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    <title>Bestatterweblog - Mitarbeiter Firma</title>
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<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 18:25:11 GMT</pubDate>

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    <title>Wer hat's erfunden?</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Dimitrios ist Grieche und somit Sohn des größten wichtigsten und erfindungsreichsten Volkes der Welt. &quot;Onne die Griesse gibbe nichma Demmokratti!&quot;&lt;br /&gt;
Mit seiner Frau Elena betreibt Dimitrios ein griechisches Restaurant &quot;mitt best Giiross von gansse Welt.&quot;&lt;br /&gt;
Aufgrund der verletzungsbedingten Abwesenheit von Antonia hat Dimitrios einen gewissen Umsatzeinbruch zu verzeichnen, was ihn heute Morgen dazu brachte, mit einer Flasche &quot;beste Rottwein von gansse Welt&quot; bei uns aufzutauchen und Grüße vom &quot;Restaurant Taverna Olympia&quot; zu überbringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach der Übergabe von Rotwein und aktueller Speisenkarte an Frau Büser (&quot;Wo iss dicke Frau mit grossse Hunger?&quot;) traf Dimitrios in unserer Eingangshalle auf den Portugiesen Carlos. Nun ist aber auch Carlos aus dem wichtigsten Land der Erde, denn bekanntlich ist Spanien bis rauf an die belgische Grenze, also unter Einschließung der ganzen französischen Nation, ja sozusagen nur eine tumbe Provinz Portugals; das weiß bloß außer den Portugiesen keiner.&lt;br /&gt;
 Etwa eine Viertelstunde fabulierten die beiden in ihrem jeweils heimisch gefärbten Ausländerdeutsch über die Vorzüge der eigenen Nation und dann spielte Carlos einen Trumpf aus, dem Dimitrios nichts entgegenzusetzen hatte: Er gab sich kurzerhand als Mitarbeiter unseres Hauses aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun arbeitet Carlos ja wirklich für uns, Frau Büser hat ihn längst angemeldet und abgemacht ist, daß er noch bis Ende dieses Jahres bei uns bleiben kann, aber er ist eben ein besserer Hausmeister und kein Bestatter.&lt;br /&gt;
Aber genau aus diesem Bereich hatte Dimitrios ihm eine Frage gestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Isse Beerdigung von Untertischleute mit Erde ein Problem?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe nicht die geringste Ahnung, was Dimitrios da gefragt hat und was er meint. Carlos reckte sich und antwortete mit stolzgeschwellter Brust:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wann Du mitti Spaten tust!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dimitrios nickt und gibt zu bedenken:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Habbe auch die Griesse erfunde. Wird in Thessaloniki schon seit 4.000 Jahre sso gemacht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;In Portugal seit fimftausende Jahre!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Unte wirklich Untertischleute auf Grabung?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jaja!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gutt!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Vielleichte schonn Seßtausend Jahre, isse ganz alt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Demmokratti habe die Griesse erfunde!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Stimmt!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die beiden klopfen sich auf die Schultern und jeder geht seines Weges.&lt;br /&gt;
Ich gehe dann mal wieder, um die Untertischleute mit Spaten auf die Grabung.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 10:18:20 +0100</pubDate>
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    <title>Der Durchbruch ist geschafft</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-Durchbruch-ist-geschafft/4426</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Carlos Gastropoda unser Heim- und Hofhandwerker hat den Durchbruch geschafft! Ich weiß gar nicht, seit wie vielen Monaten er in unserem Haus unterwegs ist und wie viele Löcher und Durchbrüche er schon gemeisselt hat.&lt;br /&gt;
Ursprünglich hatte seine Aufgabe ja darin bestanden, die Leitungen von der rechten Seite des Kellers auf die linke Seite hinüber zu legen. Immer schön an der Kellerdecke entlang in einem schönen Kabelschacht aus feuerverzinktem Metall.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &quot;Cheffe, habt Problem&quot;, lautete von da an seine Daueraussage und mal hielt er mir eine rostige Zapfmuffe, mal eine festsitzende Kurbelschelle und zuletzt eine eingedrückte Ballonkrapfung unter die Nase. Offenbar wurde beim Bau unseres Hauses nur Westwallbeton und ansonsten Schrott verbaut. Nichts aber auch gar nichts was das für Heizungs-, Gas-, Strom- und Wasserinstallation verwendet wurde, entspricht auch nur im Geringsten den in Carlos&#039; Heimat in Portugal entsprechenden Sicherheitsrichtlinien. &quot;Dasse musse alles raus und neu machen von Carlos!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier muß eine Leitung ganz neu gezogen werden, da genügt es wenn eine Wand um 30 cm nach hinten versetzt wird. Jedenfalls hat Carlos vermutlich noch bis 2030 bei uns im Keller zu tun. Er ist sehr glücklich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seinen Vorschlag, unseren Aufzug rauszureißen, habe ich abgelehnt und im Aufzugrausreißverbot erteilt. Da war er kurzfristig, so für drei bis acht Wochen, etwas beleidigt, aber das hat sich inzwischen gelegt. Jetzt ist Carlos dabei, die Abwasserleitungen auf ein größeres Schachtmaß zu bringen, damit künftig niemand mehr unsere Toiletten verstopfen kann. &quot;Da kann nachher Capitano Ahab mitti Weißwal zusamm durchschwimm!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man muß zuverlässige Allroundhandwerker kennen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 06:46:44 +0100</pubDate>
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    <title>Dieselmädchenrechnung</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Dieselmaedchenrechnung/4425</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Wir haben auch einen neutralen Transporter. Damit fahren wir keine Verstorbenen, sondern holen zum Beispiel hin und wieder neue Särge vom Großhändler oder fahren Kränze zu den Friedhöfen. Wir haben auch einen Anhänger mit Plane und der Transporter hat die passende Anhängerkupplung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit diesem Gespann sind wir in unserem Bekanntenkreis vor allem bei den Motorradfahrern sehr beliebt, die sich gerne mal Zugmaschine und Hänger ausleihen, um ihre Maschinen zu transportieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber auch sonst leihen sich Hinz und Kunz das mal aus, um einen Umzug oder Kühlschranktransport zu bewerkstelligen. Ich habe nichts dagegen und bis auf eine Schramme am rechten Außenspiegel ist bislang auch noch nie etwas passiert. Die meisten Leute stecken dann einen Zehner oder Zwanziger in die Kaffeekasse unserer Bürodamen und Manni kriegt auch noch mal was, weil er den Wagen waschen und pflegen muß.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Günther hat einen Hausmeisterdienst und er hat sich unser Gespann schon bestimmt 50 mal ausgeliehen. Ich habe letzte Woche erst gesagt: &quot;Hör mal, wenn Du den Hänger so oft brauchst, dann kauf Dir doch mal einen, die kosten doch nicht die Welt. Ich verleihe den gerne, aber nur wenn es nur gelegentlich ist. Ich habe das Gespann doch nicht, damit nur Du damit durch die Gegend fährst.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das habe ich vor allem deshalb zu Günther gesagt, weil er noch nie einen Euro gegeben hat.&lt;br /&gt;
Heute Morgen kam er wieder und ich habe gesagt: &quot;Okay, der ist vollgetankt und Du bringst ihn auch vollgetankt wieder zurück!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich meine, das ist doch das Mindeste, oder?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tja, Günther hat den Wagen vorhin auch zurückgebracht und ich frage ihn: &quot;Und? Haste ihn vollgetankt?&quot;&lt;br /&gt;
Günther salutiert wie ein Soldat: &quot;Jawoll, Chef, wie befohlen! Da war genug im Reservekanister, damit habe ich den Tank wieder vollgemacht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du hast den Tank mit meinem eigenen Diesel wieder vollgemacht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, warum denn nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Okay, DER bekommt den Hänger bestimmt nicht mehr.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 03 Mar 2010 10:41:06 +0100</pubDate>
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    <title>Hunger</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Hunger/4418</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;So ganz ohne Antonia fehlt mir doch was.&lt;br /&gt;
Frau Büser macht neuerdings auf Vegetarisch, Sandy will abspecken und mümmelt Karotten und wo bleibe ich? Diese täglichen, kleinen Krapfenimpfungen fehlen mir.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 02 Mar 2010 12:08:38 +0100</pubDate>
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    <title>Cartoon</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Wenn wir größere Kartons haben, dann können wir sie flach zusammenlegen und neben unseren Altpapiercontainer stellen, die Müllfahrer nehmen die dann mit. Bloß beim letzten Mal haben sie alle Kartonagen stehengelassen. Ärgerlich, denn Manni konnte erstmal alles wieder wegräumen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seit gestern sind die Kartons weg.&lt;br /&gt;
So ein Sturmtief kann also auch Vorteile haben...&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 01 Mar 2010 06:40:36 +0100</pubDate>
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    <title>Schwarze Schafe</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die Anzeige in der Zeitung war nicht besonders groß und lautete sinngemäß:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bestattungshelfer/-in gesucht.&lt;br /&gt;
Für eine stundenweise, nebenberufliche Tätigkeit im Bereitschaftsdienst suchen wir eine(n) Bestattungshelfer(in) mit PKW-Führerschein. Seriöses Auftreten, gepflegte Erscheinung, gute Umgangsformen und Bereitschaft zur Teamarbeit sind Voraussetzung. ...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Solche Aushilfskräfte benötigt jedes Bestattungsinstitut. Ich schrieb ja schon oft genug darüber, daß mal mehr zu tun ist, mal weniger. Da kann man nicht die maximal benötigte Personalzahl fest einstellen, das kann niemand bezahlen. Selbst wenn man es täte, gäbe es früher oder später enorme Leerläufe. Schon beim augenblicklichen Personalstand kommt es zu bestimmten Zeiten immer wieder zu Leerläufen und irgendwann sind einmal alle Akten geordnet, alle Ecken ausgefegt und sämtliche Nägel und Schrauben nach Größe und Farbe sortiert. Dann bezahle ich betriebsbedingte Freizeit und die Leute werden entweder nach Hause geschickt oder halten bei Skat, Mensch-ärgere-Dich-nicht und Dart oder Wii Bereitschaft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da ist es gut, wenn man einen guten Bestand an Leuten hat, die nebenberuflich auf Abruf zur Verfügung stehen. Diese Leute kosten nur Geld wenn man sie wirklich braucht. Es gibt Bestatter, die arbeiten nur mit solchen Aushilfskräften.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber damit erzähle ich im Grunde nichts Neues, da alles war schon Thema hier im Bestatterweblog.&lt;br /&gt;
Doch dieses Mal meldeten sich ganz erstaunlich viele Leute, die unverhohlen schwarz arbeiten wollten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, ich gebe es zu, sowas hatten wir auch schon mal; ich glaube damit ist jeder schon mal in Berührung gekommen. Aber das sind Einzelfälle gewesen, bei denen sich das für einen ganz kurzen Zeitraum oder wenige Einsätze so ergeben hatte. Wirklich Sinn macht das nicht und wir haben das stets auch bald wieder abgestellt, denn ein gutes Gefühl hatten wir nie dabei. Gezielt gesucht oder geplant hatten wir das nie. Seit Ewigkeiten halten wir uns da gänzlich von fern, wurden noch nie kontrolliert (Zoll oder Arbeitsamt) und bei den Prüfungen durch die Sozialträger wäre das ohnehin nicht aufgefallen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber wie ich es schon sagte, das hatte sich in seltenen Einzelfällen so ergeben und endete immer schnell wieder.&lt;br /&gt;
Ich sehe aber gar nicht ein, daß ich jemanden schon in dem Bewußtsein suche und einstelle, dann für ihn keine Anmeldung vorzunehmen bzw. das alles über den Steuerberater laufen zu lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir melden jeden Neueingestellten der Steuerberaterin mit einem Personalbogen und die fordert dann die entsprechenden Unterlagen an und nimmt, je nach Beschäftigungsverhältnis, die entsprechenden Anmeldungen vor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am End&#039; findet dieser komische geldschluckende und bei uns für nichts nutzende Medizinische Dienst noch irgendwo einen Franz oder Karl und macht uns Ärger...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, aber die Leute sitzen mir gegenüber, stellen ihre nicht gerade niedlichen Lohnforderungen und erklären klipp und klar, davon dürfe &quot;das Amt&quot; nichts wissen, wegen Hartz-IV, ALG II, der Geschiedenen, der Bank, der Gläubiger oder der Rente...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sagt man dann, das gehe nicht, wird man angeguckt, als sei man von einem anderen Stern.&lt;br /&gt;
