Helmut Kohl ist tot

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Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl ist im Alter von 87 Jahren verstorben.

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Peter Wilhelm 16. Juni 2017

18 Kommentare von 138752.

  1. Ich möchte den Erfinder des Altersstarrsinns nie und was die Einheit betriff, so war er zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber er war ein Politiker mit Ausstrahlung und natürlicher Autorität. RiP

  2. Er hat starken politischen Einfluss darauf genommen das die Volkskammer der DDR einen Beitritt nach Artikel 23 des Grundgesetzes alter Fassung zustimmt,die mussten bis in die Nacht diskutieren und abstimmen bis es wunschgemäß klappte,Artikel 146 GG wollte er nicht denn das hätte geheissen das Deutsche Volk stimmt über eine neue Verfassung ab.Ebenso hat er eine Volksabstimmung über die zukünftige Staatshymne,DDR Hymne , BRD Hymne oder ganz neue Hymne, abgelehnt und nicht zu vergessen das verschleudern,man kann auch sagen plündern des Volksvermögens der DDR,die ganzen Patente und Fabriken,nicht alle waren marode, für ein paar Mark geschah unter seiner Regierung und mit seiner Zustimmung.Laut Einigungsvertrag dürfen Offiziere der ehem.NVA noch nicht einmal das Kürzel a.D. nutzen,bis 2005 hiess es gedient in fremden Streitkräften,ehemalige Wehrmachtsoffiziere und Kriegsverbrecher durften bzw.dürfen es.Von den ganzen anderen Kungeleien ganz zu schweigen,man sollt ihn einfach schnell vergessen .

    • @Georg: Gut, stimme da als DDR – Fan und ehemalige DDR Bürgerin zu. Kohl versprach blühende Landschaften, was davon geblieben ist, hätte den DDR Menschen klar sein müssen: Kapitalismus übernimmt gern und freudig, wenn ihm in die Hände gespielt wird. DDR war der erste Versuch, eine menschenfreundliche Gesellschaft zu erschaffen.Klar, mit ihr kamen auch welche nicht zurecht, die flohen dann auch lange vor Mauerfall. Kohl konnte nur deshalb Kanzler der „Einheit“

      (für mich lassen sich Sozialismus und Kapitalismus nicht vereinigen, DDR Bürger (jene, die es gern waren, wie ich!) müssen sich nach wie vor beleidigen lassen, nur weil DDR reduziert wird auf Stasi und Mauer, alles andere war relativ i.O., natürlich ein Unding für wsl.auch unzufriedene BRD Bürger, die das schon immer waren)
      werden, weil er zu der Zeit Kanzler war, also Zufall! Frau Merkel lernte ja auch toll von ihm. Für mich war er eine Enttäuschung, aber hatte ab Wende auch nix Positives erwartet, kam ja dann auch wie erwartet.
      Mich gelüstet auch überhaupt nicht danach, mich ins Kondolenzbuch einzutragen, oder Blümchen abzulegen, eine Fußnote in der deutschen Geschichte, für mich. Nicht mehr, aber auch nicht weniger,ich verzichte auch bewusst auf Schimpfworte, wie man sie über ihn leider liest: er war ein lebender Mensch, es trauern Angehörige, also auch von mir ein:ruhe in Frieden!

      • @mesie: „DDR war der erste Versuch, eine menschenfreundliche Gesellschaft zu erschaffen.“ Achso? Deswegen hat Mielke ja am Ende auch gesagt „Ich liebe doch alle“, als Minister für Menschenfreundlichkeit. Und deswegen sind an der innerdeutschen Grenze ja auch über 100 Menschen erschossen worden. Aus purer Freundschaft und Nächstenliebe. Genau.

        • @ein anderer Stefan:
          Selbst Historiker haben bestätigt das die erste Verfassung der DDR demokratischer als unser Grundgesetz war,das es dann Menschen gab die ihr eigenes Süppchen kochten ist leider nicht mehr zu ändern.
          Beide Deutsche Staaten waren nun einmal am Gängelband ihrer jeweiligen Besatzungsmächte,unsere Besatzungsmacht war nur so schlau sich nicht zu offen einzumischen wenn ihnen etwas nicht gefiel.

  3. Die Sendung Hallo Deutschland wurde sofort abgebrochen, da sage noch einer der Staat hätte keinen Einfluss auf das Fernsehen!!

    • @Josef: Ah, ja, genau, keinen Einfluss. Wie war das mit Scheibenwischer in Bayern 1986? Soweit ich weiß, sind die Beiräte (oder wie immer das heißt) der hoffentlich-rechtlichen Sender zumindest in Teilen mit Parteipolitikern besetzt (und von Kirchenvertretern). Aber die werden sicher keinen Einfluss nehmen…

      • @ein anderer Stefan: Sarkasmus, denn der Politiker weiß genau, was er an den Sendern hat. Beitragsservice sei DANK,mittels ihm bekommen auch alte Politiker ihre Pension, sie muscheln ja überall mit, um an Geld zu kommen..

