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Fotografen

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In den letzten Tagen wurde hier über das Fotografieren während der Trauerfeier und am Grab diskutiert.
Wir bieten beispielsweise die Dienste eine professionellen Fotografen an, der die Trauerfeier mit seiner Kamera begleitet.
Ich finde auch überhaupt nichts Verwerfliches dabei, eine Beerdigung zu fotografieren, handelt es sich doch oft um eines der größten, wenn nicht sogar das größte Familienereignis überhaupt.

Vor allem wenn ein Familienpatriarch, also ein alter Großonkel, Großvater o.ä. verstirbt, kommen oft Verwandte aus allen Regionen und manchmal aus dem Ausland zusammen, die sich sonst nie sehen.
Schließlich zählt dieser Satz nicht umsonst zu den am häufigsten auf Beerdigungen gesagten: „Ist doch eigentlich schade, daß man sich nur noch auf Beerdigungen sieht.“

Warum sollte man diesen Anlaß also nicht auch aufnehmen? Und auch wenn man die liebe Verwandtschaft natürlich am Besten beim anschließenden Kaffeetrinken ablichten könnte, so gibt es dennoch mannigfaltige Gründe, um auch die Trauerfeier und die Grablegung zu fotografieren.

Wenn die Trauerfeierlichkeiten nämlich fotografiert wurden und wenig später die Hinterbliebenen die Bilder erhalten, dann ist oft das Aha und das Staunen groß. Da werden unter den Trauergästen Personen entdeckt, die man am Tag der Beerdigung gar nicht wahrgenommen hat und man entdeckt beim Blumenschmuck das eine oder andere Stück, das am Grab unter anderen Kränzen längst verschwunden ist.
Viele Familien verabschieden sich nicht am offenen Sarg und sehen unser Erdmöbel erst und ausschließlich in der Trauerhalle und in dem kurzen Moment am Grab. Erst auf dem Foto können sie sich den Sarg richtig anschauen.

Überhaupt können Fotos dazu dienen, Eindrücke zu bekommen, die man aufgrund der Trauer, der Tränen und der Aufregung am eigentlichen Beerdigungstag gar nicht wahrgenommen hat.

Natürlich ist eine Beerdigung kein schöner Anlaß, aber wer sagt, daß man weniger schöne Anlässe nicht fotografieren soll?

Letztendlich ist es aber eine Frage der persönlichen Einstellung, ob man solche Bilder haben möchte.

Wie ich bereits erwähnte bieten wir die Dienste eines professionellen Fotografen an. Dieser kennt sein Metier, bewegt sich unauffällig und diskret und man nimmt ihn so gut wie gar nicht wahr.
Es muß natürlich kein Profi sein, das kann sicherlich auch einer der Verwandten und Bekannten übernehmen. Aber dann sollte derjenige das auch übernehmen und evtl. anderen Interessenten anbieten, ihnen die Bilddateien oder einen Ausdruck zukommen zu lassen.

Am wenigsten schön finde ich es und muß es leider immer häufiger erleben, daß die Hälfte aller Trauergäste mit ihrem Fotohandy herumknipst und es eigentlich während der gesamten Trauerfeier immer mal wieder blitzt.

Was mich an der Diskussion etwas verwundert hat, ist die Tatsache, daß einige ganz erstaunt darüber waren, daß bei Beerdigungen überhaupt fotografiert wird. Aus meiner Erfahrung weiß ich, daß viele Familien gar nicht wissen, daß man hierfür einen Fotografen buchen kann oder die Mitarbeiter des Bestatters bitten kann, die Bilder zu machen. Die weniger nahen Bekannten haben oft nicht den Wunsch, Fotos zu machen oder zu besitzen und die nähere Verwandtschaft hat gar nicht die Nerven dazu, um jetzt bei der Beerdigung zu knipsen. So bleibt manches erwünschte Foto einfach ungemacht.
Aber sehr viele Menschen gehen am Nachmittag oder am nächsten Tag noch einmal zum frischen Grab und machen dann Aufnahmen von Grabhügel und dem Blumenschmuck.
So ungewöhnlich wie manche glauben, ist das also gar nicht.

Wenn man aber nun bei einer Trauerfeier fotografiert, dann ist Zurückhaltung und Diskretion oberste Devise. Man sollte weder auf den Sarg steigen, noch in die Grube hüpfen, um eine besonders gelungene Perspektive hinzubekommen. Es empfiehlt sich auch nicht, den Pfarrer zu bitten, nochmals in die Halle zu kommen, weil die Kamera noch nicht lief und es verbietet sich außerdem von selbst, daß man rückwärts vor dem Trauerzug herläuft und den Sargträgern Regieanweisungen zuruft.

