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    <title>Bestatterweblog</title>
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    <managingEditor>undertaker@bestatterweblog.de (Tom)</managingEditor>
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<pubDate>Wed, 16 May 2012 20:43:06 GMT</pubDate>

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    <title>Bitte lächeln!</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Bitte-laecheln!/6580</link>
            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Bei einer offenen Aufbahrung geht man davon aus, dass ein Bestatter es vermag, dem Verstorbenen zum Abschied noch ein letztes Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Der Film von Maximilian Scholz und Florian Kannengiesser, der für den 99Fire-Film Award 2012 gedreht wurde, zeigt mit welchem “handwerklichem Geschick” es dem Bestatter zu guter Letzt gelingt.&lt;br /&gt;
Der Film schied leider in der Vorausscheidung des Awards aus, aber für adeo-online ist dieses humorige Zweiminüter empfehlenswert und mehr als passend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;465&quot; height=&quot;266&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/oaFzMVDipms&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.adeo-online.de/der-bestatter-und-wie-dieser-ein-lacheln-ins-gesicht-zaubert&quot;&gt;Text und Quelle: adeo-online&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 16 May 2012 16:25:19 +0200</pubDate>
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    <title>Die Fee der Nacht -7-</title>
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            <category>Menschen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;So ein Martini Bianco, eigentlich noch lieber Cinzano, damit kann man mich locken. Ich sagte nichts, machte nur irgendein Geräusch und hob das Glas um der schönen Frau zuzuprosten. Sie achtete gar nicht darauf und trank einfach in schnellen und kurzen Schlucken, während sie auf ihre Füße starrte, die wieder dieses Umklammerungsspiel spielten.&lt;br /&gt;
Dabei rutschte das Hosenbein ihrer Jogginghose ein bißchen nach oben und ich konnte ihre Fesseln betrachten. Nein, ich bin kein Fußfetischist, aber bei uns Männern ist das so, daß wenn eine schöne Frau ein bißchen von ihrem Körper zeigt, wir automatisch hinschauen müssen.&lt;br /&gt;
Das ist archetypisches Steinzeitverhalten, das einfach in uns drinsteckt, da können wir nichts dafür.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und da fiel mir etwas auf, was ich schon an einem ihrer Handgelenke gesehen hatte... ...die Frau hatte dunkle Stellen. Wie soll ich das beschreiben? Es sah so aus, als hätte sie ein Armband oder ein Fußkettchen aus Silber getragen und dieses Silber hätte schwarz abgefärbt.&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://vg09.met.vgwort.de/na/e15df6433f6242f9a5b2a1397f93ef42&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;br /&gt;
Verstohlen betrachtete ich die Frau, die schweigend an ihrem Glas nippte und gedankenverloren auf einen Punkt neben mir starrte.&lt;br /&gt;
Sie war vielleicht Mitte Zwanzig und ungefähr Einsziebzig groß. Ihre blonden Haare waren gelockt und etwas mehr als schulterlang. Die kleine Nase war scharf geschnitten und setzte einen schönen Kontrast zu den etwas kräftigen roten Lippen, die immer wirkten, als ob sie gleich einen Schmollmund machen wollte. Wenn sie sprach, zeigten sich auf ihren Wangen kleine Grübchen und ihre Nasenspitze bewegte sich bei manchen Mundbewegungen ganz leicht mit.&lt;br /&gt;
Die Haut der jungen Frau war weiß wie Elfenbein und es war nicht der geringste Makel zu entdecken. Kein Fältchen, kein Muttermal, kein Äderchen. Ihre Augenbrauen waren vielleicht für eine Frau etwas kräftig, aber sie passten gut zu den fast grasgrünen Augen und ich hatte die ganze Zeit überlegt, ob ich jemals zuvor einen Menschen mit so grünen Augen gesehen hatte und ob das vielleicht nur gefärbte Kontaktlinsen waren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie bemerkte, daß ich sie beobachtete und wandte ihren Blick auf mich.&lt;br /&gt;
Noch einmal nippte sie an ihrem Glas, dann stellte sie es auf das Tischchen und sagte: &quot;Sie haben Recht. Ich habe Sie da unbedacht in was hineingezogen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aha, dachte ich, jetzt sieht sie es ein und jetzt kommt etwas Bedeutendes.&lt;br /&gt;
Doch ich hatte mich getäuscht. Sie stand urplötzlich auf.&lt;br /&gt;
&quot;Gut, es gibt ja nun nichts weiter zu besprechen. Sie sind wegen der Bestattung gekommen, da ist ja aber alles schon geklärt. Machen Sie alles so, wie es mit meinen Schwiegereltern abgesprochen ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wie jetzt? Äh...&quot; sagte ich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Haben Sie noch Fragen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, viele!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Es ist alles besprochen&quot;, sagte sie und das mit einer entschiedenen Bestimmtheit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, nee, so geht das nicht&quot;, sagte ich. &quot;Ich war heute schon mal da und da hat mich Ihre Gouvernante nicht zu Ihnen gelassen; und dann rufen Sie mich am Abend an und bestellen mich hierher. Da können Sie mich doch jetzt nicht mit einem Glas hier abspeisen und einfach wegschicken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie war neben mich getreten, so nah, daß ich ihre Wärme spüren konnte und das leicht fruchtige Parfüm noch intensiver riechen konnte. Ich war mittlerweile etwas ungeübt im Umgang mit jungen Frauen, mein Metier waren eher die ganz alten Damen und -man möge mir das verzeihen- die vor allem auch noch, wenn sie tot waren.&lt;br /&gt;
Aber die hier war alles anderes als alt und auch in keinster Weise tot, sondern sehr lebendig und ich wußte mir in meiner Hilfslosigkeit nur zu helfen, indem ich auch aufstand, was mich sie dann um Haupteslänge überragen ließ und verhinderte, daß ich weiter auf das Sweatshirt starrte, wo sich deutlich das abzeichnete, was in jüngeren Jahren den Pavian in mir geweckt hätte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Frau ergriff meine rechte Hand, die ich spontan wie zum Abschied hinhielt, mit beiden Händen und hielt sie beschirmend und behutsam: &quot;Sie haben das Gewehr doch gesehen, nicht wahr?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich blickte sekundenlang in diese unendlich grünen Augen, die immer von einem ganz dünnen Film Tränen bedeckt zu sein schienen, drehte meine Hand etwas und ergriff ihre Rechte, drückte sie und sagte: &quot;Es ist besser, wenn ich jetzt gehe, es ist spät geworden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie es mir! Sagen Sie mir, daß Sie das Gewehr auch gesehen haben!&quot; sagte sie und ihre Stimme klang kein bißchen flehend, sondern eher sanft fordernd.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich drückte ihre Hand nochmals und zog dann meine Hand zurück.&lt;br /&gt;
Natalie begleitete mich noch zur Tür, öffnete diese aber nur halb und schob sich mir in den Weg.&lt;br /&gt;
&quot;Bitte!&quot; sagte sie.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seufzend sagte ich: &quot;Ich fahre jetzt. Vielleicht wollen Sie mir ja irgendwann erzählen, was wirklich passiert ist, dann kann ich ja nochmal über das Gewehr nachdenken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Regen hatte zugenommen und ich bereute es, keinen Schirm mitgenommen zu haben, als ich den Weg vom Haus zu meinem Auto hinunter lief. Ich habe ein paar Regenschirme, so einen eleganten Herrenstockschirm und einige kleine Klappdinger. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen davon benutzt zu haben. Ich knöpfe auch keine Jacken oder Mäntel zu und ich setze auch keine Kopfbedeckungen auf. Die Kopfbedeckungen, die mir gefallen, das sind Baseballkappen und Cowboyhüte, passen nicht zu meiner übrigen Erscheinung und meinem Beruf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Regen kraulte sich unangenehm zwischen Hemdkragen und Hals, ein Gefühl das mich erschauen und mich meinen Schritt beschleunigen ließ. Noch zehn Meter vom Auto entfernt, zückte ich schon den Türknipser, wie ich immer zu sagen pflegte und mit einem leisen Piep und dem Blinken der Fahrzeuglampen signalisierte mein Wagen, daß die Türen geöffnet waren.&lt;br /&gt;
Als ich um den Wagen herumging um auf die Fahrerseite zu gelangen fiel mir zum ersten Mal der graue Audi auf, der etwa 50 Meter entfernt parkte. Ich sagte doch, in der Gegend parkten keine Autos am Straßenrand. Ich war mir nicht sicher, aber für den Bruchteil einer Sekunde meinte ich hinterm Steuer die Glut einer Zigarette aufleuchten zu sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dem maß ich aber keine weitere Bedeutung zu, es war mir aufgefallen, aber kaum war ich losgefahren und hatte das Autoradio eingeschaltet, hatte ich den Audi auch schon wieder vergessen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Zeit bei Natalie war mir unendlich lang vorgekommen, aber als ich auf das Display der Borduhr schaute, sah ich, daß ich insgesamt nur eine knappe Stunde bei ihr gewesen war.&lt;br /&gt;
Mir ging vieles durch den Kopf, ihr Duft, ihr Aussehen und ihre plötzliche Nähe.&lt;br /&gt;
Okay, ich war ja nicht innerlich tot oder vom Bauchnabel abwärts gelähmt, nein, so war das ja nicht.&lt;br /&gt;
Aber mit den Jahren wird man etwas gelassener und nicht jede 17- oder 20-jährige weckt in einem den unbändigen Drang zur Paarungsbereitschaft. Mit den bei Männern immer vorhandenen Triebwünschen vermischen sich, so ist das zumindest bei mir, auch so Gedanken wie: Ob die Kleene mir meine Socken waschen würde?&lt;br /&gt;
Nein, zu Hause wartete meine Frau auf mich, eine Frau, die seit so vielen Jahren mit mir durch dick und dünn gegangen war, mit der ich unsere Kinder großgezogen und meine Existenz aufgebaut hatte, die mir -bei allen Ecken und Kanten, die sie hat und die ich habe- immer als verlässliche Partnerin zur Seite gestanden hat; das wiegt mehr als die Lust auf irgendetwas Neues, Anderes oder Spannendes.&lt;br /&gt;
So ganz ungeübt im Umgang mit flirtenden jungen Frauen war ich ja nun auch wieder nicht. Sandy war ja sozusagen dauergeil und konnte sich überhaupt nichts Besseres vorstellen, als mich eines Tages zu heiraten und später dann meinen Betrieb zu übernehmen, den sie als den idealen Betrieb überhaupt empfand.&lt;br /&gt;
Das hatte sie mir so gesagt, deutlich gesagt und auch immer wieder gesagt, aber ich hatte immer allen Versuchungen widerstanden und es genossen, so eine junge und hübsche Frau an meiner Seite zu wissen, wenn wir mal geschäftlich gemeinsam wohin mußten.&lt;br /&gt;
Mir schmeichelte ihr Interesse, das sich erklärtermaßen, nicht nur und auch nicht in erster Linie auf meine Firma bezog, auch wenn das für einen Außenstehenden vielleicht so klingen und wirken mußte.&lt;br /&gt;
Aber mal ehrlich, sollte ich mir den Streß mit einer Mittzwanzigerin nochmals antun? Um Himmels Willen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Straßen waren menschenleer, die Lichter spiegelten sich in den Pfützen und an einer verlassenen Kreuzung mußte ich bei Rot halten. Fast schon war ich versucht, einfach weiter zu fahren, da sah ich hinter mir die Scheinwerfer eines anderen Autos auftauchen und ließ von meinem verboteten Tun ab. &lt;br /&gt;
Der andere Wagen hielt Abstand und kam nur sehr langsam näher.&lt;br /&gt;
Aha, dachte ich, wieder so ein Rentner, der nicht im ersten Gang anfahren will und deshalb im zweiten Gang auf die Ampel zuschleicht...&lt;br /&gt;
Doch dann sah ich, daß es wieder dieser graue Audi war.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 16 May 2012 08:22:00 +0200</pubDate>
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    <title>Die Fee der Nacht -6-</title>
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            <category>Menschen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Sagte ich schon, daß mir durchgemachte Nächte tagelang in den Knochen hängen?&lt;br /&gt;
Ich trank zu Hause noch einen Espresso, steckte mir knurrig eine Zigarette zwischen die Zähne und setzte mich ans Steuer meines Wagens. Die Straßen spiegelten, es hatte kurz zuvor geregnet, ach, was sage ich, es hatte geschüttet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um diese Zeit war in unserer Stadt kein Verkehr mehr. Die Leute saßen zu Hause und schauten fern und ich fuhr zum wiederholten Mal durch die Nacht zur Villa der Brockhagens. Es war nicht die Lust auf das Geschäft, die mich antieb, es war die Neugierde, vielleicht endlich zu erfahren, was da eigentlich gespielt wird.&lt;br /&gt;
Ich war eigentlich gar nicht als Bestatter unterwegs, sondern wünschte mir, ich hätte mehr etwas von einem Detektiv. Das läge mir auch, das könnte ich bestimmt auch gut, aber jedem ist irgendwie seine Rolle im Leben zugewiesen und bisher war meine Rolle eben nicht die des Detektivs.&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://vg09.met.vgwort.de/na/8ea108128f414487aac5dbae1b52ecb2&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;br /&gt;
Aber jucken würde es mich schon... Ich meine, da ist ein Mann ums Leben gekommen und zwar auf eine sehr grausame Art und Weise. Es gab eine wunderschöne Frau, die Witwe und Verdächtige zugleich war und ein Rudel von Behörden, die offensichtlich nichts anderes taten, als wegzuschauen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Pitschernd rollten die Reifen meines Wagens durch die vielen kleinen Pfützen vor dem Anwesen der Brockhagens und nach dem Klingeln schnarrte das Tor elektrisch auf. Dieses Mal brannten keine Lampen entlang des Weges und ich versuchte mich zu erinnern, wie der etwas gewundene Weg verlief.&lt;br /&gt;
Oben am Haus fand ich die Eingangstür angelehnt und als ich sie aufmachte, rief Natalie Brockhagen aus dem Inneren des Hauses: &quot;Kommen Sie herein. Entschuldigung, daß ich Sie noch her bitte, aber vorher ging es nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie stand auf der Treppe, hatte eine schlabberige schwarze Jogginghose und ein graues Sweatshirt an und, was soll ich sagen, sie sah einfach hinreißend aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kommen Sie! Wir gehen nach hinten in den Wintergarten, das Wohnzimmer ist im Moment nicht so mein Ding&quot;, sagte sie, kam die paar Stufen herunter und ging mit einer einladenden Handbewegung voraus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Wintergarten war im Stil eines japanischen Teehauses gehalten, aber glücklicherweise mit westlichen Sitzmöbeln ausgestattet. So im Schneidersitz auf Bastmatten zu sitzen, ist nämlich nicht mein Ding.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie bot mir einen Platz an, indem sie in Richtung eines der Stühle nickte, blieb selbst aber stehen und begann langsam vor den hohen Glasscheiben, hinter denen dunkle Nacht herrschte, auf und ab zu gehen.&lt;br /&gt;
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch kein einziges Wort gesprochen und jetzt fiel mir nichts Passendes ein.&lt;br /&gt;
Am liebsten hätte ich sie direkt nach den Vorgängen in jener Nacht befragt, hätte ihr meine Einschätzung wiedergegeben und versucht, Klarheit in die Sache zu bringen. Doch das wäre die Aufgabe eines Detektivs gewesen, ich war aber als Bestatter da.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt wegen der Beisetzung anzufangen, das erschien mir aber auch wieder fast als zu banal.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie sind wegen der Bestattung hier?&quot; begann Natalie das Gespräch und ich war ganz froh darüber.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, ja&quot;, sagte ich und wartete einfach.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Meine Schwiegereltern haben schon alles herausgesucht?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich nickte und als ich sah, daß sie gar nicht in meine Richtung sondern weiterhin durch die Scheiben ins Dunkel sah, sagte ich: &quot;Ja, die haben alles ausgesucht, meinten aber, ich solle auch mit Ihnen sprechen, damit Ihre Wünsche auch Berücksichtigung finden.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was soll ich da noch entscheiden?&quot; fragte sie und macht eine hilflose Handbewegung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich hielt es nicht mehr aus. Dieses belanglose Geplänkel um die Bestattung, die doch eigentlich längst bestellt war... Es platzte förmlich aus mir heraus, als ich Natalie einfach fragte:&lt;br /&gt;
