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<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 09:36:47 GMT</pubDate>

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    <title>Qualm in der Hütte</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Viele wissen ja, daß ich rauche. Für manche Leser undenkbar, für andere normal weil sie selbst rauchen und für mich das einzige Laster überhaupt. Ich hab sogar schon mal versucht aufzuhören und mir solche Nikotin-Pflaster gekauft. Dann lagen die lange im Schrank herum und als ich dann endlich meinte, der richtige Moment sei gekommen, da haben die erstens schlecht gebrannt und zweitens noch viel schlechter geschmeckt. Eine echte Alternative sind die nicht. Ehrlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Büser hat früher mal geraucht, schon vor langer Zeit aufgehört und bringt es fertig, nur in Gesellschaft, so alle paar Wochen oder Monate mal eine zu rauchen. Sandy qualmt wie ein Schlot und ich will gar nicht wissen was.&lt;br /&gt;
Antonia raucht eine Schachtel im Monat, also vermutlich nur um Sandy zu beeindrucken.&lt;br /&gt;
Lehrmädchen Nadine raucht nicht, sie hat was mit den Bronchien, darf nicht und will auch nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rauchen darf man bei uns eigentlich überall, nur nicht beim direkten Kundenkontakt und im Ausstellungsraum. Im Ausstellungsraum vergilbt uns sonst die Ware, die Decken sind da ziemlich empfindlich. Ansonsten ist mir das egal. Es riecht trotzdem nicht nach Qualm, denn das ist nicht eine Frage des Rauchens, sondern des Lüftens. &lt;br /&gt;
 Im Keller unten sieht es etwas anders aus. Oft ist die Luft trotz Absauganlage mit Holznebel geschwängert und überhaupt lagern da große Mengen brennbarer Sachen. Da dürfen die Männer nur im Aufenthaltsraum rauchen und auch nur dann, wenn die Tür geschlossen ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In den Fahrzeugen darf nicht geraucht werden, speziell die Kabinen der Bestattungswagen sind doch recht eng, da würde dann wirklich alles, inklusive der Fahrer, nach Tabakrauch riechen. Aber hier gilt: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Ich kontrolliere da nicht die Aschenbecher, sind doch alles erwachsene Leute, die wissen was sie tun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Überhaupt habe ich festgestellt, daß man am Besten an die Vernunft der Leute appelliert und ihnen sonst freie Hand läßt, zuviel Bestimmungen und zuviel Kontrolle können auch schaden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Warum erzähle ich das eigentlich? Ach so:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Letzte Tage war ich beim Ehepaar Kanowski. Beide irgendwas über Siebzig, beide an einer Waldbestattung interessiert.&lt;br /&gt;
Als ich die Wohnung betrete, ist mein erster Gedanke: Mann, da kommst Du in eine Räucherhöhle!&lt;br /&gt;
Schon die Tapeten im Flur sind gelb und tränig und in Küche und Wohnzimmer sieht es noch viel schlimmer aus.&lt;br /&gt;
Auf jedem Tisch, auf jeder Kommode und auf jedem Schränkchen stehen volle Aschenbecher und liegen Feuerzeuge und Zigarettenschachteln herum.&lt;br /&gt;
Die Kanowskis sind Kettenraucher und so öffnete Frau Kanowski konsequenterweise auch mit einer Zigarette zwischen den Fingern die Tür.&lt;br /&gt;
Sie führte mich in die Küche, wo ich auf ihren Mann traf.&lt;br /&gt;
Der sitzt im Rollstuhl, kann nicht mehr laufen, nachdem man ihm erst den rechten Unterschenkel und dann den linken Fuß abgenommen hat. Aus einer Stahlflasche, die hinten am Rollstuhl hängt strömt Sauerstoff durch durchsichtige Plastikschläuche zu einem Ausströmer, der unter seiner Nase hängt und den Sauerstoff in die Nasenlöcher pustet.&lt;br /&gt;
&quot;Schön, daß Sie Zeit für uns alte Leute haben&quot;, begrüßt er mich und nimmt einen kräftigen Zug aus seiner ERNTE 23.&lt;br /&gt;
Dann streckt er mir seine Hand hin und strahlt mich an, es folgt einer der üblichen Sprüche: &quot;Gut, daß Sie da sind, dann können wir ja bald sterben.&quot; Er versucht zu lachen, doch dazu ist Luft erforderlich, die ihm fehlt und deshalb schlägt das kurze Auflachen in ein heiseres Husten über und es folgt ein mittelschwerer Hustenanfall, der seinen Kopf ganz rot werden lässt.&lt;br /&gt;
Seine Frau brüht unterdessen unbeeindruckt Kaffee auf und als er gar nicht mehr aufhört zu husten und zu röcheln, sagt sie weiterhin völlig unbeeindruckt: &quot;Nimm mal einen Schluck Wasser, Horst, die Luft ist heute wieder so trocken!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Brav greift er nach einem Wasserglas, trinkt etwas und seine Bronchien beruhigen sich nur langsam.&lt;br /&gt;
Als er endlich wieder durchatmen kann, sagt er, sich bald dabei verschluckend: &quot;Jaja, Spaß muß sein, nicht wahr?&quot;&lt;br /&gt;
Ich nicke nur und packe meine Unterlagen aus.&lt;br /&gt;
&quot;Zigarettchen dazu?&quot; fragt Frau Kanowksi und hält mir eine Zigarettenschachtel und ein Feuerzeug hin, nachdem sie eine Tasse dampfenden Kaffees vor mich hin gestellt hat.&lt;br /&gt;
Ich lehne ab, sie stört das nicht und schon hat sie sich eine genommen, angezündet und in den Mundwinkel geklemmt. &quot;Es stört Sie ja nicht, oder?&quot; fragt sie, wartet aber keine Antwort ab, will auch keine Antwort hören, geht zu ihrem Mann rüber, nimmt sich die Kippe aus dem Mundwinkel und gibt sie ihm: &quot;Da Schatz, rauch mal eine, das beruhigt die Lungen.&quot; Dann steckt sie sich eine neue Zigarette an.&lt;br /&gt;
&quot;Lungenbrot&quot;, sagt Herr Kanowski, lächelt glücklich, saugt gierig an der Zigarette, so als ob er Monate darauf hätte verzichten müssen, dabei hat er erst vor kaum zwei Minuten eine im Aschenbecher ausgedrückt.&lt;br /&gt;
Sein Gesicht ist aschfahl, faltig, die Wangen sind eingefallen und wenn er mit fast zahnlosem Mund an der Zigarette raucht, die er zischen bräunlich-gelben Fingern hält, werden seine Wangen fast komplett mit eingesaugt. Ein bißchen sieht das aus, als wolle er mich mit dieser Gesichtsakrobatik verscheißern, aber nein, das macht er einfach nur immer so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wirklich keine?&quot; will Frau Kanowski wissen und hält mir wieder eine Zigarettenschachtel vor die Nase. Nein, ich will nicht, ich würde eigentlich gerne, aber irgendwie will ich gerade in diesem Moment nicht zu den Rauchern gehören, nicht zu DIESEN Rauchern... Versteht das jemand?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir hatten ja früher nix. Zigaretten waren das Einzige was wir hatten. Nur wegen dem Hunger hat man geraucht und dann ist man nicht mehr davon losgekommen&quot;, sagt er.&lt;br /&gt;
Ich lasse ihn mal im besten Fall achtzig Jahre alt sein, dann war er bei Kriegsende 5 Jahre alt. Ob er da noch was vom Hunger der ersten Nachkriegsjahre wissen kann, ob er da wirklich deshalb angefangen hat zu rauchen?&lt;br /&gt;
Später sehe ich die Geburtsdaten der Kanowskis, sie sind beide 1945 geboren, also erst 65 Jahre alt. Meine Güte, denke ich, die sehen 10 bis 20 Jahre älter aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An der Geschichte mit dem Hunger kann also nichts dran sein. Ich habe diese Geschichte schon oft gehört. Man habe nach dem Krieg nichts zu essen gehabt und deshalb den Hunger mit dem Rauchen von Zigaretten betäubt.&lt;br /&gt;
Mein Onkel Aloys hat immer gesagt: &quot;Wenn man aber die Zigaretten, statt sie selbst zu rauchen, eingetauscht hat, hat man auch genug zu essen gehabt.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es sind kaum vier Minuten vergangen und schon wieder steckt Frau Kanowski für sich und ihren Mann mit ganz automatischen Bewegungen zwei Zigaretten an. Wieder hält sie mir, diesmal aber stumm, die Schachtel hin, ich will immer noch nicht und auch später im Auto schiebe ich meine Schachtel weit weg, irgendwie schmeckte mir an dem Tag keine Zigarette mehr.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 01 Aug 2010 08:29:56 +0200</pubDate>
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    <title>Freunde</title>
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            <category>daily stuff</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Lieber Tom!&lt;p&gt;Als täglicher Leser deines Blog sind für mich die Sprüche und Zitate in deiner Menüleiste sehr oft ein Anlass zum Nachdenken. Leider ist mir heute jedoch einer sehr negativ aufgefallen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kraft durch Freude&quot; &lt;br /&gt;
               Tom&lt;/p&gt;&lt;p&gt;viele Leute die die NS-Zeit miterleben mussten, verbinden damit sehr negative Erinnerungen. Abgekürzt &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kraft_durch_Freude&quot;&gt;KdF&lt;/a&gt; war eine politische Organisation der Nazis. &lt;br /&gt;
Es ist nicht so, das ich ein ultralinker Negerkusshasser bin und ich unterstelle dir natürlich nicht, braunem Gedankengut anzuhängen. Nur finde ich diesen Spruch für den Blog unpassend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Liebe Grüße&lt;br /&gt;
T.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da steht &quot;Kraft durch Freunde&quot;.&lt;br /&gt;
Sicher, der Spruch ist bewußt in Anlehnung an den Namen der Nazi-Organisation gewählt worden, persifliert ihn aber und stellt ihn in einen völlig anderen positiven Gesamtzusammenhang.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mir sind viele der Kommentatorinnen und Kommentatoren hier im Bestatterweblog inzwischen ans Herz gewachsen und viele von ihnen würden sicherlich zu meinen Freunden gehören, würde man sich näher kennen.&lt;br /&gt;
Immer wieder habe ich aber erlebt, wie wichtig Freunde sein können und ganz besonders einer von meinen Freunden ist mir über ganz viele Jahre treu geblieben und hat mir schon sehr oft geholfen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 31 Jul 2010 21:05:55 +0200</pubDate>
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    <title>Danksagung MacKaber</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Danksagung-MacKaber/5006</link>
            <category>Internes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;In dieser Woche ist die Danksagung von MacKabers Familie eingetroffen.&lt;br /&gt;
Ich leite sie mal hier weiter:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/mackaber3.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ist es Zeit, nachdem sich die Familie einige Tage eine Auszeit genommen hatte, auch den von den Bloglesern gefüllten &quot;Hut&quot; zu überreichen. Ich werde am Montag/Dienstag 500 Euro an die Hinterbliebenen überweisen. Ein wie ich finde sehr stolzer Betrag und ich darf mich ganz herzlich bei allen Spendern bedanken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da immer noch Kleinbeträge eintrudeln, werde ich in absehbarer Zeit nochmals eine Schlussabrechnung machen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 31 Jul 2010 14:34:22 +0200</pubDate>
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    <title>Christian Pogats verstorben</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Christian-Pogats-verstorben/5005</link>
            <category>Celebrity</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Mir sagt der Name zwar persönlich nichts, aber Leser Oliver schickt uns einen Link, in dem berichtet wird, daß der &quot;Tatort&quot;-Schauspieler Christian Pogats verstorben ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://satundkabel.de/index.php/nachrichtenueberblick/buntes/73000-qtatortq-schauspieler-pogats-tot-aufgefunden-todesursache-unklar&quot;&gt;http://satundkabel.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 31 Jul 2010 14:25:31 +0200</pubDate>
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    <title>Grüner Friedhof in Sydney mit GPS-Ortung statt Grabsteinen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Gruener-Friedhof-in-Sydney-mit-GPS-Ortung-statt-Grabsteinen/5004</link>
