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    <title>Bestatterweblog - Frag den Bestatter</title>
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<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 08:44:35 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Bestatterweblog - Frag den Bestatter - Bestatterweblog</title>
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    <title>Die böse Stiefmutter hat alles geregelt. Habe ich als Tochter Rechte?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Die-boese-Stiefmutter-hat-alles-geregelt.-Habe-ich-als-Tochter-Rechte/6369</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo TOM, &lt;p&gt;erst einmal ein ganz großes Lob an deine Seite. Deine Beiträge sind großartig und haben mir die ein oder andere Frage auch schon beantwortet. &lt;br /&gt;
Nun habe ich aber dennoch eine Frage worauf ich bisher keine Antwort gefunden habe.&lt;br /&gt;
Mein Vater verstarb im November letzten Jahres, was abzusehen war aber dennoch ganz plötzlich kam.&lt;br /&gt;
Meine Stiefmutter übernahm alles an Pflichten, die nun auf einen zu kamen. Meine Familie (väterlicherseits) bot ihr die Hilfe an die sie aber ablehnte mit der Aussage sie sei die Frau gewesen und es wäre einzig und allein ihre Aufgabe. Naja soviel dazu.&lt;br /&gt;
Sie hat dann auch alles wohl so eingerichtet das sie allein an allem das Recht habe. Von der Aufbahrung erfuhr ich erst 3 Tage später, worauf ich sofort am nächsten Tag in die Stadt fuhr, wo er zu dem Zeitpunkt gelebt hatte. Ich wollte doch noch einmal meinen Papa sehen &lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/templates/undertaker/img/emoticons/sad.gif&quot; alt=&quot;:-(&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
Ich habe erfahren, dass das Beerdigungsinstitut damals auch Bilder gemacht hat und meine eigentliche Frage ist :&lt;br /&gt;
Habe ich das Recht als Tochter die Bilder von dem Beerdigungsunternehmen anzufordern? Ohne das es über die böse Stiefmutter laufen muss?&lt;br /&gt;
Habe ich überhaupt noch Rechte als Tochter bzgl. meines Vaters? Oder liegt nun alles in ihren Händen was das Grab und so betrifft? &lt;/blockquote&gt; Es gibt so viele Familien, in denen Zwist herrscht. Schade.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zunächst einmal ist es richtig, daß sich Deine Stiefmutter um alles gekümmert hat. Sie war mit dem Verstorbenen verheiratet und ist deshalb die Bestattungspflichtige und -berechtigte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Gesetzgeber geht davon aus, daß derjenige, der dem Verstorbenen am nächsten gestanden hat, auch am Besten wissen müsste, was der Verstorbene gewollt hätte. Außerdem ist die Reihenfolge der Bestattungspflichtigen mit der Reihenfolge der Erbberechtigten verwandt. Dadurch ist es in der Regel so, daß diejenigen, die etwas bekommen, auch bei der Bestattung in der Pflicht stehen. (Abgesehen davon ist der Erbe gemäß BGB auch verpflichtet, die Bestattung zu bezahlen.)&lt;br /&gt;
Das kann aber auch zu abstrusen Situationen führen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erst neulich hatte ich einen Fall auf dem Schreibtisch in dem ein Mann seit 30 Jahren bei seiner Tochter gelebt hatte und nun, nachdem er gestorben war, tauchte aus den Nichts des Vergessens eine lang verschollene Ehefrau auf, die alles in die Wege leitete und sogar veranlasste, daß die Urne 600 km weit vom Wohnort der Tochter entfernt beigesetzt wurde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Deinem Fall ist wie gesagt alles soweit richtig gelaufen. &lt;br /&gt;
Die Ehefrau hat alles geregelt und das ist im Sinne des Gesetzes auch richtig so.&lt;br /&gt;
Was nun die Fotos anbetrifft, so solltest Du Kontakt zu dem Bestatter aufnehmen und dich als Tochter legitimieren.&lt;br /&gt;
Normalerweise sollte es kein Problem sein, Dir auch ein paar Abzüge von den Fotos zu geben, ohne daß das großes Theater mit der &quot;bösen Stiefmutter&quot; gibt.&lt;br /&gt;
Selbstverständlich hast Du auch das Recht, das Grab zu besuchen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 06 Feb 2012 12:08:00 +0100</pubDate>
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    <title>Wann soll man eine Bestattungsvorsorge abschließen?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wann-soll-man-eine-Bestattungsvorsorge-abschliessen/6368</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Hallo, &lt;br /&gt;
eine Frage die wahrscheinlich schon 100mal gestellt wurde, aber ab wann macht es Sinn eine Bestattungsvorsorge zu treffen ? Hintergründe zu mir: Mitte Dreißig, HIV +, Hepatitits C .&lt;br /&gt;
Hintergrund ist der das ich letzte Woche fast überfahren worden wäre. Es hat wirklich nicht viel gefehlt.&lt;br /&gt;
Wenn mir wirklich was passiert wäre, hätte meine Schwester alles in der Hand gehabt hätte- was aufgrund meines Verhältnisses zu ihr vermutlich eine anonyme Verstreuung an der sprichwörtlichen tschechischen Friedhofsmauer bedeutet hätte, was nicht so ganz in meinem Sinn liegt.&lt;p&gt;Ich bin seit 2008 begeisterter Leser Ihres Blogs und finde sie machen einfach nur einen tollen Job damit! Dickes Lob!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vielen Lieben Dank für den Rat,&lt;br /&gt;
liebe Grüsse&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sicher, die Frage ist oft gestellt worden, aber sie ist deshalb keine schlechte Frage.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz kurze Antwort: Man sollte die Bestattungsvorsorge rechtzeitig abschließen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Wann das ist und wann man dafür bereit ist, sich mit dem eigenen Ende zu beschäftigen, muss jeder selbst entscheiden. Jedoch berichten mir alle Menschen, die das erledigt haben, dass sie sich anschließend erleichtert und geradezu befreit fühlen. Es ist dann ein etwas unangenehmes Thema abgehandelt und erledigt und alle sagen immer wieder, daß sie sich das ganz schlimm vorgestellt hatten und angenehm überrascht waren, wie freundlich, schnell und einfach das gegangen ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Vorteile einer Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten liegen doch auf der Hand.&lt;br /&gt;
Man ist aktuell nicht von einem Sterbefall belastet und kann frei und nüchtern entscheiden.&lt;br /&gt;
Man hat keinerlei Zeitdruck und kann sich in Ruhe vom Bestatter durch den Entscheidungsprozess führen lassen.&lt;br /&gt;
Man hat Zeit, die finanzielle Seite in aller Ausführlichkeit zu regeln.&lt;br /&gt;
Es gibt die Möglichkeit zum Preisvergleich und zum Besuch bei mehreren Bestattern.&lt;br /&gt;
Man kann sich für DEN Bestatter seines Vertrauens entscheiden und hat keinen Druck, jetzt sofort einen nehmen zu müssen.&lt;br /&gt;
Die Angehörigen können eingebunden werden und mitentscheiden.&lt;br /&gt;
Man muss keine übereilten Entscheidungen treffen.&lt;br /&gt;
Danach ist alles geregelt und keine steht kopflos vor der Situation, wenn sie eines Tages eintritt.&lt;br /&gt;
Selbst bei einem Umzug kann man die Vorsorge an den neuen Wohnort &quot;mitnehmen&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wichtig ist, daß man dem Bestatter kein Bargeld übergibt, sondern sein Geld in einer &lt;a href=&quot;http://www.solidar-versicherung.de/&quot;&gt;Sterbegeldversicherung&lt;/a&gt;, auf einem Treuhandkonto, bei einem Bestattungsfinanzierungsinstitut oder auf einem Sparbuch anlegt.&lt;br /&gt;
Auch sollte man darauf achten, daß man die Vorsorge jederzeit gegen einen überschaubaren Betrag wieder auflösen kann, ohne daß ein Grund genannt werden muss!&lt;br /&gt;
Vor allem im Falle eines Umzugs sollte man die Vorsorge an einen Bestatter am neuen Wohnort übertragen lassen können. Und zwar an einen Bestatter seiner Wahl, nicht nur an eine Filiale des bisherigen Bestatters am neuen Ort.&lt;br /&gt;
Änderungen sollten jederzeit möglichst ohne Gebühren möglich sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Alter, in dem man eine Vorsorge abschließt, spielt überhaupt keine Rolle. Vorrangig ist eher der Gedanke, wie egal es einem ist, was schließlich mit einem passiert und ob es überhaupt jemanden gibt, der eine Bestattung halbwegs vernünftig abwickeln würde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die einfachste Form der Bestattungsvorsorge ist immer noch das Gespräch mit demjenigen, der aller Wahrscheinlichkeit nach die Bestattung erledigen wird. Wenigstens den sollte man doch mal darüber informieren, was man sich eigentlich grundsätzlich so vorstellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der nächste Schritt wäre die persönliche Vorsorge für den Fall eines Falles, damit dann später auch für die gewünschte Bestattungsform auch ausreichend Geld vorhanden ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und die Krönung, also die beste Lösung, ist das Gespräch mit einem Bestatter. Dort gibt es kostenlos Kaffee und Plätzchen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 06 Feb 2012 11:48:00 +0100</pubDate>
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    <title>Ich will nicht dass der Bestatter mich nackt sieht</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Ich-will-nicht-dass-der-Bestatter-mich-nackt-sieht/6358</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo Undertaker,&lt;br /&gt;
ich hab mal ein etwas aussergewöhnliches Problem. Ein Bekannter von mir, der auch im selben Fitnessclub ist, wie ich, der ist jetzt mit einem Beerdigungsinstitut bei uns in der Stadt selbstständig. Wenn ich mal sterbe und das muss ja jeder, will ich nicht dass der mich nackt sieht. Da würde ich mich schämen, unwohl fühlen und es wäre mir hoch unangenehm. Ich stelle mir vor, wenn der mich nackend sieht und das dann in dem Bistro wo wir abends auch oft sind weitererzählt. Ich bin ja noch nicht alt. Wenn ich mal eine alte Oma bin, dann wäre mir das egal. Was kann ich dagegen machen, dass der mich in jungen Jahren nackt sieht?&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Zieh Dich nicht vor ihm aus und lebe lang!&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:54:20 +0100</pubDate>
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    <title>Was wird denn da vor der Einäscherung gemacht?</title>
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            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Lieber Undertaker Tom!&lt;p&gt;Ich verfolge nun seit einiger Zeit Deinen Blog und bin Dir zu Dank verpflichtet! Er hat mir einige Fragen beantwortet und Kraft gegeben! Gleichzeitig hat er mein Interesse auf die Branche geweckt &lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/templates/undertaker/img/emoticons/wink.gif&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum Thema Grundversorgung habe ich einige Fragen. Mein Vater wurde vor kurzem eingeäschert. Wir hatten uns im Krankenhaus von Ihm verabschiedet und von dort brachte ihn das Beerdigungsinstitut zum Krematorium! &lt;br /&gt;