Dabei sind die Abzüge, gerade für solche Gelegenheitsarbeiten, u.U. absolut gering und fallen zumeist kaum ins Gewicht. Manch einer hat sogar Glück und darf soundsoviel hinzuverdienen, ohne daß ihn das belasten würde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber egal: Die Leute fragen konkret danach, das &quot;schwarz&quot; machen zu können. Woanders hätten sie das jahrelang gemacht und &quot;überall sonstwo&quot; geht das doch auch...&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 28 Feb 2010 07:46:35 +0100</pubDate>
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    <title>Eine Busfahrt die ist lustig</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Der Bus war ziemlich voll und wurde an jeder Haltestelle immer voller.&lt;br /&gt;
Antonia wartete geduldig an der Haltestelle &quot;Seepfad&quot; und schaute immer wieder auf ihre Uhr.&lt;br /&gt;
&quot;Hoffentlich kommt der bald&quot;, dachte sie, denn sie hasste nichts so sehr wie zu spät zur Arbeit zu kommen.&lt;br /&gt;
Der Bus wa schon fünf Minuten überfällig, als er endlich oben über die Kuppe bog und sich langsam der Haltstelle näherte.&lt;br /&gt;
Zischend öffneten sich die Türen und eine Horde junger Leute stürzte, lauthals lärmend und sich gegenseitig boxend und schubsend, aus dem Bus heraus. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den Hals etwas reckend registrierte Antonia direkt zwei freie Plätze im hinteren Teil des Busses.&lt;br /&gt;
 Wenn sie sich beim Einsteigen etwas beeilte, würde es ihr sicherlich gelingen, einen davon zu ergattern. In der rechten Hand hielt sie eine Papiertüte von Bäcker Kruska mit herrlichen Apfeltaschen. Die von Kruska mochte Antonia besonders gern, denn als besondere Spezialität packte Kruska immer noch einen Klecks Vanillepudding mit zur Apfelmasse in das saftige Innere.&lt;br /&gt;
Antonia lief das Wasser im Mund zusammen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine alte Dame schob sich zunächst recht flink für ihr Alter an Antonia vorbei, setzte einen Fuß auf die erste Stufe des hinteren Einstiegs und dann passierte das, was immer passiert wenn Rentner einen Bus betreten wollen: Die Alte verfiel in die Bustüren-Starre. Tritt diese Bustüren-Starre ein, geht alles von da an nur noch in Super-Zeitlupe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Busfahrer reckte schon ungeduldig den Kopf, als die alte Dame kaum 4 Minuten später endlich das Businnere erreicht und die oberste Stufe erklommen hatte. Wie das aber bei der akuten Form der Bustüren-Starre so ist, sie geht nahtlos in eine Ganzkörperstarre über. Es ist so, als verfielen die Menschen in eine durch den öffentlichen Personennahverkehr geförderte vorzeitige Form der Totenstarre. Sie gehen keinen einzigen Millimeter mehr weiter und bleiben direkt auf dem ersten Quadratzentimeter des Businneren stehen.&lt;br /&gt;
Antonia hatte sich direkt hinter der Alten auf den Weg gemacht und stand nun halb auf der Straße, halb im Bus und konnte nicht weiter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über den Lautsprecher gab der Busfahrer durch: &quot;Bitte ganz einsteigen, nicht in der Tür stehenbleiben!&quot;&lt;br /&gt;
Und alle Fahrgäste drehten sich zu Antonia um und warfen ihr vorwurfsvolle Blicke zu.&lt;br /&gt;
Das ließ sich unser Moppelchen nicht gefallen, streckte ihre nicht gerade unüppigen Brüste vor und versetzte der alten Dame durch eine wippende Bewegung mit den Brüsten einen Schubs unter den Hintern, sodaß diese einen Schritt nach vorne taumelte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Endlich konnte Antonia einsteigen und während die Alte noch nach ihrem Fahrschein kramte, bewegte sich Antonia auf einen der freien Sitzplätze zu. In Vorfreude auf den sicherlich kurz darauf erfolgenden Bäcker-Kruska-Apfel-Vanillepudding-Taschen-Genuss nahm sich Antonia schon eine der klebrigen Blätterteigtaschen aus der Tüte, als sie plötzlich etwas Spitzes in ihrem Rücken spürte. Es war der Spazierstock der Alten, die sich mit diesem nun das Vorzugsrecht beim Sitzen erkämpfen wollte.&lt;br /&gt;
Vor Schreck ließ Antonia ihre Pudding-Apfeltasche fallen; im gleichen Moment fuhr der Bus an, Antonia machte einen Schritt in Richtung des freien Sitzplatzes, geriet mit dem rechten Fuß genau auf die Apfeltasche, geriet ins Rutschen, bekam aber gerade noch eine der Haltestangen zu fassen.&lt;br /&gt;
Beinahe wäre es ihr gelungen, das Gleichgewicht zu behalten, doch durch die Vorwärtsbewegung des Busses geriet Antonias massiger Körper in eine der Erdrotation entgegenlaufende Drehung und wäre da nicht der Spazierstock der Alten gewesen, hätte sie einen der beiden, nun in der Luft befindlichen Füßen auf den Boden bekommen. So aber stolperte sie über den Stock und weil der Bus im selben Moment bremste, sauste sie abrupt nach vorne, haarscharf an der sich duckenden Alten vorbei und schlug lang hin.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich komme gerade aus dem Krankenhaus zurück: sechsfacher Trümmerbruch des linken Schienbeins und glatter Durchbruch des linken Oberarmes.&lt;br /&gt;
Sechs bis acht Wochen mindestens...&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 20 Feb 2010 19:43:46 +0100</pubDate>
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    <title>Passende Worte</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Mir bringste &#039;ne Apfeltasche mit!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und mir zwei Körnerbrötchen, aber ohne Körner, dafür mit Kürbiskernen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich hätt&#039; gern zwei ganz normale Brötchen und ein Viertelpfund Mett, halb und halb.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mett is&#039; immer nur vom Schwein, geht nich&#039; halb und halb.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mett gibt&#039;s doch auch vom Rind.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann isses Tartar.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Tartar is&#039; vom Filet.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Is&#039; egal, Hauptsache halb und halb.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und ich will drei Berliner Ballen, aber mit Vanille drin.&quot;  Es besteht kein Zweifel, wenn Dialoge wie diese durch unsere geheiligten Hallen schallen, dann ist es mal wieder so weit: Antonia sammelt die Bestellungen der Belegschaft für ihren morgendlichen Gang zu Bäcker- und Metzgerei.&lt;br /&gt;
Ich möchte heute nichts, ich war gestern Abend bei &lt;em&gt;Franco&lt;/em&gt; essen und wenn ich abends so viel futtere, wache ich am nächsten Tag morgens immer mit knurrendem Magen auf. Esse ich dann etwas, dann werde ich schlagartig so müde, daß ich auf der Stelle im Stehen einschlafen könnte.&lt;br /&gt;
Nee, dann lasse ich es lieber und halte mich mit zwei, drei kleinen Keksen bis zum Mittagessen über Wasser.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie wollen wirklich nix?&quot; insistiert Antonia und ich sage: &quot;Nee, lieb daß Du fragst, aber wirklich nicht. Doch sag mal, wenn da jetzt alle was bestellen, wie kannst Du Dir das alles merken?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Och Chef, das ist doch kein Problem&quot;, grinst mich das Moppelchen an, zückt aus ihrem üppigen Dekolleté ein kleines Stückchen Papier und sagt: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich hab mir einen Speckzettel geschrieben!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;SPECKZETTEL! Ich schmeiß mich hinter die Steckdose!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 19 Feb 2010 06:37:54 +0100</pubDate>
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    <title>Aschermittwoch</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Aschermittwoch/4376</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;In manchen Regionen ist der Rosenmontag das Maß aller Dinge, in anderen Regionen ist der Faschingsdienstag fast schon heilig. Hier bei uns haben am Dienstagnachmittag viele Firmen geschlossen und die Leute feiern ein letztes Mal so richtig Karneval bevor am darauffolgenden Mittwoch unter Absingen von schaurigen Liedern, bei einem wie eine Trauerfeier gestalteten Heringsessen, die Fasnacht zu Grabe getragen wird. In all den Jahren war es immer so, daß unsere Frauen am Faschingsdienstag nachmittags gemeinsam auf Tour gegangen sind. Die Ausmaße dieses Gelages kann ich infolge Nichtteilnahme nicht beschreiben, sehr wohl aber die Auswirkungen auf den Auftritt der Damen am Mittwochmorgen.&lt;br /&gt;
Sagen wir es in einem Wort: elendlich!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In diesem Jahr hat sich allerdings kein gemeinsames Fortgehen am Dienstag ergeben, irgendwie hatte jede der beteiligten Damen etwas anderes vor und so hieß es dann, wie beim Fuchs, dem die Trauben -die zu hoch hingen- dann angeblich doch viel zu sauer waren: &quot;Och, das tut uns auch mal gut, es geht auch ohne Alkohol.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun gut...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gestern war also nun Aschermittwoch und Sandy kam gegen 14 Uhr von einem Hausbesuch ins Büro zurück. Sie hatte einer alten Dame noch ein paar Unterlagen gebracht und als Belohnung eine Flasche Jägermeister geschenkt bekommen. Das registrierte ich mit hochgezogenen Augenbrauen, was ich besser kann als Mr. Spock.&lt;br /&gt;
Denn wenn die alte Dame weiß, daß Jägermeister Sandys absolutes Lieblingsgetränk ist, dann muß Sandy dort schon mal welchen getrunken haben.&lt;br /&gt;
Ich kenne das, man kommt manchmal nicht eher da weg, bis man irgendeinen Kuchen gegessen oder Saft oder Schnaps getrunken hat. Aber ausgerechnet Alkoholisches möchte ich nicht und möchte auch nicht, daß meine Mitarbeiter während der Arbeitszeit Alkohol trinken. Es ist einfach unmöglich, mit einer Schnaps- oder Bierfahne einem Kunden gegenüber zu treten. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich weiß auch, wie groß die Gefahr ist, daß Sandy die Ausnahme zur Regel macht. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ja, ich wollte nichts sagen, denn auf der anderen Seite weiß ich ja nur zu gut, wie hartnäckig gerade ältere und dankbare alte Menschen im Ein- und Beschenken sein können. Ich erinnere mich nur zu gut an eine Familie mit osteuropäischen Wurzeln, die eine Spezialität aus ihrer Heimat zubereitet hatten. Zu diesem Zweck wird ein gehäutetes Schaf quasi vom Poloch aus gewendet. Irgendwie befindet sich dann alles das, was wir beim toten Tier für gewöhnlich als ungenießbar oder unlecker wegwerfen (oder aus dem der Metzger Wurst macht), im umgekrempelten Darm des Viechs.&lt;br /&gt;
Das Ganze wird dann noch mit Schnüren umwickelt, sieht aus wie ein großer Rollbraten und wird ganz arg lange erst in irgendeinem Sud gekocht und dann im Backofen getrocknet.&lt;br /&gt;
Den Namen dieser mit Innereien, Hirn und Gekröse gefüllten Arschlochspezialität habe ich vergessen, es klang aber so ähnlich wie Gidowe Strwelle oder so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun waren diese Leute mit dem gekrempelten Schaf zwar ganz arg lieb und freundlich, ließen aber auch keinen Zweifel daran, daß das Ablehnen der dargebotenen Speise die gleichen Auswirkungen haben könnte, wie das Verschmähen einer heiratswilligen Tochter.&lt;br /&gt;
Nein, das Zeug hat nicht geschmeckt, es war eklig, tranig, schmeckte nach Hammel und Hammelfett und nichts daran war in irgendeiner Weise lecker. Ich mußte auch nur ganz wenig essen, aber seitdem habe ich einen internationalen Allergiepass der Weltgesundheitsorganisation, der mir in 126 Sprachen amtlich Allergien gegen jedwede Nahrung ausdrücklich bescheinigt und deren Genuss verbietet, wenn der Name der Speise nicht mit Big anfängt und mit Mac aufhört.&lt;br /&gt;
Gut, das Ding hab ich mir selbst in Photoshop gebastelt, es sieht aber echt aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zurück zur Flasche Jägermeister.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mir klangen noch die Worte im Ohr &quot;Es geht auch ohne Alkohol&quot;...&lt;br /&gt;
Doch schien diese Erkenntnis so flüchtig gewesen zu sein, wie Helium.&lt;br /&gt;
Die Damen hatten sich nur mal eben zusammengesetzt, um was zu besprechen, dann kreiste die Flasche und weil es schon auf den Feierabend zuging, kreisste sie dann auch, das bedeutet: Sandy und Antonia besorgten Nachschub...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als ich das Büro dann verließ, genügte ein kurzer Blick auf das dauergrinsende Gesicht von Frau Büser und ich wußte, daß nicht nur sie heute Morgen wieder Probleme haben wird.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 18 Feb 2010 06:21:00 +0100</pubDate>
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    <title>Es schneit</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia schimpft schon den ganzen Tag. Ihr geht ja der Schnee &quot;sowas von auf den Keks&quot;. Vor allem weil das ja heute Industrieschnee sei.&lt;br /&gt;
Industrieschnee? Ja, sowas kommt vor. Man spricht dann von Industrieschnee, wenn nicht natürliche Wolken abregnen bzw. abschneien, sondern Wasserdampfwolken, die aus Kaminen und Kühltürmen von Industrieanlagen stammen. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Industrieschnee&quot;&gt;(Wikilink)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia hat aber den unlustigen Wettervogel vom Frühstücksfernsehen da völlig falsch verstanden.&lt;br /&gt;
