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    <title>Bestatterweblog - Kunden!</title>
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    <managingEditor>undertaker@bestatterweblog.de (Tom)</managingEditor>
<webMaster>info@europa-host.de (Tom)</webMaster>
<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 09:56:31 GMT</pubDate>

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    <title>Das Rosenservice</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Eine Tasse Kaffee wird mir angeboten, ich nehme sie gerne.&lt;br /&gt;
Doch beim Betrachten der Tasse kommen Erinnerungen an die 60er Jahre hoch.&lt;br /&gt;
Hatte nicht irgendwann einmal jeder dieses &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Service&quot; title=&quot;Kaffeeservice&quot;&gt;Service&lt;/a&gt;?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:1002 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;450&quot; height=&quot;566&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/rosentasse.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 07 Apr 2012 11:29:49 +0200</pubDate>
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    <title>Wenns Gras sich um das Messer wickelt</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wenns-Gras-sich-um-das-Messer-wickelt/6463</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Der Opa ist im Krankenhaus gestorben, Du bist Bestatter und sollst zu den Leuten nach Hause kommen, aber bitte den Leichenwagen mitbringen, die wollen den sehen.&lt;br /&gt;
Die Leute wohnen in Z.-hausen, das liegt am Berg, dort ist alles steil. Du bekommst vor dem Haus keinen Parkplatz, Du bekommst überhaupt in der ganzen Straße, die an einem dicht bebauten Hang liegt, keinen Parkplatz.&lt;br /&gt;
Du fährst und suchst und suchst, spielende Kinder haben den einzigen Parkplatz in 300 Meter Entfernung mit einem Tretroller blockiert.&lt;br /&gt;
Du winkst denen freundlich zu, deutest an, daß Du da vielleicht parken möchtest, ach zu gerne...&lt;br /&gt;
Die Kinder ziehen ihre Hosen runter und zeigen Dir den nackten Hintern und lachen sich kaputt.&lt;br /&gt;
 Den ganzen Berg auf der anderen Seite wieder runter, man kommt kaum mit dem Wagen durch, so eng sind die Straßen und so dicht stehen die parkenden Fahrzeuge.&lt;br /&gt;
Dann kommt Dir noch einer entgegen; einer der da wohnt und jeden Tag x-mal da durchfährt, einer der sich auskennt und deshalb diese schmale, verwinkelte und unübersichtliche Straße entlangbrettert, wie Nicki Lauda.&lt;br /&gt;
Der hupt Dich in den Rückwärtsgang und verzweifelt bugsierst Du Dein sechs Meter langes Gefährt nur mit Hilfe der beiden Außenspiegel rückwärts wieder den Buckel rauf. Die spielenden Kinder haben sich verpisst und endlich kannst Du da in die Lücke fahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bestatterkoffer wird sauschwer, wenn man ihn mehr als 300 Meter einen Berg rauftragen muss. An drei, vier Häusern, an denen Du vorbei kommst, gehen die Rollläden runter, die Leute halten Dich für den Gerichtsvollzieher, sie haben Angst vor gut gekleideten Männern mit Koffer.&lt;br /&gt;
Für einen Staubsaugervertreter ist Dein Koffer zu klein und für einen Zeitschriftendrücker bist Du zu gut angezogen.&lt;br /&gt;
Es ist ganz früher Frühling und eigentlich noch saukalt, aber nach 150 Metern stehen Dir Schweißtropfen nicht nur auf der Stirn, sondern auch zentimeterhoch in den Schuhen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Du am Haus der Familie ankommst, bist Du 3 Minuten zu spät, es öffnet auch niemand.&lt;br /&gt;
Weil Du so unpünktlich bist, haben sich die Leute hinterm Haus der Gartenpflege zugewandt.&lt;br /&gt;
Der Mann schiebt einen Miniaturrasenmäher mühsam durch das recht hohe Gras, seine Frau muss das Kabel hinter ihm her tragen und aufpassen, daß er nicht darüber fährt.&lt;br /&gt;
Die beiden sind so in ihre Arbeit versunken und der Lärm des grellgelben Baumarktmähers aus Fernost ist so groß, daß Dich die Leute nicht hören.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Du kannst sie sehen, aber sie schauen nicht zu Dir, schon wieder hat sich Gras um das stumpfe Messer gewickelt und die beiden müssen den Mäher abstellen. Man klingelt nochmals, ruft auch mal. wird aber von den Pisskindern übertönt, die laut johlend 300 Meter entfernt Deinen Bestattungswagen mit Fingerfarben bemalen.&lt;br /&gt;
Dir kommt die Frage in den Kopf, ob Du es versuchen sollst, den Kindern Deinen Koffer auf den Kopf zu werfen. Hinrennen kommt für Dich nicht in Frage, Deine Würde, gepaart mit Deinem Übergewicht, verhindert das.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Mäher ist wieder zur Hornisse geworden und die Leute drehen sich permanent zu Dir um, gucken aber nicht das kurze Stück den Hang rauf und sehen Dich einfach nicht.&lt;br /&gt;
Gucken sie jetzt? Du winkst, Du rufst &#039;Huhu&#039;, &#039;Hallo&#039;, deren Namen, winkst nochmal und kommst noch mehr ins Schwitzen.&lt;br /&gt;
Die vollgehängte Wäschespinne seitlich am Haus dreht sich im Wind und ein Bettlaken versperrt jetzt auch noch die Sicht auf die Leute.&lt;br /&gt;
Es wird Zeit, wenn ich die Leute nicht bald spreche, ist die Abholfrist im kommerziell geführten Krankenhaus bald vorbei und die rufen dann zwangsweise die Pietät Eichenlaub um den Opa zu holen. Dann wird&#039;s teuer und kompliziert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Tor zum Grundstück ist abgeschlossen, Du kannst also nicht einfach reingehen und dich winkend und rufend den Mähenden nähern.&lt;br /&gt;
Dein Koffer ist stabil, Du stellst ihn an die Müllbox aus Beton, steigst auf den Koffer, setzt Dich auf die Müllbox und angelst nach Deinem Koffer.&lt;br /&gt;
Eine Nachbarin von gegenüber beobachtet Dich dabei hinter der Gardine hervor. Du siehst, wie sie das Telefon nimmt. Hoffentlich ruft die neugierige Fettel nicht auch noch die Bullen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Endlich bist Du auf dem Grundstück, rufst vorsichtshalber nochmals &#039;Hallo&#039; und gehst seitlich am Haus vorbei. Die Wäschespinne dreht sich und weht Dir graue Unterhosen durch die Frisur.&lt;br /&gt;
Ein Frotteehandtuch, das nach Lenor riecht und noch leicht feucht ist, legt sich wie eine saugende Qualle auf Dein Gesicht, raubt Dir Gehör und Gesicht, Du lässt Deinen Koffer fallen und befreist Dich.&lt;br /&gt;
Das Nächste was Du siehst, ist die flache Seite eines lehmverklumpten Spatens, der in altmittelhochdeutscher Schallgeschwindigkeit auf Dein Gesicht zu kommt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Du wieder bei Besinnung bist, wedelt Dir jemand mit eben diesem feuchten Lenorlappen Luft ins Gesicht. &quot;Ach Gottchen, das tut mir so leid!&quot; sagt der Mäher. Die Fette von Gegenüber ruft aus dem Fenster: &quot;Die Polizei kommt gleich!&quot;. Die Kinder sind auch da, feixen und rufen: &quot;Der ist bestimmt besoffen!&quot;&lt;br /&gt;
Die Frau vom Mähenden tätschelt Dir mit grasgrünen Fingern das Gesicht. &quot;Ich dachte, Sie wollen meine Wäsche klauen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Bullen schreiben Dir nur einen Zettel, weil Du entgegen der Fahrtrichtung parkst und sagen angesichts der Fingerfarbschmiererei: &quot;Waschen würde dem Wagen auch nicht schaden, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Fettel ist aus dem Haus gekommen und hat vorsichtshalber eine leere Flasche am Hals gepackt, weil Du ja noch frei rumläufst und bestimmt gefährlich bist, weil doch auch die Polizei da ist. Da muss man vorsichtig sein und sich wehren können, falls Du sie anfallen und vergewaltigen willst.&lt;br /&gt;
&quot;Ich hab das gleich gesehen, dass der was im Schilde führt! Gibt&#039;s da &#039;ne Belohnung?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Mähenden klären die Situation, Du darfst dann sogar ins Wohnzimmer und bekommst eine Aspirin zum Apfelsaft. Es tut ihnen immer noch leid und der Kopf Dir weh.&lt;br /&gt;
Du hast etwas Lehm im Mund.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Leute sind sehr nett zu Dir und froh, dass Du gekommen bist. Sie wären ja auch zu Dir ins Bestattungshaus gekommen, aber wenn sie von ihrem Haus wegfahren, ist hinterher der Parkplatz immer weg und dann muss man manchmal weiter unten parken, wo die Kinder von den Antiautoritären immer das Auto bemalen. Nee, &#039;s wäre echt schön, dass man die Mühe auf sich genommen hätte.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 20 Mar 2012 07:57:23 +0100</pubDate>
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    <title>Reden Sie kein Blech!</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Reden-Sie-kein-Blech!/6426</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Hamse Urnen da?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja natürlich, Urnen in allen Ausführungen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hamse auch welche aus Blech?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Selbstverständlich, aus Blech, aus Holz, aus Kupfer, aus Keramik...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Auch aus Blech?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, sagte ich doch. Schauen Sie doch hier mal, die sind alle aus Blech.&quot;&lt;br /&gt;
 &quot;Hm, ja, die sind schön, aber hamse keine aus Blech?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die SIND aus Blech!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Alle?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also die hier vorne, die ich Ihnen gezeigt habe, sind alle aus Blech.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schade, eigentlich wollte ich eine aus Blech.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;DIE HIER SIND ALLE AUS BLECH!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schreien&#039;se doch nicht so, ich bin doch nicht taub.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich habe doch nur zum wiederholten Male gesagt, daß die hier alle aus Blech sind, so wie Sie es wünschen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wenn Sie so leise sprechen, kann ich Sie nicht verstehen, Mann, ich bin 81 Jahre alt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich sagte, die hier sind aus Blech.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da kann ich doch nix für. Ich wollte halt lieber eine aus Blech.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Blech! Blech! Blech!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Blech?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jaha! Blehech!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, also wirklich nicht, dann kommen wir nicht ins Geschäft, aus Blech sollte sie schon sein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kritzel, kratzel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was steht da auf dem zettel, den Sie mir hinhalten? Blech? DIESE URNEN SIND AUS BLECH! Ach was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, die alle hier, wunderschönes Blech, ganz tolles Blech, in allen Farben, Blech.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, verstehe, und aus Blech ham&#039;se jetzt keine?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gucken Sie mal hier, die ist aus Holz.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Holz ist auch schön.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sieht aus wie ein Nistkasten ohne Loch oder &#039;ne Kuckucksuhr ohne Vogel, ne?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Finden Sie?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Holz ist auch schön.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sag&#039; ich doch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, dann geh&#039;n &#039;se mir weg mit dem ganzen Blech, ich nehm so eine aus Holz.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 06 Mar 2012 13:08:33 +0100</pubDate>
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    <title>Die Falten der Alten</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Mein Gott, was sieht meine Frau faltig aus!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin erschrocken. Der Mann ist bei uns im Haus um am offenen Sarg Abschied von seiner Frau zu nehmen. Wir haben alles getan um die Frau gut aussehen zu lassen, aber wir kennen ja die Toten zu Lebzeiten nicht und wissen oft nicht, wie sie z.B. die Haare trugen. Einmal hatte Sandy einen Verstorbenen, den wir ganz struppig aus der Klinik bekommen hatten, glatt rasiert und dann waren die Angehörigen etwas enttäuscht, weil gerade sein Fünftagebart sein Markenzeichen gewesen wäre...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber gegen eine faltige Frau, meine Güte, was sollen wir da machen? Die Frau ist über achtzig Jahre alt geworden und da darf man doch ein paar Falten haben. Die erschlaffte Gesichtsmuskulatur trägt sicher auch noch dazu bei, daß sie jetzt nicht mehr so aussieht wie vorher.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das sage ich dem Mann auch so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, Quatsch! Da können Sie doch nichts dafür, die war schon lange so faltig, aber ich wollte es mal gesagt haben.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 28 Feb 2012 18:27:25 +0100</pubDate>