Wie gesagt: Zurückhaltung und Diskretion.

Das Gesagte gilt natürlich auch für Videoaufnahmen.

Peter Wilhelm 28. Mai 2012


31 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. das klingt so putzig…aber natürlich muss man Zurückhaltung und Diskretion bewahren.
    Mich regt es ja schon zur Konfirmation auf, wenn so in Massen geknipst wird.

  2. Mit den heutigen Kameras kann man ja auch so schöne Zeitraffer Aufnahmen machen…

    „Guck da fährt die Oma runter und wieder rauf und runter und wieder rauf und…“

  3. Auf der Beerdigung meines Vaters hatte ich überhaupt nicht mitbekommen, dass einer meiner Brüder fotographierte.
    Ich selbst war bei Organisation der Beerdigung und der Feier gar nicht auf die Idee gekommen, Fotos machen zu lassen.
    Als ich dann einige Wochen später dies mitbekam, da er unserer Mutter die Fotos übergab, war ich zuerst pikiert. Meine Mutter auch („gehört sich nicht“), aber dann schauten wir uns die Bilder an und siehe da, wir hatten uns an einiges gar nicht mehr erinnert oder überhaupt nicht mitbekommen, dass Herr XY auch da war usw.
    Heute bin ich froh um die Bilder, manchmal schau ich mir tatsächlich das ein oder andere Foto an. Die Erinnerung möchte ich nicht missen.

  4. „Erdmöbel“ ist großartig! 😀

    Meine Beerdigungserfahrungen halten sich bisher arg in Grenzen, aber seit es Digitalkameras gibt ist das Geknipse generell wirklich unerträglich geworden. Alles und jeder muss hundertmal von links, von rechts, von oben und unten festgehalten werden -.-

  5. 2 Menschen hätte ich bei der Trauerfeier für meine Mutter am liebsten ins Feuer nachgetreten, und einer davon war der Fotograf. Er benahm sich nicht ungehörig, stand brav vorne in der Ecke und machte seine Fotos, aber schon am Zoomobjektiv und der Zielrichtung war klar, dass er haupstächlich die trauernden und weinenden Gesichter bildfüllend ablichtete. Und so war’s dann auch. Unnötig ekelhaft, und trotz Zurückhaltung im Resultat dennoch aufdringlich.

  6. Sehe ich ähnlich. Im Film „One hour Photo“ [grauenhaft schlechter Film] wurde sinngemäß darüber philosophiert, dass die Bilder, die wir (Menschen) machen, immer nur die schönen Momente zeigen und ein Außerirdischer der vorher nur Photos gesehen hätte, ganz überrascht sein müsste, dass die Menschheit eigentlich gar nicht so glücklich ist. Warum also nicht auch ein solches Ereignis für die Nachwelt bzw. die Trauernden aufnehmen?

  7. Hier wird immer nur von fotografieren geredet…..;-) Ich war vor kurzem zur rettungs-/betreuungsdienstlichen Absicherung bei einer muslimischen Beerdigung. Während des kompletten Ablaufs (Abschiednahme am Sarg, Zug zum Grab, Beisetzung, anschließende Gebete) lief ein Camcorder mit. Gestört oder gewundert hat sich m.E. darüber niemand.

  8. Bei der Beerdigung meiner Schwiegermutter vor einigen Jahren hat uns der Bestattungsunternehmer ganz gezielt darauf angesprochen, wie dieses Thema gehandhabt werden soll. Im ersten Moment waren mein Mann und ich etwas irritiert, daran hatten wir nicht gedacht. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass am Grab fotografiert wird. Bei der eigentlichen Trauerfeier wollten wir das nicht, dafür ist die Trauerhalle am Friedhof a) zu häßlich und b) von der Akustik her sehr empfindlich, das Geräusch des Bilder machens wäre unangenehm laut gewesen.
    Heute sind wir froh über die Bilder vom Grab und der Beerdigung.