Wurst kommt vom Metzger, Industriewurst aus der Fabrik. Brot kommt vom Bäcker und Industriebrot eben, man rät es schon, auch aus der Fabrik. So ist es völlig klar, daß Industrieschnee auch aus der Fabrik kommt, was ja auch tatsächlich der Fall ist; nur eben anders als Antonia sich das vorstellt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In ihrer Vorstellung ist Industrieschnee sowas wie Kunstschnee, der von der Merkel und vom Westerwelle künstlich gemacht wird, vielleicht sogar vom Schäuble. Sandy nimmt das wettertechnische Gejammer unseres Moppelchens gar nicht ernst und meint, Antonia albere bloß herum und albert deshalb ihrerseits: &quot;Der Schäuble, das glaubst Du ja selbst kaum, wie soll der denn an die Wolken kommen. Der einzige, der da oben rumgehuscht ist, das war der Möllemann und der ist tot.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja aber, sie sei sich da ganz sicher, irgendwer müsse ja den Industrieschnee in Auftrag gegeben haben, bestimmt die Regierung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Büser hat das Wort Industrieschnee noch nie gehört und meint, die beiden Hühner sprechen von so weißem Zeug, das man sich auf den Tannenbaum sprüht. Sie habe sowas vor Jahren auch schon mal gehabt und das habe so doll geklebt, das kaufe sie nie wieder.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni erklärt, er habe ein Gästeklo mit zwei kleinen durchsichtigen Fenstern und ihn hätten da die kleinen Gardinen immer gestört. Deshalb habe er diese Scheiben einfach mit dem künstlichen Tannenbaumschnee aus der Spraydose milchig gemacht, das sei ganz prima gegangen und halte schon seit Jahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia ist sich inzwischen unsicher. Vor ihrem geistigen Auge kämpfen riesige Schneekanonen, aus denen Guido Westerwelle ganze Lawinen über Deutschland verschießt mit kleinen praktischen Spraydosen, die Schäuble aus der Hüfte abfeuert, um die Wette...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man sieht es ihrem Gesicht förmlich an, wie Guido und Wolfgang ihren Kopf verschneien.&lt;br /&gt;
Das dauert jetzt wieder drei Tage, oder in Antonias Zeitrechnung: sechsmal Metzger und viermal Bäcker) bis sich das kindliche Gemüt da wieder beruhigt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Nadine, unsere Auszubildene, die jetzt aus dem Blockunterricht wieder da ist, dann hinzukommt und erklärt, Industrieschnee, das sei der Schnee, der in Schneekugeln aufgeschüttelt werden könne, ist Antonia überfordert.&lt;br /&gt;
&quot;Boah, heut&#039; wieder schlimm mit der Verbrennung. Guckt mal, ich hab schon fast ein Loch im Bauch vor Hunger, ich geh&#039; mal eben zum Bäcker, will sonst noch jemand was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Merke: Industrieschnee bekommst Du mit Puddingteilchen aus dem Kopf.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 10 Feb 2010 14:43:03 +0100</pubDate>
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    <title>Sandy sitzt nackt im Büro</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Sandy-sitzt-nackt-im-Buero/4347</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Jaja, das hat natürlich die Gemüter erregt und die Phantasie angestachelt. Da schreibe ich, daß Sandy oben ohne in ihrem Büro sitzt...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, wir sind keine völlig durchgeknallte Firma und ich lasse der jungen Frau nicht alles durchgehen. Es ist durchaus nicht üblich, daß unsere Mitarbeiter nackt in der Firma herumlaufen.&lt;br /&gt;
Aber Sandy nimmt sich hin und wieder einiges heraus, was sich kein anderer herausnehmen würde und einige, wenige dieser Sachen lassen wir ihr auch durchgehen. Sie leistet einfach gute Arbeit und ist beinahe unverzichtbar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dennoch: Nackig geht nicht.&lt;br /&gt;
Aber es ist halt vorgekommen, Sandy hat vollkommen andere Vorstellungen von dem was normal ist, als andere Leute und sie findet überhaupt nichts dabei, ihren Körper zu zeigen. Mir ist bis heute noch nicht klar, ob sie mit dem Tragen einer fast transparenten Bluse beispielsweise die Männer verrückt machen will oder ob sie das Teil einfach nur schön findet und sich nichts dabei denkt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selbstverständlich stehen Frau Büser und ich sofort auf der Matte, wenn das Ganze zu offenherzig ist und Sandy muß sich an an- bzw. umkleiden. &lt;br /&gt;
Erwähnen muß ich noch, daß sie niemals in unangemessener Kleidung vor Kunden auftreten würde. Dafür hat sie im Büro eine ganze Garnitur bestehend aus weißer Bluse, schwarzem &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4ffchen&quot;&gt;Bäffchen&lt;/a&gt; und schwarzer Hose hängen. In Windeseile kann sie sich von einer Vampirbraut in ein ansehnliches Büromädchen verwandeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber solche Vorfälle, wie neulich beschrieben, kommen eben immer mal wieder vor und wir müssen immer mal wieder regulierend eingreifen. &lt;br /&gt;
Es gibt auch so Zeiten, meistens im Frühjahr -ich sage dann immer, daß sie in der Brunftzeit oder rollig ist-, da häufen sich die Ausrutscher. Sie kommt dann oft zu spät, meldet sich auch schon mal überraschend krank oder ist, das hatten wir auch schon, drei bis vier Tage verschollen.&lt;br /&gt;
Man muß Sandy kennen, um zu verstehen, warum sie beinahe Narrenfreiheit hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor Jahren hatte ich sogar schon einmal eine Kündigung ausformuliert, da war mir das Verhalten zu bunt und frech geworden. Alle Ermahnungen hatten nichts geholfen und ich hatte den Eindruck, die junge Amerikanerin wolle sich nicht mehr in die betrieblichen Abläufe einfügen.&lt;br /&gt;
Aber dann haben wir uns einen ganzen Nachmittag eingehend unterhalten und die Fronten geklärt. Heute bin ich froh, daß ich sie behalten habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um es kurz zu sagen: Die große junge Frau mit den endlos langen Beinen ist einfach durchgeknallt, balla balla und gaga. Dafür ist sie in ihrem Fach aber auch ein Ass.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 06 Feb 2010 09:11:28 +0100</pubDate>
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    <title>Düse am 13.</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Duese-am-13./4345</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;06:30 Uhr&lt;br /&gt;
Die Düse setzt sich mit Schwebstoffen zu und verweigert nach kurzem aber heftigem Zögern spontan ihren Dienst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;06:31 Uhr&lt;br /&gt;
Der Heizungsbrenner bekommt kein Öl mehr und denkt sich: &quot;Och, wenn die Düse streikt, schließe ich mich aus Solidarität an.&quot; Er geht aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;06:40 Uhr &lt;br /&gt;
Die Temperatur im gesamten Gebäude beginnt zu fallen.&lt;br /&gt;
Es sind 22,5 Grad.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;07:30 Uhr&lt;br /&gt;
Der Chef kommt ins Büro, er fühlt sich sehr viel wohler als an den anderen Tagen, irgendwie frischer, weiß aber nicht woran das liegt und beginnt sein Tagwerk. 08:00 Uhr&lt;br /&gt;
Büroleiterin Frau Büser betritt das Haus und bemerkt, sich aus dem Mantel schälend: &quot;Mensch, watt isset heute wieder usselig, is&#039; kalt hier.&quot;&lt;br /&gt;
Es sind 21 Grad, der Chef entwickelt ungeahnte Arbeitswut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;08:10 Uhr&lt;br /&gt;
Nadine, Sandy und Antonia kommen, ein kollektiver Aufschrei: &quot;Hilfe, es ist so kalt!&quot;&lt;br /&gt;
Frau Büser greift an den Heizkörper.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;08:11 Uhr&lt;br /&gt;
Vier Frauen stehen zitternd im Büro des Chefs, der fröhlich pfeifend sein Radio leiser dreht und gar nicht verstehen kann, was die Frauen von ihm wollen: &quot;Wieso? Ist doch ganz angenehm so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;08:12 Uhr&lt;br /&gt;
Auf Druck der weiblichen Belegschaft hin ruft er den Heizungsdienst an. Es könne aber etwas dauern, man habe viel zu tun, sagt der.&lt;br /&gt;
20 Grad.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;09:00 Uhr&lt;br /&gt;
Frau Büser trägt drei Mäntel übereinander, schüttelt vorwurfsvoll ihren Kopf in Richtung des hemdsärmeligen Chefs und nippt an einer Tasse Grog. Sandy hat sich eine Wolldecke umgeschlungen, Antonia wärmt ihre blauen Finger an der heißen Kanne der Kaffeemaschine, Nadines Zähne klappern.&lt;br /&gt;
18 Grad.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;09:01 Uhr&lt;br /&gt;
Manni und Klaus werden als Verräter aus der Gemeinschaft der Beschäftigten ausgestoßen, weil sie sich mit dem Chef solidarisch erklären und es angenehm finden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;09.45 Uhr&lt;br /&gt;
Sandy schlägt vor, mitten im Büro ein Blechfass aufzustellen und die Steuerakten der Jahre 2002-2006 darin zu verbrennen, damit man sich um die Tonne stellen und aufwärmen kann.&lt;br /&gt;
Der Chef: tippt sich an die Stirn.&lt;br /&gt;
16 Grad.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;10:00 Uhr&lt;br /&gt;
Sowohl aus dem Keller, wo Manni und Klaus arbeiten, als auch aus dem Chefbüro tönt fröhliche Musik. Die Männer arbeiten frohgelaunt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;11:07 Uhr &lt;br /&gt;
Der Heizungsmonteur erscheint, bläst die Düse durch und infolge der Arbeitsaufnahme der Düse will auch der Brenner nicht länger untätig sein und beginnt mit dem Aufheizen des Heizungswassers.&lt;br /&gt;
16,5 Grad.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;13:00 Uhr&lt;br /&gt;
Es hängen Kondenswassertropfen an der Decke, tropische Tierarten beginnen ins Büro einzuwandern, das mitteleuropäische Silberfischchen stirbt aus.&lt;br /&gt;
27 Grad&lt;/p&gt;&lt;p&gt;13:10 Uhr&lt;br /&gt;
Frau Büser, Antonia, Sandy und Nadine stecken vorsichtig ihre Nasen unter der schweren Wehrmachtszeltplane (Modell Stalingrad) hervor und beschließen, daß es so gaaaanz allmählich erträglich wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;14:00 Uhr&lt;br /&gt;
Die vier Frauen sind an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt, es sei ihnen noch von innen heraus kalt, aber so halbwegs ginge es jetzt.&lt;br /&gt;
30 Grad.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;14:15 Uhr&lt;br /&gt;
Manni, Klaus und der Chef sind in der Hitzestarre und können nur noch mit dem Teil ihres Gehirns denken, der als Reptiliengehirn bezeichnet wird. Schweiß steht auf ihren Stirnen (was für ein Plural!) und unterhalb des Kopfes rinnt ihnen der Schweiß in Bächen bis in den Schritt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;14:30 Uhr&lt;br /&gt;
Die Phalaenopsis büserensis treibt schlagartig Blüten und das Glas der Fensterscheiben beginnt sich in eine zähflüssige Masse zu verwandeln.&lt;br /&gt;
Die Frauen finden es jetzt &quot;grad mal so überschlagen&quot;, den Männern klebt die Zunge wie Sandpapier am ausgetrockneten Gaumen, die Lippen springen auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;14:45 Uhr&lt;br /&gt;
Feierabend.&lt;br /&gt;
Die Frauen verkünden jede für sich daheim ein heißes Vollbad nehmen zu wollen.&lt;br /&gt;
Die Männer kriechen auf allen Vieren, nach frischem Wasser lallend, mit getrübten Sinnen nach Hause und wollen nichts sehnlicher, als eine kalte Dusche zu nehmen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 05 Feb 2010 08:26:53 +0100</pubDate>
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    <title>Douglas II</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Douglas-II/4341</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Ja nee, is&#039; klar, bei Douglas bekommt man keine Tampons. Hätte mir ja auch gleich in den Sinn kommen können, es heißt ja Parfümerie Douglas un nicht Drogerie Douglas. Gut, ich gebe zu, ich hatte mir eingebildet, Douglas sei so etwas wie Schlecker für Kreditkartenzahlerinnen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gleich am Eingang hatte ich eine Begegnung der dritten Art. Eine Dame im dunkelblauen Kostüm wedelte mir mit einem Papierstreifen unter der Nase herum und zwang mich durch intensives mechanisches Anlächeln, den Duft von &lt;em&gt;Mirage&lt;/em&gt; einzuatmen. Das wäre neu und das wäre genau das Richtige für meine Frau, lächelte die Kostümierte und nur weil sich innerhalb von Sekunden sämtliche Geruchsporen meiner Nase durch intensiven Zuschwellen der weiteren geruchstechnischen Begutachtung der douglas&#039;schen Atmosphäre entzogen, konnte ich es gefahrlos wagen, weiter in das Ladeninnere vorzudringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Eine weitere blaukostümierte Dame mit deutlich orientalischen Wurzeln stellte sich als Meriban Olkylül vor und sprühte mir einen Herrenduft unters Kinn. Leider konnte ich meinen Mund nicht schnell genug zu machen und bekam einen Teil der kostenlosen Duftladung von halbschräg unten unter den Gaumen gesprüht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das würde mich später in die Lage versetzen, bei &quot;Tante Lottes Frittenbude&quot; zu essen, meine Geschmacksnerven sind noch heute irgendwo hinterm Zäpfchen auf der Flucht verschollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, Tampons habe man nicht, klärte mich meine persönliche Gaumenkitzlerin auf und empfahl mir die schräg gegenüber liegende DM-Drogerie-Filiale. Ich bedankte mich artig und nur ein einziges weiteres Mal schaffte es eine Spritzerin im Blaukostüm, mir ein kleines bißchen &lt;em&gt;Adamo Rucci&lt;/em&gt; ins rechte Ohr zu spritzen. Okay, ich höre links sowieso etwas besser...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem Weg zu DM machte ich noch einen klitzekleinen, nur wenige Minuten dauernden Umweg durch die Hussel-Filiale (78,23 Euro), nur das Notwendigste, nur so für unterwegs, nie mehr als man auf dem Heimweg im Auto gleich futtern kann, sonst merkt&#039;s die Frau.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, ich habe mich wirklich nicht ungeschickt angestellt im DM-Markt. Denn clever wie ich bin und um allen möglichen peinlichen Nachfragen aus dem Weg zu gehen, habe ich gleich vier Packungen Tampons in den kleinen Einkaufskorb gepackt: mini, medium, maxi und EXTRA XXXXL.&lt;br /&gt;