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    <title>Ohne mich ist nix</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Willi, Du nimmst den da!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Trude, ich will aber keinen Eichensarg, ich mag keine Eiche.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Eiche ist aber haltbar, hat der Mann gerade gesagt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich will aber doch keine Eiche!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, unser Wohnzimmerschrank ist doch auch aus Eiche.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Den hast Du ja auch gewollt, mir hätte Nussbaum besser gefallen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &quot;Soll das heißen, daß Du jetzt seit zwölf Jahren Tag für Tag vor einer Schrankwand sitzt, die Dir nicht gefällt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aha.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ist aber so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und warum hast Du nichts gesagt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wann hätte ich denn mal was sagen können?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also wirklich, wie Du mich jetzt wieder dahin stellst...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ist doch so...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber so ein Sarg aus Eiche ist doch haltbarer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Will ich aber nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na gut, schließlich geht es ja um Dich, dann nehmen wir eben einen anderen, such Dir einen aus!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu mir gewandt: &quot;Egal, was der sich aussucht, schreiben Sie den Eichensarg auf! Der weiß nie was er will, ohne mich wäre der aufgeschmissen.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 28 Feb 2012 18:12:14 +0100</pubDate>
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    <title>Neue Automarken</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Chelsea, Hickton und Barama. Neue Automobilnamen von Ford oder so?&lt;br /&gt;
Weit gefehlt!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da wirst Du nachts zu einem Sterbefall gerufen. Aber so richtig mitten in der Nacht, die Uhr zeigt kurz vor drei.&lt;br /&gt;
Der tote Opa liegt in einem Krankenhaus, der wäre ja morgen auch noch tot und die Leute könnten ja morgen in aller Ruhe zu Dir ins Büro kommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber das wollen sie nicht. Die Tochter des Verstorbenen hat um kurz nach Mitternacht den Anruf vom Krankenhaus bekommen. Jenen Anruf, den keiner haben will, von dem man aber weiß, daß er kommen wird, unausweichlich, der Opa hatte die letzten Tage schon nichts anderes gemacht, als immer mal wieder so eben kurz wegzusterben und sich dann wieder zu berappeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt ist er gekommen der Anruf und die Tochter ist ganz aufgeregt. Sie hatte sich schon lange um alles kümmern wollen und die Hausprospekte verschiedener Bestatter liegen schon lange neben dem Telefon, aber es war immer etwas anderes dazwischen gekommen.&lt;br /&gt;
Zuviel Kaffee, die Aufregung, die nächtlichen Anrufe von und bei Verwandten, alles das hat mit dazu beigetragen, daß die Tochter viel zu aufgedreht ist, um jetzt Ruhe zu finden. Ihr Bruder trifft ein, mitsamt Frau und aus dem Bett gezogenen drei halbwüchsigen Kindern.&lt;br /&gt;
Der Bruder und vor allem dessen Frau sind noch viel aufgeregter. Sie hatten sich in den letzten Wochen nicht so sehr um den Opa gekümmert und wollen ihr schlechtes Gewissen jetzt dadurch beruhigen, daß sie wenigstens beim Thema Bestattung Aktionismus zeigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Deshalb muß ich mitten in der Nacht da hin.&lt;br /&gt;
Hin zu einer Familie, die überhaupt keine Ahnung von Bestattungen hat, sich aber schon seit einer Stunde die Köpfe heiß geredet hat, weil man ja im Internet so viel von Abzockern und schwarzen Schafen gelesen hat. Das würde ihnen nicht passieren und dem Bestatter würden sie es schon zeigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann kommst Du da hin, man bietet Dir einen Kaffee an, den Du dankbar nimmst, es ist Nacht, es ist kalt und auch Du müsstest eigentlich schlafen.&lt;br /&gt;
Doch Du kennst das Spiel, Du kennst das Geschäft, Du hast schon so viele nächtliche Beratungen gemacht, Du könntest das auch machen, wenn Du selbst beinahe tot wärest.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Freundlich, seriös, kompetent und einfach etwas überragend gibst Du Dich, lässt keinen Zweifel an Deinen Worten, berätst wo es was zum Beraten gibt, bestimmst wo es nichts zu entscheiden gibt und nimmst die Leute an der Hand und führst sie durch den ganzen Prozess. Am Ende sind sie schneller fertig als sie es erwartet hatten und vor allem sind sie überrascht, daß niemand sie abgezockt und hinters Licht geführt hat. Wo ist denn da der Haken? Da muss doch irgendwo ein Haken sein?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anderthalb Stunden sind vergangen und man dreht und wendet die Papiere, hinterfragt alles nun zum dritten Mal, doch es will sich keine Falle auftun, kein Betrugsversuch offenbaren...&lt;br /&gt;
Nebenan lärmt auf einmal aus dem Fernseher: &quot;Nimm mich von hinten, komme in zwei Minuten, ruuuuuf mich an!&quot;&lt;br /&gt;
Die Schwester springt auf, läuft mit hochrotem Kopf ins Wohnzimmer, wo die drei Halbwüchsigen sich müde vor dem Fernseher herumlümmeln und Salzstangen essen. Sie schaltet um, doch auf dem Nachbarkanal läuft der selbe Mist, nur will die Telefondame dort nicht von hinten genommen werden, sondern ist schon ganz feucht und schreit das auch mit osteuropäischem Akzent aus dem Fernsehlautsprecher. Zipp Zisch, der Fernseher ist aus, die drei Kinder maulen.&lt;br /&gt;
Und dann kommt es!&lt;br /&gt;
Ihre Mutter spricht sie an: &quot;Chelsea, Hickton und Barama, ihr seid jetzt lieb, Mama und Papa müssen noch mit den Mann da sprechen und dann fahren wir wieder nach Hause.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Chelsea, Hickton und Barama...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Je nee, is klar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;h&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 06 Feb 2012 07:15:22 +0100</pubDate>
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    <title>Schöne Decke</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Schrieb ich eigentlich schon mal, daß ich sehr tierlieb bin, auch zu meinen Mitmenschen?&lt;br /&gt;
Aber wenn ich etwas hasse, dann sind das kleine bis mittelgroße Hunde, die sofort nach meinem Eintreffen keinen Zentimeter von meinem Hosenbein weichen. Sobald ich mich setze, habe ich eine verschmierte und versabberte Hundenase im Schritt.&lt;br /&gt;
&quot;Der will nur spielen, da riecht es ja auch immer so gut!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja klar, da riecht es immer so gut. Mir gefallen auch viele Dinge, aber hänge ich deshalb überall meine Nase oder meine Zunge rein? Also meine Hunde machen das nicht. &quot;Och guck mal, Jutta, der Boris spielt mit dem netten Mann das Spiel!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Spiel? Ihr könnt Euch denken, was die Sautöle gemacht hat, sie hat mein Bein gerammelt, mit gezückten Pürzel sich an meinem frisch gereinigten und gebügelten Gewande gerieben, die geile Kötersau!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nö, der macht nur so, der spritzt Sie schon nicht voll, dafür legen wir ihm abends immer die Decke hin, auf der sie gerade sitzen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ferkel, ekelhafte Ferkel!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 27 Jan 2012 09:27:05 +0100</pubDate>
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    <title>Blumenkohl</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Blumenkohl/6337</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Während der Trauerfeier soll die &quot;Blumenkohlpolka&quot; gespielt werden, sagen die Angehörigen.&lt;br /&gt;
Ich kenne dieses Lied nicht.&lt;br /&gt;
Der Organist hat auch keine Ahnung was das sein soll.&lt;br /&gt;
Die Angehörigen beharren aber, es muss unbedingt die Blumenkohlpolka sein.&lt;br /&gt;
Der verstorbene Vater habe IMMER nur von der Blumenkohlpolka gesprochen und das sei definitiv seine Lieblingsmusik gewesen. Ein gut geführtes Bestattungshaus müsse so etwas doch wohl besorgen können, ohne diese Polka könne die Trauerfeier jedenfalls nicht stattfinden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Drei Tage lang suchen wir uns einen Wolf und werden leider nicht fündig. Schließlich sage ich zu den Angehörigen, sie müssten eine CD oder eine Cassette oder Schallplatte mitbringen, nur dann können wir diese Polka spielen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aha, jetzt haben die den Schwarzen Peter...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am nächsten Tag kommt dann der Anruf. Ja, mit der Blumenkohlpolka das sei so ein Problem, sie hätte auch keine entsprechende Platte gefunden. Wir sollen doch stattdessen irgendeine Polka spielen, so genau käme es ja gar nicht drauf an, der Vater sei eh sehr schwerhörig gewesen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Geht doch!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 22 Jan 2012 22:59:24 +0100</pubDate>
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    <title>Die Wolfsschanze</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Na hörn&#039;se mal, das ist mir ja wohl völlig egal, was Sie mit dem anderen Sarg machen. Ich bin die Kundin und ich bezahle SIE und da werde ich ja wohl auch bestimmen können, welchen Sarg mein Vater bekommt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das dürfen Sie ja auch, aber Sie hatten sich für das Modell &#039;Rom&#039; entschieden, dafür haben Sie auch den Auftrag unterschrieben. Nach der ersten Aufbahrung haben Sie dann gesagt, der Sarg sei Ihnen nun doch zu dunkel. Okay, ohne großes Theater haben wir dann auf Ihren Wunsch den Verstorbenen in das Modell &#039;Königsberg&#039; umgebettet. Aber wenn Sie jetzt verlangen, daß wir den Verstorbenen noch einmal in einen anderen Sarg umbetten, dann müssen wir Ihnen das schlicht und ergreifend in Rechnung stellen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wieso das denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie haben Recht, wenn Sie sagen, daß derjenige, der die Musik bezahlt, auch bestimmen kann, was gespielt wird. Wenn Sie dann aber noch ein Stück wollen und noch ein Lied und noch eins, dann werden Sie da auch mehr bezahlen müssen. Oder wenn Sie sich ein Rumpsteak bestellen und dann wenn es vor Ihnen steht, lieber doch ein Schnitzel hätten und dann vom Schnitzel zum Seelachsfilet wechseln, dann ist das alles Ihr Problem und sie müssen für ihre Unentschlossenheit bezahlen.&quot; &quot;Aber hallo! Das sehe ich ja mal nun gar nicht ein! Sie haben mir erst einen Sarg gezeigt, der hier im Ausstellungsraum ganz hell ausgesehen hat und später bei Kerzenlicht wirkte der viel dunkler, da werd&#039; ich ja wohl noch reklamieren dürfen, wenn die Farbe nicht stimmt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da können wir zwar nichts dafür, daß Sachen im Dunkeln eben dunkler aussehen, aber gut, wir haben den Sarg ja getauscht und zwar gegen einen, den sie sich in einer zweistündigen Aktion selbst ausgesucht haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, aber da haben Sie mich getäuscht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie bitte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Sie haben mich getäuscht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wieso das denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil mir der Sarg zwar gefällt, aber der heißt ja Königsberg. Und mit den Nazis wollen wir nichts zu tun haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hä?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Je nee, nichts mit Nazis oder so. Da bei Königsberg da war der Berghof wo der Hitler immer war, mit seiner Wolfsschanze und so, der ist doch von da, der war doch in Wirklichkeit ein österreichischer Anstreicher. Sie können mir nichts vormachen! Mein Mann und ich gucken uns alles an, da von dem Knopf, dem Guido Knopf, der wo da im Fernsehen immer alles von dem Hitler bringt. Der hat ja seine ganze Vergangenheit verschleiert.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wer, der Knopp&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, der Hitler. Der hat seit 5 Uhr 45 auf der Wolfsschanze geschossen. So war das damals ins Königsberg. Und damit wollen wir nichts zu tun haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hitler hin oder her, das kostet einfach was, Punkt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also wirklich, das finde ich ja unerhört, daß mich der Hitler jetzt auch noch Geld kostet.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie können sich ja bei der NPD beschweren.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was? Moment mal, nee oder? Oder doch? Sie, das ist gar keine so schlechte Idee.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 19 Jan 2012 09:12:56 +0100</pubDate>