            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Ein Öko-Friedhof in Sydney soll Platz für 300 Gräber bieten, doch wird man nur eine parkähnliche Landschaft sehen. Die einzelnen Gräber wird man nur mit einem GPS-Gerät orten können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Leichen-Geocaching sozusagen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://wissen.dradio.de/index.59.de.html?drn:news_id=11823&amp;amp;drn:date=1276164000&amp;amp;sid=&quot;&gt;Hier geht es zu einem Artikel darüber, der von Susanne gefunden worden ist.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 31 Jul 2010 12:43:26 +0200</pubDate>
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    <title>Ältester Mann schon 30 Jahre tot</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/AEltester-Mann-schon-30-Jahre-tot/5003</link>
            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Sprachen wir nicht neulich über Heesters?&lt;br /&gt;
Leser Henning hat einen Artikel gefunden, in dem es darum geht, daß der älteste Mann Tokios (111 Jahre) angeblich schon 30 Jahre tot sein soll.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dnews.de/nachrichten/panorama/276787/altester-mann-tokios-bereits-30-jahre-tot.html&quot;&gt;Hier kann man das nachlesen.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 13:38:14 +0200</pubDate>
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    <title>Wuwa</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;An vernünftiges Arbeiten ist heute gar nicht zu denken. Oberkanonenrat Nasweis-Lästig hat heute Morgen um 5 Uhr 45 eine neue Wunderwaffe geliefert bekommen und setzt diese nun seit 8 Uhr auf das Heftigste ein.&lt;br /&gt;
Mit einem pneumatischen Meisselgerät pulverisiert er unter großem Getöse die Abdeckung seiner Terrasse, da niederträchtiger von der bolschewistischen Weltverschwörung aufgestachelter Sabotageregen immer wieder Rinnsale in sein darunterliegendes Wohnzimmer eindringen lässt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/nasweis.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt mußten erst die Platten und die Dachpappe runter und heute ist der Estrich dran. Wenn er die erste Schicht weg hat, bleibt vielleicht nur noch Fstrich übrig und danach nur noch Lstrich und am Ende dann Istrich..., wer weiß?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jedenfalls macht er mit seinem Kompressor aus Peenemünde soviel Lärm, daß ich mich nicht konzentrieren kann.&lt;br /&gt;
Lümmel, elender!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 08:56:14 +0200</pubDate>
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    <title>Billige Reklame</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Billige-Reklame/5001</link>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Da fragt ein Tourismus-Verband bei mir an, ob ich nicht einen Link für seine Urlaubsregion anbringen könnte.&lt;br /&gt;
Nun gut, solche Anfragen kommen hier täglich herein und meistens sind die Anfragenden dann auch noch so dreist, diese vom mir natürlich kostenlos zu erbringende Werbedienstleistung mit den Worten zu begleiten: &quot;Für Sie ist der Link auf unseren hochwertigen Content natürlich absolutkostenlos.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Klar doch!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieser Tourismus-Verband ist aber clever. Damit es mir auch Spaß mache, bekäme ich für das Anbringen des Links einen Hotelgutschein in Höhe von 100 Euro und nochmals 50 Euro, so ich denn noch jemanden benenne, der auch so einen Link anbringt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ha! Da kam mir doch die Idee, ich könnte ja mal die Leser hier fragen, ob sie nicht netterweise diesen Link auf diese Ferienregion anbringen. Sicherlich würden das ein paar Leute machen und ruckzuck hätte ich Gutscheine im Wert von 500 oder 700 Euro zusammen und meine Frau und ich könnten dann demnächst mal kostenlos da Urlaub machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Naja, irgendeinen Haken wird die Sache ja haben, dachte ich mir und frage vorsichtshalber nach, ob man die Gutscheine auch aufaddieren kann und es recht wäre, wenn ich gleich mehrere Blogger und Seitenbetreiber finde, die da mitmachen. (Die bekommen natürlich ihrerseits auch wieder den 100 Euro-Gutschein.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, das geht alles, schreibt man mir, weist aber darauf hin, daß man die Gutscheine nur einlösen kann, wenn man zu zweit kommt und wenigstens sieben Übernachtungen bucht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber dann kommt es: &quot;Die Entscheidung über die Akzeptanz der Gutscheine liegt allein beim besuchten Hotel.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Na klasse. Dann hast Du am Ende diese Gutscheine und der von Dir ausgesuchte &quot;Güldene Schwan&quot; scheißt Dir was...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Können&#039;se behalten.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 08:37:00 +0200</pubDate>
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    <title>Leben auf dem Friedhof</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Leser Benny hat uns schon mehrmals mit schönen Bildern überrascht. Heute sendet er mir und allen Bestatterweblog-Lesern einen Gruß vom Pariser Friedhof &quot;Père Lachaise&quot;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/katze4384.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 08:32:09 +0200</pubDate>
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    <title>Die Gräber sind nicht tief genug</title>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die &lt;em&gt;Augsburger Allgemeine&lt;/em&gt; schreibt &lt;a href=&quot;http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Donauwoerth/Lokalnachrichten/Artikel,-Auf-den-Friedhoefen-kehrt-keine-Ruhe-ein-_arid,2204591_regid,2_puid,2_pageid,4496.html&quot;&gt;in einem Artikel&lt;/a&gt;, den Leser &quot;Alsuna&quot; gefunden hat, über einen Bestatter, der im Auftrag der Kommune auch den Grabaushub und die Grabanlage übernahm und über Jahre hinweg die Särge nicht tief genug bestattet hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da das erst bei einer weiteren Belegung der Gräber auffällt, liegen die Fälle aber alle schon etliche Jahre zurück und sind meistens schon verjährt. Jetzt bleiben die Friedhofsbetreiber und der mittlerweile für diese Arbeiten zuständige, nachgefolgte Bestatter auf ihren Kosten sitzen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 08:26:45 +0200</pubDate>
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    <title>Kaumk Interesse an privaten Friedhöfen in Österreich</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Kaumk-Interesse-an-privaten-Friedhoefen-in-OEsterreich/4998</link>
            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;In der Steiermark besteht neuerdings die Möglichkeit auch auf privat-gewerblicher Basis Friedhöfe einzurichten.&lt;br /&gt;
Was sich in Deutschland so mancher wünschen würde, ist dort also machbar und dennoch ist das Interesse daran erstaunlich gering.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unter dem Titel &lt;a href=&quot;http://steiermark.orf.at/stories/459108/&quot;&gt;&quot;Kaum Interesse an privaten Friedhöfen&quot; berichtet &quot;steiermark ORF.at&quot;&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;Seit Anfang Juli dürfen in der Steiermark auch private Bestattungsunternehmen einen Friedhof betreiben. Doch das Interesse der steirischen Bestattungsunternehmen ist gering; der Aufwand wäre zu groß.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Mehr dazu im oben verlinkten Artikel, den Leser Thomas gefunden hat.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 08:19:13 +0200</pubDate>
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    <title>Voll geheim! Bankgeheimnis</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Voll-geheim!-Bankgeheimnis/4997</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Frau Kranz tut mir schon ein bißchen leid, wie sie da so vor mir sitzt und total überfordert ist mit den ganzen Formalitäten nach dem Tode ihres Mannes. &quot;Da hat sich immer mein Mann drum gekümmert, von dem ganzen Schriftlichen verstehe ich doch nichts.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das soll insgesamt zunächst mal kein Problem darstellen. Für solche Fälle bieten gute Bestatter fast schon ein Rundum-Sorglos-Paket an. Die Hinterbliebenen können alles was sie an Unterlagen haben, einfach vorbei bringen und in mühevoller Kleinarbeit wühlen wir uns dann zu dritt durch die Schuber, Karton, Ordner und Kisten. Wir stellen dann zusammen, was abgemeldet werden kann, schauen die Kontoauszüge nach unnötigen Abbuchungen durch und besprechen dann alles mit dem Kunden. Am Ende kann immer eine ganze Menge abgemeldet, gelöscht und vernichtet werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Wenn die Witwe beispielsweise kein Auto hat, kann auch die Mitgliedschaft im ADAC gekündigt werden und auch die Mitgliedschaft ihres verstorbenen Gatten im Männergesangsverein kann getrost gekündigt werden.&lt;br /&gt;
Auch so manche Versicherung ist überflüssig und es kommt gar nicht so selten vor, daß wir bei der Durchsicht der Unterlagen feststellen, daß die über 70jährige kinderlose Kundin seit vielen Jahrzehnten völlig überflüssigerweise Beiträge in eine Aussteuerversicherung einbezahlt oder daß das Ehepaar zwei Hausratversicherungen hatte, eine auf ihren Namen, eine auf seinen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf jeden Fall bringen wir Ordnung in die Unterlagen und am Ende stehen immer schöne neue Ordner bereit, in einem sind die ganzen Verträge, im nächsten die Kontoauszüge und im dritten die Korrespondenz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was das kostet? Nichts!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Kranz ist ganz angetan von meinem Angebot und will gleich am Nachmittag mit ihren Unterlagen vorbei kommen. Was sie denn alles benötige, will sie wissen, ich zähle alles auf und sage am Ende: &quot;Und vergessen Sie Ihre Kontoauszüge nicht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Meine Kontoauszüge?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja sicher, da können wir am besten sehen, was da jeden Monat abgebucht wird und dann mit Ihnen zusammen entscheiden, was davon überflüssig ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Moment mal, dann können Sie ja sehen, wieviel Rente ich kriege und was ich so jeden Monat spare.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wir können ja vorher Kopien davon machen und sie streichen dann auf den Kopien alles, was wir nicht sehen dürfen, durch.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Au ja, so können wir das machen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Nachmittag kommt Frau Kranz dann, bringt mehrere ALDI-Tüten mit Unterlagen und einen ganz dicken Stapel Kontoauszüge. Allerdings muß sie mich falsch verstanden haben: Mit einem dicken schwarzen Filzmarker hat sie alles durchgestrichen, &lt;strong&gt;alles&lt;/strong&gt;!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Da kann man ja jetzt gar nichts mehr lesen&quot;, merkt Antonia an und Frau Krank nickt: &quot;Ja, ist gut, oder?&lt;br /&gt;
&quot;Nee, is&#039; nicht gut, wie sollen wir denn da was erkennen?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Das sollen Sie ja nicht.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Gut, aber dann können wir das auch nicht machen für Sie.&quot;&lt;br /&gt;
