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    <title>Bestatterweblog - Mitarbeiter Firma</title>
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<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 08:14:57 GMT</pubDate>

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    <title>Nach Gutsherrenart</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Der Fuhlst kann nicht stillsitzen. Wenn nichts zu tun ist, räumen die Männer die Werkstatt und das Lager auf und reparieren dies und das, &quot;kloppen Särge&quot; und tun alles Mögliche. Manni ist da sehr erfinderisch.&lt;br /&gt;
Aber irgendwann ist alles zum sechsten Mal gekehrt, gewienert und geputzt und dann sitzen die Männer mitunter beim Kartenspiel oder an der wii.&lt;br /&gt;
Da würde ich niemals etwas sagen und neue Mitarbeiter erkennt man immer daran, daß sie bei meinem Erscheinen die Karten verstecken oder so tun, als ob sie was tun.&lt;br /&gt;
Die alten Hasen grinsen nur und spielen weiter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich beschäftige da Männer, die mitten in der Nacht aus dem Bett springen und bei Wind und Wetter und an allen Feiertagen parat stehen. Hätten die immer jede Überstunde aufgeschrieben, würde das Unternehmen gar nicht laufen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nee, nee, die dürfen das.&lt;br /&gt;
 Udo Fuhlst ist angeblich immer der Erste, der die Karten in der Hand hat oder mal &quot;was anderes&quot; machen will. Aber dafür hält es ihn nicht lange beim Pausieren, denn er hat kein Sitzfleisch und ihm fällt noch viel mehr ein, was man noch tun kann, als Manni.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gibt da immer noch einen armdicken Strang aus Schläuchen und Kabeln, der eine unserer Klimaanlagen mit so einem Aggregat draußen verbindet. Eigentlich sollte da mal ein Durchbruch durch zwei Kellerwände gemacht werden, aber Carlos Gastropoda, der langsamste Handwerker seit der Erfindung des Fruchtgummis, wollte die Löcher wohl in die Wand lutschen... jedenfalls ist er nie damit fertig geworden, wie wohl seitdem ein Eimer mit Hammer und Meißel da steht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Soll da &#039;n Loch in die Wand?&quot; erkundigt sich der Fuhlst und prüft ein paar Ziegel, die Carlos schon von der einen Seite etwas gelockert hat. Manni kann gar nicht mehr antworten, denn Udo Fuhlst hat den Meißel schon in der bloßen Faust und drischt einmal kurz und trocken damit vor die Wand und voilà, das Loch ist da.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm&quot;, meint Manni: &quot;Dann muss aber in die Außenwand vom Nachbarkeller auch noch ein Loch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kein Problem, das klopp ich eben durch&quot;, sagt der Fuhlst und zieht sich sein Hemd vom muskulösen Oberkörper.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Genau in diesem Moment werde ich oben im Büro aus meiner 11-Uhr-Lethargie geweckt, denn es geht ein schmachtendes Seufzen, entfleucht aus drei Weibermündern durch die Büros.&lt;br /&gt;
Obwohl Fuhlst ein Stockwerk tiefer ist und unsere Decken Führerbunkerqualität haben, muss sein Testosteronduft gleich einem Schmetterlingspheromon durch die Poren des Betons hochgestiegen sein und unsere Damen in kollektive Wollust versetzt haben. Sie wissen zwar nicht, was ihnen da widerfahren ist, aber Frau Büser setzt noch ein &quot;Oh Gott, isch glaub, isch krieg wieder mei&#039; fliegend&#039; Hitz&#039;!&quot; obendrauf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy hat Schweißperlchen auf der Nase und Antonia schwitzt unter den Armen. &quot;Puh, ist das heute heiß hier!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hey, ihr Weiber, denke ich, und was ist mit mir? 110 Kilo Mann, kein Gramm Fett, alles... Ach, was soll&#039;s, ich gebe es zu, gegen unseren Wikinger komme ich nicht an. Meine Spermien können dafür aber schreiben und lesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So, im Keller ergibt sich nun das Problem, daß der angrenzende Raum uns gehört, also mir und meiner Familie ganz privat.&lt;br /&gt;
Da muss Manni erst den Schlüssel holen und ich gehe vorsichtshalber mal mit runter.&lt;br /&gt;
Ich weiß eigentlich gar nicht so genau, was da alles in dem Keller steht.&lt;br /&gt;
Die Tür schwingt quietschend auf, die Leuchtstoffröhre zuckt ein alzheimerkrankes Flackern in die Dunkelheit, so als ob sie vergessen hätte, daß sie zum Leuchten bestimmt ist und entscheidet sich dann dafür, auf einer Seite schwarz zu werden und nur mit halber Kraft zu leuchten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ah, &#039;ne CDU-Röhre&quot;, meint Fuhlst grinsend: &quot;Schwarz und nur &#039;ne halbe Leuchte!&quot;&lt;br /&gt;
Alles lacht und ich muss abermals erkennen, daß der Mann nicht doof ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich taste mich in den Keller vor, in dem wir irgendwann mal Dutzende von Umzugskartons untergestellt haben. Wahrscheinlich alles noch Sachen von vor&#039;m Krieg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann stoße ich auf drei Kartons, aus denen es komisch riecht und öffne die.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jau, is okay.&lt;br /&gt;
Ich erlebe eine Begegnung der dritten Art!&lt;br /&gt;
Nein, keine Spinne.&lt;br /&gt;
Sondern eine großer Umzugskarton voll mit verdorbenen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
Butter, Margarine, Mumiensalami, Ötzi-Leberwurst, Torfleichen-Camembert, zerplatzte Tubenmayonaise, Wurstpäckchen mit Grünwurst, Käsepäckchen mit Grünkäse, alles schön mumifiziert. &lt;br /&gt;
Eine Dose ausgelaufene und zu Harz gewordene Zuckerrübensirup-Pampe, aufgeweichte Nudeln, schimmeliges Irgendwas, verfaultes Sonstnochwas...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Dose Heringsfilets war sozusagen explodiert und die Dose hatte sich mit einem Pfund Spaghetti in ein Mobilé verwandelt, hübsch!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich muss den Würgereiz unterdrücken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dahinter stoße ich auf eine einen weiteren Karton. Er enthält Fußballschuhe, zusammengelegte Socken, Handtücher, Sporthose, eine Trinkflasche, Spielzeug...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aha, das kenne ich! Das gehört meinem Sohn, das ist unzweifelhaft einmal der Inhalt seiner Sporttasche gewesen. Jene Tasche in der fast immer eine Woche lang ein nasses Handtuch herumschimmeln würde, würde die Allerliebste nicht regelmäßig das Ding ausräumen.&lt;br /&gt;
Irgendwann einmal muss das aber versäumt worden sein und dann...&lt;br /&gt;
...ja dann hat der Junge, zur Vermeidung mütterlicher Diskussionen (und DIE kann diskutieren!), den Inhalt der Tasche einfach im Keller verschwinden lassen. Jetzt ist alles zu einer einheitlichen Masse zusammengemodert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber was ist mit den Lebensmitteln?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schicke nach meiner Allerliebsten, die kurz darauf &lt;del&gt;beim Telefonieren gestört&lt;/del&gt; &lt;em&gt;von wichtigen Hausarbeiten weggerufen,&lt;/em&gt; dazustößt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir analysieren gemeinsam die Lage und dann schürzt sie so ihre Lippen, wie sie es immer tut, wenn ich das Gefühl bekomme, monastisches Leben könnte doch was für sich haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch diesmal will sie mich gar nicht ins Zölibat treiben, sondern kurz darauf werden ihre Augen ganz schmal und sie sagt nur ein Wort: &quot;Josie!&quot;&lt;br /&gt;
Das ist der Name unserer Tochter, die ja mein ureigenstes Verteidigungsteritorium ist, während unser Sohn sich absoliut überschwenglicher Mutterliebe erfreut.&lt;br /&gt;
Was soll denn meine süße Kleine jetzt schon wieder gemacht haben?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weißt Du, was das ist?&quot; fragt mich die Allerliebste und zieht an einem Plastikzipfel die Hülle einer zu Bernstein gewordenen Leberwurst nach Gutherrenart aus dem Karton.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das sind&quot;, fährt sie fort, &quot;alles Sachen aus unserem Kühlschrank, die ich mir mal zum Essen gekauft hatte und die DEINE Tochter nicht mag!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also nein, ich kann es wirklich nicht haben, wenn ständig auf dem Mädchen herumgehackt wird. Mütter können grausam sein, finde ich. So ein süßes Ding, wie kann man diesem Knubbelkind mit den schwarzbraunen Kulleraugen so was Böses unterstellen.&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich war es &lt;del&gt;mein Sohn&lt;/del&gt; das verzogene Muttersöhnchen, das da irgendwas gebunkert hat. Von ihm ist ja auch die Kiste mit den Moder-Fußballsachen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und weißt Du was?&quot; sagt die Allerliebste weiter: &quot;Immer wenn ich mal irgendwas im Kühlschrank vermisst habe, hat die Kleine doch tatsächlich behauptet, Du hättest das gegessen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese kleine hinterhältige Zecke!&lt;br /&gt;
Dieses Luder! Wickelt mich da mit ihren falschen Glotzaugen und dem süffisanten Kussmund um den kleinen Finger und beschuldigt mich hinterrücks des Dauermundraubs! Dabei mag ich gar keine Leberwurst nach Gutherrenart!!!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wart&#039; nur, bis die von der Schule nach Hause kommt!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hinter mir gibt&#039;s ein Geräusch. Antonia, Sandy und Frau Büser sind der Testosteron-Spur gefolgt und zu uns gestoßen, der Fuhlst steht ja auch immer noch da.&lt;br /&gt;
Da sieht Antonia das vergammelte Zeug und die am Zipfel hochgehaltene Gutsherren-Mumie und fragt: &quot;Ey, das wollt ihr doch wohl nicht wegwerfen, oder? Kann man bestimmt alles noch essen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Würgereiz ist wieder da.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schicke alle aus dem Keller. Ich will in Ruhe nachsehen, was sich da sonst noch alles verbirgt, ich vermisse zum Beispiel eine unserer Katzen und die Schwiegereltern habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen...&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 25 Apr 2012 11:53:21 +0200</pubDate>
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    <title>Schuhkartons</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Udo Fuhlst hat sich sogar in etwas Schwarzes gezwängt. Einen guten Anzug hat er zwar, aber der entspricht eher seinem ganz persönlichen Geschmack und ist irgendwas zwischen großkariert und kleingeblümt. Thomas Gottschalk, der Entsendete, hätte da seinen Spaß dran gehabt.&lt;br /&gt;
Nee, das sei kein Problem, er habe da noch was anderes, beruhigte uns Fuhlst und als Manni ihn dann abends um 22 Uhr vor unserer Tiefgarage traf, als die beiden zu einem gemeinsamen Einsatz aufbrechen wollten, da ist er aus allen Wolken gefallen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schwarze Turnschuhe in Riesengröße, eine schwarze Latzhose und ein schwarzes Cowboyhemd mit weißen Nähten. Wenigstens hat Manni im Lager noch einen schwarzen Bestatterkittel gefunden, den der Fuhlst wie ein Jäckchen anziehen konnte. Zuknöpfen war nicht drin, aber so sah man wenigstens die Rückenaufschrift &quot;Buffalo Bill&quot; nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na ja, wird schon gehen&quot;, hatte Manni gegrummelt und gehofft, daß es in der Wohnung, wo die alte Frau Kleinert abzuholen war, schummrig genug ist, daß die Angehörigen unseren Hünen nicht so genau betrachten können.&lt;br /&gt;
&quot;Ja, ich kauf mir ja noch was&quot;, hatte Fuhlst gegrinst und die beiden machten sich auf den Weg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Sterbeort ist es so, daß Manni immer erst einmal zu den Angehörigen geht, die Lage peilt, sein Beileid ausspricht und sich anschaut, wo und wie der jeweilige Verstorbene liegt.&lt;br /&gt;
Dieses Mal war alles problemlos. Die Angehörigen saßen in der Küche, standen also im Schlafzimmer nicht im Weg, die Gänge und Flure waren breit genug, also alles in allem stand den beiden Fahrern eine relativ leichte Überführung bevor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fuhlst hatte aber nicht unten gewartet, sondern kam Manni auf der Treppe schon mit der Trage entgegen.&lt;br /&gt;
Nun ist die Trage nicht besonders schwer. Aber auseinandergeklappt ist sie sperrig und unhandlich, aber Fuhlst hatte sie, wie ein Serviertablett auf einer Hand und hoch über dem Kopf.&lt;br /&gt;
&quot;Hast Du den Koffer mitgebracht?&quot; fragte Manni und Fuhlst schüttelte nur den Kopf.&lt;br /&gt;
Manni seufzte und ging die zwei Stockwerke hinunter, um den Bestatterkoffer zu holen. Unterwegs entschied er sich, lediglich zwei Paar Gummihandschuhe aus dem Koffer zu entnehmen, dann brauchten sie sich nachher nicht auch noch um den Koffer zu kümmern. Es stand sowieso nicht an, daß an der Verstorbenen noch im Sterbehaus etwas gemacht werden musste.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Manni wieder in die Wohnung kam, nickte er den Angehörigen in der Küche kurz zu, erklärte nochmals mit wenigen Sätzen wohin die Verstorbene jetzt gebracht würde und daß die Familie am nächsten Tag ins Bestattungshaus kommen solle. Dies und das sei mitzubringen...&lt;br /&gt;
Hinter Manni polterte es etwas und er eilte ins Schlafzimmer.&lt;br /&gt;
Herr Fuhlst hatte die Verstorbene allein auf die Trage gelegt, so ein 60 Kilo-Mütterchen ist für ihn überhaupt kein Problem und wollte gerade die Trage wieder wie ein Kuchentablett hochnehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mensch, das geht so nicht!&quot; zischte Manni ihm zu: &quot;Das machen wir jetzt schön zusammen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach was&quot;, meinte Fuhlst, &quot;Du bist mir nur im Weg. Geh Du mal mit den Leuten sprechen, ich tu die Oma eben runter.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nix da!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nur widerwillig ließ Fuhlst sich helfen und so trugen Manni und Udo Fuhlst die Trage dann zu zweit, die Treppe hinunter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni war ziemlich aufgebracht darüber und schimpfte am nächsten Morgen in meinem Büro.&lt;br /&gt;