Es muß ja unterschiedliche Größen geben, denn schließlich menstruieren sowohl zarte Mägdelein als auch Waschweiber, die ihre sechs Kinder quasi im Galopp verloren haben. Irgendwas davon wird auch Sandy passen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Insofern bin ich also erfolgreich allen peinlichen Situationen aus dem Weg gegangen, bis mich an der Kasse diese kleine Rothaarige erwischte. Die fixierte die Waren in meinem Einkaufskörbchen, stierte auf die XXXXXLs, zeigte dann erst stumm mit dem Finger darauf und quatschte mich dann, durch die Nase nöhlend, an: &quot;Sie da, sagen Sie mal, wo haben Sie denn die Dicken her, die suche ich wie wild, ich blute immer wie ein Schwein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich deutete bloß stumm in die Richtung des Tamponregals und bin mir auf jeden Fall einmal mehr sicher, daß Frauen von einem anderen Planeten stammen, als Männer.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 04 Feb 2010 07:10:02 +0100</pubDate>
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    <title>Douglas</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Douglas/4340</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Wenn Männer was kaufen, dann kaufen sie es im Elektronik-Fachmarkt. Alles was nicht blinkt und piepst und wo keine Batterien rein kommen, das ist überflüssiger Krempel.&lt;br /&gt;
Ich sach nur eins: Duftkerzen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, ihr Männer da draußen: Duftkerzen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und? Werden Eure Nasenflügel schon weich? Habt ihr nicht unverzüglich jenen süßlichen, beinahe tödlichen Duft von Vanille, Kirschblüte und Appelkorn in der Nase? Kennt ihr das, wenn ihr es gerne romantisch hättet und eure Angebetete Duftkerzen anzündet?&lt;br /&gt;
Wenn dieser beißende Kunstduft nach Pflaume-Koriander sich direkt in euer Stammhirn windet?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jaaaa, das ist Folter! Aber es gibt noch eine Steigerung. Jaha, das gibt es! Es ist die Hölle auf Erden, ein Ort an dem du jede Männlichkeit verlierst, von schnatternden Frauen umgeben sozusagen auf ein Nichts reduziert wirst. Soll ich es sagen? Soll ich es wirklich aussprechen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich tu&#039;s!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;PARFÜMERIE DOUGLAS&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ha!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy geht ja mit geschlechtlichen Dingen sehr alltagstauglich um. So etwas wie Scham kennt diese Frau eher nur vom Hörensagen und so kann es durchaus passieren, daß sie an heißen Sommertagen oben ohne hinten im Archiv sitzt. Da hat die Tür eine Scheibe aus Milchglas mit einem nicht milchigen Sichtstreifen in der Mitte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist ja klar, das alle Männer in unserer Firma dann ganz plötzlich und völlig unmotiviert auf einmal da hinten am Ende des Ganges irgendetwas zu schaffen haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist dann wieder einmal viel Verkehr auf dem Gang, weiß ich, daß die schwarzhaarige Amerikanerin, die inzwischen Schwarz zu ihrer bevorzugten Farbe erklärt hat, mal wieder irgendetwas Ungehöriges treibt. Entweder liegt sie auf ihrem Schreibtisch und schläft oder sie hat etwas Nippelbetontes an oder aber sie treibt es auf die Spitze und hat obenrum gar nichts an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, das T-Shirt sei noch neu und sie vertrage die Stärke nicht und das habe so an ihren Brustwarzen gerieben...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du spinnst! Zieh Dich sofort wieder an!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie gesagt, sie geht mit sowas locker um, findet einfach nichts dabei.&lt;br /&gt;
So kommt es auch, daß sie mich heute am frühen Nachmittag beim Verlassen des Hauses erwischt und fragt: &quot;Chef, gehst Du einkaufen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nö.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Prima, dann kannste mir ja was mitbringen, geht das, wärst Du so lieb?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Stöpsel.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Stöööpsel!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was&#039;n das?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Meine Güte, Tampons.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich geh&#039; doch keine Tampons kaufen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Menno!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und wenn Sandy &#039;menno&#039; sagt, dann steigt sie auf die Zehenspitzen, dreht und wendet ihren Po, macht einen Schmollmund und klimpert mit den Wimpern...&lt;br /&gt;
Ich weiß, ich bin ein Opfer...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe meine Besorgungen schon erledigt und bin schon wieder auf dem Weg zum Wagen, da fällt mir das mit den Tampons wieder ein und ich entdecke so eine Parfümerie Douglas-Filiale. Wenn es irgendwo Tampons gibt, dann dort, denke ich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich weiß ja nicht, warum das so ist, aber ich als Mann schäme mich, wenn ich Hygieneartikel für Frauen kaufen muß. Es verursacht mir Unbehagen, ist mir unangenehm und ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;---Sorry muß weg, schreibe später zu Ende---&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 03 Feb 2010 16:39:09 +0100</pubDate>
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    <title>Guten Morgen!</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Wo bekomme ich eine Schrotflinte her? Am Besten so eine abgesägte, mit der man ganze Türen aus dem Rahmen pusten kann! Ich will töten!&lt;br /&gt;
Es ist donnerstags, 6 Uhr und 15 Minuten, für die Ruhrpottler: Viertel nach Sechs, für die Ossis: Viertel Sieben, für die Doofen: 75 nach Fünf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jemand hat es gewagt, mich anzusprechen. Mich! Morgens! &lt;br /&gt;
Geh&#039; mir weg!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich hatte noch keinen Kaffee, das ist mal das Erste, dann hatte ich auch noch keine Zigarette, das ist mal das Zweite und ich hatte weder Zeit zum Pullern, noch mir den Geschmack von vollgepisstem Katzenklo aus dem Mund zu schäumen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nee, das geht gar nicht, ohne Zähneputzen geht das nicht. Punkt.&lt;br /&gt;
 Irgendeine graumelierte Schicht aus Zement liegt über meinen Augäpfeln, meine Augenlider wollen gar nicht oben bleiben.&lt;br /&gt;
Ich bin noch so müde, aber sowas von müde...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gestern erst um 20 Uhr aus dem Büro gekommen, dann entspannt mein Spielhöschen angezogen und vor den Fernseher gesetzt...&lt;br /&gt;
Mein Spielhöschen? Na das ist eine schwarze Jogginghose aus dem Discount, weich, flauschig und meiner Meinung nach für alle Anlässe, auch feierliche, sehr gut geeignet und außerordentlich kleidsam. Gut, meine Frau ist da anderer Meinung. Ihre Kommentare reichen von: &quot;Mit dem Ding gehst Du mir keinesfalls vor die Tür!&quot; bis hin zu &quot;Bei nächster Gelegenheit fliegt die in die Tonne.&quot;&lt;br /&gt;
Ich finde sie gut, alle beide, meine Frau und die Spielhose und das sogar aus fast den gleichen Gründen. Aber das wäre zu schlüpfrig für ein gut geführtes Weblog mit gewissem Anspruch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So saß ich also vor dem Fernseher, in meinem Glas perlte herrlichstes Mineralwasser (medium) und ich äffte gerade Fischfried Otter, den Dicken aus der Möbelwerbung, nach und legte ihm die Worte in dem Mund: &quot;Besuchen Sie mal wieder Ihren Gynäkologen, den mit dem roten Stuhl&quot; da kam der erste Anruf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Familie Knotz-Knierym hat den Tod ihrer Mutter zu beklagen und will sofort daheim beraten werden. Es seien gerade alle Geschwister beisammen und ich solle mich bitte beeilen, es seien alle Akademiker und man habe keine Zeit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Geschwisterbande hatte ich schnell gewindelt und gewickelt. Mit einigen Sprüchen aus meinem unerschöpflichen Repertoire an erfundenen Sprüchen aus Phantasie-Latein (z.B. &quot;Nile sinto romanum katelarum este&quot; oder &quot;In merinam est qualifungur&quot;, sehr beliebt ist auch &quot;In africolam este sine sensum&quot;) konnte ich den Damen und Herren Akademiker schnell den Schneid abkaufen. Man muß den Quatsch nur an der richtigen Stelle mit todernstem Gesicht und immer über die Brille hinwegblickend aufsagen. Keiner wird zugeben, daß sein Latein nicht ausreicht, um den Nonsens zu entlarven.&lt;br /&gt;
Immerhin hab ich auch mal studiert und das sogar mit ganz passablem Ergebnis. Aber ich mag keine Akademiker, die das ständig raushängen müssen, um zu zeigen, daß sie sich für etwas Anderes oder Besseres halten, als den Rest der Welt. Ich gebe aber unumwunden zu, daß mein großes Latinum auch für die Katz&#039; war. Es hilft gelegentlich, aber ob der Aufwand sich gelohnt hat?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nunja, die alte Mutter der Akademiker sei immer eine ganz bescheidene Frau gewesen und habe sich ganz gewiss eine ebenso bescheidene Trauerfeier, den billigsten Kistensarg und ein anonymes Grab gewünscht. Ja, alle nickten heftig, so sei es.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Obwohl an sich alles ganz schnell klar und unter Dach und Fach war, hatte man dann doch noch die eine oder andere Frage, noch eine und noch eine, alles Fragen die sich mit nicht zutreffenden Varianten der Bestattung beschäftigten. Zwei Stunden gingen drauf, noch &#039;ne halbe Stunde später war ich wieder bei meinem Spielhöschen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich wollte gerade in das warme, weiche, kuschelige Höschen schlüpfen, da kommt meine Frau herein, legt mir einen unserer gelben Telefonzettel hin und zuckt nur mitleidvoll mit den Schultern.&lt;br /&gt;
Nach K-Stadt? Jetzt? Naja...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein alter Herr ist daheim verstorben, seine Frau sitzt ganz allein mit ihm und den Sterbepapieren in der Wohnung und braucht Beratung, Trost und jemanden der sich kümmert.&lt;br /&gt;
Herr Knorzen ist nur 70 Jahre alt geworden, seine Frau bedauert, daß er so wenig von seiner Rente hatte und die geplante Kreuzfahrt im Sommer nun nicht machen kann. Dafür will sie ihm eine Seebestattung gönnen, mit allem Drum und Dran. Fetter Sarg, Trauerfeier auf dem Hauptfriedhof, viele Blumen, großes Kaffeetrinken und später Beisetzung auf hoher See. &lt;br /&gt;
Manni kommt dazu, wir laden gemeinsam den Verstorbenen in den Bestattungswagen, ich bleibe noch eine Weile bei Frau Knorzen, sie hat Angst vor dem Alleinsein, ihre Tochter wird aber erst in zwei Stunden eintreffen. Ich bleibe auch noch diese Weile, helfe der alten Dame beim Bettbeziehen und beim Wegräumen der Pflegeartikel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um halb vier in der Nacht bin ich wieder zu Hause, falle todmüde ins Bett, meine Frau schläft schon.&lt;br /&gt;
Es dauert keine 10 Minuten und ich bin weg, sowas von weit weg...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Immerhin lassen die mich 45 Minuten schlafen, dann klingelt das Telefon. Es ist dienstlich, natürlich, und immer wenn es dienstlich ist, bin ich innerhalb von einer Sekunde sende- und empfangsbereit. Ein Mann von 45 Jahren ist im Krankenhaus verstorben, die Ehefrau will einen Termin für morgen Früh machen. Gut, ich erkläre ihr in kurzen Sätzen das weitere Vorgehen, am nächsten Morgen wird Sandy hinfahren und die Beratung machen.&lt;br /&gt;
Das Gespräch dauert nicht lange, aber ich kann anschließend nicht mehr einschlafen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Wohnzimmer auf den 42 Zoll krähen mich zwei nackte Weiber, die in einer vollen Badewanne sitzen an und teilen mir mit, sie seien schon ganz feucht und ich soll sie unbedingt anrufen. Nee, ich mag nicht und zappe weiter. Auf dem nächsten Kanal schreit mich der Big-Brother-Jürgen an, ich soll endlich durchsagen, wie die gesuchte Automarke heißt, die auf OLKSWAGEN endet. Ein Heiko aus Görlitz ruft an und schreit &quot;Fauwäh&quot; ins Telefon, im Studio macht es Boooäääääääng und Jürgen schreit: &quot;Leider nein!&quot;&lt;br /&gt;
