis und musste feststellen, daß es dort dann doch einige Prachtexemplare hessischen Geblütes gibt, die ebensolche Mäuler hatten... Aber das nur nebenbei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ha!&quot; sagte Antonia, als meine Frau die Hessentasse zu Demonstrationszwecken den anderen Damen im Büro vorführte: &quot;Hab ich&#039;s doch gewusst!&quot;&lt;br /&gt;
Also wurde dieser Henkeleimer gespült und mir dann am nächsten Morgen mit Kaffee gefüllt hingestellt.&lt;br /&gt;
Ich habe nichts dazu gesagt, wunderte mich aber schon. Nur, wie Männer eben so sind, pffft, es wird halt keine andere sauber gewesen sein...&lt;br /&gt;
Das Trinken war dann aber doch etwas mühselig. Das Ding wiegt ja mit Kaffee so ungefähr ein Kilo und so sehr ich meinen Unterkiefer auch vorschob und die Lippen breit zog, es war mir nahezu unmöglich, aus dem Hessenbembel Kaffee zu trinken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der spinnt ja, der Chef, daß der jetzt immer größere Tassen will!&quot; hieß es bald schon vorne im Büro und ich hatte nicht die geringste Ahnung davon, ich wollte doch einfach nur einen Doppelkeks eintunken können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da müssen wir halt mal in irgendeinen von diesen Ramschläden fahren, die haben doch oft so außergewöhnliche Sachen&quot;, schlug Sandy vor und in der Mittagspause besorgten die Frauen eine rote Henkeltasse mit 2 Liter Fassungsvermögen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also, so geht das nicht weiter&quot;, maulte Antonia am nächsten Morgen. &quot;Da muss ich ja alleine für den Chef schon zwei Kannen Kaffee kochen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als sie mir an diesem Morgen diese große rote 2-Liter-Tasse brachte, standen Sandy und Frau Büser erwartungsvoll an der Tür und wollten meine Reaktion sehen.&lt;br /&gt;
Jetzt hatte ich aber gedacht, die Damen wollten einen Scherz mit mir treiben und sehen, wie ich mich über diese große Tasse aufrege.&lt;br /&gt;
Deshalb unterdrückte ich meine Verwunderung, nahm unter Aufbietung aller Kraft im Handgelenk die Tasse ganz beiläufig und nippte daran und sagte wiederum sehr beiläufig: &quot;Lecker, Antonia.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Siehste, der hat nur lecker gesagt, sonst nix&quot;, tuschelten die Frauen anschließend im Büro. &quot;Der hat doch voll den Wahn mit seinen großen Tassen, dem kann es ja gar nicht groß genug sein. Also, ich möcht&#039; ja doch mal wissen, was in den gefahren ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gestern Morgen kamen die Damen zu Dritt in mein Büro und schleppten auf einem Tablett eine Art Pisspott herein, in dem knapp 5 Liter Kaffee schwappten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich lehnte mich mit offenem Mund in meinem Sessel zurück und fragte nur: &quot;Sagt mal, wollt ihr eigentlich, daß ich im Kaffee bade oder was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Gezeter hätte man aufnehmen sollen!&lt;br /&gt;
Ich sei es doch gewesen, der immer größere Trinkgefäße verlangt hätte, das könne sogar meine Frau bestätigen. Erst sorge ich dafür, daß sie den halben Morgen mit der Zubereitung von Kaffee verbringen müssten und dann sei ich auch noch so undankbar. Kein normaler Mensch wolle so große Tassen, das sei ja allein meine Spinnerei und auf so eine Scheißidee kämen sowieso nur Männer. Immer alles wollen und dann mit nix zufrieden sein...&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 29 Oct 2011 07:59:31 +0200</pubDate>
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    <title>Neues über YouTube</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Du Sandy, warum bewegen sich Leute da auf dem Foto auf Deinem Monitor?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Antonia, das ist kein Foto, das ist ein Film.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach so. Ist der bei YouTube?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Antonia, der ist bei YouTube.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann ist das kein Film, sondern ein Video.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 10 Oct 2011 09:42:16 +0200</pubDate>
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    <title>Antonia vermehrt sich durch Zellteilung</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia hat im Internet bei YouTube das Lied von den glücklichen Zellen entdeckt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- xhtml clean youtube --&gt;&lt;object type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot; data=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;/object&gt;&lt;!-- /xhtml clean youtube --&gt;

&lt;!-- &lt;object width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; --&gt;

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch wenn das Lied ein großer Mist ist, so hat es doch die unangenehme Eigenschaft, sich im Ohr festzubeißen und herumzuwurmen. Man wird manchmal diesen blöden Ohrwurm gar nicht mehr los.&lt;br /&gt;
 Antonia aber findet das Lied klasse und lässt es immer mal wieder laufen, steht dann vor dem Rechner, glotzt gebannt auf den Bildschirm und versucht den Zellentanz nachzumachen. Die Abfolge der Bewegungen ist aber für unser Pummelchen irgendwie etwas zu kompliziert, sodaß sie immer mal wieder &quot;Mist!&quot; ruft, das Video anhält und dann diesen Teil der eben verbockten Bewegungen immer und immer wieder probiert. Dabei lautmalen ihre Lippen den Text, was aber leider nicht stumm geschieht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Antonia, halt die Klappe!&quot; tönt es von ganz hinten am Ende des Ganges, wo Sandy derzeit ihr Büro hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Menno, ich mach doch gar nix!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch, Du singst und tanzt schon wieder!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das kannst Du da hinten ja wohl unmöglich hören!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, hören tu ich nix, aber hier bebt der Boden, hör auf zu stampfen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sitze in meinem Büro, schaue durch die offenstehende Tür hinüber zu Frau Büsers Schreibtisch, wir zwei Alten schauen uns nur an, unsere Blicke treffen sich und es liegt absolute Übereinstimmung in der Luft. Frau Büser hebt langsam den Zeigefinger und tippt sich hinter Antonias Rücken an die Stirn.&lt;br /&gt;
Ich nicke ihr zu.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 28 Sep 2011 08:17:07 +0200</pubDate>
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    <title>Pakistan</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Pakistan/6143</link>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Antonia, diese Büchersendung kostet kein internationales Porto!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja wieso das denn nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warum sollte es?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die geht doch nach Pakistan.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, die geht an eine Packstation.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach so.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 26 Sep 2011 08:27:22 +0200</pubDate>
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    <title>Der starke Perser</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia hat einen neuen Freund.&lt;br /&gt;
Den hat sie über das Internet kennengelernt und mit dem hatte sie wochenlang Mails ausgetauscht und dann live mit ihm gechattet. &lt;br /&gt;
&quot;Hat der Dich schon gesehen?&quot; will Sandy unverblümt wissen und Antonia nickt.&lt;br /&gt;
Klar, der habe sie schon gesehen und zwar vorgestern. Also, das sei so gewesen, sie habe ja im Internet, also in diesem Kennenlernforum für Katzenliebhaber...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie bitte? Du hast doch gar keine Katze!&quot; fragt Sandy erstaunt nach.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, nee, stimmt schon, ich habe keine Katze, aber mir hat Svens Nickname dort so gut gefallen; ich bin ja nur mehr so durch Zufall da hin gekommen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und wie ist sein Nickname?&quot; Ganz stolz sagt Antonia: &quot;Starker Perser&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach nee, am Ende noch ein Ausländer, was?&quot; unkt Sandy, doch Antonia reckt das, was bei anderen Menschen der Hals ist, auf jeden Fall wird der Abstand zwischen ihrem Doppelkinn und der Brust etwas größer und voller Stolz verkündet sie: &quot;Nein, der ist aus Niedersachsen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach was, und in Niedersachsen wohnen keine Ausländer, oder was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weiß ich nicht, ist mir auch egal, der Sven jedenfalls ist platt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, der spricht so norddeutsch, niiiiiiiiedlich!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So, und der nennt sich &#039;starker Perser&#039;?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und Du? Wie nennst Du Dich da?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil das doch so ein Katzenforum ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja? Und? Ist das &#039;ne Antwort auf meine Frage?&quot; beharrt Sandy und Antonia bekommt einen ganz weiblich, zarten Ausdruck im Gesicht, dreht sich etwas verschämt und sagt leiser:&lt;br /&gt;