&quot;Was ist in der Nacht neulich eigentlich passiert?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie fuhr herum und ich sah in ihren Augen, daß sie dieses Mal kein bißchen weggetreten oder weggespritzt war. &quot;Geht Sie das etwas an?&quot; fragte sie spitz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na ja, immerhin waren wir die Ersten die hier waren und immerhin mußten wir zur Polizei und zählen irgendwie ja auch zum Kreis der Verdächtigen. Da wird es ja wohl erlaubt sein, mal nachzufragen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Fragen, Fragen, Fragen, alle haben nur Fragen. Ich will Ihnen mal eins sagen: Ich habe auf alle diese Fragen keine Antworten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja aber Sie waren doch dabei!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wo dabei?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na, als Ihr Mann ums Leben kam.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich? Wer sagt das denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na, immerhin standen Sie neben der blutenden Leiche als wir hier eintrafen. Und überhaupt: Warum haben Sie uns angerufen und nicht die Polizei?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich war durcheinander.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie waren durcheinander? Na schön, jetzt bin ich durcheinander und ich finde, ich habe das Recht, daß Sie ein wenig Licht in das Dunkel bringen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Roland hat sich erschossen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, das erzählt mir jeder.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann wissen Sie es ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich weiß gar nichts. Ich weiß nur, daß Sie den Bestatter angerufen haben und nicht die Polizei oder einen Rettungswagen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, das hat doch nicht zu sagen&quot;, sagte sie und setzte sich mir gegenüber auf einen der nicht gerade bequemen Stühle und legte ihre Beine übereinander, ließ den hinten herunter getretenen Sportschuh vom Fuß gleiten und spielte mit den Zehen an der Kante des Glastisches.&lt;br /&gt;
&quot;Ich habe Sie angerufen, weil Ihre Nummer vorne auf dem Telefonbuch steht. Ich war vielleicht etwas kopflos in dieser Nacht. Eine Leiche, jemand ist tot, Bestatter... Ist das so ungewöhnlich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Okay, okay, okay... Mag ja sein, daß man in der ersten Aufregung auf so eine Idee kommt; aber dann sind wir gekommen und was hätten wir jetzt tun sollen? Die Leiche mitnehmen, rasch beerdigen und es wird kein Wort mehr drüber verloren, oder was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Keine Ahnung. Es ist für mich das erste Mal, daß sich mein Mann erschossen hat.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da sind wir schon bei einem Punkt, der mich besonders interessiert! Ihr Mann hat sich also erschossen, angeblich mit einer Schrotflinte...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ja? Ich meine, ich frage mich die ganze Zeit, wo diese Flinte eigentlich war! Da lag ihr Mann in einem Arbeiteroverall im Wohnzimmer, überall war Blut und eindeutig ist er dort ums Leben gekommen, aber ich habe nirgendwo ein Gewehr gesehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das lag aber da!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, da war kein Gewehr!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, hören Sie doch auf! Da war eins!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Na, ich bin doch weder blöd noch blind und Sie mögen Recht haben, daß alles das einen Bestatter an und für sich nichts angeht, aber ich bin hier eben nicht nur der Bestatter, ich stecke mit drin in der Sache, weil ich vor der Polizei bei der Leiche war. Und deshalb ist es auch gar nichts Besonderes, daß ich mich nun für die Umstände interessiere, ich will das alles doch nur begreifen können.&lt;br /&gt;
Da war kein Gewehr!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die Polizei hat es mitgenommen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie? Die Polizei hat es mitgenommen? Wo kam das denn her?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Keine Ahnung, es muß ja da gewesen sein, sonst hätten die es nicht mitnehmen können.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und wo soll das gewesen sein?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Neben der Tür im Wohnzimmer!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, Ihr Mann hat sich den Kopf weggeschossen und dann ist er noch eben zur Tür gegangen und hat das Gewehr da an die Wand gelehnt und ist dann wieder zum Kamin zurückgegangen, um dort dann zu sterben?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie verdrehte die Augen, so als ob sie einem störrischen, widerwilligen Kind zum hundertsten Mal erklären muß, wie das kleine Einmaleins geht: &quot;Nein, das lag neben ihm und ich habe es aufgehoben und da hin gestellt. Dann habe ich Sie angerufen und gedacht, Sie als Bestatter wüßten schon, wen man dann alles verständigt und so.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In diesem Moment wurde mir klar..., nein, das ist nicht wahr... schon viel früher war das so, aber in diesem Moment hatte ich die hundertprozentige Bestätigung, daß Natalie log. Wenn die Polizei ein Gewehr gefunden und mitgenommen hatte, dann mußte Natalie das Gewehr neben die Tür gestellt haben und zwar in einem Moment als wir es nicht mitbekommen haben.&lt;br /&gt;
Jedenfalls hatte dort kein Gewehr gestanden, als wir das Zimmer betreten hatten. Ich sagte doch bereits, das Zimmer war weiß und vornehmlich leer. Ein Gewehr wäre mir da sofort ins Auge gestochen wie ein Fremdkörper.&lt;br /&gt;
Es hatte in jener Nacht nur einen ganz kurzen Moment von vielleicht 20 oder 30 Sekunden gegeben, in dem wir Natalie aus den Augen gelassen hatten. Als sie angeblich ohnmächtig geworden war und am Türrahmen heruntergerutscht war. Manni hatte sie auf die Seite gelegt, ich war zur Leiche gegangen und Manni war mir mit dem Handy in der Hand gefolgt. &lt;br /&gt;
Wie gesagt, da haben wir vielleicht eine halbe Minute Natalie aus den Augen gelassen.&lt;br /&gt;
Ob danach ein Gewehr neben der Tür gestanden hat? Ich kann es nicht sagen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warum unterhalte ich mich überhaupt mit Ihnen&quot; fragte Natalie auf einmal und riß mich aus meinen Gedanken. Sie hatte auch den anderen Schuh abgestreift und ihre Zehen ineinander verschränkt.&lt;br /&gt;
Ich konnte gar nicht wegsehen und war unwillkürlich fasziniert von so viel Gelenkigkeit in den Zehen.&lt;br /&gt;
Ich kann mit meinen Zehen nur laufen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weil Sie mich in diese komische Geschichte mit reingezogen haben und weil ich und mein Mitarbeiter wissen, daß da kein Gewehr war.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie stand auf und ging zu einer hochglänzend lackierten Kirschbaumsäule, auf der ein Buddha im Lotussitz saß und mich angrinste. Sie drehte den Buddha etwas und die Vorderseite der Säule sprang auf. Hinter der Verblendung befand sich eine Bar, der sie zwei Gläser und eine Flasche Martini bianco entnahm. Mit ihrem Fuß drückte sie die Verblendung wieder zu und ohne mich zu fragen, schenkte sie auch mir ein Glas ein.&lt;br /&gt;
Ich trinke ja nix. Ich trinke nie was.&lt;br /&gt;
Außer wenn ich mit einer der schönsten Frauen der Welt spätabends in einem japanischen Wintergarten sitze und diese Frau für eine Mörderin halte.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 15 May 2012 14:19:21 +0200</pubDate>
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    <title>Die Fee der Nacht -5-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Die-Fee-der-Nacht-5/6574</link>
            <category>Menschen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Mimi Brockhagen, die Mutter des Getöteten, war eine optische Täuschung.&lt;br /&gt;
Eine kleine, zierliche Frau mit einem mütterlichen Gesicht und Hängebäckchen. Ihre leise, sanfte Stimme stand in krassem Widerspruch zu dem etwas jovial, lauten Tonfall ihres Gatten.&lt;br /&gt;
Aber das täuschte. Sehr schnell merkte ich, wer da die Hosen anhatte und Mimi Brockhagen hatte so eine Art, einen Satz nur halb zu beenden, dann eine Pause zu machen, die Lippen zu einem spitzen Mund zu formen und dann: &quot;Nicht wahr, Dieter?&quot; zu sagen, woraufhin der eben noch bestimmende und fordernde Herr Minister a.D. sofort drei Gänge zurückschaltete, jedes Mal seine Hand auf ihre legte und wie ein folgsamer Schüler: &quot;Aber sicher doch, Mimi, Du hast Recht&quot; sagte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe da ein sehr gutes Gespür für solche Situationen und kenne das recht gut. Da hat er zwar eigentlich das Sagen, aber es ist mal etwas vorgefallen und sie hat ihm die Pistole auf die Brust gesetzt und klar gestellt, daß er es künftig entweder so macht, wie sie es will, oder es passiert...&lt;br /&gt;
Tja, was dann passiert und womit Frauen manchmal ihre Männer so im Griff haben, das kann höchst unterschiedlich sein. Aber bei den Brockhagens war das eindeutig so. Vielleicht war sie ja diejenige, die das Geld hatte?&lt;br /&gt;
Ich weiß es bis heute nicht, wichtig für den Fortgang der Geschichte ist es aber auch nur, zu wissen, daß sie eben der Ansager und Bestimmer war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz kleine Beerdigung, schlichter aber sehr hochwertiger Sarg, oben drauf üppig Blumen, sonst keine Kränze oder Gestecke. Es kämen wirklich nur die allerengsten Verwandten und die wichtigsten Freunde, so mit etwa hundert Leuten müsse man rechnen.&lt;br /&gt;
Nun ja, das ist dann doch keine wirklich kleine Beerdigung.&lt;br /&gt;
Der Pastor solle nur den zeremoniellen Teil übernehmen, die Traueransprache halte ein Onkel, der so etwas besonders gut könne.&lt;br /&gt;
Am Ende standen wenig Artikel auf meinem Bestellzettel, aber die Summe war erstaunlich hoch, fast 10.000 Euro. Das kam daher, weil das Ehepaar Brockhagen gleich auch das Grab und einen einfachen Stein mit ausgesucht hatte, sie wollen erklärtermaßen nicht zig Mal losgehen, sondern alles in einem abwickeln.&lt;br /&gt;
Kann ich auch verstehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja&quot;, wandte ich ein: &quot;was ist denn mit der Witwe? Will die nicht auch noch ein paar Wünsche äußern?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach Gott, Natalie!&quot; rief Frau Brockhagen und sah ihren Mann entsetzt an: &quot;Die haben wir ja ganz vergessen!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://vg09.met.vgwort.de/na/ffefc5f534da4c16a25d177fa1771139&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;br /&gt;
Herr Brockhagen holte ein Lederetiu aus der Tuchtasche seines Anzugs, klappte es auf und bot mir eine Zigarre an, die ich aber ablehnte. Aus der Schublade holte ich einen Aschenbecher und stellte ihm den hin, was er mit einem dankbaren kurzen Heben der Augenbrauen quittierte, während er die Zigarre schon anpaffte.&lt;br /&gt;
&quot;&quot;Mann, Mann&quot;, sagte er dann: &quot;Mit Natalie, das ist so eine Sache, wie soll ich Ihnen das sagen, die ist da oben...&quot; Er machte gerade mit dem Zeigefinger der rechten Hand eine kreisende Bewegung an seiner Schläfe, als Frau Brockhagen ihn unterbrach: &quot;Was mein Mann sagen will, das ist Folgendes: Meine Schwiegertochter hat da so ein mentales Problem. Sie verstehen? Die ist in Behandlung.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber selbstverständlich&quot;, mischte er sich nun wieder ein: &quot;kann meine Schwiegertochter auch ihre Wünsche äußern. Wir können sie ja nicht einfach übergehen, nein, nein, das geht auch nicht. Das Beste wird es sein, Sie fahren mal zu ihr hin, die ist jetzt wieder zu Hause. Also, wenn sie nicht vom Großen und Ganzen abweicht, kann sie meinetwegen alles auch noch umbestellen, die Rechnung schicken Sie aber mir.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man müsse jetzt auch dann gleich zum Pastor fahren, so ein Suizid bedürfe ja ausführlicher Gespräche mit dem Geistlichen, das sei ja etwas ganz Schreckliches.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin ja nicht neugierig, ich will bloß immer alles wissen, und deshalb konnte ich nicht umhin und stellte einfach die Frage aller Fragen: &quot;Warum hat sich denn Ihr Sohn, Ihrer Meinung nach, das Leben genommen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Brockhagen weinte in ein kleines Spitzentaschentuch und er paffte nervös die Zigarre heiß.&lt;br /&gt;
Nach unendlich scheinenden Sekunden begann er dann: &quot;Ja, das ist auch so eine Geschichte... &quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dieter!&quot; unterbrach ihn seine Frau und sofort verstummte er und paffte nur noch stumme, Rauchwolken in die Luft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das ist sehr privat, müssen Sie wissen&quot;, sagte Frau Brockhagen und auf einmal hatte sie es sehr eilig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine komische Sache, das alles.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich hatte mir eingebildet, ich könne jetzt einfach zu der Villa fahren und träfe dort auf Natalie, die dann auch mal einen Blick in unseren Katalog wirft und als trauernde Witwe die eine oder andere persönliche Entscheidung bezüglich der Trauerfeierlichkeiten treffen würde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy wollte mich unbedingt zu Natalie begleiten und ich hatte nichts dagegen.&lt;br /&gt;
Die Amerikanerin plapperte die ganze Zeit ganz aufgeregt und erörterte alle Aspekte des für sie sehr aufregenden Kriminalfalls. Man kann sich ja vorstellen, daß jedes auch noch so kleine Detail inzwischen hundertfach von meinen Mitarbeitern durchgesprochen worden war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich unterbrach den Redefluss der Langbeinigen und stellte klar, daß es das Beste sei, Sandy würde ausnahmsweise mal weitestgehend die Klappe halten, wenn wir bei Natalie einträfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch es kam anders.&lt;br /&gt;
Als wir geklingelt und das Tor passiert hatten, kam uns oben auf der Treppe eine in Schwarz gekleidete ältere Frau entgegen, die den Charme einer Knastaufseherin verbreitete und uns mit versteinertem Gesicht auf der Treppe abfertigen wollte.&lt;br /&gt;
Sie sei Frau von der Tratow und seit Jahren in Diensten der Familie Brockhagen und ihr obliege es nun, sich um die junge Witwe zu kümmern.&lt;br /&gt;
