Henning -9-

Natürlich sind sofort das SEK und das MEK und eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei zu Hennings Wohnung gefahren, ist ja klar, oder?

Nee, Spaß beiseite: Man hat Henning verhört, ein Protokoll gemacht und eine Liste des Tascheninhaltes erstellt. Dann musste Henning noch mit in die Innenstadt zur Hauptwache und durfte sich erkennungsdienstlich behandeln lassen. Den kompletten Rucksack hat man dabehalten und Henning nur sein Portemonnaie (für Neurechtschreibler: Portmonee, kotz) mitgegeben. Offenbar ist der Kerl, angesichts der Staatsmacht, doch ein wenig eingeknickt, denn er ließ sich von den Beamten nach Hause fahren und die durften in seinem Zimmer noch diverse andere Gegenstände in Empfang nehmen, darunter auch welche, die wir hier noch gar nicht vermisst hatten:

  1. Diktiergerät
  2. DYMO-Etikettendrucker
  3. eine Urne voller Rosenkränze
  4. eine Literflasche Formalin
  5. einen 6er Karton neue Rauchmelder
  6. fünf Handkreuze
  7. ein Xanxbuch aus der Trauerhalle
  8. ein Sortiment Steckbuchstaben
  9. zwei ältere Motorola Handfunkgeräte

Nicht jedoch gefunden bzw. ausgehändigt wurde der Ratschenkasten, mit dem alles angefangen hatte.

Henning ist nie wieder hier bei uns aufgetaucht, auch der Auftragsmörder lässt bis heute auf sich warten und dabei hätte ich den doch besonders gerne kennengelernt. Mann, was sich da für eine berufliche Kooperation hätte anbahnen lassen….

Seine Papiere haben wir ihm „unter Vorbehalt“ zugesandt, aber dazu schreibe ich noch mal was.

Irgendwelchen Ärger mit Kammer oder sonstwem hat es in dieser Sache nicht gegeben. Den Ausbildungsvertrag habe ich in Kopie mit einem entsprechenden Schreiben an die Kammer zurückgesandt und löschen lassen.

Ganze acht Monate hat es gedauert, bis es zu einer Hauptverhandlung kam. Ich habe den Fehler gemacht, nicht als Nebenkläger aufzutreten. Heute bin ich schlauer! Deshalb durfte ich nicht den ganzen Prozess über im Verhandlungssaal dabei sein, sondern erst ab dem Moment, wo ich als Zeuge vernommen worden bin.

Es soll wohl einen Strafbefehl gegeben haben, gegen den Hennings Anwalt Widerspruch eingelegt hatte.
Ich hatte nur einen kurzen Auftritt. Der Richter wollte wissen, ob die Gegenstände uns gehören und ich musste erzählen, ob die Sachen offen herumgelegen haben oder ob Henning verschlossene Behältnisse habe öffnen müssen. Keine Ahnung, warum das so wichtig war.

Huber wurde nach mir vernommen und musste im Grunde die gleichen Fragen beantworten. Besonderen Wert legte der Richter auf den Schlüsselbund (den wir als Einziges sehr schnell wiederbekommen haben) und wollte wissen, ob Henning den Tisch von Huber aufgebrochen habe. Huber verneinte das und konnte sich das nur so erklären, daß Henning in einem unbeobachteten Moment den Schlüsselbund aus dem Tisch genommen habe, als dieser mal nicht abgeschlossen war.

Für heute soll die Henning-Geschichte mal enden. Ich werde aber noch einiges zu berichten haben, das ist nämlich lange noch nicht zu Ende erzählt, wird aber zuviel für heute.

Ich hinterlasse Euch aber ein Ratespiel. Was hat Henning bekommen? Was war seine Strafe?

Er wurde nach Jugendstrafrecht behandelt. Henning ist wegen Körperverletzung vorbestraft, außerdem bescheinigt man ihm wegen seiner Drogenvergangenheit eine schlechte Prognose.
Vor Gericht räumte er, wie schon bei der Polizei, alle Taten vollumfänglich ein, der Ratschenkasten blieb verschwunden und zu dem äußerte sich Henning auch vor Gericht nicht.
Obwohl er aber die Tat zugab, blieb er absolut uneinsichtig und argumentierte, gegen seinen tuschelnden Anwalt, es sei völlig in Ordnung, daß man sich im Betrieb was nehme und das würden doch alle machen, das sei doch wohl vollkommen normal.

Was bekommt so einer?

Fehler durch Lektorin Anya bereinigt.

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  • Veröffentlicht am: 25. November 2007
  • 114 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

114 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. 20 Sozialstunden? Bißchen Müll aufsammeln?

    Von mir häts nen paar aufs Maul gegeben damit es wehtut. Anders lernen es solche Typen doch nicht.

  2. Schwere Kindheit, man will dem armen Jungen seine Zukunft nicht versauen… also n paar Sozialstunden. Und der „arme Junge “ lacht sich über die blöde Gesellschaft nen Ast und guckt, wo er das noch unentdeckte geklaute Zeugs gut vertickt kriegt.

    Bin ich zynisch? Ja – aus Erfahrung.

  3. Hein, wie willst du es denn machen? Ihn in den Jugendknast stecken? Wo er mit den anderen „coolen“ in der schönen Zelle hockt? Wo er gemütlich in der Zelle abhängen kann und nach kurzer Zeit wieder draußen ist, ohne jeglichen Lerneffekt. Das was hier Resozialisierung heißt funktioniert einfach nicht. Und auf keinen Fall mit Jugendlichen die es nicht anders gelernt haben. Das was hier abgezogen wird ist dann keine Bestrafung und hat keine Wirkung auf Dauer.

    Eine Bestrafung muss weh tun. Einem Kind das im Supermarkt Bonbons klaut tut es schon weh wenn man ihm Hausarrest gibt. Aber einem Jugendlichen, bei dem sich die Verhaltensweisen schon eingeprägt haben, den kann man nicht mit sowas wieder „einbürgern“.

    Und wenn es nun so ist das er 2 oder 3 Striemen auf dem Rücken hat… wie oft wird dieser dann nochmal was in seinen Rucksack stecken was nicht ihm gehört, wie oft wird er noch andere Bedrohen oder zusammenschlagen?

    Aber hey, stimmt, schicken wir ihn lieber in Urlaub auf eine hübsche Insel damit er mit heititeiti und du du du wieder auf den rechten Weg kommt. Vorher vielleicht noch 2-3 Stunden mit anderen seiner Sorte zusammenstecken die ihm dann noch erzählen wie toll sie ihren Mist gebaut haben.

  4. Hm uneinsichtigkeit,vorbestraft,, shclechte prognose…nix mit shclecht für seine resozialisierung das könnte jugendarrest und bewährung bedeuten, inklusive geldstrafe/sozialstunden

    zwar nicht viel aber denke doch dass es darauf hinausläuft

  5. Vermutlich nicht die Strafe die er eigentlich verdient hätte. Höchstwahrscheinlich nur ein paar Monate auf Bewährung.

  6. @DerSchuki

    Wiederlicher Kommentar. Damit begibst du dich auf die gleiche Stufe wie Hennig. Aber da gehörst du scheinbar auch hin.

  7. Eine 14 tägige Reise in die Karibik, mit 25 anderen Jugendlichen-Schiefbahnjungs, zur Therapie,Resozialisierung und damit überhaupt noch was wird aus den armen Kindern.