Doch so leicht ist Frau Kranz nicht aus der Ruhe zu bringen, sie lächelt triumphierend und zieht aus einer der ALDI-Tüten einen dicken Stapel mit Kopien heraus: &quot;Ha, ich habe doch alles fotokopieren lassen, im Schreibwaren- und Lottogeschäft, 40 Cent pro Kopie.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Und die Kopien können wir auch haben?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja sicher, wie soll das sonst gehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja aber, dann können wir doch alles sehen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ja, behalten Sie es eben für sich, muß ja nicht jeder wissen.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 07:58:52 +0200</pubDate>
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    <title>Honig-Salbei</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Honig-Salbei/4996</link>
            <category>Kunden!</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Nach dem Dauerbrenner: &quot;Darf man bei Ihnen auch probeliegen?&quot; ist die scherzhaft gestellte Frage: &quot;Sie die Totenhemden auch pflegeleicht und bügelfrei?&quot; &lt;strong&gt;der&lt;/strong&gt;  Brüller schlechthin. Da liegt jeder Bestatter lachend am Boden, garantiert! Hat er noch nie gehört!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schrieb ja schon oft, daß Menschen, die nicht von einem aktuellen Sterbefall betroffen sind, in aller Regel sehr entspannt und manchmal auch etwas enthemmt mit dem Thema Tod und Sterben umgehen, wenn sie auf einen Bestatter treffen und das ansonsten tabuisierte Thema mal ansprechen und hinterfragen können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dazu gehört dann oftmals auch, daß sie den einen Bestatterwitz den sie kennen, endlich mal an den Mann bringen wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber Frau Rindgens ist da anders. Völlig abgehetzt kommt sie mit einer ganzen Schar Kinder auf Fahrrädern zu uns. Ihr Mann war früh am Tag da gewesen und hatte die Bestattung für seine Mutter bestellt. Nur die Auswahl der Sarginnenausstattung und des Totenhemdes wollte er lieber seiner Frau überlassen, die später vorbei kommen würde.&lt;br /&gt;
 Gestricktes Stirnband, orangefarbene weite Leinenhose, ein weites hellbeiges Hemd mit Schnürung an Manschetten und am Halsausschnitt, die Füße in ganz offensichtlich selbstgemachten Riemchenlatschen und auf dem Kopf so etwas ähnliches wie eine Frisur.&lt;br /&gt;
Ein Kind hatte die Frau auf einem Sitz auf dem Lenker festgeschnallt, eins hockte in einem Sitz auf dem Gepäckträger und zwei Kinder entstiegen dem Fahrradanhänger. Aber das war noch nicht alles: Zwei Kinder hatte Frau Rindgens noch auf Kinderfahrrädern vor sich her getrieben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man müsse entschuldigen, sie sei Tagesmutter und immer fürchterlich in Eile...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, Frau Büser wollte sich der Kleinen annehmen und die versammelte Kinderschar mit bunten Lutschern unterhalten. &lt;br /&gt;
Doch sie hatte die Rechnung ohne die Tagesmutter gemacht: &quot;Bloß nicht! Lassen Sie das bitte! Wir lehnen es ab, unsere Kinder schon so früh an Industriezucker zu gewöhnen. Wir haben Honig-Salbei-Bonbons zu Hause und so einmal in der Woche dürfen die Kinder eins davon haben.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also bleiben die Kinder mit ein paar Malbüchern, die Frau Büser aus einem Schuhgeschäft für solche Fälle mitgebracht hat, bei unserer Bürodame zurück und Frau Rindgens und ich betreten den Ausstellungsraum.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die junge Frau schlägt die Hände vor&#039;s Gesicht, so als ob sie einen Raum betrete, in den vorher die Fußballnationalmannschaft von Burkina-Faso ihren Mageninhalt durch Hochwürgen entleert habe.&lt;br /&gt;
&quot;Puh, Formaldehyd!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Bitte?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Hier ist Formaldehyd in der Luft. Das Raumklima ist verpestet.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Oh, das tut mir aber leid.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Das kommt bestimmt aus dem Holz raus.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Kann sein, in Holz ist das manchmal drin.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber nur wenn es einer vorher reintut, diese Chemieverbrecher.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Ich glaube, das ist da sowieso schon drin, ein bißchen zumindest.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Gift? Im Holz? Sowas gibt&#039;s ja gar nicht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Doch, wir haben das auch in unserem Körper.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Aber nicht von Natur aus, wie soll da schädliche Chemie in den Körper kommen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Sie glauben gar nicht, wieviele chemische Prozesse in unserem Körper ablaufen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;In meinem nicht! Sowas aber auch!&quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann eben nicht.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 07:00:00 +0200</pubDate>
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    <title>Darf ich meine Oma ins All schießen?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Darf-ich-meine-Oma-ins-All-schiessen/4995</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Darf man sich oder jetzt zum Beispiel seine Oma selbst verbrennen und sagen wir mal in einen Fluss oder ins All schießen?&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Jau, mach mal.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber Ernst beiseite: Die Einäscherung von Verstorbenen darf nur in dafür zugelassenen Einäscherungsanlagen (Krematorien) vorgenommen werden. Eine Verstreuung der Asche an einem besonders persönlichen Ort ist nach den deutschen Gesetzen nicht vorgesehen, möglich wäre das jedoch zum Beispiel in der Schweiz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier im Weblog ist hinreichend beschrieben worden, wie man allerdings trotz des in Deutschland herrschenden Friedhofzwangs alternative Wege gehen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu Deiner Frage mit dem All hat Leser Olaf passenderweise genau den richtigen Link gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.chip.de/news/TubeSat-Satelliten-Bausatz-fuer-jedermann_43968735.html&quot;&gt;Schau einmal hier&lt;/a&gt;, da gibt es für 8.000 Dollar einen Bausatz, mit dem man eigene Experimente und sogar Totenasche ins Weltall schießen könnte.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 22:55:03 +0200</pubDate>
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    <title>Jopi lebt noch</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Jopi-lebt-noch/4994</link>
            <category>Celebrity</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Heute morgen im Morgenmagazin gesehen: Johannes Heesters tritt noch/wieder auf, mit 106 Jahren, blind und nur noch sitzenderweise. Hut ab vor dieser Leistung. Möge er noch lange leben, der alte &#039;Holländer&#039;.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 12:32:08 +0200</pubDate>
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    <title>Non Woven</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Non-Woven/4993</link>
            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Sehr geehrter Herr Bestatterweblog, Guten Tag!&lt;br /&gt;
Würden Sie bitte leiten Sie diese Mail an Ihre Kauf-Manager, danke!&lt;p&gt;Wir sind Plastiktüte und Non-Woven Tasche Hersteller in Dongguan China.&lt;br /&gt;
Wir hoffen auf eine Chance, hochwertige Produkte für Sie bereit haben.&lt;br /&gt;
Mein msn ist &lt;a href=&quot;mailto:&amp;#100;g&amp;#102;ut&amp;#111;ng&amp;#64;&amp;#104;otm&amp;#97;&amp;#105;l.com&quot;&gt;dgf&amp;#117;to&amp;#110;g&amp;#64;hotmai&amp;#108;.c&amp;#111;m&lt;/a&gt;,&lt;br /&gt;
Mein Skype ist gakeiho,&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Freuen uns, Sie bald.&lt;br /&gt;
Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
Jacky Ho&lt;br /&gt;
Fu Tong Plastic Bag Ltd&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hm, mal sehen, wenn die Non-Woven-Tasche aus einem biologisch abbaubaren Material wäre... vielleicht im FriedWald? Das wäre dann doch besonders alternativ, oder?&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 12:17:48 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>Monika wo warst Du?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Monika-wo-warst-Du/4992</link>
            <category>Menschen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Die Zahl der Menschen die in Deutschland jedes Jahr verschwinden, ist unglaublich hoch. Täglich werden bis zu 300 Personen als vermisst gemeldet oder als wiedergekehrt gemeldet, im Jahr sind es über 30.000 Meldungen. Gut, die meisten kommen schnell wieder oder der Aufenthalt kann geklärt werden; 80% der Vermissten sind nach einem Monat wieder da, aber etwa 4.000 bis 5.000 Personen bleiben ständig vermisst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Findet anfangs tatsächlich eine intensive Suche statt, was vor allem immer dann passiert, wenn es sich um Kinder oder Jugendliche handelt, so kommt doch irgendwann unweigerlich der Zeitpunkt an dem die Behörden die Akte zuklappen müssen. Es wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, man hat die vermisste Person nicht finden können und was bleibt, das ist die Hoffnung auf den langen Atem der Polizei und daß der Vermisste eines Tages vielleicht doch wieder auftauchen könnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was muss in Eltern vorgehen, deren 15jährige Tochter an einem trüben Novembermorgen ihren Anorak anzieht, vom Papa noch 4 Mark Zehrgeld erbittet und dann ihren Eltern einen flüchtigen Kuß auf die Wangen drückt, ihrer Mutter noch zuruft: &quot;Mama, bring mir Lippgloss mit, Du weiß schon welches!&quot; und dann nie wieder nach Hause kommt? Ich mag an so etwas gar nicht denken, mit meiner Frau kann ich über so etwas überhaupt nicht reden, allein schon die Vorstellung, unseren Kindern könnte so etwas widerfahren, beunruhigt uns; das wird wohl allen Eltern so gehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Herr und Frau Brandt ist es aber genau so gegangen, vor 10 Jahren.&lt;br /&gt;
Ihre Tochter Monika ist genau so morgens weggegangen und am Mittag hat die Mutter vergebens auf die Heimkehr der Jugendlichen gewartet.&lt;br /&gt;
In der Schule ist sie gar nicht eingetroffen, niemand aus Schule, Verein oder Freundeskreis konnte auch nur im Geringsten etwas zum Verschwinden der 15jährigen sagen. Niemals sei vom Weglaufen die Rede gewesen, einen Freund -zumindest einen festen- habe das Mädchen auch nicht gehabt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schnell ging die Rede von einer möglichen Straftat, die Presse bauschte den Fall und die aufwendige Suche der Polizei ziemlich auf. Sogar im Fernsehen wurde ein 20-minütiger Beitrag über die mysteriösen Umstände von Monikas Verschwinden ausgestrahlt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Noch ein paar Mal zuckte der Moloch des öffentlichen Interesses kurz auf, es wurde nochmal ein Foto von Monika in der Zeitung gebracht, in einer Fernsehsendung wurde noch einmal die Suchmeldung ausgestrahlt, doch dann war Schluss. Babyleichen im Osten, Mädchenleichen in Frankreich, ein Nuttenmörder... Neuere Geschichten drängten nach und verdrängten die verschwundene Monika aus den Gedanken der Menschen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Herr Brandt ist über die Jahre ein verbitterter Mann geworden, den es immer wieder zum Bahnhof und zum Flughafen zog, wo er stundenlang mit einem Foto seiner Tochter auf dem Rücken und einem Schild &quot;Haben Sie meine Monika gesehen?&quot; auf der Brust still inmitten des Passagierstroms stand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Niemand hatte Monika gesehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Kriminalbeamter hatte den Brandts gesagt, sie sollen die Hoffnung nie aufgeben, manchmal könnten auch Jahre vergehen; ein anderer Beamter sagte ganz unverblümt etwas anderes: &quot;Unsere Erfahrungen zeigen, daß ein Zurückkommen ihrer Tochter eher unwahrscheinlich ist, gehen sie davon aus, daß sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Davon wollten die Eltern nichts wissen, für sie war eines klar: &quot;Solange wir nicht sicher wissen, daß Monika gestorben ist, solange lebt sie für uns.&quot; &lt;br /&gt;