  9. Im Sommer 2006, war ich auf der Beerdigung meines Großonkels in Argentinien (der gute Herr hatte ein schlechtes Timing – 24 Tage vor seinem 100. Geburtstag).
    Wir waren aus Europa die einzig angereisten Verwandten und ich habe mich irgendwie nicht so richtig getraut mit meiner kleinen Kompaktkamera 2-3 Bilder zu machen. Aber es gibt jetzt dennoch ein schönes Bild von der Urne in der Friedhofskapelle und ein Bild vom verschlossenen Grab inkl. Grabplatte.
    Ich bin froh, dass ich die Bilder habe, denn die Feier war schlicht, aber wunderschön und so habe ich eine weitere Erinnerung und konnte der restlichen „Sippe“ Bilder zukommen lassen.
    Das schönste Bild ist allerdings das große Gruppenfoto nach dem Leichenschmaus: Argentinische Verwandte, mein Vater & ich, der Verwalter, der Anwalt, der Arzt und vor allem das gesamte Personal (das für meinen Großonkel eine Art Familie war) – es ist ein schönes, fröhliches Gruppenfoto und über die Abzüge hat sich jeder gefreut, das Bild bringt nämlich die Freude zum Ausdruck, die wir bei unserem Beisammensein hatten.
    Eine Beerdigung muss also nicht immer traurig enden und ich finde gegen gute Fotos zum richtigen Augenblick ist nix einzuwenden, denn wer weiß, ob man sich in dieser Konstellation jemals wiedersieht…

  10. Glücklicherweise war ich in meinem bisherigen Leben erst auf drei Beerdigungen. Allerdings wurde bei keiner dieser Beerdigungen fotografiert. Das hätte mich auch sehr irritiert, denn ich kann es mir überhaupt nicht vorstellen, dass ich später den Wunsch haben sollte, mir diese Fotos anzusehen. Eine Beerdigung ist für mich ein schmerzhaftes Erlebnis. Mir ist es nicht wichtig, mir evtl. den Sarg, den Blumenschmuck oder die Urne noch einmal anzusehen. Ich finde auch nicht, dass eine Beerdigung zum größten Familienereignis gehört. Das ist für mich eine Geburt oder eine Hochzeit. Aber das sieht wohl jeder aus einer anderen Warte und muss jeder für sich entscheiden.

  11. Naja es kommt auch immer auf die Beerdigung an würde ich sagen. In meiner Familie ist es auch lange so gewesen dass man die entfernter lebenden Verwandten eigentlich nur zu Beerdigungen, evt. auch nochmal Hochzeiten sah.
    Und wenn dann halt der Großonkel mit 90 Jahren gestorben war, dann war das auch nicht unbedingt eine traurige Beerdigung, sondern mehr ein Familientreffen bei dem eben auch beerdigt wurde.
    Beim anschließenden „Leichenschmaus“ konnte es dann auch sehr lustig zugehen und dann wurde natürlich auch fotografiert.
    Wenn jemand jung stirbt, ob durch Unfall oder Krankheit ist das sicher was anderes, aber ich glaube ab einem gewissen Alter sieht man das pragmatischer.

  12. Ich war erst letztes Jahr auf einer Beerdigung meines Großvaters. Dort hat der Bestatter auch einige Fotos geschossen. Erst kam es mir auch etwas seltsam vor, aber im nachhinein war die ganze Familie glücklich damit. Mal abgesehen davon das wir in diesem Moment weder dran gedacht haben, hatt man als naher angehöriger auf einer Trauerfeier ja meist besseres zu tun. Hier war es auch so das der Bestatter uns diesen Service angeboten hat. Wie gesagt, erst kam es etwas komisch, im Nachhinein war es durchaus sehr schön!

  13. das bestattungsunternehmen, das seinerzeit die beerdigung meines mannes organisierte, schickte mir nach der bestattung eine A-4-mappe mit fotos von der urne und den blumen. ich hatte das ganze überhaupt nicht mitbekommen dank der diskretion des unternehmen.

    zuerst war ich ja etwas pikiert. aber später dann, mit dem gehörigen abstand, dachte ich mir, gut so, dass jemand fotos gemacht hat. ich hole diese fotos nicht täglich hervor. aber ab und zu -heute war so ein tag (angeregt durch diesen beitrag)- gucke ich sie mir an und bin dankbar, ein paar momentaufnahmen dieses -wenn auch traurigen- anlasses zu besitzen. aber das gehört nun mal dazu, finde ich.

  14. am offenen grab stehen – und die handycamera direkt unter die nase gehalten zu bekommen. ein traum.ebenso wie die dann folgende kameraführung, die den weg des sarges bis ins letzte detaille nachverfolgt. ein traum!

  15. An dem Thema scheiden sich wohl die Geister. Fuer mich waere es nichts. Es gibt Momente im Leben von denen brauche und moechte ich keine Fotos. Nicht alles im Leben muss akribisch dokumentiert werden; obwohl das Zeitalter der Digitalcameras einen das Glauben machen moechte.