  8. im prinzip vorbestraft, uneinsichtig,usw

    aber ich glaube er wird mit 50 bis 100 sozialstunden davon kommen.

    aber erledigt ist er damit,keiner der seine einstellung erfährt wird ihn nochmals beschäftigen können.

    ich frage mich nur was er mit dem ganzen zeug wollte, die rosenkränze zum beten? das formalin zum einlegen von etwas? Rauchmelder?

  9. schaetze mal 5 sozialstunden, und das is schon hart fuer den „armen kerl“

    *kotz*

    schoen waere so ein oder 2 jahre bau, da kann er dann ne ausbildung machen bei der er „nicht in versuchung gefuehrt wird“

    was ich mich aber frage, was macht er mit dem ganzen zeugs, also funkgeraete kann man ja verticken, aber wer will schon formalin oder die ganzen rosenkraenze? hat er so viel zu beichten?

  10. schaetze mal 5 sozialstunden, und das is schon hart fuer den „armen kerl“

    *kotz*

    schoen waere so ein oder 2 jahre bau, da kann er dann ne ausbildung machen bei der er „nicht in versuchung gefuehrt wird“

    was ich mich aber frage, was macht er mit dem ganzen zeugs, also funkgeraete kann man ja verticken, aber wer will schon formalin oder den ganzen rosenkraenze? hat er so viel zu beichten?

  11. Wären in Deutschland die Strafen proportional zum Vergehen gestaffelt, würde Henning einen neuen Wagen und eine Wohnung bekommen.
    Wenn man bedenkt, dass ich jemanden kenne, der mit 17 wegen Besitz einer nicht zulassungpflichtigen Schusswaffe (kurz, eine Gaspistole) auf einem Schulgelände zu 2 (in Worten: Zwei) Arbeitsstunden in einem Altenheim „verurteilt“ wurde.

    Ich denke aber mal, dass Hennings Strafe ähnlich ausgefallen sein dürfte…
    Das System stinkt einfach…

  12. Ich möchte dem ungen seine Schuld nicht absprechen, die Maßnahmen inklusive Rausschmiss waren angemessen und ohne vernünftige Alternative.

    Bedenken muss man aber schon, dass mit anderen Eltern, anderer Erziehung, anderem Umfeld wahrscheinlich ein ebenso anständiger Mensch geworden wäre wie aus den meisten von uns. Der Bestatter, andere Anwesende und ich können das in meinen Augen kaum glaubhaft bestreiten – und wenn sie es tun, bleiben nur noch unterschiedliche Gene als Erklärungsansatz.

  13. ganz ehrlich? mir tut der junge leid. ueberhaupt kein unrechtsbewusstsein, und seine familie zeigt ihm nicht, was richtig und was falsch ist. aus dem kann doch nichts werden. er wird wahrscheinlich eine typische „karriere“ hinlegen und sein leben versauen. woher soll er es denn besser wissen mit solchen assis als eltern? so wie es aussieht, hat er staendig das gefuehl, dass er im leben betrogen wird und er hat panische angst, dass ihn jemand uebervorteilt. kein schoenes leben!

  14. mit ner vorstrafe und umfänglichen diebstahl (ich laß mal einbruchsdiebstahl weg) sowie event. noch körperverletzung (die gegenwehr beim festhalten durch euch?) und ner schlechten prognose wirds auf alle fälle ne bewährungsstrafe, einsitzen glaub ich nicht.
    dazu noch mind. 120 arbeitsstunden, bewährungshelfer, viell. auch ne therapie – da sind die richter recht vielfältig.

    zumindest ist das so die bandbreite, die ich in meinen schöffenverhandlungen so miterlbet habe.

  15. @Tom: „Es soll wohl einen Strafbefehl gegeben haben, gegen den Hennings Anwalt Widerspruch eingelegt hatte.
    Ich hatte nur einen kurzen Auftritt. Der Richter wollte wissen, ob die Gegenstände uns gehören und ich musste erzählen, ob die Sachen offen herumgelegen haben oder ob Henning verschlossene Behältnisse habe öffnen müssen. Keine Ahnung, warum das so wichtig war.“

    Das ist der Unterschied zwischen Diebstahl und schwerem Diebstahl, soweit ich informiert bin.

  16. Ich frage mich, was er mit dem ganzen Kram machen wollte. Sowas wie ein Rollenspiel? Vielleicht wollte er mal nachspielen, wie das so ist wenn man „richtig“ Bestatter ist. Komische Sache irgendwie. Ich war schon beim ersten Teil etwas skeptisch, naja …
    Andererseits müssten wir dem jungen Herrn trotz seiner (nun ja) speziellen Art danken, sonst würden wir wahrscheinlich nicht alle im Akkord F5 drücken ;)

  17. taxiblogger thorsten verlinkt zu einer onlineausgabe des taxikouriers (http://www.taxi-muenchen.de/taxikurier/%20Taxi_11-07.pdf) in der es so schön heißt:
    Das Weltbild der Jugend gliedert
    sich weitgehend in zwei Teile: Hier
    bin ich, dort sind die anderen. Daß andere
    Menschen auch Interessen haben können,
    ist für einen Jugendlichen schwer
    nachvollziehbar. Zu nahe ist er noch der
    kindlichen Welt, die sich ringförmig um
    das Kind aufbaut und in der eine Betrachtung
    dieser Welt von anderen Standorten
    aus nicht vorgesehen ist.
    Aufgabe von Eltern und Umwelt ist es,
    diesem Drängen einerseits Widerstand
    entgegenzusetzen, andererseits die Eroberung
    immer weiterer Räume zuzulassen.
    So kann der Jugendliche Selbstvertrauen
    entwickeln, weil er ja immer wieder kleine
    Siege erringt. Gleichzeitig erfolgt die
    Eroberung dieser Freiräume so langsam,
    dass das Kind (Verzeihung: der Jugendliche)
    Zeit hat, diese Räume auch kennenzulernen
    und zu besiedeln. Und natürlich
    darf der Widerstand der Eltern (und auch
    der anderen Menschen) nie so gewalttätig
    sein, dass die Seele des Jugendlichen gebrochen
    oder gar zerstört wird.

    bei der einstellung von mutter und vater die tom hier beschreibt bezweifle ich, dass irgendetwas, das ein deutsches gericht tun könnte diesen jungen erreichen würde. er hat nie gelernt, dass auch er mal fehler macht. und seine eltern werden ihm das auch nie sagen.

  18. DerSchuki, du willst also die Prügelstrafe wieder einführen?
    Hast du sonst noch irgendwelche tollen Vorschläge? Handabhacken bei Diebstahl vielleicht? Todesstrafe bei Gewaltdelikten?
    Wisch dir erstmal Schaum vom Mund, zähl bis 10 und dann komm wieder…

  19. Ich denke auch: um die 50 Sozialstunden. Wobei ein ordentlicher Arrest sicher auch nicht schlecht gewesen wäre. Die Fragen liefen ja darauf hinaus, ob es „nur“ um Diebstahl oder doch schon 8wenn z.B. er Schreibtisch aufgebrochen worden wäre – um Einbruch ging.

    Ich musste übrigens wirklich einen längeren Moment überlegen, was denn ein Xanxbuch ist. Bis ich es in Gedanken anders ausgesprochen habe *LOL*

    Aber wirklich: Was wollte der mit den Rosenkränzen und den Steckbuchstaben so ganz ohne Steckbrett – oder wie auch immer das Ding heißt, wo die drauf kommen?