Nun frage ich mich, ob mein Vater die Grundversorgung bekommen hat. Und wenn ja, ob seine Körperöffnungen auch verschlossen wurden. Wie wird das denn überhaupt gemacht? Mund und Nase okay, das kann ich mir vorstellen, aber Anus und Harnröhre? Werden diese Öffnungen vernäht? Oder wie muss ich mir das vorstellen?&lt;br /&gt;
Und sollte dies nicht gemacht worden sein, hat mein Vater dann in seinem eigene Siff gelegen bei der Verbrennung?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich denke das es ja eh alles natürliche Vorgänge sind und empfinde das alles nicht als schlimm oder ekelhaft! Einfach der Lauf der Natur!&lt;br /&gt;
Aber ich würde es gerne wissen….&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich danke im Voraus für Deine Antwort und die noch folgenden Blogeinträge! &lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Was nun im Einzelnen unter einer hygienischen Grundversorgung zu verstehen ist, wird von Bestattungsinstitut zu Bestattungsinstitut, sowie von Sterbefall zu Sterbefall unterschiedlich beantwortet werden müssen.&lt;br /&gt;
Es ist klar, daß eine alte Dame, die sorgsam gepflegt und gewaschen dem Bestatter übergeben wird, anders zu behandeln ist, als jemand, der auf dem OP-Tisch verstorben ist oder durch die Todesart blutverschmutzt ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine einfache aber durchaus sachgerechte Grundversorgung kann der Bestatter beinahe überall vornehmen.&lt;br /&gt;
Dies wird oft in Krankenhäusern gemacht, wenn die Verstorbenen dann gleich ins Krematorium kommen.&lt;br /&gt;
Es ist mir immer wichtig gewesen, daß mit den Verstorbenen nicht Unnötiges gemacht wird und sie so wenig wie möglich strapaziert werden müssen.&lt;br /&gt;
Das ist ja auch gerade einer der interessantesten Aspekte am Bestatterberuf, daß das Leben des Menschen bis in seine Nähe reicht und trotzdem bei ihm schon die letzte Ruhe beginnt.&lt;br /&gt;
Und diese letzte Ruhe wollen wir jedem Toten gönnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei einer Direktabholung im Krankenhaus und der sofortigen anschließenden Einäscherung wird der Bestatter in aller Regel nicht mehr viel machen. Wozu? Auf Wunsch würde man dem Verstorbenen noch die gewünschte Kleidung anziehen und ihn reinigen. Man würde ihn in seinem Sarg auf der ausgesuchten Decke und dem Kissen betten und ihm vielleicht noch die Hände falten und die Haare kämmen.&lt;br /&gt;
Viel mehr ist da nicht notwendig, wenn einzig noch das Feuer auf ihn wartet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Verschluss der Körperöffnungen ist nur dann sinnvoll und notwendig, wenn der Verstorbene aufgebahrt oder transportiert werden soll und die Möglichkeit besteht, daß Körperflüssigkeiten in besonderem Maße austreten.&lt;br /&gt;
Allein die Tatsache, daß der Verstorbene anschließend eingeäschert wird, macht eine solche Maßnahme nicht notwendig. Eventuelle Körperverschlüsse wären eh unwirksam und sinnlos, da das Verbrennen ja in erster Linie das Vernichten von Körperflüssigkeiten zum Ziel hat.&lt;br /&gt;
Wasser, Fett und Gewebe sollen verbrannt bzw. verdampft werden, damit nur rund zweieinhalb Kilo unverbrennbare mineralische Asche übrig bleibt.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 01 Feb 2012 17:27:34 +0100</pubDate>
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    <title>70 Prozent Aufschlag auf das Angebot - Ist das gerechtfertigt?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/70-Prozent-Aufschlag-auf-das-Angebot-Ist-das-gerechtfertigt/6342</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo Undertaker,&lt;p&gt;mein Vater ist verstorben und ein Bestattungsinstitut hat sich um die Abholung und Bestattung gekümmert.&lt;br /&gt;
24 Stunden nach der Auftragserteilung per Telefon war ich im Institut und habe alles beauftragt. Darüber habe ich einen Bestellschein, auf dem jede Leistung mit einem Betrag einzeln aufgelistet war, mit einer Auftragsnummer erhalten und unterschrieben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3 Wochen später erhalte ich eine Rechnung mit genau diesen Leistungen allerdings mit einem 70%igen Aufschlag, mit der Begründung, dass mein Vater schließlich außerhalb der Öffnungszeiten verstorben sei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da alle diese Dienstleistung aber schon erbracht waren als der Bestellschein von dem Bearbeiter erstellt und von mir unterschrieben wurde, hätte er doch zu dem Zeitpunkt schon wissen müssen, dass am 01.Januar ein aufschlagpflichtiger Feiertag war und die Mehrkosten mit auflisten bzw. zumindest erwähnen müssen, oder sind solche unangekündigten Aufschläge in der Bestattungsbranche üblich?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Viele Grüße und Danke&lt;br /&gt;
C.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selbstverständlich kennen Bestatter Feiertags-, Sonder, Erschwernis- und sonstige Zuschläge. Da bei der Beauftragung durch die Angehörigen oft gar nicht absehbar ist, was da noch an Besonderheiten auf den Bestatter zukommt, kann es durchaus sein, daß die Endrechnung deswegen vom ersten Angebot abweicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nehmen wir mal ein Beispiel: Die Angehörigen beauftragen den Bestatter in seinem Büro, einen Toten abzuholen und fragen nach dem Preis. Der Bestatter sagt beispielsweise 300 Euro und entdeckt dann vor Ort, daß der Verstorbene 480 Kilo wiegt.&lt;br /&gt;
Hier wird ein enormer Mehraufwand fällig und das werden die Angehörigen später als Erschwerniszuschlag zahlen müssen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aber&lt;/strong&gt;: Wenn die Umstände allerdings schon bei der Auftragsvergabe bekannt sind und der Bestatter in Kenntnis aller Besonderheiten einen Preis vereinbart, dann hat er sich auch an diesen Preis zu halten, selbst wenn er eigentlich nur den Normalpreis gemeint und hinterher den Preis inkl. Zuschlag berechnet hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Insgesamt sind 70% schon ein sehr, sehr heftiger Aufschlag, das muss man ganz klar sagen.&lt;br /&gt;
Insbesondere die Tatsache, daß der Mitarbeiter alle Umstände, auch den Feiertag, kannte, würde mich davon abhalten, mich hinterher auf irgendeinen Zuschlag einzulassen.&lt;br /&gt;
Ich würde die Rechnung abzüglich des Zuschlags &quot;unter Vorbehalt&quot; zahlen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 25 Jan 2012 18:00:14 +0100</pubDate>
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</item>
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    <title>Wie wird man Bestatter?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wie-wird-man-Bestatter/6340</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo,&lt;p&gt;mein Name ist R. bin 26 und habe eine abgeschlossene Ausbidlung im gastronomischen Bereich.&lt;br /&gt;
Da mir dieses Berufsfeld jedoch seit einiger Zeit schon nicht mehr zusagt und ich mich schon immer gefragt habe, was man in einem Bestattungsunternehmen so macht, habe ich mich heute informiert.&lt;br /&gt;
Nun weiß ich , dass man eine kaufmännische Ausbidung oder Bestattungsfachkraft gelernt haben &quot;muss&quot;.&lt;br /&gt;
Von einer Kollegin, welche Koch gelernt hat, habe ich jedoch erfahren, dass sie schon einmal in einem Bestattungsunternehmen gearbeitet hat.&lt;br /&gt;
Jetzt frage ich mich ob ich eine entsprechende Ausbildung benötige oder ob man auch durch Praktika etc dort einsteigen kann und ob man zwingend einen Führerschein haben muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich danke im Vorraus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Liebe Grüße&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also, beginnen wir mit der letzten Frage:&lt;br /&gt;
Ja, ich würde es als unabdingbare Voraussetzung ansehen, daß ein Bestatter bzw. Bestattungshelfer einen Führerschein für PKW hat. Eine der Hauptaufgaben im Bestattungswesen ist der Transport von Verstorbenen und da das heutzutage mit Kraftfahrzeugen erledigt wird, sollte man diese auch fahren können und dürfen.&lt;br /&gt;
 Ansonsten ist die Lage so, daß man derzeit versucht, die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft als das non plus ultra hinzustellen und vieles spricht auch dafür, daß das ein guter Weg sein könnte. Hierbei absolviert man eine duale Ausbildung in einem Bestattungsunternehmen und im Ausbildungszentrum für Bestatter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tatsächlich wird die Branche aber von Quereinsteigern dominiert, die in aller Regel den Beruf ohne externe Ausbildung von der Pieke auf in einem Bestattungsunternehmen gelernt haben. Das liegt einfach daran, daß über Generationen der Bestatterberuf oft im Nebengewerbe von Schreinereien, Möbelhäusern und Transportunternehmen ausgeübt wurde und die Bestatter oft in ganz anderen Berufen ausgebildet waren, ja dort sogar oft einen Meistertitel hatten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das war auch über eine sehr lange Zeit gut so, da der Bestatterberuf sich erst in den letzten 20 bis 30 Jahren zu dem entwickelt hat, was er heute ist. Früher war vor allem in den ländlichen Bereichen für den Bestatter nicht viel zu tun. Im Wesentlichen wickelte er den Transport des Leichnam oder gar nur die Lieferung des Sarges ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heutzutage ist der Bestatter viel mehr. Er ist, wie ich schon oft genug schrieb, einerseits ein Handwerker und andererseits ein Kaufmann und Verwalter. Überdies erfüllt er die Anforderungen an einen guten Seelsorger, Psychologen und Trauerberater und ist ein Fachmann für die Ausrichtung von Feierlichkeiten, die Dekoration, die Betreuung und die Organisation komplexer Abläufe.&lt;br /&gt;