Das sagt mir Herr Brandt und nimmt die Hand seiner Frau zwischen seine beiden Hände. Dicke Tränen rinnen aus seinen wasserblauen Augen, seine Frau sitzt da mit wächsernem Teint und versteinertem Gesicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;...lebte sie für uns&quot;, verbessert sich Herr Brandt und die Hand seiner Frau verkrampft sich sichtlich in seinen Händen, sie will das nicht hören.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor dreiundzwanzig Tagen ist in Rotterdam auf einer Parkbank die sitzende Leiche einer jungen Frau gefunden worden. Zunächst glaubte die niederländische Polizei an eine Drogentote und als keine Hinweise auf Drogen gefunden werden konnten, nahm man an, es handele sich um ein Tötungsdelikt aus der Hausbesetzerszene.&lt;br /&gt;
Doch die Obduktion der Leiche förderte Erstaunliches zu Tage. Einmal konnte der untersuchende Arzt herausfinden, daß die junge Frau schlicht und ergreifend an einem Gehirnschlag verstorben ist und dann wurde bei einem Abgleich der Fingerabdrücke festgestellt, daß es sich um die mittlerweile 25 Jahre alt gewordene, vermisste Monika Brandt handelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kleidung und der körperliche Pflegezustand lassen darauf schließen, daß Monika wohl in geordneten Verhältnissen und keinesfalls im &quot;Milieu&quot; gelebt haben muß. Außer einer Busfahrkarte und der namenlosen Kundenkarte eines Rotterdamer Sportgeschäfts wurden keinerlei Unterlagen in der Handtasche der jungen Frau gefunden, kein Fetzen Papier, keine Dokumente, nichts. Im Portemonnaie der Verstorbenen befanden sich 320 Euro, was auch nicht darauf hindeutet, daß sie von der Hand in den Mund gelebt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mysteriös.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kurz kam was in den Regionalnachrichten, zweimal war ein retuschiertes Foto in der Zeitung, bislang hat sich jedoch niemand gemeldet. Keiner in den Niederlanden scheint die junge Frau zu kennen.&lt;br /&gt;
Die Niederländer haben alles getan, was getan werden mußte, man wird auch noch weiter ermitteln, aber dann entschied man, daß das Ganze doch eher eine deutsche Sache sei.&lt;br /&gt;
Der Leichnam wurde von einem niederländischen Bestatter hierher gebracht und dann erst hat man das Ehepaar Brandt informiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun kann man davon ausgehen, daß die niederländische Polizei sicher sehr sorgfältig arbeitet und korrekt ermittelt, jedoch haben die deutschen Beamten, die den Fall jetzt bearbeiten, klug daran getan, nicht voreilig zu handeln und erst nach einer eingehenden Untersuchung medizinischer und kriminaltechnischer Art im rechtsmedizinischen Institut war für die deutsche Polizei sicher, daß es sich wirklich um die Leiche der seit zehn Jahren vermissten Monika handelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erst da hat man die Eltern informiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was mag in diesen Leuten nun vorgehen? Man kann es sich nicht vorstellen.&lt;br /&gt;
Auch wenn sie jetzt Gewissheit haben, daß ihre Tochter tot ist, auch wenn sie im Abschiedsraum der Rechtsmedizin durch eine Glasscheibe einen kurzen Blick auf ihre Tochter werfen durften, es bleibt nichts als unbeantwortete Fragen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Warum ist Monika vor zehn Jahren verschwunden? Was hat sie die ganze Zeit gemacht? Wo ist sie gewesen? War sie in Deutschland und nur kurz in Rotterdam? Deutet die nie aktivierte Kundenkarte des Sportgeschäfts darauf hin, daß sie in den Niederlanden gelebt hat? War sie freiwillig dort? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gestorben, das ist sicher, ist sie eines natürlichen Todes. So etwas kommt eben auch mal bei 25-jährigen vor, selten, aber es kommt eben vor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tonlos gibt Herr Brandt seine Anweisungen: weißer Sarg, Erdbestattung, hundert rote Rosen, keine Aufbahrung, keine Zeitung, keine Leute. Doch, diejenigen die sie kannten und mochten, die dürfen natürlich kommen, aber sonst niemand, vor allem keine Presse, keine Unbekannten, keine Gaffer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Herr Klöntgens ruft an. Ein pensionierter Kriminalbeamter, der damals den Vermisstenfall bearbeitete, derjenige, der gesagt hat, man solle die Hoffnung nicht aufgeben. Auch er will zur Beerdigung kommen, darf er.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Beerdigung findet am Samstagmorgen statt.&lt;br /&gt;
Bis vor zwei Jahren gab es samstags in der Stadt überhaupt keine Beerdigungen, nur in den kleineren Gemeinden ringsherum. Dann fing man in der Stadt damit an und seltsamerweise hörten die kleinen Gemeinden dann damit auf.&lt;br /&gt;
Die Beerdigung findet in einer solchen kleineren Gemeinde statt, auf dem Friedhof liegen auch schon die Großeltern von Monika, sie bekommt ein Grab ziemlich weit davon entfernt, mit viel Phantasie kann man aber sagen, daß man von dort aus das Grab der Großeltern sehen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Samstag, morgen um halb neun ist es noch ganz ruhig und still auf diesem Friedhof. Etwa vierzig Personen sind gekommen, mehr als wir erwartet hatten, weniger als es vor zehn Jahren gewesen wären...&lt;br /&gt;
Die Kirchengemeinde hat einen Diakon geschickt, die Brandts haben es nicht so mit der Kirche, sie sind aber im Vorgespräch mit dem Mann sehr gut klar gekommen. Der Diakon erweist sich als blendender Redner, jemand der es versteht ernst und sachlich zu bleiben und dennoch Emotionen zu wecken. Er stockt, gibt offen zu, sprachlos zu sein und auch keine Antwort zu wissen auf all die vielen offenen Fragen. Er betet mit den Anwesenden und der Diakon schafft es, daß die Leute nicht nur gezwungenermaßen mitmurmeln, sondern inbrünstig seinem Gebet und seinen Fürbitten folgen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine CD mit &quot;Moonlight Shadow&quot; von Mike Oldfield wird gespielt, das habe Monika so geliebt. Der Organist versucht noch &quot;Music was my first love&quot; in einer glücklicherweise abgekürzten Version, der Versuch mißlingt, aber das haben wohl nur wir gehört, die wir zwar mitfühlen, aber nicht ganz so stark emotional eingebunden sind. Der Familie und den Freunden hat es gut gefallen, sie haben die Missklänge nicht gehört, gut so.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Ende stehen alle auf, der hochglänzende, reinweiße Sarg mit einem Gesteck aus blutroten Rosen und sehr viel breitblättrigem Grün darunter wird langsam hinausgefahren.&lt;br /&gt;
Mir fallen die lehmverklumpten Sicherheitsschuhe des Friedhofsverwalters auf, wenigstens ist seine Uniform ordentlich. Er geht vorneweg, zeigt den Weg, ihm folge ich als Zeremonienmeister, dann kommt der Sarg, geschoben von vier weiß behandschuhten, ziemlich alten Männern in dunkelgrauen langen Mänteln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dahinter der Diakon mit dem noch viel älteren Messner und dann Monikas Eltern, Herr Brandt muß seine Frau stützen, fast scheint es, als wollten ihr die Beine auf diesem schweren Weg den Dienst versagen.&lt;br /&gt;
Mit etwa Abstand folgt die übrige Trauergesellschaft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die von der Gemeinde aufgestellte Lautsprecheranlage scheppert und echot. Der Diakon legt die eben erst umständlich angelegte, fleischfarbene und an der Wange hängende Sprechwarze ab und spricht lieber ohne technische Hilfsmittel.&lt;br /&gt;
Das führt dazu, daß die Trauernden enger zusammenrücken, näher ans Grab gehen, jeder will ja was hören.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Grab haben wir einen Faltpavillon aufgestellt, etwas Kunstrasen ausgelegt und rund zwölf Stühle aufgebaut.&lt;br /&gt;
Nur die Brandts setzen sich, die Frau kann nicht mehr und ich habe den Eindruck, daß er sich nur setzt, damit sie nicht alleine da sitzt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Etwas verspätet und mit dünnem Läuten setzt die Friedhofsglocke ein und bimmelt einen traurigen letzten Gruß über den Friedhof.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als die Männer den Sarg an dicken Tauen ins Grab herablassen, schluchzt Frau Brandt auf und ruft mit erstickter Stimme den Namen ihrer Tochter: &quot;Monika?&quot;&lt;br /&gt;
Fragend ruft sie ihn, klagend ruft sie ihn, dann bricht sie unter Tränen zusammen. Ihr Mann und zwei Frauen, ich glaube es sind Cousinen der Familie, stehen ihr bei, Herr Brandt gibt mir ein Zeichen, wir sollen weitermachen, er und seine Frau gehen jetzt nicht ans Grab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Etwas irritiert fährt der Diakon fort, zunächst will keiner der anderen Trauergäste ans Grab gehen, man schaut fragend in Richtung der Eltern, doch Frau Brandt ist wirklich nicht in der Lage mehr zu tun als da zu sitzen und von Tränen geschüttelt zu werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein älterer Mann faßt sich ein Herz, vielleicht ist es der Kriminalkommissar, und geht nach vorne, nimmt die kleine Schaufel aus dem Gefäß mit dem Sand und wirft drei Schaufeln voll ins Grab.&lt;br /&gt;
Der Sand macht ein häßliches, klopfendes Geräusch als er auf den Sargdeckel fällt. Lauter und häßlicher als sonst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach und nach gehen fast alle ans Grab und unterdessen hat mich Herr Brandt fragend angeschaut, ich habe ihm zugenickt und dann Manni, unserem Fahrdienstleiter in seinem schönen neuen Anzug ein Zeichen gegeben und er hat das Ehepaar nahezu unbemerkt seitlich weggeführt.&lt;br /&gt;
Er wird sie nach Hause fahren, so war es abgesprochen, damit keiner noch mit Beileidswünschen kommen kann.&lt;br /&gt;
Nur, daß das Ehepaar so früh geht, das war nicht geplant, ist aber nicht schlimm, ich glaube dafür hat jeder der Anwesenden Verständnis.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine anschließende Feier gibt es sowieso nicht, das war von vornherein klar, ich weise den Leuten nach dem kurzen letzten Gruß am Grab den Weg und jeder weiß, daß es jetzt vorüber ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Nachmittag, das Grab ist inzwischen geschlossen, drei, vier Kränze und ein paar Schalen liegen darauf, fahren wir die Brandts nochmal zum Friedhof. Zwei neugierige alte Frauen gehen schnell vom Grab weg, als sie uns kommen sehen und bleiben tuschelnd und glotzäugig schauend hinter einer Hecke aus Lebensbäumen stehen.&lt;br /&gt;
Die Brandts bekommen davon nichts mit. Er geht ans Kopfende des Grabes, rückt das provisorische Holzkreuz gerade, auf dem nur Monika steht, kein Nachname, keine Lebensdaten. Frau Brandt hat sich gefasst, steht nur da und schüttelt den Kopf, ihr Gesicht zeigt nur eines, die große Frage nach dem Wie und Warum.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 07:25:32 +0200</pubDate>
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    <title>Schlürf Schlurch</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Schluerf-Schlurch/4990</link>