  20. 50 sozialstunden. und vorbestraft isser nicht, er muss das bei einem bewerbungsgespräch nicht erwähnen – auch nicht auf nachfrage. erzählt ein dritter von der vorstrafe, verstößt das – rein rechtlich – ggf gegen entsprechende schutzrechte (bspw. recht auf zeugniserteilung …).

    fraglich ist noch, ob er rechtrsgültig schuldig gesprochen wurde. ansonsten ist die namentliche erwähnung ohnehin üble nachrede …

    über sinn und unsinn der maßnahme kann man sich streiten. unbestritten ist, dass für jugendliche ein anderes gerichtsgesetz gelten muss, weil die kinner einfach ein anderes unrechtsbewusstsein haben.
    hier sei mal wieder darauf hingewiesen, dass der staat zwar ein gewisses erziehungsrecht inne hat, das ja aber faktisch und auch beabsichtigt bei den eltern liegt.
    eltern haften für ihre kinder -> bei kindlichen wiederholungstätern sollten die eltern entsprechend entlohnt werden, das geht allerdings nur unter dem ANGEBOT staatlicher hilfe bei der erziehung.

    und bevor´s wieder hass-antworten regnet: das deutsche recht kennt die GELD-strafe nach TAGESSÄTZEN. da ist nichts abgrundtief asoziales dabei und das strafrecht ist beim erwachsenenstrafrecht ziemlich erfahren …

  21. Geht straffrei aus, weil sein Anwalt darlegen kann, dass jemand, der sinnloses Zeug wie bergeweise Rosenkränze und Formalin klaut, nur Kleptomane und damit nicht schuldfähig sein kann.

    Bei aller Hoffnung in einen Rechtsstaat fürchte ich, dass bei diesem Exemplar wirklich nur Maßnahmen à la Schuki greifen…

  22. @winx: Da er sich ja selber als Satanisten bezeichnete wird ihm mit den Rosenkränzen schon irgendein Blödsinn einfallen… satanistische Rituale mit jungfräulichen schwarzen Katzen oder so.

    Was er bekommt? Nichts was hilft, dass er draus lernt, also was ihm auch helfen würde. Wahrscheinlich tatsächlich „nur“ Sozialstunden und Bewährung. Vielleicht sollte man ihm und seiner Familie doch lieber mal die Supernanny schicken?

  23. Was für eine Strafe? Einige der Leser vor mir haben es schon angedeutet/geschrieben:

    Der Henning hat zwar ordentlich einen an der Waffel. Aber woher? Was haben (vermutlich) seine Eltern (die haben ja auch einen an der Waffel) mit dem gemacht das der so geworden ist?

    Der braucht einen wirklich guten Therapeuten. Ob nun im Knast oder anderswo, aber vielleicht ist da ja noch was zu machen. Den jetzt einfach einsperren und dann unverändert wieder rauszulassen ist ja keine Lösung.

  24. @Jemand: Für die F5 Taste, ich hab mal Hamstersärge gesehen in einem Amerikanischem Onlineshop, die wären vielleicht dafür geeignet.

    „Literflasche Formalin“
    Wofür denn das ?
    Bei allem anderem kann ich noch verstehen dass man damit etwas anfangen oder es gut veräusern kann. Aber Formalin ?

    @hh: Es wäre soetwas wie in den USA angebracht. 3 mal das selbe Verbrechen kann Lebenslänglich geben. Was in der Regel aber nur bei Raub und Gewaltverbrechen angewendet wird. Oder anderen „Schlimmen“ Dingen.

    Aber generell sollten wiederholungstäter härter bestraft werden.
    Und dieses Exemplar sollte nochmal 3-6 Monate mehr kriegen, so als Arschgeigenbonus.
    Auch ne Überlegung wäre Zwangs Wehrpflicht bei der Bundeswehr.
    Solche Flausen konnten die schon mehreren Leuten austreiben. Ich rede übrigens nicht von Erziehungscamps. Die sind entweder lächerlich oder zu unmenschlich… Irgendwo ist ja auch da die grenze Erreicht.

  25. @Kai: oh mein gott! was der mit einer gaser nicht so alles hätte anstellen können?!?! das wären mindestens also maximal und wenn nicht mehr tote gewesen…
    klar kann gefährlich sein so n ding. aber was hat er gemacht? eigentlich nix oder? logisch: sowas gehört sich net und ist scheisse aber man muss doch nicht gleich so tun als wäre es ein schwerverbrecher…

    zur strafe: bekommt so gut wie keine weil er ja schon seine ausbildungsstelle dadurch verloren hat. fertig aus. für das opfer ist die strafe eh immer zu gering. also reg ich mich da gar nicht mehr auf…
    wer in einem solchen alter in den knast muss kommt doch schlimmer raus als er rein ist. wo lernt man die tricks? im knast…

  26. So unnuetz wie es hier dargestellt wird sind Sozialstunden auch wieder nicht. ;)

    Mein juengerer Bruder hat mit 16/17 ziemlich viel Mist gebaut und ist zu ca. 100 Sozialstunden verpflichtet worden. Diese hat er in einem Behindertenheim gemacht und dabei seine Berufung gefunden. Hauptschulabschluss gemacht, Realschule drangehaengt, Ausbildung zum Heilerziehungspfleger ohne jegliche Probleme abgeschlossen und arbeitet heute (fast 10 Jahre spaeter) in dem Heim, wo er seine Sozialstunden abgeleistet hat.
    Unnoetig zu sagen, dass er nie wieder polizeilich auffaellig geworden ist. ;)

  27. SORRY:

    >> Ratschenkasten = was ?? ;-)

    ——-

    „was bekommt so einer“ ?

    jo, vielleicht 6 Monate Bau?

    Was würdest du vorschlagen? Lebenslänglichß??

  28. @Teilani.
    So ähnlich ist es gekommen. Als Strafe musste er seine Lehre bei einem Bestattungsbescheisser fortführen. Heute geht es ihm sehr gut. Er beendete seine Lehre, klaute in seinem Lehrbetrieb so lange bis ihm alles gehörte und ist nun Inhaber von P.E.

  29. Wahnsinn, sein Alter ist für so ne scheiße geflogen und trichtert dem Jungen auch noch ein, dass das schon ok ist und nur der böse Kapitalismus schuld ist. Neben Henning sollten die Eltern auch ein paar Sozialstunden machen müssen!

  30. Wann gehts denn endlich weiter ………..

    Jetzt is doch schon seit über ner halben Stunde „morgen“.

  31. Mh, hier scheint ja der Großteil der Leute eher ein schlechtes Bild von der deutschen Rechtsprechung zu haben. Bin ja mal gespannt, was tatsächlich bei rausgekommen ist. Weiß von einer Freundin, die wegen Schwarzfahren 20 Stunden gekriegt hat, aber der hat es wohl auch gut getan.

    Henning tut mir auf jeden Fall Leid,wegen des Umfelds, dass ihn anscheinend so geprägt hat. Auf seine Eltern scheint er ja große Stücke zu halten, was generell ja eigentlich etwas gutes ist. Dass diese dann aber so neben der Spur sind, ist schon tragisch. Habe selbst bereits erleben müssen, wie anstrengend solche Leute sind, denen zufolge alle anderen Schuld sind, ganz vorneweg natürlich ihr Arbeitsgeber und/oder Vater Staat. Denn sie könnten das natürlich alles viel besser regeln…
    Aber schlechte Erziehung hin oder her: So wie Henning sich da benommen hat, ist er trotzdem ein Arschloch. Er hats getan, er muss dafür gerade stehen. Ein Gerechtigkeitsempfinden muss jeder selbst entwickeln, sei es am guten oder schlechten Beispiel.