Alles was zu besprechen sei, solle man doch bitte mit dem alten Brockhagen besprechen oder notfalls auch mit ihr. Zu Natalie, das sagte sie mit absoluter Entschiedenheit, würde man uns keineswegs vorlassen, die arme Frau sei ja so von allem mitgenommen, daß unser Ansinnen, jetzt merkantilen Handel mit ihr zu treiben, eine Zumutung sei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Moment mal! Wir sind doch kleine fliegenden Händler, die jetzt in dieser sicher für die Witwe schwierigen Situation Teppiche oder Plastikdosen verkaufen wollen, sondern wir sind gekommen, um mit ihr über die ganz persönlichen Wünsche bezüglich der Trauerfeierlichkeiten zu sprechen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das können Sie nennen, wie Sie wollen, hier kommen Sie auf jeden Fall nicht rein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich würde es aber bevorzugen, wenn die junge Frau Brockhagen wenigstens eine kurze Minute Zeit hätte, um mich anzuhören. Dann kann sie selbst entscheiden, ob sie mit uns sprechen mag oder nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie mag nicht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach? Und das kann sie mir nicht selbst sagen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich möchte es aber von ihr selbst hören.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie mal, wollen Sie renitent sein?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich bin renitent!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;So was Unverschämtes ist mir ja noch nie untergekommen&quot;, protestierte die Knöchrige und wollte sich abwenden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie können da jetzt reingehen und meinetwegen auch die Tür zu machen. Ich bleibe einfach hier stehen. Ich geh auch nicht weg. Nicht bevor ich nicht wenigstens eine Minute mit Frau Brockhagen gesprochen habe.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie können hier stehen bleiben, so lange Sie wolle, ist mir doch egal.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wenn Sie darauf spekulieren, daß ich hier verhungere oder so, dann täuschen Sie sich. Schauen Sie mich an, bis ich verhungert bin, das dauert Monate!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Also, so was Freches!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy hatte Schwierigkeiten, ein Lachen zu unterdrücken und das brachte die Alte völlig aus dem Konzept: &quot;Jetzt lacht mich das junge Ding da auch noch aus, eine Frechheit, eine Unverschämtheit. Ich rufe jetzt die Polizei!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Päng, die Tür war zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy und ich schauten uns an, ich hob ratlos die Schultern und ließ sie langsam wieder sinken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und nu&#039;, Chef?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nun? Jetzt bleib&#039; ich hier stehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, jetzt, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch. Die hat nämlich nur &#039;ne große Klappe. Ich wette, daß Natalie weder weiß, daß wir da sind, noch daß die Frau ihr das sagen wird. Ich bezweife auch, daß sie die Polizei rufen wird. Die ganze Sache ist doch so krumm und schief, da stimmt&#039;s doch hinten und vorne nicht. DIE rufen nicht die Polizei, da bin ich mir ganz sicher.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sollte Recht behalten, es dauerte keine zehn Minuten, da öffnete Frau von der Tratow wieder die Tür, blieb neben der geöffneten Tür stehen und sagte mit einem Gesicht, das Blitze vom Himmel anziehen konnte: &quot;Bitte sehr!&quot; Dabei trat sie einen Schitt zurück, was eindeutig eine Aufforderung zum Betreten des Hauses war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir warteten im Wohnzimmer und nicht, aber auch gar nichts deutete darauf hin, daß dort vor gar nicht vielen Stunden noch Blut oder gar eine Leiche gewesen ist.&lt;br /&gt;
Es roch nach frischer Farbe und sogar der helle Teppichboden schien mir neu verlegt zu sein.&lt;br /&gt;
Da war aber jemand sehr schnell und sehr gründlich gewesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein paar Minuten später sah ich Natalie die Treppe herunter kommen, sie ging langsam und vorsichtig und schon von weitem sah ich, daß sie wie in Trance war. Sie trug ein knielanges schwarzes Kleid und dunkle Strümpfe, sowie schwarze Pumps.&lt;br /&gt;
&quot;Ja, bitte?&quot; sprach sie mich an und nichts in ihrem Gesicht deutete darauf hin, daß sie mich wieder erkannte.&lt;br /&gt;
&quot;Ja, äh, ich bin&#039;s&quot;, stammelte ich unbeholfen und wieder einmal merkte ich, daß die Nähe dieser außergewöhnlich schönen Frau mich schüchtern und verlegen machte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Bitte kommen Sie zur Sache!&quot; forderte Frau von der Tratow, die hinter Natalie stand und mit zusammengekniffenen Augen aufpasste.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, ich bin der Bestatter, der neulich nachts hier gewesen ist. Erinnern Sie sich nicht? Sie hatten uns angerufen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Angerufen? Ja, ich habe angerufen? Ein Bestatter?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, wegen Ihres Mannes, wegen Roland.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Roland? Der ist weg.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, ich weiß. Wir sind hier, um mit Ihnen über die Beerdigung zu sprechen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich will in mein Zimmer.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau von der Tratow schob Natalie beiseite und drückte sie in Richtung Treppe. &quot;Sie sehen doch, Frau Brockhagen kann jetzt nicht. Gehen Sie!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy und ich schauten uns an und wir waren ziemlich ratlos. Ich hatte mir das anders vorgestellt. Ich hatte erwartet, daß Natalie mich wieder erkannte und dann Frau von der Tratow einen strengen Blick zugeworfen hätte und wir dann wenigstens kurz einmal alles durchgesprochen hätten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber die junge Frau war ja vollkommen verblitzt, der hatte man was gespritzt oder eingeflösst, was sie wie eine Marionette wirken ließ.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich nickte Sandy zu und wir gingen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Chef&quot;, sagte Sandy im Auto zu mir: &quot;Das ist ja &#039;ne ganz komische Kiste, oder? Sie haben doch gesagt, der habe erschossen im Wohnzimmer gelegen und die Frau hat dann bei uns angerufen. Dann kommt die Polizei und es heißt auf einmal der habe sich selbst erschossen und Sie sagen, da sei aber gar kein Gewehr gewesen. &lt;br /&gt;
Hat die dann ihren Mann erschossen? Was soll das alles?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sandy, wenn ich das wüßte... wenn ich das wüßte...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am selben Abend sollte ich es aber noch erfahren.&lt;br /&gt;
Es war schon 21 Uhr als das Telefon klingelte: &quot;Hier ist Natalie Brockhagen, mir geht es jetzt besser. Wollen Sie noch vorbei kommen?&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 15 May 2012 08:42:00 +0200</pubDate>
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    <title>Von der Verwesung der Leichen. Nachtrag zum vorherigen Artikel</title>
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            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Von der Verwesung der Leichen, der erste Teil noch als Nachtrag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/a0c45njgzvo&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 14 May 2012 16:30:38 +0200</pubDate>
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    <title>Video: Krematorium u. Wachsleichen</title>
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            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Noch ein Beitrag über Wachsleichen und ein Krematorium:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;465&quot; height=&quot;266&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/Nf9zvxMhmgE&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 14 May 2012 16:27:38 +0200</pubDate>
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    <title>Video-Führung durch das Krematorium in Landau in der Pfalz</title>
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    &lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;450&quot; height=&quot;259&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/gTzjvfC2okc&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 14 May 2012 12:20:00 +0200</pubDate>
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    <title>Caroll Shelby ist tot</title>
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            <category>Celebrity</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Er schuf die legendäre Cobra: &lt;a href=&quot;http://www.shortnews.de/id/960096/Er-schuf-die-legendare-Cobra-Carroll-Shelby-ist-tot&quot;&gt;Carroll Shelby ist tot&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er erschuf die legendäre Cobra, und zudem prägte er über viele Jahre&lt;br /&gt;
nachhaltig die amerikanische Autoindustrie. Die Rede ist von Carroll Shelby.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;gemeldet von Henning&lt;/small&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 14 May 2012 09:42:03 +0200</pubDate>
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    <title>Die Fee der Nacht -4-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Die-Fee-der-Nacht-4/6572</link>
            <category>Menschen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die Leiche des Verstorbenen, oder sollte ich besser sagen des Ermordeten, lag einen halben Tag bei uns in der Kühlung, unverplombt, ein ganz normaler Polizeifall. Wir haben dafür extra eine Abteilung in der Kühlkammer und ganz genau genommen müßte der Staatsanwalt diese Kammer verplomben, damit auch ja keine Manipulationen an der Leiche vorgenommen werden können, bis wir sie dann ins rechtsmedizinische Institut fahren können.&lt;br /&gt;
Aber jetzt haben wir schon so viele Leichen im Auftrag der Polizei abgeholt und sind auch nur ein Glied in der Kette der Polizeiarbeit, da schert man sich nicht so um die Vorschriften, was sollten wir auch an den Leichen machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Irgendwann am nächsten Morgen kommt dann immer der Anruf, in dem uns mitgeteilt wird, in welches Institut der Verstorbene gebracht werden soll, wir erledigen das dann und der offizielle, staatlich bezahlte Teil ist damit für uns erledigt. Wir hoffen als Bestatter natürlich, daß die betroffenen Familien uns auch später den Auftrag zur Bestattung erteilen, aber da sitzt seit einiger Zeit die Pietät Eichenlaub dazwischen.&lt;br /&gt;
Die haben sich nämlich bei der letzten Ausschreibung dazwischen gedrängt und sind jetzt für die nächsten drei Jahre exklusiv für die Abholung und den Transport der Leichen von den Rechtsmedizinischen Insituten zuständig. Ja und dann? Dann &quot;sitzen die auf der Leiche&quot;, können bei den Angehörigen anrufen und mitteilen, daß der Verstorbene zur Bestattung freigegeben ist und dann darf man zweimal raten, wer meistens den Auftrag bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://vg09.met.vgwort.de/na/133d280c322a49498fd08c55f8d11a91&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das hat mich schon gewurmt, als ich gehört habe, daß die das jetzt machen. Ich war mir eigentlich sicher, das beste und günstigste Angebot abgegeben zu haben, ein Angebot, bei dem wir, wenn man es isoliert kaufmännisch betrachtet nichts verdient, ja eher sogar noch etwas drauflegt.&lt;br /&gt;
Aber immerhin garantieren die Polizeieinsätze bei Fundleichen, ungeklärten Todesursachen, Unfällen und Straftaten ein gewisses Grundrauschen bei der Beschäftigung meiner Leute, man ist im Gespräch und immer dabei und wenn man das Komplettpaket erledigt, also auch die Abholung VON der Rechtsmedizin, dann hat man die Aufträge so gut wie sicher.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tja, warum dieses Mal die Eichenlaubs da zum Zug gekommen sind... Ich kann es mir denken, habe da so meine Vermutung, aber wie das eben immer so ist mit solchen Vermutungen, man kann sie nicht so ohne weiteres belegen.&lt;br /&gt;
Die Pietät Eichenlaub hat sich irgendwie ganz komisch hier vom Markt zurückgezogen. Das Eichenlaub-Logo ist von den Schildern verschwunden, jedoch die für die Marke typische Farbe ist geblieben und auf einmal werden die Niederlassungen dieser bundesweit agierenden Kette wieder so geführt als seien es kleine Familienbetriebe.&lt;br /&gt;
Trotzdem: Unter der Haube werkelt da die große Kette und Sterbefälle werden da eben nicht von Mensch zu Mensch abgewickelt, sondern als Nummer und Zähler in der Konzernbilanz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von dem &quot;Inhaber&quot; der hiesigen Filiale wissen wir, daß er einen Bruder hat, der im Stadtrat sitzt und seit einiger Zeit seine Fühler in Richtung Landtag ausgestreckt hat. Da Polizei Landessache ist, hege ich den Verdacht, daß da irgendwie Einfluß genommen worden, wenn nicht sogar gemauschelt worden ist. Man weiß es nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieses Mal ist es also anders, der Verstorbene kann nicht länger bei uns bleiben, weil wir als Zeugen in den Fall verwickelt sind. Theoretisch hätten wir ja auch die Mörder sein können, immerhin sind wir von der Polizei direkt neben der beinahe noch warmen Leiche angetroffen worden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es hat mich nicht gerade mit Freude erfüllt, als der schmucklose graue Lieferwagen der Pietät Eichenlaub auf unseren Hof fuhr und die Leiche des Ermordeten bei uns abholte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni zuckte nur mit den Achseln: &quot;Kann man nix machen, war ja zu erwarten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich nickte und winkte ab: &quot;Der nächste Sterbefall ist schon gemeldet, es geht immer weiter.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Während die Eichenlaubs den Verstorbenen einluden, standen Manni und ich beisammen und sprachen noch einmal über die Fee der Nacht, wie wir Natalie insgeheim nannten.&lt;br /&gt;
In der Zeitung war weiter nichts zu lesen gewesen, in Radio und Fernsehen wurde gar nichts berichtet und selbst die Gemüsefrau, die sonst immer alles weiß, hatte keine Ahnung von der Geschichte.&lt;br /&gt;
Da bemühte sich also ganz offensichtlich jemand sehr erfolgreich darum, daß die Sache ganz klein gehalten wurde.&lt;br /&gt;
Ja, wir wußten ja nun, daß Natalie die Tochter eines Ministers war und vermuteten, daß das damit zusammen hängen könne. Doch damit lagen nur halb richtig. Aber das würden wir erst später merken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei der Polizei hatten wir übrigens noch unsere Fingerabdrücke abgeben müssen, damit die Spurensicherung eventuell am Tatort vorhandene Spuren mit unseren abgleichen kann.&lt;br /&gt;
Ich hatte mir immer vorgestellt, man bekäme da schwarze Farbe auf die Finger und Handfläche und müsse dann die Finger auf einem Blatt Papier abrollen.&lt;br /&gt;
Aber nein, auch das ging viel moderner, man legt seine Hand heutzutage nur noch auf eine Art Scanner und dann macht es Bssst und alles ist erledigt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber ernsthaft in Verdacht habe man uns nicht, winkte der Kripobeamte ab, ließ sich aber nun auch wirklich nicht die kleinste Kleinigkeit an Informationen aus der Nase ziehen.&lt;br /&gt;
Der war trocken wie ein altbackenes Brötchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da erlebst du also was, was sonst kaum einer erlebt, wirst in der Nacht also sozusagen beinahe Augenzeuge eines Mordes und dann stehst Du da und weißt nichts.&lt;br /&gt;
Merkwürdiges Gefühl.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das änderte sich schlagartig am späten Nachmittag dieses Tages, als Minister Brockhagen höchstpersönlich gemeinsam mit seiner Frau Mimi bei uns erschien.&lt;br /&gt;
Als ich sein Gesicht sah, wußte ich auch wieder, wer Minister Brockhagen war und konnte das alles wieder einordnen. Das war doch der, der vor Jahren mal alkoholisiert einen Unfall gebaut hatte und dann kurz darauf von allen Ämtern &quot;aus Altersgründen&quot; zurückgetreten war. &lt;br /&gt;
Die ganze Sache war damals dann im Sande verlaufen und nur einer Randnotiz in der Zeitung hatte man zwei Jahre später entnehmen können, daß der geschädigte andere Autofahrer 2.000 Euro Schmerzensgeld erhalten hatte.&lt;br /&gt;
Und so sortierte sich dann so einiges an diesem Nachmittag richtig ein.&lt;br /&gt;