Überdies werden vom Bestatter umfangreiche Kenntnisse der geltenden Gesetze erwartet, wie auch Kenntnisse aus dem Sozial-, Erb- und Familienrecht. Außerdem muss ein Bestatter die Betriebsführung beherrschen, sich in Personal,- Sozial- und Steuerfragen auskennen und betriebswirtschaftliches Wissen haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ob man das alles in einem kleinen Bestattungshaus an der Ecke in vollem Umfang erlernen kann, ist fraglich. Deshalb ist es -und das gilt nicht nur für Bestatter- sehr gut, daß es überbetriebliche Ausbildungseinrichtungen gibt, in denen die Berufseinsteiger auch die Facetten des Berufsbildes kennenlernen, die der eigene Betrieb daheim nicht abdeckt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der anderen Seite halten mir viele Kollegen bei dieser Argumentation entgegen, sie würden ihre Neulinge einfach zu Praktika bei Kollegen, Schreinereien und Friedhofsgärtnereien schicken. Man brauche diesen ganzen übertriebenen Überbau nicht. Es wird gesagt, daß eine gute Ausbildung zum Bürokaufmann, bei gleichzeitiger betriebsinterner Ausrichtung auf den Bestatterberuf, noch viel besser geeignet sei, um in dieser Branche bestehen zu können. Alles andere komme mit den Jahren durch die Berufserfahrung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich persönlich bin, was das Einstellungsalter anbetrifft, immer auch Sonderwege gegangen und habe sehr jungen, aber auch älteren Menschen eine Chance gegeben. Es kommt immer auf den Menschen an, der sich da bewirbt. Schulnoten und das Alter sind da nebensächlich.&lt;br /&gt;
Mit 26 Jahren dürfte man ein ideales Alter haben. Man ist nicht mehr jugendlich-kindlich und kann die entsprechenden Werte und die Seriosität eines Unternehmens vielleicht etwas besser verkörpern, als ein 19jähriges Mädchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zunächst würde ich versuchen, ein Praktikum zu machen oder mich als Aushilfsfahrer zu bewerben. So kommt man mit der Branche in Berührung und hat &quot;einen Fuß in der Tür&quot;.&lt;br /&gt;
Es ist ja nicht so, daß Bestatter grundsätzlich keine Leute suchen, im Gegenteil.&lt;br /&gt;
Aber die Art des Gewerbes bringt es mit sich, daß vorwiegend Aushilfskräfte und Bereitschaftsfahrer gesucht werden und die Festanstellungen eher rar sind.&lt;br /&gt;
Eine gewisse Bereitschaft zum Ortswechsel erleichtert die Stellensuche aber ungemein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe erst jetzt wieder einen jungen Mann dabei begleitet, wie er er erst als Fahrer ausgeholfen hat, dann beim Krematorium ein Praktikum machen konnte und schließlich eine Anstellung als Bestattungshelfer in Mitteldeutschland bekommen hat. Gut ein Jahr später hat er auf eine Annonce in einer Bestatterzeitschrift geantwortet und wird jetzt in diesen Tagen nach Schleswig-Holstein umziehen um dort in einem alteingesessenen Familienbetrieb ohne Nachkommen eine Stellung anzutreten. Es ist jetzt schon ausgemacht, daß er ab September 2012 dieses Unternehmen auf Rentenbasis übernehmen wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man muss am Ball bleiben und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, auch wenn man am Heimatort und in den Nachbarstädten nur Absagen bekommt.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 25 Jan 2012 09:26:46 +0100</pubDate>
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    <title>Praktischer Test im Bestattungshaus</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Praktischer-Test-im-Bestattungshaus/6335</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo,&lt;br /&gt;
ich hab da mal eine Frage, demnächst hab ich einen &quot;praktischen Test&quot; bei einem Bestattungsunternehmen,bei welchem ich mich beworben habe,nun zu meinen Fragen :&lt;br /&gt;
Was beinhaltet dieser Test?&lt;br /&gt;
Ich soll praktische Kleidung anziehen.&lt;br /&gt;
Was genau? Jeans,Pullover?? Turnschuhe?&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich würde denjenigen fragen, der das von mir verlangt.&lt;br /&gt;
Ich habe keine Ahnung, was dieser Bestatter im Rahmen eines &quot;praktischen Tests&quot; testen möchte.&lt;br /&gt;
Was er unter &quot;praktischer Kleidung&quot; versteht, weiß ich auch nicht; ich nehme aber an, daß er eher Jeans meint und keinen Anzug.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe solche Tests nie veranstaltet. Besser ist es, den Kandidaten einfach in allen Bereichen des Unternehmens mitarbeiten zu lassen und dann zu schauen, wo es besonders gut geklappt hat und wo nicht.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 19 Jan 2012 15:47:04 +0100</pubDate>
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    <title>Auslandstransporte, Überführungen, Überführungsunternehmen, Schweiz - was ist zu beachten?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Auslandstransporte,-UEberfuehrungen,-UEberfuehrungsunternehmen,-Schweiz-was-ist-zu-beachten/6332</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;&quot;In einem Frageforum ist die Frage gestellt worden, was für Bestimmungen zu beachten sind, wenn man eine Leiche aus der Schweiz nach Deutschland überführen will. Offenbar kennt sich da niemand so ganz richtig aus. Ich bin jetzt an diese Frage hängen geblieben, weil ich eine Tante in der Schweiz habe und die ja auch irgend wann einmal stirbt. Wahr scheinlich wird sie in der Scheiz beerdigt, aber nehmen wir mal an die wollte ewentwell doch nach Deutschland? Fahren eigentlich alle Bestatter quer durch die ganze Welt?&quot;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Wir bedienen uns bei Fernfahrten und internationalen Transporten eines professionellen Überführungsunternehmens. Nur in Ausnahmefällen fahren wir solche Touren selbst. Vom Finanziellen wäre es hochinteressant, diese Fahrten selbst abzuwickeln, da die gefahrenen Kilometer ordentlich zu Buche schlagen und sich so auch teure Bestattungsfahrzeuge dann doch recht schnell amortisieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allerdings steht dem entgegen, daß uns dann hier vor Ort ein Bestattungswagen für mehrere Tage fehlt, ein bis zwei Fahrer weg sind und das Fahrzeug einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt ist. Ein Kollege kam einmal aus Rumänien zurück und konnte sein Fahrzeug hinterher generalüberholen lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Was die ausländischen Bestimmungen anbetrifft so habe ich schon sehr früh, gleich mit der ersten Auslandsbeisetzung, die in Griechenland stattfand, damit begonnen, einen Ordner anzulegen, in dem wir die jeweils gewonnenen Erkenntnisse abhefteten. So können wir heute einfach unter dem Ländernamen nachschlagen und haben gleich die entsprechenden Hinweise auf die jeweils geltenden Formalitäten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Speziell in Bezug auf die Schweiz arbeiten wir im Rahmen der Kollegenhilfe mit einem Schweizer Bestattungsunternehmen und einem deutschen Kollegen am Bodensee zusammen. Im Rahmen des so genannten &quot;kleinen Grenzverkehrs&quot; hat die Schweiz Erleichterungen für die Bestatter vorgesehen.&lt;br /&gt;
Notwendig waren bislang immer der Leichenpass, eine Vollmacht und die Schweizer Sterbeurkunde. Je nach Fall kann auch eine Freigabe der Staatsanwaltschaft notwendig sein, was aber normalerweise entfällt.&lt;br /&gt;
Weiteres kann man übrigens sehr leicht selbst in Netz finden, &lt;a href=&quot;http://www.admin.ch/ch/d/sr/8/818.61.de.pdf&quot;&gt;zum Beispiel hier.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist dies eine der großen Herausforderungen für einen Bestatter, wie ich meine. &lt;br /&gt;
Viele stellen sich ja vor, daß eine Bestattung nur aus einer einfachen Transportfahrt, dem Sargverkauf und ein bisschen Totenhemd-Anziehen besteht.&lt;br /&gt;
Es gibt auch Bestatter, die nur das bieten und das auch noch manchmal zu einem vorgeblich niedrigen Festpreis.&lt;br /&gt;
Ein guter Bestatter ist aber eben ein kaufmännischer Dienstleister, ein Verwaltungsexperte, ein medizinischer Versorger, ein Hygienefachmann, ein Event-Manager, ein Dekorateur, ein Organisationsspezialist, ein Logistiker und dazu noch Seelsorger und psychologischer Berater.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen noch die Fertigkeiten, die erforderlich sind, um sich einer ständig ändernden Sozialgesetzgebung, dem Arbeitsrecht, steuerlichen Belangen und allen sonstigen Erfordernissen einer Betriebsführung zu stellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die internationalen Transporte nehmen hier eine ganz besondere Stellung ein. Einerseits sind sie für die Angehörigen stets recht kostspielig, andererseits bedeuten sie für den Bestatter einen erhöhten Aufwand.&lt;br /&gt;
In jeder Sekunde kann ein Anruf erfolgen, der den Bestatter mit beispielsweise einer Überführung aus dem tiefsten Afrika oder von einem entlegenen Pazifik-Atoll konfrontiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei uns ist das jedes Mal die gleiche betriebsinterne Überlegung, ob wir das nun selbst abwickeln, weil wir dann an der Wertschöpfung umfangreicher beteiligt sind, oder ob wir die Erledigung weitestgehend in die Hände von Spezialisten legen, die das hochprofessionell abwickeln, dafür aber auch deutliche Beträge kassieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erstaunlicherweise hat es sich gezeigt, daß oftmals die häufiger anfallenden Auslandsfahrten, z.B. nach Italien, Skandinavien oder in den Ostblock für uns mehr Aufwand bedeuten würden und deshalb besser beim Überführungsspezialisten aufgehoben sind, als Überführungen aus den USA oder Australien usw.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hat man sich einmal in die Methodik eines Landes eingearbeitet, dann kann man diese Erkenntnisse ja immer wieder anwenden. In den USA haben wir sehr gute Kontakte in mehreren Bundesstaaten und so ist die Erledigung vor Ort kein Problem. Und für den internationalen Transport haben wir hier in der Stadt einen sehr guten Fluglogistiker, der sich inzwischen auch in die Thematik der Leichenbeförderung gut eingearbeitet hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Letztendlich fällen wir meistens Vernunftsentscheidungen, die darauf hinauslaufen, lieber auf die erhöhte Gewinnmitnahme zu verzichten und dafür entspannter zu bleiben und alles auf dem für uns einfachsten Weg zu erledigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Irgendwie ist es in all den vielen Jahren immer so gewesen, daß ausgerechnet dann, wenn zwei Wagen unterwegs waren, gleich drei neue Sterbefälle hereinkommen. Das kennt doch jeder Bestatter: Da hast Du eine so genannte Nullwoche, in der absolut kein einziger Sterbefall hereinkommt und dann kommt der dicke Italienauftrag und man meint, man habe genügend Kapazitäten für alles und ausgerechnet dann sterben &quot;sie wie die Fliegen&quot;, so als ob im Krankenhaus Leichenausverkauf wäre...&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 19 Jan 2012 08:34:05 +0100</pubDate>