    @dompfaff: Der Taxikurier-Text ist aber schon ein wenig pseudointellektuell, was?

  32. Im Rauskitzeln von Volkes Stimme ist das team Andatäka zu einem neuen Höhepunkt aufgelaufen! :up: :D

  33. „ich musste erzählen, ob die Sachen offen herumgelegen haben oder ob Henning verschlossene Behältnisse habe öffnen müssen. Keine Ahnung, warum das so wichtig war.“

    Die Frage ist wichtig. Wenn Henning die Sachen sich einfach nur angeeignet hat, ist das Diebstahl. (§242 StGB, „wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“)

    Musste er dafür geschlossene Behältnisse öffnen, greift §243 (Schwerer Diebstahl) und da steht: „mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.“

  34. Man lässt auch sein Handwerkszeug nicht so offen herumliegen. Das ist Verleitung zum Diebstahl und gehört bestraft. Schließlich hätte Tom dem Henning fast die Zukunft versaut mit seiner Anzeigerei. Er kann froh sein, dass nicht irgendwo zufällig ein Brieföffner offen herumlag und Henning jemand damit verletzt hat. Da hätte Tom richtig Ärger wegen Beihilfe bekommen. Hier kann das Gericht nur noch mit Milde entgegensteuern.

  35. Zur Ergänzung zum 243:
    hätte er den entwendeten Schlüsselbund dafür verwendet, wäre er dran gewesen, da die verwendeten Schlüssel nicht für den Gebrauch durch ihn gedacht waren.

    Das gäbe dann noch eine Extra-Reise auf dem Becks-Boot ;)

  36. Punkto Formalin: Schaurige Gedanken kommen mir da. Vielleicht hatte der ja vor, Hundebabies oder anderes Getier in Glasflaschen einzulegen? Vielleicht wollte er aber auch bloß dran schnüffeln.

  37. Ich muss zugeben, ich bin ein wenig irritiert. Ich weiss ja, dass so einige Dinge hier manipuliert sind was Namen, Örtlichkeiten und Zeitpunkt des Geschehens betreffen, damit Du nicht unmittelbar erkennbar bist. Aber was ich jetzt nicht verstehe: Du hattest bis zu diesem Posting den Eindruck vermittelt, dass es sich bei dem Henning-Vorfall um eine Sache handelt, die sich aktuell abspielt. Insbesondere durch die Häufung und Unterbrechung der Postings heute. Dann ist allerdings auf einmal davon die Rede, dass die Verhandlung 8 Monate gedauert hat, also muss das Geschehen selbst ja auch schon mindestens 8 Monate her sein. Ich gehe also davon aus, dass es tatsächlich auch noch viel länger her ist.

    Dieses Springen durch verschiedene Zeitzonen macht ja bei Doc Brown durchaus Sinn, hier ist es allerdings ziemlich irritierend und ehrlich gesagt auch ein wenig… sagen wir mal, es nimmt der Art der Präsentation bzw. Berichterstattung so ein wenig die Glaubwürdigkeit. Deshalb habe ich einen Vorschlag an Dich: Wie wäre es, wenn Du in Zukunft bei Fällen, die sich über einen längeren Zeitraum abgespielt haben, dass dann auch von Anfang an so darstellst, so nach der Art „Vor 8 Monaten war da der Hans-Wurst, der…“. Ich denke, wenn Du diese umfangreichen Geschichten weiterhin in kleinen Häppchen servierst, und dabei gleich auch den richtigen zeitlichen Zusammenhang herstellst zwischen den einzelnen Kapitelchen, geht nichts von der Spannung verloren, gleichzeitig wird es für den Leser etwas verständlicher.

    Was die eingängliche Frage in Deinem Posting angeht: Klar, so mancher wird aufgrund dieser Dreistigkeit hoffen, dass er für ein paar Jahre in einem Steinschlag eingesperrt und zu härtester Zwangsarbeit verurteilt wird. Aber ich persönlich gehe eher davon aus, dass sein Urteil eher Mild sein wird… vorrausgesetzt dass er nicht schon länger polizeilich bekannt und auffällig war, wird es wohl auf eine Bewährungsstrafe, höchstens auf ein paar Sozialstunden hinauslaufen. So ist nunmal unser Rechtssystem, es ist nicht auf das „Auge um Auge“ Prinzip ausgelegt, sondern versucht, gescheiterten Existenzen eine zweite Chance zu geben. Ob das nun fair ist oder nicht sollte man vielleicht nicht zu schnell verallgemeinern, in manchen Fällen verarschen einen die Täter, in anderen Fällen wird auch so manch abgerutschte Existenz wieder auf den richtigen Weg zurückgeführt. Und eine zweite Chance verdient jeder.

  38. >Er wurde nach Jugendstrafrecht behandelt. Henning ist wegen >Körperverletzung vorbestraft, außerdem bescheinigt man ihm wegen seiner >Drogenvergangenheit eine schlechte Prognose.

    Die Informationen sind ein bißchen dürr für eine Prognose.
    Wie alt ist er ? War es nur eine Vorstrafe ? Wie hoch war die Vorstrafe (Körperverletzung kann ein Kinnhaken sein, aber auch daß er jmdn. krankenhausreif geschlagen hat) ?
    Wie hoch ist der Gesamtwert der verschwundenen Gegenstände ?
    (Was ist und was kostet ein Ratschenkasten ?)

    Gegen Henning sprechen: Uneinsichtigkeit, Vorstrafe, Drogenkarriere
    Entlastend vielleicht: Die Gegenstände waren zugänglich (Diebstahl vs. Einbruchdiebstahl), der relativ geringe Wert der Gegenstände.

  39. Wahrscheinlich meint der Undertaker einen Steckschlüsselsatz. Je nachdem, was das für eine Qualität oder Größe ist, kann das schon mal 100 EUR und mehr kosten.

  40. @hallo wien: genau so geht es mir auch, also tue ich mich schwer mit einer prognose.
    gefängnis macht ihn mit sicherheit nicht besser.

  41. Vielleicht muß Henning einen Tag im Gericht die Post ausfahren oder bei einer Sinti-Roma-Familie Stunden im BGB nehmen (Fachrichtung Eigentum/Besitz von Sachen).

    Einem Bekannten wurde mal mittels Schaufel die Visage kaltverfomt. Der Täter wurde neben einer milden Strafe auch zu Schmerzensgeld verurteilt, abzuzahlen in Raten von damals 15 DM (in Worten fünnefzehn) im Monat. Daß der Täter Raucher war, ist wohl überflüssig, zu erwähnen.

  42. Also in meiner ersten Wut und Aufregung hätte ich ihm vermutlich 2 Wochen Urlaub auf Kuba angeboten, Hotel-Resort Guantanamo.
    Nee, ernsthaft, vermutlich kommt er nen paar Tage in die JVA, zur Abschreckung, dann evtl Sozialstunden oder was auf Bewährung. Frage ist ja, ob´s was hilft…???

  43. @Teilani: Verstehe mich nicht falsch, ich in auch der Meinung, dass Soziale Arbeit einem durchaus den Kopf zurechtrücken kann. Nur ist es da

    1.auch die Frage, WO er die ableisten muss, damit es überhaupt was bringt,
    2. hat er sich ja gerade von einer Lehre in einem durchaus sozial geprägten Dienstleistungsberuf unbeeindruckt gezeigt.

    Ohne weitergehende Hilfe/Betreuung wird er wahrscheinlich aus jeder Strafe, seien es Sozialstunden oder Haft, die falschen Schlüsse ziehen, weil er es bisher nicht besser gelernt hat. Offenbar auch dank des Elternhauses.

