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Ich will nicht dass der Bestatter mich nackt sieht

Hallo Undertaker,
ich hab mal ein etwas aussergewöhnliches Problem. Ein Bekannter von mir, der auch im selben Fitnessclub ist, wie ich, der ist jetzt mit einem Beerdigungsinstitut bei uns in der Stadt selbstständig. Wenn ich mal sterbe und das muss ja jeder, will ich nicht dass der mich nackt sieht. Da würde ich mich schämen, unwohl fühlen und es wäre mir hoch unangenehm. Ich stelle mir vor, wenn der mich nackend sieht und das dann in dem Bistro wo wir abends auch oft sind weitererzählt. Ich bin ja noch nicht alt. Wenn ich mal eine alte Oma bin, dann wäre mir das egal. Was kann ich dagegen machen, dass der mich in jungen Jahren nackt sieht?

Zieh Dich nicht vor ihm aus und lebe lang!

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Peter Wilhelm30. Mai 2012

32 Kommentare von 138885.

  1. Also als ich noch jung und knackig war, hatte ich viel weniger ein Problem dabei meinen Koerper zu zeigen als jetzt.
    Wahrscheinlich hat sie Angst, so schoen zu sein, dass der Kerl alle Hemmungen fahren laesst und nekrophil wird.

  2. >> Wenn ich mal sterbe und das muss ja jeder, will ich nicht dass der mich nackt sieht. Da würde ich mich schämen, unwohl fühlen und es wäre mir hoch unangenehm.

    Wenn Du tot bist, bist Du schlichtweg nicht mehr in der Lage, Dich zu schämen. Das bringt das Totsein so mit sich.

  3. Ich bekenne: mir geht es ganz genau so. Wenn ich in 20 oder 30 Jahren sterbe und der Bestatter meinen Adonishängebauch, meine Schwarzenegger-Schrumpfnudel und meine hygrophilen Eisbeine sieht, schmilzt er womöglich dahin und wird ganz spontan schwul. Da möchte ich nicht schuld sein, denn sonst schimpft Papa Razzi oder der olle Petrus und dann komm ich im himmlischen Wartezimmer wieder erst nach den klerikalen Privatpatienten dran.

    Es ist ein Elend!
    _____

    Aber wenn der Brief wirklich Ernst gemeint ist: sprich mit deiner Familie oder vermerk’s in deinem Testament, dass du von einem anderen Bestatter begraben werden willst. Oder schließ gleich eine Vorsorge ab. Aber vielleicht ist es sogar schöner, wenn dich jemand bestattet, den Du kennst. Um meinen Vater hat sich ein guter Bekannter von mir gekümmert, mit dem ich vor Jahren Musik gemacht hatte. Wir wussten von Anfang an, dass es gut wird, und es wurde ganz besonders gut. Unbezahlbar, wenn man solches Glück im Unglück hat.

  4. Ich empfehle einen Organspendeausweis. Abgesehen von dem vordergründigen Zweck der Organspende wirst du nach dem Ausschlachten kaum sexy auf den Bestatter wirken.

    Abgesehen wäre der Kerl dann ausgesprochen unprofessionell. Es schickt sich moralisch für einen Bestatter genausowenig, über seine Klienten zu reden wie ein Banker.

  5. ..und ich glaube, auch der Bestatter (selbst, wenn er den Verstorbenen gekannt hat), hat ebenfalls andere Sorgen, als sich über die körperlichen Vorzüge oder Nachteile des Körpers des Verstorbenen Gedanken zu machen. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten Toten wie Models aussehen ;-)

  6. @2 Es ist wohl „die Gute“ sonst hätte „der Gute“ ja jetzt schon ständig das Problem im Umkleideraum und unter der Dusche des Fitness-Centers.

  7. Ich versuche mich mal in denjenigen hineinzuversetzen. Wenn das ein Bekannter von Dir ist, wird er viel zu traurig darüber sein, dass Du tot bist, als dass er in irgendeiner Weise darüber entzückt ist, Dich nackt sehen zu können. Ich bin selbst kein Bestatter, aber ich denke mal, dass es selbst für jemanden, der täglich mit Toten zu tun hat, nochmal was anderes ist, jemanden -ob hübsche junge Frau oder nicht- „auf dem Tisch liegen zu haben“, den er kennt.

    Wie sehen das die Bestatter hier?