            <category>daily stuff</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Am Haus auf der anderen Straßenseite wird die Fassade isoliert. Dafür hat man ein Gerüst aufgebaut, schön malerisch den Bürgersteig abgesperrt und natürlich, wie es sich gehört, für die Arbeiter so ein Baustellenklo aufgestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://bestatterweblog.de/uploads/pipikack.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun dachte ich immer, daß die Firma &quot;PipiKack-Service GmbH &amp;amp; Co. KG&quot; diese Plastikhäuschen aufstellt und nach ein paar Tagen mit ihrem PipiKack-LKW vorbeikommt, das Häuschen mit dem am LKW befestigten Minikran hochnimmt, ein neues, blitzsauberes PipiKack dort aufstellt und das vollgemachte Plastikstübchen auf dem Firmengelände sorgfältig leert, reinigt und desinfiziert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dachte ich! Machen die aber nicht so!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da kommt also dieser Schlurch von der Firma mit seinem PipiKack-Mobil vorgefahren, zieht von einer Rolle einen dicken Schlauch, hängt den von oben in den &#039;Topf&#039; und saugt das Gelumps einfach raus.&lt;br /&gt;
Hinten vom LKW nimmt er dann einen Putzeimer, in dem sich bis dahin gelangweilt ein hölzerner Handfeger herumlümmelte und saut dann mit diesem Gelangweilten und der Putzflüssigkeit den &#039;Top&#039; einmal kräftig ein.&lt;br /&gt;
Dann wischt der Schlurch mit dem gleichen Handfeger nochmal kurz den Fußboden feucht raus und fertig.&lt;br /&gt;
Einmal noch wischt der Schlurch sich mit denselben nackten Fingern durchs Gesicht und schon schwingt er sich frohen Mutes wieder auf seinen PipiKack-Bock und schlurcht von dannen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie funktioniert das eigentlich? Da ist ja nicht einmal Wasser in dem PipiKack-Häuschen vorhanden.&lt;br /&gt;
Reines Plumpsklo oder mit Chemie?&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 17:42:38 +0200</pubDate>
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    <title>Können sich die Angehörigen über eine Vorsorge hinwegsetzen?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Koennen-sich-die-Angehoerigen-ueber-eine-Vorsorge-hinwegsetzen/4989</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Wie ist das eigendlich. Wenn ich eine Bestattungsvorsorge abschliesse mit genauen Vorstellungen kann sich der Bestattungspflichtige doch darüber hinwegsetzen oder? Gibts da eine Möglichkeit dafür zu sorgen das trotzdem alles nach meinen Wünschen abläuft?&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Auf den &lt;a href=&quot;http://www.bestatter.de/bdb2/pages/trauerfall/bestattungsarten.php&quot;&gt;Seiten des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V.&lt;/a&gt; heißt es dazu:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Jeder Mensch kann aber auch durch letztwillige Verfügung für den Fall seines Todes Anordnungen über Art und Ort seiner Bestattung und deren Ausgestaltung treffen. Solche als formgerechter letzter Wille getroffenen Anordnungen über seine Bestattung ... sind ... für Angehörige rechtlich bindend. Fehlt es an einer Willensäußerung des Verstorbenen, so sind die Angehörigen berechtigt, über Art und Ort der Bestattung und die Einzelheiten zu deren Gestaltung zu entscheiden. Dabei geht der Wille des überlebenden Ehegatten vor dem aller Verwandten.&quot;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 17:19:49 +0200</pubDate>
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    <title>Wer holt die vielen Toten nach einem Unglücksfall?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wer-holt-die-vielen-Toten-nach-einem-Ungluecksfall/4988</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Guten Tag,&lt;br /&gt;
mich würde interesssieren, ob es eine Regelung gibt, die vorschreibt, welchen Bestatter man nach tödlichen Unfällen oder Mord anruft.&lt;br /&gt;
Jüngstes Beispiel:&lt;br /&gt;
Loveparade - woher weiß derjenige, der anruft welchen Bestatter er anrufen soll/muss/kann? Und wer ruft an -ein Polizist, nehme ich an?&lt;br /&gt;
Wird dann vor Ort in die Gelben Seiten geguckt oder wie habe ich mir das vorzustellen?&lt;br /&gt;
Gibt es Bestatter, die bei der Polizei gemeldet sind?&lt;br /&gt;
Gibt es sogar welche, die ausdrücklich NICHT nach Mord oder Unfällen gerufen werden wollen?&lt;br /&gt;
Gruß,&lt;br /&gt;
Juliane&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Eine der häufigsten Antworten hier im Bestatterweblog: Das ist örtlich verschieden.&lt;br /&gt;
Es gibt Länder und Städte, in denen die Polizei eigene Wagen mit Personal bereithält, die Verstorbene abtransportieren. In manchen Gegenden haben die rechtsmedizinischen Institute einen Fahrdienst.&lt;br /&gt;
Anderswo hat die Kommune einen Bereitschaftsdienst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In den meisten Fällen ist es aber so, daß die so genannten Polizei-Überführungen von gewerblichen Bestattern gemacht werden.   Die Aufträge werden ausgeschrieben (wenn alles richtig läuft) und oft bewerben sich Arbeitsgemeinschaften mehrerer Bestatter um diese Aufträge. Manchmal werden die Dienste auch gleich auf mehrere Bestatter verteilt, die dann einen gemeinsamen Dienstplan erarbeiten, wer wann Bereitschaft hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Darüber ist hier im Weblog oft genug berichtet worden. &lt;br /&gt;
Die Bestatter werden dann bei Unfällen, Leichenfunden und Tötungsdelikten angerufen und überführen, je nach Auftrag, die Verstorbenen in eine Leichenhalle, in die verschlossene Verwahrung oder zur Rechtsmedizin.&lt;br /&gt;
In erster Linie erfolgt die Beauftragung und Bezahlung durch die öffentliche Hand, in einigen Fällen werden die Kosten später an die Angehörigen weitergereicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für die Behörden liegt der Vorteil darin, daß sie meist mit immer den selben Bestattern zusammenarbeiten, was eine gewisse Routine, Ruhe und Sachlichkeit mit sich bringt. Der Bestatter verspricht sich, neben den Einnahmen aus dem Einsatz selbst -die meist nicht wahnsinnig hoch sind-, daß die Angehörigen, wenn er den Verstorbenen schon mal hat oder hatte, auch bei ihm belassen und ihm den folgenden Bestattungsauftrag erteilen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun kommen aber neben den alltäglichen &quot;Polizeileichen&quot;, die in ihrer Zahl immer grob abschätz- und absehbar sind, auch Katastrophen vor, so wie zum Beispiel vor Jahren beim dem schweren ICE-Unglück oder in etwas kleinerem, aber nicht minder schrecklichem, Ausmaße jetzt bei der Love-Parade.&lt;br /&gt;
In solchen Fällen haben manche Polizeidirektionen Listen für den Katastrophenfall vorbereitet, manchmal liegen die auch bei den Rettungszentralen, je nachdem, welche Organisation im Krisenfall zuständig ist.&lt;br /&gt;
Es kann auch die Kommune (Friedhofsamt, Amt für Bestattungswesen) sein, die ihrerseits Notfallpläne bereit hält.&lt;br /&gt;
Dann werden je nach erforderlicher Zahl Bestatter von der Liste angefordert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist mir allerdings auch bekannt, daß in solchen Fällen (bei einem Straßenbahnunfall) einfach das Branchenbuch genommen wurde und ein paar Kollegen bestellt wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer als Bestatter solche Arbeiten in der Vergangenheit unzuverlässig durchgeführt hat oder beispielsweise nach einem Unfall 2-3 Stunden für das Anrücken brauchte, der kann natürlich auch aus so einer Liste herausfallen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 17:01:17 +0200</pubDate>
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    <title>Theo Albrecht verstorben</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Theo-Albrecht-verstorben/4987</link>
            <category>Celebrity</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.welt.de/wirtschaft/article8688086/Aldi-Gruender-Theo-Albrecht-gestorben.html&quot;&gt;ALDI-Gründer Theo Albrecht 88jährig verstorben&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;gemeldet von MaRode&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 14:01:43 +0200</pubDate>
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    <title>Breit aufgestellt</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Breit-aufgestellt/4986</link>
            <category>Kommune/Konkurrenz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&quot;Das wurde mir so nicht kommuniziert, ich bin ja ein Stück weit bei Ihnen, von daher dürfte es keine Probleme geben, wir sind ja breit aufgestellt und im Face-to-face-counter-business geübt. Ich gehe da argumentativ mit Ihnen, das ist keine Frage. Sind Sie bei Facebook, dann meldet sich unser Herr Blabla bei Ihnen.&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Äh ja.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 09:19:32 +0200</pubDate>
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    <title>Bestatterbekleidung, Kleidung für Bestatter</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Bestatterbekleidung,-Kleidung-fuer-Bestatter/4985</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Gestern waren wir auf einem kleinen Dorf auf einer Beerdigung. Sechs Herren haben den Sarg zum Grab gebracht und ein siebter ging als eine Art Zeremonienmeister vorneweg. Meine Frau und ich haben die wunderschönen Kostüme der Leichenträger und des Anführers bewundert. Verzeihen sie, wenn wir nicht die richtigen Ausdrücke finden.&lt;br /&gt;
Werden diese Pellerinen, also diese Mäntelumhänge extra genäht? Auch trugen die Männer so mittelalterliche Dreispitzhüte auf dem Kopf, das sah alles sehr edel und feierlich aus.&lt;br /&gt;
Bei uns in der Großstadt gibt es nur graue Uniformen. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, auch diese Uniformen sehen sehr gut aus, sind aber natürlich längst nicht so feierlich.&lt;br /&gt;
Wo bekommen Bestatter diese Sachen her?&lt;/blockquote&gt; &lt;p&gt;Es gibt mehrere Firmen die Berufskleidung auch für Bestatter herstellen. Welche Art von &quot;Uniform&quot; getragen wird, kann regionalen Traditionen folgen oder aber wurde vom Bestatter so für sein Unternehmen gewählt.&lt;br /&gt;
Wir bestellen unsere Bestatterkleidung fast ausschließlich bei der &lt;a href=&quot;http://www.bestatter-bekleidung.de/&quot;&gt;Firma Conen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Derzeit haben wir uns auf dunkelgraue Anzüge geeinigt, nachdem wir jahrelang ganz dunkelgrüne Anzüge hatten.&lt;br /&gt;
Man kann kaum Anzüge und Bestatterkleidung aus dem normalen Konfektionssortiment von Kaufhäusern nehmen.&lt;br /&gt;
In der Bestatterkleidung muß gearbeitet werden und dafür ist Modekleidung einfach zu empfindlich.&lt;br /&gt;
Berufskleidung, auch wenn sie elegant wirkt, folgt da hinsichtlich Haltbarkeit und Unempfindlichkeit anderen Kriterien.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 08:57:57 +0200</pubDate>
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    <title>Trauerfeier bei Jehovas Zeugen</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Trauerfeier-bei-Jehovas-Zeugen/4980</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Meine Familie und ich mußten an einer völlig entwürdigenden Beerdigung bei den Zeugen Jehovas teilnehmen.&lt;br /&gt;
Meine Tante war verstorben. Sie war verwitwet und einsam und hatsich im Alter dieser Sekte zugewandt. Nun wurden wir vom Ältesten oder Königsreichmann der Zeugen informiert dass die Tante gestorben ist.&lt;p&gt;Wir als Familie wurden vor völlig vollendete Tatsachen gestellt und mussten sogar zusehen, dass die Zeugen Jehovas die Beerdigung organisiert und den Bestatter ausgesucht haben. Wir hätten für die Tante nicht aufkommen können, da wir selbst nicht über genug Geld verfügen, aber man hätte das doch dem Amt überlassen können. Schließlich ist das Amt zu einer würdigen einfacheren BHestattung verpflichtet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Trauerfeier im Königreich Saal war die Höhe! Es wurden nur Königsreichslieder gesungen und der Saal war voll mit diesen Zeugen Jehovas. Eine Unverschämtheit, da werden sie mir zustimmen, denn wo bleibt denn da die Familie. Man hatte uns Plätze hinten an der Seite so in der dritten Reihe reserviert aber wir wollten vorne sitzen wie sich das gehört und sich dann d´ganz resolut einfach nach vorne gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;blockquote&gt;Die dort sich hingesetzten Zeugen haben uns abgegukct wie Autos und sind nur wiederwillig aufgestanden.&lt;br /&gt;