    Ich komme aus einer sehr grossen Familie, die zudem ueber den halben Erdball verstreut lebt. Wir sehen uns dennoch auch zu anderen Anlaessen, als Beerdigungen, bei uns gibt es Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen, Kommunionen, runde Geburtstage und man trifft immer Familie; nicht immer alle, aber ueber die Zeit doch alle und eben nicht nur auf Beerdigungen (die es auch recht haeufig gibt, da Grossfamilie).

    Eine Beerdigung ist fuer mich etwas persoenliches, ein Weg die Trauer zu Verarbeiten, und es ist nicht vorrangig eine Moeglichkeit Verwandte zu treffen, sondern eine Moeglichkeit sein Leid und die Trauer mit anderen zu teilen.

    Das man im Laufe des Leichenschmauses erst zaghaft aber dann auch mutiger wieder laechelt und lacht gehoert zu einer Beerdigung dazu und zur Verarbeitung und zur Trauerphase. Ich sehe es aber nicht als Hinweis, dass man lacht, weil man sich so lange nicht gesehen hat, sondern, weil das Leben weitergeht, weil zum Weinen auch das Lachen gehoert.

    Um zurueck zum Thema zu Kommen – vielleicht in einem anderen Leben unter anderen Umstaenden in einer Kleinfamilie, die sich nie sieht, koennte ich mir das vorstellen. Aber ich moechte nicht bei einer Trauerfeier oder Beerdigung fotographiert werden und habe es in meiner Familie und Bekanntenkreis auch noch nie erlebt (und das bei ca 2-5 Beerdigungen im Jahr).

  16. ..mein Vater ist schon sehr jung in Südamerika gestorben. Aufgrund der Sicherheitslage dort ist nur eine Tante von mir hingeflogen.Ihre (sehr wenigen) Fotos sind für uns in Deutschland der einzig wirklich greifbare Beweis, dass er wirklich gestorben ist…

  17. Entweder ich trauere und nehme an der Bestattung teil, oder ich habe weiten Abstand zu dem Verstorbenen und mache Bilder. Dann nehme ich ja in echt nicht an der Bestattung teil, weil ich ja gedanklich abgelenkt bin.
    Bilder mache ich dann so, dass es keiner merkt, geräuschlos.
    Dann noch 2-3 Mal sortieren, einige löschen, einige bearbeiten. Lasst das doch ruhig den Bestatter machen. Allen andern wird es per Ankündigung verboten. Wer Anstoß daran nehmen will, kann sich dann mit dem Bestatter anlegen, der hat ein dickes Fell und bekommt es bezahlt. Wer Bilder will, kann dann bestellen und bekommt eine CD zugesandt. So ist jedem gedient.

  18. > Entweder ich trauere und nehme an der Bestattung teil, oder ich habe weiten Abstand zu dem Verstorbenen und mache Bilder.

    Genauso ist es.
    Leider hatten wir niemanden mit Abstand dabei; es war aber auch eine Beisetzung in kleinsten Kreise am Tag nach der grossen Trauerfeier am anderen Ort.

    Ich habe meinen toten Vater noch fotografiert. Meine Mutter hat die Bilder (die sie schätzt zu haben) in einem entsprechend Warn-beschrifteten Umschlag, der Rest der Familie hatte bisher kein Interesse.
    Ich weiss, dass sich das im Laufe der Jahre ändern wird.

  19. „Meine“ Bestatterin hat – ungefragt – einige Photos angefertigt und mir in ihrer Mappe übergeben: zum einen von ihrem Arrangement in der Trauerhalle (Sarg, Blumen- und Kerzenschmuck etc.), zum anderen (in verschlossenem Umschlag mit Warnhinweis) von meinem verstorbenen Lebensgefährten im Sarg. Ich hätte das nie in Auftrag gegeben, bin ihr im Nachhinein aber sehr dankbar und bedauere ein wenig, dass sie nicht auch einige Fotos am Grab gemacht hat. Toll, dass es Bestatter und Bestaterinnen gibt, die sich auskennen und sich gut um Verstorbene wie Hinterbliebene kümmern!