&quot;Na ja, weil&#039;s doch das Katzenforum ist... Und weil ich gleich andeuten wollte, daß ich nicht so&#039;n zierliches Püppchen bin...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja? Und? Wie hast&#039;e Dich genannt? Fette Mopskatz?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sandy!&quot; schimpft Frau Büser dazwischen und wirft der Schwarzhaarigen mit der leuchten lila Strähne einen vorwurfsvollen Blick zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, ist doch wahr! Wie oft soll ich die noch fragen, wie sie sich genannt hat?&quot;, mault Sandy zurück und Antonia dreht verlegen ihre dicken Fingerchen und sagt immer noch leise: &quot;Große Muschi&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich, der ich nur auf dem Gang stehe und ob des interessanten Gesprächs kurz stehen geblieben bin, falle vor Lachen fast hinten über, ich ersticke mein eigenes Lachen hinter einem Aktendeckel und höre nur, wie Sandy ein lang gezogenes &quot;Booooaaaaaah!&quot; von sich gibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, was denn? Ich bin ja auch ziemlich, na sagen wir mal &#039;groß&#039;, wenn Du verstehst, was ich meine&quot;, sagt Antonia und rudert mit ihren etwas kurzen Armen um den Speckgürtel an ihren Hüften herum und mit etwas beleidigt klingendem Unterton fügt sie hinzu: &quot;Und weil&#039;s doch das Katzenforum ist, dachte ich, daß die auf süße Mietzen und Muschis stehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy steht kurzzeitig mit offenem Mund da, was selten vorkommt, dann faßt sie sich und fragt:&lt;br /&gt;
&quot;Und Du weißt schon was Muschi bedeutet?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja sicher, das ist ne süße, wuschelige Katze, ne Muschi eben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selbst Frau Büser rollt mit den Augen, dreht diese nach oben und bewegt stumm den Mund, wahrscheinlich betet sie zu ihrem Gott und bittet ihn um Hirn für Antonia.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So, und jetzt hast Du Dich mit diesem Sven getroffen, mit dem starken Perser?&quot; hakt Sandy nach.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, wo denkst Du hin, der ist doch in Niedersachsen. Nein, wir haben erst nur hin und her gemailt und letzten Mittwoch haben wir gechattet. Also da schreibt man sich so...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich weiß, was chatten ist&quot;, unterbricht Sandy und fragt: &quot;Und der hat Dich noch nie gesehen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch&quot; antwortet Antonia, wird etwas verlegen und gleich in der nächsten Sekunde findet sie ihr Selbstbewußtsein wieder und legt den Kopf keck in den Nacken: &quot;Der liebt jedes Pfund an mir!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, hat er gesagt. Wir haben nämlich mit Skype gechattet, also so mit Bild und Ton, da muß man...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich weiß wie man skypet! Du hast Dich nackig vor die Kamera gestellt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein! Wo denkst Du hin? Ich doch nicht! Also, nicht sofort...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, jetzt nicht ehrloch, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na ja, wann habe ich schon mal nen starken Perser an der Hand? Also erst haben wir uns nur am Kopf angeguckt, der sieht voll süß aus und der hat gesagt, er steht auf moppelige Frauen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und dann hast Du Dich nackig gemacht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja was denn nun?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nur in Unterwäsche.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, nur in Unterwäsche und nur ganz kurz.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und das was Dein Sven da gesehen hat, das hat ihm gefallen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Er hat gesagt, er wäre hin und weg vor Begeisterung, wenn ich da so mit meinem großen Busen wackle und mein Bauch dabei so lustig hüpft, das würd&#039; ihn richtig anmachen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, komm, hör auf zu erzählen, ich will mir das gar nicht vorstellen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du hast es doch wissen wollen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schon, aber ich habe nicht damit gerechnet, daß sofort mein Kopfkino einsetzt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nächste Woche kommt der her.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wer?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na, der Sven!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und dann?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann wollen&#039;wer uns verloben.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 27 Aug 2011 09:26:00 +0200</pubDate>
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    <title>Montag Morgen</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Sandy und Antonia kabbeln sich wegen irgendetwas. Es ist Montagmorgen und mir geht so frühes Frauengekabbel auf den Keks.&lt;br /&gt;
Sandy wirft Antonia irgendwas vor und ich höre nur, wie unser Moppelchen sagt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da kann ich nix für, das sind die Gene, ich bin eben die Vater meines Tochters!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 22 Aug 2011 07:20:00 +0200</pubDate>
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    <title>Exklusiv, kurz</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;430&quot; height=&quot;271&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/_StGYQ3Hxrk?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 21 Aug 2011 10:35:20 +0200</pubDate>
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    <title>Die Eiche</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Manni hat viel zu tun. Im Laufe von nur zwei Wochen haben vier Aushilfsfahrer aufgehört. Der eine hat eine Festanstellung bei einem Mitbewerber bekommen, einer zieht weg und einer hat endlich eine Stelle in seinem eigentlichen Beruf gefunden. Vom vierten wissen wir nichts, er ist einfach nicht mehr erschienen und geht auch nicht mehr ans Handy.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf die Stellenanzeige in der Zeitung haben sich sehr viele Bewerber gemeldet und Manni und Frau Büser hatten bereits eine gewisse Vorauswahl getroffen. Das machen wir seit einigen Jahren so, damit sich nicht erst beim Gespräch mit mir herausstellt, daß einer der Kandidaten keinen Führerschein hat und wegen eines ärztlichen Attests nur 20 Kilo heben darf. Am Ende sind fünf Mann übrig geblieben und davon sind auch vier tatsächlich einige Tage später zum Dienst angetreten. Nun ist es an Manni, die Männer in das berufliche Umfeld einzuführen und ihnen die Feinheiten beizubringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meiner Meinung nach ist &quot;learning by doing&quot;, also das direkte Einlernen beim Arbeiten immer noch die beste Methode. Es ist schön, daß es inzwischen Bestatterschulen gibt und viele Menschen dort einen Abschluss machen können, aber -wie sehr viele Kollegen auch- bin ich immer noch davon überzeugt, daß man diesen Beruf am besten von der Pieke auf erlernt.&lt;br /&gt;
Davon einmal abgesehen ist es ja auch so, daß man im Bestattungsgewerbe eine gewisse Fluktuation an Personal hat. Die Stamm-Mannschaft bleibt oft über Jahrzehnte, aber die Fahrer und Helfer wechseln dann doch immer mal wieder. Und die kann man nicht für eine Tätigkeit von vielleicht 3-5 Jahren erst noch 1-3 Jahre auf irgendeine Schule schicken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Manni habe ich jemanden, der nie eine Bestatterschule von innen gesehen hat, der weder Bestattungsfachkraft, noch &quot;Funeral Master of the Universe&quot; ist, noch Bestattermeister oder fachgeprüfter oder verbandsgeprüfter Bestatter, sondern jemand, der sich so gut auskennt, daß er ohne weiteres an jeder dieser Schulen als Lehrer anfangen könnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia kommt an meinem Büro vorbei und ich rufe ihr die Frage zu, ob sie weiß, was Manni gerade macht. Eigentlich wollte ich mit ihm den Fahrtenplan kurz durchgehen, doch Antonia teilt mir mit, Manni sei im Keller mit den Neuen beschäftigt und übe mit denen.&lt;br /&gt;
Ich schaue mir Antonia näher an und tippe mir an die Nase. Das soll ein Zeichen für sie sein, denn sie hat sich da mit irgendeiner grünen Zuckermasse verschmiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein paar Minuten später kommt Frau Büser in mein Büro und legt mir Laufzettel hin, die sie bei Manni im unteren Geschoss geholt hat. Auch sie hat einen grünen Fleck, genauergesagt einen grünen Streifen und zwar oben rechts hinten an der Schulter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy bringt mir Kaffee und ich sehe, daß sie grüne Handrücken hat...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was ist da los?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Frau kommt kurz rein, gibt mir einen Kuss und verabschiedet sich; sie muß in die Stadt und fragt, ob sie irgendwas mitnehmen kann oder abholen soll. Das ist oft sehr praktisch, denn wenn sie schon mal in die Stadt fährt, kann sie meistens noch irgendwelche Unterlagen beim Standesamt abholen oder abgeben. Aber heute ist das nicht der Fall.&lt;br /&gt;