Ein Prediger hat dann eine Sektenansprache gehalten und unsere Tante immer Schwester Klara genannt. Ich meine mal, dass wir zurecht böse sind, denn nur für meine Mutter war das ja wirklich eine Schwester.&lt;br /&gt;
Der Prediger hätte ja auch Frau K. sagen können und nicht nur Schwester Klara, das finden wir sehr unpoersönlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Lieber wäre uns ein christliches Begräbnis gewesen, weil wir zwar auch nie in die Kirche gehen sich das aber so gehört.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Grab hat dann das Gloeiche stattgefunden: Wieder stand alles voll mit diesen Leuten und wir vier mussten uns den Platz direkt am Grab fast erkämpfen. Der Prediger hat dann wieder Königreich gesprochen undBlumen gab es auch keine. Alles sehr nackt, nur der blanke Sarg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Haben wir ein Anrecht, daß die Beerdigung zu unseren Bedingungen wiederholt wird und wir gesetzlich die Sekte vom Feiern ausschliessen?&lt;br /&gt;
Wir haben uns schon im Internet schlau gemacht und gelesen, dass die immer gegen die Familien kämpfen. Sekte eben, du wirst das kennen.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das mit dem schlau machen hat in diesem Fall nicht geklappt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jehovas Zeugen haben religiöse Vorstellungen, die auf christlichen Vorstellungen fußen, sich aber in weiten Teilen davon grundlegend unterscheiden. Insbesondere lehnen es Jehovas Zeugen ab, den Einzelnen mit Prunk und Pomp in den Vordergrund oder Mittelpunkt zu stellen, sie feiern ja beispielsweise auch keine Geburtstage.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daraus ergibt sich, daß die Trauerfeiern der Zeugen aus der Sicht der meisten anderen Menschen eher schlicht und schmucklos wirken. Blumenschmuck von Fremden wird toleriert, aber ansonsten fehlt dieser nahezu gänzlich. In der Regel wird eine Ansprache des zuständigen Predigers erfolgen und es werden Lieder aus dem eigenen Gesangbuch gesungen werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fremde werden normalerweise gerne gesehen, man kann den Zeugen ja versuchen alles Mögliche nachzusagen, daß sie allerdings nicht gastfreundlich seien, habe ich so noch nicht erfahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So muß man verschiedene Szenarien ganz fein unterscheiden.&lt;br /&gt;
Oft sind ganze Familien Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft und nur wenige Angehörige von außerhalb kommen als Nichtmitglieder hinzu. Hier wird man erwarten dürfen, daß diese sich auch wie Gäste verhalten und die Abläufe in der gegebenen Form tolerieren, auch wenn man vielleicht etwas anderes erwartet hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manchmal sind nur einzelne Personen aus einer Familie bei Jehovas Zeugen und dann ergibt sich der Konflikt, wer sich da welchem &quot;Ritus&quot; zu beugen hat. Hierzu sollte man wissen, daß Zeugen Jehovas Schwierigkeiten damit haben, Gotteshäuser und Zeremonienstätten anderer Kirchen zu besuchen. Sie sehen in den Zeremonien anderer Kirchen nicht einfach eine andere Form der Gottesverehrung, die man auch mal tolerieren könnte, sondern lehnen diese Riten als frevelhaft ab. Sie möchten möglichst auf keinen Fall dorthin müssen und daran teilnehmen müssen und sei es auch nur passiv.&lt;br /&gt;
So ist dann der Konflikt vorprogrammiert, wenn eine Familie das Familienmitglied welches bei den Zeugen Jehovas war, zum Beispiel nach katholischem Brauch bestatten lässt, mit Kirchenbesuch usw.&lt;br /&gt;
Die Menschen, die innerhalb der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas zuletzt vielleicht zu den engsten Vertrauten und Freunden des Verstorbenen gehört haben, könnten dann unter Umständen an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier ist sehr viel Toleranz nötig und es kann durchaus nicht schaden, wenn man mit den Verantwortlichen der örtlichen Versammlung der Zeugen spricht und einen gemeinsamen Weg findet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus den religiösen Vorstellungen der Zeugen Jehovas ergeben sich auch Unterschiede hinsichtlich der Bestattung.&lt;br /&gt;
Eindeutig bevorzugt wird nach meinen Erfahrungen die Erdbestattung, wenngleich die Zeugen selbst betonen, daß sie alle Bestattungsformen tolerieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei der Trauerfeier spricht in der Regel einer der Ältesten/Prediger dieser Glaubensgemeinschaft und es werden, wie Du richtig beschrieben hast, Lieder aus dem Gesangbuch der Zeugen gesungen.&lt;br /&gt;
Auch am Grab erfolgt eine kurze Ansprache.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Trauerfeiern von Jehovas Zeugen, die ich bisher miterlebt habe, waren aber durchweg würdig und anständig.&lt;br /&gt;
Natürlich sind Teile der angesprochenen Themen und das gesamte Liedgut der Zeugen Außenstehenden eher fremd.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn aber Angehörige zu mir kommen und darüber klagen, daß einer ihrer Angehörigen in eine Glaubensgemeinschaft eingebunden war und nun nach deren Vorstellungen bestattet werden soll, dann frage ich, ob derjenige Buddhist war. Meist kommt dann die Antwort: &quot;Nein, der bei den XYZ.&quot;&lt;br /&gt;
Ich frage dann: &quot;Wenn er aber Jude oder Buddhist gewesen wäre oder Hindu, würden Sie dann tolerieren, daß er nach seinen Vorstellungen bestattet wird?&quot;&lt;br /&gt;
Dann schauen die Leute meistens betroffen aus der Wäsche und erkennen, daß es nicht an den Vorstellungen und Riten der jeweiligen Glaubensgemeinschaft liegt, daß sie sich dagegen sperren und auf einmal alles ganz schrecklich finden, sondern an ihrer eigenen Einstellung dieser religiösen Gruppe gegenüber.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 07:46:00 +0200</pubDate>
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    <title>Schreibtisch-Karussell</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Schreibtisch-Karussell/4981</link>
            <category>Fundstücke</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich habe den Artikel noch mal nach oben geschoben, weil mir gerade aktuell noch eine Idee gekommen ist:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Könnte man so etwas nicht auch zum Umhängen bauen? Es gibt doch auch so Männer, die eine komplette Bratwurstküche umhängen haben und Würschtl verkaufen. So etwas dann drehbar mit Monitoren zum Umhängen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Egal wie die das in diesem Video unter dem Tisch realisieren, so einen Schreibtisch hätte ich wohl gerne. Mal gucken, ob es den im Männerladen gibt!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;object type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; style=&quot;width:400px; height:320px; display: block; margin-left: auto; margin-right: auto; outline: none;&quot; data=&quot;http://media.elb-kind.de/swf/mvs01007001_47.swf&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://media.elb-kind.de/swf/mvs01007001_47.swf&quot; &lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot; /&gt;&lt;param name=&#039;flashvars&#039; value=&#039;autoplay=false&#039; /&gt;&lt;param name=&#039;allowScriptAccess&#039; value=&#039;always&#039;&gt;&lt;param name=&#039;quality&#039; value=&#039;high&#039; /&gt;&lt;param name=&#039;allowFullScreen&#039; value=&#039;true&#039; /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachtrag: Irgendein Ingenieur anwesend? Brauche ich bei einem Labrador-Retriever eine Untersetzung oder eine Übersetzung? Und wenn es eine Übersetzung sein soll, geht dann der Google-Translator?&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 27 Jul 2010 14:48:00 +0200</pubDate>
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    <title>Wildschweine klauen Urnen im Friedwald, oder?</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Wildschweine-klauen-Urnen-im-Friedwald,-oder/4984</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Dein  gestriger Bericht über den Friedwald war sehr interessant, vielen Dank mal dafür. Nun  aber zu meiner Frage:&lt;br /&gt;
Die Urnen in einem Friedwald sind doch aus ökologischen Materialien. Jetzt geht bei mir auf der Arbeit das Gerücht, diese Urnen würden von wilden Tieren (z.B. Wildschweinen) ausgegraben und gefressen. Das würde mich dann aber nun doch mal interessieren, ob da was dran ist.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Das ist eine urbane Legende. Ich selbst bin angesichts der Abbildungen der aktuellen Friedwald-Urnen darauf hereingefallen und hatte gedacht, diese Urnen bestünden zum Teil aus Maisstärke. Gut gemachte Produkte auf Maisstärkebasis unterscheiden sich kaum von solchen aus Kunststoff und wer weiß, was man alles aus Plastik machen kann, der weiß, daß diese Produkte anderen Materialien mehr als täuschend ähnlich sehen können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber das mit der Maisstärke ist eine Fehlinformation, die aus irgendwelchen Gründen durch die Bestatterkreise geistert. In Wirklichkeit bestehen die Urnen aus einem Mischmaterial, welches neben Holzpartikeln unter anderem Lignin, den natürlichen Holzkleber enthält. &lt;br /&gt;
 Hiermit sind ebenso sehr interessante und zweckmäßige Formgebungen möglich und vor allem ist dieses Biopolymer-Material für Wildtiere absolut uninteressant. Das eher an Holz, als an Lebensmittel erinnernde Material riecht und schmeckt nicht nach Essbarem, ist gleichwohl biologisch abbaubar und eben für Schweine ohne Interesse.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Absolut ohne Reiz für Wildschweine ist auch die Totenasche an sich. Somit gibt es an einer Beisetzungsstelle nichts was in irgendeiner Weise Tiere anlocken könnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sofern nun aber Wildschweine doch einmal aus purer Lust am Leben und auf der Suche nach Eicheln o.ä. den Waldboden durchwühlen, so könnten sie kaum zufällig auf Reste der Beisetzungen stoßen. Die Beisetzungen finden in einer Tiefe von rund 80 cm und mehr statt und so tief graben Tiere meistens nicht.&lt;br /&gt;
Dies gehört aber nunmal dazu, wenn man sich in der Natur bestatten läßt. Im Gegenteil, viele der Menschen, die eine Waldbestattung wünschen, tun dies ja gerade in dem Bewußtsein, in gewisser Form der Natur und somit auch den Tieren nahe zu sein.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 27 Jul 2010 13:40:18 +0200</pubDate>
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    <title>Zwei Rechnungen unter der Hand</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Zwei-Rechnungen-unter-der-Hand/4983</link>
            <category>daily stuff</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Leser &quot;gruftie&quot; schreibt zu &lt;a href=&quot;http://bestatterweblog.de/archives/Einsicht-in-die-Bestatterrechnungen,-falscher-Totenschein/4978&quot;&gt;diesem Artikel von gestern&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;Ein Bestatter, der in seiner Rechnung Auslagen aufführt, ohne die Belege beizuheften, wird leicht verdächtigt, den Auftraggeber betrügen zu wollen. Ich kenne aber auch Bestatter, die fordern (das Wort ist bewusst gewählt!) von Friedhof, Krematorium u.a. 2 Rechnungen. Eine niedrige zum Zahlen und eine hohe für den Kunden.&lt;br /&gt;
Ich hoffe nur, dass die Steuerverwaltung bei ihren Prüfungen auch einmal die Belege bei solchen Firmen gegeneinander abgleicht.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Darum geht es nicht, bzw. das meine ich nicht. Selbstverständlich ist es so wie Du es schreibst absolut korrekt.&lt;br /&gt;
Wenn der Bestatter in seiner Rechnung durchlaufende Posten ausweist, dann hat er korrekterweise die entsprechenden Rechnungen auch beizufügen. Er muß ja belegen können, daß er diese Kosten zu Recht weiterreicht und die Bezahlung beansprucht.&lt;br /&gt;