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    <title>Was ist ein Kaufgrab?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Was-ist-ein-Kaufgrab/6330</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;In den Beiträgen in deinem wundervollen Blog lese ich nun häufiger das Wort Kaufgrab. Gibt es tatsächlich Gräber, die man kaufen kann, also für immer? Mir sind nur solche bekannt, die man anmieten kann.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Die klassischen Grabformen sind das Reihengrab, das der Reihe nach vergeben wird und eine bestimmte Laufzeit hat (sagen wir 20 Jahre, das ist regional verschieden) und das man vor allem meistens nicht verlängern kann.&lt;br /&gt;
Dieses ist, nach dem anonymen Grab für Urnen, oft die günstigere Grabform.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Gegensatz dazu steht das Wahlgrab, das man -wie es der Name schon sagt- auswählen kann. Man bekommt also nicht das nächste freie Grab in einer neuen Reihe, sondern kann vor der Beerdigung mit dem Friedhofsverwalter aus mehreren geeigneten Stellen eine aussuchen. Solche Gräber mietet man für einen längeren Zeitraum an und kann nach Ablauf dieser Zeit auch eine erneute Anmietung veranlassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Wahlgräber werden auch Familiengräber genannt, wenn mehrere Personen darin Platz finden können. Am weitesten verbreitet sind zwei- und vierstellige Familiengräber, in denen zunächst zwei oder vier Personen Platz finden können, bei entsprechender Verlängerung der Laufzeit aber auch ganze Generationen beigesetzt werden können, weil die Ruhezeiten der zuvor Bestatteten abgelaufen ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In manchen Regionen werden diese Wahl- oder Familiengräber auch Gruft genannt. Das Wort Kaufgrab ist, wie der Leser richtig feststellt, nicht ganz passend, weil man ja im Grunde genommen das Grab nicht ankaufen kann, sondern nur ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht daran erwirbt.&lt;br /&gt;
Dennoch heißen diese Gräber auch in den Satzungen vieler Gemeinden so. Es wird damit deutlich gemacht, daß man eben nicht nur ein Reihengrab für einen von vornherein feststehenden Zeitraum angemietet hat, sondern seiner Familie eine Grabstätte für viele Jahrzehnte &quot;gekauft&quot; hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gibt zahlreiche Mischformen dieser Grabtypen, zum Beispiel das Einzelreihengrab mit verlängerbarer Laufzeit.&lt;br /&gt;
Auch bieten einige Friedhöfe inzwischen Gräber nach amerikanischem Muster an. Die Grabstätte besteht nur aus einem Grabstein, ansonsten ist dort nur Rasen. Die Gräber bleiben für immer bestehen, wobei der Kaufpreis eines Grabes &quot;für immer&quot; sehr hoch ist. Verbreiteter ist es, auch hier das &quot;für immer&quot; so zu definieren, daß &quot;für immer&quot; so lange ist, wie man im Voraus bezahlen kann, bzw. dann durch Nachzahlungen verlängert.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 17 Jan 2012 06:56:13 +0100</pubDate>
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</item>
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    <title>Kann man für verschwundene Leichen ein Grab erwerben?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Kann-man-fuer-verschwundene-Leichen-ein-Grab-erwerben/6329</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;ich habe eine, bestimmt dumme Frage. Ich kann aber leider auch nicht den passenden Blogeintrag finden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Suche nach dem auf Rügen verschüttetem Mädchen wurde eingestellt. Kann die Familie nun eine Symbolische Beerdigung durchführen? Können sie nur an einer Art Gedenkplakette trauern, weil ohne Leiche auch keine Beerdigung??&lt;br /&gt;
Ich fände es sehr schlimm wenn die Familie nur an der Abbruchstelle trauern könnte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mach dir keine Sorgen das ich vielleicht zu lange auf Antwort warten muss, ich weiß das du viel um die Ohren hast.&lt;br /&gt;
Ich würde mich einfach freuen wenn du mich nicht vergisst.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es gibt keine dummen Fragen, sagt man so. Den passenden &lt;a href=&quot;http://bestatterweblog.de/archives/Leerer-Sarg-und-leeres-Grab/3947&quot;&gt;Blogeintrag&lt;/a&gt; findet man, indem man &quot;leeres Grab&quot; in das Suchfeld oben rechts eingibt, die Anführungszeichen muß man mit eingeben, damit die Phrase &quot;leeres Grab&quot; und nicht nur die Wörter &quot;leeres&quot; und &quot;Grab&quot; gesucht werden.&lt;p&gt; Die Antwort ist immer noch so, wie ich sie im Jahr 2009 bereits gegeben habe. Das ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich. &lt;br /&gt;
Man kann normalerweise ein Grab nicht &quot;einfach so&quot; kaufen. Es muss schon eine Begründung vorliegen, warum man das Grab haben möchte. Gescheitert ist neulich beispielsweise das Vorhaben eines reichen Architekten, sich auf einem schönen Friedhof gleich sieben Gräber zu &quot;kaufen&quot;. Er konnte und wollte sich jetzt noch nicht entscheiden, in welchem er mal liegen will.&lt;br /&gt;
Durchaus möglich ist es oft, sich schon zu Lebzeiten ein Grab zu &quot;kaufen&quot;, um sich einen schönen Fleck zu reservieren oder um vorgesorgt zu haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die klassische Begründung für einen Grabkauf ist ein aktueller Todesfall.&lt;br /&gt;
Doch was tut man, wenn keine Leiche vorhanden ist, z.B. nach einem Flugzeugabsturz oder wie jetzt beim Mädchen von Rügen, das derzeit nicht aufgefunden werden kann?&lt;br /&gt;
Da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, daß dieses Mädchen nicht mehr lebend auftaucht, wird es wahrscheinlich im verkürzten Verfahren für tot erklärt werden können. Dennoch wird man auch jetzt schon ohne Schwierigkeiten ein Grab erwerben können, damit man eine Gedenkstätte hat, wenn man das möchte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist übrigens gar kein so undenkbarer Fall, daß ein Totgeglaubter für den es lange schon ein Grab gibt, irgendwann doch lebend wieder auftaucht. Etliche Kriegsteilnehmer sind nach dem Krieg aufgrund von Aussagen anderer Kriegskameraden für tot erklärt worden und ihre Witwen trauerten an Gräbern. Die Männer kamen dann oft viele Jahre später auf einmal aus der Kriegsgefangenschaft zurück, von der keiner etwas geahnt hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein anderer Fall ist mir bekannt, da hatte ein Lehrer seiner Frau einen Brief hinterlassen, in dem er schrieb, nun aus dem Leben scheiden zu wollen. &quot;Sucht mich nicht, ihr werdet meine Leiche nicht finden&quot;, hieß es darin.&lt;br /&gt;
Nach vielen Jahren wurde der Mann dann für tot erklärt, obwohl seine Leiche nie gefunden werden konnte.&lt;br /&gt;
Seine Kinder ließen für ihn ein Grab errichten, mit Grabstein, Namen und Lebensdaten, doch eines Tages wurde der Mann in Südfrankreich unter völlig anderem Namen, wegen einer kleinen Straftat anhand seiner Fingerabdrücke dann doch lebend gefunden.&lt;br /&gt;
Er ist nicht einmal nach Deutschland zurückgekehrt, hat nie wieder mit seiner früheren Familie gesprochen.&lt;br /&gt;
Es gab auch keinen Grund, ihn nach Deutschland zu bringen, weil eine Selbsttötung sowieso nicht strafbar ist und das gilt auch, wenn man eine solche zwar ankündigt, es dann aber bleiben lässt.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 17 Jan 2012 06:27:12 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Mullbinde um den Kopf der Leiche, was soll das?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Mullbinde-um-den-Kopf-der-Leiche,-was-soll-das/6328</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Samstag ist meine über alles geliebte Oma verstorben.Als ich noch mal ins Krankenhaus bin,sah ich sie,mit einer Binde das Kinnhoch gebunden,und der Mund war unnatürlich zu und wie aufgefüllt.Kann es sein das nach geholfen wurde? Ich finde das so schrecklich.Zumal sie anscheinend in den frühen Morgenstunden verstorben ist.Aber Bescheid bekamen wir erst Vormittag um 11.00. Im vorraus danke für deine Antwort.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Ja, das ist so eine Sache mit dem Mund. Die Kiefermuskulatur hält ihn normalerweise für uns recht mühelos geschlossen, wenn wir das wollen. Ist ein Mensch allerdings verstorben, haben diese Muskeln keine Kraft mehr und oft steht der Mund bei Toten fast schon unnatürlich weit offen. Das ist kein sehr schöner Anblick.&lt;br /&gt;
Deshalb versuchen Bestatter, den Mund zu verschließen, damit weiterhin der Eindruck einer schlafenden (entschlafenen) Person erweckt wird, die Frieden ausstrahlt und keinen Schrecken hat.&lt;br /&gt;
 Zum Verschließen des Mundes gibt es ganz unterschiedliche Methoden, deren Anwendung unter Bestattern auch kontrovers diskutiert wird. Die einen werten das erzielte Ergebnis höher, während die anderen bestimmte Methoden für unnatürlich halten.&lt;br /&gt;
Eine sehr gute Möglichkeit ist das Legen einer so genannten Ligatur, bei der mit einer Nadel ein Faden so in das Lippenbändchen und eine korrespondierende Stelle am Unterkiefer eingestochen, dann verknotet und zugezogen wird, daß nach dem Legen dieser Ligatur ein sehr natürliches Ergebnis erzielt wird. &lt;br /&gt;
Viele stören sich jedoch an dem Gedanken, daß da mit Nadel und Faden gearbeitet wird, jedoch gebe ich zu bedenken, daß manche Verstorbene ohnehin seziert und wieder zugenäht worden sind und daß Verstorbene doch nun wirklich nichts mehr spüren.&lt;br /&gt;
Der Faden ist, wenn es richtig gemacht wird, nicht mehr sichtbar und das Ergebnis ist wirklich überzeugend, weil die Zähne aufeinanderliegen und der Mund aussieht, wie zu Lebzeiten.&lt;br /&gt;
Vor allem in Amerika gehört dieses Verfahren, von dem es mehrere Varianten gibt, zum absoluten Standard.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sehr weit verbreitet ist auch die Verwendung von Lippenkleber. Das ist im Grunde nichts anderes als Sekundenkleber, der vorsichtig auf die Lippen aufgebracht wird. Dann werden die Lippen aufeinandergepresst und der Mund ist ebenfalls geschlossen.&lt;br /&gt;
Diese Methode hat den Vorteil, daß hierfür keinerlei besondere Fähigkeiten notwendig sind und sie sehr schnell zu realisieren ist. Der Nachteil allerdings liegt darin, daß nichts den Unterkiefer oben hält. Der kann sich nach Lösen der Totenstarre nach unten bewegen, bis die zusammengeklebten Lippen es verhindern und das gibt dem Verstorbenen ein sehr unnatürlich wirkendes Aussehen.&lt;br /&gt;