Ich sage aber zu ihr: &quot;Du, wenn Du jetzt in den Keller runterfährst, dann guck doch mal, was die da treiben, jeder, der mir heute Morgen begegnet, hat grüne Flecken irgendwo.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Grüne Flecken?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, grüne Flecken!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und Du bist sicher, daß es nicht an etwas anderem liegt, daß Du grüne Flecken siehst?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sag mal, warum suchst Du eigentlich bei jedem und allem immer erst den Fehler bei mir?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Erstens mache ich das gar nicht und zweitens liegt er ja auch meistens bei Dir.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wieso das denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil Du ein Mann bist und bei den Männern hat Gott bekanntlich geschlampt, vielleicht war sie da schon müde.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich seufze nur, sie geht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es vergehen kaum vier oder fünf Minuten, da steht sie wieder in der Tür, sie beugt ihren Oberkörper, muß sich den Bauch halten, sie gluckst vor Lachen, kann kaum sprechen und endlich höre ich aus dem albernen Gekicher und Gegluckse heraus, ich solle jetzt sofort und unverzüglich und auf der Stelle in den Keller runtergehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich mache mich auf den Weg und höre noch, wie meine Frau sagt: &quot;Und nimm Sandy mit!&quot;&lt;br /&gt;
Sandy geht von sich aus mit und wir fahren mit dem Aufzug runter, Sandy, meine Frau und ich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Keller biege ich um die Ecke, gehe durch das Sarglager, an den Kühlkammern vorbei und biege nach rechts ab, wo die Werkstatt ist und von wo es sich in den Aufenthaltsraum, den Präparationsraum und die Wagenhalle verzweigt.&lt;br /&gt;
Vor der Werkstatt steht ein einfacher Sarg auf niedrigen Holzböcken. Ringsherum stehen die vier Neuen und Manni. Sie haben Einwegschürzen aus Plastikfolie umgebunden, tragen Latexhandschuhe und üben am offenen Sarg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alle Männer sind über und über mit grüner Farbe verkleckst und auch sonst gibt es jede Menge grüne Tupfen ringsherum.&lt;br /&gt;
Einer der Männer verdeckt mir die Sicht auf den Sarg und erst als er beiseite tritt, sehe ich das ganze Malheur!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Sarg liegt eine aufblasbare Sexpuppe mit gefesselten Armen und Beinen und einem einladend geöffneten Mund und billig aufgeklebten falschen, blonden Haaren. Diese Puppe ist über und über mit grüner Farbe eingeschmiert, was die Szene so wirken läßt, als stünden die Männer um einen eben aufgefundenen toten Außerirdischen vom Planeten Porno herum.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist hier denn los?&quot; frage ich, die Männer fahren herum und Sandy, die ja mit mir von oben heruntergekommen ist, sagt sofort: &quot;Ich kann nix dafür.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch!&quot; sagt Manni und verdreht die Augen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also, was ist hier los?&quot; frage ich erneut und muß meine Frau etwas beiseite schieben, weil die sich vor Lachen krümmt und nun auch noch mit dem Handy Fotos machen will.&lt;br /&gt;
Sie kommt nicht dazu. Erstens nehme ich ihr das Handy einfach weg, nicht auszudenken, wenn solche Bilder im Netz auftauchen, und zweitens hätte ich das gar nicht machen müssen, denn wenn (m)eine Frau irgendetwas nicht kann, dann ist es das Aufrufen einer Handyfunktion die nicht der sofortigen Kommunikation dient. Da hat Gott geschlampt, genau da!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni guckt mich entschuldigend an und erklärt mir die Situation.&lt;br /&gt;
Schon seit Jahren übe er das Thema Sarghygiene mit neuen Männern auf diese Weise.&lt;br /&gt;
Eine hastig zusammengeschnürte Stoffpuppe oder ein Müllsack voller Folie als Dummy reiche ihm dafür. Diese Ersatzleiche färbe er dann mit irgendeinem Farbrest ein und dann müssen die Männer es üben, wie man nun die Leiche von der Trage auf den Tisch und in den Sarg bekommt, wann man die Handschuhe anzieht und wann man sie wieder auszieht, ohne sich und die Umwelt mit der Leiche in Berührung zu bringen.&lt;br /&gt;
Die Farbe helfe sehr dabei den Neuen klar zu machen, daß man sich beispielsweise mit den Handschuhen, mit denen man an der Leiche war, nicht an der Nase kratzt usw.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja und nun habe er heute Morgen Sandy gefragt, ob die oben noch Papierschnipsel vom Shredder haben, damit er damit einen Sack füllen und sein Dummy bauen kann. Da habe Sandy gesagt, sie habe was viel Besseres und sei mit der aufblasbaren und stets willigen &quot;Miss Lulu&quot; angekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zuerst habe er das für eine gute Idee gehalten, aber dann habe sich herausgestellt, daß die &quot;Plastiktante&quot; immer so gespreizte Beine und diese weit ausladenden Arme habe. Also habe man sie mit Gewebeband so gefesselt, daß die Füße zusammenbleiben und die Arme anliegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nur halte das Gewebeband nicht so richtig und deshalb ploppten manchmal die Beine auseinander oder die Arme seitlich weg und dann spritze es etwas grün herum...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist einer der Momente, in denen ich mir anhöre, was mein Volk der Untergebenen so brabbelt und in denen ich dann ganz tief durchatme, in mein Büro hoch gehe und ganz alleine sein will - ganz alleine mit mir, einer Tasse Kaffee und einer Zigarette. Ich schaue dann aus dem Fenster auf die alte Eiche in Nachbar Nasweis-Lästigs Garten und denke, wie schön es doch wäre, eine Eiche zu sein.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 21 Aug 2011 09:32:26 +0200</pubDate>
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    <title>Kalte Kippen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Kalte-Kippen/6075</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Wir haben alle gerade angefangen zu arbeiten, Antonia verteilt fröhlich an alle Kaffee, Frau Büser holt sich einen Stapel Unterschriftsmappen in meinem Büro ab und wirft mir einen vorwurfsvollen Blick zu, weil ein ganzer Stapel Papiere noch unerledigt auf dem Tisch liegt und Manni steckt kurz seinen Kopf durch die Tür und sagt mir, wo er jetzt überall hinfährt.&lt;br /&gt;
Die Einzige, die die Ruhe weg hat, ist Sandy, die quer in einem Sessel sitzt, die unbekleideten Füße auf die Armlehne gestützt und den Kopf weit in den Nacken gelegt. Würde sich ihr Nabel unterhalb des bauchfreien, schwarzen Tops nicht regelmäßig heben und senken, könnte man meinen, sie sei dahingeschieden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Urplötzlich ist die Ruhe vorbei, Manni kommt noch einmal zurück, das Handy hat er noch am Ohr, schnalzt mit der Zunge und sagt: &quot;Hopp, Madame, es gibt was zu tun!&quot; Und innerhalb von Sekunden ist Sandy hochgeschnellt und in ihrem Büro verschwunden. Es dauert keine drei Minuten und sie hat was Anständiges an und ihre momentan etwas wirre Frisur mit einem Gummiring zu einer Art explodiertem schwarzen Pferdeschwanz verwandelt. Sekunden später ist Ruhe, endlich!&lt;br /&gt;
Ich kann in Frieden meinen Kaffee trinken und aus dem Fenster gucken. Ich brauche diese Anlaufzeit, sonst bekomme ich schlechte Laune. Zehn Minuten Ruhe und Kaffee, mehr nicht!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Ruhe wird jäh unterbrochen.&lt;br /&gt;
Eine heisere, vollkommen unmusikalische Stimme kräht durch mein Büro. Auf Englisch fordert sie mich auf, ich solle meinen Vater erschlagen und mit meiner Mutter schmutzige Dinge tun. Meine Schwester sei eine Prostituierte und den blutigen Schädel ihres Stechers solle ich zu Mus zertrampeln. &quot;Yeah, do it, man! Kill&#039;em all you m*therf*cker!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Och nö! Das ist Jack, the Rapper, ein von Sandy bevorzugter Sänger, wobei mir das Wort Sänger nur schwer über die Finger/Lippen kommt, weil der Mann ganz ohrenscheinlich überhaupt nicht singen kann. Er hustet und bellt seine Botschaften völlig losgelöst von den stampfenden Rhythmen der Musik ins Mikrophon.&lt;br /&gt;
Etwa zwei Minuten lang ist seine &quot;Message&quot; und ich weiß, daß das aus Sandys Handy kommt, sie hat &quot;Jack, the Rapper&quot; als Erinnerungsmelodie eingestellt.&lt;br /&gt;
Ihr Handy steckt in ihrem schwarzen Lederrucksack, den sie mit Dutzenden von kleinen Kruzifixen vollgetackert hat. Irgendwann hatten wir mal eine ganze Schachtel mit Rosenkränzen im Lager gefunden, die irgendwie mal feucht geworden sein muß und in der alles Metallische angelaufen und angerostet war. &quot;Kann ich die Kreuze haben?&quot; hatte Sandy gefragt und ich hatte nichts dagegen. So Rosenkränze kosten nicht besonders viel und Putzen und Entwirren hätte sich da nicht gelohnt.&lt;br /&gt;
Daraufhin hatte sie die rund zwei Dutzend Kruzifixe abgemacht und zum Teil auf dem Kopf stehend sehr virtuos an ihren Rucksack gebastelt. Manchmal schimpfen in der Straßenbahn alte Frauen mit ihr, das sei Blasphemie, doch dann schiebt Sandy vorne ihren Hosenbund ein Stückchen weit nach unten, sodaß man den kurz über dem Schambereich eintätowierten Teufel mit der herausgestreckten roten Zunge sehen kann. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;F*ck your sister! Take her now!&quot; rotzt es wieder durch mein Büro. Offenbar hat Sandy diese Uhrzeit jetzt als Erinnerungszeit eingestellt und die Erinnerungsfunktion auf &quot;ständig Wiederholen&quot; gestellt.&lt;br /&gt;