Auf ARTE zeigen sie, wie man einen Baum umarmt, um Energie zu tanken und ich schalte weiter...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist Viertel nach sechs als ich geweckt werde. Mit der Fernbedienung in der Hand sitze ich vor dem laufenden Fernseher und habe grauen Zement auf den Augenlidern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich will töten! Wer wagt es, mich zu wecken?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Kuß auf meine Stirn erlöst meine Augenlider von der Schwere. So ein zarter Kuß, von einem Wesen, das nach Himbeeren duftet. Ich öffne die Augen und schaue in die kolkrabenschwarzen Augen meiner Tochter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Papa, Du hast mir versprochen, mich zum Südbahnhof zu fahren, ich geh&#039; doch auf Klassenfahrt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kann man einem Himbeerkuß widerstehen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;Diese Geschichte ist Sabine H., der bekennenden Morgenmuffelin, gewidmet.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 03 Feb 2010 06:20:00 +0100</pubDate>
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    <title>Das Handy</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Vor längerer Zeit hatte ich mal ein Handy gefunden. Es lag auf einem Parkplatz direkt neben meinem Auto. Was macht man(n) da? Man guckt, ob es ohne PIN eingeschaltet werden kann, schaut dann ins Telefonbuch und sucht nach einem Eintrag wie z.B. &quot;Mami und Papi&quot; oder &quot;Oma Renate&quot;. Dann ruft man da an, erklärt die Situation und mit etwas Glück bekommt man die Adresse des Verlierers.&lt;br /&gt;
So habe ich es gemacht, bin dann bei dem jungen Studenten vorbeigefahren und habe ihm das Handy gebracht. Eine Tafel ALDI-Schokolade gab es als Belohnung, wir beide freuten uns und die ganze Aktion hat mitsamt der Fahrerei nur 20 Minuten gedauert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vorgestern Abend fand Antonia ein Handy. Das Ding wurde a nächsten Morgen ungefähr eine Stunde lang von den drei Damen bestaunt und es wurde unter heftigem Schnattern beratschlagt, wie man denn nun am Geschicktesten vorgeht. Antonia meinte: &quot;Da gibt es doch so eine IMEI-Nummer, glaube ich. Wenn man die anzeigen lässt, kann man die anrufen und dann bekommt man von der Polizei oder der Post die Adresse durchgesagt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Quatsch!&quot; wußte Sandy: &quot;Das ist doch Blödsinn! Wenn man die IMEI-Nummer kennt, kann man das Handy orten und WO das Ding ist, DAS wissen wir ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Immer mit der Ruhe&quot;, beruhigte Frau Büser und erklärte: &quot;Wir könnten ja Zettel aufhängen, auf denen steht, daß wir ein Handy gefunden haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Au ja!&quot; stimmten die anderen beiden zu und als man schon über dem ersten Textentwurf saß, gab Sandy auf einmal zu bedenken: &quot;Hm, dann kommen aber vielleicht auch Leute, die nur scharf auf das Handy sind.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Och, wenn sie hübsch und männlich sind...&quot;, träumte Antonia vor sich hin.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, Kinners, wir machen das jetzt anders, wir rufen jetzt der Reihe nach alle Leute an, die im Telefonbuch des Handys stehen&quot;, schlug Frau Büser vor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich saß in meinem Büro, lehnte mich in meinem Sessel zurück und legte die Füße auf den Aktencontainer. Das versprach noch lustig zu werden!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der erste Eintrag ist nur ein A&quot;, stellte Antonia fest und es ergab sich eine Diskussion, ob A. nun der geeignete Anzurufende sei.&lt;br /&gt;
Nach 20 Minuten kamen die Frauen überein, daß es vielleicht besser wäre, nicht irgendwen anzurufen, sondern einen konkreten Namen auszuwählen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hier, guckt mal, da steht &#039;Schazi&#039;&quot;, entdeckte Sandy und man beratschlagte auf Frauenweise, also umfangreich, mit vielen Worten und ohne Ergebnis, ob denn Schazi nur angerufen werden sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich persönlich würde da ja gewisse Risiken sehen. Schazi könnte durchaus der Freund oder die Freundin des Handy-Verlierers sein, aber theoretisch könnte er oder sie ja auch verheiratet sein und hinter Schazi verbirgt sich, die mit schwerer polnischer Zunge sprechende, Natascha aus dem Limelight-Club.&lt;br /&gt;
Schazi ist ja überhaupt die denkbar ungeeignetste Bezeichnung für seine Liebste oder seinen Liebsten. Wenn Männer das zu ihren Frauen sagen, ist das für mich immer nur als Abkürzung zu verstehen, sie können sich mit Schazi schlicht und ergreifend nicht zwischen Schaf und Ziege entscheiden. Schazi, eben!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach weiteren 25 Minuten, ich hatte inzwischen das Zuhören aufgegeben, mir begann der Schädel zu dröhnen, hörte ich auf einmal ein Jubeln. Die drei Frauen hatten sich tatsächlich durch den Buchstaben A gekämpft (ADAC, Auflade-Manager, Auskunft) und waren bei B gelandet, hatten irgendeine Bärbel angerufen und von eben dieser erfahren, daß ihre Freundin Jutta gestern ihr Handy verloren habe. Die sei ja immer so ungeschickt habe das Handy gestern nach dem Fitness verloren aber erst bemerkt als sie später noch eine Pizza bestellen wollte ins Fitness gehe die ja wegen ihrer Orangenhaut obwohl das ja Quatsch sei denn so stark sei das gar nicht ausgeprägt da gäbe es bei anderen Frauen ja viel Schlimmeres man kenne das doch von dieser Schauspielerin wie hieß die doch gleich Moment ich komm da gleich drauf Melanie irgendwie jedenfalls aus Amerika die habe ja nicht nur Orangenhaut sondern auch einen hängenden Po und... &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schon nach weiteren 30-40 Minuten hatte man dann endlich die Adresse und Festnetznummer von Jutta und setzte sich mit ihr in Verbindung. Es wurde ein Übergabetermin in der Mittagszeit vereinbart, da habe Jutta sowieso Pause und da fahre sie immer in die vegetarische Salatbar und da wäre es kein Problem mal eben vorbeizukommen was die Damen denn immer so trinken würden ob Prosecco das Richtige sei und das ist ja sowieso alles ganz süß und lieb...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mittags kam Jutta dann und es waren nun vier Frauen damit beschäftigt, sämtliche Neuigkeiten der Stadt auszutauschen und die letzten drei Folgen von &quot;Sturm der Rosen&quot; durchzudiskutieren. Schon nach gut 30 Minuten wandte man sich dem Handy zu und alle vier Frauen bekundeten, daß sie Handys hassen und im Grunde ein gnz einfaches Gerät ausreichen würde, man will ja nur telefonieren und &#039;simsen&#039; alles andere sei Quatsch und würde die Geräte nur unnötig verkomplizieren...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenig später wurde die Flasche Prosecco überreicht und Jutta unter großem Hallo als neue Freundin der Büromannschaft verabschiedet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem dieses Problem also endlich geklärt war, gingen die Frauen auch schon unverzüglich an die Arbeit.&lt;br /&gt;
Ich genieße den Umstand, daß die Büserin, Antonia und Sandy endlich im Haus unterwegs sind, gehe in das frauenfreie Büro, um eine Kopie zu machen und während ich das Aufwärmen des Kopierers abwarte, fällt mein Blick auf Antonias Schreibtisch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ratet mal, was da lag!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 07:28:36 +0100</pubDate>
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    <title>Auferstehung der Leichen</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die Frauen fangen neuerdings eine halbe Stunde früher an.&lt;br /&gt;
Antonia zu Sandy: &quot;Wie kommst Du denn morgens so raus?&quot;&lt;br /&gt;
Sandy: &quot;Och, ganz verschieden.&quot;&lt;br /&gt;
Antonia: &quot;Kenn ich, so seh&#039; ich auch manchmal aus.&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 15 Jan 2010 20:32:37 +0100</pubDate>
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    <title>Antonia bemänkelt einen Magel</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Antonia-bemaenkelt-einen-Magel/4260</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Nein Antonia, es heißt trotzdem nicht &quot;bemänkeln&quot;. Entweder bemängeln oder vielleicht noch bemäkeln, aber nicht beides vermischmascht zu bemänkeln.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Pummelchen lacht und meint gespielt schmollend: &quot;Sie aber auch immer mit ihrer Rechtscheißerei und ihrer Klughaberei.&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 30 Dec 2009 08:33:07 +0100</pubDate>
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    <title>Adventskalender</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Adventskalender/4241</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Mein erster Adventskalender war aus schwarzem Karton und wenn man eines der Türchen geöffnet hatte, kam ein weihnachtliches Motiv auf Transparentpapier zum Vorschein. Genauergesagt zum Durchschein, denn wenn von hinten Licht durch die Fensterchen fiel, sah das sehr hübsch aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kalender, die mit Schokolade gefüllt waren, kamen entweder erst später in Mode oder wir kannten sie erst nicht. Jedenfalls war ich sicher schon in der Schule, als ich den ersten Adventskalender mit Schokofüllung bekam. Das war etwas ganz Besonderes. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum Weihnachtsfest habe ich ein etwas seltsames und gespanntes Verhältnis. Es ist nicht leicht, mir etwas zu schenken. Das kommt so:&lt;br /&gt;
 Es war sicherlich keine finanzielle Not und es war auch nicht so, daß sie mir nicht genug Liebe entgegengebracht hätte, aber meine Mutter bevorzugte es, mir zu Weihnachten Sachen zum Anziehen zu schenken; gerne auch mal was Selbstgestricktes und als Steigerung: etwas Selbstgestricktes aus Garn, das sie vorher aus einem anderen, abgelegten Kleidungsstück von mir &quot;aufgeribbelt&quot; und aufgewickelt hatte...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie strickte gerne und gut, aber wenn andere Kinder schon Jeans und Parka tragen und man selbst mit gestrickten Klamotten und der verhassten Astronautenmütze herumlaufen muss, dann ist es schwer, das vierte Gebot zu halten!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man stelle sich vor, es ist 1965 und ich war noch ganz klein. Draußen regnete es, der geplante Samstags-Ausflug in den Wald war vom Vater abgesagt worden und Mutter hatte Langeweile. Was tat diese Frau? Sie ribbelte schon wieder einen Pullover auf! Katastrophenalarm!&lt;br /&gt;
Meine Mutter machte das immer so. Wenn mir irgendwas zu klein geworden war oder kaputt zu gehen drohte, dann ribbelte sie das selbstgestrickte Teil auf. Erst gab das dann ein dickes Knäuel, dann wurde die Wolle um die Lehne eines Stuhls gewickelt und befeuchtet, damit sie wieder glatt wurde und wenn sie dann glatt und trocken war, wurde sie zum zweiten Mal als Knäuel aufgewickelt.&lt;br /&gt;
Danach konnte man dann wieder etwas Neues daraus stricken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wolle hat ja viele sehr angenehme Eigenschaften, jedoch haben sich mir diese nie wirklich erschlossen. Für mich zeichnet sich Wolle seit jeher vor allem dadurch aus, daß sie kratzt. Und sie kratzt noch tausend Mal mehr, wenn sie immer wieder aufgeribbelt und um den Stuhl gewickelt wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie ich das hasste! Wie oft hatte sie mich gerufen und auf einen Stuhl gestellt, damit sie irgendein halbfertiges Produkt der klappernden Nadeln zum Anprobieren und Maßnehmen an meinen Körper heften konnte, gerne auch mal im Beisein des versammelten Kaffeekränzchens.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute weiß ja keiner mehr, was ein Kaffeekränzchen ist. Das ist nämlich nicht, wie mein Sohn meint, ein rundes Gebäck, welches man zum Kaffee verzehrt, sondern eine Freizeitgruppe. Heute würde man sagen Coffeinjunkies im Seniorenalter, die abchillen und abtalken.&lt;br /&gt;
Damals war das so, daß sich rund ein halbes Dutzend Frauen zu gelegentlichem gemeinsamen Kaffeetrinken und Kuchenessen verabredeten, was dann reihum mal bei dieser, mal bei jener Teilnehmerin stattfand. Wichtigstes Utensil: Eine Kaffeekanne mit Kaffeemütze. Das kennt auch keiner mehr. Eine Kaffeemütze war ein Teil aus dickem, oft wattiertem Stoff, welches man über die Kaffeekanne stülpen konnte, damit das braune Gesöff schön heiß blieb. Zweitwichtigstes Utensil: Der Tropfschutz. Aber auch den kennt heute kaum noch einer. Ein Tropfschutz war ein kleines Schaumstoffröllchen mit einem Gummibändchen, welches man vorne an die Tülle der Kaffeekanne schnallte, damit auch ja kein Tröpfchen der braunen Brühe auf die gestärkte Tischdecke tropfen konnte.&lt;br /&gt;
Wichtigste Aussage, mehrfach wiederholt, an einem solchen Kaffeekränzchennachmittag: „Der ist mit guter Butter gebacken!“&lt;br /&gt;