Ich beruhigte ihn und erinnerte ihn an seine ersten Tage und Wochen bei uns.&lt;br /&gt;
Da ist auch nicht auf Anhieb alles glatt gelaufen.&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es so viele sehr schwere Verstorbene, daß ich weiß, daß Manni noch sehr froh sein wird, daß er nun nicht mehr der Einzige starke Mann in der Firma ist. Der Fuhlst wird ihm noch gute Dienste leisten, denn muss er sich nur ziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einen Lacher hat Antonia noch produziert, als sie mit einem Katalog in der Hand dazu kam und uns fragte, ob wir meinen, ob dem Herrn Fuhlst wohl Größe 52 passt...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe abgewunken und den Neuen in die Stadt zu einem Konfektionsschneider geschickt. Da bekommt man recht günstig Anzüge so halbwegs nach Maß. Gut, bei ihm musste ich 25% Aufschlag bezahlen, aber dann war er wenigstens gut angezogen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist wirklich schon fast lustig, wenn Fuhlst beispielsweise eine Urne in den Händen hält. Das sieht so aus, als ob Manni oder ich eine Cola-Dose halten. Die Urne verschwindet fast in seinen Händen.&lt;br /&gt;
Auch wenn Fuhlst etwas schreibt und einen Kugelschreiber hält, man sieht den Kuli kaum.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einen Tag später war Manni wieder voll versöhnt. Während er nochmal ins Büro gegangen war, um die Lieferliste abzugeben, hatte Udo Fuhlst die 20 angelieferten Särge mal eben vom Laster gehoben. Das sieht aus, als wenn er Schuhkartons stapeln würde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und während er da so stapelt, klebt Sandy an der Scheibe meines Bürofensters wie ein Saugnapf und schaut ihm zu...&lt;br /&gt;
Antonia meint ja nur: &quot;Der Fuhlst? Geh mit weg! Ich hab mir gerade ein Bett bei IKEA gekauft, da bin ich froh, daß das mich aushält!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 20 Apr 2012 10:19:00 +0200</pubDate>
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    <title>Goliath</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Zwei Meter große Männer beeindrucken mich auf eine ganz eigentümliche Art und Weise.&lt;br /&gt;
Ich bin ja selbst mit knapp Einsneunzig kein Zwerg und da der Teil der Weltbevölkerung, mit dem ich es zu tun habe, weitestgehend aus kurz- bis nichthalsigen Tabakbauern, Frauen und Alten besteht, bin ich gewohnt, eher auf den Rest der Menschheit herabzuschauen.&lt;br /&gt;
Eine Einschränkung gibt es jedoch: Gehe ich mal ins Kino, was ich nur sehr selten tue, weil es mir da zu laut ist, oder gehe ich mal in die Oper, was ich inzwischen auch seltener tue, weil ich da immer einschlafe, dann setzt sich garantiert Herkules-Arnold Afrolook vor mich und versperrt mir zwei Stunden mit Schultern und Kopf die Sicht. Das ist so etwas wie ein Naturgesetz.&lt;br /&gt;
Es muss da irgendwo in unserem Überwachungsstaat jemanden geben, der mich immer auf dem Monitor hat und sobald ich in Reihe zwölf auf Sitz 26 Platz nehme, drückt der die Taste an seinem Mikrophon und sagt: &quot;Sofort ein Riese in Reihe elf auf 26 bitte.&quot;&lt;br /&gt;
Der gleiche Mann gibt auch geheime Anweisungen an die ALDI-Kassiererin: &quot;Tom kommt, die Kassenrolle ist jetzt leer, sie können nicht wechseln und der Scanner liest wenigstens drei Artikel nicht. Achtung, die Oma mit dem Kupfergeld bitte fertigmachen, Tom kommt an die Kasse!&quot; Aber wirklich, wenn ich es im Alltag mal mit einem Größeren zu tun habe, dann ist das für mich ein merkwürdiges und ungewohntes Gefühl. Ich komme mir dann so klein vor.&lt;br /&gt;
Herr Fuhlst ist so ein Hüne.&lt;br /&gt;
Zwometersechs, Schultern so breit wie meine Couch, Schuhgröße 53 und Hände so groß wie Klodeckel.&lt;br /&gt;
Im Mund hat er wenigstens 46 Zähne, 72 davon unten, den Rest oben.&lt;br /&gt;
Auf seinem Kopf wächst eine Lockenpracht wie bei einem Posaunenengelchen und er trägt diese Haarpracht offen und lang.&lt;br /&gt;
Ein Wickinger, ein echter Wickinger!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Fuhlst hat ein Gewerbe angemeldet und macht alles, was auf der Baustelle benötigt wird. Offiziell ist er irgendwas, wofür man keinen Meisterbrief braucht, aber unter dem Schwiegel der Versiegenheit kann ich ja erzählen, daß er in Wirklichkeit alles macht. Betonarbeiten, Maurerarbeiten, Tapezieren, Anstreichen, Schweißen, Löten, Autos repaprieren, Wasserleitungen, verstopfte Klos frei machen, Gärten umgraben, also irgendwie alles eben.&lt;br /&gt;
Dabei nimmt er niemandem Arbeit weg, er ist der der kommt, selbst wenn nur ein Nagel bei Oma Wallner in die Wand geklopft werden muss; er ist der, den sich auch ein Hartz-IV-Empfänger leisten kann und er übernimmt Aufträge, für die keine andere Firma überhaupt kommen würde; und das eben zu einem Preis, den sich auch alte Opas mit einer kleinen Rente und junge Studentinnen leisten können.&lt;br /&gt;
Bei denen ist er besonders beliebt, denn &quot;der Fuhlst&quot; ist Spezialist im Meckern über &quot;die Scheiß-Drecks-Spanplattenkisten&quot; und trotzdem ein exzellenter und schneller IKEA-Möbel-Aufbauer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Personal braucht er keins, Werbung muss er keine schalten, seine Papiere macht abends seine Frau, die übrigens nur 1,51 groß und knapp 50 Kilo schwer ist, und so hält er seinen Kostenapparat niedrig.&lt;br /&gt;
Den Radiofahnder, der ihm mal Rundfunkgebühren für ein im Auto gewerblich genutztes Radio aufschreiben wollte, hat er einfach  mit dem Gürtel an einen Maschendrahtzaun gehängt und hängen lassen.&lt;br /&gt;
Und weil der Gebührenonkel die Autonummer vom Fuhst nicht aufgeschrieben hatte, ist dieser einfach unbehelligt weggefahren. Als dann jedoch eine Polizeistreife den Armen vom Zaun pflückte, genügte natürlich eine grobe Beschreibung des Täters und die Beamten wussten sofort, wo sie hinzufahren hatten.&lt;br /&gt;
Aber dem Fuhst passiert so schnell nichts, es blieb auch dieses Mal wieder bei einer eher freundlichen Ermahnung. Die Beamten wissen, daß der Fuhst vor zwölf Jahren am Rande eines Volksfestes mal 26 Polizisten auf den Kopf gehauen hat, die ihn wegen irgendwas ärgern wollten.&lt;br /&gt;
Die 18 Monate hat er abgesessen, bemüht sich seitdem, es nicht mehr so weit kommen zu lassen, genießt aber unter den Polizisten einen legendären Ruf. &lt;br /&gt;
Wenn der mal einen an den Zaun hängt oder dem Chef des hiesigen Motorradclubs die Harley in die Krone eines Baumes bindet oder ein vor seiner Einfahrt parkendes Auto auf die Seite kippt, dann stehen die Beamten ja immer vor dem Problem, daß man für sowas keine Hundertschaft anfordert, sie aber mit zwei, vier oder sechs Leuten bei diesem Goliath nichts ausrichten könnten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, inzwischen sind auch die Leute vom Motorradclub alle weit über 50 und benehmen sich, wie sich so alte Männer auf Mopeds eben benehmen, es wagt sowieso keiner mehr mit seinem Auto im Umkreis von 100 Metern um Fuhsts Haus zu parken und den einen Gebührenfahnder oder Staubsaugervertreter im Jahr...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Trifft man den Fuhst in der Kneipe an der Ecke, wo man ihn jeden Abend um Punkt Sechs mit einem Glas Rum vorfinden kann, dann kommt man leicht mit ihm ins Gespräch.&lt;br /&gt;
Und dann... Ja dann ist man erstaunt, daß dieser Mann ein Philosoph und Denker ist, sich bei Schopenhauer ebenso auskennt wie bei Kafka, Goethe und Shakespeare. Keine klassische Oper ist ihm fremd und läuft in der Kneipe irgendein beliebiger Titel aus der weiten Welt der Rock- und Pop-Musik, kann der Fuhst auf Anhieb sagen, wer das wann gesungen hat und bei welchem Label es herausgekommen ist und wann das Ding wie lange auf welchem Platz der Hitparade gewesen ist.&lt;br /&gt;
Mathematische Aufgaben löst er im Kopf, auch die kompliziertesten und chemische Formeln kennt er wie kaum ein Zweiter.&lt;br /&gt;
Da ist man dann einerseits ob der puren Kraft und Größe erschlagen und kriegt dann auch noch den Mund nicht zu, weil das kein tumber Hinkelsteinverkäufer, sondern ein feinsinniger Denker ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem der langsamste Handwerker, seit der Erfindung des schnelltrocknenden Leims, Carlos Gastropoda für sechs Monate zwecks Pflege einer Angehörigen in seine Heimat gefahren ist und erst nach 18 Monaten wiederkam, hat der Fuhst bei uns im Haus auch die eine oder andere Wand durchgebrochen, einen Schacht nach Australien gegraben und die Erdachse gekrümmt.&lt;br /&gt;
Als Carlos dann aber wieder da war, wollte ich den Fuhst nicht einfach so wegschicken und als er mich dann fragte, ob er nicht gelegentlich als Aushilfsfahrer bei uns arbeiten könne, habe ich zugesagt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sind wir doch mal gespannt, wie der sich einfügt, oder?&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 18 Apr 2012 08:17:19 +0200</pubDate>
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    <title>Der Postbote, der Wal, der Hase und die Schildkröte</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Sandy und Antonia lieben sich ja. Wenn es hart auf hart kommt, halten die beiden zusammen wie Pech und Schwefel. Das hält sie aber andererseits nicht davon ab, sich zu &quot;fetzen&quot; wo immer es geht.&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, worum es ging, und ich will es auch gar nicht wissen, nur bekam ich mit, wie die beiden an meinem Büro vorbei gehen und Antonia zu Sandy sagt: &quot;Schlampe!&quot; und Sandy konterte: &quot;Fette Kuh!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Dann blieben die beiden vor dem großen Büro von Frau Büser stehen, also schräg gegenüber von meiner Bürotür und diskutierten das dem Streit wohl zu Grunde liegende Frauenthema aus.&lt;br /&gt;
Am Ende gab Antonia dann folgende, durchaus auch als witzige Bemerkung bekannte, Argumentationskette von sich:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, okay, dann bin ich eben fett. Aber Deine Methode ist auch Quatsch. Wenn nämlich Laufen oder Radfahren gesund wären, dann müsste unser Postbote unsterblich sein. Auch so ein Wal schwimmt den ganzen Tag, ißt bloß Fisch und trinkt viel Wasser. Und was ist das Ergebnis - er ist fett.&lt;br /&gt;
Und so ein Hase, der springt und hoppelt den ganzen Tag und lebt höchstens 15 Jahre. &lt;br /&gt;
Eine Schildkröte jedoch tut nichts und bewegt sich ganz langsam und ruht sich den ganzen Tag aus. Und? Siehste, die lebt 150 Jahre. Und jetzt willst Du mir erzählen, dass mir viel Bewegung gut tut?&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 16 Apr 2012 20:29:13 +0200</pubDate>
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    <title>Manni im Einsatz</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://bestatterweblog.de/uploads/diorama02.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1005 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;450&quot; height=&quot;264&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/diorama02sm.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 07 Apr 2012 17:28:10 +0200</pubDate>
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    <title>Geheimnisvolle Botschaft</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Geheimnisvolle-Botschaft/6488</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Oke kuhl bin mim kd. durch City chillen, S.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Nein, das ist keine geheimnisvolle Botschaft aus dem All, aufgefangen von einem Radioteleskop, sondern eine SMS, die ich von Sandy bekommen habe.&lt;br /&gt;
Die junge Frau, der ich ja so manche sprachliche Unzulänglichkeit verzeihe, weil sie viele Jahre ihres Lebens in den USA verbracht hat, will mir damit mitteilen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;blockquote&gt;Alles in Ordnung, bin mit dem Kundengespräch fertig, gehe jetzt noch in die Stadt und erhole mich etwas.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 02 Apr 2012 09:31:11 +0200</pubDate>
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    <title>Sackossi</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Sackossi/6474</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Ich hab nicht Sarkozy zu Dir gesagt, sondern Sackgesicht&quot;, sagt Sandy und Antonia antwortet:&lt;br /&gt;
&quot;Ach so, dann is&#039; ja gut; weil das andere wär&#039; &#039;ne Beleidigung gewesen.&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 27 Mar 2012 10:05:26 +0200</pubDate>
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    <title>Waidwund und feucht</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Waidwund-und-feucht/6465</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia läuft seit einigen Tagen mit dauerfeuchten Augen durchs Büro und lächelt dabei wie eine überreife Pomelo. Ihr Olaf ist zu ihr gezogen und das macht sie sehr glücklich.&lt;br /&gt;
Nun ist Olaf aber nicht der große Romantiker, der unbedingt mit Antonia zusammen wohnen möchte, sondern der Tunichtgut ist schlicht und ergreifend aus seiner Wohnung geflogen.&lt;br /&gt;
Seine Klamotten waren eines Tages &quot;völlig überraschend&quot; in einem Lager des Gerichtsvollzieher &quot;vorübergehend untergestellt&quot; und Olaf hatte keine Bleibe mehr.&lt;br /&gt;