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    <title>Wie Maiglöckchen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wie-Maigloeckchen/6302</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Der Angehörige: &quot;Also, datt ist &#039;ne Unverschämtheit! Wir waren gerade auf dem Friedhof bei unser Omma und datt geht ja mal gar nicht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bestatter: &quot;Ach, um Himmels Willen, was ist denn nicht in Ordnung? Haben wir sie nicht wie gewünscht aufgebahrt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, datt isses nich, die liecht schon richtich innen Sarg drinne, datt is alles okay.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und warum regen Sie sich dann so auf?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil die am stinken is&#039;, die stinkt, ach nee, datt kann ich Ihnen gar nicht sagen, datt is&#039; ja fürchterlich!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Oh, das tut mir leid, aber da kann man manchmal gar nichts machen. Wir tun ja schon alles, damit der Geruch sich auch nach einigen Tagen noch in Grenzen hält, aber jeder Verstorbene ist anders und das mit dem Verfall...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nix Verfall, die is&#039; am stinken und zwar stinkt die genau so, wie der Oppa immer zu Lebzeiten gerochen hat, wenn&#039;er  frisch gebadet hatte und sich sein billiges Rasierwasser drauf getan hat.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &quot;Hm, das kann ich mir jetzt gar nicht erklären.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und nach Schweißfüße, nach Schweißfüße riecht&#039;se auch, die Omma.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja gut, wir schicken gleich jemanden hin, der einige geruchskorrigierende Maßnahmen durchführt und dann, sie werden es sehen, ist alles wieder in Ordnung.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nix da, datt machen&#039;se jetzt ma&#039; schön wenn wir dabei sind, wir fahren auch mit Ihnen zum Friedhof.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na gut, ich muß sowieso noch in die Richtung, ich hole eben den Koffer und dann können wir fahren.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Watten fürn Koffer? Die Omma stinkt, die will nich verreisen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Den Koffer mit den Utensilien, die ich benötige, um die Verstorbene entsprechend herzurichten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Watt wollen Sie? Die Omma hinrichten?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie mal, sprechen wir eigentlich unterschiedliche Sprachen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich nich, aber vielleicht Sie.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Okay, Sie warten, einfach stehen bleiben, nix machen und nicht weggehen, okay?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenig später auf dem Friedhof:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bestatter: &quot;So, jetzt sind wir auf dem Friedhof und das hier ist der Friedhofsverwalter, Herr Grünewies.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Angehörige: &quot;Den kennen&#039;wer schon, der war vorhin auch dabei, wo&#039;wer die Omma am Angucken waren.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So, was ist denn nun mit Ihrer Großmutter?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, riechen Sie datt denn nich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, ich rieche nichts Ungewöhnliches, es riecht ein bißchen nach Blumen und Tannengrün, und nach frischem Holz.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Merchwürdich, jetzt isses auch nich so schlimm wie vorhin. Aber Herr Friedhofsführer, kommen&#039;se doch mal näher und riechen Sie ma&#039; anne Omma!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Friedhofswärter riecht auch nichts Ungewöhnliches, er steht direkt neben den Angehörigen und beugt sich über die Verstorbene. Auf einmal ruft der Angehörige:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da, jetzt isses wieder da, dieser Geruch nach verschimmelten Frikadellen und nach toten Käsefüßen und nach billigem Rasierwasser. Ach nee, datt kommt ja von den Friedhofskasper, mein Gott, watt stinkt der Kerl! Der is&#039; ja sowat von am stinken, dagegen riecht die tote Omma ja wie Maiglöckchen!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 03 Jan 2012 17:25:46 +0100</pubDate>
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    <title>Die Dinger</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Wir wollen eine günstige Bestattung für meinen Schwiegervater, das ist der Vater meines Mannes. Erwin, sag doch auch mal was, es ist ja schließlich Dein Vater. Das war ja ein ganz einfacher Mann, müssen Sie wissen, der wollte ja gar kein großes Brimborium, wir wollen nicht auf den Pfennig schauen, sparen wollen wir wirklich nicht, aber unnötig was ausgeben - das muß ja nun nicht auch noch sein. So an eine Feuerbestattung hatten wir gedacht. Mein Gott, Erwin! Dir muß man aber auch jedes Wort aus der Nase ziehen. Was meinst Du denn jetzt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sollen wir den grauen Sarg da drüben nehmen, so wie der Mann das gesagt hat? Der kostet doch auch nicht so viel. Mensch, sei doch nicht immer so mundfaul. Äußere Deine Meinung, dann kannst Du hinterher auch nicht sagen, man hätte Dich nicht gefragt. Also gut, wir nehmen dann den Grauen, auch wenn mein Mann nichts sagt, ich seh das an seinen Augen, was der meint. Und wie ist das mit der Urne, die brauchen wir ja auch, Erwin was meinst Du? Die hier ist doch hübsch, sieht fast aus wie die Blumenvase von Tante Hetty, hahaha, ja, man darf sich auch bei einem Trauerfall nicht die Stimmung vermiesen lassen, das Leben geht schließlich weiter. Haben Sie das aufgeschrieben? Wir wollen die Urne, die aussieht wie die Vase von Tante Hetty.&lt;br /&gt;
Erwin, komm mal her, hier ist auch noch was Nettes, so ein Holzkreuz, das wär doch was, wo Dein Vater doch so bescheiden war, der hätte sicher keinen teuren Grabstein gewollt. So ein Holzkreuz tut es doch auch. Meine Güte, sei doch nicht so träge! - Dieser Mann macht mich noch verrückt, steht immer nur herum und hält Maulaffen feil, fürchterlich! &lt;br /&gt;
Ganz besonders schlimm ist das, seit er dieses Hörgerät tragen muß, da reagiert er gar nicht mehr. Stundenlang rede ich auf ihn ein und er grinst nur in sich hinein und guckt glücklich aus der Wäsche; ich möchte mal wissen, was im Kopf von so einem Mann vorgeht. Gut - was junge Männer so denken... na klar, das muß ich Ihnen ja nicht sagen, aber so ein alter Simpel da? Mensch, Mensch, Mensch, gucken Sie sich nur an, wie der wieder da steht.&lt;br /&gt;
Erwin! Erwin, sag mal, hast Du die Hörgeräte überhaupt drin?&lt;br /&gt;
Nun gucken Sie sich da mal an, läuft der Kerl doch tatsächlich ohne Hörgeräte herum. Dann ist er ja stocktaub! Ich rede mir den Mund fusselig und der hat seine Dinger nicht in den Ohren, sowas aber auch!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 17 Oct 2011 15:52:30 +0200</pubDate>
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    <title>Die Anzeige</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Ich: &quot;Das können wir so nicht schreiben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Witwe: &quot;Und wieso nicht? Das hat mein Sohn geschrieben, der ist bei der Verwaltung und kennt sich aus.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich: &quot;Das geht aber so nicht, den Text müssen wir umstellen, nur ein bißchen. Sonst ist ja alles in Ordnung und Ihre Traueranzeige ist wirklich sehr schön. Nur der erste Satz, den müssen wir umstellen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Witwe: &quot;Da wird mein Sohn aber gar nicht mit einverstanden sein. Das wird dem nicht passen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich: &quot;Aber so gebe ich das nicht an die Zeitung weiter.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Witwe: &quot;Na gut, wenn Sie meinen, aber nicht, daß es nachher Ärger gibt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich: &quot;Gibt es nicht, glauben Sie mir.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt möchten die Leser wissen, was da als erster Satz über der Anzeige stand? &lt;strong&gt;Wir sind unglaublich tot, daß Du so traurig bist!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 10 Oct 2011 10:08:00 +0200</pubDate>
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    <title>Wegen die Amseln</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wegen-die-Amseln/6153</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Das Telefon: klingelt&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Hallo? Bestattungshaus blablabla....&lt;br /&gt;
Der Anrufer: Ich brauch watt für die Amseln.&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Wie bitte?&lt;br /&gt;
Der Anrufer: Die Amseln.&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Das habe ich schon verstanden. Was brauchen Sie genau wofür?&lt;br /&gt;
Der Anrufer: Na sagen Sie mal, verstehen Sie mich nicht?&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Doch, aber ich weiß nicht, was Sie wollen.&lt;br /&gt;
Der Anrufer: Wegen die Amseln.&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Ja, das habe ich verstanden.&lt;br /&gt;
Der Anrufer: Warum fragen&#039;se denn dann?&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Und was möchten Sie jetzt?&lt;br /&gt;
Der Anrufer: Da datt Zeuch für die Amseln.&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Was für ein Zeug? Der Anrufer: Sie kennen sich wohl gar nicht aus, watt?&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Also, Sie sprechen hier mit dem Bestattungshaus.&lt;br /&gt;
Der Anrufer: Mit watt?&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Mit einem Beerdigungsinstitut.&lt;br /&gt;
Der Anrufer: Nicht mit dem Rathaus?&lt;br /&gt;
Der Bestatter: Nein.&lt;br /&gt;
Der Anrufer: Kein Wunder, datt Sie sich mitti Amseln nich auskennen. (Legt auf.)&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 05 Oct 2011 08:12:19 +0200</pubDate>
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    <title>Römer</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Roemer/6012</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Familie Schlottbacher ruft an. Es ist der Tag der Beerdigung ihres Opas. Eigentlich müssten die Schlottbachers noch beim gemeinsamen Kaffeetrinken mit den übrigen Trauergästen sitzen, doch sie rufen bei uns an.&lt;br /&gt;
Genauer gesagt ruft die Schwiegertochter des Verstorbenen, Frau Fricklingshausen-Schlottbacher, bei uns an:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir sind in hellster Aufregung! Hier steht alles Kopf! Wir sind ganz aufgelöst! Wir müssen sofort mit Ihnen persönlich sprechen und zwar mit Ihrem Chef.&quot;&lt;br /&gt;
 Frau Büser klingelt bei mir durch, schildert mir kurz die Situation und daß die Schlottbachers vollkommen aufgelöst sind. Ich bitte Frau Büser, der Anruferin zu sagen, Sie möge noch ein Minütchen warten und rufe dann nach Sandy.&lt;br /&gt;
Sandy war am späten Vormittag auf dieser Beerdigung und ich hoffe, von ihr Näheres zu erfahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist beim Sterbefall Schlottbacher passiert, Sandy? Ist der Sarg in die Grube gefallen? Ist der Sarg in der Trauerhalle auseinandergefallen? Ist der Tote wieder auferstanden?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was? Wieso? Nö. Nix. Äh, keine Ahnung, nö, da war nix, alles normal, echt Chef, da war nix. Also ich hab nix gemerkt. Im Gegenteil, die waren sehr zufrieden, die Witwe war nachher noch bei mir am Kondolenzpult und hat mich in den Arm genommen und gedrückt, so schön hat sie es gefunden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, ich nehme also das Gespräch an und Frau Fricklingshausen-Schlottbacher jammert auch mir vor, wie aufgeregt man sei, die ganze Verwandtschaft sei in &quot;hellster Aufregung&quot;. Was denn passiert sei, will ich wissen, doch Frau Frick...bacher meint, das müsse man in einem persönlichen Gespräch klären und deshalb komme man jetzt sofort, unverzüglich und auf der Stelle bei uns vorbei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Au Backe!&quot; sage ich zu Sandy: &quot;Da wird irgendwas passiert sein, das Du gar nicht bemerkt hast. Die sind ja vollkommen kopflos und erregt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy zuckt nur mit den Achseln und sagt wieder &quot;keine Ahnung&quot;.&lt;br /&gt;
Ich kann ja diese Formulierung nicht mehr hören, sie bereitet mir Würgereiz, ist aber offenbar fester Bestandteil eines jeden Satzes aus jugendlichem Mund geworden.&lt;br /&gt;
Meine Kinder ernten von mir hochgezogene Augenbrauen und stellen dann ihre Sätze um, aber wenn Freunde und vor allem Freundinnen unserer Kinder da sind, höre ich oft Sätze wie:&lt;br /&gt;
&quot;Ob ich meine Hausaufgaben schon gemacht habe? Ja, keine Ahnung, sicher, hab ich schon gemacht, keine Ahnung, oder so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man fügt also die Wörter &quot;keine Ahnung&quot; einfach vollkommen sinnlos in die Sätze ein, so wie Deutschlands berühmtester Stuss-Stammler Thilo Sarrazin immer an den unmöglichsten Stellen das Wort &quot;also&quot; in seinen Sprechdurchfall einfließen läßt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun gut, die Familie Schlotthauer taucht etwa eine halbe Stunde später bei uns auf. Sechs Personsn.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also nochmals: Die haben Beerdigungstag, da hat man für gewöhnlich andere Dinge zu tun, als ins Bestattungshaus zu fahren; es muß also etwas ganz Wichtiges sein, daß sie sich auf den Weg machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich will die Familie in eines unserer Besprechungszimmer führen, doch eine kleine, dünne Frau mit spitzer Nase stellt sich als Frau Fricklingshausen-Schlottbacher vor und will gleich zur Sache kommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Güte, was mag da schief gelaufen sein?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie, wir müssen mit Ihnen reden!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja bitte!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das muß jetzt auf der Stelle geklärt werden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Um was geht es denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ist eine Sache von ungeheurer Wichtigkeit und sie duldet keinen Aufschub.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Es dreht sich um die folgende Frage...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;...wegen der Danksagungen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wegen der Danksagungen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wir sind uns nicht sicher, ob wir die Danksagung bereits am Freitag oder erst am Samstag in die Zeitung setzen sollen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und deshalb kommen Sie her?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, aber das ist doch wichtig, so etwas bricht man doch &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; am Telefon übers Knie.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist völlig egal, ob die Leute diese Anzeige am Freitag oder am Samstag in die Zeitung setzen.&lt;br /&gt;