Bestatter empfinden das Ergebnis zumeist als gut, was daran liegt, daß sie nicht wissen wie der Verstorbene zu Lebzeiten genau ausgesehen hat, während Angehörige den Effekt oft für nicht gelungen halten.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann es sein, daß der schmale Streifen Sekundenkleber mit etwas Lippenhaut gedehnt wird, was dann aussieht, als habe der Verstorbene einen weißlichen Belag zwischen den Lippen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine andere Methode kommt ohne den direkten Verschluss des Mundes aus. Hierbei wird das Kinn des Verstorbenen durch eine durchsichtige Kunststoffstütze hochgehalten, die unter dem Totenhemd auf der Brust liegt und das Kinn fast nicht sichtbar stützt.&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse können in einem Fall sehr gut sein und im nächsten Fall miserabel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erleichtert werden alle diese Arbeiten dadurch, daß die Personen die unmittelbar nach dem Eintritt des Todes Zugang zum Verstorbenen haben, dem Toten das Kinn mit einer gepolsterten Mullbinde nach oben binden.&lt;br /&gt;
Das sieht oft im ersten Moment etwas merkwürdig aus, vor allem wenn das Gebiss des Toten fehlt.&lt;br /&gt;
Ist die Totenstarre aber eingetreten, kann die Binde entfernt werden und der Mund bleibt trotzdem zu und man kann auf andere Maßnahmen weitestgehend verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wohlgemerkt: Diese Maßnahmen müssen bestenfalls schon lange vor dem Eintreffen des Bestatters durchgeführt werden, denn je früher sie vorgenommen werden, umso wirksamer sind sie. Es geht z.B. auch, daß man ein zusammengerolltes Handtuch unter dem Kinn auf die Brust legt.&lt;br /&gt;
In Krankenhäusern und in Pflegediensten ist das Personal meistens auf diese Tipps hin geschult und mancher alte Doktor der den Totenschein ausstellt, macht das auch einfach von sich aus.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Jedoch hat diese Methode den Nachteil, daß der Mund nicht unbedingt auf Dauer zu bleibt.&lt;br /&gt;
Da kann es dann schon mal vorkommen, das der Tote im Beisein der Angehörigen das Kinn herunterklappt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Version mit der Mullbinde hat aber zwei weitere Nachteile, die ich noch anfügen muss. Einmal ist es so, daß sich durch die um den Kopf gewickelte Binde möglicherweise ein Bild ergibt, daß einer würdigen Abschiednahme am Sterbebett etwas entgegensteht. Und dann können durch eine zu feste Bindung auch unerwünschte Abdrücke an Kinn und Wangen entstehen, die später nur äußerst schwer weg zu bekommen sind, wenn überhaupt.&lt;br /&gt;
Daß Abdrücke von einer Kinnbinde mit Strangulationsmerkmalen verwechselt werden könnten, ist ein Ammenmärchen und gehört in den Bereich der urbanen Legenden. Jeder Gerichtsmediziner, der solche Merkmale für Würgemale hält, sollte sich sofort sein Studiengeld zurückzahlen lassen und am besten kein kik als Verkäufer anfangen oder noch besser: Werbespots für kik drehen.&lt;br /&gt;
Damit es aber keine unerwünschten Abdrücke gibt, sollten folgende Hinweise beherzigt werden:&lt;br /&gt;
Kinn und Wangen, sowie die Schläfen sind mit etwas Watte abzupolstern, es dürfen sich keine Falten bilden, das Gesicht darf nicht verschoben werden. Eine ausgezogene, also nicht flexibel nachgebende Mull- oder sonstige Binde wird nun von Kinn vor den Ohren vorbei bis über den Kopf gelegt und über dem Kopf etwas stramm gezogen und verknotet.&lt;br /&gt;
Legt man mehrere Lagen der Binden um den Kopf, muss man darauf achten, dass die unteren Lagen wiederum ganz flach liegen und keine Falten werfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dennoch: Diese Maßnahme kann die spätere Arbeit des Bestatters erleichtern, sie kann aber auch die Arbeit erschweren. Im besten Fall bleibt der Sarg sowieso zu und dann hat man sich durch die Binde jeden weiteren Mundverschluss gespart und alles ist gut, denn etwaige Abdrücke der Bindung stören ja auch niemanden.&lt;br /&gt;
Im ungünstigsten Fall kommt es aber zu Druckflecken, nicht entfernbaren Falten und einer ungewollten Schiefstellung des Mundes.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu berücksichtigen ist auch stets das Einsetzen des Gebisses. Das sollte möglichst vor dem Binden erfolgen, damit die Mundpartie ein natürliches Aussehen hat. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Keinesfalls sollten Angehörige selbst den Mund mit Sekundenkleber verschließen oder ähnliche Experimente durchführen! Eventuell später notwendig werdende Arbeiten am Mund (Schminken, Mundfüllung, Einsetzen des Gebisses etc.) werden dadurch erschwert).&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn keine Aufbahrung gewünscht wird, reicht eine Kinnstütze, finde ich.&lt;br /&gt;
Hat man es mit einem vorversorgten Toten zu tun, der eine Mullbinde trug, so probiert man, ob es ohne Maßnahmen oder in Ergänzung mit der Kinnstütze (von denen es auch viele Ausführungen gibt) geht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die anderen Methoden werden nach Bedarf angewandt und gehören eher zu den Maßnahmen, bei denen es reicht, daß man weiß, daß es so etwas grundsätzlich gibt, man aber als Angehöriger im Einzelfall Näheres nicht wissen muss.&lt;br /&gt;
Die Menschen neigen dazu, solche Themen zu dramatisieren und entwickeln dann ganz viele Gedanken dazu.&lt;br /&gt;
Deshalb finde ich es besser, dieses Fachwissen hier zwar zu teilen, aber im Einzelfall den Angehörigen nicht im Einzelnen auf die Nase zu binden.&lt;br /&gt;
Letztendlich wollen die Leute eine &quot;schöne Leiche&quot; und um die hin zu bekommen, bedarf es vieler Kunstgriffe, die sie nicht alle kennen müssen, finde ich.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 13 Jan 2012 15:22:03 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Kann ich mir eine abgelaufene Urne aushändigen lassen?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Kann-ich-mir-eine-abgelaufene-Urne-aushaendigen-lassen/6326</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Besteht eine Möglichkeit nach Ablauf der Liegezeit die Urne zu erhalten(sofern sie nicht aus verrotendem Material besteht) und wie geht man vor wenn man dan die Urne haben möchte???&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Es sind in der Tat nach Ablauf der Ruhezeit noch sehr viele Urnen intakt. Manche bräuchte man nur mit der Gießkanne abspülen und könnte sie als neu ansehen. Die teilweise recht kurze Zeit von nur 15 Jahren reicht nicht aus, daß sich das Material in irgendeiner Form verändern oder gar zersetzen kann. Das gilt vor allem für Urnen aus Keramik, Ton, Glas und Buntmetallen.&lt;br /&gt;
Ja selbst die in der Urne befindlichen Aschekapseln aus Blech widerstehen sehr lange, selbst wenn die Schmuckurne außen herum bereits kaputt ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wollte man dies verhindern, müsste man sinnvollerweise aus den Erfahrungen der Friedhofsmitarbeiter heraus oder durch Versuche geeignete Materialien finden, die auf diesem speziellen Friedhof ein Zersetzen innerhalb der Ruhezeiten gewährleistet. Oder aber man dehnt die Ruhezeiten bis fast ins Unendliche aus. Bei Neubelegungen einzelner Gräber oder der Neuanlage eines bereits vorher belegten Urnenfeldes gehen die Friedhofsverwaltungen unterschiedlich vor. Auf einigen Friedhöfen bleiben die Urnen wo sie sind, auf anderen werden sie an gleicher Stelle etwas tiefer gebettet und auf ganz vielen Friedhöfen sammelt man diese &quot;abgelaufenen Urnen&quot; eine Weile und bestattet dann 100 bis 400 von ihnen an einer etwas abgelegenen Stelle des Friedhofs sozusagen als Endlagerstätte.&lt;br /&gt;
Es gibt aber auch Fälle, in denen abgelaufene Urnen an einer solchen abgelegenen Stelle oder in ausgehobenen Gräbern entleert werden und das Urnenmaterial einfach weggeworfen wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Will man es genau wissen, muß man den Friedhofsverwalter vor Ort fragen. Man wird überrascht sein, was manchen von ihnen alles einfällt, was mit diesen Urnen gemacht wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist nach geltender Rechtslage nicht vorgesehen, daß solche Urnen an Angehörige ausgehändigt werden.&lt;br /&gt;
Warum das so ist, steht zur Genüge hier im Weblog beschrieben.&lt;br /&gt;
Hier gibt es auch zahlreiche Informationen über den berühmten Weg über das Ausland, mit dem man sich in den Besitz von Urnen bringen kann.&lt;br /&gt;
Allerdings funktioniert dieser Weg recht zuverlässig mit neuen Urnen.&lt;br /&gt;
Theoretisch ist es ja möglich, Urnen auch über die eigentliche Ruhezeit hinaus auf einem Friedhof zu belassen. Wer z.B. ein &quot;Kaufgrab&quot; hat, kann dieses ja beliebig lang verlängern.&lt;br /&gt;
Manchmal bieten Friedhofsverwaltungen vor dem Einebnen von abgelaufenen Reihengräbern den Angehörigen auch an, nun zur Verlängerung ein Kaufgrab zu erwerben und den Verstorbenen dorthin umbetten zu lassen.&lt;br /&gt;
Da die Friedhofsverwaltungen durch Grabverkäufe Geld verdienen, sind sie bei diesbezüglichen Wünschen oft erstaunlich kooperativ.&lt;br /&gt;
Somit müsste es unter Umständen möglich sein, nun noch eine Umbettung nach Holland durchzuführen.&lt;br /&gt;
Ob das aber in diesem konkreten Fall geht, müsste man nun wieder vor Ort erfragen.&lt;br /&gt;
Dann würde die Urne in die Niederlande überstellt und von dort könnte man sie sich ggf. zusenden lassen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 13 Jan 2012 07:07:56 +0100</pubDate>
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    <title>Da sind noch Knochen da</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Da-sind-noch-Knochen-da/6322</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Frage&lt;/strong&gt;:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Grüsst euch, ich hab mal eine Frage an euch:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei uns auf dem Friedhof wurde ein Grab geöffnet , seit 1975 liegt der verstorbene schon in dem Grab waren ner Körper noch vollständig erhalten was die Knochen angeht also Schädel usw.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist das Normal das über dem Zeitraum immernoch Knochen vorhanden sind? Oder liegt es am Boden das die Verwesung langsamer voranschreitet? Der Boden besteht aus Felsgestein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Antwort&lt;/strong&gt;:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ja&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 11 Jan 2012 06:42:09 +0100</pubDate>
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    <title>Können wir den Vater umbetten lassen?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Koennen-wir-den-Vater-umbetten-lassen/6317</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Mein Vater ist im Oktober verstorben und wurde Anfang November anonym beigesetzt. Veranlasst hat das alles seine Lebensgefährtin, die uns Kinder nicht in die Entscheidungen mit einbezogen hat.&lt;br /&gt;