&quot;Von heut&#039; auf morgen!&quot; quasi ohne Vorwarnung. Ja, okay, die paar Schreiben des Vermieters und die Umschläge vom Gerichtsvollzieher, wer liest sowas schon?&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Schon vorher hatten wir anderen Olaf als Schmarotzer und Parasit abgetan, wollten uns aber nicht in Antonias Angelegenheiten mischen. Mehr als ein paar freundliche Hinweise konnte man ihr auch nicht geben, sie will einfach nichts hören, schon gar nicht, wenn es eine unliebsame Wahrheit sein könnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Olaf arbeitet angeblich als Automechaniker. Gut, so eine richtig feste Stelle hat er nicht, aber er kann &quot;mal hier, mal da bei Kumpels die Autos machen&quot;. Sein Geld trägt er regelmäßig in Kunos Kneipe und man sieht ihn dort angeblich nur bei den Automaten stehen, wo er den dicken Maxe macht, der die Geräte mit Scheinen füttern kann.&lt;br /&gt;
Scheine, die er sich gerne auch mal kurz vor Feierabend hier direkt vor dem Bestattungshaus von Antonia geben lässt.&lt;br /&gt;
Ganz dringende Geschäfte machten es erforderlich, daß er eben mal &quot;einen Fuffi&quot; bräuchte, an sein Geld im Ausland komme er vor dem Ersten nicht dran.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy lakonisch: &quot;Seit wann kommt Hartz IV aus dem Ausland?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia wischt alle unsere Bedenken mit ein paar Puddingkrapfen weg. Ich ahne, daß sie genau weiß, was das für einer ist, aber sie verschließt ihre Augen, weil sich endlich jemand gefunden hat, der liebevoll &quot;mein Knödel&quot; zu ihr sagt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der ist ja so romantisch! Da hat er sich ohne mein Wissen &#039;nen Zwanziger aus meiner Kaffeedose genommen und mir sooooo eine schöne rote Nelke davon gekauft!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dauerfeucht, also jetzt in den Augen, ist Antonia, weil sie schwanger geht; nicht mit einem Kinde -Gott sei es gedankt- sondern mit dem Gedanken, Olaf zu heiraten.&lt;br /&gt;
Nur wartet sie eben auf Amors Eingebung an ihren Liebsten, damit er ihr endlich einen Antrag macht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was Sie sich denn zu ihrem Geburtstag wünsche, hat er sie neulich gefragt und sie hat mit waidwundem Blick geantwortet: &quot;In Kleid, das man sich nur einmal im Leben kauft!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Olaf hat das sofort richtig verstanden.&lt;br /&gt;
Er ist zu Sandy ins Büro gegangen und hat sie unter dem Schwiegel der Versiegenheit nach den Preisen für ein Totenhemd gefragt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich glaube, wir müssen uns mit dem Kerlchen was einfallen lassen...&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 20 Mar 2012 21:45:50 +0100</pubDate>
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    <title>Alufolie</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Alufolie/6425</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Frau Eisenbichler war wieder da.&lt;br /&gt;
Frau Eisenbichler wohnt in der Nachbarschaft und hatte sich vor Jahren mal bei uns erkundigt, ob wir nicht die eine oder andere Arbeit für sie hätten, ihre kleine Rente treibe sie in den Erwerbsprozess zurück.&lt;br /&gt;
So kam es, daß die sehr seriös wirkende Dame mit dem eleganten grauen Stufenhaarschnitt für uns Kondolenzbücher ausgelegt hat, Trauerhallen dekorierte und Angehörige bei Aufbahrungen auf den Friedhöfen begleitete. Alles immer sehr souverän und würdevoll.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis eines Tages... Ja, bis eines Tages Frau Eisenbichlers beste Freundin Trudhilde Fickler (keine Erfindung, die hieß wirklich so ähnlich) sich einer Tempelsekte angeschlossen hat. Es sei das eine esoterische Loge, die die Weisheit nicht nur mit Löffeln gefressen, sondern zum Wohle der Menschheit quasi wieder ausgeschissen habe.&lt;br /&gt;
Der feinstoffliche Bereich spielte forthin auch in den Überlegungen und Reden der Frau Eisenbichler eine entscheidende Rolle und immer dann, wenn sie mit ihren Überzeugungsversuchen in einer argumentativen Sackgasse landete, musste der feinstoffliche Bereich als Pseudo-Erklärung her halten.&lt;br /&gt;
Davon verstünden wir nichts, das sei eben feinstofflich und wir seien eben grobstofflich veranlagte Wesen, die noch auf Ewigkeit auf das Rad von Geburt und Wiedergeburt geflochten seien.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Trudhilde Fickler ist inzwischen in dieser Loge sogar zur Türwächterin aufgestiegen, was nichts mit dem gemeinen Türsteher vor Diskotheken zu tun hat, sondern eine sehr weihevolle Aufgabe bei der Ausübung der allwöchentlichen Zeremonien sein soll.&lt;br /&gt;
Und als solche Türwächertin obliegt es Frau Fickler auch, ihre Freundin Eisenbichler und alle Menschen, die mit Frau Eisenbichler zu tun haben, in gewisser Weise zu observieren.&lt;br /&gt;
Vermutlich soll sie überwachen, ob die Eisenbichlerin auch wirklich streng nach den Regeln der Loge lebt, also kein Fleisch mehr isst, ihre Mikrowelle und den Fernseher entsorgt hat und nur noch Osmosewasser trinkt.&lt;br /&gt;
Außerdem soll sie sich von den bösen Einflüssen der im Grobstofflichen Verharrenden fern halten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alles gut und schön, meinetwegen können die sich ja auch Frikadellen ans Knie nageln, so lange ich dafür nichts bezahlen muss und die von mir nicht verlangen, daß ich das auch mache.&lt;br /&gt;
Aber wir bekommen Beschwerden.&lt;br /&gt;
Frau Eisenbichler hat Reklametraktate in die Kondolenzbücher gelegt und versucht auf Beerdigungen die Leute zu ihren Logensitzungen einzuladen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das geht nicht.&lt;br /&gt;
Das möchte ich nicht. &lt;br /&gt;
Aber das kann Frau Eisenbichler nicht verstehen.&lt;br /&gt;
Hinzu kommt, daß Frau Eisenbichler in diesen zwei Jahren, seit sie zu der Loge gehört, komisch geworden ist. Sie ist fahrig, unkonzentriert und auch körperlich hat sie sich verändert. Sie geht verdreht und gekrümmt und ihr Arzt hat Osteoporose diagnostiziert. Dem glaubt sie aber nicht mehr, sondern geht zu einer Heilbeterin in den Schwarzwald.&lt;br /&gt;
Das heißt, sie geht da nicht wirklich hin, sondern sendet Fotos von sich ein und bekommt dann einen durch Pendeln ermittelten Heilvorschlag, der auf der Verwendung von Tropfen aus dem Bereich der Bachblüten basiert.&lt;br /&gt;
Chemie kommt in sie nicht mehr rein.&lt;br /&gt;
Ich meine ja, daß der dauernde Genuss von destilliertem und Osmosewasser dem Körper wichtige Mineralien entziehen kann und ihre Körperverkrümmung eventuell ja auch da herrühren könne.&lt;br /&gt;
Aber von so etwas will Frau Eisenbichler nichts wissen, sondern legt sich neuerdings Alufolie in ihre mittelbraune Strickmütze, weil wir ja alles Handys und Computer haben und die sie Strahlung 10 cm neben dem rechten Ohr und 3 cm unterhalb des Kinns spüren kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Schlimme aber ist, daß Frau Eisenbichler sich seit Monaten einer gewissen körperlichen Reinigung unterzieht, jetzt mal mehr innerlich...&lt;br /&gt;
Dazu trinkt sie Unmengen Spargelwasser und einen Sud aus schwedischen Kräutern, der jedes normale Geschäft in ein Großereignis verwandelt. Und wenn sie mal einen Tag nicht geschissen hat, wie eine ganze Herde laktoseintoleranter Kälber, dann fühlt sich Frau Eisenbichler aufgebläht, krank und muß zu uns kommen um uns ihr Leid zu klagen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Spargel- und Kräuterkur, in Verbindung mit einem gewissen, höhlengereiften Schwarzkäse führt dazu, daß die Frau aus den Poren riecht wie ein Gnorkelfliets. Fürchterlich!&lt;br /&gt;
Man könnte auch ein Schollenfilet sechs Wochen in die Sommerhitze legen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abgesehen davon, daß die Frau uns allen furchtbar auf die Nerven geht, weil sie in allem und jedem einen Auswuchs der Weltverschwörung sieht und sie ausserdem auch noch missionarisch ist, haben wir Frau Eisenbichler eigentlich alle ganz doll lieb.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie war immer eine tolle, nette und zuverlässige Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
Aber jetzt?&lt;br /&gt;
Mir ist und war es immer schon wichtig, daß jeder seine religiösen oder sonstigen Vorstellungen ausleben kann. Das ist der jeweilige Mensch. Ich biete ihm nur die Arbeit um Mensch sein zu können. Deshalb bin ich der Meinung, daß die Arbeit nicht immer und unbedingt verlangen kann, dass der Mensch sie verbiegt, verleugnet und anpasst.&lt;br /&gt;
Aber auch das hat natürlich seine Grenzen, denn die Freiheit des Einzelnen endet immer da, wo die Freiheit des anderen anfängt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe x-mal mit ihr gesprochen, doch alle Versuche, da den letzten Funken Vernunft irgendwie zu entflammen, sind im Sande verlaufen.&lt;br /&gt;
Ich bekomme irgendwelches Atlantis- oder Pyramidengeschwurbel zur Antwort und dann holt sie eine kleine Phiole mit einer grünlichen Flüssigkeit aus der Manteltasche, tropft davon etwas auf die Handfläche und pustet es dann in alle vier Himmelsrichtungen, wobei sie vermutlich in Altaramäisch rezitiert...&lt;br /&gt;
Leider wird sie gehen müssen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 06 Mar 2012 07:56:35 +0100</pubDate>
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    <title>Muntere Forellen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Muntere-Forellen/6411</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Meine Schwiegermutter drückte mir vor geraumer Zeit Lachsölkapseln in die Hand. &quot;Da, die Packung kannst Du haben, ich vertrag&#039; die nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach so, und ich soll jetzt dran verrecken, oder was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sei doch nicht so undankbar, da sind Omega3-Dings drin und das ist gut.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, aber Du verträgst sie nicht und ich soll sie jetzt schlucken. Was, wenn ich sie auch nicht vertrage?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann schenkst Du sie halt jemandem, den Du nicht leiden kannst.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, soll das jetzt heißen, daß Du mich nicht leiden kannst?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, um Himmels Willen, so habe ich das nicht gemeint. Es könnte ja sein, daß Du sie verträgst und gesund sind die Dinger allemal.&quot; Okay, ich habe die Kapseln mitgenommen und im Beipackzettel wahre Wunder gelesen, die diese Kapseln, so man sie denn regelmäßig einnimmt, bewirken sollen.&lt;br /&gt;
Besonders der Punkt mit dem üppigen Haarwuchs hat mich dann doch dazu veranlasst, sie einzunehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich weiß jetzt nicht, ob es an diesen Kapseln liegt, aber nach zwei Wochen der Einnahme sagte die Gemüsefrau eines Morgens zu mir: &quot;Mensch, haben Sie was mit Ihren Haaren gemacht, Sie sehen heute so anders aus, so jugendlich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hm, das gab mir zu denken und ganz durch Zufall kam ich auf dem Heimweg an dem vier Kilometer entfernten Drogeriemarkt vorbei und konnte dort einem sagenhaften Sonderangebot an günstigen Omega3-Fischölkapseln nicht widerstehen. Wenn man 600 Kapseln kauft, machen die einem 14 Treuesternchen auf eine Sammelkarte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Tochter war die Erste, die mich auf einen allerdings dann doch bedenklich stimmenden Umstand aufmerksam machte. Zwar seien meine Haare jetzt wirklich toll und auch meine Augen hätten neuen Glanz, aber ich stinke aus dem Mund wie der Hamburger Fischhafen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine kurz vor Mund und Nase gehaltene hohle Hand überzeugte mich davon, daß ich tatsächlich, vor allem nach leichtem Aufstoßen, roch wie toter Aal, der sechs Wochen in der Kiste gegammelt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nee, dann doch lieber eine Tendenz zur Glatze. Der Dalai Lama hat wenig Haare, Buddha hatte gar keine und Meister Propper ist der Freund aller Hausfrauen. Für was braucht Mann Haare?&lt;br /&gt;
Lieber nicht nach Makrele riechen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was aber tut man mit so vielen Omega3-Kapseln, die nicht schädlich sind, schönes Haar machen, einem bei dauernder Einnahme aber den Atem von Meeresgott Poseidon verleihen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man packt sie in neutrale Medizinflaschen, macht aus Paracetamol, Ibuprofen und Acetylsalycilsäure den neu erfunden Namen &quot;Parasaliiubuxetan&quot; und stellt das Fläschchen in die Schreibtischschublade.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:958 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;180&quot; height=&quot;134&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/parasaliibuxetan.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Büro ist es nämlich so, daß immer irgendwer unpässlich ist. Antonia zwackt 32 Tage im Monat ein heftiges Darmleiden, Sandy hat empfindliche Eierstöcke und Frau Büser leidet schon altersbedingt an 46 verschiedenen heftigen Büroleiden.&lt;br /&gt;
Manni hat sowieso Rücken und meine Kinder leiden an diversen Arbeitsfluchterkrankungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und jeder kommt mit seinen Wehwehchen zu mir, nur weil ich mal eine Universität besucht habe, und meint, ich müsse auf Anhieb wissen, was man so gerade hat und wie man das gerade so behandelt.&lt;br /&gt;
Sie alle wollen immer irgendein Medikament. Sei es Aspirin oder sonst was.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neuderings wiege ich immer bedenklich den Kopf, sage &quot;Au wei, au wei&quot; und lege die Aspirin oder Ibuprofen wieder in die Schublade, hole die Flasche mit &quot;Parasaliibuxetan&quot; hervor und sage zu allererst: &quot;Aber nicht den anderen sagen, das ist was Besonderes!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;99% aller Krankheiten gehen mit Fischöl weg, ehrlich!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, die riechen jetzt alle manchmal, aber was ist schlimmer, Fehltage wegen Krankheit oder so ein paar muntere Forellen?&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 28 Feb 2012 18:51:27 +0100</pubDate>