  44. Was er bekommen hat? Einmal ein böses ‚Du, Du – nicht nochmal machen‘ oder alternativ Segeln als Gruppentherapie im Mittelmeer.

    Weil einer weiter oben schrieb: Schlechten Eindruck vom Rechtssystem … dem ist so, wohl auch aus gutem Grund, ein Beispiel: Jugendlicher, bereits in Jugendamt Obhut mit diversen Maßnahmen bricht 6 Autos auf und beschädigt die dabei erheblich … Strafe? Reden wir nicht drüber …

  45. Hier ist es ein minderschwerer Diebstahl, und die Sachen sind ja auch (fast) alle wieder aufgetaucht, und ausserdem wurde der „arme Junge“ ja quasi zum Diebstahl verführt, da die Schlüssel nicht immer offen rumlagen, der Junge ist das Opfer! Daher:
    Anklage wurde aus Mangel an öffendlichen Interesse und aus Minderschwere fallen gelassen

  46. Henning musste ein Schild tragen, auf dem steht, dass er ein asoziales Miststück ist. Als dann alle in bester Nelson-Manier mit dem Finger auf Ihn zeigten und „HAHA“ riefen, machte er sich aus dem Staub und versucht nun in der Bremer Neustadt sein Glück als Kaffee-Dieb ;)

  47. @Hein
    Du kannst mich sehr gerne „auf die gleich Stufe“ wie „Der Schuki“ stellen. Von dort aus kann man die Realität besser beobachten, als von deiner Wolke aus. Diese Einstellung dokumentier auf keinen Fall eine etwaigerverrohung meinerseits, sondern ein gesundes „Quid pro quo“. Daß solche Maßnahmen nicht von staatlicher Seite aus erfolgen dürfen, sollte klar sein. Allein, ich hätte den guten Henning ein oder zwei Tacken härter rangenommen, ohne irgenwelche Reue zu verspüren.

    Darf ich nochwas zu Blog an sich anmerken?
    Es steht mir als Leser vielleicht nicht zu, aber ich bemerke und bemängele neuerdings einen etwas laxeren und oberflächlichen Schreibstil des Undertakers. Den alten fand ich besser.

  48. Der Grund, warum so relevant war, ob für den Diebstahl Schubladen oder Schränke aufgebrochen wurde, ist übrigens, dass in diesem Fall in der Regel ein schwerer Diebstahl angenommen wird, das gibt noch ein bisschen extra.

  49. Also wenn ich mir das so durchlese kann ich nur sagen: Glauben Sie das eigentlich Selbst, was sie hier alles so erzählen? Offenbar nicht:

    „Sämtliche Namen und Begebenheiten sind frei erfunden, etwaige Übereinstimmungen mit lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt.“

  50. Darum gehts hier doch gar nicht. Tom erzählt schöne, spannende, lustige und traurige Geschichten die mit seinem Beruf als Bestatter zu tun haben. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wenn du realitätsnahe, aussschließlich der absoluten Wahrheit entsprechende und garantiert nicht gestellte oder gar ausgedachte Doku-Soaps haben willst, bist du bei RTL besser aufgehoben :D

  51. mist, die Ironie – Tags werden rausgefiltert…naja egal, jeder mit etwas Grips versteht was ich meine (außer denen, die gerade RTL schauen ;))

  52. “Spaß” mit dem Lehrling…

    Der Bestatter “Tom” berichtet in mehreren Teilen über den “Spaß”, den er mit einem ganz besonderen Lehrling hatte:

    Henning 1
    Henning 2
    Henning 3
    Henning 4
    Henning 5
    Henning 6
    Henning 7
    Henning 8
    Henning 9

    Man wei&#22…

  53. „Tom“ oder wie der Autor heisst, erweckt allerdings den Eindruck, diese Geschichten entsprächen der Wahrheit. Das ist das Problem.
    Bei der Summe und „Qualität“ an Vorfällen, die ihm, wie er behauptet, scheinbar widerfahren, würde ich sogar zu zweifeln beginnen wenn es sich um eine Firma mit 500 Mitarbeitern handeln würde.

  54. Hmm…

    Ich tippe bei unseren kuriosen Gerichtsurteilen auch auf Sozialstunden, abzuleisten auf dem Gemeindefriedhof !

  55. Also wenn man überlegt, dass Tom seit 20 Jahren in seinem Beruf tätig ist und erst seit April schreibt, kann man sich vorstellen, dass sich da einiges an Geschichten angesammelt hat.

    Die Sache ist auch die, wenn man z.B. wie ich in der Stadt in einem Büro arbeitet, hat man wenig direkten Kontakt mit Menschen. Wenn man aber täglich auf mehrere Menschen trifft, die sich ja quasi alle in Ausnahmesituationen befinden, dazu vielleicht noch in einer etwas ländlicheren Gegend, wo die Menschen…nunja, sagen wir mal „etwas seltsam“ sind (nicht bös gemeint ;)), da schreibt das Leben schon dolle Geschichten.

    Außerdem hat Tom irgendwo mal gesagt, dass die Geschichten im Prinzip der Wahrheit entsprechen, aber im Sinne der Unterhaltsamkeit und Lesbarkeit ein wenig ausgeschmückt werden, was ich völlig ok finde.

  56. na nix bekommt so einer….

    Meinem Freund wurden von einem der schon 26 vorstrafen hat 3 Zähne ausgeschlagen und der hat ne Geldstrafe von 1.000€ bekommen…nur das der auch HIV Positiv ist und es als Waffe nutzt….warum also sollte der arme Henning mit schwerer Kindheit eine Strafe bekommen? ;-)

  57. Nachdem es hier einen Strafbefehl gegeben hat, wollte die Staatsanwaltschaft das offensichtlich nach Erwachsenenstrafrecht verurteilen lassen. Wenn das Gericht dem gefolgt ist, dürfte man im Bereich einer hohen Geldstrafe, evtl. Bewährungsstrafe liegen. Das könnte u.U. weniger einschneidend sein als ein zu erwartender Arrest nach Jugendstrafrecht.

  58. @Thalassa

    In den Staaten, in denen es noch sogenannte Körperstrafen gibt, wie im Iran, in Saudi-Arabien, oder in Singapur gibt es natürlich keine Verbrechen und alle Jugendlichen dort sind brav und artig. Kannst ja dahin ziehen, wenn dir sowas gut gefällt. Ich bleib solange hier in Deutschland.

    Find ich übriegens schlimm, dass bei solchen Geschichten immer irgendwelche Extremisten aus ihrern Löchern gekrochen kommen und meinen, dass man mit ein bißchen Kloppe schon alles regeln kann. Au weia…

    Btw.: Das Gewaltmonopol liegt beim Staat.

  59. Ich arbeite selbst in einem Bestattungsinstitut und das seit nunmehr 15 Jahren. Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich heftig nicke und denke, dass es ganz genauso ist, wie Tom es beschreibt. Natürlich passiert sowas nicht so dicht aneinander, sondern über die Jahre verteilt, aber mir kommt so vieles aus meinem beruflichen Alltag sehr bekannt vor.

    Dass manche Probleme haben, das alles zu verstehen und zu glauben, liegt daran, dass Tom einfach fabelhaft schreibt und selbst kleine Alltäglichkeiten zu einer lesbaren und unterhaltsamen Geschichte verarbeiten kann.
    Das muss ihm erst mal jemand nachmachen! :-)

  60. >Bei der Summe und “Qualität” an Vorfällen, die ihm, wie er behauptet, scheinbar widerfahren, würde ich sogar zu zweifeln beginnen wenn es sich um eine Firma mit 500 Mitarbeitern handeln würde.