Ansonsten verliefen die Kränzchennachmittage genauso, wie das heute auch noch ist, wenn sich Frauen treffen: Man hetzte über die die nicht da waren, hechelte alle Krankheiten durch und tratschte, was das Zeug hielt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die größten Unterschiede waren, daß man den Frauensport Nummer 1, das Nordic Walking, noch nicht kannte und daß man gewöhnt war, daß alle Segnungen der Medizin in 12monatigem Abstand wie selbstverständlich immer neu in Anspruch genommen werden konnten. Ja, das gab es mal! Die fuhren jedes Jahr in Kur, bekamen alle zwei Jahre kostenlos eine neue Brille und neue Zähne, Brücken, Kronen gab es auch regelmäßig von der Kasse geschenkt. Kein Wunder, daß die Kassen leer sind!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da meine Mutter die große Strickkünstlerin war, mußte ich also immer herhalten, durfte dann vor den dicken, alten Tanten auf dem Stuhl stehen und mich mit halbfertigen Nadelprodukten behängen lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Pullover und die Jacken gingen ja noch, aber absolut grauenvoll waren die Nebenprodukte, die meine Mutter immer dann fertigte, wenn das Aufgeribbelte nicht mehr für was Größeres reichte. Solche Nebenprodukte waren beispielsweise Mützen, Schals und Handschuhe. Die Schals lasse ich ja noch durchgehen, aber die Mützen und Handschuhe habe ich gehasst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fingerhandschuhe konnte meine Mutter auch stricken, aber das war ihr immer zu kompliziert, deshalb fertigte sie vorzugsweise Fäustlinge. Fäustlinge sind vor allem deshalb absolute Scheiße, weil sie zwar vorzüglich die Hände wärmen, man sie aber bei allem was man machen will ausziehen muß. Ja und damit das Kind, die Dinger nicht verliert, weil es die ja ständig auszieht, wurden die Fäustlinge mit einer langen Wollkordel miteinander verbunden. Da lief also von der linken Hand eine Wollschnur durch den Ärmel, hinter den Schultern vorbei, durch den anderen Ärmel wieder hinunter bis zur rechten Hand. So konnte man die Dinger nicht verlieren.&lt;br /&gt;
Praktisch für die Mütter, unpraktisch für die Kinder.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich führe meine mittlerweile leicht gebeugte Körperhaltung vor allem darauf zurück, daß diese Fäustlings-Verbindungskordeln damals spätestens nach 3 Monaten viel zu kurz waren, weil ich als Kind die unangenehme Eigenschaft hatte immer zu wachsen.&lt;br /&gt;
Das war ja auch der Grund, warum meine Mutter immer alles aufribbeln mußte, um was Neues daraus zu stricken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Kaputt kriegt man das ja nicht, aber der wächst ja so schnell!“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sprach ja schon die Mützen an. Solange meine Mutter Pudelmützen strickte, war das ja noch in Ordnung. Die waren ganz witzig, warm und lustig, weil man so schön mit dem Bommel wackeln konnte. Aber als die doofen Russen 1961 den ersten Kosmonauten ins All schossen, folgten ja wenig später die nicht weniger doofen amerikanischen Astronauten und das bescherte uns Kindern die Astronautenmütze!&lt;br /&gt;
Wer nicht weiß, was eine Astronautenmütze ist, stelle sich den Rollkragen eines Pullovers mit einer angestrickten Kapuze vor.&lt;br /&gt;
Diese Mützen umschlossen den ganzen Kopf und den Hals und ließen nur ein Loch für das Gesicht. Genauergesagt hatte das Ding zwei Löcher, eins fürs Gesicht und eins für den Hals. In etwa sehen heute die Feuerschutzhauben der Formel-Eins-Rennfahrer so aus. Nur waren unsere Astronautenmützen damals nicht aus atmungsaktivem Weltraumstoff, sondern… genau: aus aufgeribbelter Kratzwolle.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was haben es unsere Kinder doch heute gut, oder? Dafür nehme ich sogar den kastriert klingenden Comic-Clown oder Verona (wie heißt die heute?) in der Fernsehwerbung von KiK in Kauf. Bei C&amp;A, KiK und Konsorten bekommt man wunderbare, kratzfreie Kinderbekleidung, die man –wenn sie kaputt oder zu klein ist‑ nicht aufribbeln kann, sondern abgibt oder einfach in die Altkleidertonne wirft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neulich sagte die meine Frau: „Eigentlich könnte ich mal wieder was stricken.“&lt;br /&gt;
Ich hab bloß gesagt: „Ich stelle mich aber keinesfalls auf den Stuhl.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das hat sie nicht verstanden. Frauen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Astronautenmützen, Schals, verkordelte Fäustlinge und vor allem Pullover waren also die bevorzugten Weihnachtsgeschenke meiner Mutter. Gerne ging sie aber auch im Schlussverkauf mit mir in die Stadt und versah mich dann mit allerlei Kleidungsstücken, die mir zwar nie gefielen, von denen der Verkäufer aber behauptet hatte: &quot;Das tragen die jungen Leute heute so.&quot;&lt;br /&gt;
Ja und kurz vor Heiligabend verschwanden diese Sachen dann aus meinem Schrank, um dann im Zuge der Bescherung, in schönstes -seit Jahren immer wieder aufgebügeltes- Weihnachtspapier gehüllt auf dem Gabentisch wieder aufzutauchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andere Kinder bekamen einen Cassettenrekorder oder Bonanza-Figuren...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seitdem ich halbwegs auf eigenen Beinen stehe, läuft einjeder, der mir zu Weihnachten etwas kleidungsähnliches schenken will, Gefahr, sofort den in mir schlummernden Werwolf zu wecken und der Zerreissung seiner textilen Gaben beiwohnen zu dürfen. &lt;br /&gt;
Ich will zu Weihnachten Blechroboter, Metallbaukästen, Spielzeug in allen Varianten, meinetwegen auch Bücher -obwohl ich mir die ja selbst schreiben könnte-, gerne auch was Süßes und was Elektronisches, aber KEINESFALLS irgendetwas was man anziehen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch zurück zum Adventskalender:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seit ich denken kann, habe ich jedes Jahr einen Adventskalender. Meistens sind es die ganz normalen, die mit den Schokoladendingern drin. Und damit es nicht so doof aussieht wenn ein so großer, kräftiger Mann einen Adventskalender da hängen hat, kaufe ich immer für jeden Mitarbeiter und jedes Familienmitglied einen. Da hängt bei uns unten im Gang also eine ganze Batterie von Adventskalendern nebeneinander und bis jetzt ist mir noch keiner begegnet, der nicht seinen Spaß daran gehabt hätte. &lt;br /&gt;
Frau Büser hat einen von &quot;merci&quot;, Sandy einen von einem bekannten Gummibärchenhersteller und die meisten anderen verschiedene Ausführungen mit Schokolade.&lt;br /&gt;
Ich habe in diesem Jahr einen mit Überraschungseiern, leider sind da nur ganz doofe Sachen drin. Aber egal, die Schokolade außen drum ist sowieso das Beste!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 14 Dec 2009 08:28:31 +0100</pubDate>
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    <title>Freitag</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Freitag/4239</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Ein echter Antonia:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist ja der Dreizehnte. Da fällt mir eine Begebenheit ein, die schon etwas zurückliegt, und die ich beinahe vergessen hätte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Büser schaut sich den Kalender genauer an und teilt ein, wer wann Bereitschaft hat.&lt;br /&gt;
Mal abgesehen von Einzelfällen, ist an Weihnachten bei uns jetzt nicht gerade die Hölle los. Wir haben keinen Polizeidienst, die meisten Leute sterben im Krankenhaus, da liegen sie über die Feiertage gut und ein paar Beratungen teilen wir uns.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Beim Durchsehen des Kalenders &lt;em&gt;blättert Frau Büser mal vor und &lt;/em&gt; denkt laut nach:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;&lt;em&gt;Nächstes&lt;/em&gt; Jahr fällt Heiligabend auf einen Freitag.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kommt postwendend von Antonia die Antwort:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Woll&#039;n wer mal hoffen, daß das kein Dreizehnter ist!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja nee, is klar!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 13 Dec 2009 10:07:00 +0100</pubDate>
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    <title>Die Jägermeister-Hühner</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Es ist Mittwoch, es ist Feierabend und die Bürodamen gehen nicht nach Hause.&lt;br /&gt;
Sandy trägt rote Netzstrümpfe mit weiten Maschen, einen schwarzen Minirock und High-Heels mit weißen Puscheln um die Fußfesseln. Auf dem Kopf hat sie eine aberwitzig kleine Nikolausmütze mit einem blinkenden Bommel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia hat sowas Ähnliches an, nur sieht das bei ihr irgendwie ganz anders aus.&lt;br /&gt;
Frau Büser ist ganz in Zivil, lediglich eine blinkende Puschelbrosche und eine etwas größere Nikolausmütze zeigen, daß auch sie zur Truppe gehört. Und Truppe, der Ausdruck passt ganz gut. Aus irgendeinem Grund hat sich die Büserin nämlich einen Tannenzweig an ihre Nikolausmütze gesteckt, der ragt kühn nach oben und verleiht dem Ganzen etwas Feldwebelhaftes.  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Los, Mädels, Weihnachtsfeier!&quot;, lautet Antonias Kommando und... ...die kampfbereiten Hyänen machen sich auf den Weg zum kleinen Ortsweihnachtsmarkt.&lt;br /&gt;
Alkoholisierte Zuckerbrühe und Fettschlauch, auch unter den Synonymen Glühwein und Bratwurst bekannt, sind das Ziel der weiblichen Begierde. Das geben die drei zumindest vor, in Wirklichkeit wollen sie, wie so viele um diese Jahreszeit, ganz schnell lustig werden und in erster Linie über die Männer herziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy steht ja, das ist hinlänglich bekannt, auf Jägermeister. Pur, auf Eis, mit Saft und in allen anderen denkbaren und undenkbaren Kombinationen ist das ihr absolutes Lieblingsgetränk. Logischerweise hat sie eine große Flasche dieses Kräuterlikörs in ihrem kleinen Rucksack mit dabei und ich hoffe, sie kippt das Zeug nicht auch noch in den Glühwein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sagte ich, daß die zu Dritt gehen?&lt;br /&gt;
Glatt gelogen! Beziehungsweise ändert sich die Zahl der Weihnachtsgänse schlagartig von drei auf vier, als kurz vor dem Abgang der Truppe auch noch unter großem Hallo meine Frau dazu stößt. Die hat ihre unglaublich langen Beine in ebenso unglaublich lange Stiefel gezwängt und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, als ob die ansonsten Herzensgute schon ein wenig &quot;vorgeglüht&quot; hat.&lt;br /&gt;
Mit Verschwörermiene klopft sie auf ihren kleinen Rucksack und die anderen drei Hennen lachen gackernd.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich ziehe nur den Kopf zwischen die Schultern, tue so, als ob mich das alles gar nichts anginge und mich auch nicht interessiert und gehe einfach in mein Büro. Nee, mit angetüdelten Hyänen kann ich nun so gar nichts anfangen, ich gönne ihnen aber ihren Spaß.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie ich aus dem Gegacker auf dem Flur entnehmen kann, treffen sich meine vier Lotterweiber mit nochmals vier anderen Weibsleuten und später stößt sogar, und das gibt jeder weiblichen Veranstaltung immer den ganz besonderen Kick, der schwule Hendrik dazu. Der ist der Star auf jeder Frauenveranstaltung, weil er als Kosmetiker immer die besten Schminktipps parat hält und vor allem ganz viel Tratsch zu berichten weiß.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nee, davon halte ich nichts, das hat doch mit Weihnachten nichts zu tun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Chef, sind Sie fertig?&quot; will Manni wissen, der den Kopf zur Tür rein streckt und ich hebe nur den ausgestreckten Zeigefinger vor den Mund. Ein vielstimmiges &quot;Tschühüsss&quot; schallt durchs Haus und endlich ist männliche Ruhe da.&lt;br /&gt;
&quot;Auf geht&#039;s!&quot; sage ich, nehme meine Nikolausmütze aus der Schublade und zu fünft gehen wir Männer auf den kleinen Weihnachtsmarkt im Nachbarort. Manni hat eine Flasche Appelkorn dabei, dieses fast schon legendäre und bei vielen längst vergessene Kult-Gesöff der Siebziger. &lt;br /&gt;
Mit Appelkorn feiert man Weihnachtsmarkt, aber doch nicht mit Jägermeister!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 08:37:15 +0100</pubDate>
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    <title>Der Weltendreher</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Mütter holen ihre Kinder von der Straße, besorgte Familienväter sperren die spärlich vorhandenen Jungfrauen weg, Bauern treiben das Vieh in die Ställe und selbst der zur Köttelbecke verkommene Birkenbach versiegt vorübergehend. Es liegt Stille über Stadt und würden wir uns im amerikanischen Westen befinden, würde der Wind Sand und dürres Gestrüpp durch die Gassen wehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unwillkürlich wartet man auf das jaulende Gequäke aus der Mundharmonika eines bald Gehenkten, doch stattdessen tritt nur einer, mutig den Imponderabilien des Lebens die Stirn bietend, vor den Vorhang der brutalen Wirklichkeit: TOM! Bewaffnet mit seinem Werkzeuggürtel schreitet er stolz erhobenen Hauptes, das Kinn kühn reckend, der harten Arbeit entgegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mama! Der Papa will reparieren!&quot; so würde normalerweise der ängstliche Ruf meiner Kinder lauten und die -schon allein deswegen sich um jeden erhofften Erbteil bringenden- Gören würden sich scheu bibbernd an ihre Mutter klammern. Ausgerechnet an diese, zwar sehr schöne, aber doch für ihre eher grobmotorischen Fähigkeiten bekannte Frau! Ausgerechnet! Doch heute ist das anders, ermutigend klopft mir meine Frau auf die Schulter, die Kinder schweigen schuldbewußt und selbst Sandy und Frau Büser enthalten sich jedes bösartigen Kommentars. Allein Antonia macht da eine Ausnahme, sie hat von den näheren Umständen meines Auftritts nichts mitbekommen, kommt kauend aus der Kaffeeküche, sieht mich mit meinem Werkzeuggürtel und fragt, unschuldig wie ein neugeborenes Ferkel: &quot;Ist irgendwo Krieg?&quot;&lt;br /&gt;