  20. hmmm… „zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust“

    einerseits bin ich Eventfotograf, aber auf einer Beerdigung??? Ichweissnichtsorecht…

    Andererseits ist gerade das Argument der Erinnerung (vor allem fuer nicht anwesende Verwandte) macht eine pietaetvolle Arbeit durchaus nuetzlich… Ob ich das allerdings machen wollen wuerde? s.o. – ichweissnichtsorecht…

    Wobei mir grad einfaellt, dass es ein Foto meiner vor mittlerweile 30 Jahren gestorbenen aufgebahrten Grossmutter gibt – dass damals schon sowas gemacht wurde *wunder*

  21. Hab das Gegenstück zu Beerdigungsfotografie vorgestern kennengelernt…
    Hochzeitsfotogafie.

    Da frag ich mich echt, wie man denn bitte schön zum Henker als Schwester, bzw. Bruder von den beiden zu Trauenden auf die Idee kommen kann, sein sechs, oder sieben Jahre altes Kind mit der Digiknipse nach vorne zu schicken, damit ja noch zwei Bilder mehr gemacht worden sind…

    Ganz zu schweigen davon, während der Teil mit dem „Ja-Wort“ kommt, auch noch Regieanweisungen an die Knirpse zu geben, von wegen „Du musst da länger draufdrücken.“ oder „Halt die Kamera hoch“.

    Dazu dann noch der technickbegeisterte Opa, der die Bilder dann mit nem Bildbearbeitungsprogramm (das er nicht hat) richtig aufpoliert…

    Sorry, aber bei einem Ergeigniss, was (in der Regel) nur einmal eintritt, da such ich mir nen Profi, bzw. jemanden, dessen Bilder danach aussehen, und lasse alle anderen ihre supertollen, flachen, billigen, Knipsen mit Digitalem Mikroskopzoom vorher abgeben…

    Ein Fotograf soll Momentaufnahmen machen, bei so einem Ergeignis.
    Und nicht Einfluss auf das Ereignis nehmen.

    (Ja, jetzt gehts mir etwas besser :D)

  22. Ich habe sogar bei unserer Hochzeit einen Fotographen in der Kirche abgelehnt. Auf der Feier und hinterher hatten wir einen und das war schoen so, aber bitte nicht in der Kirche, das ist ein heiliger Moment und ich bewahre mir den im Herzen, und wenn der Fotograph noch so heimlich waere und diskret waere.

    Mein Graus sind ja Konfirmationen: heutzutage ist das schon fast wie auf’m Bahnhof, die Leute rennen rum und vor um Fotos zu machen, auch und gerade waehrend der Segnung. Ein Gruppenphoto vor der Kirche taet es doch auch.

  23. hallo – ich gehöre schon seit einiger zeit zu den heimlichen mitlesern. doch nun muss ich auch einmal etwas dazu sagen. ich bin fotograf und zwar ausgebildet/gelernt und fertig – wie man es halt nimmt. ich finde es weder anstößig noch spricht irgend etwas dagegen, auf einer beerdigung zu fotografieren. dazu gibt es zwei gedanken:
    – es gibt so viele bereiche der fotografie und wer alles kommerziell abdeckt, muss ernsthaft zugeben, dass es einige „unangenehme“ aufträge gibt und dazu gehören nicht explizit beerdigungen! näher in’s detail muss ich hier nicht gehen…
    – ich würde nie – aber auch nie auf die idee kommen zu solchen ereignissen meine 2008’er super techno-knipse auszupacken und onkel willi loslegen zu lassen. mein herd schließ‘ ich auch nicht selber an und die statik eines hauses berechne ich lieber auch nicht selber… was ich damit sagen will – fotografen wissen (meist) worauf es ankommt, diskret, professionel und bewusst zu arbeiten. mit ergebnissen, die nur aufgrund höherer macht schlecht sind – bewusster bildaufbau, korrekte belichtung – es ist ein beruf!
    und nur am rande – mein/unser problem ist es, dass allen menschen bewusst gemacht wird, sie können das auch und ein fotograf ist überflüssig. zum glück gibt es noch leute, die wissen, was eigentlich fotogr. qualität war/ist… oder würdet ihr euren großschwiegerschwagerenkelonkel den dienst eines bestatters übernehmen lassen?
    gruß cryp

  24. Nun hab dich nicht so. Seitdem in den superduper MaxiMegaPixelschleudern eine Motiv-Klingel integriert ist, kann das ja wohl jeder! 😀

  25. ich vergaß 😉 die existenz des herrn scheimflug war ebenso überflüssig, wie der beruf selbst… ;)ein hoch auf den zoom, das gemeine bildrauschen und den stabi – jeder kann’s!

  26. Früher musste man noch die Projektionsebene in der Dunkelkammer kippen und hatte Probleme mit der nicht mehr linearen Papierbelichtung dabei.

    Heute macht man das in Photoshop (wenn man weiß, worum es überhaupt geht und falls ja, wie man mutig verzerrt).

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