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    <title>Ächzende Beine</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia ist sauer, weil Bäcker Linnemann die Produktion der puddinggefüllten Berliner eingestellt hat und jetzt in den Berlinern nur noch Marmelade drin ist. Sandy schmollt, weil der 45jährige Manager aus der Energiewirtschaft, den sie gestern Abend kennengelernt hat, nicht mit ihr nach Katmandu durchbrennen wollte und Frau Büser hat Rücken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni und ich leiden auch ein wenig, ein bißchen Rücken haben wir, aber wir haben auch noch Knie.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor einigen Wochen hatte ich neue Stühle für die Trauerhalle bestellt und nicht bedacht, daß die nur teilmontiert geliefert werden.&lt;br /&gt;
25 Kartons mit je vier Stühlen... &quot;Ach, Chef, ist doch kein problem, wir machen das eben zusammen. Die paar Schrauben...&quot;, hat Manni gesagt und mit dem Akkuschrauber Bssssst gemacht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, es sind nur vier Teile pro Stuhl. Das Rückenteil mit Beinen, die Sitzfläche und je zwei Vorderbeine. Bloß soll man das alles mit 9 Schrauben zusammenschrauben und dann soll sich jemand auf den Stuhl setzen, während ein anderer die Schrauben unterm Stuhl ganz fest anzieht. Das stellt sicher, dass die Beine gerade sind und der Stuhl stabil wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia und Sandy helfen uns, sie machen die Sitzgewichte.&lt;br /&gt;
Ich habe Antonia...&lt;br /&gt;
Das heißt, ein deutlich übergewichtiger und an die einsneunzig großer Mann kriecht auf allen Vieren zwischen den unter einer noch viel übergewichtigeren Frau verborgenen Stuhlbeinen herum um Schrauben anzuziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Chef, stellen Sie sich doch nicht so an&quot;, tönt Manni und grinst über das ganze Gesicht.&lt;br /&gt;
Ja, über ihm thront Sandy, die heute einen Rock an hat, der anderswo als schmaler Gürtel durchgehen würde...&lt;br /&gt;
Er mag gar nicht unter dem Stuhl wieder hervorkommen, bitte Sandy immer aufzustehen und ihm ein Werkzeug zu holen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Chef, noch&#039;n Berliner?&quot; kommt es von oberhalb meines Stuhls und ich hoffe, daß Antonia endlich aufhört zu essen, die Stuhlbeine ächzen und ich liege drunter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich brauch&#039; kein Fasching, ich hab das jeden Tag.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 24 Feb 2012 16:47:05 +0100</pubDate>
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    <title>Ab zum Arzt!</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Ab-zum-Arzt!/6339</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia empfängt Angehörige, die im Aufbahrungsraum einen Verstorbenen besuchen und von ihm Abschied nehmen möchten. Sandy hat den Raum mit besonders viel Liebe dekoriert. Viele Stoffbahnen fließen vom Sarg bis auf den Boden, Korbkugeln und Kerzen runden das Bild ab.&lt;br /&gt;
Die Familie ist sehr ergriffen und hält sich lange am Sarg auf. Immer mal wieder kommt ein Familienmitglied in die Halle, um etwas Abstand zu gewinnen, seine Gefühle in den Griff zu bekommen und etwas von dem Kaffee zu nehmen, den Antonia dort nebst etwas Gebäck anbietet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich komme gerade aus der Trauerhalle und sehe die Schwiegertochter des Verstorbenen bei Antonia stehen, begrüße die beiden kurz und stecke dann auf der Tafel neben der Tür zur Trauerhalle den Namen des Verstorbenen, für den wir die nächste Trauerfeier dort abhalten werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dabei werde ich Zeuge folgenden Dialoges: Die Kundin: &quot;Das Gebäck ist aber sehr lecker.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia: &quot;Ist ja auch vom Bäcker Schuckert.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kundin: &quot;Ja, der Schuckert, der macht gute Sachen, nur die Brötchen die kaufen wir lieber beim Krupfinger.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia: &quot;Da haben Sie aber auch Recht, die sind beim Krupfinger auch viel besser. Aber beim Schuckert gibt es die besseren Kuchenteilchen und vor allem seine Schinken-Käse-Zungen, die sind ganz besonders gut.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kundin: &quot;Wirklich? Na ja, die kenne ich jetzt nicht, ich bin ja Vegetarierin, müssen Sie wissen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia:&quot;Ach Herrje, das ist ja schade! Und? Waren Sie deswegen schonmal in Behandlung?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und da soll man als Inhaber eines mittleren Bestattungsunternehmens Würde bewahren und nicht laut los prusten?&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 25 Jan 2012 09:17:29 +0100</pubDate>
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    <title>Im Dschungel untergegangen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Im-Dschungel-untergegangen/6336</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Nein, Antonia, es ist nicht Costa Cordalis, der vor der italienischen Küste gestrandet ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weiß ich auch, Frau Büser, ich weiß, daß das ein Schiff ist. Sie wollen mich bloß wieder als blöd hinstellen. Aber dieses Mal weiß ich, daß das nur ein Schiff ist, das zufällig so heißt wie der griechische Sänger.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann ist ja gut.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der Cordalis, also der Sänger jetzt, der ist doch schon untergegangen. Wie soll man das auch sonst nennen, der ist alt geworden, sieht scheiße aus, verkauft kaum noch Platten und war schon im Dschungelcamp. Ich meine, der ist doch nun wirklich tief genug gesunken.&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 20 Jan 2012 07:25:31 +0100</pubDate>
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    <title>Sandy</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Frau Büser schickt mir eine Notiz auf den Bildschirm, daß gleich die Reuters kommen, ein neuer Sterbefall.&lt;br /&gt;
Ich habe keine Zeit und will Sandy mit der Beratung beauftragen.&lt;br /&gt;
Ich finde die Amerikanerin unter ihrem Schreibtisch. Es ragen nur die langen, schwarzen, nietenbesetzten Stiefel mit den unglaublich dicken Sohlen und Absätzen unter dem Tisch hervor.&lt;br /&gt;
Also greife ich sie bei den Fesseln und ziehe die Göre unter ihrem Schreibtisch hervor.&lt;br /&gt;
Sie zappelt und protestiert. Sie habe was im Landesbestattungsgesetz nachschlagen wollen und das Buch sei ihr vor mehreren Wochen hinten vom Schreibtisch runter gefallen und deshalb müsse sie immer mit der Taschenlampe untern Tisch kriechen, da könne sie sich sowieso besser konzentrieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf ihren Stiefeln ist sie einen halben Kopf größer als ich und das will was heißen...&lt;br /&gt;
 Sie trägt schwarze Strümpfe mit einem Muster, das aussieht wie Spinnweben. Der Lederrock ist etwas kurz, dafür könnte man aus dem Gürtel fast einen Mantel schneidern, aber vielleicht ist der Rock eigentlich der Gürtel...&lt;br /&gt;
Das schwarze T-Shirt hat vorne drauf einen großen gelben Smiley mit Adolf-Frisur und Adolf-Bärtchen.&lt;br /&gt;
Seit etwa anderthalb Jahren hat Sandy schwarze Haare, das gibt ihrer recht hellen Haut noch mehr Blässe. Sie ist nicht besonders geschminkt, zumindest nicht so, daß es mir auffallen würde.&lt;br /&gt;
An jeden Finger trägt sie einen Ring und die vielen schmalen Silberkettchen an ihrem linken Handgelenk lassen mich darüber nachdenken, wie sie überhaupt noch in der Lage ist den Arm zu heben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gleich kommt die Familie Reuters und ich möchte, daß Du die Beratung machst&quot;, sage ich und Sandy bläst statt einer Antwort ihren Kaufgummi zu einer Riesenblase. &quot;Mmmm&quot;, macht sie und ich nehme an, daß das ein zustimmender Laut ist. Bei Hinausgehen sehe ich, wie sie ihr T-Shirt über den Kopf streift, sie wird sich also in ihre Kundenkluft werfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist auch so eine Sache, die ich nie verstehen werde. Wann immer ich mit einer Frau irgendwohin wollte, ich musste ewig darauf warten, bis sie sich in ihre Kleidung gequält hatte. Merkwürdigerweise muss aber nur der Anlass stimmen und das Anziehen klappt innerhalb von Sekundenbruchteilen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich komme gerade in der Halle an, als die Reuters eintreffen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tja, und die stehen da in Lack, Leder und Nieten. Der eine Junge von denen hat so eine Art rosa Hahnenkamm auf dem Kopf und muss mal einen schrecklichen Unfall gehabt haben, jedenfalls wird sein kaugummikauendes Gesicht von Dutzenden von Nieten, Klammern und Metallringen zusammengehalten. Wahrscheinlich fallen die Augenbrauen sofort ab, wenn man da diese Stifte rausmacht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und so ähnlich wie der Junge sieht die ganze Familie aus, die aus Tochter, Mutter und Vater besteht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hinter mir höre ich am Ende des Ganges Sandy kommen, drehe mich kurz um und sehe, daß sie nur ein paar Augenblicke gebraucht hat, um in einer schwarzen langen Hose, einer weißen Bluse und einer hellgrauen Jacke zu erscheinen.&lt;br /&gt;
Hinter meinem Rücken gebe ich ihr ein Zeichen und begleite die Reuters in eines der Beratungszimmer. Dann gehe ich zu Sandy und sage: &quot;Ich glaube, es ist besser, wenn Du wieder das anziehst, was Du vorher an hattest.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber Chef, Du sagt doch immer, ich soll so nicht vor den Kunden herumlaufen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, aber die scheinen auf sowas zu stehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du hast aber mal gesagt, daß wir immer seriös und sorgfältig gekleidet sein sollen, selbst wenn die Kunden sehr locker daher kommen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber bei denen ist das etwas anderes. Ich habe das Gefühl, daß die sich mit Dir sehr wohlfühlen werden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also gut, kein Problem.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und was soll ich sagen? Die Familie Reuters, die ihre Oma bestatten ließ, war hoch zufrieden mit Sandy, mit der Beratung und des gesamten Abwicklung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich finde ja, man soll sich nicht verkleiden und verbiegen, wenn man Kunden gegenüber steht.&lt;br /&gt;
Manchmal muss man einfach aus Gründen des guten Eindrucks gewisse Kompromisse eingehen, aber wenn man das Glück hat, &quot;echt&quot; auftreten zu können, ist vieles doch wieder einfacher.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 15 Jan 2012 11:23:00 +0100</pubDate>
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    <title>Ist Antonia eigentlich doof?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Ist-Antonia-eigentlich-doof/6324</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Manche Leser fragten das per Mail und in den Kommentaren.&lt;br /&gt;
Nein, natürlich nicht; ich würde sie sonst nicht beschäftigen. Antonia leistet zuverlässig eine hervorragende Arbeit und ist vor allem bei Dingen, die andere langweilig und nervig finden würden, sehr geduldig und genau.&lt;br /&gt;
Man kann nicht für jede Arbeit einen dynamischen, redegewandten und akademisch denkenden Mitarbeiter gebrauchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei Antonia ist das eher so, daß sie ihr Herz auf der Zunge trägt und oft in völlig naivem Ton Sachen sagt und Fragen stellt, die -wenn sie nur eine Sekunde länger überlegt hätte- selbst von ihr nicht so gesagt oder gefragt worden wären.&lt;br /&gt;
Sandy, Frau Büser und Antonia nehmen ja halbwegs die selbe Wirklichkeit wahr und oft machen alle drei im ersten Moment den selben Denkfehler, jedoch bemerken Sandy und die Büserin zumeist sofort, daß da ja nach gesundem Menschenverstand etwas nicht stimmen kann, korrigieren ihre Sichtweise und umschiffen so die Fettnäpfchen, in die unser Brillenpummel so richtig mit Anlauf hineinhüpft.&lt;br /&gt;
 Was ich in den Geschichten um Antonia oft weglasse, ist die kurz darauf erfolgende Erkenntnis, soeben Blödsinn gesagt zu haben und das Selbstkorrigieren im zweiten Satz usw.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neulich ging es in einer Zeitungsmeldung um Wehrmachtspanzer. Antonia liest versehentlich &quot;Weihnachtspanzer&quot; und beginnt laut darüber nachzudenken, was der Weihnachtsmann wohl mit einem Panzer machen könnte.&lt;br /&gt;
Ihr Fazit: &quot;Na, vielleicht ist das mit den Rentieren ja auch nicht mehr zeitgemäß. So ein Panzer kommt wenigstens durch den hohen Schnee am Nordpol. Aber wie fliegt so ein Panzer?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis hierhin eine der absolut typischen Antonia-Geschichten, die ich auch genau bis hierhin erzählen würde, denn ab da liegen die anderen meist schon lachend auf dem Rücken.&lt;br /&gt;
Weiter ging es aber so:&lt;br /&gt;
Antonia grinst, sie hat ihren Fehler gemerkt, nochmals richtig hingeschaut und gesehen, daß es Wehrmachtspanzer heißt. Sie sagt dann: &quot;Ach nee, ist ja Blödsinn, aber in letzter Zeit lese ich ständig so einen Mist.&quot;&lt;br /&gt;
Damit ist die Situation wieder gerade gerückt, denn es passiert uns allen ja mal, daß wir irgendetwas falsch lesen.&lt;br /&gt;