    Tja, wissen kann man es nicht. Was mich manchmal verblüfft sind die Zahl der Blogeinträge und die Zahl der kuriosen Ereignisse. Aber, wenn Tom nicht vom Fach wäre, könnte er die meisten Einträge schlicht nicht schreiben, da ihm das Wissen fehlen würde.

  61. Ha! Noch ein Kollege :-)
    Ich bin Kollegin von Tom und will mal eine Lanze brechen. Noch nie hat jemand unseren Alltag so anschaulich und unterhaltsam wiedergegeben. Ich bin mittlerweile eine echter Fan und freue mich über jeden neuen Artikel.

  62. Hein, deine Argumentationsweise (besonders im Hinblick auf das Gewaltmonopol) gibt mir einen Hinweis, daß du an den Rechtsstaat in seiner jetzigen Form glaubst. Das gilt auch für mich.

    Leider übertreibst, beleidigst und polemisierst du, indem du mir Extremismus unterstellst und die Einstellung, mit institutionell verordneten Prügeln könnte man standardmäßig Menschen erziehen.

    Trotzdem bin und bleibe ich der Ansicht, daß in Fällen wie dem Geschilderten eine Tracht Prügel per „kleinem Dienstweg“ einen bleibenderen Eindruck hinterläßt, als lediglich eine bestimmte Anzahl abzuleistender Sozialstunden.

    Desweiteren erachte ich deine Aufforderung zum Verlassen des Landes als grob unhöflich und den eilfertigen Verweis auf das Gewaltmonopol in diesem Falle als realitätsferne Äußerung einer Person, die sich aus beliebigen Gesetzestexten das rauspickt, was ihr gerade hilft.

  63. …zur Ergänzung:

    „per kleinem Dienstweg“ bedeutet hier: Von den direkt geschädigten Privatpersonen ZIETNAH zum Vergehen. Auf keinen Fall von Vertretern des Gesetzes!

  64. Nach meinen Erfahrungen beim Jugendgericht (nein, nicht selbst vorbestraft, aber als Referendar hatt ich wahrscheinlich wesentlich mehr Kontakt damit als die meisten „In diesem Scheiß-System bekommt der gar keine Strafe und wahrscheinlich noch einen Lolli“-Schreier) halte ich Gerhards Prognose für realistisch:

    „hmm … ich schätz mal:

    6 monate auf bewährung
    85 sozialstunden
    bewährungshelfer“

  65. Für so einen bleibt doch nur noch die Armee.
    Ab in die Bundeswehr mit dem, ein Jahr Afghanistan und der ist lieb wie ein Baby.

  66. @Marco

    Wie sind denn deine Erfahrungen, inwieweit Bewährungshelfer zu solchen Menschen wie Henning „durchdringen“ und etwas bewirken können. (Vielleicht sogar über die bewähtungszeit hinaus helfen können)? Hast du da während deiner Zeit beim Jugendgericht etwas mitbekommen?

    Das würde mich sehr interessieren!

  67. Friedhofsorganist schrieb:

    „Nichts. Strafe würde seine Resozialisierung gefährden.“

    Hätte ich auch gemeint, aber es ist ja schon mal zu einer Verhandlung gekommen. Also entweder mündliche Verwarnung (uhuhuh) oder ein paar Sozialstunden.

  68. Nach meinen Erfahrungen beim Jugendgericht …

    Wo war das denn, in Bayern? Bin auch Referendar – in Berlin. War bei der StA Abteilung für Btm Sachen. Und was da bei Jugend- und Heranwachsendensachen rauskommt, ist einfach ein Witz.

    Ich hatte doch die Registerauszüge der werten Herren, zumeist aus dem arabischen Raum. Aber auch ein paar Deutsche, keine Frage. Oft mit 20 schon weit über 20 Einträge, paar Mal Diebstahl eingestellt, schwerer Raub (mehrfach) und fast immer Körperverletzung, Körperverletzung und nochmal Körperverletzung und dazu diverse Male Handel mit Btm unter Beisichführen einer Waffe … nie mehr als ein bischen Jugendarest.

    Und dann: Strafen zusammengefasst, Strafvollstreckung wegen Antritt einer Ausbildung ausgesetzt, Reststrafe erlassen, erneut mit Cannabis aufgegriffen … nie passiert denen wirklich was. So liest sich so ein Register.

  69. Ich tippe, dass er eine Jugendstrafe von ca. 6 Monaten und vllt. ein paar Auflagen bekommen hat. Der Junge ist ja von zu Hause ab offenbar schon fehlgeleitet, hat ne Vorgeschichte und braucht sicher für eine Weile ein disziplinarischeres Umfeld.

  70. Mein Tipp: Ein Jahr auf drei Jahre Bewährung. Als Bewährungsauflage 150 Sozialstunden. Oder eine Woche Jugenarrest. Schwer zu sagen.

  71. 3 Wochen Jugendarrest.
    Die Rosenkränze hätte er übrigens gut vor einer katholischen Kirche mit dem Hinweis auf die extraordinäre Segnung durch Selige verkaufen können.

  72. @Thalassa

    Lustig, dass du durch meine paar Sätze beurteilen kannst, woran ich glaube.

    Du meinst, also wenn Tom Henning „zeitnah“ mal ordentlich verdroschen hätte, dann hätte Henning auf den Pfad der Tugend zurück gefunden?
    Du bist nicht nur eine Extremistin, sondern auch unglaublich dumm.

  73. @Hein

    Ich schrieb bezüglich deiner Äußerungen von einem „Hinweis“, nicht mehr. Was daran lustig sein soll, erschließt sich mir nicht aus Anhieb.

    Mich aufgrund der vorangegangenen Diskussion wiederholt als Extremist und außerdem als „dumm“ zu bezeichnen, zeugt von geringer Reife (auch dies nur ein Verdacht) und läßt mich von weiterem Austausch mit dir Abstand nehmen. Etwas weniger Aggression in der Wortwahl und ein Mehr an Sachlichkeit sei dir aus meiner Sicht dringend angeraten.

  74. Sozialstunden, das wäre bei diesem Kerlchen ja eine harte Bestrafung für die Institution, in der er eingesetzt werden würde.

  75. @Thalessa

    Du meinst ich sei aggressiv, während du sagst – ich zitiere

    Trotzdem bin und bleibe ich der Ansicht, daß in Fällen wie dem Geschilderten eine Tracht Prügel per „kleinem Dienstweg“ einen bleibenderen Eindruck hinterläßt

    Soso. Du musst noch viel lernen, liebe Thalassa. Jemanden mal ordentlich verdreschen und dann zu hoffen, dass er seine Lektion gelernt hat, ist nunmal einfach nur dumm.
    Genauere Auskünfte erteilt dir der Erziehungswissenschaftler deiner Wahl.

  76. *seufz*

    @Hein
    Um von mir ernst genommen zu werden, bedarf es außer wiederholter Beleidigungen und rüdem Ton eben schon etwas mehr. Wie wäre es denn mal mit Argumenten, die deine Unflätigkeiten stützen? Vielleicht auch von Dir selbst vorgebracht und nicht von irgendeiner Person, die ich mir auch noch aussuchen soll.

    Dafür scheinst du dir zu schade zu sein. Traurig.