 Manchmal berechnet er, weil er die immer gleichen Kosten kennt, diese schon in seiner Bestatterrechnung bevor die Rechnungen bei ihm eingegangen sind, dann sollte darauf in der Bestatterrechnung hingewiesen werden und dem Kunden die Rechnungen nachgereicht werden, bzw. ihnen später die Möglichkeit der Einsichtnahme gewährt werden.&lt;br /&gt;
Es kommt beispielsweise vor, daß Krankenhäuser Kühlungskosten nicht fallweise, sondern quartalsweise in einer Sammelrechnung abrechnen, um mal ein Beispiel für eine solchen durchlaufenden Posten zu nennen, der erst viel später vom Zulieferer abgerechnet wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In meinem gestrigen Artikel ging es aber auch um die Möglichkeit, daß Kunden ein Komplettpaket bei manchen Bestattern buchen können. Man findet immer wieder solche Angebote vor allem im Internet: &quot;Feuerbestattung komplett 1.119 Euro&quot;&lt;br /&gt;
Für diesen Preis (der oft eine lokale Begrenzung wegen der Fahrkosten als Fußnote enthält) bekommt man den einfachsten Sarg, eine sehr einfache Ausstattung, Erledigung der Formalitäten, Einäscherung und ein anonymes Urnengrab irgendwo. Irgendwo bedeutet, daß die Urne auf einem Friedhof ganz nach Wahl des Bestatters (und sei es in Tschechien) beigesetzt wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da ist dann eben 1.119 Euro der Komplettpreis und es geht den Kunden schlichtweg nichts an, wie der Bestatter kalkuliert und wie er das von den Kosten her realisiert und wieviel er möglicherweise verdient. Der Bestatter erteilt in diesem Fall die Aufträge an Krematorium und Friedhof -im Gegensatz zur Abrechnung mit durchlaufenden Posten- nicht im Auftrag des Kunden, sondern ist selbst Auftraggeber. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daß mit zwei Rechnungen gearbeitet wird, also eine für den Kunden und eine etwas niedrigere für den Bestatter, ist mir nur von Blumenhändlern und Steinmetzen sowie von Zeitungen bekannt. Korrekterweise muß der Bestatter aber die Differenz als Provision verbuchen, meine ich.&lt;br /&gt;
Die örtliche Tageszeitung hier bietet den Bestattern 10% Rabatt auf die Anzeigenpreise, weil die Bestatter fix und fertige Anzeigen liefern und der Beratungsaufwand bei der Anzeigenannahme entfällt.&lt;br /&gt;
Dies ist eine Vergütung, die sich der Bestatter durch seinen Beratungsaufwand erarbeitet hat. Auf Anfrage erhält der Kunde aber von der Zeitung eine normale Rechnung über den vollen Preis, während der Bestatter eine um 10% niedrigere erhält. Nur um mal ein Beispiel zu nennen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber Friedhöfe und Krematorien? Das ist mir persönlich noch nicht untergekommen, vor allem weil es sich ja bei den Betreibern in den meisten Fällen um Kommunen handelt.&lt;br /&gt;
Allerdings wird immer wieder gemunkelt, daß Städte, die einen kommunalen Bestattungsdienst unterhalten ihrem eigenen Bestattungsdienst unter der Hand ganz andere Preise machen, als den freien gewerblichen Bestattern. Die Kunden erfahren davon natürlich nichts und zahlen den vollen Preis.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich will nicht ausschließen, daß es solche Fälle wie von Dir beschrieben wirklich gibt, aber mir sind keine solchen bekannt. Es wäre aber der Beleg dafür, daß es nicht nur bei den Bestattern auch schwarze Schafe gibt, sondern bei den Krematoriums- und Friedhofsbetreibern, also den Kommunen, auch.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 27 Jul 2010 10:07:10 +0200</pubDate>
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    <title>Püree</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Pueree/4982</link>
            <category>Mitarbeiter Firma</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;p&gt;Antonia ist unheimlich lustig. Sie liebt es, Witze zu erzählen und lustige Wortspiele zu veranstalten. Nun gehen bei ihr aber der Spaß an der Sache und die Fähigkeit es zu tun völlig getrennte Wege, was zur Folge hat, daß sie einen ganz bekannten Witz immer und immer wieder ungefähr folgendermaßen erzählt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia steht Frau Büser gegenüber, löffelt dabei aus einem Schälchen Exquisa Ananas-Mango Brotaufstrich und fragt Frau Büser: &quot;Ha! Jetzt kommt einer! Aufpassen!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann stellt sie sich in ihre Witzpositur. Dabei dreht sie einem die rechte Seite zu, schaut mit einem neckisch, gespannten Blick so halb über ihre Schulter, setzt einen Fuß etwas vor und holt immer ganz tief Luft, so als wolle sie jetzt die Schlussarie einer ganz großen Oper singen. Dann leckt sie noch einmal über ihre Lippen, was mit dem Frischkäsekrempel nicht besonders elegant aussieht, und erzählt endlich ihren Witz:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Wie heißt das Kartoffelpüree mit Vornamen?&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sofort nachdem sie die Frage gestellt hat, beginnt sie innerlich zu glucksen, kann es kaum abwarten, daß jemand eine falsche Antwort gibt und ihr gestautes Lachen gluckst sich in einer Art wabberndem Tidenhub wellenartig vom Bauch über die Brust bis zur Unterkante des Mundes hoch. Natürlich kann keiner auf ihre spaßige Frage eine vernünftige Antwort geben. Normalerweise fragt man ja, wie das Reh mit Vornamen heißt und wenn keiner eine Antwort weiß, sagt man &quot;Kartoffelpü&quot;. Hahaha...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau Büser kennt diese Scherzfrage schon, sie gehört zum unerschöpflichen Repertoire von Antonia, das vielleicht insgesamt drei Witze umfasst, die sie immer wieder mal anbringt. Ob sie selbst an Witze-Demenz leidet oder glaubt, alle anderen Menschen litten daran, ich weiß es nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber Antonia ist an sich so lebenslustig, fröhlich und komisch, daß es immer wieder eine Freude ist, ihr zuzuschauen, wie sie innerlich abgeht, wenn sie mal wieder einen Witz verhunzt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich weiß auch dieses Mal keiner eine Antwort auf die Frage, wie das Kartoffelpüree mit Vornamen heißt und nur aus Höflichkeit fragt Auszubildende Nadine: &quot;Reh?&quot;&lt;br /&gt;
Antonia gluckst, sie kann ihr Lachen nicht mehr unterdrücken, ihr Kopf ist schon ganz rot und endlich platzt das Lachen aus ihr heraus und nur unter Lachtränen und Schwierigkeiten gelingt es ihr, die aus ihrer Sicht einzig richtige Antwort zu geben: &quot;Kartoffel!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hahaha... Alles lacht, aber man lacht entweder aus Höflichkeit oder eben über Antonia selbst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sandy mischt sich ein und fragt nun ihrerseits: &quot;Und was ist schwarz-weiß und sitzt auf einer Schaukel?&quot;&lt;br /&gt;
Frau Büser versucht es mit &quot;Ein Schiedsrichter?&quot; und Sandy schüttelt grinsend den Kopf und sagt: &quot;Ein Schwinguin!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der ist gut, den kannte ich noch nicht. Immerhin werde ich meine Kinder und vielleicht den Hund damit zum Lachen bringen. Aber so einen in der Art kenne ich auch: &quot;Was ist grün und am Boden festgefroren?&quot;&lt;br /&gt;
Ich schaue erwartungsvoll in die Runde, doch ich sehe nur ratlose Frauengesichter. &lt;br /&gt;
Also gebe ich lächelnd selbst die Antwort: &quot;Der Froscht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Peinliches Schweigen...&lt;br /&gt;
Etwas betreten schauen mich Sandy, Antonia, Frau Büser und Nadine mit großen Augen an, keine Spur von einem Lächeln, geschweige denn von einem Lachen. Sie treten von einem Fuß auf den anderen, schauen auf den Fußboden, an die Decke oder an mir vorbei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich wiederhole etwas eindringlicher: &quot;Der Froscht!&quot;, vielleicht haben sie es ja beim ersten Mal nicht verstanden, haben jenes beinahe schon an Sprachgenialität grenzende Wortspiel nicht verstanden...&lt;br /&gt;
Frau Büser ringt sich ein müdes Lächeln ab, es wirkt gequält.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Der Froscht! Grün, versteht ihr, am Boden festgefroren, der Froscht!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie schütteln mitleidig mit dem Kopf, wenden sich von mir ab und ich, der ich ganze Hallen spontan zum Lachen bringen kann, stehe da, als habe ich den Scheiß mit dem Kartoffelpü erzählt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&quot;Frohoscht! Das ist doch nicht schwer zu verstehen, Mensch Mädchen, das ist zusammengezogen aus Frost und Frosch...&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Antonia gähnt und geht in ihr Zimmer, Sandy schüttelt mitleidig den Kopf und Nadine schaut fragend zu Frau Büser, die sich kopfschüttelnd abwendet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Noch einmal rufe ich &quot;Froscht!&quot;, erziele keinerlei Wirkung damit und gehe betrübt zurück in mein Büro, bevor ich die Tür schließe, versuche ich es noch einmal: &quot;Frohoscht! Festgefroren, grühün!&quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nix.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich will mich gerade hinter meinen Schreibtisch setzen, da höre ich unterdrücktes Lachen von drüben, es schwillt an und wallt in ein lautes Lachen aus mehreren Frauenkehlen über. Ich gehe rüber und finde meine Damen vor Lachen über die Tische gekrümmt, Sandy wälzt sich auf dem Boden und hält sich den Bauch, Antonia, die mir den Rücken zudreht, sagt gerade: &quot;Und wie er da zum dritten Mal &#039;Frohoscht&#039; gerufen hat, zuuu goldig, ich könnt&#039; mich wegschreien. Der war aber auch zu gut und ich konnte mir kaum ein Lachen verkneifen. Mal gucken was er morgen bringt, wenn ich wieder nach dem Kartoffelpüree frage.&quot;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 27 Jul 2010 07:49:46 +0200</pubDate>
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    <title>Urne im Friedwald</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Urne-im-Friedwald/4979</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Meine Frau und ich sind nun in einem Alter in dem man sich näher mit den Themen des Alters und auch des Ablebens befasst. Aufgrund der Lektüre des Bestatterblog sind wir bei der Auswahl der Bestattungsform mittlerweile dahin gekommen, dass wir uns für eine Friedwald-Bestattung entscheiden werden.&lt;p&gt;Nun bewegt uns aber die Frage, wie das eines Tages mit den Urnen sein wird. Wenn wir das richtig verstanden haben, dann steht auch in einem Friedwald der Urnenplatz nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung und irgendwann fällt der Wald Stück für Stück der forstwirtschaftlichen Nutzung zu. Was bitte geschieht dann mit den Urnen? Die würden dann ja zuhauf gefunden und die Blechdosen müssen dann doch irgendwo bleiben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Können Sie uns da eine Klärung geben?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit den besten Wünschen für Ihr ganz vorzügliches Weblog&lt;br /&gt;
Herrmann und Anneliese K.&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist ganz richtig, auch Friedwälder sind nicht unbedingt für die Ewigkeit. Das ist ja das Clevere an diesem Konzept.&lt;br /&gt;
Bis ein Wald entsprechend alt und &quot;reif&quot; zum Abernten der Bäume ist, vergehen manchmal Generationen. Deshalb kann man während dieser Zeit den Wald durchaus ohne Einfluss auf den späteren forstwirtschaftlichen Ertrag über eine sehr lange Zeit als Beisetzungsstätte nutzen. Grundsätzlich sind Friedwälder zunächst immer auch als Friedhof ausgewiesen und die verbriefte Nutzungszeit beträgt 99 Jahre. Eventuell notwendig werdende forstliche Arbeiten (etwa die Entfernung von gebrochenen Ästen usw.) haben keinen störenden Einfluss auf die im Erdreich beigesetzten Urnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun konkret zu Ihrer Frage:&lt;br /&gt;