 Nein, es ist kein Krieg und ich ziehe auch nicht in den Kampf, ich bin aufgebrochen, um zu reparieren! Um das zu tun, wozu wir Männer unter anderem hier auf diesen Planeten geschickt wurden, um durch den geschickten Einsatz von Werkzeugen hochtechnischer Art die Überlegenheit der menschlichen Rasse unter Beweis zu stellen. Wir von der Gattung homo sapiens, wissen nicht nur um den eigenen Tod und unsere Vergänglichkeit, wir wissen nicht nur von der Macht der Liebe, nein, nicht nur das unterscheidet uns vom gemeinen Tier, nein, wir können auch im Baumarkt einkaufen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch warum setzt beim Anblick meines Werkzeuggürtels keine hausinterne Stadtflucht ein? Warum geben sich alle so verständnisvoll?&lt;br /&gt;
Na, ganz einfach: SIE haben es kaputtgemacht, sie alle, sie alle gemeinsam, dieses ganze aus Weibern und Gören bestehende Pack, dieses Gelumps mit seinen ungeschickten Fingern, diese Bagage, die nicht hören will, wenn Papa, Chef und Weltendreher Tom sagt: &quot;Man kann an eine Steckdose nicht unendlich viele Geräte anschließen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:559 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;350&quot; height=&quot;390&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/dose1.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 14 Nov 2009 09:59:45 +0100</pubDate>
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    <title>Sandy badet in Milch</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Sandy hat eine sehr helle Haut. Wenn man ganz genau hinschaut, entdeckt man zwar ganz viele kleine Sommersprossen vor allem um ihre Nase herum, aber die sind auch ganz hell.&lt;br /&gt;
Ohne daß sie sich großartig schminkt wirkt schon der Kontrast zwischen ihrem hellen Teint und den derzeit ganz langen schwarzen Haaren und der vorwiegend dunklen Kleidung ziemlich gruftimässig, wie man so sagt.&lt;br /&gt;
Nun hätte Antonia, die eher rosa Bäckchen hat, auch gerne so eine weiße Haut und Sandy hat ihr, wohl mehr zum Scherz, gesagt, daß sie täglich in der Milch jungfräulicher Kamelstuten bade.&lt;br /&gt;
Wir schmunzeln dann alle so in uns hinein, denken uns unseren Teil und lächeln leise vor uns hin. Ich meine, Antonia ist ein niedlicher kleiner Wonneproppen, aber soviele Kamele gibt es gar nicht...&lt;br /&gt;
Gestern rief mich Frau Büser ins Büro, sie saß da kichernd an Antonias Schreibtisch, weil sie für das kleine Moppelchen noch was fertigmachen wollte und als ich ins Büro kam, deutete sie nur auf den Bildschirm: &lt;a href=&quot;http://gesundheit-blog.weiterlesen.net/ruckruf-light-blue-bonnet-spread-von-conagra-foods.html&quot;&gt;&quot;Chef, das müssen Sie gelesen haben!&quot;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 14 Nov 2009 07:12:49 +0100</pubDate>
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    <title>Poltergeist</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Gerade eben tönt ein Klirren und Poltern aus der Küche und dann ist für ein, zwei Sekunden Totenstille. &lt;br /&gt;
Dann ruft Frau Büser aus dem Büro: &quot;Antonia!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Angesprochene in der Kaffeeküche schweigt erst einen kurzen Moment, dann kommt der Satz: &quot;Das war ich nicht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wer denn sonst? Wenn&#039;s poltert bist Du das.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, s&#039;is Freitag der Dreizehnte.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach so.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 13 Nov 2009 09:12:35 +0100</pubDate>
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    <title>Ganz in Weiß</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Seit einigen Wochen kommt immer so kurz vor Feierabend ein junger Mann zu uns ins Büro und schlawenzelt um Antonia herum. &lt;br /&gt;
Es ist ein ziemlich großer Mann, vielleicht drei, vier Jahre älter als Antonia, glatzköpfig und an sich auch ganz gut aussehend. Jonas heißt er mit Vornamen und sein Nachname gehört zu denen, die ich nicht gerne tragen würde, der arme Mann heißt hinten Dumm.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dafür kann er nichts, die Dumms hießen alle immer schon Dumm und sie haben sich an diesen Namen und die damit verbundenen Anspielungen gewöhnt.&lt;br /&gt;
Immerhin interessiert sich Jonas Dumm ernsthaft für unsere Antonia und die ist regelrecht aufgeblüht. Ein sehr kunstfertiger Friseur hat ihr erst letztens sogar so etwas wie eine Frisur auf den Kopf gezaubert und obwohl ich ja auf Frauen stehe, die ohne Schminke auskommen, bin ich doch verwundert, was so ein paar Tiegelchen diverser Cremes und Tünche aus so einem nicht unhäßlichen Krötenfrosch machen können. Nee, ich muß eingestehen, die Liebe und die Kosmetikindustrie lassen Antonia richtig gut aussehen, so für ihre Verhältnisse...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe ja gut unken, ich habe die Jagdphase ja schon hinter mir...&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Heute Morgen verblüffte mich Antonia mit einer kurzen Stippvisite in meinem Büro, denn sie will ihren Jonas im Februar heiraten.&lt;br /&gt;
Jetzt war natürlich der Zeitpunkt gekommen, daß ich mich näher über Jonas erkundigen mußte und war erstaunt, daß Jonas Zahnmedizin studiert und eines Tages die Praxis seines Vaters übernehmen soll.&lt;br /&gt;
Besondere Gedanken hatte ich mir über Jonas nicht gemacht, hätte ihn aber eher so als Straßenbahnfahrer oder Speditionskaufmann eingeschätzt. Naja, wenn vorne mal ein Doktor dransteht, kann man hinten auch ruhig Dumm heißen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nee, wirklich? Sollte es tatsächlich so sein, daß Antonia ihr Glück gefunden hat? Ihre Augen leuchten und sie malt mir schon in den schönsten Farben aus, wie sie sich ihre Hochzeit vorstellt. &lt;br /&gt;
Es soll eine richtige Prinzessinnenhochzeit werden, mit Hochzeitskutsche, weißem Kleid und allem Drum und Dran.&lt;br /&gt;
&quot;Aber keine Angst, ich hör nicht auf bei Ihnen, Kinder wollen wir erst im darauffolgenden Jahr!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kinder? Naja, zuzutrauen wäre es meiner Krapfenvertilgerin, daß sie gleich beim ersten Schuß einen Treffer voll auf die Zwölf landet und gleich Sechslinge wirft.&lt;br /&gt;
Wir sollen uns jetzt also mal drauf einstellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Auf was einstellen?&quot; frage ich und Antonia stellt einen Fuß etwas vor, wiegt sich unterhalb der nicht vorhandenen Taille in den Hüften, dreht keck ihren Popo und meint, sie müsse doch jetzt Diät machen, damit sie schön schlank sei, wenn sie im Februar ins weiße Brautkleid schlüpfe.&lt;br /&gt;
Ja und dann käme ja die Schwangerschaft und dann müsse sie für das Kind mitessen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aha.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 29 Oct 2009 08:19:31 +0100</pubDate>
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    <title>Im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten war Frau P. stets bemüht, das Beste zu geben, was ihr nicht immer gelang, der Einsatzwille wird ihr aber hoch angerechnet.&lt;p&gt;...erledigte sie die ihr zugewiesenen Aufgaben zum Teil und andere mit großem Einsatz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ihr Verhältnis zu Vorgesetzten war von gegenseitiger Kritik geprägt und von ihren Kolleginnen und Kollegen wurde sie über das notwendige Maß hinaus sehr geschätzt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch wenn Frau P. unserem Hause nur sehr kurz zur Verfügung stand, ist ihr Ausscheiden aus dem Unternehmen für uns von großer Bedeutung und wir wünschen ihr für ihren weiteren Lebensweg alles Gute.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es streiten sich ja manchmal auch Arbeitgeber und -nehmer vor dem Arbeitsgericht über die Formulierungen in ihren Zeugnissen. Frau P. hat das nicht getan, das Zeugnis ist schon 15 Jahre alt und sie sagt dazu: &quot;Das ist doch ein prima Zeugnis: Arbeitswille hoch angerechnet, sehr geschätzt, wünschen alles Gute!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für mich steht da, daß Frau P. faul, unfähig und aufmüpfig ist, aber gerne mit den Kollegen feiert oder zusammenhockt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Früher las man solche Formulierungen häufiger und es gab auch wesentlich schwerer zu entziffernde Codes, als diese doch recht unverbrämten Hinweise.&lt;br /&gt;
Ich spreche mit den Leute darüber, vielleicht wollte der Arbeitgeber nur nachtreten, vielleicht ist er einfach nur ein Ar***, wer weiß? Aber in den meisten Fällen haben die Arbeitnehmer gar nicht kapiert, daß da in Wirklichkeit etwas Negatives über sie steht.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 27 Oct 2009 06:00:40 +0100</pubDate>
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    <title>Diebstahl im Betrieb</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Diebstahl-im-Betrieb/4029</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Im Moment mehren sich doch diese Fälle wo man hört dass eine Bäckereifachverkäuferin jden Tag heimlich ein Brötchen isst und dann entlassen wird. Wie stehst du dazu?&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;So gesehen ißt die Frau ja im Jahr rund 200 Brötchen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber ich verstehe was Du meinst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Grundsätzlich bin ich in solchen Dingen zunächst einmal ein Hardliner. Wer mir etwas wegnimmt, auf den bin ich böse.&lt;br /&gt;
Meine Mitarbeiter können nun wirklich fast alles von mir haben, wenn sie denn nur fragen. Wer dann hingeht und sich eine Tonerkartusche oder einen Karton mit Briefumschlägen einsteckt, der bekommt Schwierigkeiten. Dabei spielt die Menge oder der Wert des Gestohlenen für mich nur eine untergeordnete Rolle. In einem so familiär geführten Betrieb ist das Vertrauensverhältnis auch durch den Diebstahl sehr geringwertiger Güter mehr gestört, als in einem großen Industriebetrieb.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man muß aber die Kirche im Dorf lassen und die ganze Sache mit Augenmaß sehen. Sagen wir es so: Handelt es sich um einen Praktikanten oder jemanden der in der Probezeit ist, dann würde selbst ein kleiner Verstoß das &quot;Tschüß&quot; bedeuten. Mitarbeiter, die schon sehr lange bei uns beschäftigt sind, würde man zunächst ins Gebet nehmen und evtl. abmahnen. Hier kommt es immer auf den Einzelfall an, man kann das nicht pauschal aburteilen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 16 Oct 2009 09:39:00 +0200</pubDate>
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    <title>Krisenherd im nahen Osten</title>
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            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Es gab ja mal eine Zeit, da sind wir mittags alle mal gerne zusammen Mittagessen gegangen. Das ist aber nun schon seit einer ganzen Weile eingeschlafen. Mir ist es wichtig, daß ich möglichst mittags mit Frau und Kindern gemeinsam esse und der gute Grieche, gleich hier um die Ecke, den wir immer so gerne besuchten, der hat sich seine Gäste komplett vergrault. 28,50 für einen griechisch angefeuchteten Teller voller Nichts, das ist mir zu viel, auch wenn das Nichts neben einem riesigen Salatblatt mit einer Scheibe gefrorener Kräuterbutter liegt. Ein Mini-Fläschchen Wasser kostet bei ihm soviel, wie im Getränkemarkt ein ganzer Kasten und Gyros macht der jetzt nur noch einmal in der Woche, friert es ein und macht es nur noch heiß. Salate serviert der Mann nur noch sozusagen am Stück. Ich hasse es, wenn sich der übliche Bohnen- und Weißkrautkrempel mit drei Din-A-4-großen Kopfsalatblättern das Schüsselchen teilt und dann nur eine Sauce aus dem Fix-Regal darüber ist. Die spritzt dann immer so schön auf die Krawatte, wenn man die riesigen Salatblätter irgendwie zu bändigen versucht. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum Ochsenwirt gehen wir auch nicht mehr. Der ist jetzt Starkoch, wurde in irgendeiner Kochzeitschrift vorgestellt und meint nun, er müsse alles roh servieren. Man mag ja zu &quot;englisch&quot;, &quot;medium&quot; und &quot;durch&quot; stehen wie man will, aber zumindest sollte das servierte Tier doch schon so tot sein, daß es auf meinem Teller nicht mehr den Namen seiner Mutter ruft...&lt;br /&gt;
Nein, ich gebe es zu, ich will das ganze rohe, halbgare und glasige Gedöns nicht essen. Mir kommt schon das Kotzen, wenn ich Lafer und Genossen im Fernsehen bei den unausweichlichen Kotzduellen sehe, dann aus dem ganze sechs Sekunden lang geschmorten Hasenarsch erst einmal ein Liter waidwundes Blut läuft und die herbeigerufene Wiener Sushi-Expertin urteilt: &quot;Das ist mir dann aber schon ein bißchen zu stark durchgebraten.&quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, aber so schmeckt das doch viel besser&quot;, meinte der Ochsenkoch, als meine Frau ein zappelndes Rumpsteak noch einmal in die Pfanne legen ließ. Das Fleisch verliere doch seinen ganzen Saft, meinte er und sie deutete auf ihr Wasserglas und meinte: &quot;Da hab ich was zu trinken, auf dem Teller will ich Fleisch und zwar für dieses viele Geld ein ordentliches Stück und das bitte ohne Saft; ich habe durchgebraten &lt;br /&gt;