    Abschließend noch dieses:
    Die von mir präferierte Handlungsweise gäbe Henning nur den Hinweis, was er von mir zu erwarten hat, wenn er mir materiell wissentlich und in voller Absicht schadet. Daß ihn das resozialisiert, erwarte ich keinesfalls. Er erfährt lediglich, was ICH davion halte, wenn er MIR schadet.

    Über das Erreichen eines gesellschaftskompatiblen Zustandes des Knaben insgesamt hat ein Gericht unter Verwendung rechtsstaatlich legitimer Mittel zu befinden. (Selbige wurden hier mehrfach beispielhaft erwähnt.)

    Ich hoffe, du erkennt meine Trennung zwischen der staatlichen Machtausübung und rein privater Handhabung der Sachlage. Nochmal zum mitmeißeln, auch für DEIN Schiefertäfelchen: Von offizieller Prügelstrafe ist und war hier nie die Rede.

    Wenn du jetzt etwas in halbwegs höflichem Ton zu erwidern weißt, antworte ich vielleicht nochmal. Wenn nicht, tut es mit leid für dich – oder auch nicht. Dann gehe ich einfach davon aus, daß du der nötigen kommunikativen Mittel nicht mächtig bist, um eine fruchtbare Diskussion zu führen.

  77. Ich bin mir in der Tat zu schade mit Leuten zu diskutieren, die mit ihrer Meinung noch im Mittelalter leben.

    Im übriegens ist es vollkommen egal, ob diese Sanktionen von staatlicher Seite aus, oder als „privater Handhabung“ geschehen. Das Resultat ist das Selbe.

    Daß ihn das resozialisiert, erwarte ich keinesfalls. Er erfährt lediglich, was ICH davion halte, wenn er MIR schadet.

    Und was bringt das am Ende, ausser die Befriedigung deiner Rachegelüste?
    Er wirds durch die Prügel nicht verstehen und es werden verschiedene Meachnismen in Gang gesetzt, die Kontraproduktiv sind. Entweder er wird sich dann als Opfer fühlen, er wird lernen, dass Gewalt ein probates Mittel zur Kommunikation ist…etc.

    Auch wenn ich diese Sendung nicht mag, aber bei der „Supernanny“ kann man sehr schön sehen, was mit vernünftigen Erziehungsprogrammen erreicht werden kann.
    Dieses Programm nennt sich übriegens „Triple P“.

    Wenn man übriegens auch alle Einträge von Tom zu Henning gelesen hätte, könnte man erahnen, was bei ihm schief gelaufen ist. Mit Schlägen kann man das jedenfalls nicht beheben.

  78. Ich bin mir in der Tat zu schade mit Leuten zu diskutieren, die mit ihrer Meinung noch im Mittelalter leben.

    Im übriegens ist es vollkommen egal, ob diese Sanktionen von staatlicher Seite aus, oder als „privater Handhabung“ geschehen. Das Resultat ist das Selbe.

    Daß ihn das resozialisiert, erwarte ich keinesfalls. Er erfährt lediglich, was ICH davion halte, wenn er MIR schadet.

    Und was bringt das am Ende, ausser die Befriedigung deiner Rachegelüste?
    Er wirds durch die Prügel nicht verstehen und es werden verschiedene Meachnismen in Gang gesetzt, die Kontraproduktiv sind. Entweder er wird sich dann als Opfer fühlen, er wird lernen, dass Gewalt ein probates Mittel zur Kommunikation ist…etc.

    Auch wenn ich diese Sendung nicht mag, aber bei der „Supernanny“ kann man sehr schön sehen, was mit vernünftigen Erziehungsprogrammen erreicht werden kann.
    Dieses Programm nennt sich übriegens „Triple P“.

    Wenn man auch alle Einträge von Tom zu Henning gelesen hätte, könnte man erahnen, was bei ihm schief gelaufen ist. Mit Schlägen kann man das jedenfalls nicht beheben.

  79. Hmmmm… Ich muß mir wohl oder übel gefallen lassen, mit meiner Meinung als „mittelalterlich“ angesehen zu werden. Das verstehe ich.

    Auch, daß Prügel an sich kein probates Erziehungsinstrument sein kann, würde ich nie behaupte. Insofern hast du Recht. Ich kenne das „Tripple P“-Programm nur oberflächlich und kann dazu keine qualifizierte Äußerung machen.

    Ich reduziere meine Aussage mal zu folgendem Kern: Wenn Henning sich wie geschildert gebärdet, also feindseelig und von sich aus gewaltbereit, dazu offensiv uneinsichtig und trotzig. Dann muß er damit rechnen, „physischen Argumenten“ zu begegnen.

    Da steckt keinerlei Absicht meinerseits dahinter, irgend einen Prozeß zum Besseren bei Henning zu starten. So altruistisch bin ich (leider) nicht – die Belehrung/Erziehung ist Sache von Fachleuten. Wenn ich hier schreibe, daß ich Gewalt anwenden würde, meine ich auch nicht, das Kerlchen halbtot zu prügeln, jedoch halte ich im Verhältnis ein paar kräftige Watschen durch den direkt Geschädigten für angebracht. Nenn es Rache, auch dafür Asche auf mein Haupt…

    Daß wir auch hier unterschiedlicher Meinung sein werden, ist mir absolut klar. Trotzdem Danke, daß du dich mit Beleidigungen zurückgehalten und mir Argumente und Beispiele entgegengehalten hast.

  80. Hm, da fällt mir spontan ein Liedtext der EAV ein (falls das noch
    jemand kennt…)

    „Wenn eine Sache genetisch versaut ist, läßt sich das durch Prügel allein nicht korrigieren!“

  81. Argh! da sollten zur Sicherheit noch Ironie-Tags durmherum, die hat der Editor aber rausgelöscht… Also, das oben genannte ist IRONIE!

  82. @ Thalassa: Da die Strafstation im Referendariat nur einige Monate dauert, bekommt man zwar jede Menge Fälle, Verhandlungen und Urteile mit, aber zur Langzeitwirkung, insb. wie wirksam Bewährungshelfer sind, kann ich deshalb aus eigener Erfahrung leider nichts sagen.

    @Kristian: Rheinland-Pfalz. Muss allerdings auch dazusagen, dass das eben beim Gericht war, nicht bei der Staatsanwaltschaft, ich daher nur die Praxis eines Richters kenne. Aber da die Urteile regelmäßig „gehalten“ haben (wenn es denn zu einer Berufung oder Revision kam) können sie sooo ungewöhnlich nicht gewesen sein. Und ich fand das Strafmaß in aller Regel sehr angemessen, und gar nicht dieser häufig gehörten Ansicht „Denen passier eh nichts“ entsprechend.

  83. LOL das kommt in dem Lied:“Willi Ein Verlierer(Ein drama in drei akten)“ von den toten hos**(darf man das ganz schreiben? xD) auch vor! könnte es vllt sein das die das gecovert haben?

  84. Ich kann übriegens durchaus verstehen, dass das ein sehr emotionales Thema ist und dass man im Eifer des Gefechts auch mal die Beherrschung verliert.

    Warum man aber auch in ruhigen Momenten solche Art von „Rache“ weiterhin befürwortet, obwohl man eigentlich weiß, dass es in jeglicher Hinsicht kontraproduktiv ist, kann ich wiederum nicht nachvollziehen.

  85. Ich sehe es weniger als Rache, denn als eine Art vorhersehbarer Konsequenz. Ich sehe die Möglichkeit, daß durch die Aggression des Anderen meine soziale Kompetenz kurzzeitig durch starke Emotionen außer Kraft gesetzt wird. (Ist das Affekt?)