Normalerweise erkläre ich den Kunden immer eine alte Bestatterweisheit, daß nämlich die Samstagsausgabe eine wesentlich höhere Auflage hat, weil sich zum Wochenende viel mehr Leute eine Zeitung kaufen, als unter der Woche.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite werden die Wochentagsausgaben oft intensiver und sorgfältiger gelesen, weil am Wochenende in der Zeitung auch noch der üppige Stellen- und Gebrauchtwagenmarkt locken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber deshalb die Beerdigungszeremonie, sprich das Kaffeetrinken, zu unterbrechen und dem Bestatter einen Schreck einjagen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Kunden müssen Römer sein, denn die spinnen ja bekanntlich, die Römer.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 20 Jul 2011 07:24:33 +0200</pubDate>
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    <title>Des Menschen Wille ist sein Himmelreich</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;...sagt man oft seufzend, wenn jemand sich einen Wunsch erfüllt, oder man jemandem einen Wunsch erfüllt, von dessen glücksbringender Wirkung man selbst nicht ganz so überzeugt ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber fangen wir andersherum an:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einen Spruch in den Glückwunschanzeigen der Tageszeitungen kann ich wirklich nicht mehr lesen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kaum zu glauben, aber wahr&lt;br /&gt;
Hertha wird heut&#039; 80 Jahr!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wobei man Hertha durch jedweden Namen und die 80 durch eine beliebige andere Zahl ersetzen kann.&lt;br /&gt;
Offenbar haben immer diejenigen den Drang, ihre Worte in Reime zu verpacken, die es nicht besonders gut können, wodurch sie auf der gleichen Ebene stehen, wie Leggins-Trägerinnen oder Männer in Sandalen. Auch da ist es so, daß nur diejenigen uns so etwas zumuten, die es doch eigentlich lieber bleiben lassen sollten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kriegen wir die Kurve zum Bestattungshaus?&lt;br /&gt;
Aber sicher!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt wünschen sich ja die Leute manchmal auch für die Todesanzeigen etwas Gereimtes. Ich empfehle dann da immer etwas aus der &lt;em&gt;pötischen&lt;/em&gt; Literatur oder einen hübschen Psalm.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber Familie Weiermann hat den Vogel abgeschossen. Die wollten (es ist schon länger her und draußen war es kalt) doch tatsächlich für Vater Günther den von der Witwe selbst gereimten Spruch haben:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Draußen ist schon Winter&lt;br /&gt;
jetzt starb unser Ginder,&lt;br /&gt;
traurig sind Traudel und Kinder&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die waren so fest davon überzeugt, daß das ein ganz toller Spruch für die Todesanzeige sei, daß ich schon plattgelabert war und seufzend sagte: &quot;Des Menschen Wille ist sein Himmelreich&quot;.&lt;br /&gt;
Was soll ich auch anderes tun, wenn die sich nicht vom Gegenteil überzeugen lassen.&lt;br /&gt;
Doch just wie ich das sage, sitzen die mit offenem Mund da, dann schauen sie sich alle an und dann waren sie sich einig, daß mein Spruch viel besser sei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So kam es, daß über Günthers Todesanzeige oben rechts in der Ecke stand:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Des Menschen Wille&lt;br /&gt;
ist sein Himmelreich.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 16 Jun 2011 13:47:42 +0200</pubDate>
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    <title>Der asiatische Trick</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-asiatische-Trick/5949</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Sie sind ein lausiger Betrüger, jawoll. Ein Halsabschneider sind Sie, das muß ja wohl mal gesagt werden!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Mann, der das ruft, steht in unserer Halle und hatte schon eine ganze Weile mit Frau Büser gesprochen. Erst leiser, dann immer lauter und am Ende schreit er so herum, daß Frau Büser das alles zu viel wird und sie mich holt.&lt;br /&gt;
Ich stehe dem Mann gegenüber, er wedelt mir mit einigen A4-Blättern vor der Nase herum und ruft noch:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Einsperren sollte man Euch, so wie Ihr abrechnet, Ihr gehört doch alle ins Gefängnis!&quot; Die Zettel, mit denen der etwa 50jährige Mann da herumwedelt, sind eindeutig Rechnungsbogen aus unserem Haus und ich kenne den Mann auch, es ist Herr Schlappwedel, dessen Mutter wir vor zehn Tagen beerdigt haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Normalerweise würden wir ja aus Pietät noch eine Weile mit der Rechnung abwarten, früher haben wir das auch gemacht, doch seitdem das Friedhofsamt seine Gebührenrechnung pünktlich am Tag der Beerdigung zustellt, beeilen wir uns ebenfalls etwas mit der Rechnung. Die Überschrift &quot;Amtlicher Gebührenbescheid&quot; und der Zusatz &quot;zahlbar sofort!&quot; mit den ganzen Rechtsbehelfsbelehrungen auf der Rechnung vom Friedhofsamt versetzt die Empfänger so in Panik, daß sie meistens gleich am nächsten Tag die amtliche Rechnung begleichen und dann oft erst Wochen später das Geld für den Bestatter zusammen haben. Manchmal auch nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei Herrn Schlappwedel ist das etwas anders, er hatte uns beauftragt, sämtliche Kosten und Gebühren in seinem Namen vorzustrecken, auch die amtlichen Gebühren für Halle, Grab und sonstige Kosten und den gesamten Blumenschmuck, die Zeitungsanzeige, die beiden Musiker und den Tenor, sowie den Redner, die Taxigebühren und den Fotografen. &lt;br /&gt;
Da war ein hübsches Sümmchen zusammengekommen, alles in allem fast 8.000 Euro.&lt;br /&gt;
Der größte Posten war das neue Familiengrab für sechs Personen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Tag nach der Beerdigung war Herr Schlappwedel zu uns gekommen und hatte sich umfangreich bedankt, weil alles so arg schön gewesen sei und nachgefragt, ob denn angesichts des finanziellen Aufwandes, den er getrieben habe, ein kleiner Rabatt für ihn drin sei.&lt;br /&gt;
Ja klar, den habe ich ihm gegeben, Bestatter haben eine gute Gewinnspanne und so habe ich ihm gesagt, er könne drei Prozent von unserer Bestatterrechnung als Rabatt abziehen und weitere zwei Prozent, wenn er die Rechnung binnen einer Woche bezahle.&lt;br /&gt;
Ich würde ihm das aber alles auf die Rechnung schreiben, die wir ihm bald zusenden würden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, damit war er zufrieden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia hat dann die Rechnung entsprechend ausgedruckt. Unsere Rechnungen bestehen ja aus zwei Teilen, einmal unserer Bestatterrechnung für Sarg, Wäsche und Pipapo und der andere Teil umfasst die ganzen amtlichen, kirchlichen und sonstigen Gebühren, für die wir nichts können und die wir im Namen des Kunden auslegen und komplett auch nach Eingang weiterleiten.&lt;br /&gt;
Und genau vom ersten Teil, denn nur da haben wir Einfluss drauf, hat Antonia brav drei Prozent abgezogen und das auch schön hingeschrieben.&lt;br /&gt;
Unter die Rechnung schrieb sie dann noch, daß der Rechnungsempfänger weitere 2% Skonto abziehen dürfe, wenn er binnen einer Woche bezahlt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alles ganz normal und so machen wir das oft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Herr Schlappwedel sieht das aber vollkommen anders. Ich hätte mich nicht an die Absprache gehalten und deshalb sei unser Haus ein Sauladen (ein dreckiger) und er würde sich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, beim Papst und bei Ali Baba höchstpersönlich beschweren.&lt;br /&gt;
Er verlange auf jeden Fall, daß wir sofort fünf Prozent von der gesamten Rechnung abziehen, nicht nur läppische drei Prozent von unserem Teil.&lt;br /&gt;
Nun ist es einerseits kein großer aber eben doch vorhandener Unterschied, ob man von einer Rechnung komplett 5% abzieht oder ob man zuerst 3% und dann nochmals 2% herunterrechnet.&lt;br /&gt;
Andererseits kann ich auf amtliche Gebühren überhaupt gar keinen Rabatt geben und Skonto gewährt mir die Friedhofsverwaltung ja auch nicht.&lt;br /&gt;
Das alles will Herr Schlappwedel nicht einsehen und schickt sich an, die Rechnung vor meinen Augen zu zerreißen.&lt;br /&gt;
&quot;Ich mach das! Sie können mir glauben, ich mache das, ich zerreiße die! Dann können Sie sehen, wo Sie Ihr Geld her kriegen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich weiß nicht warum, aber der Mann amüsiert mich mehr als er mich aufregt. Ich muß lächeln, als ich sage: &quot;Sie können die Rechnung meinetwegen auch verbrennen oder aufessen, das ändert nichts daran, daß Sie sie bezahlen müssen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein.&quot; Ich lächele immer noch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die ist doch dann aber weg.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und? Dann drucken wir &#039;ne neue aus.&quot; Ich muß jetzt sogar grinsen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gilt das?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja sicher.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie mal, watt grinsen Sie eigentlich so, finden Sie datt lustich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schon, irgendwie.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wollen Sie mich fertigmachen? Ist datt mit dem Lächeln so&#039;n Trick, so&#039;n asiatischer?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich lächele nur, weil ich so ein freundlicher Mensch bin.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und jetzt? Können Sie jetzt noch die Prozente abziehen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir haben Ihnen doch schon drei Prozent gegeben, auf unsere Leistungen. Skonto hätten Sie auch bekommen, wenn Sie innerhalb einer Woche bezahlt hätten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie? Datt Skonto krieg ich jetzt auch nicht mehr?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nö.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ist aber gemein!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nö.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nöhö.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und wenn ich jetzt sofort bezahle? Krieg ich dann die Prozente?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, drei Prozent nur auf unsere Leistungen und meinetwegen auch noch die zwei Prozent Skonto. Aber nur wenn Sie jetzt und hier bezahlen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kann ich noch eben auf die Bank? Ich hab nur EC.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;EC-Karten nehmen wir auch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Watt? Ehrlich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Prima, dann bezahl ich jetzt.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 16 Jun 2011 09:12:45 +0200</pubDate>
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    <title>Der Bastard</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-Bastard/5878</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Herr und Frau Mittmann sind schon seit 41 Jahren miteinander verheiratet und wie das eben nach einer so langen gemeinsamen Zeit ist, kennen sie sich in- und auswendig.&lt;br /&gt;
Nun ist die Mutter des Herrn Mittmann verstorben und die Abwicklung des Sterbefalles geht ihren gewohnten Gang. &lt;br /&gt;