Es werden im Friedwald nur abbaubare Urnen ohne die vom Krematorium gelieferte Aschenkapsel aus Blech verwendet. Die Urnen bestehen fast auschließlich aus &lt;a href=&quot;http://www.friedw.de/Aktuell_Detail.AxCMS?ID=633&amp;amp;ForestName=&amp;amp;ActiveID=3026&quot;&gt;Arboform&lt;/a&gt;, einem Biopolymer, das unter anderem den aus Holz gewonnenen Klebestoff Lignin enthält. Sehr viel seltener bestehen die Urnen aus anderen Materialien, wie zum Beispiel Pappmachee oder Holz. &lt;br /&gt;
Allen verwendeten Urnen für den Friedwald ist gemein, daß sie vom Aussehen her weitaus teureren Urnen aus nahezu unvergänglichen Materialien in nichts nachstehen, es aber gewährleistet ist, daß durch Bodenorganismen und Witterung die Urne vergeht und die Asche ins Erdreich übergehen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie brauchen sich also keine Gedanken über den Verbleib der Urne zu machen, bis zum Ablauf der Nutzung als Friedwald wird von der Urne gewiss nichts mehr übrig sein. Insgesamt läuft so ein Friedwald 99 Jahre und bleibt auch während dieser Zeit als Friedwald und somit als Friedhof als Ganzes erhalten und wird nicht Stück für Stück, je nach abgelaufenen &quot;Gräbern&quot; wieder abgegeben.&lt;br /&gt;
Also genug Zeit für die Urnen, Frieden im Wald eben, wie es der Name schon sagt.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 26 Jul 2010 11:00:56 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://bestatterweblog.de/archives/guid/4979</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Einsicht in die Bestatterrechnungen, falscher Totenschein</title>
    <link>http://bestatterweblog.de/archives/Einsicht-in-die-Bestatterrechnungen,-falscher-Totenschein/4978</link>
            <category>Frag den Bestatter</category>
    
    <comments>http://bestatterweblog.de/archives/Einsicht-in-die-Bestatterrechnungen,-falscher-Totenschein/4978#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (Undertaker TOM)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Mein Schwager ist 55 jährig verstorben(böse Krankheit).In dem Augenblick vertraut man doch dem Institut und kommt erst danach zum denken. Es wäre sicher auch nie aufgefallen aber zeitgleich starb ein Onkel der Familie und wie es so ist,redet man ja über die Kosten....&lt;br /&gt;
Meine Schwester verlangte nun die Rechnungen vom Arzt für den totenschein,für das Flammarium und andere Kosten der Fremdleistungen...der Bestatter verweigert dies mit der Begründung das diese beim steuerberater wären und bot ihr 200 € an,die sie ablehnte.Sie hat dann zB im Flammarium den Preis erfahren und der Bestatter hat darauf 150 % aufgeschlagen,dann wäre der Totenschein falsch gewesen ????? (er starb im Urlaub in Bayern und wurde für 1000€ nach Leipzig überführt )er benötigte sozusagen einen neuen Totenschein und um den Postweg zu umgehen hat er einfach einen Mitarbeiter für 480€ nach Bayern geschickt um einen neuen zu holen...ohne zu fragen..jedenfalls ist alles ziemlich undurchsichtig. Wo kann man nachfragen ob alles rechtens ist ? Wettbewerb ist OK aber nicht so unverschämt hoch auf Kosten der hilflos trauernden.&lt;br /&gt;
Danke falls mir jemand helfen kann&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich versuche das mal zu sortieren:&lt;br /&gt;
 Wenn ich das also richtig verstehe, ist folgendes vorgefallen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Euer Schwager ist verstorben und Ihr habt Euch einem Bestattungsinstitut anvertraut.&lt;br /&gt;
Dort habt Ihr eine Feuerbestattung im Flamarium bestellt.&lt;br /&gt;
Aufgrund eines anderes Sterbefalls in der Familie seid Ihr nun für die Preise sensibilisiert und fordert vom Bestatter die Offenlegung seiner Kosten, damit Ihr überprüfen könnt, ob und was der Bestatter an Rechnungen erhalten hat und wieviel er auf die einzelnen Positionen aufgeschlagen hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Statt Euch die Rechnungen offenzulegen, hat der Bestatter von sich aus einen Preisnachlass von 200 Euro angeboten, wohl vor dem Hintergrund, daß Ihr aus dem parallelen Sterbefall von günstigeren Preisen berichtet habt, richtig?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Parallel dazu erzählst Du die Geschichte von einem falschen &quot;Totenschein&quot;, dessen berichtigte Version nicht auf dem Postweg, sondern für teure 480 Euro durch einen Mitarbeiter des Bestatters in Bayern abgeholt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, also versuche ich eine Antwort.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn man beim Bestatter einen Paketpreis bucht, dann hat man diesen zu zahlen und im Grunde auch keinen Anspruch darauf, Einsicht in die Vorrechnungen des Bestatters zu nehmen. Wenn man in einem anderen Gewerbe, beispielsweise beim Klempner, ein Produkt oder eine Dienstleistung kauft, muß man ja auch den vereinbarten Betrag zahlen und hat keinen Anspruch darauf, mal eben in die Großhandelsrechnungen des Klempners zu schauen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Flamarium bietet recht günstige Einäscherungen an, die von Bestattern oft als Paket preiswert gebucht werden.&lt;br /&gt;
Auch wenn der Bestatter noch einen Aufschlag einkalkuliert sind diese Einäscherungen oft unterm Strich günstiger als würde man sie im örtlichen Krematorium durchführen lassen.&lt;br /&gt;
Vor allem Anbieter von günstigen Feuerbestattungen oder sogenannten Einäscherungspaketen weichen auf auswärtige und günstigere Krematorien aus und kalkulieren ihre Preise so, daß sich ein sehr günstiger Gesamtpreis oder ein unter dem örtlichen Niveau liegender Einäscherungspreis ergibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hat man bei einem solchen Bestatter ein Gesamtpaket gebucht, dann ist es letztlich seine Sache, wo er einkauft und zuarbeiten lässt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anders sieht es aus, wenn man kein Gesamtpaket gebucht hat.&lt;br /&gt;
Gibt man ganz herkömmlich eine Bestattung in Auftrag, so ist zwischen den Leistungen des Bestatters und den durchlaufenden Posten zu unterscheiden. Die Leistungen des Bestatters sind zum Beispiel die Lieferung des Sarges, die Überführungen und die Versorgung des Verstorbenen. Auch hier kann der Bestatter innerhalb der üblichen Grenzen frei kalkulieren und die Kunden haben keinen Anspruch darauf, zu erfahren, wie er kalkuliert und wie hoch seine Gewinnspanne ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die durchlaufenden Posten beispielsweise sind die Friedhofsgebühren, kommunale und hoheitliche Gebühren wie Gebühren für Sterbeurkunden, Leichenschaugebühren, Grabkosten usw.&lt;br /&gt;
Diese Kosten legt der Bestatter oft für den Kunden aus und schreibt sie in einem zweiten Teil seiner Rechnung gesondert auf. Er fügt üblicherweise die entsprechenden Rechnungen in Kopie bei.&lt;br /&gt;
Normalerweise schlägt der Bestatter auf diese Rechnungspositionen nichts auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um was es sich nun bei den Gebühren für die Einäscherung im Flamarium handelt, ist von hier aus nicht abschließend zu beantworten. Hat man ein Komplettpaket zu einem Fixpreis gebucht, kann man nach meiner Einschätzung hinterher nicht verlangen, die &quot;Einkaufspreise&quot; des Bestatters einzusehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gibt der Bestatter die Einäscherung aber im direkten Auftrag des Kunden in Auftrag, so hat er die Rechnung des Krematoriums seiner Rechnung beizufügen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man sollte also schon bei der Auftragsvergabe genau nachfragen, warum der Bestatter nicht das örtliche oder ein nahegelegenes Krematorium wählt, sondern z.B. ein Krematorium in Tschechien o.ä.&lt;br /&gt;
Meist wird angeführt werden, daß es dort günstiger sei, dann aber sollte sich das auch für den Kunden positiv niederschlagen, nämlich in einem eindeutig günstigeren Preis. Keinesfalls sollte man eine Einäscherung in einem &quot;merkwürdigen&quot; Krematorium zustimmen, so würde ich das sehen wollen, wenn nur der Bestatter einen Vorteil davon hat und sich ansonsten im Vergleich zum örtlichen Krematorium am Preis nichts tut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zur Sache mit dem &quot;Totenschein&quot;.&lt;br /&gt;
Hier müsste ich zunächst einmal wissen, um was es sich bei dem laienhaften Ausdruck &quot;Totenschein&quot; nun handelt.&lt;br /&gt;
Ist es die Todesbescheinigung vom Arzt oder ist damit die amtliche Sterbeurkunde des zuständigen Standesamtes gemeint?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann müsste man wissen, wer den Fehler gemacht hat und damit die Schuld an der Fehlerhaftigkeit trägt und was da überhaupt falsch war. Erst dann könnte man sich darüber Gedanken machen, wer wie dafür haftet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jedenfalls ist es nicht in Ordnung, die dadurch entstehenden Kosten einfach zu Ungunsten des Kunden abzurechnen und diesem mit stolzen 480 Euro komplett aufzubrummen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Handelt es sich bei dem &quot;Totenschein&quot; um die Arztpapiere, so kann ja im Grunde nur der Arzt den Fehler gemacht haben und somit hat auch er für den Fehler einzustehen.&lt;br /&gt;
Hat das Standesamt einen Fehler gemacht, sieht die Sache etwas komplizierter aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bestatter sendet ja in der Regel einen Fahrer zum Sterbeort, um den Verstorbenen dort abzuholen. Ihr habt geschrieben, daß Ihr für die Überführung 1.000 Euro bezahlt habt, also scheint das so gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
Im gleichen Zug nimmt der Fahrer dann auch die Beurkundung beim Standesamt am Sterbeort vor.&lt;br /&gt;
Aus praktischen Gründen lassen Bestatter von weither diese Behördenwege auch schon mal im Wege der Kollegenhilfe von einem Bestatter am Sterbeort durchführen.&lt;br /&gt;
Egal wie: Selbst wenn das Standesamt einen Fehler gemacht hat und möglicherweise für die entstehenden Mühen und Kosten in der Haftung stünde: Der Mitarbeiter des Bestatters, der die Urkunden in Empfang nimmt, hat im Zuge seiner Sorgfaltspflicht direkt zu überprüfen, ob die Papiere ordnungsgemäß sind. Gerade heutzutage, da es dank Mobiltelefon möglich ist, nahezu immer und überall auch von Dokumenten Fotos zu machen und überallhin zu senden, wäre eine Überprüfung und ein Abgleich mit den heimischen Unterlagen leicht möglich gewesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und wiederum egal wie: Letztlich dürfte es am wenigsten an den Auftraggebern liegen, wenn Arztpapiere oder Sterbeurkunde falsch ausgefertigt wurden. Ihnen das also vollumfänglich in Rechnung zu stellen, ist keineswegs in Ordnung.&lt;br /&gt;
Ich würde diesen Teil der Rechnung zunächst nicht bezahlen und eine schriftliche Stellungnahme verlangen, in der Ross und Reiter genannt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass der Bestatter pauschal eine Wiedergutmachungssumme von 200 Euro angeboten hat, hat ein gewisses &quot;G&#039;schmäckle&quot;, kann aber auch darauf hindeuten, daß er sich wegen der Rechtmäßigkeit seiner Forderungen selbst nicht im Klaren ist und durch die Zahlung dieses Betrages einer aufwändigen Klärung und Beitreibung beim wirklich Schuldigen aus dem Weg gegen will. Das kann sogar unterm Strich die beste Lösung sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der anderen Seite kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, daß ein Nachlass von 200 Euro insgesamt zu wenig ist und muß dann eben den harten Weg gehen. Klärung verlangen, die strittigen Punkte nicht bezahlen und abwarten, ob der Bestatter einen dann wegen Nichtbezahlung verklagt oder mahnt. Dann kann man ein Gericht klären lassen, inwieweit die Rechnungen berechtigt sind.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 26 Jul 2010 09:21:23 +0200</pubDate>
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