Brockhagen war gekommen, weil Natalie ihm unsere Visitenkarte gegeben hatte, die ich in solchen Fällen immer übergebe. Natürlich tue ich das, in der Hoffnung auf einen Auftrag, aber selbstverständlich auch, damit die Leute wissen, wer da ihren Angehörigen jetzt abgeholt hat und wo er hin gebracht wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie sollen die Beerdigung von meinem Sohn machen&quot;, sagte er und damit klärte sich Irrtum Nummer eins. Natalie war nicht die Tochter des Ministers, sondern seine Schwiegertochter. Der Getötete war sein Sohn. Aha.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Irrtum Nummer zwei war, daß Brockhagen natürlich nicht mehr Minister war, sondern Präsident einer der Partei nahestehenden Gesellschaft, die nach einem berühmten Nachkriegspolitiker benannt war. Solche Organisationen, wo man verdiente aber unliebsam gewordene Politiker gut versorgt wegparken kann, gibt es ja bei jeder Partei. Nicht jeden Unbequemen kann man nach Brüssel schicken, am Ende stellen die da noch was an und kommen auf die noch viel unbequemere Idee und wollen da auch noch Politik machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und Irrtum Nummer drei ließ Manni und mich aufhorchen.&lt;br /&gt;
Brockhagen erzählte uns im Brustton der Überzeugung und ohne einen Zweifel oder Widerspruch zuzulassen, sein Sohn habe sich ja mit einem Flintenlaufgeschoss selbst getötet und das sei sehr bitter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun haben wir es ja bei Gewehren grob gesagt, mit zwei Sorten zu tun. Einmal die Büchsen und einmal die Flinten. Es gibt da noch Zwischendinger und Sonderformen, aber für das Folgende sind diese beiden Typen von Bedeutung.&lt;br /&gt;
Aus einer Büchse verschießt man in der Regel Metallmunition. Das Projektil, also das, was man als Kugel bezeichnet, sitzt auf einer Hülse aus Messing oder so, die mit dem Treibsprengstoff, dem Schießpulver, gefüllt ist. Schlägt der Hahn hinten auf den Hülsenboden, wird dort eine kleine Zündladung gezündet, die das Schießpulver zur Explosion bringt, wodurch das Projektil durch den Lauf nach vorne herausgeschossen wird. Langezogene, gedrehte Rillen im Lauf, die so genannten Züge, versetzen dabei das Projektil in Rotation um die Längsachse, was die Flugbahn stabilisiert und ein zielgenaueres Treffen ermöglicht.&lt;br /&gt;
So ähnlich funktionieren auch alle Pistolen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei der Flinte ist das anders. Die wird normalerweise mit wesentlich dickeren Schrotpatronen beladen. Nur der Bodenteil der Patrone mit der Zündladung ist aus Messing und der obere Teil ist eine Hülse aus Pappe oder Kunststoff und enthält die Schrotladung, meist Kügelchen aus Blei.&lt;br /&gt;
Je nach Sorte des Viechs, das man damit jagen will, nimmt man ganz feinen Hasenschrot oder Patronen mit ganz wenigen aber dicken &quot;Sauposten&quot;.&lt;br /&gt;
Will man aber nun mit der Schrotflinte auch mal einen Schuß, ähnlich wie mit der Büchse abgeben, kann man ein so genanntes Flintenlaufgeschoss nehmen. Da befindet sich dann in der Papphülse kein Schrot sondern ein einzelnes Projektil.&lt;br /&gt;
So supergenau kann man damit nicht zielen und die Reichweite der Flinte liegt dann auch nur noch bei etwa 50 Metern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Warum erzähle ich das?&lt;br /&gt;
Weil ich einerseits viele Jahre selbst geschossen habe, nein, nicht auf Tiere, obwohl ich auch schon mal auf der Jagd war, und auch schon viele Leichen gesehen habe, die von Schrotflinten getroffen worden waren.&lt;br /&gt;
Das was ich da an diesem Abend in der Villa gesehen habe, war die Schußwirkung einer Schrotflinte, die mit kleinen bis mittleren Schrotkugeln geladen war. Wird eine solche Ladung aus nächster Nähe verschossen, können sich die vielen kleinen Kugeln während des Flugs nicht voneinander entfernen und auffächern, sondern bleiben dicht beisammen und erzeugen genau das Bild, das ich gesehen habe. Mit einfachen, fast brutal klingenden Worten gesagt, von unten oder von der Seite aus der Nähe auf ein Gesicht abgefeuert, &quot;fransen die einem das Gesicht weg&quot;, genau so wie ich es bei dem Toten gesehen hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wäre da ein Flintenlaufgeschoss, also ein daumendickes Stück Blei, zum Einsatz gekommen, wäre der Kopf, tja, wie soll man es sagen, explodiert. Eintritts- und Austrittsloch wären so groß und die kinetische Energie dieser &quot;Kugeln&quot; ist so heftig, da bleibt bei einer so kurzen Distanz nicht viel übrig...&lt;br /&gt;
Es ist ja so: Nimmt man ein Gewehr für eine Selbsttötung, so kommt fast nur der aufgesetzte Schuss in Frage. Eine Pistole könnte man ja, je nach Armlänge noch ein Stück weghalten, aber bei der Länge eines Gewehres muss man ja auch noch irgendwie an den Abzug kommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das sind alles so Überlegungen, die mir, während ich das Ehepaar Brockhagen in eines unserer Beratungszimmer führte, durch den Kopf schossen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni, der dabei war, und ich schauten uns an und während Sandy das Ehepaar mit Kaffee und Mineralwasser versorgte, zupfte er mich am Ärmel und sprach das aus, was ich die ganze Zeit gedacht hatte: &quot;Chef, da stimmt doch was nicht.&quot;&lt;br /&gt;
Ich nickte und sagte: &quot;Manni, das ist &#039;ne ganz krumme Sache. Jetzt mal ehrlich, hast Du da in dem Wohnzimmer irgendwo eine Schrotflinte gesehen?&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 14 May 2012 08:21:19 +0200</pubDate>
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    <title>Donald &quot;Duck&quot; Dunn ist gestorben</title>
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            <category>Celebrity</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Donald &quot;Duck&quot; Dunn ist gestorben. Das war der pfeiferauchende&lt;br /&gt;
langhaarige Bassist der Blues Brothers.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://ultimateclassicrock.com/legendary-bassist-donald-duck-dunn-passes-away-at-age-70/&quot;&gt;http://ultimateclassicrock.com/...donald-duck-dunn/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;gemeldet von Ulf&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 13 May 2012 17:11:02 +0200</pubDate>
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    <title>Sorry!</title>
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            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Mit Tampons habe ich ja nicht so viel am Hut, aber die Firma OB hat sich da was einfallen lassen, wie man sich bei jemandem musikalisch entschuldigen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einfach folgenden Link anklicken und dann bei der Eingabeaufforderung den Vornamen der Person eintippen, bei der man sich entschuldigen möchte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danach dauert es rund 30 Sekunden bis etwas passiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich find&#039;s schön.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.obtampons.com/apology&quot;&gt;http://www.obtampons.com/apology&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;Nein, ich krieg da kein Geld für.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 13 May 2012 11:32:57 +0200</pubDate>
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    <title>Katze einkreisen</title>
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            <category>bunt gemischt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Sieht einfach aus, hört sich einfach an, aber probiert es mal selbst!&lt;br /&gt;
Auf das Bild klicken, dann geht eine neue Seite mit dem Spiel auf.&lt;br /&gt;
Ziel ist es, die kleine Katze mit dunklen Punkten so einzukreisen, daß sie nicht weglaufen kann.&lt;br /&gt;
Einfach klicken!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Viel Spaß!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://www.gamedesign.jp/flash/chatnoir/chatnoir.swf&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1028 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;350&quot; height=&quot;286&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/catchthecat.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 13 May 2012 09:20:30 +0200</pubDate>
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    <title>Ausbildung Krematorium</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Ausbildung-Krematorium/6567</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo,&lt;p&gt;mein Name ist K. und ich bin auf euren Blog hier gestoßen und habe schon sehr viel interessantes gefunden. Wollte aber dennoch nochmal genau nachfragen (vlt habe ich es einfahc nicht gefunden oder nur Überlesen) was für Vorraussetzungen man braucht um im Krematorium zu Arbeiten bzw wie überhaupt die genaue Berufsbezeichnung ist?&lt;br /&gt;
Ist das nur ein Teil vom Bestatter sein, ist das was eigenes oder wie genau ist das unterteilt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Würde mcih sehr über eine Antwort freuen.&lt;br /&gt;
mfg&lt;br /&gt;
K.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Prinzip braucht man keine besondere Ausbildung, um in einem Krematorium arbeiten zu können. Die meisten Arbeiter dort sind allerdings Handwerker (Schlosser, Mechaniker, Werkzeugmacher etc.).&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an den Betrieb einer so komplexen Ofenanlage sind aber mit den Jahren gewachsen und deshalb gibt es inzwischen das Berufsbild des Krematoriumtechnikers.&lt;br /&gt;
Nach diesem Begriff kannst Du googeln.&lt;br /&gt;
In manchen Krematorien werden auf Industriekaufleute in Feuerbestattungsanlagen ausgebildet.&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite hier gibt es Hinweise dazu: &lt;a href=&quot;http://www.fbcuxhaven.de/fbcuxhaven/soziales/bildung.html&quot; title=&quot;Ausbildung Krematorium&quot;&gt;http://www.fbcuxhaven.de/fbcuxhaven/soziales/bildung.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Da kann man sich mal erkundigen, auch wenn man nicht aus Cuxhaven ist.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 13 May 2012 09:16:29 +0200</pubDate>
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    <title>Die Fee der Nacht -3-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Die-Fee-der-Nacht-3/6566</link>
            <category>Menschen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Manni und ich halte es erstaunlich lange aus, die Geschichte immer wieder zu erzählen. Natürlich bleibt es nicht aus, daß wir das Ganze noch etwas dramatischer erzählen und die ohnehin etwas unheimliche Stimmung in der Villa noch etwas spannender schildern.&lt;br /&gt;
Sandy will es alles ganz genau wissen und Antonia besteht natürlich darauf, daß wir die ganze Geschichte auch ihr noch einmal exklusiv erzählen.&lt;br /&gt;
Wir sind aufgekratzt, bei der Müdigkeit längst über den toten Punkt hinweg und der viele Kaffee macht uns hibbelig und geschwätzig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber eins tun wir nicht, wir erfinden nichts dazu und könnten eigentlich die ganze Geschichte in nur einem einzigen Satz wiedergeben:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir wurden nachts zu einem Sterbefall gerufen, dort von der dünn bekleideten Dame des Hauses eingelassen und fanden dann im Wohnzimmer eine blutige Leiche vor.&quot; Punkt. Irgendwann kommt dann doch der Zeitpunkt, an dem ich es merke, wie hinter der Stirn dieser seltsame Kopfschmerz aufsteigt, der mir immer signalisiert, daß ich viel zu lange wach bin.&lt;br /&gt;
Komisch, früher bin ich morgens um 3 mit Kommilitonen in der Kneipe gestanden, hatte mich schon mit dem Gürtel am Tresen festgeschnallt, bin dann noch Zeitungen austragen gegangen und saß um 8.30 Uhr in der Uni. Einmal länger ausschlafen und alles war wieder im Lot.&lt;br /&gt;
Und heute? Da ist man kaum mal 40 oder 50 und bleibt nur eine Nacht mal länger auf und schon hängt einem das &#039;ne ganze Woche nach.&lt;br /&gt;
Ich will nicht jammern, man wird halt älter und das hat auch viel Schönes. &lt;br /&gt;
Das Schlimmste allerdings am Alter ist es, daß man sich selbst retrospektiv mit Fremdschämen über sich selbst betrachtet, finde ich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Kopfschmerz drückt mir von innen fast die Augen zu, auch Manni guckt aus der Wäsche wie ein Molch oder Maulwurf, ganz kleine, rote Augen, es steht fest, wir müssen ins Bett!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich liege nicht lange wach, falle gleich in einen tiefen aber unruhigen Schlaf und träume wovon? Natürlich von der schönen Frau im beinahe durchsichtigen Nachthemd. Es ist kein erotischer Traum, ich sehe sie mit einer Schrotflinte in der Hand, wie sie diesen Mann im Overall erschießt. Immer wieder die gleiche Szene.&lt;br /&gt;
Als ich aufwache, empfinde ich es drückend heiß im Schlafzimmer und bin naßgeschwitzt.&lt;br /&gt;
Es ist erst früher Abend und meine Frau schaut im Wohnzimmer einen Tatort-Krimi. &quot;Nee, lass mal&quot;, lehne ich ihre Aufforderung doch mitzugucken ab: &quot;Ich hatte heute genug Tatort.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In den Regionalnachrichten finde ich nichts über den Fall, auch das Internet gibt noch nichts her.&lt;br /&gt;
Manni ruft an und wir unterhalten uns nochmals vorwärts und rückwärts über den Fall.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erst am anderen Morgen finde ich eine kleine Notiz in der Zeitung.&lt;br /&gt;
Eine klitzekleine Notiz zwischen der Blumenschau der Gärtnersfrauen und einem entlaufenen Hängebauchschwein.&lt;br /&gt;
In der Südstadt habe es einen kriminalpolizeilichen Einsatz gegeben. Ein Mann sei ums Leben gekommen, die Polizei untersuche derzeit, ob es sich um einen Suizid oder eine Beziehungstat gehandelt habe.&lt;br /&gt;
Fertig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Normalerweise macht unsere Tageszeitung recht groß mit solchen Meldungen auf.&lt;br /&gt;
Gut, Suizid kommt neuerdings gar nicht mehr vor, aber dann schreiben sie etwas verbrämt von &quot;noch zu klärender Todesursache&quot;.&lt;br /&gt;
Aber das da nur so ein Zweizeiler erscheint? Merkwürdig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Nachmittag ruft dann ein Polizeiobermeister an und bestellt Manni und mich zu einer weiteren Vernehmung in die örtliche Polizeiwache. Ich sage erst mal zu, überlege es mir dann aber anders und rufe beim Staatsanwalt an, denn ich habe keine Lust auf diese Polizisten hier vor Ort, die dem Bürger mit so einer merkwürdigen Mischung aus abgebrühter Gleichgültigkeit und arrogantem Obrigkeitsverhalten begegnen.&lt;br /&gt;
Nein, das sei doch kein Problem, ich könne auch direkt ins Präsidium kommen und mit Manni bei der Kripo aussagen, es sei ja eh nur eine Formsache, wegen der Unterschriften und so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Präsidium werden  wir durch ewig lange Gänge bis zu einem Büro aus der Kaiserzeit geführt, wo sich einer der Kripobeamten vom Vorabend durch einen unglaublichen Stapel roter Aktendeckel arbeitet.&lt;br /&gt;
Mit polizeitypischem Zweifingersuchsystem tippt er erst Mannis und dann meine Aussage in den Computer und muss dann den Ausdruck sechs Zimmer weiter abholen.&lt;br /&gt;
Das Ganze ist eine höchst langweilige Veranstaltung, aber es ist ein Nebensatz, der mich aufhorchen lässt.&lt;br /&gt;
Natalie Brockmann, so heißt sie mit vollständigem Namen, sei die Tochter eines Landesministers und der Tote sei ihr Mann, ein Innenarchitekt, namens Roland Brockmann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Tochter eines Ministers! Na, kein Wunder, daß die das auf kleiner Flamme kochen, bloß kein Skandal!&lt;img src=&quot;http://vg09.met.vgwort.de/na/428c40684267462498937e635fbacc66&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 13 May 2012 09:11:00 +0200</pubDate>
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    <title>Die Fee der Nacht -2-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Die-Fee-der-Nacht-2/6564</link>
            <category>Menschen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Manni gibt mir einen Stumper und obwohl ich mir eben noch vorkam, als würde ich immer noch von tanzenden Karotten, Nachtfeen und weißen Zimmern träumen, bin ich in der nächsten Sekunde hellwach und bekomme schlagartig eine Gänsehaut.&lt;br /&gt;