Unsere Frage ist ob eine Umbettung in seinen Geburtsort möglich ist.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Umbettungen werden in aller Regel nur bei Vorliegen eines sehr wichtigen Grundes vorgenommen, wobei sich die Verwaltungen im Falle einer Urne leichter tun, als bei einem Sarg.&lt;br /&gt;
Wenn Ihr nachweisen könnt, daß die Beisetzung in der vorgenommenen Form gegen Euren Willen durchgeführt wurde und das noch von jemandem, der eventuell gar nicht bestattungspflichtig/-berechtigt war, dann könntet Ihr ganz gute Karten haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Solche Fragen nach Umbettungen werden mir sehr häufig gestellt und ich beantworte sie auch gerne, aber richtigerweise müsste man sich an die Friedhofsverwaltung wenden und dort mal nachfragen, wie liberal das dort gehandhabt wird. Was in einer Stadt fast unmöglich ist, geht in der Nachbarstadt problemlos.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 10 Jan 2012 09:19:35 +0100</pubDate>
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    <title>Sind Trauerfeiern öffentlich?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Sind-Trauerfeiern-oeffentlich/6315</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo,&lt;p&gt;ich würde gerne wissen, ob Trauerfeiern öffentliche Veranstaltungen sind. Und wenn ja, warum.&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sind sie nicht.&lt;br /&gt;
Veranstalter der Trauerfeier und damit vorübergehender Hausherr sind die Angehörigen, die die Bestattung beauftragt haben und bezahlen. Übergeordnet ist das Recht des eigentlichen Hausherrn, des Friedhofsbetreibers, durch Regelungen und Anordnungen auf das Geschehen einzuwirken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; So gesehen obliegt es auch dem Veranstalter, zu bestimmen, wer zur Trauerfeier kommen darf und wer nicht. Das geht so weit, daß manche Familien Sicherheitsbedienstete zur Bewachung und zur Einlasskontrolle bestellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch die Polizei wird oft eingeschaltet, um einen ungestörten Ablauf der Trauerfeier und Beisetzung zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Denkbare Fälle, in denen so etwas gemacht wird, sind beispielsweise Todesfälle, die großes öffentliches Aufsehen erregt haben oder Beisetzungen von Prominenten, wo sichergestellt werden soll, daß keine Pressemeute die Beisetzung im engsten Familienkreis stört.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andererseits ist es so, daß zu einer Trauerfeier zunächst mal jeder hingehen kann, so lange nichts anderes bekannt oder ersichtlich ist.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 10 Jan 2012 09:11:16 +0100</pubDate>
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    <title>Urne selbst gestalten</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Urne-selbst-gestalten/6310</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo Undertaker,&lt;p&gt;kürzlich ist bei uns jemand aus der Familie verstorben. Der Bestatter sagte, dass es die Möglichkeit gibt, die Urne selbst individuell zu gestalten. Ich dachte daran, ein Motiv mit Acrylfarbe auf die Urne zu malen. Sollte man anschließend wenn die Acrylfarbe getrocknet ist, noch einen Lack auftragen? Oder macht man das nur bei &quot;glänzenden&quot; Urnen?&lt;br /&gt;
Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen. Vielen Dank schonmal im Voraus!&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe solche Urnen immer noch einmal mit einer Schicht Sprühlack überzogen. Wer es nicht glänzend mag, kann Mattlack nehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Idee, eine Urne selbst zu bemalen, finde ich übrigens sehr gut, weil sie preiswert zu realisieren ist und keinen besonders hohen Aufwand darstellt.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 06 Jan 2012 11:00:00 +0100</pubDate>
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    <title>Was ist denn nun der Todestag? Auf der Sterbeurkunde steht ein ganzer Zeitraum</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Was-ist-denn-nun-der-Todestag-Auf-der-Sterbeurkunde-steht-ein-ganzer-Zeitraum/6308</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Sehr geehrter Herr Bestatter,&lt;p&gt;mein Onkel ist im November verstorben und da ich mich um den Nachlass kümmern muss, bin ich beim Recherchieren im www irgendwann auf Ihren Blog gestossen. Die Beiträge haben mich oft bewegt, zum Nachdenken gebracht und ich gebe es zu: das ein oder andere Mal musste auch ich laut auflachen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zur Bestattung meines Onkels habe ich eine Frage: er wurde in seiner Wohnung gefunden und ein genauer Todeszeitpunkt ist nicht bekannt. In der Sterbeurkunde steht:&lt;br /&gt;
Todeszeitpunkt: 18.11.2011 - 29.11.2011 13:58&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wird dieser Todeszeitpunkt nun auch auf der Aschekapsel angegeben? Können wir uns einen dieser Tage aussuchen und ihn für uns als Todestag bestimmen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen! Bis dahin werde ich beim örtlichen Bücherdealer nun mal Ihre Bücher bestellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Freundliche Grüße&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es wird das letzte Datum genommen, in diesem Fall also der 29.11.2011&lt;br /&gt;
Da man ja nicht weiß, wann der Verstorbene innerhalb des Zeitraumes wirklich verstorben ist, geht das Krematorium vom für sich &quot;ungünstigsten&quot; Zeitpunkt aus. Im Krematorium Waldfrieden in Darmstadt muß man beispielsweise eine 48-Stunden-Frist einhalten, bevor eingeäschert werden darf und dafür nimmt man auch das letzten Datum.&lt;br /&gt;
 Viele werden sich nun fragen, wie es dazu kommt, daß jemand einen Sterbezeitraum und nicht einen Sterbezeitpunkt auf der Sterbeurkunde hat.&lt;br /&gt;
Nun, im Fernsehen wird uns oft vorgegaukelt, es sei für einen Leichenschauer überhaupt kein Problem, bis auf eine halbe Stunde genau den Todeszeitpunkt festzustellen. Etwas blaues Licht, ein flüchtiger Blick und schon kann er es sagen und sagt dann immer noch: &quot;Mehr kann ich erst nach der Obduktion sagen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Idealfall ist das oft auch so und im noch idealeren Fall war irgendjemand beim Sterben dabei, der den Zeitpunkt angeben kann.&lt;br /&gt;
Je länger eine Leiche aber gelegen hat, umso schwieriger wird das Ganze. Dicke verwesen anders als Dünne, die Raumtemperatur spielt eine Rolle und auch die zu Lebzeiten erfolgte Einnahme von Medikamenten kann den Verwesungsprozess beeinflussen.&lt;br /&gt;
Oftmals müssen daher die Leichenschauer kapitulieren und so kommt es dann, daß ein Zeitraum eingetragen werden muss. Dieser besteht aus dem letzten Datum, an dem der Mensch noch lebend gesehen wurde und dem Fundzeitpunkt.&lt;br /&gt;
Irgendwo dazwischen muss der Todeszeitpunkt liegen, man weiß aber eben nicht genau wann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kommen wir nun zu der Frage, welchen Tag die Angehörigen nun als Todestag nehmen sollen.&lt;br /&gt;
Ich finde, daß es bei allem Schmerz, doch einen gewissen Vorteil hat, wenn man sich das Datum aussuchen kann.&lt;br /&gt;
Und das kann man.&lt;br /&gt;
Einige nehmen das erste Datum, andere das letzte. Manche nehmen genau die Mitte und wieder andere wählen einen Tag, der gut passt.&lt;br /&gt;
Es muss ja nicht unbedingt ein Tag sein, der mit einem Feiertag oder einem Geburts- oder Gedenktag in der Familie kollidiert.&lt;br /&gt;
Wenn man gar keine eigene Idee hat, dann sollte man sich auf das Datum einigen, das auf der Aschenkapsel steht. Dieses kann man dann auch auf den Grabstein schreiben.&lt;br /&gt;
Wichtig ist vor allem, daß man sich in der Familie auf einen Tag einigt.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 06 Jan 2012 09:00:00 +0100</pubDate>
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    <title>Wie sicher ist eine Bestattungsvorsorge über 60 Jahre?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wie-sicher-ist-eine-Bestattungsvorsorge-ueber-60-Jahre/6307</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Wenn ich heute bei einem Bestattungsunternehmen eine Bestattungsvorsorge abschließe und dieser Bestatter aber in den nächsten, sagen wir mal, 60 Jahren &quot;dicht&quot; macht, welcher Bestatter kommt dann für meine Beerdigung in Frage, wenn ich in, sagen wir mal, 60 Jahren sterbe? Ich möchte ja nur für meine Hinterbliebenen alles geklärt haben, damit die sich nicht in Unkosten stürzen müssen.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Keine neue Frage, aber es lohnt sich, sie immer mal wieder zu beantworten.&lt;br /&gt;
Also direkt beim Bestatter vorbezahlen würde ich eine Bestattung sowieso nur, wenn der Todesfall unmittelbar bevorsteht und es ein renommiertes Traditionsunternehmen ist.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist davon abzuraten und man sollte schauen, daß das Geld auf einem gesperrten Sparbuch oder bei einer Treuhandgesellschaft eingezahlt wird oder über eine klassische &lt;a href=&quot;http://www.solidar-bochum.de/&quot;&gt;Sterbeversicherung&lt;/a&gt; abgedeckt ist, da ist es sicher, auch wenn der Bestatter zumacht.&lt;br /&gt;
Ich bin ja nach wie vor ein Fan der Sterbegeldversicherung. Kleine monatliche Beiträge, die man kaum spürt und das Geld ist in einer Police angelegt, an der sich niemand vorzeitig bedienen kann.&lt;br /&gt;
 Was die grundsätzliche Fortführung Deines Bestattungsvorsorgevertrages anbetrifft, so wird jeder ordentliche Bestatter wenn er beispielsweise in Rente geht, diese Verträge ordentlich an seinen Nachfolger übergeben. Wird das Unternehmen geschlossen, wird man rechtzeitig in einem Schreiben darüber informiert und es wird einem ein anderes Bestattungsunternehmen empfohlen werden. Meistens ist es so, daß wenn man nichts unternimmt, die Verträge von diesem befreundeten Unternehmen weitergeführt werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selbstverständlich hat man das Recht, einen Bestattungsvorsorgevertrag auf einen anderen Bestatter übertragen zu lassen, es kann ja auch vorkommen, daß man im Alter nochmal umzieht.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 05 Jan 2012 08:49:01 +0100</pubDate>
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    <title>Wie sieht der Kühlraum für Leichen aus?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wie-sieht-der-Kuehlraum-fuer-Leichen-aus/6301</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Hey!&lt;br /&gt;