  4. Die Sender haben in ihren Archiven doch schon eine Riesenmenge vorproduziertes Material für den Fall, daß irgendein Promi mal erwartet oder unerwartet übern Jordan geht, egal ob Politiker oder eine andere bekannte Persönlichkeit. Ebenso liegen bei der Presse schon entsprechende Artikel in den Schubladen, die nur noch angepaßt werden müssen und blitzschnell rausgejagt werden können. Jeder will der Erste sein, da ist es egal, ob privat oder öffentlich-rechtlich, politischer Einfluß spielt da in solchen Fällen wohl kaum keine Rolle.

  5. Falls sich noch jemand dafür interessiert, was der Unterschied zwischen „gestorben“ und „verstorben“ ist (und falls dieser direkte Link erlaubt ist):
    http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-verstorben-gestorben-a-344430.html
    Ansonsten bei G… eingeben und den Zwiebelfisch wählen.

    • @Leo:
      Na ja, in der Praxis macht’s keinen Unterschied, denn tot bleiben beide Versionen.
      Ist ersteinmal der Toni tod, isst er nimmermehr sein Brot. ;-)

  6. Wichtiger als der Tod von Kohl war mir neulich: auf dem Stralsunder Friedhof fand ich ENDLICH den Grabstein der sehr lieben Tante meines Kindes! Da interessieren mich Schicksale von Politikern, egal, in welcher Position sie waren oder noch sind: Null! Ich würde genauso empfinden, wenn die jetzige Kanzlerin sterben wird, irgendwann.

    • @mesie:
      Nun, das besondere an der Tätigkeit von Politikern ist ja eben gerade, dass ihr Tun und Lassen unmittelbaren Einfluss auf unser persönliches Leben haben kann (nicht muss!). Ich habe zum Beispiel als Westdeutscher eine Frau aus Sachsen heiraten können (2006), was eben ohne Tun und Lassen von Helmut Kohl wahrscheinlich so nicht möglich gewesen wäre. Mal abgesehen davon, dass der Mann ob seiner Präsenz in meiner Jugend einfach zu meinem Leben dazugehörte und sein Tod somit einem auch den unwiederbringlichen Ablauf des eigenen Lebens vor Augen führt. Somit sind Schicksal und Tod von Prominenten eben nicht bedeutungslos – m.E. :)

      • @shivling:

        > Ich habe zum Beispiel als Westdeutscher eine Frau aus Sachsen heiraten
        > können (2006), was eben ohne Tun und Lassen von Helmut Kohl wahrscheinlich
        > so nicht möglich gewesen wäre.

        Da muß ich widersprechen. Ob da nun Kohl, der Johannes oder der Oskar der Kanzler gewesen wären ist vollkommen egal. Die Einheit wäre gekommen und selbst wenn nicht, wäre Deutsche aus beiden Staaten unproblematisch zusammengekommen. Es ist also nicht der verdienst von Kohl, sondern her der Zeit und der politischen Entwicklung geschuldet, daß die Einheit kam und Kohl zufällig Kanzler war und sich das als Verdienst ans Revers heften konnte. Ich würde eher Ungarn das als Verdienst zuschreiben, weil das Ganze durch deren Grenzöffnung ins Rollen kam, oder Michail Sergejewitsch, weil der die Ganze Entwicklung im Vorfeld ermöglichte.

  7. Wie kann das eigentlich sein dass der zwei Wochen (!) in seinem Privathaus aufgebahrt wird?
    Das Gesetz in Rheinland-Pfalz schreibt nämlich vor, dass nach spätestens 36 Stunden jede Leiche in die Leichenhalle muss.
    Das riecht aber ziemlich nach Spezialsonderausnahmegenehmigung in Bimbesheim …

    • @Anonymer Spender:

      Öhm, NÖ!
      Auszug a.d. Bestattungsgesetz Rheinland-Pfalz, §14:

      (1) 1Eine Leiche ist nach Ausstellung der Todesbescheinigung in eine Leichenhalle zu überführen, […]. 2Im Falle des § 11 Abs. 2 Satz 3 darf die Überführung nach Ausstellung einer vorläufigen Todesbescheinigung vorgenommen werden. 3Die Überführung muss spätestens 36 Stunden nach Eintritt des Todes beginnen.
      (2) […].
      (3) Die örtliche Ordnungsbehörde kann Ausnahmen von den Verpflichtungen nach den Absätzen 1 und 2 zulassen, wenn gesundheitliche Gefahren nicht zu befürchten sind und eine würdige Überführung gesichert ist.
      (Eckige Klammern durch mich, der Inhalt spielt für die hier erörterte Frage keine Rolle).
      Also: Sofern gesundheitliche Gefahren nicht zu befürchten sind, kann es Ausnahmen geben. Das wird hier der Fall sein, denn nach allem, was bekannt ist, wird er a) nicht an einer infektiösen Krankheit verstorben sein und wird b) nach Medienberichten durch eine von einem Bestatter gelieferte Kühlanlage nicht anders gekühlt als im Leichenhaus und ist offensichtlich c) auch bereits eingesargt.

      Vielleicht ja sogar mittlerweile in einen Zinksarg verlötet…

      Einer entsprechenden Genehmigung dürfte bei einem darüber hinaus gehenden Interesse (die Leichenhalle müsste in diesem Fall vor Paparazzi wahrscheinlich ebenso bewacht werden wie jetzt das Haus) also erstellt worden sein. So eine Genehmigung kann jeder beantragen :)

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