Manni will unwillkürlich einen Schritt in Richtung des Toten gehen, doch ich halte ihn zurück.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie, wie sich die Frau am Telefon genannt hatte, steht an den Türrahmen gelehnt und reibt mit ihrem nackten linken Fuß an ihrem rechten Schienbein.&lt;br /&gt;
Sie hat einen Finger an die roten Lippen gelegt und dann deutet sie mit diesem Finger auf den Toten: &quot;Da liegt er.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie, da liegt er? Und jetzt? Äh, wie jetzt?...&quot;&lt;br /&gt;
Ich kann nicht anders als stammeln und bekomme meine Gedanken nicht sortiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni zieht das Handy aus der Jackentasche und will eine Nummer eintippen, ich nehme an, daß er die Polizei rufen will.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nicht!&quot; haucht Natalie: &quot;Bitte nicht!&quot;&lt;br /&gt;
 Moment mal, erlebe ich das wirklich? In meinem Kopf ist alles wie in Watte gepackt. Normalerweise bin ich ein Mann schneller Entscheidungen und kann besonders in außergewöhnlichen Situationen sehr gut und glasklar denken. Aber jetzt will mir das nicht gelingen.&lt;br /&gt;
Müdigkeit, Schock, Koffeinmangel...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie kommt der da hin?&quot; ist noch das Intelligenteste, das mir in diesem Moment einfällt und Natalie atmet tief ein, will etwas sagen und wir beide schauen sie erwartungsvoll an. Ich sehe, wie Mannis Lippen zittern. Er wartet auf ihre Antwort.&lt;br /&gt;
Manni gehört zu den Menschen, die wenn sie sehr konzentriert zuhören, das vom Gesprächspartner Gesagte mit den eigenen Lippen stumm nachformen. Jetzt beben die Lippen und wollen Natalies Worte mitsprechen, doch die tut uns den Gefallen nicht, sondern verdreht die Augen, sodaß man das Weiße sehen kann und rutscht am Türrahmen entlang auf den Boden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach, du Scheiße!&quot; entfährt es mir und Manni springt zu Natalie, legt sie vorsichtig auf die Seite und ich will nun meinerseits mit meinem Handy am liebsten gleichzeitig die Polizei, die Feuerwehr, den Rettungswagen und die Bundeswehr anrufen. Egal wen, irgendwen, Hauptsache da kommt jemand und nimmt uns raus aus der Nummer, erklärt uns was das alles hier ist und nimmt endlich diese Watte aus meinem Kopf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir haben ständig mit Toten zu tun, die Leiche an sich ist uns nichts Fremdes, auch nicht wenn sie mal ein Loch im Kopf hat und auch nicht, wenn sie sich dieses Loch selbst beigebracht hat oder von jemand anders gelocht wurde... Aber bitteschön, dann stehen immer zwei Uniformierte dabei oder jemand von der Kripo und wir bekommen einen Zettel.&lt;br /&gt;
Aber hier ist nur die schlaffe Natalie und die macht keinerlei Anstalten, uns irgendwie weiter zu helfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also, was zuerst? Krankenwagen, ja sicher, Krankenwagen und Arzt, der jungen Frau ist ja noch zu helfen und der Typ der in seinem Overall vor dem Kamin in einer Blutlache liegt, der ist auch nachher noch tot.&lt;br /&gt;
Wie tot?&lt;br /&gt;
&quot;Sollte nicht einer von uns mal nachgucken, ob der wirklich tot ist?&quot; frage ich Manni zögerlich und der deutet bloß auf einen matschig grau-roten Fleck rechts an der Wand und sagt: &quot;DER ist tot!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, oder?&quot; sage ich: &quot;Ist das das, wofür ich es halte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm, ja, ich denke schon, das dürfte sein Gehirn sein oder so. Auf jeden Fall irgend was, was vorher in &#039;nem Menschen drin war. Oder noch besser: Egal was es ist, jedenfalls sollte es in dem Mann da drin sein und nicht da an der Wand.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie begann leise zu stöhnen und schlug die Augen auf. &quot;Wer sind Sie?&quot; fragte sie und blickte sich verwirrt um. &quot;Was machen Sie in meinem Haus?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ganz ruhig&quot;, sagte Manni und schaute mich verwundert an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wo ist Roland?&quot; fragte Natalie und wollte sich aufsetzen, dann wich der verwirrte Ausdruck in ihren Augen wilder Panik und sie fing an zu schreien: &quot;Hilfe! Hilfe! Polizei!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, was jetzt? Offensichtlich war die Frau vollkommen durcheinander und obwohl Manni und ich verheiratet sind und somit im Umgang mit schwierigen &quot;Patienten&quot; sehr geübt sein dürften, fangen unsere Frauen wenigstens nicht an, plötzlich um Hilfe oder nach der Polizei zu rufen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was machen wir denn jetzt?&quot; fragte Manni.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Keine Ahnung. Wir können der ja keine runterhauen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, das funktioniert sowieso nur im Fernsehen, in der Wirklichkeit kriegt man dann ne Anzeige.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie hatte die Augen wieder geschlossen und atmete stoßweise.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jetzt ist Schluss&quot;, sagte ich und wählte auf dem Handy die Nummer des Notrufs.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn man nun meint, nach der Mitteilung, man habe eine Leiche gefunden, komme die Polizei mit viel Tatütata und sei nach zehn Sekunden am Tatort, dann hat man zu viel Krimis geguckt.&lt;br /&gt;
Wie ich denn heiße, ob ich das mal buchstabieren könne, ob man das mit A oder mit Q schreibe, in welcher Beziehung ich denn zu dem Opfer stehe, ob wir denn schon einen Arzt gerufen hätten, ja woher wir denn dann wüßten, daß der tot sei, ob wir was mit der Tat zu tun hätten und ob eventuell noch ein Einbrecher in der Nähe sei, man komme dann...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einbrecher! Das Stichwort des Abends!&lt;br /&gt;
Daran hatten Manni und ich ja überhaupt noch nicht gedacht. Wie doof sind wir eigentlich? Da kommen wir mitten in der Nacht in ein Haus, eine leichtbekleidete und verwirrte Frau öffnet uns und wir finden eine blutüberströmte Leiche. Und auf die Idee, daß der Mörder vielleicht noch im Haus ist, ja vielleicht im Zimmer nebenan hinter der Tür stehen könnte, auf die kommen wir nicht...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Inzwischen habe ich den Popelinemantel zusammengerollt und unter Natalies Kopf gelegt. Die Frau wirkt als schlafe sie und träume etwas Schlechtes. Ihr Kopf rollt auf dem provisorischen Mantelkissen hin und her und sie brabbelt unverständliches Zeug.&lt;br /&gt;
Manni hat ihr die Füße hochgelegt, indem er einen Hocker untergeschoben hat.&lt;br /&gt;
Das soll beim Schock helfen. Ich habe mal irgendwo gelesen, das sei gar nicht das A und O bei einem Schock, aber wir können der Frau ja jetzt keine Magensonde legen oder eine Gehirn-OP machen, und da tut man halt irgendwas, von dem man glaubt es könne helfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Während wir auf die Polizei warten und Manni sich um die junge Frau kümmert, gehe ich mal vorsichtig zu der Leiche hinüber und umrunde den Körper. Ja, Manni hat Recht, von der anderen Seite bietet sich ein grauenvoller Anblick. Während es von hinten so aussieht, als sei der Mann völlig intakt und man nicht erkennen konnte, woher das viele Blut kommt, sieht man von vorne, daß ihm oberhalb des Kinns der gesamte vordere Schädel fehl.&lt;br /&gt;
Scheußlich!&lt;br /&gt;
Mir steigt der Mageninhalt hoch, ich kann so etwas nicht gut sehen. Wenn an mir herumoperiert wird, will ich meistens nicht einmal eine Betäubung und kann das auch gut sehen. Wenn aber schon im Fernsehen gezeigt wird, wie jemandem was raus- oder abgeschnitten wird, bekomme ich ein ganz komisches Druckgefühl und zwar an einer ganz komischen Körperstelle, nämlich tief unten im Schritt, so kurz vor dem Steißbein. Klingt das komisch? Soll es aber nicht, denn es ist wirklich so und ich kenne noch ein paar Leute, bei denen das auch so ist. Vielleicht gibt es da einen medizinischen Grund dafür?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mir geht viel durch den Kopf und ich wende mich von dem Toten ab. Jedenfalls steht jetzt eindeutig fest, daß der Mann wirklich tot, aber sowas von tot...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gehen Sie sofort von der Frau weg!&quot; ruft eine Stimme von der Tür und ich sehe zwei Polizisten in ihren komischen blauen Uniformen, die sie aussehen läßt wie Rohreiniger oder Schädlingsbekämpfer.&lt;br /&gt;
Der eine hat seine Hand auf dem Holster mit der Pistole ruhen und mit der anderen bedeutet er Manni, sich zu erheben und von Natalie zurückzutreten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie da!&quot; spricht mich der andere Polizist an: &quot;Sie gehen mal ganz schön da rüber und zeigen Sie bitte dabei ihre Hände!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Klar, die tun auch nur ihren Job und wer weiß, was denen über Funk durchgesagt worden ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich rufe dem Beamten zu, daß wir die Bestatter seien und hierher gerufen worden sind. Wir hätten mit der Sache nichts zu tun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der andere Beamte sagt zu seinem Kollegen was, so in der Art, er habe doch draußen auch den Leichenwagen gesehen und so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man guckt sich unsere Ausweise an, es kommen noch mehr Uniformierte, zehn Minuten später wimmelt es von Polizei, Rettungskräften und wichtigen Zivilisten.&lt;br /&gt;
Wir werden nach draußen gebracht und müssen in einem VW-Bus warten.&lt;br /&gt;
Ein dicker Beamter, der noch eine alte grün-beige Uniform trägt, &quot;bewacht&quot; uns und löst dabei ein Kreuzworträtsel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natalie wird auf einer Trage herausgebracht, ein Polizist hält eine Infusionsflasche hoch und dann wird die Frau in einen großen rotweißen Krankenwagen verladen.&lt;br /&gt;
Endlich ein bekanntes Gesicht. Staatsanwalt Dr. Knippelkamp steigt aus einem dunklen BMW und ich klopfe mit meinem Ring an die Scheibe des VW-Busses um seine Aufmerksamkeit auf uns zu lenken.&lt;br /&gt;
Er lächelt als er mich erkennt, kommt herbei und plichtwieselnd öffnet der Bewachungspolizist die Schiebetür vom Bus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was machen Sie denn hier?&quot; begrüßt mich der Staatsanwalt und reicht mir die Hand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich kenne ihn von unzähligen Sterbefällen, die wir im Auftrag der Staatsanwaltschaft überführt haben und bei denen ich von ihm immer die Freigabepapiere holen musste.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schnell klärt es sich, daß wir keine Mörderbuben sind und auf einmal behauptet jeder, man habe uns auch nicht dafür gehalten, sondern erst mal aus dem Weg geschafft und habe uns dann später &quot;zur Sache einvernehmen&quot; wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nee, nee, die können gehen&quot;, sagt der Staatsanwalt mit einem Kopfnicken in unsere Richtung zu einem der älteren Kriminalbeamten. Der aber will jetzt erst noch alles ganz genau wissen und Manni und ich sind froh, daß wir die ganze Geschichte mal jemandem erzählen können.&lt;br /&gt;
Und obwohl wir gar nichts wissen und außer dem Einlassen ins Haus und dem Ohnmachtsanfall nichts mitbekommen haben, dauert dieses &quot;Einvernehmen zur Sache in Form einer ersten Befragung&quot; über eine Stunde.&lt;br /&gt;
Endlich sind wir fertig, kriegen unsere Ausweise wieder zurück und wollen gehen, da ruft uns der Kripo-Beamte hinterher: &quot;Wo wollen Sie denn jetzt hin?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir?&quot; frage ich verwundert: &quot;Nach Hause natürlich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nix da, Ihr müßt doch noch die Leiche mitnehmen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber wir sind doch diese Woche gar nicht dran mit den Polizeiabholungen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Mir doch egal, wo Ihr doch schon mal da seid...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht eine Sekunde haben Manni und ich in dieser Nacht noch geschlafen. Wir sitzen noch aufgeregt und mit roten Augen im Büro, als Frau Büser zum Dienst erscheint.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was habt Ihr denn gemacht? Habt Ihr durchgefeiert?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das, Frau Büser, das glauben Sie uns nicht!&quot; sage ich.&lt;img src=&quot;http://vg09.met.vgwort.de/na/ffab680376144ef7965b87d39f9fc174&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 12 May 2012 13:33:00 +0200</pubDate>
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    <title>Der Schauspieler Günther Kaufmann starb im Alter von 64 Jahren</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Der-Schauspieler-Guenther-Kaufmann-starb-im-Alter-von-64-Jahren/6565</link>
            <category>Celebrity</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Der Schauspieler Günther Kaufmann starb im Alter von 64 Jahren:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.bild.de/unterhaltung/leute/guenther-kaufmann/ist-tot-24101794.bild.html&quot;&gt;http://www.bild.de/unterhaltung/leute/guenther-kaufmann/ist-tot-24101794.bild.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 11 May 2012 22:37:41 +0200</pubDate>
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    <title>Die Fee der Nacht -1-</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Die-Fee-der-Nacht-1/6563</link>
            <category>Menschen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Es ist mitten in der Nacht und es war ein sehr anstrengender Tag. Stundenlang hatte ich mit dem Steuerberater über den Unterlagen gesessen und als es Mittag war, blieb keine Zeit zum Essen, denn eine Familie rief an und wollte umgehend bei sich zu Hause beraten werden.&lt;br /&gt;
Zweieinhalb Stunden später klingelte während der Fahrt das Handy, wieder ein Sterbefall, am ganz anderen Ende des Bezirks.&lt;br /&gt;
Gegen Abend war ich dann noch auf dem Südfriedhof und begleitete eine Familie bei der Abschiednahme.&lt;br /&gt;
Kaum wieder in der Firma rief mich Manni runter in die Technikräume, er kam nicht zu Potte und brauchte Unterstützung.&lt;br /&gt;
Todmüde bin ich um 23.30 Uhr ins Bett gefallen. Müde aber zufrieden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anderthalb Stunden später klingelt das Telefon.&lt;br /&gt;
 Normalerweise würde man ja grunzen oder knurren, aber man ist Bestatter und da hat man -auch wenn man aus dem tiefsten Schlaf gerissen wird- sofort wieder im Kopf, daß es wahrscheinlich eine Familie ist, die einen Sterbefall melden möchte.&lt;br /&gt;
Ich krieg die Augen gar nicht auf, als ich nach dem Hörer taste, versuche artikuliert zu klingen und scheuche die tanzenden Mohrrüben weg, die aus irgendeinem Zipfel meines Gehirns noch träumend in meine Realität schwappen. Oder waren es Elefantenrüssel?&lt;br /&gt;
&quot;Wer ist da?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich muss sonst nie nachfragen, aber die Frau am anderen Ende ist so leise.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie heißt Natalie, sagt sie und wir sollen doch bitte mal kommen, ihr Mann sei gestorben.&lt;br /&gt;
Ich notiere die Adresse und den Namen und lege auf.&lt;br /&gt;
Scheiße!&lt;br /&gt;
Ich habe vergessen, zu fragen, ob der Arzt schon da gewesen ist. Ohne die Papiere vom Arzt können wir den Toten gar nicht holen.&lt;br /&gt;
Also nochmal da anrufen...&lt;br /&gt;
...geht nicht, im Telefondisplay steht nur &quot;unterdrückte Rufnummer&quot;.&lt;br /&gt;
Mist!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://vg09.met.vgwort.de/na/d20cf2e9464540239fc42dc5d5b530d5&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;br /&gt;