Ich arbeite seid ein paar Tagen als Praktikantin in einem Krankenhaus, in der Buchhaltung der Küche.&lt;br /&gt;
Das klingt jetzt vielleicht blöd. Aber ich bin total neugierig wie der Kühlraum für Leichen aussieht.&lt;br /&gt;
Ich würde mir das so gerne mal ansehen.&lt;br /&gt;
Kann ich da mal jemanden Fragen? oder ist das Grundsätzlich verboten und auch nicht mit ausnahme möglich?&lt;br /&gt;
LG K.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich glaube nicht, daß jemand in der Pathologie oder Prosektur dieses Krankenhauses etwas dagegen hat, wenn Du anständig fragst, Dir einen Einblick zu gewähren.&lt;br /&gt;
Ansonsten sieht es in Krankenhäusern oft so aus:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:925 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;433&quot; height=&quot;405&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/Bildschirmfoto2012-01-03um17.17.38.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es kann sich aber auch einfach nur um einen großen, weiß gekachelten Raum mit Isoliertür handeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Bestattungshäusern... ...finden eher kleinere Kühlzellen Verwendung. Diese sehen z.B. so aus:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:926 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;356&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/Bildschirmfoto2012-01-03um17.18.36.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hierbei handelt es sich um ein kleineres Modell. Die Zellen sind variabel herstellbar und können in nahezu jeder gewünschten Größe geliefert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:927 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;380&quot; height=&quot;287&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/Bildschirmfoto2012-01-03um17.19.17.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 03 Jan 2012 17:19:28 +0100</pubDate>
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    <title>Adoptiere ein vergessenes Grab!</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Adoptiere-ein-vergessenes-Grab!/6294</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;hallo tom...&lt;br /&gt;
schwierige situation....meine freundin ist tödlich verunglückt. wir kannten uns zwar schon ein paar jahre. erst in den letzten monaten hat es sich zwischen uns zu einer beziehung entwickelt. sie wohnte jedoch noch mit ihrem ex-freund zusammen. der war aber schon am ausziehen. ihre familie wusste nichts von uns, jedoch sein engster bruder wusste auch das sie sich trennen wollten und hatte es schon im gefühl das sie eine neue liebe hat. jedoch war nach ihrem unfall schnell vergessen das er nur der ex-freund ist und die ganze familie rückte zusammen. ich möchte mich jetzt auch garnicht groß einmischen sondern nur auch eine möglichkeit haben zu trauern. doch jede kerze die ich am grab anzünde wird weggeschmissen. meine frage ist jetzt. darf die familie die dinge die ich zum grab bringe einfach weg schmeißen oder habe ich auch ein recht dazu dort etwas hin zu legen?&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Finde einen Weg, um Deine Freundin zu trauern, ohne daß Du Kerzen, Blumen oder anderes auf das Grab legst.&lt;br /&gt;
Es gibt doch auf dem Friedhof bestimmt ein Kriegerdenkmal oder sonst eine Stelle, an der Du diese Dinge niederlegen kannst, stellvertretend für das richtige Grab.&lt;br /&gt;
Leider ist es in Deinem Fall so, daß die Familie schon bestimmen kann, was auf dem Grab liegen bleibt und was nicht.&lt;br /&gt;
Aber niemand kann Dich hindern, am Grab zu stehen und zu trauern oder zu beten.&lt;br /&gt;
Für die Kerzen und Blumen suche Dir doch einfach ein anderes Plätzchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie wäre es, wenn Du Dir ein Grab in der Nähe suchst, um das sich offensichtlich niemand mehr kümmert?&lt;br /&gt;
Adoptiere es einfach, halte es ein bißchen sauber und gedenke dort Deiner Lieben. So gibt es keinen Streit und Du mußt Dich nicht mehr ärgern.&lt;br /&gt;
Letztlich ist es doch egal an welcher Stelle Du trauerst, Deine Liebe wohnt in Deinem Herzen und Deine Trauer muß schließlich dort bewältigt werden und nicht auf anderthalb Quadratmeter Friedhofsboden.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 28 Dec 2011 20:20:06 +0100</pubDate>
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    <title>Senkungsschaden am Grab nach Erdbestattung nebenan</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Senkungsschaden-am-Grab-nach-Erdbestattung-nebenan/6291</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo Undertaker,&lt;p&gt;wer ist Verantwortlich für den Schaden eines Grabes,(Senkungsschaden der Grabeinfassung) wenn im Nachbargrab erst eine Erdbestattung war?&lt;br /&gt;
Wir selber? Die Nutzungsberechtigten des Nachbargrabes? Die Friedhofsverwaltung oder gar der Steinmetz?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danke für eine Anwort.&lt;br /&gt;
LG&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Verursacher.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 27 Dec 2011 14:18:55 +0100</pubDate>
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    <title>Das Fest der Liebe -VI-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Das-Fest-der-Liebe-VI/6283</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die Zuschriften der &quot;Zahntechnikerehefrau&quot; haben ja ein reges Interesse ausgelöst. Mit weit über 200 Kommentaren katapultiert sich dieser Artikel unangefochten auf Platz 1 der meistkommentierten Texte im Bestatterweblog.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich kann ich solche Zuschriften veröffentlichen, ich nenne weder den Namen, noch die Orte und tatsächlichen Umstände. Wie immer so habe ich auch dieses Mal einige der Merkmale abgewandelt, sodaß keine Rückverfolgung auf eine real existierende Person möglich sein sollte. Wer sagt denn, daß es wirklich eine Frau war und daß der &quot;Ehemann&quot; tatsächlich Zahntechniker und nicht evtl. Architektin oder Rollmopsfabrikant ist?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Durch die Veröffentlichung von Leserzuschriften ist noch nie jemand bloßgestellt worden, das kann jeder bestätigen, der schon einmal an mich geschrieben und dann seine Geschichte hier im Blog wiedergefunden hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe diese Zuschrift nicht beantwortet. Sie ist es nicht wert, daß ich darauf eingehe, weil der Mensch, der sie losgeschickt hat, einzig und allein auf seinen persönlichen materiellen Vorteil fixiert ist und kein bißchen über die Gefühle und das Leben anderer Menschen nachdenkt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Originalmail enthielt übrigens so viele persönliche Details, wie Beerdigungsort, Uhrzeiten, Berufe und Namen, daß eine leichte Überprüfung auf gefaktes Trolltreiben möglich ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe auch überhaupt gar keinen Zweifel daran, daß Menschen so denken und schreiben. So sind die Menschen eben, aber glücklicherweise sind eben nicht alle Menschen so.&lt;br /&gt;
Und denen die nicht so sind, gehört mein Herz und für die mache ich das hier.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 22 Dec 2011 11:15:35 +0100</pubDate>
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    <title>Das Fest der Liebe -V-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Das-Fest-der-Liebe-V/6282</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Nur mal so als Anmerkung: Das ist Realsatire und zwar mit Betonung des Wortbestandteils REAL.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 21 Dec 2011 12:51:10 +0100</pubDate>
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    <title>Das Fest der Liebe -IV-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Das-Fest-der-Liebe-IV/6281</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Ich verlange die sofortige Entfernung meiner Mails an den Weblog. Ich habe diese Fragen vertraulich an Dich gestellt und bin mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden. Für die Firma meines Mannes kann das gerichtliche Nachteile im Geschäftsleben haben. Alle Menschen wissen dass ich eine Mutter habe und können sehr wohl Rockschlüsse auf uns ziehen, weil mein Bruder ja auch noch da ist.&lt;br /&gt;
Es ist eine Frechheit mich so vorzuführen und dem Gespött der Leute auszusetzen. An den Kommentaren kann man sehr deutlich sehen wessen Geist Kind die Leser deines Blogs sind. Ich lasse mich doch nicht öffentlich als Satire beschimpfen und als Troll. &lt;br /&gt;
Vernicht bitte umgehender Weise die Wörter SATIRE und TROLL. Danach lösche mich und meine Mails sonst hast Du zu befürchten.&lt;/blockquote&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 21 Dec 2011 12:44:23 +0100</pubDate>
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    <title>Das Fest der Liebe -III-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Das-Fest-der-Liebe-III/6280</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Okay, du hast es nicht anders gewollt. Wir haben uns die adresse aus dem Impressum aufgeschrieben und erwägen das jetzt ans Lawblog weiterzugeleiteten. Von dort wirst Du hören. Im täglichen Verkehr täuscht Du etwas vor, sagt mein Mannund deshalb erweckst Du die Erwatungshaltung, man könne hier Antworten bekommen im Bestatterweblogforum. Wenn du dann nicht antwortest, befriedigst du diese Erhaltung nicht und bist schadenspflichtig.&lt;br /&gt;
Schon mal darüber nachgedacht?&lt;/blockquote&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 21 Dec 2011 08:14:33 +0100</pubDate>
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    <title>Das Fest der Liebe -II-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Das-Fest-der-Liebe-II/6279</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;&quot;Darf ich heute noch irgendwann mit einer Antwort rechnen? Ich habe Dir geschrieben und noch keine ANtwort erhalten. WIR SITZEN UND WARTEN! Mein Mann sagt, das Du im allgemeinen Rechtsverkehr die Verpflichtung hast das auf Deiner Seite GEMACHTE ANGEBOT Fragen zu stellen auch bedienen musst. Zeitnah ist hier das Stichwort. Die Beerdigung der Urne ist morgen.&quot;&lt;/blockquote&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 21 Dec 2011 08:07:01 +0100</pubDate>
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    <title>Das Fest der Liebe</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Das-Fest-der-Liebe/6278</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Mein Bruder hat die Beerdigung unserer gemeinsamen Mutter in Auftrag gegeben. Ich wohne weiter weg und konnte mich die letzten Jahren aus verständlichen Gründen (Kinder, Karriere, Hausbau) nicht um meine pflegebedürftige Mutter kümmern, weil ich nebenberuflich auch noch die Abrechnung für meinen Mann mache, der ein zahntechnisches Labor hat.&lt;br /&gt;