Meine Frau schrieb neulich tatsächlich einen Brief an die Adresse &quot;Ferdinand Lasagne Straße&quot; statt an die &quot;Ferdinand Lassalle Str.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man könnte in Bezug auf Antonia auch sagen, daß sie einfach so viel Selbstbewusstsein hat, dass sie es sich traut, immer gleich den ersten Gedanken auszusprechen. Jedenfalls lacht sie herzerfrischend über ihre Wiedergabe hier im Weblog und behauptet immer wieder: &quot;Ach was, das war ich gar nicht, damals war ich halt noch jung und unerfahren.&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:58:44 +0100</pubDate>
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    <title>Was? Wie?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Was-Wie/6323</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Der Sarglieferant hat schöne Kalender überreicht und diese Kalender werden von Bürodame Frau Büser gerecht unter den Mitarbeitern verteilt.&lt;br /&gt;
Antonia schaut ihr Exemplar sorgfältig durch, ich nehme an, sie schaut nach, ob auch alle Tage drin sind.&lt;br /&gt;
Auf einmal sagt sie: &quot;Ich bin ja froh, wenn am 25. März die Sommerzeit wieder kommt.&quot;&lt;br /&gt;
Sandy zuckt nur mit den Schultern und sagt: &quot;Mir ist das egal, eigentlich find&#039; ich die ganze Umstellerei ja blöd.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, nee, nee&quot;, sagt Antonia empört: &quot;In der Winterzeit drehen wir die Uhr ja eine Stunde zurück, haben also eine Stunde mehr pro Tag. Das finde ich insgesamt sehr ungerecht, oder bekommst Du etwa mehr Geld vom Chef, wenn wir eine Stunde länger arbeiten müssen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy: &quot;Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas?&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 11 Jan 2012 19:27:26 +0100</pubDate>
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    <title>Neuseefundländer</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Neuseefundlaender/6313</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia sagte neulich: &quot;Mensch Chef, als ich bei den Leuten war, habe ich voll Schiss gehabt, die hatten so einen Hund, so einen ganz großen, so einen Neuseeländer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Antonia, der heißt Neufundländer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hey, woher wissen Sie das? Der war wirklich gefunden worden, die hatten den aus dem Tierheim.&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 08 Jan 2012 18:24:41 +0100</pubDate>
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    <title>Der Nebel war schuld</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-Nebel-war-schuld/6299</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Und, alle gut ins neue Jahr gekommen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Chef, alle bis auf Antonia&quot;, sagt Frau Büser und ich mache daraufhin ein fragendes Gesicht. Frau Büser nickt nur in die Richtung von Antonias Büro und ich will mich gerade dorthin begeben, da kommt Antonia auch schon den Gang runter und ich sehe an der Art wie sie läuft, daß irgendetwas nicht stimmt.&lt;br /&gt;
Nun läuft Antonia auch sonst nicht gerade mit der Grazie einer Elfe, aber heute sieht das dann doch eher aus, als würde sie Taucherflossen tragen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist denn mit Dir los?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schlechter Empfang!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, schlechter Empfang.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und deshalb muss man so laufen?&quot; &quot;Nee, also mein Bruder und seine Frau hatten mich ja an Silvester eingeladen und da bin ich ja dann auch bei denen gewesen. Um zwölf hat mein Bruder dann angefangen zu knallen und ich wollte unsere Mutter anrufen und ein frohes neues Jahr wünschen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, und dann ging das nicht. Ich habe kein Netz bekommen. Das liegt nämlich an dem ganzen Nebel, müssen Sie wissen, Chef.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was liegt an welchem Nebel?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das mit dem Netz.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wenn die da so knallen, dann entsteht doch dieser Nebel, schwarzer Nebel vom Schwarzpulver und weißer Nebel vom Weißpulver.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weißer Nebel vom Weißpulver? Das ist ja mal ganz was Neues. Ich glaube Du solltest Deine Erfahrungen bezüglich der Herstellung von weißem oder schwarzem Rauch mal mit den Kardinälen der katholischen Kirche teilen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Häh?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Is&#039; egal, erzähl weiter!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja also, da war also dieser viele Nebel in der Luft und da kommen meine Handystrahlen nicht durch. Das ist in der Silvesternacht immer so bei mir, ich krieg dann kein Netz, das liegt am Nebel.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann habe ich das Handy hochgehoben und Netz gesucht, so bin ich dann durchs Haus, da war aber kein Netz und dann bin ich raus auf die Straße, so mit hochgehaltenem Handy und habe immer aufs Display geguckt, wieviel Striche da jetzt sind.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, weiter?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und so nach oben guckend bin ich dann auf der Straße auf und ab, weil ich doch meine Mutter anrufen wollte; und mein Bruder hat gerade die Super Silberfontäne angezündet, die ist ganz doll, da sprüht oben so silbriges Feuer raus, so wie bei &#039;ner Wunderkerze, lauter so Funken, aber in Silber; und gerade als ich Netz hatte, da ging das Ding los und sprühte und ausgerechnet da hatte ich mir gerade etwas gebückt und war, na wie soll ich sagen, also mit dem Hintern so in der Nähe von den Silberfunken...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Och, mit nem Sitzring geht&#039;s aber!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 02 Jan 2012 08:10:18 +0100</pubDate>
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    <title>Weihnachtsmarkt</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Weihnachtsmarkt/6265</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die Damen hippeln so von einem Bein aufs andere und gucken immer mal wieder fragend in mein Büro.&lt;br /&gt;
Ja, ich weiß, die Frauen wollen noch auf den anderen Weihnachtsmarkt und haben Langeweile im Büro.&lt;br /&gt;
So ist das eben im Bestattungswesen: Manchmal hast Du alle Kisten voll zu tun und dann ist auf einmal wieder Sterbepause und es kommt und kommt kein Auftrag rein.&lt;br /&gt;
Natürlich bin ich ein netter Chef, weil ich eben nicht als Chef auf die Welt gekommen bin und immer versuche, meine Leute so zu behandeln, wie ich selbst als Angestellter gerne behandelt würde.&lt;br /&gt;
Also winke ich die Büserin herein und sage um 15 Uhr die magischen Chefworte: &quot;Wenn bei Euch nix mehr zu tun ist, dann könnt Ihr meinetwegen abhauen.&quot; Ich bekomme einen dicken Schmatzer von Sandy auf die Wange, Antonia verspricht, mir einen Paradiesapfel mitzubringen und Frau Büser winkt noch einmal herzlich aus dem Kondensstreifen, den die abzischenden Grazien hinterlassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schließe die Augen und genieße die Ruhe, es ist so schön ohne Frauen...&lt;br /&gt;
Ich meine das jetzt nicht grundsätzlich, eher so momentan.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tja... Kaum sind&#039;se weg, schlendert, wie durch Zufall, Manni herein und drückt sich mit Nichtigkeiten herum.&lt;br /&gt;
Das ist das Einfordern von Gerechtigkeit auf die subtile Art meiner Männer in der technischen Abteilung.&lt;br /&gt;
Ganz beiläufig sage ich zu ihm: &quot;Wenn unten alles erledigt ist, könntet Ihr eigentlich Schluss machen für heute.&quot;&lt;br /&gt;
Er reckt den Daumen und grinst dankbar und anhand des 20 Sekunden später ertönenden Geräusches des elektrischen Rolltores unserer Tiefgarage höre ich, daß man unten wohl auch schon auf gepackten Koffern gesessen hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So... denkste...&lt;br /&gt;
Kaum sind alle ausgeflogen, rufen innerhalb von zehn Minuten zwei Familien an. Die einen haben einen toten Opa, der noch heute aus dem Krankenhaus geholt werden muss und die anderen haben eine tote Oma, die zu Hause liegt.&lt;br /&gt;
Okay... na gut... ich habe es nicht anders gewollt.&lt;br /&gt;
Den Opa kann ich alleine holen. Im St.Martin-Krankenhaus ist immer ein Pfleger, der einem den Keller aufschließt und der mir beim Einladen hilft.&lt;br /&gt;
Aber was mache ich mit der Oma?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich beschließe, dort erst einmal alleine hinzufahren, nehme aber den Bestattungswagen. Da kann ich erst mal schauen und im Zweifelsfall sage ich, daß wir erst die Beratung machen und lasse dann doch einen der Fahrer zum Helfen anrücken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch es kommt ganz anders. Als ich an dem kleinen Siedlungshaus ankomme und alleine aussteige, ist sofort der Neffe der Verstorbenen bei mir, weicht mir nicht von der Seite und fragt noch nicht einmal, ob er helfen soll, sondern er tut das einfach, so als ob das selbstverständlich sei...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin fertig dort, verabschiede mich und will schon fahren, da drehe ich mich noch einmal um und erkundige mich bei dem Neffen, ob er so etwas früher schon einmal gemacht habe. Nein, er habe keinerlei Erfahrungen in der Branche, er sei arbeitslos.&lt;br /&gt;
Ich habe ihm meine Karte gegeben, er soll sich mal melden.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 15 Dec 2011 23:50:39 +0100</pubDate>
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    <title>Rote Augen</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Ja nee, da müssen die durch.&lt;br /&gt;
Ich meine, ich bin ja brav zu Hause geblieben und habe mit der Tochter erst einen Film angeschaut und dann noch eine Stunde auf der wii Bowling gespielt.&lt;br /&gt;
Was kann ich dafür, daß sich meine ganzen Hühner gestern auf dem Weihnachtsmarkt &quot;verplaudert&quot; haben? Meine Frau, Frau Büser, Sandy, Antonia und Auszubildende Nadine hatten sich nach Feierabend gemeinsam auf den Weg gemacht, um auf dem Weihnachtsmarkt die üblichen Rumsteherle und Staubfänger zu kaufen, zum Beispiel Rauschegoldengel und so&#039;n Zeug.&lt;br /&gt;
Dummerweise hat ihnen ein Glühweinstand einen Strich durch die Rechnung gemacht und irgendwann muss es ihnen dann auch zu kalt geworden sein, weil sie dann nämlich so ab 21 Uhr in einer Kneipe eingekehrt sind, um die müden, kalten Füße zu wärmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So gegen ein Uhr hat Frau Büser, die meistens nichts trinkt, dann meine Frau und Sandy hier abgeliefert.&lt;br /&gt;
Sagen wir es mal so, meine Frau artikulierte noch und Sandy habe ich unten in der Halle auf die Couch gepackt.&lt;br /&gt;
Als kleine Morgengabe habe ich direkt neben Sandy diese doofe Plastikmoschee aufgebaut, in der ein Wecker eingebaut ist und die zur eingestellten Zeit einen Muezzin ertönen lässt. (Das Ding hat sie selbst mir mal geschenkt!)&lt;br /&gt;
Irgendwie muss ich aus Versehen 2 Uhr morgens als Weckzeit eingestellt haben und natürlich war Sandy nächtens nicht in der Lage, den Wecker, sprich den orientalischen Kreischer, abzustellen, sodass der alle zwanzig Minuten in ihre Ohren gekräht hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rote Augen wohin ich schaue heute Morgen. Sie sind auch sehr einsilbig und &lt;del&gt;erstaunlich&lt;/del&gt; &lt;em&gt;erfreulich&lt;/em&gt; ruhig, meine Damen.&lt;br /&gt;
Nur Sandy flucht über den &quot;Scheiß, den sie geträumt hat&quot;, sie sei eine Haremsdame am Hofe vom Sultan gewesen und immer, wenn es spannend geworden wäre im Traum, da habe der Muezzin alle tollen Typen zum Gebet gerufen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 06 Dec 2011 09:52:48 +0100</pubDate>
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    <title>Manni und die Abrechnung</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Manni-und-die-Abrechnung/6246</link>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Manni wohnt mit seiner Familie zur Miete und soviel ich weiß, muss er auch nicht besonders viel Miete bezahlen, da er seinem Hausbesitzer die eine oder andere Malerarbeit in dessen umfangreichen Immobilienbesitz erledigt. Dafür ist Manni bei ihm als nebenberuflicher Hausmeister angestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute steht Manni in meinem Büro und dreht verlegen seine Finger ineinander und starrt auf seine Schuhspitzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was&#039;n los?&quot; frage ich und Manni antwortet: &quot;Alles Scheiße!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist alles Scheiße?&quot; &quot;Ach, wissen Sie, ich zahle jeden Monat 290 Euro Miete und 125 Euro Nebenkosten. Letztes Jahr rief mich mein Vermieter an und sagte, wir hätten 80 Euro zuviel Nebenkosten bezahlt, ob er mir das überweisen solle oder ob er das auf&#039;s neue Jahr übernehmen soll. Ich habe dann gesagt, er soll&#039;s mal behalten und uns gutschreiben, weil ja die Kosten sowieso steigen werden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja und?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und jetzt habe ich gestern die neue Abrechnung bekommen und wir sollen 1.100 Euro und ein paar Zerquetschte nachzahlen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Boah, das ist aber viel!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau, ich hab den gleich angerufen und er hat mir dann die Abrechnung erklärt. Wir haben 30 % mehr verbraucht als im letzten Jahr und die Heizkosten sind um fast 35 % gestiegen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also stimmt die Abrechnung?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wenn ich das alles zusammenrechne, dann stimmt das schon, aber ich hätte doch nie damit gerechnet, dass das so viel ist. Hätte der mir nicht vorher mal Bescheid sagen müssen, dass das so viel wird?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich nehme an, der hat das auch erst nach dem Ablesen der Heizung gesehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Stimmt. Aber das hilft mir nix, ich hab die Kohle nicht, ich weiß nicht was ich machen soll. Da geht das ganze Weihnachtsgeld drauf und der Rest ist ja irgendwie auch schon verplant. Das einzige was ich machen kann, ich könnte dieses Jahr Weihnachten ausfallen lassen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was soll ich da machen?&lt;br /&gt;