Nun könnte ich ja einfach nach Sandys Handy suchen und es abstellen, aber ich traue mich nicht, einfach an ihre Handtasche zu gehen, so etwas macht man nicht.&lt;br /&gt;
Außerdem weiß ich, was Frauen so alles in ihrer Handtasche haben und will nicht schon wieder in unnötiges Nachdenken geraten. Portemonnaie, Kippen, Feuerzeug, Handy und Schlüssel, das ist alles was Mensch braucht. Alles andere ist überflüssig. Frauen sind da anderer Meinung und führen stets Vorräte an allem Möglichen mit sich, nur für den Fall, daß sie es eventuell mal gebrauchen könnten.&lt;br /&gt;
Sie brauchen es nie, aber sie könnten nicht überleben, hätten sie es nicht dabei...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich telefoniere gerade mit Pastor Ziege, da schreit es schon wieder zwei Minuten lang durch mein Büro, ich solle jetzt das Blut meiner Feinde trinken und mich dann über ihren Gräbern übergeben.&lt;br /&gt;
Sandy hat das Handy so eingestellt, daß die Erinnerungsmelodie bei jedem Erinnern eine Stufe lauter wird.&lt;br /&gt;
Pastor Ziege hat nichts gesagt, vielleicht hat er es gar nicht mitbekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Frau kommt ins Büro und will mir irgendwas ganz wichtiges wegen unserer Kinder erzählen. Meine Tochter habe gesagt, daß mein Sohn gesagt habe, ich hätte gesagt...&lt;br /&gt;
&quot;Jack the Rapper&quot; brüllt wieder los und wieder soll ich meine Mutter xxxx.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist das denn?&quot; will meine Frau mit entsetztem Blick wissen und ich nicke in Richtung von Sandys Blasphemie-Beutel: &quot;Sandys Handy.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und warum macht das so&#039;n Krach?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, das ist irgendeine Weckfunktion oder so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und die fängt jetzt immer wieder von vorne an?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hmmm, scheint so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun habe ich ja eben noch über den etwas merkwürdigen Umgang der Frauen mit ihrem Dauerhandgepäck gesprochen, jetzt aber zeigt sich, daß Frauen diesbezüglich aber auch recht gute Ideen haben. &lt;br /&gt;
Meine Frau schnappt sich Sandys Rucksack, geht rüber in die Kaffeeküche und stellt das Ding einfach in den Kühlschrank. &quot;So, jetzt kann das Ding schreien, wie es will, jetzt kann man nichts mehr hören&quot;, sagt sie und sie hat Recht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich kann zwar ab jetzt immer hören, wenn Antonia an den Kühlschrank geht, weil &quot;Jack the Rapper&quot; mittlerweile dauersingt und weil Antonia recht oft an den Kühlschrank geht, aber wenigstens verstummt er immer wieder sofort, sobald die Kühlschranktür wieder zu ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ey, meine Kippen sind eiskalt!&quot; mault Sandy eine Stunde später, aber das ist mir egal.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 16 Aug 2011 08:21:09 +0200</pubDate>
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    <title>Manni und Sandy</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Manni-und-Sandy/6072</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Kann es sein, dass du so ähnliche Beiträge auch schon über Manni, Antonia und Frau Büser geschrieben hast? Irgendwie kommts mir grade bekannt vor.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Natürlich, ich habe immer mal wieder etwas zu den handelnden Figuren erklärt.&lt;br /&gt;
Manni beispielsweise ist eine sehr reale Figur. So wie er beschrieben wird, hat es ihn &quot;in echt&quot; gegeben und er hieß sogar auch Manfred. Allerdings hat dieser Manfred nicht alles das erlebt, was der Manni hier im Blog erlebt. Das ist eine Zusammenfassung von Erlebnissen, die ich mit verschiedenen Fahrern und Fahrdienstleitern hatte, die nun aber der Einfachheit alle unserem Manni zugeschrieben werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der echte Manni ist übrigens einer der wenigen Männer, bei denen ich es gut finde, daß er bei der Heirat den Nachnamen seiner Frau als einzigen Namen angenommen hat, sein richtiger Geburtsname ist ein nahezu unaussprechlicher Konsonantensteinbruch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Sandy ist ebenfalls eine 1:1-Figur, so etwas kann man nicht erfinden, das muß man einfach erlebt haben. Natürlich war die im Bestatterweblog geschilderte Sandy in Wirklichkeit nicht über Jahrzehnte ewig jung. Sie arbeitete etliche Jahre für mich, darf aber in den Geschichten auch Stellvertreterin für andere junge Damen sein, von denen aber keine so war wie Sandy.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 14 Aug 2011 10:44:50 +0200</pubDate>
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    <title>Holunder staerkt die Manneskraft</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Holunder-staerkt-die-Manneskraft/6051</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Herr Möbius ist Musiklehrer für Flöte und Oboe. Seit 45 Jahren lebte er mit seiner seit ebenfalls 45 Jahren verwitweten Mutter zusammen. Jetzt ist die alte Frau Möbius verstorben und ihr etwas weltentrückter Sohn kümmert sich liebevoll um die Bestattung seiner &quot;lieben Mama&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er hat wirklich alles sehr schön arrangieren lassen und kommt auch mit der Trauer bislang sehr gut klar, besser als ich es erwartet hatte. Nein, er falle jetzt in kein tiefes Loch, während der langen Krankheit seiner Mutter habe er sich schon in einem Trauerkreis angemeldet und sich so auf die Situation vorbereitet. Man habe ihn dort erst gar nicht haben wollen und hätte es nicht verstanden, daß er gekommen sei, weil seine Mama doch noch gelebt habe; aber da ihr Ende so absehbar und unabwendbar war, habe man ihn dann letztendlich doch geduldet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er bedankt sich, daß wir für seine Mama alles so schön gemacht haben und daß die Trauerfeier und die Beerdigung so schön gewesen seien.&lt;br /&gt;
Für Frau Büser, Sandy, Nadine und Antonia hat er jeweils ein kleines Biedermeier-Sträußchen machen lassen und unseren Männern bringt er kleine Fläschchen mit einem selbstgemachten Holunderlikör mit. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun falle es ihm schwer, das Zimmer seiner Mutter auszuräumen. Da müsse doch so allerhand weggeworfen werden. &quot;Aber es hat ja keinen Zweck, die Sachen aufzuheben. Meine Mutter wird sie nicht mehr benötigen, ich kann das meiste davon nicht verwenden und außerdem will ich mir da einen Flügel aufstellen lassen. Ich weiß gar nicht wie ich das alles bewältigen soll, das gibt ja viel Schlepperei und ich bin ja kein Herkules.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach&quot;, fragt Antonia ganz freundlich, unbedarft und mit erstauntem Ton: &quot;dabei sehen Sie mir so aus, als ob Sie genug Manneskraft haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie meinte damit einfach nur, daß er an und für sich doch ein großer starker Mann sei, jedoch haben alle der etwa acht anwesenden Personen im Raum das Wort Manneskraft sofort anders assoziiert und Sandy ist die Erste, deren krampfhaft zusammengepresste Lippen prustend aufploppen und ein lautes Lachen herauslassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schön&quot;, sagt Herr Möbius, &quot;daß Sie sich über meinen Likör und die Blümchen so freuen.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 09 Aug 2011 10:36:31 +0200</pubDate>
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    <title>Zwei T</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Chef, die Sandy verarscht mich immer!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was hat sie denn jetzt wieder gemacht, Antonia?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich gehe vorhin nach hinten, um mir einen Kaffee zu holen, da ruft sie mir hinterher, ich soll ihr einen Kaffee mitbringen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja und?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich bin doch nicht der ihren Sklave. Ich hab&#039; dann gefragt: &#039;Wie heißt das Zauberwort mit den zwei T?&#039;&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und, hat sie bitte gesagt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &quot;Nö, die war frech.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was hat sie denn gesagt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die hat gesagt: &#039;Zwei T? Kannste haben: Aber flott!&#039;&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na ja, immerhin kommen in &#039;aber flott&#039; auch zwei T vor.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So hab&#039; ich das aber nicht gemeint.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Du kennst sie doch aber, die meint das nicht so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schon klar, aber kurz drauf ist sie nach hinten gelaufen, um sich Kaffee zu holen und da habe ich ganz lieb gesagt: &#039;Bring mir doch auch einen mit, mit zwei T!&#039;.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja und jetzt hat sie mir eine Tasse Kaffee und zwei Tassen Tee hingestellt! Die verarscht mich immer!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 03 Aug 2011 07:18:56 +0200</pubDate>