Nun hat mein Bruder sich die letzten Jahre ins gemachte Netz gesetzt und meine Mutter gepflegt. Seine Frau hat sogar ihren Job aufgegeben um sich um die Mutter zu kümmern sagt sie. Ich glaube, dass die sich eher einen schönen Lenz gemacht hat, denn da kam ja jeden Tag einmal der Pflegedienst und das Geld von der Pflegeversicherung hat sich mein Bruder auch eingesteckt.&lt;br /&gt;
Ich muss dazu sagen, dass mein Bruder vor sechs Jahren sein Erbe im Vorraus angetreten hat und in das Doppelhaus unserer Mutter gezogen ist. Die Hälfte hat er mir mit einem Bankkredit ausbezahlt.&lt;br /&gt;
Man sieht deutlich, dass mein Bruder und seine Frau die ganzen Jahre nur profitiert haben, das Haus, das Pflegegeld, die Freizeit, alles nur Vorteile.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;blockquote&gt;&quot;Nun hat er die Beerdigung ohne mein Wissen und meine Absprache einfach in Auftrag gegeben. Wir sind in den Wochen vor Weihnachten seit Jahren immer zwei Wochen auf den Malediven und erst vorgestern wieder gekommen.&lt;br /&gt;
Da ruft er mich an und teilt mir mit dass Mutter gestorben ist. Ich habe ihm natürlich meine Meinung gesagt, so etwas sagt man nicht am Telefon, wir haben ja nie Handys mit, wenn wir im Ausland sind, wegen der Kosten und weil wir immer so eingespannt sind. Also ich finde, der hätte die knapp 600 Kilometer ruhig auf sich nehmen können, um mir den Tod unserer Mutter persönlich und schonend bei bringen zu können.&lt;br /&gt;
Das ist mal das Erste.&lt;br /&gt;
Mutter wollte immer verbrannt werden, also wenn sie mal tot ist. Das hat er auch soweit richtig bestellt, damit bin ich ja einverstanden. Die Krematierung ist auch schon erfolgt und morgen soll die Trauerfeier mit der Urne sein.&lt;br /&gt;
Meine Frage nun: Wenn ich an der Urnenbeerdigung teilnehme, verpflichtet mich das etwa zur Übernahme der Kosten? Das ist ja schliesslich auch eine Strecke, die wir fahren müssten.&lt;br /&gt;
Könnten wir nicht zeitgleich hier auf den Friedhof oder in die Kirche gehen und zum Beispiel eine Kerze anzünden? Das wäre dann doch symbolisch so, als ob wir dabei gewesen wären. Von meiner Mutter ist ja nichts mehr übrig.&lt;br /&gt;
Die Kosten wird er wohl allein tragen müssen, da habe ich mich im Rechtsblogforum erkundigt.&lt;br /&gt;
Er ist ja der Erbe des Hauses gewesen und damit auch für die Beerdigung zuständig.&lt;br /&gt;
Ich habe keine Rechtsgrundlage, hat mir dort jemand geschrieben, dass ich von der Zahlungspflicht befreit werde. Das bedeutet ja, dass ich nichts bezahlen muss.&lt;br /&gt;
Nun kommt das Zweite! Mein Bruder hat die Unverschämtheit, dazu muss man wissen, dass seine Frau ja aus dem Osten kommt, und will nun dass wir uns die Beerdigung teilen. &lt;br /&gt;
Mein Mann sagt aber, dass es bis 2001 ein Sterbefeld der gesetzlichen Kassen gegeben hat. Das waren 1050 Euro.&lt;br /&gt;
Wenn mein Bruder damals, als es meiner Mutter auch schon mal ganz schlecht gegangen ist, nicht die Pflege übernommen hätte, wäre sie ja gestorben und wir hätten dieses Geld bekommen.&lt;br /&gt;
Da er aber die Pflege damals schon angefangen hat, ist sie ja nur durch ihn am Leben geblieben und somit ist er ja auch rein rechtlich jetzt mal für die danach entstehenden Kosten verantwortlich.&lt;br /&gt;
Ich zahle ja auch nicht, wenn der sich ein Pony oder einen Hund hält, das ist ja sein persönliches Vergnügen.&lt;br /&gt;
Mein Mann hat ihn gestern Abend angerufen und ihm angeboten, dass wir einen Kranz zur Trauerfeier schicken und dafür dann ausnahmsweise die Kosten mal selbst übernehmen. Er meinte zu meinem Bruder, jetzt sei ja bald Weihnachten und da wollen wir mal nicht so sein und das mit dem Kranz selbst zahlen, es ist das Fest der Freude und der Liebe. Wie kann mein Bruder so hartherzig und selbstsüchtig sein?&lt;/blockquote&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 21 Dec 2011 07:30:35 +0100</pubDate>
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    <title>Kosten für die Leichenschau, Notarzt und Hausarzt</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Kosten-fuer-die-Leichenschau,-Notarzt-und-Hausarzt/6267</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Meine Frage an sie würde lauten: Darf ein Notarzt einen vorläufigen Leichenschein&lt;br /&gt;
privat in Rechnung stellen?&lt;br /&gt;
 Wir hatten unsere Mutter tot gefunden und haben den Notarzt angerufen.&lt;br /&gt;
Da sie die Treppe hinabgestürzt war, hat der die Polizei gerufen und dann musste&lt;br /&gt;
später noch ein zweiter Arzt eine Untersuchung machen.&lt;br /&gt;
Müssen wir beide Ärzte selbst bezahlen??&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vielen Dank schon mal im Voraus !!!&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Meine Antwort würde lauten: Ja.&lt;br /&gt;
Der Notarzt stellt oft keinen Leichenschauschein aus, weil er nur feststellt, ob dem Menschen noch zu helfen ist oder nicht. Allenfalls stellt er ein Schreiben aus, das den Tod bescheinigt. Es wird dann noch die ordnungsgemäße Leichenschau durch den Hausarzt oder einen anderen Arzt notwendig.&lt;br /&gt;
Da die Krankenkassen nur so lange zahlen, wie jemand noch lebt, zahlen sie die mit dem Tode verbundenen Kosten nicht.&lt;br /&gt;
Es gibt Fälle, in denen der herbeigerufene Notarzt mit der Polizei abgerechnet hat, aber das sind Ausnahmefälle. &lt;br /&gt;
Die Polizei hat nur ersatzweise für den Totenfürsorgepflichtigen gehandelt, der im Falle des Todes einen Arzt zu verständigen hat. Da die Polizei den Hausarzt nicht kennt, ruft sie den zuerst und schnellst verfügbaren Arzt, und das ist eben der Notarzt.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 16 Dec 2011 00:09:29 +0100</pubDate>
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    <title>Ist Dein Buch ein Schlag ins Gesicht für Ältere?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Ist-Dein-Buch-ein-Schlag-ins-Gesicht-fuer-AEltere/6264</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Hi Tom,&lt;p&gt;hast Du eigentlich mal Feedback bekommen von sehr alten Lesern und Leserinnen Deines Buches &quot;Gestatten Bestatter&quot;? Wie kam es so an, Ersteindruck zum Titel, Weiterempfehlungen selbst bei 70+?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe es spontan (ich hoffe bei Dir kommt was an vom Kauf), zu Weihnachten gekauft mit dem Ziel es meiner Oma zu schenken. In dem Alter sterben ja jedes Jahr ein paar Freunde und Verwandte weg (sie wird es locker bis 100 schaffen) und da war zumindest mein Gedanke, dass die Lektüre auflockern könnte. Sicher bin ich mir nicht, somal der Titel ja wie ein Schlag ins Gesicht wirken kann. So stell ich, als Enkel, es mir zumindest vor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mal schauen ob ich es mich traue, wenn ja dann aber nicht ohne sehr viele einleitende Worte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Grüße,&lt;br /&gt;
 R &lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, daß das Buch bei Älteren eine negative Auswirkung auf die Lebenserwartung gehabt hätte.&lt;br /&gt;
Sterben müssen wir alle, irgendwann, irgendwie... Weder das Vorhandensein von Bestattern, noch der unterhaltsam-informative Umgang mit dem Thema in Buchform fordern zum Sterben auf, noch fördern sie das Sterben. Nein, ganz im Gegenteil, gerade ältere Menschen haben sich ja zumeist schon aus naheliegenden Gründen etwas intensiver und pragmatischer mit dem Thema beschäftigt als die Jungen und Dynamischen, denen der Tod noch ach so weit entfernt scheint. Und gerade deshalb können vor allem auch Ältere sehr gut mit der humorvollen Aufbereitung des Themas umgehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe jetzt etwas, von dem ich niemals gedacht hätte, daß ich so etwas mal brauchen würde: Autogrammkarten.&lt;br /&gt;
Ich bin eher uneitel und muss mich immer in halbwegs geeignete Kleidung hineinprügeln lassen, was man meistens auch sieht...&lt;br /&gt;
Wenn ich mir also in meinem Leben noch irgendetwas gegönnt hätte, dann wären es eher Kaktusstacheln auf der Zunge gewesen, als ausgerechnet Autogrammkarten.&lt;br /&gt;
Aber über den Verlag werden mir in zunehmender Zahl liebe Briefe von Lesern zugestellt, die sich die Mühe gemacht haben, mir etwas Persönliches zu schreiben und einen frankierten Rückumschlag beizulegen. Diese Menschen möchte ich natürlich nicht enttäuschen.&lt;br /&gt;
Ich erzähle das, weil gerade unter diesen Briefeschreibern doch sehr viele ältere Menschen sind.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 15 Dec 2011 23:42:50 +0100</pubDate>
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<item>
    <title>Schuhe im Sarg?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Schuhe-im-Sarg/6255</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Hallo,&lt;br /&gt;
bei mir im Freundeskreis ist letztens die Frage aufgekommen, ob die Verstorbenen im Sarg Schuhe an haben. Also würde ich gerne wissen wie es wirklich ist, bei einer Einäscherung bzw. bei einer Erdbestattung mit den Schuhen??&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/templates/undertaker/img/emoticons/smile.gif&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
mfG daniel&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Frage wurde schon ein paar Mal beantwortet. &lt;br /&gt;
In unseren Gefilden hat man in Bezug auf die Verstorbenen die Vorstellung, sie seien &quot;entschlafen&quot; und deshalb gibt man ihnen auch das Aussehen von Schlafenden, bettet sie auf Kopfkissen und bedeckt sie mit einer Decke.&lt;br /&gt;
In anderen Ländern ist das anders. In Amerika etwa, da möchte man, daß die Verstorbenen aussehen wie Hollywood-Schauspieler und in manchen Ländern zaubert ihnen der Bestatter gar ein Lächeln auf die Lippen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Während es in Amerika und Italien beispielsweise fast normal ist, daß Verstorbene Schuhe angezogen bekommen, ist das in Deutschland eher unüblich.&lt;br /&gt;
 Wenn von Seiten der Angehörigen der Wunsch nach Schuhen geäußert wird, bekommt der Verstorbene natürlich auch welche an. Jedoch schreiben manche Friedhofsordnungen und Krematorien vor, daß keine Schuhe mit bestattet bzw. eingeäschert werden dürfen, dann muss der Bestatter diese kurz vorher wieder entfernen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 09 Dec 2011 07:12:00 +0100</pubDate>
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