Ich könnte Manni das Geld jetzt als Vorschuss geben und was wäre die Konsequenz? Ich müsste es ihm über Monate hinweg wieder abziehen und dann langt ihm sein Einkommen viele Monate nicht.&lt;br /&gt;
Um es gleich zu sagen, Manni verdient sehr gut bei uns, aber Manni hat Schulden-Altlasten durch seine Frau und man kennt das doch, man richtet seine Ausgaben auch immer nach dem, was einem zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
Und leider neigen die Leute dazu, ihr Einkommen in immer mehr fixe Kostenpositionen zu investieren: Sky-TV, Handyverträge, Leasingraten etc.&lt;br /&gt;
Kommt dann mal finanziell was dazwischen, dann können diese Verträge schnell mal nicht bedient werden und man steht dumm da.&lt;br /&gt;
Ich kann Manni das Geld aber auch nicht einfach schenken. Ich meine, ich habe meinen Mitarbeitern schon viel geschenkt, aber man muss das irgendwie im Rahmen halten, sonst kommt es schnell dahin, dass sie bei jeder Gelegenheit auf die &quot;Versicherung Chef&quot; bauen.&lt;br /&gt;
Einmal hatte ich einen... der hat mich regelrecht ausgenommen und ich weiß bis heute nicht, wie der Kerl mich so weit gebracht hat... Irgendwie hatte der eine Art, dem konnte man nicht böse sein. Egal, das ist lange her.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber nun zu Manni. Was soll ich machen?&lt;br /&gt;
Ich zucke mal zunächst nur mit den Schultern und Manni seufzt: &quot;Nee, ich will kein Geld von Ihnen, Sie müssen auch rechnen, das weiß ich ja, aber vielleicht haben Sie ja eine Idee.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, eine Idee habe ich. Ich frage Manni: &quot;Sagen Sie mal, Manni, wie lange sind Sie eigentlich schon bei uns?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni überlegt, zählt mit Hilfe der Finger und kommt dann zu dem Ergebnis: &quot;Elfeinhalb Jahre, Chef.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mensch, Manni&quot;, sage ich, &quot;Warum haben Sie mir das denn nicht schon früher gesagt. Elfeinhalb, das ist doch in Ostpreußen, wo meine Vorfahren herkommen, eine traditionelle Jubiläumszahl!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, eine Jubiläumszahl! Elfeinhalb, Neunzehndreiviertel und Siebenunddreißigsechsachtel!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warten Sie mal!&quot; sage ich und drücke auf den Sprechknopf zu Frau Büser, die wenig später mein Büro betritt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sage: &quot;Mensch, Frau Büser, wissen Sie was? Wir haben Mannis Jubiläum dieses Jahr vergessen. Der Mann ist elfeinhalb Jahre bei uns. Zahlen Sie ihm bitte für jedes Jahr seiner Betriebszugehörigkeit 100 Euro aus und zwar diese Woche noch, also noch vor Weihnachten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Büser steht mit offenstehendem Mund da, ihre Augen weiten sich einen ganz kleinen Moment und dann kommt das zu tragen, was eine sehr gute erste Bürodame ausmacht: Sie spart sich alle klugscheißernden Fragen für später auf und sagt: &quot;Ach ja, wenn Sie das sagen, aber selbstverständlich, ich mache ihm gleich einen Scheck fertig, den kann er heute noch zur Bank bringen.&quot; Und an Manni gewandt: &quot;Oder doch lieber in bar?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni nickt, weiß gar nicht wie ihm geschieht und stammelt: &quot;In, in, b-b-bar, bi-bitte.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Büser nickt und geht rüber in ihr Büro.&lt;br /&gt;
Manni weiß immer noch nicht, was er sagen soll und deshalb sage ich: &quot;Ach ja, diese Jubiläumszahlen ändern sich übrigens jedes Jahr, je nach Mondwetter, da hat niemand Anspruch drauf, alles klar?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ach menno, ich mag es nicht, wenn mich Männer umarmen und weinen, ich muss dann auch immer heulen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 05 Dec 2011 11:41:29 +0100</pubDate>
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    <title>Doppelkekse</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Doppelkekse/6185</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die Ursache war beiläufig und ohne Forderungen. Antonia hatte mir pflichteifrig an einem Morgen eine Tasse Kaffee gebracht. Das war sehr nett und ich war mit ihrer diesbezüglichen Leistung auch vollumfänglich zufrieden.&lt;br /&gt;
Als Antonia das nächste Mal in mein Büro schaute, hatte sie eine Kaffeekanne dabei und wollte mir Kaffee nachschenken.&lt;br /&gt;
Ich hatte jedoch erst einmal an der Tasse genippt, weil der Kaffee noch so heiß war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Chef, schmeckt Ihnen mein Kaffee nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch, doch, Antonia, der ist sehr gut.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber Sie haben doch noch gar nichts getrunken, gell, der schmeckt Ihnen nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch wirklich, Du kannst beruhigt sein, ich habe selten einen so guten Kaffee getrunken, sehr lecker!&quot; Sie bekam so skeptische Grübchen in ihren Wangen, als sie ungläubig den Mund spitzte. Und es muß ungeheuer schwierig sein, in den dicken Pausbacken Grübchen zustande zu bringen!&lt;br /&gt;
Ich meine, da wölbt sich durch den Körperinnendruck, um jetzt mal das Wort Fett völlig zu vermeiden, alles kraftvoll nach außen und wenn da die Mitte der Grübchen sich nach innen wölben, dann muss das einfach anstrengend sein, oder?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warum schmeckt der Ihnen denn nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mensch, Antonia, ich sach doch, der ist gut!&quot; betonte ich nochmals und holte demonstrativ eine Packung Doppelkekse aus der Schublade, entnahm ihr einen Keks und wollte ihn eintunken. Nun haben wir ja ausschließlich für uns diese Bechertassen und bei diesen Bechertassen gibt es welche, deren Querschnitt das problemlose Einführen eines Doppelkekses ermöglicht und solche, die ein wenig enger gestaltet sind und in die man nur einen Butterkeks eintunken kann.&lt;br /&gt;
Diese Tasse hier war eine von der Sorte, in die Doppelkekse, also diese runden gelöcherten Kekse mit der unnötigen Schokoladencremefüllung dazwischen, nicht hineinpassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz beiläufig sagte ich: &quot;Ach, Antonia, wenn ich das nächste Mal eine Tasse bekomme, dann hätte ich am liebsten eine von den grünen oder von denen mit den Bestatterweblog-Motiven, die sind groß genug für Doppelkekse.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm&quot;, machte Antonia nur und das war&#039;s.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Sache war für mich erledigt und ich hatte sie auch sofort wieder vergessen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun sind es gerade solche Beiläufig- und Nebensächlichkeiten, die in Frauen aufgehen, wie Saatgut in einem frischen, warmen Frühlingsregen. Da wird aus einem kaum erkennbaren Nichts in Windeseile die Palme des Schreckens, oder so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jedenfalls muß Antonia sofort den anderen Damen im Büro davon berichtet haben. Frau Büser sagte so etwas wie: &quot;Wie kannst Du nur? Der Chef will immer große Tassen!&quot; Was überhaupt nicht den Tatsachen entsprach, denn ich möchte einfach nur diese Kaffeebecher mit Henkel und habe keine weiteren Ansprüche daran, außer das vielleicht ein Doppelkeks reingetunkt werden kann.&lt;br /&gt;
Aber Frau Büser musste ja zeigen, dass sie mich natürlich viel besser und viel länger kennt, als Antonia und klärte sie in der Hinsicht auf, dass der Chef schon immer ganz besonders große Tassen geliebt habe.&lt;br /&gt;
In Folge dessen wurde in der Kaffeeküche ein laminierter Zettel in den Schrank gehängt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;CHEF! EXTRAGROSSE TASSE!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am nächsten Morgen bekam ich dann die größte Tasse im Schrank, die ist etwa anderthalb mal so groß wie die anderen, aber noch gut handhabbar. Da ich immer mal wieder eine andere Tasse bekomme, dachte ich mir nichts dabei und nahm an, es sei eben diese größere Tasse an der Reihe oder frei gewesen oder so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ruft also Antonia auch noch meine Frau oben in der Wohnung an, ob es denn wahr sei, daß ich immer so morgens den Kaffee quasi aus Putzeimern trinke...&lt;br /&gt;
Das habe sie zwar noch nie gesehen, sagte meine Frau, aber es stimme, ich hätte mir mal auf dem Weihnachtsmarkt so eine Riesentasse gekauft, in die gut ein halber Liter Kaffee passe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt sollte ich aber unbedingt erzählen, daß es sich dabei nicht in erster Linie um eine Tasse handelte, sondern daß diese Tasse mit Wachs und Docht gefüllt und ursprünglich als Kerze gedacht war, die lustigerweise außenherum in einer Tasse steckte, einer überdimensionalen, innen aber sehr rauen Steinguttasse.&lt;br /&gt;
Dieses Erzeugnis hessischer Handwerkskunst hatte überdies einen dicken, nach außen gewölbten Rand, der ein kleckerfreies Trinken vollkommen unmöglich machte, es sei denn man hätte eine außergewöhnlich dicke, vorgewölbte Unterlippe und ein Maul von der Breite eines Scheunentores.&lt;br /&gt;
So einen Mund hat niemand.&lt;br /&gt;
Obwohl, ich war neulich mal im Vogelsbergkreis und musste feststellen, daß es dort dann doch einige Prachtexemplare hessischen Geblütes gibt, die ebensolche Mäuler hatten... Aber das nur nebenbei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ha!&quot; sagte Antonia, als meine Frau die Hessentasse zu Demonstrationszwecken den anderen Damen im Büro vorführte: &quot;Hab ich&#039;s doch gewusst!&quot;&lt;br /&gt;
Also wurde dieser Henkeleimer gespült und mir dann am nächsten Morgen mit Kaffee gefüllt hingestellt.&lt;br /&gt;
Ich habe nichts dazu gesagt, wunderte mich aber schon. Nur, wie Männer eben so sind, pffft, es wird halt keine andere sauber gewesen sein...&lt;br /&gt;
Das Trinken war dann aber doch etwas mühselig. Das Ding wiegt ja mit Kaffee so ungefähr ein Kilo und so sehr ich meinen Unterkiefer auch vorschob und die Lippen breit zog, es war mir nahezu unmöglich, aus dem Hessenbembel Kaffee zu trinken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der spinnt ja, der Chef, daß der jetzt immer größere Tassen will!&quot; hieß es bald schon vorne im Büro und ich hatte nicht die geringste Ahnung davon, ich wollte doch einfach nur einen Doppelkeks eintunken können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da müssen wir halt mal in irgendeinen von diesen Ramschläden fahren, die haben doch oft so außergewöhnliche Sachen&quot;, schlug Sandy vor und in der Mittagspause besorgten die Frauen eine rote Henkeltasse mit 2 Liter Fassungsvermögen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also, so geht das nicht weiter&quot;, maulte Antonia am nächsten Morgen. &quot;Da muss ich ja alleine für den Chef schon zwei Kannen Kaffee kochen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als sie mir an diesem Morgen diese große rote 2-Liter-Tasse brachte, standen Sandy und Frau Büser erwartungsvoll an der Tür und wollten meine Reaktion sehen.&lt;br /&gt;
Jetzt hatte ich aber gedacht, die Damen wollten einen Scherz mit mir treiben und sehen, wie ich mich über diese große Tasse aufrege.&lt;br /&gt;
Deshalb unterdrückte ich meine Verwunderung, nahm unter Aufbietung aller Kraft im Handgelenk die Tasse ganz beiläufig und nippte daran und sagte wiederum sehr beiläufig: &quot;Lecker, Antonia.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Siehste, der hat nur lecker gesagt, sonst nix&quot;, tuschelten die Frauen anschließend im Büro. &quot;Der hat doch voll den Wahn mit seinen großen Tassen, dem kann es ja gar nicht groß genug sein. Also, ich möcht&#039; ja doch mal wissen, was in den gefahren ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gestern Morgen kamen die Damen zu Dritt in mein Büro und schleppten auf einem Tablett eine Art Pisspott herein, in dem knapp 5 Liter Kaffee schwappten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich lehnte mich mit offenem Mund in meinem Sessel zurück und fragte nur: &quot;Sagt mal, wollt ihr eigentlich, daß ich im Kaffee bade oder was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Gezeter hätte man aufnehmen sollen!&lt;br /&gt;
Ich sei es doch gewesen, der immer größere Trinkgefäße verlangt hätte, das könne sogar meine Frau bestätigen. Erst sorge ich dafür, daß sie den halben Morgen mit der Zubereitung von Kaffee verbringen müssten und dann sei ich auch noch so undankbar. Kein normaler Mensch wolle so große Tassen, das sei ja allein meine Spinnerei und auf so eine Scheißidee kämen sowieso nur Männer. Immer alles wollen und dann mit nix zufrieden sein...&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 29 Oct 2011 07:59:31 +0200</pubDate>
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    <title>Neues über YouTube</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Du Sandy, warum bewegen sich Leute da auf dem Foto auf Deinem Monitor?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Antonia, das ist kein Foto, das ist ein Film.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach so. Ist der bei YouTube?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Antonia, der ist bei YouTube.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann ist das kein Film, sondern ein Video.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 10 Oct 2011 09:42:16 +0200</pubDate>