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    <title>Rasanter Aufstieg</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Rasanter-Aufstieg/6030</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia hat einen neuen Freund.&lt;br /&gt;
Nachdem es mit dem letzten &quot;Typen&quot; dann doch nicht so geklappt hat, weil Antonia sich mit ihm im Urlaub zerstritten hat, ist nun Rüdiger am Start.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das mit dem Urlaub habe ich nur so mit einem Ohr mitbekommen, versuche es aber, so originalgetreu wie möglich wiederzugeben. Also Antonia fliegt schon seit drei Jahren nach Mallorca. Das sei so ähnlich wie das Ötztal, wo sie vor vier Jahren mal war. &quot;Also jetzt nicht so von der Landschaft her, aber so vom Schönen und so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ist Antonia immer im selben Hotel untergebracht und ihr Freund habe &quot;es da voll Scheiße gefunden, weil ich (Antonia) immer aus dem Fenster den startenden und landenden Flugzeugen zugeguckt habe.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Büser fragte daraufhin: &quot;Ja, ist denn das Hotel direkt am Flughafen? Das muß doch total laut sein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, ich bin das ja gewöhnt, bei mir unten im Haus ist ja diese Reinigung und da riecht es auch immer nach Chemie.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also gut, jedenfalls hat der Freund den Urlaub doof gefunden und noch auf Mallorca hat man gegenseitig &quot;Schluss gemacht&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ist also Rüdiger am Start. Rüdiger kommt aus dem Vogelsbergkreis. Ich weiß, daß das in Hessen ist und da Rüdiger sagt, dort seien alle Leute so wie er, müssen dort alle Leute viereckige Köpfe haben und krumme Beine.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir sollen doch nicht so gemein sein, meint Antonia, schließlich sei Rüdiger seit drei Monaten ungekündigt als Call-Center-Agent beschäftigt und habe es binnen dieser drei Monate &quot;von null auf nix&quot; zum Team-Leiter gebracht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Toll&quot;, sage ich und frage mehr zum Scherz: &quot;Und wann wird geheiratet?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Tja&quot;, sagt unser Pummelchen: &quot;große Schatten werfen ihre Dinge voraus.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Na denn.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 28 Jul 2011 22:38:11 +0200</pubDate>
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    <title>Lange Wochen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Lange-Wochen/6013</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia hat noch 12 Tage Urlaub. Das reicht also, wenn zwischendrin keine Feiertage liegen, für zwei Wochen und zwei Tage.&lt;br /&gt;
Ich würde mir davon zwei Wochen im August oder September nehmen, da ist das Wetter in Deutschland ja immer wesentlich beständiger als im Juli, wenn ich mir Urlaub nehmen könnte.&lt;br /&gt;
Als Selbständiger ist das aber immer so eine Sache.&lt;br /&gt;
Ob das Finanzamt eine Nachzahlung will oder ob Du zwanzig Kunden aus den letzten sechs Jahren vor Dir herschiebst, die ihre Rechnungen nicht bezahlen oder ob Du für 10.000 Euro mal eben ein neues Aggregat für die Kühlzellen kaufen mußtest, das interessiert von den Mitarbeitern keinen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Pünktlich am Monatsende mußt Du die Überweisungen fertig machen, Löhne, Gehälter, Sozialabgaben, Lieferantenrechnungen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ob da für den Chef noch was übrig bleibt... Die Leute sehen nur, daß man einen dicken Wagen vor der Tür stehen hat und sich ein feines Jäckchen leisten kann und weil Bestatter ja sowieso immer fett verdienen, muß da ja locker eine Million hinten dran sitzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Realität ist aber anders und jeder Selbständige weiß das auch. Manche Monate laufen besser, da bleibt ordentlich was übrig und andere laufen weniger gut, da ist man froh, wenn man unterm Strich eine schwarze Null schreibt. Natürlich ist die Umsatzrendite im Bestattungsgewerbe recht hoch, aber auch der dafür erforderliche Umsatz will ja erst einmal gemacht sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Okay, also Antonia will Urlaub anmelden und müßte dafür eigentlich nur eine von Frau Büser angelegte Excell-Tabelle aufmachen und sich an der entsprechenden Stelle mit ihrem Urlaubswunsch eintragen.&lt;br /&gt;
Ich bekomme diese Seiten von Frau Büser immer auf meinen Bildschirm geschickt, schaue in meinen Kalender und mache entweder einen Genehmigungshaken oder schreibe &quot;geht nicht&quot; in das Feld.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber Antonia kommt lieber mit einem Mädchenkalender zu mir ins Büro. Ihr Kalender ist ein winzig kleines, rosafarbenes Büchlein mit einem kaum erkennbaren Pferdemotiv vorne drauf. Man kann den Gaul deshalb kaum erkennen, weil Antonia es schön gefunden hat, noch ganz viele selbstklebende Strasssteinchen dazu zu kleben.&lt;br /&gt;
Unten an dem Büchlein baumeln ein winziger Teddy an einem Bändchen und eine kleine Kette aus bunten Glasperlen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Darf ich Sie mal wegen meinem Urlaub was fragen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber sicher doch, Antonia. Was gibt es denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich hab&#039; noch zwölf Tage. Wie lange kann ich da nehmen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Tja, zwölf Tage, würd&#039; ich mal sagen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das weiß ich doch auch! ich mein&#039; jetzt wegen der Sonntage und so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da Du eine Fünftagewoche hast, kannst Du mit zwölf Urlaubstagen zwei ganz normale Arbeitswochen überbrücken und hast dann noch zwei Tage übrig.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also zwei Wochen und zwei im Sinn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, so kann man das auch sagen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, wenn ich aber jetzt schon an &#039;nem Donnerstag in Urlaub gehe, kostet das dann mehr Urlaub?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nicht unbedingt, das hängt im wesentlichen davon ab, wann Du wiederkommst.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Donnerstags!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also wenn Du donnerstags in Urlaub gehst und nach zwei Wochen am Donnerstag wiederkommst, dann sind das genau zehn Urlaubstage.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also zwei im Sinn.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Du hast dann noch zwei Tage übrig.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mist!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warum?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil ich eigentlich an einem Mittwoch in Urlaub gehen wollte.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und was ist daran Mist?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann kommt das doch nicht hin.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Entweder kommst Du auch am übernächsten Mittwoch wieder, dann bleibt es dabei, daß es zehn Tage sind oder Du nimmst Dir halt einen Tag mehr Urlaub.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mist!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wieso denn, ist doch ganz einfach.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, einfach ist das schon, so wie Sie mir das erklären, aber ich finde es voll ungerecht, daß Wochen mit &#039;nem Mittwoch länger sind als Wochen mit &#039;nem Donnerstag.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich brauche auch irgendwann mal Urlaub, ehrlich!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 20 Jul 2011 07:51:27 +0200</pubDate>
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    <title>Die Mutti-Taste</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Die-Mutti-Taste/5992</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Familie Humbucker hat bei Elektro-Fuchs eine ganze Schachtel alter Super-8-Filme auf DVD überspielen lassen und möchte nun quasi das ganze 75-jährige Leben des vor sechs Tagen verstorbenen Familienpatriarchen Egon Humbucker sozusagen in einer Echtzeitendlosschleife auf der Trauerfeier abspielen.&lt;br /&gt;
Diese soll in unserem Haus stattfinden und erstaunlicherweise haben die Humbuckers einen Pfarrer gefunden, der zu den überwiegend tonlosen Filmen aus der Frühzeit dann Musik von der CD abspielt und von einem ganzen Stapel handgeschriebener Zettel jeweils das passende sagen soll. Später dann, wenn der Teil vorüber ist, der noch von Super-8-Rollen stammt und der etwas längere Abschnitt mit den ganzen Urlauben in der fränkischen Schweiz abgespielt wird, der schon auf Videomaterial aufgenommen war, kommt der Ton dann direkt von der DVD.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe es den Leuten nicht nur gesagt, ich habe es ihnen sozusagen vorgetanzt, bin auf den Knien rutschend vor ihnen gelegen und habe versucht, denen klar zu machen, daß man seine Trauergäste nicht mit Dreidreiviertelstunden Endlosfilm quälen kann.&lt;br /&gt;