bestellt und das will ich auch haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja aber durch und durch sind zwei Paar Schuhe&quot;, wehrte sich der Ochsengarer noch einmal kurz, dann erklärte ihm meine Frau, daß sie doch schließlich diejenige sei, die das Ganze bestellt, ißt und bezahlt und somit es doch auch wohl ihr überlassen sein müsse, wie sie das Ganze haben will. Mit einer beleidigt hochgezogenen Nase servierte der Ochse dann meiner Frau wenig später ein durchgebratenes Rumpsteak: &quot;Na, wenn Ihnen das so schmeckt...&quot; und ich tranchierte voller Ekel ein glasiges, halbrohes Stück Pangasius-Fisch, das ich dann am Ende unter einem großen Salatblatt verschwinden und mit abräumen ließ.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also, ich esse das Zeug gerne, wenn es noch saftig ist und es muß für mich nicht zur Schuhsohle durchgegart sein. Aber wenn &quot;durch&quot; noch glasig und zuckend bedeutet, dann will ich das lieber gar nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ach, was erzähle ich das eigentlich? Ach so: So kam es also, daß in unserer Firma eine ganz neue Esskultur Einzug hielt, geprägt von unseren drei Stuten, Frau Büser, Sandy und Antonia.&lt;br /&gt;
Sandy holte sich ja immer ganz gerne was von &quot;Papa Luigi&quot;, der eine Pizzabude vorne auf der Hauptstraße betreibt und Antonia bevorzugte stattdessen irgendwas mit Pudding, Rahm oder Baiser.&lt;br /&gt;
Ja und weil Antonia eigentlich immer was Süßen essen kann, hat Sandy sie damit schon oft aufgezogen. Deswegen war Antonia eines Tages beleidigt und hatte Sandy erzählt, sie esse ja nur deshalb nichts von &quot;Papa Luigi&quot;, weil der Ekzeme an den Händen habe und alles mit den Fingern anfasse, obendrein habe der noch Nagelpilz...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, jetzt ißt Sandy auch nicht mehr aushäusig und so sind die drei Frauen dazu übergegangen, eine mittägliche Brutzel- und Futterrunde zu gründen. Immer abwechselnd bringt eine von denen was mit und macht es für alle warm. Und weil das anfänglich ganz gut klappte, hat sich der Chef auch nicht dem Wunsch verschlossen, doch einen Herd in die Kaffeeküche zu stellen. Zwar besteht der Herd nur aus zwei Induktionskochplatten und einem kleinen Backofen in Augenhöhe, aber für viel mehr ist in der Kaffeeküche auch gar kein Platz. Schließlich lagern dort die Lebensmittelvorräte, die man so für ein ganzes Jahr braucht, wenn die Russen mal kommen, sprich: Antonias Reserven für den nächsten Tag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit den Worten: &quot;Wie? Du tust da Petersilie dran?&quot; begann das Unglück. Ich hatte es ja schon geahnt und mich im gleichen Moment schnell wie ein Blitz (Auch Kugelblitze sind Blitze, ja?!) nach oben verzogen. Ich wußte schon in dem Moment als die drei Grazien ihren Herdeswunsch vortrugen, daß das nicht gutgehen würde. Sie gerieten von da an beinahe jeden Tag ob der Zubereitungsart der diversen Speisen in Streit und das führte dazu, daß sie dann anschließend, jede in eine andere Richtung schauend, schweigend ihre Mahlzeiten einnahmen. Eigentlich ja nichts Schlechtes, so aus männlicher Sicht gesehen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Krisenherd in der Kaffeeküche, im östlichen Teil des Gebäudes gelegen, wurde zur Zentrale der Verdammnis. Keine wollte es sich nehmen lassen an IHREM Tag IHR Essen nach IHREM Rezept aufzuwärmen, zu würzen und zu dekorieren. Und die anderen beiden waren jeweils garantiert anderer Meinung, soooo könne man das ja unmöglich machen. &quot;Wie, ihr meint also, ich könne nicht kochen?&quot;&lt;br /&gt;
KUGELBLITZ!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einmal schepperte sogar Geschirr durch die Kaffeeküche, ich hörte es nur klirren und wollte schon nachgucken gehen, doch:&lt;br /&gt;
KUGELBLITZ!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach etwa einem Monat heftigem, mittäglichem Kugelblitzen wurde es mir dann aber doch zu bunt und ich beschloss einzugreifen. Frauen könnten ja sowieso nicht kochen, behauptete ich kühn, ließ die drei am Krisenherd mit offenem Mund stehen und verzog mich in meine Kemenate.&lt;br /&gt;
Es dauerte nur Sekunden, da standen die drei Damen, seltsamerweise unisono einer Meinung und endlich wieder in weiblicher Solidarität vereint, in meinem Büro und wollten wissen, wie ich das denn gemeint habe. Ich lehnte mich nur in meinem Sessel zurück, fixierte einen imaginären Punkt an der Decke und zählte die Namen aller mir bekannten, berühmten Köche auf. &quot;Alles Männer, keine einzige Frau&quot;, beendete ich meine Aufzählung und fügte noch hämisch grinsend hinzu: &quot;Frauen taugen allenfalls als Spülerinnen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich will das Gekeife und Gezeter gar nicht wiedergeben, es würde etwa drei Tage dauern, das alles aufzuschreiben...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vom nächsten Tag an, standen die drei Hübschen gemeinsam am Krisenherd und man konnte es kaum glauben, sie taten das in Eintracht und Frieden, nur mit dem Ziel, sich die Seele aus dem Leib zu brutzeln, um mir ein leckeres Mahl hinstellen zu können. &quot;Dem zeigen wir es aber!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja und das zeigen sie mir jetzt jeden Mittag, hmmm, lecker!&lt;br /&gt;
Und da wundert man sich, daß ich Pfunde ansetze? Und da bekommt dieser Obama den Friedensnobelpreis? Ungerechte Welt!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 13 Oct 2009 09:15:57 +0200</pubDate>
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    <title>Wurstfett</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wurstfett/4003</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Manni war schon früh unterwegs. Gegen 3 Uhr in der Nacht war er zusammen mit einem Aushilfsfahrer mit dem Bestattungswagen in eine weit entfernte Stadt gefahren, um heute Morgen pünktlich um 7 Uhr einen Verstorbenen dort aus der &quot;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Prosektur&quot;&gt;Prosektur&lt;/a&gt;&quot; zu holen. Bis er dann dort den Papierkram erledigt hatte, war es 8 Uhr und er konnte gleich aufs Standesamt, um die Sterbeurkunden abzuholen.&lt;br /&gt;
Um 14 Uhr war er wieder hier, todmüde, grantig und kurz angebunden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Irgendwas schiefgegangen?&quot; frage ich, doch Manni schüttelt nur den Kopf.&lt;br /&gt;
&quot;Irgendwas ist doch&quot;, hake ich nach und Manni brummt: &quot;Ach Mensch, so&#039;ne lange Fahrt und dann &#039;nen Nichtraucher mit an Bord.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tja, was soll ich machen? Die Kabinen der Bestattungswagen sind eng, wenn da ein Nichtraucher mitfährt, muß man sich als Raucher eben einschränken und während der Fahrt aufs Rauchen verzichten. Man kann ja ab und zu mal anhalten, Pausen sind sowieso nötig und die Fahrer wechseln sich ja auch mal ab.&lt;br /&gt;
Das sage ich Manni auch.&lt;br /&gt;
 &quot;Sie haben gut reden! Erst kann ich nicht rauchen, weil der andere das nicht will. Okay, das sehe ich ein. Dann fahre ich auf einen Parkplatz und will mir eine anstecken, habe aber kein Feuerzeug dabei.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der Wagen hat doch einen Zigarettenanzünder&quot;, argumentiere ich und Manni wird nur noch grantiger: &quot;Ja, das ist ja gut und schön, aber irgender hat da was mit gemacht. Die Zigaretten schmecken dann nach Mettwurst.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nach was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nach Mettwurst!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich muß lachen, sowas habe ich ja noch nie gehört. Wie bitte soll denn ein Zigarettenanzünder bewirken, daß eine Zigarette nach Mettwurst schmeckt? &lt;br /&gt;
Antonia ist es, die Licht ins Dunkel bringt. Sie beißt gerade von einem Berliner ab (die Puddingkrapfen stehen derzeit auf der roten Liste, Antonia macht Diät) und sagt kauend: &quot;Das ist bestimmt von der BiFi.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was war das mit der BiFi?&quot; will ich wissen und sehe noch im Augenwinkel, wie sich Sandy hinter mir durch die Tür stehlen will.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sandy!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Chef?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was war das mit der BiFi?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;BiFi?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, diese Minisalami.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich weiß, was eine BiFi ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na, dann gib doch mal Antwort! Was war denn mit der BiFi?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nix.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie, nix?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, eigentlich nix.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und uneigentlich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Naja, ich hatte mir an der Tanke ne BiFi gekauft, stecke die zwischen die Lippen und fahre los. Ganz in Gedanken habe ich...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia, die bei der Fahrt dabei gewesen ist, fällt ihr glucksend und kichernd ins Wort: &quot;Ja und da hat sie versucht, mit dem heißen Zigarettenanzünder die BiFi anzustecken, weil sie in Gedanken war und dachte, das wär&#039; ne Zigarette.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da hat die Schwarzhaarige, die jetzt gerade grüne Strähnen hat, also tatsächlich eine Miniwurst in den Zigarettenanzünder gestopft, bzw. den an die Salami gebrutzelt, bis das nach Geräuchertem schmeckende Wurstfett in die feinen Rillen des Anzünders gelaufen ist. Klar, daß dann die Zigaretten komisch schmecken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Macht das unter Euch aus&quot;, sage ich, um mich aus der Affäre zu ziehen und deute noch auf Sandy: &quot;Und Du machst das Ding sauber oder kaufst einen neuen Anzünder!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 06 Oct 2009 08:04:15 +0200</pubDate>
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    <title>Tütentheater</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Tuetentheater/3980</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Eben stand doch da noch eine Tüte mit Puddingkrapfen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich will Deine doofen Puddingkrapfen gar nicht, ich bin Amerikanerin und mag sowieso lieber Donuts mit Puddingfüllung.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber irgendeiner muß sie doch gegessen haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich war es jedenfalls nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach komm, Du warst die Einzige, die außer mir noch da war.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sag mal, spinnst Du? Ich mag eigentlich gar keine Puddingkrapfen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &quot;Ach toll, und warum nimmst Du Dir dann jeden Tag einen, wenn ich sie Dir anbiete?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil sie umsonst sind und satt machen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na prima! Gut, daß ich das auch mal erfahre!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach menno, mal bringst Du was mit und mal bringe ich was mit, wir teilen doch immer...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Deine Brownies mag ich auch nicht...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach was? Und deshalb futterst Du immer die halbe Schüssel leer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ist ja nur wegen der Verbrennung.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wenn ich so&#039;n Zeug sehe, dann fängt es in meinem Magen an zu brodeln und dann steigt mir die Magensäure hoch und ich krieg&#039; Sodbrennen. Ja und dann muß ich sofort was essen, um die Verbrennung in Gang zu halten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du bist ganz schön verfressen, weißt Du das?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du aber auch, Du ißt doch viel mehr als ich, bloß sieht man es bei Dir nicht. Das find&#039; ich voll gemein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Auf jeden Fall habe ich Deine Puddingkrapfen nicht gegessen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hast Du noch was von den Brownies?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja klar, drüben in der Kaffeeküche.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kann ich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Logisch!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Danke.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Welcome.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Chef betritt die Szene: &quot;Hey, sacht mal, wer hat eigentlich dem Hund die leere Bäckertüte gegeben? Der zerfetzt die gerade in tausend kleine Stückchen.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 29 Sep 2009 08:24:48 +0200</pubDate>
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