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    <title>Antonia vermehrt sich durch Zellteilung</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia hat im Internet bei YouTube das Lied von den glücklichen Zellen entdeckt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- xhtml clean youtube --&gt;&lt;object type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot; data=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;/object&gt;&lt;!-- /xhtml clean youtube --&gt;

&lt;!-- &lt;object width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/ZTjyRu88PRE?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; --&gt;

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch wenn das Lied ein großer Mist ist, so hat es doch die unangenehme Eigenschaft, sich im Ohr festzubeißen und herumzuwurmen. Man wird manchmal diesen blöden Ohrwurm gar nicht mehr los.&lt;br /&gt;
 Antonia aber findet das Lied klasse und lässt es immer mal wieder laufen, steht dann vor dem Rechner, glotzt gebannt auf den Bildschirm und versucht den Zellentanz nachzumachen. Die Abfolge der Bewegungen ist aber für unser Pummelchen irgendwie etwas zu kompliziert, sodaß sie immer mal wieder &quot;Mist!&quot; ruft, das Video anhält und dann diesen Teil der eben verbockten Bewegungen immer und immer wieder probiert. Dabei lautmalen ihre Lippen den Text, was aber leider nicht stumm geschieht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Antonia, halt die Klappe!&quot; tönt es von ganz hinten am Ende des Ganges, wo Sandy derzeit ihr Büro hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Menno, ich mach doch gar nix!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch, Du singst und tanzt schon wieder!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das kannst Du da hinten ja wohl unmöglich hören!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, hören tu ich nix, aber hier bebt der Boden, hör auf zu stampfen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sitze in meinem Büro, schaue durch die offenstehende Tür hinüber zu Frau Büsers Schreibtisch, wir zwei Alten schauen uns nur an, unsere Blicke treffen sich und es liegt absolute Übereinstimmung in der Luft. Frau Büser hebt langsam den Zeigefinger und tippt sich hinter Antonias Rücken an die Stirn.&lt;br /&gt;
Ich nicke ihr zu.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 28 Sep 2011 08:17:07 +0200</pubDate>
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    <title>Pakistan</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Antonia, diese Büchersendung kostet kein internationales Porto!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja wieso das denn nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warum sollte es?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die geht doch nach Pakistan.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, die geht an eine Packstation.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach so.&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 26 Sep 2011 08:27:22 +0200</pubDate>
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    <title>Der starke Perser</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-starke-Perser/6098</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia hat einen neuen Freund.&lt;br /&gt;
Den hat sie über das Internet kennengelernt und mit dem hatte sie wochenlang Mails ausgetauscht und dann live mit ihm gechattet. &lt;br /&gt;
&quot;Hat der Dich schon gesehen?&quot; will Sandy unverblümt wissen und Antonia nickt.&lt;br /&gt;
Klar, der habe sie schon gesehen und zwar vorgestern. Also, das sei so gewesen, sie habe ja im Internet, also in diesem Kennenlernforum für Katzenliebhaber...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie bitte? Du hast doch gar keine Katze!&quot; fragt Sandy erstaunt nach.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, nee, stimmt schon, ich habe keine Katze, aber mir hat Svens Nickname dort so gut gefallen; ich bin ja nur mehr so durch Zufall da hin gekommen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und wie ist sein Nickname?&quot; Ganz stolz sagt Antonia: &quot;Starker Perser&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach nee, am Ende noch ein Ausländer, was?&quot; unkt Sandy, doch Antonia reckt das, was bei anderen Menschen der Hals ist, auf jeden Fall wird der Abstand zwischen ihrem Doppelkinn und der Brust etwas größer und voller Stolz verkündet sie: &quot;Nein, der ist aus Niedersachsen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach was, und in Niedersachsen wohnen keine Ausländer, oder was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weiß ich nicht, ist mir auch egal, der Sven jedenfalls ist platt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, der spricht so norddeutsch, niiiiiiiiedlich!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So, und der nennt sich &#039;starker Perser&#039;?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und Du? Wie nennst Du Dich da?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil das doch so ein Katzenforum ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja? Und? Ist das &#039;ne Antwort auf meine Frage?&quot; beharrt Sandy und Antonia bekommt einen ganz weiblich, zarten Ausdruck im Gesicht, dreht sich etwas verschämt und sagt leiser:&lt;br /&gt;
&quot;Na ja, weil&#039;s doch das Katzenforum ist... Und weil ich gleich andeuten wollte, daß ich nicht so&#039;n zierliches Püppchen bin...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja? Und? Wie hast&#039;e Dich genannt? Fette Mopskatz?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sandy!&quot; schimpft Frau Büser dazwischen und wirft der Schwarzhaarigen mit der leuchten lila Strähne einen vorwurfsvollen Blick zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, ist doch wahr! Wie oft soll ich die noch fragen, wie sie sich genannt hat?&quot;, mault Sandy zurück und Antonia dreht verlegen ihre dicken Fingerchen und sagt immer noch leise: &quot;Große Muschi&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich, der ich nur auf dem Gang stehe und ob des interessanten Gesprächs kurz stehen geblieben bin, falle vor Lachen fast hinten über, ich ersticke mein eigenes Lachen hinter einem Aktendeckel und höre nur, wie Sandy ein lang gezogenes &quot;Booooaaaaaah!&quot; von sich gibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, was denn? Ich bin ja auch ziemlich, na sagen wir mal &#039;groß&#039;, wenn Du verstehst, was ich meine&quot;, sagt Antonia und rudert mit ihren etwas kurzen Armen um den Speckgürtel an ihren Hüften herum und mit etwas beleidigt klingendem Unterton fügt sie hinzu: &quot;Und weil&#039;s doch das Katzenforum ist, dachte ich, daß die auf süße Mietzen und Muschis stehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy steht kurzzeitig mit offenem Mund da, was selten vorkommt, dann faßt sie sich und fragt:&lt;br /&gt;
&quot;Und Du weißt schon was Muschi bedeutet?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja sicher, das ist ne süße, wuschelige Katze, ne Muschi eben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selbst Frau Büser rollt mit den Augen, dreht diese nach oben und bewegt stumm den Mund, wahrscheinlich betet sie zu ihrem Gott und bittet ihn um Hirn für Antonia.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So, und jetzt hast Du Dich mit diesem Sven getroffen, mit dem starken Perser?&quot; hakt Sandy nach.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, wo denkst Du hin, der ist doch in Niedersachsen. Nein, wir haben erst nur hin und her gemailt und letzten Mittwoch haben wir gechattet. Also da schreibt man sich so...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich weiß, was chatten ist&quot;, unterbricht Sandy und fragt: &quot;Und der hat Dich noch nie gesehen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch&quot; antwortet Antonia, wird etwas verlegen und gleich in der nächsten Sekunde findet sie ihr Selbstbewußtsein wieder und legt den Kopf keck in den Nacken: &quot;Der liebt jedes Pfund an mir!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, hat er gesagt. Wir haben nämlich mit Skype gechattet, also so mit Bild und Ton, da muß man...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich weiß wie man skypet! Du hast Dich nackig vor die Kamera gestellt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein! Wo denkst Du hin? Ich doch nicht! Also, nicht sofort...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, jetzt nicht ehrloch, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na ja, wann habe ich schon mal nen starken Perser an der Hand? Also erst haben wir uns nur am Kopf angeguckt, der sieht voll süß aus und der hat gesagt, er steht auf moppelige Frauen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und dann hast Du Dich nackig gemacht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja was denn nun?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nur in Unterwäsche.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, nur in Unterwäsche und nur ganz kurz.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und das was Dein Sven da gesehen hat, das hat ihm gefallen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Er hat gesagt, er wäre hin und weg vor Begeisterung, wenn ich da so mit meinem großen Busen wackle und mein Bauch dabei so lustig hüpft, das würd&#039; ihn richtig anmachen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, komm, hör auf zu erzählen, ich will mir das gar nicht vorstellen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du hast es doch wissen wollen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schon, aber ich habe nicht damit gerechnet, daß sofort mein Kopfkino einsetzt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nächste Woche kommt der her.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wer?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na, der Sven!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und dann?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann wollen&#039;wer uns verloben.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 27 Aug 2011 09:26:00 +0200</pubDate>
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    <title>Montag Morgen</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Sandy und Antonia kabbeln sich wegen irgendetwas. Es ist Montagmorgen und mir geht so frühes Frauengekabbel auf den Keks.&lt;br /&gt;
Sandy wirft Antonia irgendwas vor und ich höre nur, wie unser Moppelchen sagt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da kann ich nix für, das sind die Gene, ich bin eben die Vater meines Tochters!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 22 Aug 2011 07:20:00 +0200</pubDate>
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    <title>Exklusiv, kurz</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;430&quot; height=&quot;271&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/_StGYQ3Hxrk?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 21 Aug 2011 10:35:20 +0200</pubDate>
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    <title>Die Eiche</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Manni hat viel zu tun. Im Laufe von nur zwei Wochen haben vier Aushilfsfahrer aufgehört. Der eine hat eine Festanstellung bei einem Mitbewerber bekommen, einer zieht weg und einer hat endlich eine Stelle in seinem eigentlichen Beruf gefunden. Vom vierten wissen wir nichts, er ist einfach nicht mehr erschienen und geht auch nicht mehr ans Handy.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf die Stellenanzeige in der Zeitung haben sich sehr viele Bewerber gemeldet und Manni und Frau Büser hatten bereits eine gewisse Vorauswahl getroffen. Das machen wir seit einigen Jahren so, damit sich nicht erst beim Gespräch mit mir herausstellt, daß einer der Kandidaten keinen Führerschein hat und wegen eines ärztlichen Attests nur 20 Kilo heben darf. Am Ende sind fünf Mann übrig geblieben und davon sind auch vier tatsächlich einige Tage später zum Dienst angetreten. Nun ist es an Manni, die Männer in das berufliche Umfeld einzuführen und ihnen die Feinheiten beizubringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meiner Meinung nach ist &quot;learning by doing&quot;, also das direkte Einlernen beim Arbeiten immer noch die beste Methode. Es ist schön, daß es inzwischen Bestatterschulen gibt und viele Menschen dort einen Abschluss machen können, aber -wie sehr viele Kollegen auch- bin ich immer noch davon überzeugt, daß man diesen Beruf am besten von der Pieke auf erlernt.&lt;br /&gt;
Davon einmal abgesehen ist es ja auch so, daß man im Bestattungsgewerbe eine gewisse Fluktuation an Personal hat. Die Stamm-Mannschaft bleibt oft über Jahrzehnte, aber die Fahrer und Helfer wechseln dann doch immer mal wieder. Und die kann man nicht für eine Tätigkeit von vielleicht 3-5 Jahren erst noch 1-3 Jahre auf irgendeine Schule schicken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Manni habe ich jemanden, der nie eine Bestatterschule von innen gesehen hat, der weder Bestattungsfachkraft, noch &quot;Funeral Master of the Universe&quot; ist, noch Bestattermeister oder fachgeprüfter oder verbandsgeprüfter Bestatter, sondern jemand, der sich so gut auskennt, daß er ohne weiteres an jeder dieser Schulen als Lehrer anfangen könnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia kommt an meinem Büro vorbei und ich rufe ihr die Frage zu, ob sie weiß, was Manni gerade macht. Eigentlich wollte ich mit ihm den Fahrtenplan kurz durchgehen, doch Antonia teilt mir mit, Manni sei im Keller mit den Neuen beschäftigt und übe mit denen.&lt;br /&gt;