Na ja, der wird schon da gewesen sein, der Arzt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manni anrufen. Der ist genau so drauf wie ich, schmatzt nur irgendwas ins Telefon und legt auf.&lt;br /&gt;
Ich brauche mir keine weiteren Gedanken machen, der ist zuverlässig und außerdem sind wir Männer, da reicht ein Schmatzen oder ein Am-Po-Kratzen zur Kommunikation völlig aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Bad vor dem Spiegel erschrecke ich. Meine Güte, ich sehe aus, als hätte ich drei Nächte mit zwölf babylonischen Huren durchgesoffen. &lt;br /&gt;
Rasieren muss sein, ich bin zwar nicht der Barbarossa unter den Bartwüchsigen, aber es sieht trotzdem verboten aus. Drei bis zwölf Liter Wasser später und nach kräftigem Zähneputzen schütte ich mir aus Versehen das Parfüm meiner Frau über, stinke zwar jetzt wirklich nach den Babylon-Huren, sehe aber wieder aus wie jemand den ich kenne.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von unten höre ich das elektrische Rolltor. Manni ist schon da und fährt runter in die Tiefgarage um den Bestattungswagen hochzufahren.&lt;br /&gt;
Mit zwei Tassen Schnellkaffee steige ich vor dem Haus zu, prömpele die Edelstahltassen in die Tassenhalter und ziehe den Zettel mit dem Namen und der Anschrift zwischen den Zähnen hervor und klemme ihn ans Armaturenbrett.&lt;br /&gt;
Ich will die Adresse ins Navi eintippen, doch Manni macht nur &quot;Mmmpfbrr&quot;. Ich nicke, ich habe ihn verstanden. Mmmpfbrr bedeutet um diese Zeit: &quot;Lassen Sie das, Chef. Ich kenne die Strecke auch so, da brauche ich kein Navi.&quot;&lt;br /&gt;
Ich sage es ja, Grunzen und Kratzen reicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Steinweg ist eine der Adressen, wo man schon aus Ehrfurcht vor den alten und großen Villen leiser spricht. Die Mauern und blickdichten Hecken, die erstklassig gepflegten Grundstücke und die großen Villen verströmen den Duft von altem Geld, Reichtum und gehobenem Lebensstandard.&lt;br /&gt;
Es stehen keine Autos auf der Straße, hier hat man für seine Jaguars Garagen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nummer 7 ist eine weiße, dreigeschossige Villa mit vielen Erkern und Türmchen. Über hundert Jahre alt und doch in jedem Detail erkennbar hochmodern ausgestattet.&lt;br /&gt;
Das sieht man schon am Tor und an den Lampen und der Videosprechanlage aus Edelstahl.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir klingeln, es klickt und knackt nur in der Sprechanlage aber es spricht niemand. Um das Kameraauge herum leuchtet es kaum sichtbar schwachrot auf, dann summt es und das Tor geht elektrisch auf. Ich wollte auch schon immer so ein Tor vor meinem Grundstück.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Weg zum Haus ist lang und gewunden, überall von niedrigen Edelstahllampen beleuchtet und er führt uns an drei großen Doppelgaragen vorbei zum Eingang.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und da steht sie, eine echte Fee der Nacht.&lt;br /&gt;
Groß, schlank, blond und nur bekleidet mit einem Hauch von einem weißen Nachthemd.&lt;br /&gt;
Das Licht beleuchtet die Frau von unten und Manni und ich werden ganz verlegen, wir können deutlich ihren Körper sehen, nur für einen Moment, einen -man möge es mir verzeihen- viel zu kurzen Moment, dann ist die Frau verschwunden und als wir die Treppe emporgestiegen sind und in den großen Flur des Hauses eintreten, hat die Fee sich einen hellbraunen Popeline-Mantel umgehängt. &quot;Mir ist so kalt&quot;, sagt sie und nur mit einer angedeuteten Handbewegung bedeutet sie uns den Weg ins Wohnzimmer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Wohnzimmer hat den Charme eines Tiefkühllagers.&lt;br /&gt;
Ein riesengroßer, weißer, fast leerer Raum, nur ganz wenige, aber erkennbar teure, Designermöbel, ein offener Kamin, in dem kein Feuer brennt und, was viel wichtiger ist...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;...vor dem Kamin liegt ein toter Mann in einer Blutlache.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 11 May 2012 12:04:19 +0200</pubDate>
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    <title>Vidal Sassoon verstorben</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Vidal-Sassoon-verstorben/6562</link>
            <category>Celebrity</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;A celebrity death?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;HAIRSTYLING PIONEER VIDAL SASSOON DIES AT 84 IN LA&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://deathbeeper.com/6593481.html&quot;&gt;http://deathbeeper.com/6593481.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 09 May 2012 22:21:41 +0200</pubDate>
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    <title>Deutsche sind im Bett experimentierfreudig</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Deutsche-sind-im-Bett-experimentierfreudig/6561</link>
            <category>PR Reklame Werbung</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mal so zwischendurch zum Geldverdienen:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also, es geht um Stellungen beim Sex. Man höre und staune. Ein Thema, das sonst nun Männer untereinander oder Frauen untereinander diskutieren, das aber beim gemeinsamen Grillabend vermutlich sofort für betretenes Schweigen sorgt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun hat ja jeder irgendeine Stellung beim Sex, die er oder sie bevorzugt und wahrscheinlich hat auch jeder schon mal irgendwas anderes ausprobiert. Man hört ja da die tollsten Sachen und ich erinnere mich an einen Studienkollegen, der immer erzählte, er klettere mit einem Superman-Kostüm auf den Kleiderschrank und mache dann den &quot;Fliegenden&quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit fehlt die Phantasie, mir vorzustellen, was da im Einzelnen alles mit dieser Superman-Stellung verbunden ist. (Mir würde ja manchmal schon der Röntgenblick genügen.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und nun hatte ich mich mit einem anderen Blog und auch mit diesem Blog bei hallimash für verschiedene Produkttestkampagnen gemeldet, für die es immer ein paar Euro gibt.&lt;br /&gt;
Als ich jetzt, ausgerechnet in meiner Blogpause, den Zuschlag für den Artikel &quot;Sexstellungen&quot; bekam, freute ich mich. Ist ja mal was anderes.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als ich dann aber sah, daß das dann auch noch ausgerechnet für das Bestatterweblog sein soll, musste ich -bei aller momentanen Betrübtheit, die durch heftige Mailwechsel hinter den Kulissen noch genährt wird- dann doch etwas schmunzeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Es geht um diese Seite hier:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.joyclub.de/sex/stellungen.html&quot;&gt;http://www.joyclub.de/sex/stellungen.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dahinter verbirgt sich eine Online-Community namens JOYclub.de, also auf Deutsch Freudenverein.&lt;br /&gt;
Dort sollen die Leute sich über erotische Themen austauschen und auf stilvollem Niveau Erotik geniessen können.&lt;br /&gt;
Dafür bietet diese Plattform ein breites Spektrum an Möglichkeiten, hin vom Kennenlernen über das &quot;Daten&quot;, Geschichten erzählen und lesen, erotische Bilder und Veranstaltungen bis hin zu einem Forum.&lt;br /&gt;
Bis jetzt sollen es schon weit über 1,1 Mio. Mitglieder sein, die aus den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz stammen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dazu gibt es auch ein Video:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;465&quot; height=&quot;266&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/q_Su8F-Zujo&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Angeblich äußerten 60% der Befragten, daß sie Sex ohne Stellungswechsel langweilig finden.&lt;br /&gt;
Was die Leute im Einzelnen dazu zu sagen haben, kann man auf der Seite von &lt;a href=&quot;http://www.joyclub.de/sex/sex_lebt_von_mehreren_stellungen.html&quot;&gt;&quot;JoyClub&quot; nachlesen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich persönlich bin ja immer der Meinung, daß man nach einer gewissen Zeit des Zusammenseins herausgefunden hat, was gut funktioniert und was einem gefällt. Trotz des &quot;Ausprobierens&quot; wird man zu den beliebten und guttuenden Sachen zurückkehren und die Turnphase ist irgendwann vorbei.&lt;br /&gt;
Obwohl man ja immer mal wieder was anderes ausprobieren kann.&lt;br /&gt;
Grundsätzlich staune ich aber immer, wenn ich mal junge Leute zufälliug belausche, wie die sich über Sex unterhalten. Da scheint das stellenweise in eine Art Hochleistungssport mit Schnelligkeitsbonus auszuarten.&lt;br /&gt;
Ich habe mal gelernt, daß man sich da Zeit lassen sollte.&lt;br /&gt;
Was mich dabei besonders erstaunt ist, daß man zu meiner Zeit, also als ich in der Pubertät war, so gut wie gar nichts über das Thema erfahren konnte. Das Erotischste, was wir im Hause hatten, war der Quelle-Katalog mit seiner Dessous-Abteilung und einer Dame die sich einen Massagestab dezent an die Wange hielt und ihn als &quot;Gesundheitsquirl&quot; zur Straffung der Gesichtshaut anpries.&lt;br /&gt;
Dr. Sommer in der BRAVO war da noch die einzig vernünftige Informationsquelle, wenn man sich nicht allein auf das verlassen wollte, was einem auf dem Schulhof von angeblich ach so erfahrenen Gleichaltrigen erzählt wurde.&lt;br /&gt;
Heute gibt es aber doch alle Informationsmöglichkeiten und da sollte doch eigentlich jeder Bescheid wissen, worauf es ankommt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, daß es da dann ordentlich und vor allem niveauvoll gemachte Seiten gibt, die ohne Schmuddel auskommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer aber nun noch mehr darüber erfahren oder sich über solche Themen austauschen möchte, der ist sicher bei einem Portal wie JoyClub richtig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Seite macht einen aufgeräumten Eindruck und man kann sie kostenlos durchstöbern und ausprobieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man sehe mir den themenfremden Ausflug nach und ich hoffe es so wenig schlüpfrig wie möglich rübergebracht zu haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- BEGINN hallimash disclaimer --&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hallimash.com/index.php?s=info_blogger&amp;amp;nav=3&amp;amp;werber=3798&amp;amp;wm=18&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Blog Marketing&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.hallimash.com/img/26455/hallimash.gif&quot; alt=&quot;Blog Marketing&quot; border=&quot;0&quot; height=&quot;15&quot; width=&quot;80&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 12px;&quot;&gt; Blog-Marketing ad by hallimash&lt;/span&gt;&lt;!-- ENDE hallimash disclaimer --&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 04 May 2012 20:40:50 +0200</pubDate>
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    <title>So, ich mach dann mal Pause</title>
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            <category>Internes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Seit Jahren versuche ich auf angenehme, unterhaltsame und sachliche Weise, die Menschen mit humorvollen und nachdenklichen Texten über das Thema Bestattung, Tod und Trauer zu informieren und ihnen auf diese Weise die Angst vor dem Unbekannten und Ungewissen zu nehmen. Zumindest was den Bereich anbetrifft, den der Bestatter abdeckt, kann man dies durch Information sehr gut tun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Tausenden von Zuschriften haben mir die Menschen gedankt und mir geschrieben, wie wertvoll, diese meine Arbeit für sie im Einzelfall war. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Stets habe ich mich, mehr als viele andere, bemüht, die geltenden Gesetze einzuhalten. Unter jeden noch so winzigen Schnipsel habe ich den Urhebervermerk oder die Quelle gepackt, habe Hunderte von Stunden damit verbracht, Meldungen nachzurecherchieren und in der Branche herumzutelefonieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun soll ich wegen der Wiedergabe eines etwas längeren Witzes Abmahngebühren bezahlen, werde von Aeternitas beschuldigt, zu strafbaren Handlungen aufgerufen zu haben und wieder wedelt einer mit dem Strafgesetzbuch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich kann das nicht mehr.&lt;br /&gt;
Ich verkrafte das nicht mehr und habe die Schnauze voll.&lt;br /&gt;
Ich habe auch kein Geld mehr übrig, die Abmahnung, mein Anwalt, das alles hat meine Kriegskasse geleert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was habe ich denn getan?&lt;br /&gt;
Ich habe, wie ich es oft getan habe, die Seiten von Aeternitas besucht und bin auf eine Abstimmung gestoßen, die diesen Namen nicht verdient hat, weil mir bei einem versehentlichen Doppelklick aufgefallen ist, daß beide Klicks gezählt haben.&lt;br /&gt;
So kann man im Web keine Abstimmungen durchführen, das ist liderlich programmierter Müll.&lt;br /&gt;
Genau darauf habe ich hingewiesen, mehr nicht.&lt;br /&gt;
Mir jetzt mit den Konsequenzen einer &quot;strafbaren Handlung&quot; nach § sowieso StGB zu drohen, ist im Grunde eine Frechheit, die eine sofortige Entschuldigung dringend notwendig macht!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Falls es da draußen wirklich jemanden gibt, der da per Skript tausendfach geklickt hat, dann vielen Dank an diesen Idioten.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 02 May 2012 12:17:09 +0200</pubDate>
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    <title>Man darf nicht klicken!</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Man-darf-nicht-klicken!/6559</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Sehr geehrter Betreiber des Bestatterweblogs, sehr geehrte Kommentatoren des Weblog-Artikels &quot;&lt;a href=&quot;http://bestatterweblog.de/archives/Klicke-die-Klick/6556&quot;&gt;Klicke die Klick&lt;/a&gt;&quot;, &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Betreiber der Website www.aeternitas.de werten wir den tausendfachen Aufruf von einzelnen Webadressen auf unserem Server als mutwillige, weil automatisierte Attacke gegen unsere IT-Infrastruktur.&lt;br /&gt;
Die ausgeführte Attacke erfüllt unseres Erachtens alle Merkmale von &quot;Computersabotage&quot; nach §303b Absatz 1 StGB.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Absendedaten des Angreifers wurden protokolliert und dessen Provider über den Angriff informiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir fordern zudem den Betreiber des Weblogs &quot;Bestatterweblog&quot; auf, den Aufruf zu einer strafbaren Coputersabotage unverzüglich von seiner Seite zu löschen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
Thomas Feldkamp&lt;br /&gt;
Aeternitas e.V.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 02 May 2012 11:51:06 +0200</pubDate>
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    <title>Frauen echt benachteiligt</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Frauen-echt-benachteiligt/6558</link>
            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Hallo Tom,&lt;p&gt;dem ägyptischen Parlament liegt ein &lt;a href=&quot;http://www.csmonitor.com/World/Backchannels/2012/0426/Egypt-necrophilia-law-Hooey-utter-hooey&quot;&gt;(angeblicher)&lt;/a&gt; Gesetzesentwurf vor, nach dem Nekrophilie bei Ehepartnern erlaubt werden soll.&lt;br /&gt;
Bis sechs Stunden nach Eintritt des Todes soll Sex noch möglich sein, weil die Heirat weiterhin gelte.&lt;br /&gt;
Das Sensationelle: Frauen sind gleichberechtigt, wobei ich mir das in der Praxis noch etwas schwerer vorstelle. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.huffingtonpost.co.uk/2012/04/27/farewell-intercourse-law-women_n_1458379.html&quot;&gt;http://www.huffingtonpost.co.uk/...women_n_1458379.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Servus&lt;br /&gt;
B.&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 30 Apr 2012 21:15:34 +0200</pubDate>
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    <title>XL mal bitte</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/XL-mal-bitte/6557</link>