Als die Mittmanns das erste Mal bei uns waren, hatten sie noch keine Unterlagen mitgebracht, weshalb sie am nächsten Tag noch einmal zu uns kommen mussten. Da hatten sie dann alles dabei, unter anderem auch das dringend benötigte Stammbuch für das Standesamt. Viele Leute heben ja ihre Personenstandsurkunden lose und ungeordnet auf. Ältere Leute haben für so etwas ihr Stammbuch bzw. Familienbuch, in das man Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden einheften kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die jetzt verstorbene Frau Mittmann hat in ihrem Stammbuch auch die Geburtsurkunden ihrer Kinder eingeheftet und während ihr Sohn darin blättert, wird sein Gesicht immer länger. Immer wieder blättert er von einer bestimmten Seite zu einer anderen hin und her, überlegt und grübelt und auf einmal sagt er zu seiner Frau:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das mußt Du Dir anschauen, Hannelore. Guck mal hier, ich bin ja drei Monate vor der Hochzeit meiner Eltern geboren worden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das gibt es doch gar nicht&quot;, sagt seine Frau und nimmt ihm das Stammbuch ab. &quot;Doch, tatsächlich, Erwin, Du hast Recht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann bin ich ja ein Bastard!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber Erwin, Du bist doch deshalb kein Bastard. Ein Bastard ist immer... hm, warte mal, was ist denn jetzt nochmal genau ein Bastard?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, so wie bei mir, wenn die Eltern nicht verheiratet sind.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, ich glaube, dann ist man ein Bankert.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, Hannelore, ein Bankert ist ein Kind, bei dem die Eltern keine Geschwister waren.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Erwin! Das ist doch Blödsinn, dann wäre ich ja auch ein Bankert, meine Eltern waren ja auch keine Geschwister. Die meisten Ehepaare sind doch keine Geschwister.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist denn dann ein Bankert?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, wart&#039; mal, jetzt weiß ich es wieder. Ein Bankert ist ein Kind, das keine Mutter hat, wo&#039;s nur einen Vater gibt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und ein Bastard?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ein Bastard ist wenn man so geflecktes Fell hat.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Geflecktes Fell...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, jetzt so mehr bei Tieren.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kühe haben ein geflecktes Fell.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Kühe haben ein geflecktes Fell, schwarz und weiß.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nicht immer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, nicht immer, aber ganz oft.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann war die Mutter weiß und der Vater schwarz.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, ja, das könnte sein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann kann ich ja kein Bastard sein, meine Eltern waren beide weiß und ich bin ja auch nicht gefleckt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Obwohl..., die Frau Habermehl hat ja dieses Kind von dem Neger und das Kind ist ganz schwarz, auch nicht gefleckt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Den kenn ich, der hat aber ganz helle Handflächen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Stimmt! Dann ist der ja irgendwie doch gefleckt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Michael Jackson ist ganz weiß geworden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, aber nur vom vielen Lifting, dem ham&#039;se die Haut so straff gezogen, daß die immer dünner und heller geworden ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also bin ich ein Bankert.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, ich glaube, da sagt man auch was anderes dazu, ein Bankert ist doch, wenn Oma und Opa vor der Geburt gestorben sind, oder sowas.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann bin ich aber unehelich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, wieso das denn, Deine Eltern waren ja verheiratet.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, aber jetzt sind sie beide tot.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach Mann, Erwin, dann hab&#039; ich es! Weißt Du, was Du bist?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, was denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Vollwaise!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 04 May 2011 09:45:20 +0200</pubDate>
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    <title>Mehl! Ich will Mehl!</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Mehl!-Ich-will-Mehl!/5697</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Is&#039; da Bestatter?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, hier ist Firma xxxx, Bestattungshaus.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ah ja, prima, brauch ich Mehl.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie bitte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weizenmehl in große Abnahmemenge, fürr Ausseland.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir liefern kein Mehl, da sind Sie hier völlig falsch.&quot; &quot;Guut, gutt, dann nehme ich so ungefähr 20 Tonnen fürr erste Probbe. Was kost?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir liefern kein Mehl, kein Weizenmehl, gar kein Mehl.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kein Mehl?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;NEIN!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Auch nix Weizenmehl?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;NEIIIN!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber da ist Bestatter, ja?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, aber kein Mehl.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich brauche auch Weizenvollkornmehl.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Haben wir auch nicht, wir haben überhaupt kein Mehl.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wo bekomme ich Mehl.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;In einer Mühle vielleicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du bist Bestatter? Hast Du Address?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Von Mühle mein&#039; ich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;NEIN!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kein Mehl? Kein Mühl&#039;? Kein Address?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;NEIN!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gutt, ruf ich morgen wieder an, wegen Mehl. Viele Tonnen für Ausseland; verstehst Du, Import, Export, ja?&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 08 Feb 2011 10:18:09 +0100</pubDate>
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    <title>Polygam ist besonders haltbar</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Polygam-ist-besonders-haltbar/5643</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die griechische Vorsilbe poly weißt darauf hin, daß das Folgende vielfach vorkommt. &lt;br /&gt;
Aber dem Kunden, der da vor unserem Regal mit den Urnen auf und ab läuft und unbedingt eine Urne aus dem Material &quot;Polygam&quot; haben will, dem kann ich nicht helfen.&lt;br /&gt;
Holz haben wir, Kupfer, Stahlblech, Messing, Pappe, Granulat...&lt;br /&gt;
Was seinem Wunsch am nächsten kommt, das wäre eine Urne aus Polyresin, also aus einem plastikartigen Harzmaterial, aber aus Polygam haben wir keine.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch, das hab ich gehört, im Fernsehen, die haben die gezeigt, so eine will ich, aus Polygam. Meine Gertrud soll so eine haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Ich erkläre dem Mann, was Polygamie bedeutet.&lt;br /&gt;
Er tritt einen Schritt zurück, so als ob ich der Leibhaftige wäre und sieht mich mit Entsetzen in seinen Augen an: &quot;Nee, jetzt, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch, genau das ist Polygamie&quot;, sage ich und er weicht noch einen Schritt zurück, wischt sich die feucht gewordenen Hände an seinem Mantel ab und blickt dann ganz hektisch in das Regal, dann deutet er auf die erstbeste Urne aus Stahlblech und sagt: &quot;Dann nehm&#039; ich die da. Puuuh, gut, daß Sie mich gewarnt haben!&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 19 Jan 2011 07:20:02 +0100</pubDate>
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    <title>Schlimmer als die Elfe ist die Zwölfe</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Schlimmer-als-die-Elfe-ist-die-Zwoelfe/5558</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Frau Emmers-Lölling sagt zu mir: &quot;Das täte mir jetzt aber leid, sollte ich Sie da nicht mitgenommen haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mitgenommen?&quot; erstaune ich mich und frage nach: &quot;Wohin denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So mental.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mental? Mitgenommen? Ich bin nicht mental mitgenommen, etwas müde vielleicht, etwas angenervt von dem Weihnachtsgehuddel, das alle um mich herum veranstalten, aber mitgenommen? Mich hat keiner mitgenommen. Wo sollte ich auch hin?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, mehr so innerlich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Innerlich? Was wollen Sie denn da mitnehmen?&quot; &quot;Es wäre mir halt ein Anliegen gewesen, Sie ein Stück weit mit zu nehmen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ein Stück weit? Was für ein Stück meinen Sie? Innerlich jetzt? Niere, Leber, Milz?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Haha&quot;, lacht Frau Emmers-Lölling, die von der Industrie- und Handelskammer ist und mich von einem neuen Projekt im kommenden Jahr überzeugen will, &quot;Ich will ja nur sagen, daß wir nicht ganz einer Meinung sind und daß es mir nicht gelungen ist, Sie abzuholen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Abholen? Von wo? Sie sind doch zu mir gekommen. Gehen wir etwa noch irgendwo hin?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, es geht darum, daß Sie ja entsprechend breit aufgestellt sind und die Anforderungen durchaus erfüllen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Breit? Aufgestellt? Oh, merkt man das? Ich hatte aber gestern wirklich nur zwei Becher Glühwein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So meine ich das nicht Zwo-Elf ist halt wichtig für uns.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Zwo-Elf? Sprechen Sie da den Umlaut falsch und meinen Sie eventuell zwölf? Oder ist damit 14 Uhr 11 gemeint oder 2 Uhr 11 oder ist dieses Zwo-Elf am Ende gar schlimmer als Stuttgart Einundzwanzig?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie mal, nehmen Sie mich überhaupt ernst?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch, doch, den Umständen entsprechend schon.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber Sie machen sich lustig über mich, ich merk&#039; das doch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, nein, wirklich nicht, das meinen Sie nur, ich drücke mich manchmal einfach nur etwas umständlich aus; und ich will nicht mitgenommen oder abgeholt werden, nicht ein Stück weit und nicht im Ganzen und ich will auch nicht breit aufgestellt sein und Zwo-Elf irgendwas machen. Ich will einfach nur hier sitzen, abwarten bis Weihnachten vorbei ist und die Leute wieder normal werden. Und noch einen Wandkalender brauche ich nicht, ich habe schon Zwo-Elf Stück, so viele Wände habe ich gar nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie mal...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mal!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Haha, Sie sind ein Spaßvogel, nicht wahr?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nö.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 20 Dec 2010 06:20:43 +0100</pubDate>
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    <title>Bunte Staubsauger</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Bunte-Staubsauger/5540</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Ich bin&#039;s nochmal, ich hatte doch angerufen wegen unserem Vatter. Sie erinnern sich? Der war doch heute Nacht gestorben. Wenn&#039;se nachher kommen, um den abzuholen, muß datt mittem Leichenwagen sein? Der Pastor ist schon ganz in Schwarz gekommen, obwohl ich gefragt hatte, ob der nich ma watt Buntes anziehen kann. Muß doch nich jeder wissen, datt da einer gestorben is, odda?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir können mit einem ganz normalen Kombi-Bestattungswagen kommen oder mit einem ganz neutralen Bestattungs-Lieferwagen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Lieferwagen? Nee, Sie sollen mir ja keinen Toten liefern, Sie sollen einen anholen. Ham&#039;se nich sowat auch?&quot; &quot;Klar, bei Ihnen abholen und bei uns einliefern, so herum.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach nee, stimmt ja. Aber jetzt nich in Schwarz oder dunkel. Am Besten watt Neutrales so vom Staubsaugerdienst.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nur in Dunkelgrün.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja jetzt mehr so&#039;n Flaschengrün oder so&#039;n verkacktes Polizeigrün? Wissen&#039;se, gegen die Kanzlerknechte hab ich nämlich watt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sehr dunkles Grün, ganz dunkel.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, &#039;n bißken farbenfroher dürfte es schon sein. Wissen&#039;se, is&#039; wegen der Nachbarn, soll nich&#039; jeder gleich mitbekommen, datt hier einer gestorben is&#039;. Also, geht&#039;et ein bißken farbenfroher?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir können ja ein bißchen die Blinker anmachen, die wären dann in Orange.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Datt is&#039; &#039;ne gute Idee, so machen wir datt!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 13 Dec 2010 04:48:50 +0100</pubDate>