Ich schaue mir Antonia näher an und tippe mir an die Nase. Das soll ein Zeichen für sie sein, denn sie hat sich da mit irgendeiner grünen Zuckermasse verschmiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein paar Minuten später kommt Frau Büser in mein Büro und legt mir Laufzettel hin, die sie bei Manni im unteren Geschoss geholt hat. Auch sie hat einen grünen Fleck, genauergesagt einen grünen Streifen und zwar oben rechts hinten an der Schulter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy bringt mir Kaffee und ich sehe, daß sie grüne Handrücken hat...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was ist da los?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Frau kommt kurz rein, gibt mir einen Kuss und verabschiedet sich; sie muß in die Stadt und fragt, ob sie irgendwas mitnehmen kann oder abholen soll. Das ist oft sehr praktisch, denn wenn sie schon mal in die Stadt fährt, kann sie meistens noch irgendwelche Unterlagen beim Standesamt abholen oder abgeben. Aber heute ist das nicht der Fall.&lt;br /&gt;
Ich sage aber zu ihr: &quot;Du, wenn Du jetzt in den Keller runterfährst, dann guck doch mal, was die da treiben, jeder, der mir heute Morgen begegnet, hat grüne Flecken irgendwo.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Grüne Flecken?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, grüne Flecken!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und Du bist sicher, daß es nicht an etwas anderem liegt, daß Du grüne Flecken siehst?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sag mal, warum suchst Du eigentlich bei jedem und allem immer erst den Fehler bei mir?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Erstens mache ich das gar nicht und zweitens liegt er ja auch meistens bei Dir.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wieso das denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil Du ein Mann bist und bei den Männern hat Gott bekanntlich geschlampt, vielleicht war sie da schon müde.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich seufze nur, sie geht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es vergehen kaum vier oder fünf Minuten, da steht sie wieder in der Tür, sie beugt ihren Oberkörper, muß sich den Bauch halten, sie gluckst vor Lachen, kann kaum sprechen und endlich höre ich aus dem albernen Gekicher und Gegluckse heraus, ich solle jetzt sofort und unverzüglich und auf der Stelle in den Keller runtergehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich mache mich auf den Weg und höre noch, wie meine Frau sagt: &quot;Und nimm Sandy mit!&quot;&lt;br /&gt;
Sandy geht von sich aus mit und wir fahren mit dem Aufzug runter, Sandy, meine Frau und ich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Keller biege ich um die Ecke, gehe durch das Sarglager, an den Kühlkammern vorbei und biege nach rechts ab, wo die Werkstatt ist und von wo es sich in den Aufenthaltsraum, den Präparationsraum und die Wagenhalle verzweigt.&lt;br /&gt;
Vor der Werkstatt steht ein einfacher Sarg auf niedrigen Holzböcken. Ringsherum stehen die vier Neuen und Manni. Sie haben Einwegschürzen aus Plastikfolie umgebunden, tragen Latexhandschuhe und üben am offenen Sarg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alle Männer sind über und über mit grüner Farbe verkleckst und auch sonst gibt es jede Menge grüne Tupfen ringsherum.&lt;br /&gt;
Einer der Männer verdeckt mir die Sicht auf den Sarg und erst als er beiseite tritt, sehe ich das ganze Malheur!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Sarg liegt eine aufblasbare Sexpuppe mit gefesselten Armen und Beinen und einem einladend geöffneten Mund und billig aufgeklebten falschen, blonden Haaren. Diese Puppe ist über und über mit grüner Farbe eingeschmiert, was die Szene so wirken läßt, als stünden die Männer um einen eben aufgefundenen toten Außerirdischen vom Planeten Porno herum.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist hier denn los?&quot; frage ich, die Männer fahren herum und Sandy, die ja mit mir von oben heruntergekommen ist, sagt sofort: &quot;Ich kann nix dafür.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch!&quot; sagt Manni und verdreht die Augen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also, was ist hier los?&quot; frage ich erneut und muß meine Frau etwas beiseite schieben, weil die sich vor Lachen krümmt und nun auch noch mit dem Handy Fotos machen will.&lt;br /&gt;
Sie kommt nicht dazu. Erstens nehme ich ihr das Handy einfach weg, nicht auszudenken, wenn solche Bilder im Netz auftauchen, und zweitens hätte ich das gar nicht machen müssen, denn wenn (m)eine Frau irgendetwas nicht kann, dann ist es das Aufrufen einer Handyfunktion die nicht der sofortigen Kommunikation dient. Da hat Gott geschlampt, genau da!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni guckt mich entschuldigend an und erklärt mir die Situation.&lt;br /&gt;
Schon seit Jahren übe er das Thema Sarghygiene mit neuen Männern auf diese Weise.&lt;br /&gt;
Eine hastig zusammengeschnürte Stoffpuppe oder ein Müllsack voller Folie als Dummy reiche ihm dafür. Diese Ersatzleiche färbe er dann mit irgendeinem Farbrest ein und dann müssen die Männer es üben, wie man nun die Leiche von der Trage auf den Tisch und in den Sarg bekommt, wann man die Handschuhe anzieht und wann man sie wieder auszieht, ohne sich und die Umwelt mit der Leiche in Berührung zu bringen.&lt;br /&gt;
Die Farbe helfe sehr dabei den Neuen klar zu machen, daß man sich beispielsweise mit den Handschuhen, mit denen man an der Leiche war, nicht an der Nase kratzt usw.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja und nun habe er heute Morgen Sandy gefragt, ob die oben noch Papierschnipsel vom Shredder haben, damit er damit einen Sack füllen und sein Dummy bauen kann. Da habe Sandy gesagt, sie habe was viel Besseres und sei mit der aufblasbaren und stets willigen &quot;Miss Lulu&quot; angekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zuerst habe er das für eine gute Idee gehalten, aber dann habe sich herausgestellt, daß die &quot;Plastiktante&quot; immer so gespreizte Beine und diese weit ausladenden Arme habe. Also habe man sie mit Gewebeband so gefesselt, daß die Füße zusammenbleiben und die Arme anliegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nur halte das Gewebeband nicht so richtig und deshalb ploppten manchmal die Beine auseinander oder die Arme seitlich weg und dann spritze es etwas grün herum...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist einer der Momente, in denen ich mir anhöre, was mein Volk der Untergebenen so brabbelt und in denen ich dann ganz tief durchatme, in mein Büro hoch gehe und ganz alleine sein will - ganz alleine mit mir, einer Tasse Kaffee und einer Zigarette. Ich schaue dann aus dem Fenster auf die alte Eiche in Nachbar Nasweis-Lästigs Garten und denke, wie schön es doch wäre, eine Eiche zu sein.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 21 Aug 2011 09:32:26 +0200</pubDate>
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    <title>Kalte Kippen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Kalte-Kippen/6075</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Wir haben alle gerade angefangen zu arbeiten, Antonia verteilt fröhlich an alle Kaffee, Frau Büser holt sich einen Stapel Unterschriftsmappen in meinem Büro ab und wirft mir einen vorwurfsvollen Blick zu, weil ein ganzer Stapel Papiere noch unerledigt auf dem Tisch liegt und Manni steckt kurz seinen Kopf durch die Tür und sagt mir, wo er jetzt überall hinfährt.&lt;br /&gt;
Die Einzige, die die Ruhe weg hat, ist Sandy, die quer in einem Sessel sitzt, die unbekleideten Füße auf die Armlehne gestützt und den Kopf weit in den Nacken gelegt. Würde sich ihr Nabel unterhalb des bauchfreien, schwarzen Tops nicht regelmäßig heben und senken, könnte man meinen, sie sei dahingeschieden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Urplötzlich ist die Ruhe vorbei, Manni kommt noch einmal zurück, das Handy hat er noch am Ohr, schnalzt mit der Zunge und sagt: &quot;Hopp, Madame, es gibt was zu tun!&quot; Und innerhalb von Sekunden ist Sandy hochgeschnellt und in ihrem Büro verschwunden. Es dauert keine drei Minuten und sie hat was Anständiges an und ihre momentan etwas wirre Frisur mit einem Gummiring zu einer Art explodiertem schwarzen Pferdeschwanz verwandelt. Sekunden später ist Ruhe, endlich!&lt;br /&gt;
Ich kann in Frieden meinen Kaffee trinken und aus dem Fenster gucken. Ich brauche diese Anlaufzeit, sonst bekomme ich schlechte Laune. Zehn Minuten Ruhe und Kaffee, mehr nicht!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Ruhe wird jäh unterbrochen.&lt;br /&gt;
Eine heisere, vollkommen unmusikalische Stimme kräht durch mein Büro. Auf Englisch fordert sie mich auf, ich solle meinen Vater erschlagen und mit meiner Mutter schmutzige Dinge tun. Meine Schwester sei eine Prostituierte und den blutigen Schädel ihres Stechers solle ich zu Mus zertrampeln. &quot;Yeah, do it, man! Kill&#039;em all you m*therf*cker!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Och nö! Das ist Jack, the Rapper, ein von Sandy bevorzugter Sänger, wobei mir das Wort Sänger nur schwer über die Finger/Lippen kommt, weil der Mann ganz ohrenscheinlich überhaupt nicht singen kann. Er hustet und bellt seine Botschaften völlig losgelöst von den stampfenden Rhythmen der Musik ins Mikrophon.&lt;br /&gt;
Etwa zwei Minuten lang ist seine &quot;Message&quot; und ich weiß, daß das aus Sandys Handy kommt, sie hat &quot;Jack, the Rapper&quot; als Erinnerungsmelodie eingestellt.&lt;br /&gt;
Ihr Handy steckt in ihrem schwarzen Lederrucksack, den sie mit Dutzenden von kleinen Kruzifixen vollgetackert hat. Irgendwann hatten wir mal eine ganze Schachtel mit Rosenkränzen im Lager gefunden, die irgendwie mal feucht geworden sein muß und in der alles Metallische angelaufen und angerostet war. &quot;Kann ich die Kreuze haben?&quot; hatte Sandy gefragt und ich hatte nichts dagegen. So Rosenkränze kosten nicht besonders viel und Putzen und Entwirren hätte sich da nicht gelohnt.&lt;br /&gt;
Daraufhin hatte sie die rund zwei Dutzend Kruzifixe abgemacht und zum Teil auf dem Kopf stehend sehr virtuos an ihren Rucksack gebastelt. Manchmal schimpfen in der Straßenbahn alte Frauen mit ihr, das sei Blasphemie, doch dann schiebt Sandy vorne ihren Hosenbund ein Stückchen weit nach unten, sodaß man den kurz über dem Schambereich eintätowierten Teufel mit der herausgestreckten roten Zunge sehen kann. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;F*ck your sister! Take her now!&quot; rotzt es wieder durch mein Büro. Offenbar hat Sandy diese Uhrzeit jetzt als Erinnerungszeit eingestellt und die Erinnerungsfunktion auf &quot;ständig Wiederholen&quot; gestellt.&lt;br /&gt;
Nun könnte ich ja einfach nach Sandys Handy suchen und es abstellen, aber ich traue mich nicht, einfach an ihre Handtasche zu gehen, so etwas macht man nicht.&lt;br /&gt;
Außerdem weiß ich, was Frauen so alles in ihrer Handtasche haben und will nicht schon wieder in unnötiges Nachdenken geraten. Portemonnaie, Kippen, Feuerzeug, Handy und Schlüssel, das ist alles was Mensch braucht. Alles andere ist überflüssig. Frauen sind da anderer Meinung und führen stets Vorräte an allem Möglichen mit sich, nur für den Fall, daß sie es eventuell mal gebrauchen könnten.&lt;br /&gt;
Sie brauchen es nie, aber sie könnten nicht überleben, hätten sie es nicht dabei...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich telefoniere gerade mit Pastor Ziege, da schreit es schon wieder zwei Minuten lang durch mein Büro, ich solle jetzt das Blut meiner Feinde trinken und mich dann über ihren Gräbern übergeben.&lt;br /&gt;
Sandy hat das Handy so eingestellt, daß die Erinnerungsmelodie bei jedem Erinnern eine Stufe lauter wird.&lt;br /&gt;
Pastor Ziege hat nichts gesagt, vielleicht hat er es gar nicht mitbekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Frau kommt ins Büro und will mir irgendwas ganz wichtiges wegen unserer Kinder erzählen. Meine Tochter habe gesagt, daß mein Sohn gesagt habe, ich hätte gesagt...&lt;br /&gt;
&quot;Jack the Rapper&quot; brüllt wieder los und wieder soll ich meine Mutter xxxx.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist das denn?&quot; will meine Frau mit entsetztem Blick wissen und ich nicke in Richtung von Sandys Blasphemie-Beutel: &quot;Sandys Handy.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und warum macht das so&#039;n Krach?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, das ist irgendeine Weckfunktion oder so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und die fängt jetzt immer wieder von vorne an?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hmmm, scheint so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun habe ich ja eben noch über den etwas merkwürdigen Umgang der Frauen mit ihrem Dauerhandgepäck gesprochen, jetzt aber zeigt sich, daß Frauen diesbezüglich aber auch recht gute Ideen haben. &lt;br /&gt;
Meine Frau schnappt sich Sandys Rucksack, geht rüber in die Kaffeeküche und stellt das Ding einfach in den Kühlschrank. &quot;So, jetzt kann das Ding schreien, wie es will, jetzt kann man nichts mehr hören&quot;, sagt sie und sie hat Recht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich kann zwar ab jetzt immer hören, wenn Antonia an den Kühlschrank geht, weil &quot;Jack the Rapper&quot; mittlerweile dauersingt und weil Antonia recht oft an den Kühlschrank geht, aber wenigstens verstummt er immer wieder sofort, sobald die Kühlschranktür wieder zu ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ey, meine Kippen sind eiskalt!&quot; mault Sandy eine Stunde später, aber das ist mir egal.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 16 Aug 2011 08:21:09 +0200</pubDate>
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