Ja, man würde ja zwischendurch eine Pause machen und außerdem habe Schwager Willi die Fernbedienung in der Hand und würde dann ab und zu mal etwas vorspulen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Tag der Trauerfeier ist gekommen, diese soll um 14 Uhr stattfinden und schon morgens beginnen Antonia und Sandy mit den Vorbereitungen. Die Trauerhalle wird noch einmal durchgesaugt und durchgefegt, die bereits angelieferten Blumen und Kränze noch einmal schön arrangiert und die Stühle sauber in Reih und Glied gestellt. Alles soll gut aussehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann machen sich die beiden an den letzten Technikcheck. Sandy kennt sich da sehr gut aus, die verkabelt nach Feierabend auch schon mal die ganze Licht- und Soundtechnik der Darkgrave-Band &quot;The dead end&quot;, bei der sie seit zwei Jahren sehr gekonnt ein Shaker-Ei rasselt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn nun einer fragt, was Darkgrave ist, dann sei dem gesagt, daß das so ähnlich ist wie Triphop, mit Elementen aus dem kubanischen Voodoo und den New-Orleans-Jazz der 30er Jahre. Also eigentlich ganz einfach, bloß ganz anders.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia hält übrigens von Sandys musikalischen Fähigkeiten nichts und behauptet, die habe nur angefangen, dieses blöde Holzei zu schütteln, weil sie hinter dem Drummer der Gruppe her wäre.&lt;br /&gt;
Allerdings ist es die gleiche Antonia, die ganz genau zu berichten weiß, daß das nicht der Trommler, sondern diese langbeinige Dürre am Elektrobass sei.&lt;br /&gt;
Beim nächsten Mal, wenn Antonia darüber erzählt, ist es dann der etwas kurz geratene Gittarist gewesen, der vorne eine Glatze hat und hinten einen langen, grauen Zopf bis zum etwas tief sitzenden Po.&lt;br /&gt;
Also im Grunde genommen weiß man nichts Genaues. Entweder ist es so, daß Antonia schlichtweg nichts weiß und nur wechselnde Vermutungen anstellt; oder aber -was ich für viel wahrscheinlicher halte- Sandy hat die ganze Band durchgezogen und zwar nicht einmal zwangsläufig nacheinander...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, also meine Kabelgrazien stehen in der Halle, lassen die Leinwand herunterfahren und checken den Beamer und den DVD-Abspieler. Lieber dreimal kontrollieren!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich komme gerade dazu, als beide so etwa in der achten Reihe sitzen und wechselseitig Fernbedienungen drücken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was macht Ihr denn hier?&quot; frage ich und Antonia glotzt mich erstaunt an:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das sieht man doch!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich sehe zwei faule Weiber, die sich auf meine Kosten hier herumlümmeln und nix schaffen&quot;, motze ich in gespielt cheffigem Ton.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, Chef, guck mal&quot;, sagt Sandy, &quot;Antonia macht hier voll einen auf blöd, so als ob die &#039;nen nassen Hut aufhätte und bei Gewitter draußen gewesen wäre.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist denn das Problem?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja Mensch, die Antonia kann sich nicht entscheiden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Antonia, weswegen kannst Du Dich nicht entscheiden?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wegen der Mutti-Taste.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wegen der was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der MUTTI-Taste!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist das denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na hier, die mit dem durchgestrichenen Lautsprecher.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du meinst die MUTE-Taste?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja oder so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und was ist mit der Mute-Taste? Die ist zum Stummschalten der Lautsprecher.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weiß ich auch! Aber gucken Sie mal, hier auf der Fernbedienung von dem Beamer ist so&#039;ne Mutti-Taste drauf und auf der vom DVD-Player auch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja und?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy mischt sich ein: &quot;Chef, Antonia kann sich nicht entscheiden, welche Stille schöner ist. Die von der Mute-Taste des DVD-Players oder die vom Beamer. Sie meint die vom Beamer sei eindrucksvoller.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Während Antonia aufspringt, um mir die beiden Fernbedienungen zu zeigen, tippt sich Sandy hinter ihrem Rücken an die Stirn.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich meine, es ist unzweifelhaft eine anerkannte und nicht zu leugnende Tatsache, daß Antonia gewaltig einen an der Mupfel hat, aber bitteschön, was unterscheidet sie dann von allen anderen hier, mich eingeschlossen? Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise; hat mal jemand gesagt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun hat es Sandy in ihrer lockeren und unbekümmerten Art sicherlich leichter im Leben, als die herzensgute und mit einem Bauch gesegnete Antonia. Also falle ich dem Pummelchen nicht auch noch in den Rücken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Los, Antonia&quot;, sage ich, &quot;mach mal vor. Zuerst die Stille vom Beamer!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia steht den Bruchteil einer Sekunde starr vor Erstaunen da, dann geht ein Strahlen über ihr Gesicht und sie macht eilfertig den Ton an, dann wieder aus und wir stehen da und lauschen. Nix, es ist einfach nur still. Dann macht sie den Ton wieder an und dann erneut wieder aus, diesmal aber mit der Fernbedienung vom anderen Gerät.&lt;br /&gt;
Wieder stehen wir da und lauschen der Stille. Antonia wiegt den Kopf etwas hin und her, damit sie ganz genau hören kann, ob diese Stille schön klingt.&lt;br /&gt;
Sandy sitzt barfuß, mit angezogenen Beinen auf einem der Stühle und zupft sich am kleinen Zeh. Ihre langen schwarzen Haare sind nach vorne gefallen und verdecken das Gesicht. Ich kann aber trotzdem sehen, daß sie mit den Augen rollt. Sie zweifelt eindeutig an Antonias und meinem Verstand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Antonia, Du hast Recht, die Stille vom Beamer ist viel eindrucksvoller, also wirklich, das hört man ganz deutlich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wieder dieses kurze Aufblitzen absoluten Erstaunens ins Antonias Gesicht, dann kommt es zu einer Spontanausschüttung von Wachstumshormonen und das Pummelchen wächst vor meinen Augen um wenigstens 45 Zentimeter. Sie strahlt über das ganze Gesicht und Sandy sitzt immer noch da, schüttelt ihren Kopf und kann nicht fassen, daß jemand Antonia Recht gegeben hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manchmal muß man die Schwachen auch stärken, finde ich.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 06 Jul 2011 08:23:58 +0200</pubDate>
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    <title>Verdachtsfälle</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Verdachtsfaelle/5976</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Es ist heiß. Es ist so heiß, daß meine Bürodamen ihr Büro am liebsten gar nicht mehr verlassen wollen. Die Klimaanlage surrt ihnen Kühles um die dauergelockten Köpfe und draußen schwitzen die Leute.&lt;br /&gt;
&quot;S&#039;ist halt Sommer&quot;, sagt Frau Büser und Antonia spult einen ihrer nichtssagenden Worthülsensätze ab: &quot;Ist es draußen zu kalt, meckern die Leute und wenn es mal heiß ist, dann sind sie auch unzufrieden, mir ist es zu heiß.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy läuft im Moment in einer unglaublich kurzen Hose, mehr so ein Gürtel, und barfuß herum. Ich bin immer wieder fasziniert, wie schnell sie sich umgezogen hat, wenn Kundenalarm ausgelöst wurde.&lt;br /&gt;
Und genau damit beginnt das Drama. Ich habe an solchen heißen Tagen immer eine dunkle Tuchhose an, manchmal auch eine gute, dunkle Jeans und entweder ein schwarzes T-Shirt oder ein Hemd. Nähern sich Kunden, ziehe ich ein Jackett über oder ziehe mir schnell eine Krawatte an, je nachdem.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber es ist gerade so heiß, daß mich beinahe jedes Kleidungsstück am Körper aufregt und es gar nicht locker und luftig genug sein kann.&lt;br /&gt;
Deshalb fiel morgens meine Wahl auf ein Hemd, das etwas kürzer ist, weshalb man es über oder in der Hose tragen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy fetzt sich gerade mal wieder mit Antonia. Die beiden sollen gemeinsam im Supermarkt gewesen sein und weil es ihr so heiß war, habe sich Sandy zur Abkühlung in die Truhe mit dem Tiefkühlspinat gelegt. Angeblich habe der Filialleiter dann beide rausgeworfen, was Antonia als beleidigende Zumutung empfindet, denn sie habe ja gar nichts gemacht und passe im Übrigen auch gar nicht in so eine Truhe rein.&lt;br /&gt;
Jedenfalls zicken die beiden Frauen herum, was überhaupt nichts Ungewöhnliches ist.&lt;br /&gt;