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    <title>Weihnachten?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Weihnachten/5526</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Wenn mein Vater jetzt aber ausgerechnet an Heiligabend stirbt, kommen Sie dann auch?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wir haben eine Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, jetzt nicht so wegen der Uhrzeit, ich mein&#039;, der liegt jetzt schon so lange krank rum, da kommt&#039;s ja dann auf ein oder zwei Stunden nicht an. Ich mein&#039; jetzt wegen Weihnachten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir kommen natürlich auch an Weihnachten, an Ostern, an Silvester, egal, wir kommen immer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Auch am ersten Feiertag?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Auch dann.&quot; &quot;Und am zweiten?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Auch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und so zwischen den Jahren, wie sieht&#039;s da aus?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kommen&#039;wer auch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Neujahr?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Heilige Drei Könige?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Auch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Alle Feiertage?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Alle.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, echt jetzt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Praktisch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dafür sind wir da.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jetzt mal &#039;ne andere Frage.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So wenn jetzt kein Feiertag ist, dann kommen Sie aber auch, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sicher.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, jetzt auch nachts und so?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Immer. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wirklich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, sicher.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na, dann ist ja gut.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wiederhören.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, Moment mal. Ich habe noch eine Frage.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, bitte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ist jetzt was Persönliches. Kann ich Sie trotzdem mal fragen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wann schlafen Sie dann eigentlich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Den Rest der Zeit.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wann soll das denn sein?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So nachts zum Beispiel.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach Gott, und da halte ich Sie jetzt nachts um drei vom Schlafen ab. Tschulligung. Schlafen&#039;se jetzt mal &#039;ne Runde und nix für ungut!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 06 Dec 2010 22:13:08 +0100</pubDate>
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    <title>Bei der rüstigen Ameise sind Sie verkehrt</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Bei-der-ruestigen-Ameise-sind-Sie-verkehrt/5477</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Bratfisch!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie bitte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Bratfisch!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Äh...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir heißen so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Macht ja nichts.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Unsere Omma is tot.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &quot;Ja, war der Arzt schon da?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau, der Arzt, der Pastor und die Frau vom Pflegedienst. Der Arzt hat einen Haufen Zettel ausgefüllt, der Pastor so das Übliche und die vom Pflegedienst hat die ganzen übrig gebliebenen Medikamente, Windeln und anderen Sachen mitgenommen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aha...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kommen Sie dann?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, geben Sie mir bitte Ihre Adresse, Herr Bratfisch?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau, hammse watt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Watt zum Schreiben?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Fuchsienallee 17&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Fuchsienallee? Wo soll die denn sein, hier in unserer Stadt? Habe ich noch nie gehört. Ist das in Süd, im Neubauviertel?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, inne Schrebergärten beim Kraftwerk.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die Verstorbene liegt in einem Schrebergarten?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja nich im Garten jetzt, sondern mehr so in der Laube.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ungewöhnlich...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Datt wollte die so, die wollte in ihrem Garten sterben, da hammwer se vor drei Wochen hier rüber. Der Gartenvorstand hat erst gemotzt, weil man ja hier nich wohnen darf, aber erstens hab ich dem gesacht, datt Sterben nicht dat selbe wie Wohnen is und zweitens hab ich dem sechs Euro achtzig für&#039;t Wassergeld gegeben und dann war der ruhig.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also Fuchsienalle 17 in der Schrebergartenkolonie.&quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau, und kommense bitte nicht mittem Leichenwagen zur Laube.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie bitte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, die Omma hat ihren Garten hinten im alten Teil, da wo die Wege so eng sind, da können&#039;se nich mittem Leichenwagen hinfahren.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da kann man nicht mit einem Auto hin?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, nur mitte Schubkarre oder mit sonnem Vespa-Töff-Töff, so eins mit drei Räder.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, und wie sollen wir die Verstorbene dann abtransportieren? Wie weit ist es denn vom Gartenhaus bis zur nächsten befahrbaren Straße oder Stelle?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, datt is gezz nich soooo weit, gute zwanzich Minuten zu Fuß, man muß halt viel abbiegen, is ziemlich verwinkelt hier hinten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gut, dann sagen Sie mir jetzt, wo wir mit dem Auto hinfahren können und ab da kommen wir dann mit der Fahrtrage.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kennen&#039;se die &quot;Rüstige Ameise&quot;, datt Lokal?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, das kenne ich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gut, wenn&#039;se dahin fahren, dann sind&#039;se verkehrt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja nee, datt is zwar auch bei uns inne Anlage, aber mehr so auffe andere Seite, wo die ganzen Weißrussen gezz ihre Gärten haben. Sie müssten an datt Naturfreundehaus fahren, kennen&#039;se datt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kenn ich auch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gut, da wären&#039;se richtich. Da stellen&#039;se datt Auto hin und dann kommen&#039;se.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Okay und wie weit ist es vom Naturfreundehaus bis zu ihrem Garten?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich sachte ja schon, so &#039;ne Viertelstunde bis zwanzich Minuten, wenn&#039;se gut zu Fuß sind.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also gut, können Sie jemanden zum Naturfreundehaus schicken, der dort auf den Bestattungswagen wartet und uns den Weg zeigen kann?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jau, datt mach ich, da schick ich Ihnen den Werner, der steht hier sowieso nur im Weg rum. Aber mit der Fahrtrage das wird nix. Wenn datt so&#039;n Ding is wie im Krankenwagen, so mit so kleine Räder unten dran, dann bleibense auffe nassen Wege stecken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir machen das schon.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wissen&#039;se watt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir machen datt anders. Sie kommen an datt Naturfreundehaus und ich hol datt kleine Vespa-Auto mit der Pritsche vom Gartenvorstand und wir bringen Ihnen die Omma da hin.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also wirklich....&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, hören&#039;se, datt is datt Einfachste. So machen wir datt. So inne halbe Stunde? Also tschüß bis dann!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 21 Nov 2010 10:29:03 +0100</pubDate>
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    <title>Du bist ein ganz Feiner</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Du-bist-ein-ganz-Feiner/5443</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Bei Familie Peters hängt der Haussegen schief. Nein, die Peters haben keinen Streit, sondern einen streng katholischen Heiligen in der Zimmerecke hängen und unten am Heiligen ist so ein kleines, offenes Gefäß dran, aus dem mir Weihwasser in den Nacken tropft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach Gottchen, Ihnen wird ja ganz nass um die Schultern!&quot; hechelt Frau Peters und springt sofort auf, um mir meinen Hemdkragen mit einem nach Moder riechenden Spüllappen auszutupfen. Ich will mich wehren, doch da springt ihr schon ihr Ehemann, der dicke Gunnar, zur Hilfe und stopft mir, frisch von der Rolle gerissene, Küchenpapiertücher in den Kragen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mensch, Rita, watt mach&#039;se auch Wasser in den Blasius!&quot; schimpft er und hängt den Heiligen wieder gerade. &quot;Du weiß&#039; doch, datt&#039;er Blasius immer am Tropfen is&#039; wenn&#039;er mal ein bißken schief hängt.&quot; Doch seine Frau lacht nur und sagt: &quot;Wenigstens kricht&#039;er gezz kein&#039; Schluckauf mehr&quot; und an mich gewandt: &quot;Können&#039;se jetzt Fisch essen, soviel Sie wollen, da bleibt keine Gräte mehr stecken. Der Blasius hilft nämlich gegen Ersticken und Erwürgen und so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kommen&#039;se, setzen &#039;se sich hier drüben hin, da auffe Eckbank, auffe bequeme Decke, da sitzen&#039;se sowieso am beguemsten, ich sitz&#039; da auch immer oft, wenn ich Kreuzworten tu&quot;, sagt Herr Peters und schiebt mich um die Ecke auf die Eckbank.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unterdessen ist der unglaublich fette Peters&#039;sche Dackel &quot;Saruman&quot; wegen des hektischen Gerennes und Gewisches aus seinem Mittagsschläfchen erwacht und versucht mein Bein zu rammeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Saruman, lass datt, der Mann will datt nich&#039;!&quot; ruft Herr Peters und sein Dackel gehorcht ihm aufs Wort, unterlässt auf der Stelle das Rammeln und beißt mir stattdessen mehrfach leicht in die Ferse des Fußes am Ende meines anderen Beins. &lt;br /&gt;
&quot;Der will immer nur spielen&quot;, sagt Frau Peters und wirft Saruman eine rote Kaustange hin: &quot;Da Saruman, nimm Leckerli!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das tut aber ganz schön weh&quot;, sage ich und reibe meine Achillessehne.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach watt, datt meinen Sie nur, der is&#039; ja klein, der macht nix&quot;, sagt Herr Peters und schiebt die kauende Fettwurst mit dem Fuß ein Stück zur Seite.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sitzen&#039;se auch bequem?&quot; fragt Frau Peters. &quot;Dann können&#039;wer ja endlich über die Beerdigung vom Oppa sprechen, wenn der mal stirbt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch, bequem ist es auf der Eckbank und die Decke ist schön weich. Ich lege meine Unterlagen auf den Tisch und notiere im Stillen, daß ich zu Hause alles wieder abwaschen muss, denn der Küchentisch der Familie Peters muß seit Generationen der Zubereitung von zuckrig, klebrigen und gleichzeitig fettigen Speisen gedient haben, ohne auch nur ein einziges mal abgewischt worden zu sein. Jedenfalls kann ich meine Kunststoffmappen nicht auf der Resopal-Oberfläche hin und herschieben, sondern muß sie immer erst anheben, bis sie sich schmatzend vom klebrigen Untergrund lösen. Ich versuche es zwar, zu vermeiden, mit den Handgelenken oder den Händen an die Tischoberfläche zu kommen, doch merke ich nach kurzer Zeit, daß meine Finger zusammenkleben, so als würden mir Schwimmhäute wachsen wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin gerade dabei, den Katalog mit den schönsten Sarggestecken über den Tisch zu schmatzen, da springt der Dackel neben mich auf die Eckbank und macht einen krummen Rücken.&lt;br /&gt;
Mit den Füßen scharrt er sich ein Stück von der Wolldecke zu einem Klumpen zusammen und beginnt sich in rhythmischen Bewegungen an der Decke irgendeine Form der Erleichterung zu verschaffen, jedenfalls verdreht er voller Wonne die Augen und hechelt ein glückliches und kurzatmiges Keuchen aus seinen Lungen hervor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nich&#039; dran stören, datt macht der immer mittachs, datt braucht der zweima&#039; am Tach&quot;, sagt Herr Peters und ich erwidere angewidert: &quot;Aber doch bitte nicht direkt neben mir! Können Sie das Tier nicht runter tun?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Peters ist entsetzt ob meiner mangelnden Tierliebe, meiner grausamen Ablehnung der Annäherungsversuche ihres dauergeilen Wursthundes und meiner klaren Worte: &quot;Na hören&#039;se mal, der macht datt jeden Tach ein paar mal, der Saruman is&#039; datt so gewöhnt, Sie sitzen ja schließlich auch auf seine&#039; Decke.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich notiere weiterhin im Stillen: &quot;Anzug in die Reinigung bringen, Duschen - aber mit Chlor!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz plötzlich fällt mir ein, daß ich ganz wichtige Unterlagen vergessen habe, packe meinen schmatzenden Kram zusammen und mache mit den Peters auf der Stelle einen Termin bei uns im Büro aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Können&#039;wer den Saruman mitbringen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nee, können die nicht, ich sagen denen, daß unser Hund fast 40 Kilo schwer ist und mit Vorliebe Dackel isst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann kommen&#039;wer eben ohne unser Schätzelken, ne Saruman, dann bleibste ein Moment alleine, wenn wir bei den Onkel sind. Ja, mein Dickerchen, Du bis ein ganz Feiner!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 08 Nov 2010 14:13:24 +0100</pubDate>