            <category>bunt gemischt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Ein guter Freund und ich waren gestern Abend unterwegs und sind in einem Lokal eingekehrt, das einen schönen Biergarten hat. Da mein Freund ordentlich Hunger hatte, freute er sich, daß es nicht nur &quot;Schnitzel groß&quot;, sondern auch &quot;Schnitzel XL&quot; gab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Na ja, man kennt das ja, daß mittlerweile viele Wirte vom XL-Virus angesteckt sind und etwas größere Portionen anbieten. Für 14 Euro rechnet man ja mit einer großem Normalportion, vielleicht um die Hälfte größer als normal.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich wollte meinem Freund nicht nachstehen und habe auch XL bestellt.&lt;br /&gt;
Und das hier haben wir bekommen:&lt;br /&gt;
 &lt;!-- s9ymdb:1025 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;470&quot; height=&quot;536&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/xxlschnitzel.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selbst wir kräftigen und hungrigen Männer waren nicht in der Lage, das ganz aufzuessen.&lt;br /&gt;
Ohne Übertreibung hätte das für 4 normale Portionen gereicht.&lt;br /&gt;
Aber suuuuperlecker!&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 29 Apr 2012 18:37:19 +0200</pubDate>
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    <title>Klicke die Klick</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Klicke-die-Klick/6556</link>
            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Umfragen im Internet sind ja manchmal so eine Sache...&lt;br /&gt;
Aber wenn man schon eine Umfrage veranstaltet und dann möglicherweise das Ergebnis hinterher auch noch publikumswirksam bekanntgeben will, dann sollte man darauf achten, daß die Umfrage so sicher ist, daß nicht jeder Seitenbesucher beliebig oft klicken kann und dann jeder Klick auch noch zählt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist doch heutzutage eine der leichtesten Übungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier zum Beispiel zählt jeder Klick, so oft man auch klickt: &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://bestatterweblog.de&quot; title=&quot;KEINESFALLS ANKLICKEN!!!&quot;&gt;www.aeternitas.de&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 29 Apr 2012 18:08:41 +0200</pubDate>
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    <title>Nur ein Pfund Äpfel wollte er holen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Nur-ein-Pfund-AEpfel-wollte-er-holen/6555</link>
            <category>Menschen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Der Rechtsanwalt Schröpfke, der Architekt Schmidt und der Straßenbahnfahrer Möbius haben ganz was Tolles vor und kommen ausgerechnet zu mir, um mich zu fragen, ob ich da mit mache.&lt;br /&gt;
Der Rechtsanwalt ist Mitglied irgendeiner Kirche, dabei spielt es keine Rolle, ob es die Mormonen, Jehovas Zeugen oder die Neuapostolischen sind. Wichtig ist nur, daß die Gemeinde, zu der er gehört, gute Beziehungen zu einem afrikanischen Dorf haben, das sie seit Jahrzehnten mit Geld und Hilfsgütern unterstützen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt haben sie die Idee, hier ein paar Autos gebraucht zu kaufen, damit nach Afrika zu fahren, selbstverständlich ordentlich was zu erleben, aber in erster Linie, die Autos dann in Afrika zu versteigern und den Erlös wiederum diesem Dorf zu Gute kommen zu lassen.&lt;br /&gt;
 Was Ähnliches ist da vor drei Jahren schon mal gemacht worden und da waren fast 100.000 Euro herausgekommen, für die man Brunnen und eine Schule und eine kleine Siedlung gebaut hat. In Afrika geht sowas alles für 100.000 Euro.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Durch den Abenteuercharakter gelingt es immer wieder, geeignete Leute zu finden, die eben auch ein Auto stiften können, es muss ja kein tolles Auto sein, nur bis Afrika muss es kommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nur bin ich nicht geeignet, ich bin nicht reich und ich schaffe das derzeit auch gesundheitlich nicht. Schade. Aber natürlich war ich von diesem Zeitpunkt bestens über diese Tour informiert, habe jeden Tag verfolgt, was die Leute im Netz berichtet haben und wie weit sie schon gekommen sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann komme ich zur Gemüsefrau und die sagt mir:&lt;br /&gt;
&quot;Was habe ich gehört? Sie wollten auch mit nach Afrika? Das haben Sie aber richtig gemacht, daß Sie da die Finger von gelassen haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warum? Das ist doch eine gute Sache.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Finden Sie? Also die Frau Birnbaumer-Nüsselschweif, die hat mir gesagt, das sei doch alles Lug und Trug und Schaumschlägerei.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wieso das denn?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da müssen Sie sie mal selbst fragen, da kommt sie ja gerade.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nichts liegt mir inzwischen ferner, als mit der Birnbaumer-Nüsselschweif ein längeres Gespräch zu führen. Ich habe sie schon längere Zeit nicht mehr gesehen, was ich für einen Vorteil halte.&lt;br /&gt;
Meine Güte, die ist noch dicker geworden! Ihr Doppelkinn reicht bis zum Dekolleté und vom Kinn selbst ist nichts mehr zu sehen. Ihre Pausbacken, die etwas hamsteriger sind, als die der Kanzlerin, sind faltenfrei und rund, was ihrem Mund etwas seitlichen Druck verleiht, sodaß es aussieht, als spitze sie die ganze Zeit etwas die Lippen.&lt;br /&gt;
Die Handtasche trägt sie am Riemen quer vor der Brust, damit sie ihr nicht gestohlen werden kann und seit sie in der Zeitung gelesen hat, daß irgendwo in Deutschland ein Sexualstraftäter auf dem Freigang entwichen ist, trägt sie nur noch Cordhosen aus grobem Trenkercord. Angeblich soll das Tragen solcher Hosen Frauen wirkungsvoll vor einer Vergewaltigung schützen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unwillkürlich muss ich grinsen, weil ich mir insgeheim vorstelle, wie da so ein Männlein auf diesem Butterberg herumzappelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach Gott! Haben Sie zugenommen?&quot; sagt sie zu mir anstelle einer Begrüßung und begutachtet mich von oben bis unten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nein&quot;, sage ich, &quot;ich trage nur seit neuestem Einlagen, die machen das.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir reden gerade über die Afrika-Fahrer&quot;, mischt sich die Gemüsefrau ein und wie aufs Stichwort fängt die Birnbaumerin an, ihren Text abzuspulen:&lt;br /&gt;
&quot;Das ist ja wohl die Höhe! Haben Sie das in der Zeitung gelesen? Ich habe ja gedacht, mich trifft der Schlag! Da fahren die nach Afrika, stellen Sie sich das mal vor! Ein Rechtsanwalt und ein Architekt!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und was ist daran so schlimm?&quot; frage ich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schlimm? Haben Sie mir denn nicht zugehört? Ein Rechtsanwalt und ein Architekt!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, das habe ich verstanden. Und ein Straßenbahnfahrer fährt auch noch mit.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Als ob ein Anwalt und ein Architekt nicht genügend Geld hätten. Fürchterlich, diese Geldgier! Da kaufen die hier Schrottautos, die nur noch in Afrika einen Wert haben, und dann ziehen die den armen Afrikanern das Geld aus der Tasche, um sich zu bereichern. Das ekelt mich an. So ein Architekt verdient ja wohl selbst genug, der muss nicht noch die Afrikaner bescheißen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die bescheißen doch niemanden. Die Afrikaner sind erstens froh über die Autos, die sie sehr günstig bekommen und die bei uns auf dem Schrott landen würden, dort aber noch zehn Jahre gefahren und repariert werden. Und außerdem stecken die sich das Geld doch gar nicht in die eigene Tasche, sondern lassen es gleich wieder in Afrika. Jeder von denen steckt fast 10.000 Euro aus eigener Tasche da rein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sag ich doch, alles in die eigene Tasche! Ich bin die Vorsitzende vom Mütterkreis... Ja, gucken Sie nicht so, ich bin da wieder reingewählt worden. Das war nur eine vorübergehende Sache, daß die mich abgewählt hatten. Und wir Mütter, wir machen was für Afrika, seit Jahren. Da lenken solche albernen Kirmesaktionen von reichen Architekten und Rechtsanwälten nur ab. Jetzt denken die Leute, es sei schon genug für Afrika getan und dabei haben sich da nur ein paar Leute, die es weiß Gott nicht nötig haben, auch noch die Taschen voll gemacht.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber das stimmt doch so gar nicht, das ist doch ganz anders...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nix da! Ich bin hier für Afrika zuständig! Die hätten ja auch mal beim Mütterkreis anfragen können, ob wir was machen und sich da dran beteiligen können.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was macht denn der Mütterkreis? Woran hätten die sich denn beteiligen können?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir? Wir stricken dicke Wintermützen mit Ohrenschützern.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Au prima, das braucht man ja bekanntlich in Afrika ganz besonders dringend.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Quatsch, die sind doch nicht für die Neger, die sind für unsere Leute hier.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und die sollen dann mit den Ohrenklappenmützen nach Afrika fahren, um die dort zu versteigern?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sagen Sie mal, wollen Sie mich verarschen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die Mützen wollen wir auf dem Batzar (sie sagt wirklich Batzar und spricht es so aus: Batzarr mit zwei kurzen A und gerolltem R, Betonung auf TZ) verkaufen. Und der Erlös, der kommt in meine Kasse. Davon tun wir dann sehr viel Gutes.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ach wissen Sie was, Frau Birntraumer-Rübenschweif, ich glaube, Sie sind bloß neidisch auf die. Deren Aktion steht immer wieder in der Zeitung und von Ihnen kommt nichts außer Ohrenmützen. Und die kriegen vielleicht wieder 100.000 Euro zusammen, da fahren ja Autos aus vielen Städten mit, und Sie, sie kriegen am Ende 80 Euro für monatelanges Mützenstricken.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die von der Zeitung sind ja sowieso doof. Ich bin Bundesverdienstkreuzträgerin am Bande!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das sieht man an Ihrer Handtasche, der Gurt da quer über ihrer Brust, sieht aus wie eine schmale Schärpe.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jetzt werden Sie mal nicht frech! Meinen Sie, ich merke das nicht, dass Sie immer so spitzfindig sind und mich okkupieren wollen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was will ich?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie wollen mir Ihre Meinung aufokkupieren, mich quasi einhalluzinieren!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Haben Sie zuviel im Fremdwörter-Duden gelesen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was soll denn das jetzt heißen. Sie sind ganz schön frech.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Hintergrund steht die Gemüsefrau mit dem Telefon in der Hand und ruft ihre besten Kunden an, um sie schnell in den Laden zu bestellen, weil hier sicher gleich die Fetzen fliegen. &lt;br /&gt;
Doch ich habe nicht vor, mich mit der Birnbaumer zu prügeln.&lt;br /&gt;
Ich weiß, wie ignorant und selbstbezogen diese Dicke ist und daß sie sowieso keine Argumente oder Erklärungen gelten lässt. Es zählt bloß ihre Meinung und bei was Anderem hört die gar nicht zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Die sind ja sowieso in Sekten&quot;, brabbelt die Dicke und ich frage natürlich zurück:&lt;br /&gt;
&quot;Was für Insekten?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Nicht Insekten, ich sagte in Sekten.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja wie jetzt, Insekten im Sinne von Krabbeltier, In Sekten im Sinne vom Plural des Wortes Sekt, also Schaumwein, oder in Sekten, im Sinne von Nebengruppen religiöser Bewegungen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie, das muss ich mir nicht sagen lassen, ich habe mich nicht religiös bewegt! Die Gemüsefrau ist meine Zeugin! Gell, Sie haben das gesehen, daß ich ich nicht religiös bewegt habe, oder?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich&quot;, sagt die Angesprochene und hält der Dicken eine Packung hartgekochter, bunter Eier hin: &quot;Ich habe gar nichts gesehen und nicht gehört. Eichen? Lecker Eichen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Irgendwie komme ich mir vor, wie in einem Stück von Dario Fo, der einmal sagte: &quot;Wir waten bis zum Hals in der Scheiße, aber genau deshalb tragen wir den Kopf hoch erhoben!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Birnbaumer kann nicht anders und mehr reflexartig greift sie bei den bunten Eiern zu, pellt sich eins und stopft es sich in den Mund. Das Kauen scheint sie zu beruhigen und ihre rosa Gesichtsfarbe weicht einem entspannten helleren Farbton.&lt;br /&gt;
Sie hört auf zu kauen und ich muss sagen, daß der helle Farbton eher aussieht wie ein Hellgraugrünpink.&lt;br /&gt;
Noch einmal will sie was sagen, es bröckelt nur furztrockenes Eigelb aus ihrem Mund, dann gibt es einen Schlag und die Birnbaumer-Nüsselschweif liegt röchelnd auf dem Boden, zuckt mit den Füßen, &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was ist denn jetzt los?&quot; entfährt es mir und die Gemüsefrau hüpft mit einer Salatgurke in der Hand hinter der Theke auf und ab: &quot;Die ist tot, die ist bestimmt tot! Und das in meinem Laden! Mein Gott, was für eine Geschichte, was für eine tolle Geschichte!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hören Sie doch auf!&quot; rufe ich und beuge mich über die am Boden liegende Dicke. &quot;Man muss glaube ich den Puls fühlen. Sie rufen den Notarzt und ich guck mal, ob die noch lebt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Während sie wählt, sagt die Gemüsefrau: &quot;Das kann ja so schwer nicht sein, da muss man am Hals fühlen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich kann Ihnen sagen, ob jemand definitiv tot ist, ob jemand noch lebt, das ist schon etwas schwieriger. Und vor allem, wo fühlt man am Hals den Puls, wenn jemand keinen Hals hat, sondern nur so&#039;n Speckkragen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie müssen ihr einen Spiegel vor den Mund halten!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich habe aber keinen Spiegel.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Dann stechen Sie sie mit einer Nadel.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ins Herz oder was?&quot; gebe ich genervt zurück und versuche die Dicke in die stabile Seitenlage zu rollen. Das gelingt mir nicht, es ist so, als wolle ich eine Lawine den Berg wieder hinaufschieben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der Notarzt kommt gleich!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Helfen Sie mir lieber! Wir müssen gucken, ob die was im Hals hat, vielleicht erstickt die am Ei.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;An meinen Eiern ist hier noch keiner erstickt. Meine Eier sind gut. Die sind bio!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Irgendwie lebt die noch, die Brust geht rauf und runter, die atmet!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie gucken der auf die Brust?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Was soll ich denn machen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie haben doch gesagt, man muss das Ei aus ihrem Hals holen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Schon, aber ich hab nicht gesagt, daß ich das mache. Ich packe der doch nicht in den Hals. Nachher bin ich gerade mit der Hand in ihrem Schlund und dann beißt die zu!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie sind doch blöd. Los, wir drehen die jetzt um und dann holen wir das Ei raus!&quot; sagt die Gemüsefrau und zieht sich einen armlangen grünen Gummihandschuh an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich sage: &quot;Wollen Sie das Ei rektal da raus holen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Rek...was?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Warten Sie mal&quot;, sage ich, &quot;so schlecht ist diese Rektalidee gar nicht, dann kann die wenigstens nicht beißen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich verstehe kein Wort von dem was sie sagen. Los jetzt, hau ruck!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gelingt uns, die Dicke in die stabile Seitenlage zu bringen. Das heißt, ganz kurzzeitig befand sie sich mal sehr vorschriftsmäßig in dieser Lage. Nur, wer weiß schon 30 Jahre nachdem er seinen Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein gemacht hat, noch so ganz genau, welches Bein da angewinkelt werden muss? Jedenfalls rollt uns die dicke Frau aus der kurzzeitig stabilen Seitenlage auf den Bauch.&lt;br /&gt;