Manchmal befreunden und verfeinden sie sich bis zu 126 mal am Tag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf jeden Fall hat Antonia den hinteren Teil der Räumlichkeiten zur sandyfreien Zone erklärt. &quot;Hier bleibst Du weg, sonst machste dich wieder nackig!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich habe mich nicht ausgezogen, bloß abgekühlt!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber das andere Mal, da am Siebendorfer Platz, da hast Du Dich ausgezogen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach da, das war doch nur obenrum.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich will das alles gar nicht wissen, ich habe da irgendein Gen zuwenig oder zuviel, jedenfalls verursacht mir dieses hohle Gequatsche Aua.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da ich am frühen Tag unterwegs war, hatte Sandy ihre Kundenklamotten bei mir im Büro über einen Sessel gelegt, was mir erst gar nicht aufgefallen war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann kamen die Kunden und zwar gleich zu viert und Frau Büser, die in ihrem Büro auf einem Monitor sehen kann, wer die Halle betritt, zischte erst mir, dann Sandy zu: &quot;Achtung, Kunde droht mit Auftrag.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy kommt geschwind in mein Büro, wirft mir nur einen grüßenden Blick zu und meint: &quot;Sorry&quot;. Dabei deutet sie auf ihre Klamotten und noch ehe ich irgendetwas dagegen tun kann, steht sie nur im Slip da.&lt;br /&gt;
Es ist beileibe nicht das erste Mal, daß ich Sandy so gut wie unbekleidet sehe, sie ist in dieser Hinsicht wirklich sehr unbekümmert und frei von jeglicher falscher Scham.&lt;br /&gt;
Trotzdem ist mir das immer angenehm und unangenehm zu gleich und ich kann mich nicht entscheiden, welches davon überwiegt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun machen die Kunden etwas vollkommen anderes als alle anderen Kunden.&lt;br /&gt;
Normalerweise betreten die Leute unser Haus, stehen dann ein paar Sekunden in der großen Halle und von irgendwo her nähert sich dann nahezu lautlos der Bestatter oder einer seiner Leute.&lt;br /&gt;
Aber diese Leute marschieren gleich im Stechschritt durch die Halle, biegen zielsicher nach links in den Gang zu den Büros ab und rufen &quot;Hallo!&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy ist schon halb angezogen, hat schon eine weiße Bluse an, die sie gerade zuknöpft und ich bin gerade dabei, mein Hemd in die Hose zu stopfen und die Krawatte umzulegen, als die Kunden einfach in mein Büro marschieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wetten, daß die es mir nicht geglaubt haben, als ich sagte, wir hätten uns nur gerade eben extra für sie umgezogen?&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 28 Jun 2011 08:32:58 +0200</pubDate>
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    <title>Flatschmopp</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Ein Flatschmopp ist wahrscheinlich ein Putzgerät, ähnlich einem Schrubber, nur statt des Borstenbesens unten mit irgendetwas Flatschigem versehen. Sieht man doch ständig in der Fernsehwerbung mit dem fast platzenden, aufgeregten Mann, der immer schreit, jetzt seien nur noch 200 Stück da und nur heute bekäme man absolut gratis, für eine kleine Bearbeitungsgebühr von nur 9,99 noch ein Fläschchen Putzmittel dazu.&lt;br /&gt;
Irgend so ein Wischmopp mit vielen Wischflatschen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia ist ganz aufgeregt, irgendetwas muß gestern bei ihr zu Hause beim Putzen passiert sein, denn aus der weiblichen Geräuschkulisse, die es sich detailliert wahrzunehmen, nicht lohnt, spitzt immer wieder die Formulierung &quot;voll der Flatschmopp&quot; heraus. Wieder folgt allgemeines Frauengetöse, wieder ein spitzes Ui von Frau Büser und ein erstauntes Wow von Sandy, dann wieder ist das Wort Flatschmopp zu verstehen.&lt;br /&gt;
Da sitzt Du in Deinem Männerbüro, kannst naturgegeben nur eine einzige Sache gleichzeitig machen (Männer sind ja bekanntlich nur beim Rülpsen und Furzen multitaskingfähig) und kommst nicht dazu, Dich zu konzentrieren, weil nebendran drei bis vier Frauen sich immer mehr über den Flatschmopp aufregen. Der sei von Facebook gekommen, höre ich dann und das macht mich dann doch neugierig und ich nehme meine Kaffeetasse, tue so, als ob ich das Geplapper drüben gar nicht wahrnehme und schlendere wie zufällig aus meinem Büro in Richtung Kaffeeküche.&lt;br /&gt;
Angestrengt und beschäftigt gucken, bloß nicht da hin sehen.&lt;br /&gt;
Mein Plan geht auf, kaum gehe ich an der Tür zum großen Büro vorbei, ruft mich Sandy:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Chef, hast Du das schon gehört?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und schon darf ich eintauchen in eine Welt aus rosafarbener Poesie, die jedes Männerhirn in Sekunden von all seinen Furchen befreit und die Synapsen Ringelrein tanzen lässt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es stellt sich schnell heraus, daß ich mit meiner Einschätzung völlig falsch liege. Der Flatschmopp ist gar kein Putzgerät, sondern ganz was Schlimmes.&lt;br /&gt;
Antonia hat gestern Abend vier Freunde und Freundinnen eingeladen und zu deren Beköstigung ein Fondue vorbereitet.&lt;br /&gt;
Dabei hatte ich gedacht, daß alle Fonduefreunde längst ausgestorben sind. Wer macht denn heute noch Fondue? Ich mag das sowieso nicht. Da bekommst Du doch nichts zu essen, da sitzt Du stundenlang herum, wirst nicht satt und am Ende hast Du Dir immer das Maul verbrannt. Außerdem gibt es beim Fondue so häßliche Wartepausen und da fangen die Leute an zu quatschen.&lt;br /&gt;
Für was, bitteschön, sollte man sich beim Essen unterhalten? Das stört doch nur. Also entweder essen oder unterhalten, aber doch nicht beides gleichzeitig.&lt;br /&gt;
Die Leute reden sowieso viel zu viel...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber gut, Antonia hatte Fondue gemacht und dieses Iwänt bei Fratzbuch ihren vier Freunden mitgeteilt.&lt;br /&gt;
Und dann war es passiert! Andere hatten davon erfahren, es hatte sich eine Horde Ungebetener und Ungeladener zusammengerottet und einen Flatschmopp gebildet. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Soviel konnte ich Antonias aufgeregter Erzählung entnehmen.&lt;br /&gt;
Ja gut, das hat man ja schon mal gehört, daß irgendwelche Vollhonks ihre privaten Feiern bei Fratzbuch groß ankündigen und dann einige tausend noch größere Vollhonks dahin fahren.&lt;br /&gt;
Meine Güte, sowas ist Antonia passiert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja Chef, stellen Sie sich vor! Die haben vor der Haustüre rumgelungert und immer wieder geklingelt. Nachher haben die sogar auf meinem Handy angerufen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Moment, woher haben denn Wildfremde Deine Handynummer? Steht die etwa auch bei Facebook?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, die Nummer hatten die ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wer die?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na die?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wer sind denn die?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na die Flatschmopper.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Okay, und wieviele genau waren das jetzt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na, das waren Jutta und Babs.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jutta und Babs?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Jutta und Babs.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Zwei Leute? Nur zwei?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja klar, die habe ich nicht eingeladen. Jutta hat diese Nagelverlängerung machen lassen und ist deswegen extra zu Corinna gegangen und die hat ihr einen Sonderpreis gemacht, die Creme hatte sie aber bei Vicky bestellt und dabei verträgt die gar kein AVON, aber mir dann Vorwürfe machen, weil ich hätte mit Babs telefoniert, dabei habe ich die neue Handynummer von Babs gar nicht. Das hatte ich auch Ellen gesagt, aber die kann ja ihren Mund nicht halten. Außerdem ist die ja jetzt mit Rodrigo zusammen. Ist doch klar, daß ich Babs und Jutta jetzt nicht mehr einlade, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mann, bin ich froh, daß ich nur eine Sache gleichzeitig kann.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 22 Jun 2011 07:40:59 +0200</pubDate>
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    <title>Dreck am Stecken</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Allerdings ist Frau Büser, ebenso wie Antonia, nicht besonders treffsicher, wenn es um die Wiedergabe von Sprichwörtern oder Redensarten geht.&lt;br /&gt;