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    <title>Seuchengefahr</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Das ist mir egal, ich will in den Wald.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, Du kommst mal auf den Südfriedhof, da haben wir schließlich unser Familiengrab.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Du kannst ja meinetwegen zu Deiner Mutter ins Grab, ich bin froh, daß ich die nicht mehr sehen muß.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jetzt hör aber mal auf! Wenn Du nicht so ein lausiger Schwiegersohn gewesen wärst, dann hättet ihr vielleicht sogar ein ganz gutes Verhältnis gehabt.&quot; &quot;Ich? Ich soll mal aufhören? Ich? Wenn Fußball im Fernsehen kam, dann hat die immer auf Volksmusik umgeschaltet. Wenn ich mir eine Platte aufgelegt habe, dann mußte die Staubsaugen. Wenn ich in der Wanne lag, dann kriegte die Durchfall. Egal was ich machen wollte, die hat mir das Leben versauert. Das war eben einfach keine gute Entscheidung, zu Deiner Mutter ins Haus zu ziehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Immerhin haben wir hier wohnen dürfen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja und ich habe den Garten an der Backe gehabt, durfte ständig irgendwas reparieren und als Deine Mutter gestorben ist, haben wir noch einen Haufen Schulden mitgeerbt. Nee, hör mir auf mit der Alten, ich will in den Wald.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich will aber nicht, daß Du in den Wald kommst, Du sollst in unser aller Grab, mit mir, meinem Vater und meiner Mutter.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nix da. Ich geh in den Wald und wenn Du nicht ruhig bist, lass ich Deinen Vater auch noch ausgraben und nehm den mit in den Wald, der hatte auch keine ruhige Minute unter Deiner Mutter.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wieso unter meiner Mutter, der liegt doch neben ihr.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich mein ja auch zu Lebzeiten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nix, es bleibt dabei, ich geh in den Bestattungswald und wenn Du da nicht zustimmst, dann nehm ich Deinen Vater mit und wir zwei Männer machen es uns unter irgendeiner Eiche gemütlich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wenn von uns mal einer stirbt, dann hab ich sowieso zu bestimmen, wo Du hin kommst.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das hat der Bestatter aber eben anders erklärt. Der hat gesagt, daß ich in der Vorsorge sowas selbst bestimmen kann.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gut, wenn Du in den Wald gehst und das hier gegen meinen Willen durchdrückst, dann lasse ich meine Mutter ausgraben und tu die direkt neben Dir im Wald in den Boden, so!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das geht nicht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und warum soll das nicht gehen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil von einem Bestattungswald keine Seuchengefahr ausgehen darf und Deine Mutter, die war ja wohl mal voll die Seuche!&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 21 Oct 2010 15:30:36 +0200</pubDate>
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    <title>Ist nur wegen Mittwoch </title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Tach, Schöffler hier!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Guten Tag, Herr Schöffler.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, Sie haben mich gleich wiedererkannt, prima...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nicht so ganz, um was geht es bitte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schöffler, mein Name ist Schöffler!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, schon gut, das macht ja nichts, aber was kann ich für Sie tun?&quot;&lt;br /&gt;
 &quot;Moment mal, Sie haben mich doch mit meinem Namen am Telefon begrüßt, also haben Sie mich doch wiedererkannt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, Sie meldeten sich mit Ihrem Namen und aus Höflichkeit habe ich mir den kurzfristig gemerkt und dann wiederholt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, also hier ist Schöffler.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schöffler!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja toll.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Klingelt es da nicht bei Ihnen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Moment, ich hör mal hin - nee, da klingelt es nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie mal, wollen Sie mich verarschen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nichts würde mir näher liegen, bitte glauben Sie mir das! Aber was bitte kann ich denn nun für Sie tun?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich sagte Ihnen doch schon, daß ich der Herr Schöffler bin.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, den Teil unseres Gespräches habe ich ja auch begriffen, jetzt müssen Sie mir nur noch sagen, was Sie von mir wollen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der Name sagt Ihnen gar nichts?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nicht wirklich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was heißt das denn? Sagt er Ihnen nun etwas oder nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wenn Sie so fragen, dann muß ich Ihnen sagen, daß ich eine Tante in Oer-Erkenschwick hatte, die mit einem gewissen Schöffler in zweiter Ehe verheiratet war. Der ist aber schon lange tot, deshalb können Sie dieser Schöffler nicht sein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was interessieren mich denn Ihre Tanten?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie fragten danach.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also schön, haben Sie nun einen Moment Zeit für mich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sicher, schon die ganze Zeit.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie wissen also, um was es geht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nö.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich bin doch der Herr Schöffffler!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Womit wir wieder beim Anfang unseres Gespräches wären. Ich meine, Sie können mir jetzt noch mehrere hundert Mal Ihren Namen sagen, es wird nichts an der Tatsache ändern, daß Sie mir eventuell auch noch sagen müssten, was Sie von mir wollen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wegen Mittwoch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Puh, da sind wir jetzt aber schon ein gehöriges Stück weiter. Was ist denn am Mittwoch?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Falsch! Ganz falsch!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Falsch?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, es ist nicht am Mittwoch, sondern es war am Mittwoch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach ja, toll.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wissen Sie jetzt wer ich bin?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Bevor SIE es wieder sagen: der Herr Schöffler!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Richtig, ganz richtig und das war am Mittwoch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Okay, dann weiß ich Bescheid.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das war ja mal &#039;ne schwere Geburt! Sind Sie eigentlich immer so schwer von Begriff?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Och, wenn Sie wüßten!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, Sie haben es auch nicht immer leicht, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nö.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja ja, wem sagen Sie das!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wiederhören.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wiederhören.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 20 Oct 2010 14:37:18 +0200</pubDate>
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    <title>Adenauer aus England</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Herr Dr. Rainer Flax ist tot.&lt;br /&gt;
Der war noch gar nicht so alt und daß er krank gewesen wäre, davon hat man auch nie etwas gehört.&lt;br /&gt;
Beim Drachenfliegen am vergangenen Wochenende soll er während eines Fluges einen schweren Infarkt erlitten haben, der Flugapparat sei aber in absolut gerade Linie mit dem toten Doktor im Geschirr bis auf einen Acker in einer benachbarten Ortschaft geglitten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über Funk hätten ihn Freunde zu erreichen versucht, weil sie über die merkwürdige Flugbahn verwundert waren.&lt;br /&gt;
Als sie keine Antwort bekommen haben, sind sie dann losgefahren und haben nach ihrem Freund gesucht, ihn dann aber nur noch tot aufgefunden. Natürlich ermittelt da die Polizei, erst hieß es ja auch noch, der sei abgestürzt, aber auch ein arbeitsloser Arbeitsloser, der in der Nähe der Landungsstelle seine zwei handzahmen Kampfhunde spazieren geführt hatte, konnte bestätigen: &quot;Der is ganz normal da gelandet, nur eben dann nicht aufgestanden und nich so mit den Füßen, mehr so auffem Bauch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Lax bat mich zu sich, ein Besuch in unseren Räumen sei zu belastend für sie, am Ende seien da noch Särge zu sehen und das könne sie nun keinesfalls ertragen. Außerdem sollen während meines Besuchs noch zwei ihrer Kinder hinzustoßen, die kämen so in etwa drei bis vier Stunden.&lt;br /&gt;
Ja, was meint die, wie lange so eine Beratung dauert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwei andere Kinder und ihre Ehepartner sind schon da, Frau Lax hat gar keine Zeit, sich um mich zu kümmern, sie sucht gerade aus einem Album ein Foto ihres Mannes heraus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sohn Oliver führt mich zu einem lächerlich kleinen Couchtischlein: &quot;Sie setzen sich am Besten da hin, ich habe Ihnen schon mal einen Zettel hingelegt, so mit den wichtigsten Dingen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich setze mich und lese:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Konkordienkirche großes Hochamt&lt;br /&gt;
Ave Maria - Kinderchor!&lt;br /&gt;
Dr. Pleugers Orgel&lt;br /&gt;
Kutsche&lt;br /&gt;
Sargträger (12 Stück!!!)&lt;br /&gt;
Baldachine&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich merke schon, das wird keine einfache Sache.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sechs Pferde, unter dem geht es ja wohl gar nicht, schwarze natürlich, am besten Rappen oder noch besser ganz schwarze... Und eine Bergmannskapelle muß &quot;Ich hat einen Kameraden&quot; spielen, in schwarzer Uniform, aber ganz schwarz.&lt;br /&gt;
Der große Adenauersarg muß es sein, in Eiche, ganz schwer, schwarz muß er sein und innen rot ausgeschlagen, goldene Griffe muß er bekommen und gibt es sowas wie goldene Zierleisten, so ringsherum. &lt;br /&gt;
Nein, nein, Geld spielt keine Rolle, aber schwarz muß er sein, wie die Kapelle und die Pferde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Trauerhalle soll jeder Trauergast nach vorne kommen und einen Satz aus dem Lieblingslyrikband des Verstorbenen vortragen. &quot;Das müssen Sie alles organisieren, Sie wurden uns empfohlen, Sie haben doch einen schwarzen Wagen, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wofür? Eben wollten die doch noch eine Leichenkutsche.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, erst mit dem Wagen zur Kirche, dann den Sarg reintragen und von da mit der Kutsche zum Friedhof.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das mit dem Sarg in der Kirche gehe nicht, das erlaube das Friedhofsamt nie, da hätten wir schneller eine Abmahnung an der Backe, als man gucken kann, sage ich... &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kein Problem, ich rufe nachher den Bürgermeister an, der kommt ja sowieso zur Beerdigung, machen Sie sich deswegen keine Sorgen. Brauchen wir noch irgendeine Genehmigung?&quot; sagt die Witwe und wendet sich wieder dem Katalog mit den Sargausstattungen zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So etwa 200 Leute würden da schon kommen, für alle müsse es Stühle am Grab geben. Dort müsse nämlich das Johannesevangelium vorgelesen werden, nein, nicht ein Kapitel, das ganze.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wegen der Bergpredigt, die mochte mein Mann so arg.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die kommt aber im Matthäusevangelium vor&quot;, wende ich so nebenbei mal ein und die ganze Familie schaut mich ob meiner offenkundigen Blödheit mit riesengroßen und schon fast mitleidigen Augen an. Wie kann der Typ bloß so doof sein, denken sie offenbar und ein Schwiegersohn meint mit einem gönnerhaften Unterton in der Stimme: &quot;Überlassen Sie dieses Mal die Textauswahl ruhig uns, bei so alten Omas, da mögen Sie ja mit ihren Mitteln zurecht kommen, aber mein Schwiegervater war ja nunmal wer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bleibe aber hartnäckig, denn hinterher müßte ich dann ausbaden: &quot;Gut, was soll ich jetzt notieren, Johannesevangelium oder Bergpredigt?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Johannesevangelium! Also bloß nichts anderes! Nicht, daß Sie so eine anderen Bibel haben, wo die Bergpredigt dann irgendwie so in modernem Deutsch auch bei nem anderen steht. Wir wollen das Johannesevangelium und bei den Seligspeisungen (sic!) sollen die Leute dann aufstehen. Das müssen Sie alles organisieren.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir machen ja beinahe alles möglich, aber ich wende vorsichtig und nicht ohne leisen Spott ein, daß das alles auf ein mehrstündiges Training mit Generalprobe hinausliefe.&lt;br /&gt;