Genau in dem Moment hört man draußen die Signale des Notarztes und er Polizei und während wir noch an der Birnbaumer ziehen und schieben, passiert gleichzeitig Folgendes:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Polizist kommt rein und ruft: &quot;Lassen Sie sofort die Frau los!&quot;&lt;br /&gt;
Der Notarzt schiebt den Ordnungshüter an die Seite und stürmt herbei.&lt;br /&gt;
Die Birnbaumer kotzt ein halbes Ei aus dem Hals.&lt;br /&gt;
Die Gemüsefrau sagt: Der da war&#039;s!&quot; und zeigt mit dem Finger auf mich.&lt;br /&gt;
Die Birnbaumer setzt sich auf und sagt: &quot;Ich hab&#039; das Bundesverdienstkreuz.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich gehe gerne einkaufen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 27 Apr 2012 08:04:05 +0200</pubDate>
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    <title>Sprit</title>
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            <category>bunt gemischt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht...&lt;br /&gt;
Aber neulich habe ich Bekannten unsere Familienkutsche geliehen. Meine Frau und ich haben ja je ein Auto, sie so&#039;n Smarten und ich so&#039;n Unsmarten. Aber für die ganze Family mit zwei Kindern und zwei Hunden haben wir noch so einen Ford Galaxy (ist sowas Ähnliches wie ein VW-Sharan).&lt;br /&gt;
Und genau den wollten Bekannte mal geliehen haben, weil sie was transportieren mussten und weil der Galaxy wahnsinnig viel Platz hat. Fünf der sieben Sitze kann man wegklappen oder rausnehmen und dann passt da &#039;ne ganze Kuhherde rein (also wenn man kleine Kühe nimmt).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So und nun... ...haben die den Wagen geholt und es hieß, nur eben für ein Stündchen.&lt;br /&gt;
Dann waren die aber fast 4 Stunden weg, sind bald 500 km gefahren und als ich den Wagen wiederbekommen habe, war kaum noch Sprit drin.&lt;br /&gt;
War vorher auch nicht. Ich hatte denen den Wagen gegeben und gesagt, da müsse erst noch getankt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt sind meine Frau und ich unterschiedlicher Auffassung darüber, ob man nicht als kleines Dankeschön für das Ausleihen des Wagens wenigstens so ein paar Tropfen des teuren Nass extra reintankt.&lt;br /&gt;
Wie gesagt, das sind Bekannte, keine superengen Freunde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie seht Ihr das?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also ich kann nur sagen, wie ich das handhaben würde: Ich würde da für nen Zwanziger was reintanken und gut wär&#039;s.&lt;small&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 26 Apr 2012 23:58:06 +0200</pubDate>
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    <title>Würschtl</title>
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            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Würschtl aus dem Sarg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gefunden &lt;a href=&quot;http://www.eblogx.com/Bilder/21799/Hotdog-aus-dem-Sarg/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; von jana&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 26 Apr 2012 23:56:50 +0200</pubDate>
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    <title>Handy am Steuer - Die Diskussion geht weiter</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Handy-am-Steuer-Die-Diskussion-geht-weiter/6552</link>
            <category>bunt gemischt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:1023 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;465&quot; height=&quot;660&quot; src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/Auto_2_sm.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
© Kumi, &lt;a href=&quot;http://www.grafikpolizei.de&quot;&gt;Grafikpolizei&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachtrag: Aus dem Handy ist &#039;ne Wurst geworden. &lt;br /&gt;
Danke Kumi!&lt;br /&gt;
Manche hatten den Cartoon nicht verstanden, weil Fahrer und Tod telefonieren und sie glaubten die beiden telefonierten miteinander.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 25 Apr 2012 20:30:13 +0200</pubDate>
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    <title>Särge aus Afrika</title>
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            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Särge aus Afrika:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.eshopafrica.com/acatalog/Ga_Coffins.html#a449&quot;&gt;http://www.eshopafrica.com/acatalog/Ga_Coffins.html#a449&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danke an den Einsender&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 25 Apr 2012 18:13:13 +0200</pubDate>
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    <title>Nach Gutsherrenart</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Nach-Gutsherrenart/6550</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Der Fuhlst kann nicht stillsitzen. Wenn nichts zu tun ist, räumen die Männer die Werkstatt und das Lager auf und reparieren dies und das, &quot;kloppen Särge&quot; und tun alles Mögliche. Manni ist da sehr erfinderisch.&lt;br /&gt;
Aber irgendwann ist alles zum sechsten Mal gekehrt, gewienert und geputzt und dann sitzen die Männer mitunter beim Kartenspiel oder an der wii.&lt;br /&gt;
Da würde ich niemals etwas sagen und neue Mitarbeiter erkennt man immer daran, daß sie bei meinem Erscheinen die Karten verstecken oder so tun, als ob sie was tun.&lt;br /&gt;
Die alten Hasen grinsen nur und spielen weiter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich beschäftige da Männer, die mitten in der Nacht aus dem Bett springen und bei Wind und Wetter und an allen Feiertagen parat stehen. Hätten die immer jede Überstunde aufgeschrieben, würde das Unternehmen gar nicht laufen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nee, nee, die dürfen das.&lt;br /&gt;
 Udo Fuhlst ist angeblich immer der Erste, der die Karten in der Hand hat oder mal &quot;was anderes&quot; machen will. Aber dafür hält es ihn nicht lange beim Pausieren, denn er hat kein Sitzfleisch und ihm fällt noch viel mehr ein, was man noch tun kann, als Manni.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gibt da immer noch einen armdicken Strang aus Schläuchen und Kabeln, der eine unserer Klimaanlagen mit so einem Aggregat draußen verbindet. Eigentlich sollte da mal ein Durchbruch durch zwei Kellerwände gemacht werden, aber Carlos Gastropoda, der langsamste Handwerker seit der Erfindung des Fruchtgummis, wollte die Löcher wohl in die Wand lutschen... jedenfalls ist er nie damit fertig geworden, wie wohl seitdem ein Eimer mit Hammer und Meißel da steht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Soll da &#039;n Loch in die Wand?&quot; erkundigt sich der Fuhlst und prüft ein paar Ziegel, die Carlos schon von der einen Seite etwas gelockert hat. Manni kann gar nicht mehr antworten, denn Udo Fuhlst hat den Meißel schon in der bloßen Faust und drischt einmal kurz und trocken damit vor die Wand und voilà, das Loch ist da.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hm&quot;, meint Manni: &quot;Dann muss aber in die Außenwand vom Nachbarkeller auch noch ein Loch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kein Problem, das klopp ich eben durch&quot;, sagt der Fuhlst und zieht sich sein Hemd vom muskulösen Oberkörper.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Genau in diesem Moment werde ich oben im Büro aus meiner 11-Uhr-Lethargie geweckt, denn es geht ein schmachtendes Seufzen, entfleucht aus drei Weibermündern durch die Büros.&lt;br /&gt;
Obwohl Fuhlst ein Stockwerk tiefer ist und unsere Decken Führerbunkerqualität haben, muss sein Testosteronduft gleich einem Schmetterlingspheromon durch die Poren des Betons hochgestiegen sein und unsere Damen in kollektive Wollust versetzt haben. Sie wissen zwar nicht, was ihnen da widerfahren ist, aber Frau Büser setzt noch ein &quot;Oh Gott, isch glaub, isch krieg wieder mei&#039; fliegend&#039; Hitz&#039;!&quot; obendrauf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy hat Schweißperlchen auf der Nase und Antonia schwitzt unter den Armen. &quot;Puh, ist das heute heiß hier!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hey, ihr Weiber, denke ich, und was ist mit mir? 110 Kilo Mann, kein Gramm Fett, alles... Ach, was soll&#039;s, ich gebe es zu, gegen unseren Wikinger komme ich nicht an. Meine Spermien können dafür aber schreiben und lesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So, im Keller ergibt sich nun das Problem, daß der angrenzende Raum uns gehört, also mir und meiner Familie ganz privat.&lt;br /&gt;
Da muss Manni erst den Schlüssel holen und ich gehe vorsichtshalber mal mit runter.&lt;br /&gt;
Ich weiß eigentlich gar nicht so genau, was da alles in dem Keller steht.&lt;br /&gt;
Die Tür schwingt quietschend auf, die Leuchtstoffröhre zuckt ein alzheimerkrankes Flackern in die Dunkelheit, so als ob sie vergessen hätte, daß sie zum Leuchten bestimmt ist und entscheidet sich dann dafür, auf einer Seite schwarz zu werden und nur mit halber Kraft zu leuchten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ah, &#039;ne CDU-Röhre&quot;, meint Fuhlst grinsend: &quot;Schwarz und nur &#039;ne halbe Leuchte!&quot;&lt;br /&gt;
Alles lacht und ich muss abermals erkennen, daß der Mann nicht doof ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich taste mich in den Keller vor, in dem wir irgendwann mal Dutzende von Umzugskartons untergestellt haben. Wahrscheinlich alles noch Sachen von vor&#039;m Krieg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann stoße ich auf drei Kartons, aus denen es komisch riecht und öffne die.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jau, is okay.&lt;br /&gt;
Ich erlebe eine Begegnung der dritten Art!&lt;br /&gt;
Nein, keine Spinne.&lt;br /&gt;
Sondern eine großer Umzugskarton voll mit verdorbenen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
Butter, Margarine, Mumiensalami, Ötzi-Leberwurst, Torfleichen-Camembert, zerplatzte Tubenmayonaise, Wurstpäckchen mit Grünwurst, Käsepäckchen mit Grünkäse, alles schön mumifiziert. &lt;br /&gt;
Eine Dose ausgelaufene und zu Harz gewordene Zuckerrübensirup-Pampe, aufgeweichte Nudeln, schimmeliges Irgendwas, verfaultes Sonstnochwas...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Dose Heringsfilets war sozusagen explodiert und die Dose hatte sich mit einem Pfund Spaghetti in ein Mobilé verwandelt, hübsch!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich muss den Würgereiz unterdrücken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dahinter stoße ich auf eine einen weiteren Karton. Er enthält Fußballschuhe, zusammengelegte Socken, Handtücher, Sporthose, eine Trinkflasche, Spielzeug...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aha, das kenne ich! Das gehört meinem Sohn, das ist unzweifelhaft einmal der Inhalt seiner Sporttasche gewesen. Jene Tasche in der fast immer eine Woche lang ein nasses Handtuch herumschimmeln würde, würde die Allerliebste nicht regelmäßig das Ding ausräumen.&lt;br /&gt;
Irgendwann einmal muss das aber versäumt worden sein und dann...&lt;br /&gt;
...ja dann hat der Junge, zur Vermeidung mütterlicher Diskussionen (und DIE kann diskutieren!), den Inhalt der Tasche einfach im Keller verschwinden lassen. Jetzt ist alles zu einer einheitlichen Masse zusammengemodert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber was ist mit den Lebensmitteln?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schicke nach meiner Allerliebsten, die kurz darauf &lt;del&gt;beim Telefonieren gestört&lt;/del&gt; &lt;em&gt;von wichtigen Hausarbeiten weggerufen,&lt;/em&gt; dazustößt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir analysieren gemeinsam die Lage und dann schürzt sie so ihre Lippen, wie sie es immer tut, wenn ich das Gefühl bekomme, monastisches Leben könnte doch was für sich haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch diesmal will sie mich gar nicht ins Zölibat treiben, sondern kurz darauf werden ihre Augen ganz schmal und sie sagt nur ein Wort: &quot;Josie!&quot;&lt;br /&gt;
Das ist der Name unserer Tochter, die ja mein ureigenstes Verteidigungsteritorium ist, während unser Sohn sich absoliut überschwenglicher Mutterliebe erfreut.&lt;br /&gt;
Was soll denn meine süße Kleine jetzt schon wieder gemacht haben?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Weißt Du, was das ist?&quot; fragt mich die Allerliebste und zieht an einem Plastikzipfel die Hülle einer zu Bernstein gewordenen Leberwurst nach Gutherrenart aus dem Karton.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das sind&quot;, fährt sie fort, &quot;alles Sachen aus unserem Kühlschrank, die ich mir mal zum Essen gekauft hatte und die DEINE Tochter nicht mag!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also nein, ich kann es wirklich nicht haben, wenn ständig auf dem Mädchen herumgehackt wird. Mütter können grausam sein, finde ich. So ein süßes Ding, wie kann man diesem Knubbelkind mit den schwarzbraunen Kulleraugen so was Böses unterstellen.&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich war es &lt;del&gt;mein Sohn&lt;/del&gt; das verzogene Muttersöhnchen, das da irgendwas gebunkert hat. Von ihm ist ja auch die Kiste mit den Moder-Fußballsachen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und weißt Du was?&quot; sagt die Allerliebste weiter: &quot;Immer wenn ich mal irgendwas im Kühlschrank vermisst habe, hat die Kleine doch tatsächlich behauptet, Du hättest das gegessen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese kleine hinterhältige Zecke!&lt;br /&gt;
Dieses Luder! Wickelt mich da mit ihren falschen Glotzaugen und dem süffisanten Kussmund um den kleinen Finger und beschuldigt mich hinterrücks des Dauermundraubs! Dabei mag ich gar keine Leberwurst nach Gutherrenart!!!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wart&#039; nur, bis die von der Schule nach Hause kommt!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hinter mir gibt&#039;s ein Geräusch. Antonia, Sandy und Frau Büser sind der Testosteron-Spur gefolgt und zu uns gestoßen, der Fuhlst steht ja auch immer noch da.&lt;br /&gt;
Da sieht Antonia das vergammelte Zeug und die am Zipfel hochgehaltene Gutsherren-Mumie und fragt: &quot;Ey, das wollt ihr doch wohl nicht wegwerfen, oder? Kann man bestimmt alles noch essen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Würgereiz ist wieder da.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schicke alle aus dem Keller. Ich will in Ruhe nachsehen, was sich da sonst noch alles verbirgt, ich vermisse zum Beispiel eine unserer Katzen und die Schwiegereltern habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen...&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 25 Apr 2012 11:53:21 +0200</pubDate>
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