    Das ist – meiner Meinung nach – durchaus menschlich und damit muß mein Gegenüber auch ganz klar rechnen. Die – humanistisch gesehen – ideale Reaktion ist zwar eine nicht-körperliche, die kann ein sich aggressiv verhaltender Mensch einfach nicht per se erwarten.

  86. Ein Kommentar ähnlich wie der von Die_Nian schoß auch mir durch den Kopf. Der Kerl bekam vermutlich noch auf Kosten des Staates Zucker in den A…h geblasen und durfte sich auf Tahiti die Sonne auf den Bauch knallen lassen, weil er ja eine ach so schwere Kindheit gehabt hat. Oder sowas in der Art. :-/

  87. wie wärs mit „einmal Xanxbuch abschreiben“ – was für ein geiles wort, ich musste es einfach noch mal selber benutzen!

  88. Um mal Thalassa ein wenig zur Seite zu springen….. Wer mich beklaut oder sonst in irgendeiner Weise absichtlich und in krimineller Weise schädigt, muß einfach damit rechnen ordentlich was hinter die Ohren zu bekommen.

    *Ironiemodus an* Anders ausgedrückt, seine Eltern könnten sich glücklich schätzen, wenn ich ihnen verrate, wo ich ihn verscharrt habe! *Ironiemodus aus*

    Würde das jeder so sehen, würden sich viele überlegen, ob sie klauen! Das einzige, was Täter aus der Handlungsunfähigkeit des Staates lernen ist, daß sie nichts zu befürchten haben. Wenn die Sanktionen des Staates dann endlich greifen ( nach der zigsten Tat ), ist die kriminelle Karriere so gefestigt, daß sie nicht mehr umzukehren ist. Wäre der Stat bereit quasi im „Sofortvollzug“ die „Strafe auf den Fuße“ folgen zu lassen, also eine zeitnahe Verurteilung und Bestrafung herbeizuführen, würde diese besser greifen. Dann würde der Delinquent wohl merken, daß er für sein Handeln bestraft wird. Die Bestrafung heute oft ein Jahr oder mehr nach der Tat, wird vom Delinquenten gar nicht mehr als Konsequenz auf sein Handeln registriert. Es ist nur eine lästige Sache, aus der er aus der Erfahrung der Vergangenheit eh gut rauskommt.

    Ich kann gut verstehen, wenn immer mehr Leute wieder zur Selbstjustiz neigen.

    Denn der Staat gibt kein Signal, daß er den Opfern wirklich hilft und der Täter wirklich was zu erwarten hat! Die große Anzahl der Verfahren, denen ich von Berufs wegen beiwohne (übrigens auch in Berlin, mit den vielen oben schon geschilderten stark pigmentierten Personen mit Migrantenhintergrund) sind für den Beobachter eine Farce.

    Beispiel aus der Praxis:

    Ich kenne jemanden, der wurde überfallen. Nein, jemand hat versucht ihn zu überfallen. Er hielt ihm ein Messer vor das Gesicht und verlangte Geld. Der Jemand, den ich kenne hat ihm das Messer aus der Hand geschlagen, ihm ordentlich eine rechte Gerade gegeben. Der fiel um. Nun setzte sich der Jemand auf den Täter rauf und massierte dessen Gesicht ausgiebig mit seinen Mittelhandknochen.

    Ich wette, daß diese Erfahrung mehr zur Resozialisierung des Täters beigetragen hat als jeder Jugendarrest oder eine Mittelmeerkreuzfahrt. Der überlegt es sich dreimal, ob er nochmal jemanden berauben will! ( Als Hinweis: Die Sache ist verjährt! )

    Happy Flaming!

  89. Dass die Reaktion auf ein unerwünschtes Verhalten unmittelbar, also ohne zeitliche Verzögerung erfolgen muss, wissen wir aus der Lerntheorie schon seit Jahren (Stichwort: operantes Konditionieren).
    Es ist also bekannt, dass die Verfahrensweise der Gerichte alles andere, als optimal ist.

    Der Rest von Daniels Kommentar ist nur ödes Stammtischgequatsche, ohne jegliche Grundlage.

  90. Also sieht Hein ein, daß die Justiz zur Zeit nicht dazu beitragen können, etwas zu ändern.

    Was schlägt Hein vor? Die Vogelstraußtheorie? Oder solange der Staat nicht in der Lage oder Willens ist, etwas zum Schutz der Bürger zu tun, sich selbst zu schützen?

  91. Ich möchte mich hier von einem großen Teil der Äußerungen Daniels distanzieren.

    Danke, daß du mir Rückendeckung geben möchtest Daniel, aber wir beide haben nicht dieselben Ansichten.

  92. Hmm Thalasa und wovn genau? Du schriebst von physischer Reaktion darauf, daß man dir beispielsweise was wegnimmt und sich dann auch noch so rüpelhaft verhält wie Henning! Wo ist jetzt der Unterschied zu dem von mir geschriebenen?

    Ich schrieb, wer mir etwas wenimmt muß damit rechnen, daß ich darauf angemessen reagiere! Wer mich ausrauben mlchte und damit mit einem Messer bedroht wird wirklich angemessen behandelt! ich war übrigens nicht das Opfer im genannten Beispiel!

    Daß Strafe in unserem Staat zu spät komm, hat sogar Hein eingesehen.

    Eine Lösung hat er nicht!

    Um Mißverständnissen vorzubeugen! Ich möchte nicht die Selbstjustiz anstelle der staatlichen Sanktion wissen. Ich schrieb, ich kann verstehen, daß imemr mehr Bürger dieses Lands vom Staat alleine gelassen fühlen und nicht vor Tätern geschützt. dazu gehört, daß Opfer keinerlei Hilfe erhalten. Täter dagegen werden verhätschelt und erhalten alle möglichen Vergünstigungen.

    Ich bekenne mich hier ganz klar zum Gewaltmonopol des Staates, aber Notwehr und Nothilfe werden noch erlaubt sein, oder? Und ich bin weiterhin überzeugt, daß sie mehr nutzen, als der viel zu späte Strafanspruch des Staates!

    Der Staat verschläft hier eine längst fällige Reform schon über 20 Jahre. Und so wird weiter diskutiert, ob der Henning was dafür konnte, daß er ist wie er ist. Ob das dem Tom hilft oder nicht….. Ich behaupte Tom kann am wenigsten dafür! Und für mich als Opfer wäre eine solche Diskussion vor Gericht eine Zumutung!

    Gruß Daniel

  93. @Daniel: Am Besten vor dem Absenden nochmals durchlesen. Eine Editierfunktion für Kommentatoren kommt erst demnächst.

    Wenns gravierende Fehler sind, genügt eine Mail an mich und ich korrigiere es dann gerne.

  94. Eine Lösung hat er nicht!

    Was sollte ich denn auch für eine Lösung haben? ;-)
    Ich denke, es ist allseits bekannt, dass unsere Gerichte chronisch überlastet sind.
    Ich bin kein Justiz-Experte und könnte nun nicht sagen, wo man was optimieren kann. Das müssen schon die Leute tun, die sich damit auskennen. :-)

  95. was ist denn jetzt die auflösung der frage herr undertaker? mit welch ungeheuren (hoch oder niedrig) sanktionen hat der herr richter den jungen mann belegt?

  96. Super super Erzählung. Beide Daumen hoch. Ich habe mir die Geschichte sehr gerne durchgelesen und mich köstlich amüsiert, aber wer nicht den Schaden hat.

    Gruß

    AMUNO

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