Ganz aktuell:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das interessiert mich ebenso wenig, als wenn ich China ein Sack Reis in den Brunnen fällt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia glänzte mit dem Spruch:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das darf man nicht auf die lange Schulter schieben&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;und fügte kurz darauf hinzu:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das Leben ist kein Zappenschlecken.&quot; Frau Büser brachte dann noch das altbekannte deutsche Sprichwort:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ist ein Wetter zum junge Katzen und Hunde machen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wobei sie Sandys amerikanische Redensart, daß es &quot;cats and dogs regnet&quot;, also Katzen und Hunde regnet, mit anderen deutschen Redensarten verquickte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jetzt ist es zu spät, jetzt ist schon viel Wasser in den Brunnen gelaufen&quot;, sagte Antonia und Frau Büser konterte: &quot;Die decken das Grab erst ab, wenn das Kind reingefallen ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun kommt aber Antonia, die das besser weiß und verbessert: &quot;Brunnen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie Brunnen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia erklärt: &quot;Ja, der Spruch geht so: &quot;Die decken das Grab erst ab, wenn ein Brunnen reingefallen ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ergibt doch aber überhaupt keinen Sinn.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, was kann ich denn dafür? Das ist eben ein ganz alter Spruch aus dem Mittelalter. Weiß der Henker, was die damals damit gemeint haben. Das ist so wie mit dem Stecken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was für ein Stecken?&quot; will Frau Büser wissen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Man sagt doch, jemand habe Dreck am Stecken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja klar, das bedeutet, daß der irgendwo was Schlimmes versteckt hat, der hat irgendwo Dreck stecken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, sehen Sie und genau das ist falsch. Das heißt, daß der sich nicht gewaschen hat. War ja auch schwierig im Mittelalter, so mit der ganzen Pest und so und dann noch diese Rüstungen, da kam man ja mit dem Waschlappen nirgendwo richtig dran. Vermutlich haben die bloß immer Deo durch die Schlitze in die Rüstung gesprüht, sonst gehste da drin ja ein. Und wenn dann einer sich lange nicht gewaschen hatte, dann hatte der Dreck am Stecken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Meinst Du wirklich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hab ich so im Fernsehen gehört.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach so.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 17 Jun 2011 07:41:51 +0200</pubDate>
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    <title>Vor allem die Toten</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Vor-allem-die-Toten/5952</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Ich liebe ja meine Frau Büser und ihre Sprüche:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kaum weiß man Bescheid, schon hat man auch Ahnung.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oder noch besser:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kaum macht man was richtig, dann klappt&#039;s auch schon.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch gut, wenn sie mal zu unseren Mitarbeitern in den Keller geht:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Bitte behalten Sie Platz, vor allem die Toten.&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Jun 2011 16:25:24 +0200</pubDate>
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    <title>Schimmel -XI-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Schimmel-XI/5933</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Man muß jetzt nicht meinen, daß die Frau des Vermieters, die ja meine eigentliche Vermieterin ist, ihr Verhalten großartig geändert hat. Sie hat nur einmal aufgetrumpft, ist mal über ihren Schatten gesprungen und keiner weiß, wie oft sie das vielleicht tut, wenn sie mit ihrem Mann alleine ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im weiteren Verlauf der Sache verhielt sie sich dann wieder so wie immer, leise, zurückhaltend und eher den Eindruck erweckend, als sei sie etwas zurück geblieben. An dieser Stelle muß ich die Geschichte von Martin und Geli erzählen. Martin hat in deren Ehe so in etwa die Rolle, die die hier beschriebene Vermieterin hat; er ist leise, duckmäuserisch und beinahe schon devot. Geli hingegen hat eine Klappe wie eine evangelische Abendmahlströte und posaunt alles im Diskant heraus. Zu allem und jedem hat sie eine Meinung und fast jeder ihrer Sätze endet mit &quot;Nicht, Martin, das meinst Du auch!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Geli kauft sich alles was sie will, Martin muß betteln.&lt;br /&gt;
Geli bestimmt, wohin es in Urlaub geht, Martin mag da nicht hin, macht aber duldsam mit.&lt;br /&gt;
Geli sagt an, Martin gehorcht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Laufe der Zeit tat uns Martin leid. Wenn ich &#039;uns&#039; sage, dann meine ich meine allerliebste Ehenatter und mich.&lt;br /&gt;
Wann immer wir mit Martin und Geli zusammen waren, versuchten wir, es Martin besonders schön zu machen und ihm immer mal wieder den einen oder anderen kleinen Vorteil zukommen zu lassen.&lt;br /&gt;
Manchmal haben wir uns auch regelrecht eingemischt, wenn wir den Eindruck hatten, Geli würde Martin übervorteilen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als beispielsweise Martins Mutter starb, hatte ihm die alte Dame ein ganz ansehnliches kleines Vermögen hinterlassen. Gelis Kommentar: &quot;Wir haben geerbt, aber Martin kriegt auch was ab.&quot;&lt;br /&gt;
Ihr ist regelrecht die Kinnlade heruntergefallen, als meine Frau ihr erklärte, laut Gesetz habe nur Martin etwas geerbt und ob sie etwas abbekomme, das hinge allein von Martins freier Entscheidung ab.&lt;br /&gt;
&quot;Wieso das denn? Wir sind doch verheiratet!&quot; hatte Geli protestiert und sah schon ihre Felle davonschwimmen. Vor allem hatte sie nämlich schon großzügig aus Martins Erbschaft an ihre beiden Söhne verteilt. Diese Söhne hatte sie mit in die Ehe gebracht und Martin hat sie großziehen und finanzieren dürfen, weil Geli zu stolz war, etwas vom Kindsvater zu nehmen.&lt;br /&gt;
Daß beide Söhne ebenso nutz- wie hirnlos durch das Leben hartzten, muß man ja nicht extra erwähnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Immerhin hat sich Martin unseren Einwand gemerkt und erst mal den Rest seines Geldes auf ein Sparbuch gepackt. Geli schmollte zwar monatelang, aber so ist wenigstens auch heute noch, wenn auch nur ein kläglicher Rest, von der Erbschaft da.&lt;br /&gt;
Der eine Sohn hat mit dem Geld eine Mordskarriere als Kneipenwirt hingelegt und der andere hatte sich einen Kiosk in einem Gewerbegebiet gekauft. Der Kneipenwirt ging schon nach drei Monaten pleite und der Kioskbesitzer hielt ein gutes halbes Jahr durch, dann war die Großbaustelle gegenüber abgeschlossen und es kamen keine Bauerbeiter mehr.&lt;br /&gt;
Zweimal 18.000 Euro weg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein anderes Mal ging es darum, daß Martins und Gelis Fernseher kaputt gegangen war. Geli fragte uns, ob wir nicht irgendwo noch einen alten Apparat herumstehen hätten.&lt;br /&gt;
Hatten wir, aber Martin hatte gerade eben erzählt, daß er sich am liebsten einen Flachbildfernseher und eine Satellitenschüssel kaufen würde.&lt;br /&gt;
Ich habe dann einfach die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und mich als großen technischen Sachverständigen eingebracht und Martin beim Kauf begleitet.&lt;br /&gt;
42 Zoll, HD, Technisat-Receiver. Martin war glücklich und Geli hat innerlich gekocht, konnte aber nach außen hin nur lächeln, denn schließlich war es Martins Geld.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt könnte man meinen, daß Martin eine arme Sau ist und Geli eine bösartige Ziege.&lt;br /&gt;
Eines Tages jedoch war ich mal mit Martin alleine unterwegs und da kam das Gespräch wirklich ganz zufällig auf das Verhältnis zwischen den beiden.&lt;br /&gt;
Martin schüttelte den Kopf und erzählte mir, daß er, abgesehen von diversen Ausrutschern, sehr glücklich und zufrieden sei. Alleine käme er nämlich im Leben gar nicht zurecht und brauche unbedingt jemanden wie Geli, der ihm immer klipp und klar sagt, was zu tun ist.&lt;br /&gt;
&quot;Ja, das ist manchmal etwas anstrengend, aber für mich wäre es anstrengender, wenn ich Entscheidungen fällen müsste.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ähnlich stelle ich mir das Verhältnis zwischen unserem Vermieter und seiner Frau auch fast vor.&lt;br /&gt;
Denn wirklich doof scheint die Frau nach dem Auftritt bei uns ja nicht zu sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie ist es weiter gegangen?&lt;br /&gt;
Nun, es stellte sich sehr schnell heraus, daß es hinter der Wand einen alten Kamin oder Schacht gibt, durch den irgendwann, als die Bäder oben mal vergrößert worden sind, die Abwasserrohre geführt wurden.&lt;br /&gt;
Nach einer Rohrverstopfung hatte die Vormieterin des jungen Paares von ganz oben mal einen Rohrreinigungsdienst gerufen, der mittels der berühmten Spirale das Rohr bis in den Keller durchgestoßen und von der Verstopfung befreit hatte.&lt;br /&gt;
Dabei schlägt wohl aber der Fräskopf in rotierenden Bewegungen gegen die Rohrwände und an einer Stelle muß dabei das Rohr an einem Knick kaputtgegangen sein.&lt;br /&gt;
In der Folge war dann seit langem schon das Abwasser in dem Schacht immer auf- und abgestiegen. Spülte jemand die Toilette oder ließ Badewasser ab, lief das durch das Rohr bis zum Loch, dort hinaus in den Schacht, der sich dann bis über unser Ladenlokal hoch mit dem Abwasser füllte und nur was über diesen Pegel hinausging, lief wieder in das Rohr und dann in die Kanalisation.&lt;br /&gt;
Das bedeutet, daß hinter der Wand in diesem Schacht bis runter in den Keller eine etwa 6 Meter hohe Säule an Wasser und Fäkalien gestanden haben muss.&lt;br /&gt;
Allmählich ist dann das Wasser irgendwo im Fundament verschwunden, bis wieder jemand ordentlich gespült hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eigentlich ein Wunder, daß da nicht vorher schon irgendwo irgendwas herausgekommen ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Sanierung wird wohl heftig werden und dauern.&lt;br /&gt;
Ich muß mit meiner Frau reden, aber derzeit kann ich mir nicht vorstellen, die Filiale zu behalten.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 07 Jun 2011 11:21:15 +0200</pubDate>
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