Alle nicken und sind begeistert, ja genau, das wäre toll, so müsse das sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es käme auch noch Dolores Mirwanda, eine argentinische Blumenkünstlerin, die eine Art Ausdruckstanz vor dem Sarg vollführen wolle, in dessen Verlauf sie bunte Blütenblätter vor dem Sarg auf dem Boden ausstreuen würde, die von oben betrachtet, das Antlitz des Verstorbenen wiedergeben würden, so eine Art Mosaik.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wiederum habe ich was zu meckern und weise darauf hin, daß niemand es von oben sehen könne, die Leute sitzen sogar etwas tiefer als die vordere Ebene mit dem Sarg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie machen das schon, wir verlassen uns da ganz auf Sie!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt wollen Sie doch lieber einen Oldtimer-Leichenwagen, so aus den 50ern. &quot;Nachher kacken die Pferde noch auf die Straße und da muß die Kutsche mit meinem Mann dann durch die Pferdeäpfel fahren.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, einer aus den sechziger Jahren und aus Amerika, noch besser aus England...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;---&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Tag der Trauerfeier ist gekommen. Herr Dr. Flax liegt in einem schwarz lackierten, einfachen Kiefernsarg in der Trauerhalle des Westfriedhofs. Dolores Mirwanda streut kein Portrait aus Blumen, sondern der Friedhofsverwalter legt einen Kranz von der Ärztekammer vor den Sarg.&lt;br /&gt;
Statt Kutsche oder schwarzem Daimler steht nur unser Bestattungswagen in der Einfahrt und die schwarz gekleidete Bergmannskapelle aus dem Saarland ist in Form des 70jährigen Organisten Walter Tremm-Ohlo erschienen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kein großer kirchlicher Aufmarsch, nur der Stadtteilpfarrer, der das Johannesevangelium in drei oder vier Versen zitiert und ansonsten eine sehr schöne und persönliche Ansprache hält.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alles ist anders gekommen und es hat wirklich nicht am Geld gelegen. Die Familie hat ganze drei Tage hin und her disponiert, die Zeit bis zur Trauerfeier wurde immer knapper, am Ende war keine Zeit mehr, um auch nur einen Wunsch der Familie zeitgerecht berücksichtigen zu können. Sie selbst hat dann einen Punkt nach dem anderen gestrichen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Enttäuscht? Nein, die sind kein bißchen enttäuscht, es ist am Ende dann alles ganz genau so, wie sie es haben wollten, sie sind sogar hochzufrieden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Viele Leute sind gekommen, wenn auch keine 200 Personen und schon gar kein Oberbürgermeister, aber ein paar Stadträte, ein paar von Dr. Flax&#039; studentischer Verbindung und die ziehen am Grab blank und rufen irgendwas Lateinisches.&lt;br /&gt;
Nein, man muss sagen, daß es eine sehr schöne und würdevolle Beerdigung war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wozu das ganze Theater? Das fragt man sich manchmal wirklich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein paar Tage später steht Frau Flax mit zweien ihrer Kinder bei uns im Bestattungshaus, bestellt eine Danksagunganzeige in der Zeitung und meint: &quot;Besonders gut hat uns die Bergpredigt gefallen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja dann...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selig die Armen im Geiste.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 12 Oct 2010 10:50:00 +0200</pubDate>
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    <title>Lateinische Fundamentalisten</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Aber nicht, daß die so ein Rappatscheng machen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie bitte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, Sie sagten doch, daß bei der Beerdigung am Grab zwei Ministranten dabei sind.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie denen, die sollen nicht so&#039;n Rappatscheng machen.&quot; &quot;Die sollen kein was machen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Rappatscheng!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das sind zwei Messdiener, zwei Buben, der eine trägt ein Kreuz und der andere den Weihwassereimer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, die spielen gar keine Instrumente?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nö.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber erst haben Sie gesagt, da kämen zwei Ministranten, geben Sie&#039;s zu!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja schon, aber das ist in diesem Fall aus dem Lateinischen, auf Deutsch sagt man Messdiener.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Latein?&quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Verstehen wir nicht. Haben&#039;se da keine Deutschen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die sagen doch gar nichts.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber Ausländer sind das schon, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, eben noch Latein, jetzt Deutsche. Aber egal, Hauptsache die machen kein Rappatscheng.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also das kann ich Ihnen auf jeden Fall versprechen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann is&#039; ja gut. Wir ha&#039;m ja nix gegen Ausländer.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 11 Oct 2010 14:01:27 +0200</pubDate>
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    <title>Onkel Walter</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Können Sie dann die Rechnung auf unseren Onkel Walter ausstellen, ich gebe Ihnen mal die Adresse.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ist kein Problem. Der alte Herr will die Kosten übernehmen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Keine Ahnung.&quot; &quot;Wie? Keine Ahnung?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, keine Ahnung, der hat aber genug Geld.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hatte er denn im Vorfeld signalisiert, daß er zur Kostenübernahme bereit ist?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das glaub ich kaum, der ist ziemlich knauserig.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann wird es wenig Zweck haben, ihm die Rechnung zu schicken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, machen Sie mal, vielleicht zahlt er ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und wenn nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, meine Güte, dann müssen Sie halt etwas Druck machen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So geht das nicht. Sie sind der Auftraggeber und Sie bekommen auch die Rechnung. Wenn das so abgesprochen ist in der Familie, dann können wir die Rechnung gerne auch auf jemand anders ausstellen, aber wir können sie nicht einfach irgendwem schicken, in der Hoffnung, daß er vielleicht bezahlt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, der zahlt das schon, der weiß doch, daß wir alle kein Fett auf der Kette haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir machen das so: Ich drucke Ihnen die Rechnung aus und Sie legen die Ihrem Onkel selbst vor. Wenn er sich dann bereit erklärt, die Kosten zu übernehmen, dann kann er das Geld ja überweisen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ist aber doof, dann hab ich ja den ganzen Ärger.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Anders geht&#039;s nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich habe die Kontonummer von meinem Onkel, da könnten Sie es doch einfach abbuchen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, das geht nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mist, dann zahlen wir das eben selbst, ich geh&#039; jedenfalls nicht zu dem.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 07 Oct 2010 11:59:00 +0200</pubDate>
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    <title>Ab ins Feuer!</title>
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            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Gibt&#039;s die auch in anderen Formaten?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also, eigentlich sind Särge immer so rechteckig.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ist ja mal voll langweilig.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Natürlich gibt es auch Designerstücke, zum Beispiel in Wellenform oder sogar ähnlich einem ägyptischen Sarkophag.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, ich mein jetzt mehr so rund.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Rund?&quot; &quot;Ja, so ohne Ecken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Rund also.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja genau, mehr so wie ein... hm...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie ein Fass?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, genau! So meine ich das, so wie ein Fass!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Es hat ja seinen Grund, daß die Särge diese Form haben, die sie haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch, da soll ja schließlich ein Mensch reinpassen. Liegend.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;In den Sarg?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja sicher, wo denn sonst?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber mein Mann wird doch verbrannt, da ist es doch egal wie der Sarg aussieht, die Asche passt dann doch wohl in jeden Sarg.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die Asche wird doch nicht in einem Sarg beigesetzt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das haben Sie doch aber eben selbst gesagt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein, bestimmt nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dohoch! Siiiie haben gesagt, man braucht auch einen Saaaaarg!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, vorher. Also der Mensch kommt in einen Sarg, dann wird der Sarg mit dem Menschen eingeäschert und die Asche kommt in so eine Urne hier; schauen Sie mal!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;In so eine Urne? DAS ist eine Urne? Mein Gott, die sieht ja potthäßlich aus, wie eine Büchse.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Im Prinzip ist das ja auch so etwas wie eine Büchse. Vielleicht habe ich Ihnen nicht die schönste Urne gezeigt, wie wäre es denn mit dieser hier?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sieht auch kacke aus, äh, t&#039;schuldigung, gefällt mir auch nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und die hier?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Auch nicht, meine Güte, was sind die Dinger häßlich. Haben Sie keine länglich, rechteckigen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So in Sargform?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, genau! So wie ein Sarg, nur eben kleiner.&quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Als Sie noch dachten, wir bräuchten einen Sarg für die Urne, da konnte es Ihnen nicht rund genug sein und jetzt, da ich Ihnen nur runde Sachen zeige, da wollen Sie was länglich Eckiges?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Stimmt, ich bin aber auch ein Dummerchen. Aber ich will für meinen Erwin nur das Beste. Sie verstehen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sicher, Sie sollen ja auch das bekommen, was Ihnen gefällt. Ist denn bei den Urnen hier im Regal gar nichts dabei, was Ihnen gefallen könnte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da im Regal?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, hier im Regal.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die Weiße da ganz rechts an der Wand!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ist der Luftbefeuchter.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, der ist aber hübsch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die Urnen stehen da mehr so im Regal und hängen nicht an der Wand.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sehen aus wie Blumenvasen mit Deckel.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie kommen ja in die Erde.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die Urnen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, ich dachte, ich hätte Sie jetzt so verstanden, daß die mitverbrannt werden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nicht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aha.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und? Wie sieht&#039;s aus? Was dabei?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, wenn die nicht verbrannt wird, könnte man ja auch die da vorne nehmen, die ist eigentlich ganz hübsch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kupfer, gehämmert.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die ist ganz schön. Und die bleibt im Feuer ganz?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann nehm&#039; ich die.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gut so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie mal, ich muß Ihnen eins sagen, Sie sind ein sehr netter Mann. Sie gehen gut auf Ihre Kunden ein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Danke, Sie sind aber auch sehr nett, nicht jede Kundin macht es einem so leicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Tja, ich hab mich halt vorher im Interweb informiert. Das heißt, mein Schwager war das, der kennt sich da aus. Warten Sie mal eben, ich ruf den mal: &#039;Hugo, komm doch mal rein, wir haben jetzt schon eine Urne zum Verbrennen, jetzt brauchen wir nur noch einen Sarg für die Asche!&#039;&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 07 Oct 2010 10:42:51 +0200</pubDate>
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