  8. ….“ich wußte es, sie war keine echte Blondine … und die Mordsdinger sind auch nicht echt … HAA !!! alles nur Lug und Trug … diese Weiber … aber irgendwann kommt alles raus …“

    … sah so Deine Phantasie aus ??? *kicher*

  9. Haben hier einige der Kommentatoren mal über das Thema Fehlbildungen nachgedacht? Kann mir schon vorstellen, dass es da Dinge gibt, die man so nicht sieht. Aber eben, wenn man nackt ist und dass das dann peinlich sein könnte zu Lebzeiten darüber nachzudenken.

  10. @ Malkura

    Wenn ich mal eine alte Oma bin, dann wäre mir das egal.

    Ich denke nicht, dass sie aufgrund einer Fehlbildung nicht moechte…

    Weil eine Fehlbildung eben auch im Alter noch da ist…

  11. wenn der Bestatter oder sein Angestellter attraktiv ist, ist er herzlich eingeladen, nachzusehen ….
    Wenn er doch hinterher alles mit Mull und Watte zustopfen muss.

  12. Ein islamischer Bestatter sieht die Frauen definitiv nicht an. Sie bleiben zugedeckt, bis zum Waschraum. Dort wird dann die Verstorbene von Frauen entgegengenommen. Frauen werden von Frauen aber auch von der Brust bis zur Knie abgedeckt und gewaschen. Die Leiche wird auf eine spezielle Weise in einem Leichentuch eingewickelt.

  13. Wie gehen solche seltsam gestrickten Menschen eigentlich damit um, daß sie gleich nach der Geburt von Hebammen und Ärzten völlig nackt gesehen wurden? Gibt es denn kein Gesetz, daß sie pränatal festlegen können, daß im Kreisssaal nur Blinde arbeiten dürfen?

  14. Jetzt mal ganz im Ernst,
    ein Bestatter muss den Toten doch nicht zwingend nackt sehen?

    Wenn der Leichnam schon von Angehörigen gewaschen und angekleidet wird und es keine Aufbahrung mehr gibt? Meine Mutter wurde von mir „fertig gemacht“. Der Bestatter hat sie, so wie sie ist, abgeholt und zum Krematorium gefahren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie höchstens im Krematorium entkleidet wurde.
    Warum sollte der Bestatter sich denn diese Arbeit machen? Bezahlt haben wir diese Leistung nämlich definitiv nicht.

    LG Dana

    • Jetzt mal ganz im Ernst: Es geht hier um eine noch lebende junge Frau, die nicht von einem ebenfalls lebendigen jungen Bestatter in jungen Jahren nackt gesehen werden will.

      Die Fälle in denen Angehörige die Verstorbenen selbst einkleiden, sind extrem selten, könenn daher also nicht als „Paradebeispiel“ dienen.

  15. Interessante Geschichte. Ein Bestatter sollte so professionell sein, dass alles, was er in seinem Versorgungsraum sieht, niemals nach außen dringt.
    Ich würde der Topiceröffnerin aber raten niemals an einer evtl. ungeklärten Todesursache zu versterben, denn dann stehen da schon mal mind. 2 Polizisten und 2 Mitarbeiter eines Bestattungshauses rum, die sich alle den nackten Körper ansehen, ihn drehen, wenden und begrabbeln und dann auch noch zahlreiche Fotos machen.
    Diese Fotos werden sogar im Computer der Polizei gespeichert und so wahrscheinlich für die Ewigkeit verfügbar bleiben. Dann können sich zukünftige Generationen von Polizisten und Staatsanwälten immer wieder an den Fotos einer jungen, nackten Frauenleiche erfreuen.

    Wenn man sich hierzu wirklich solche Sorgen macht, sollte man Vorsorge treffen. Wir hatten auch schon Kunden, die darauf bestanden haben, dass die alte, wahrscheinlich jungfräuliche Tante ausschließlich von weiblichen Mitarbeitern versorgt und angekleidet wird. Zum Glück haben wir in unserem Haus zwei weibliche Bestatterinnen, die diese Aufgabe dann übernehmen können.

  16. Also ich kann die gute Fragenstellerin verstehen. Wir wissen ja nicht, was das für ein Typ ist, den sie im Fitnessstudio kennt. Vll hat er ihr mal an den Hintern gelangt oder so. Von daher eine legitime Frage. Sie sollte das defintiv im Testament erwähnen, wenn es ihr Sorgen bereitet.

    Zur Totenwaschung im Islam habe ich da eine ganz andere Geschichte gehört. Die Toten werden überall gewaschen und zwar in jeder befindlichen Körperöffnung. Ist zwar keine gute Quelle, aber es hat mal vor Jahren eine junge Frau bei Domian angerufen und alles geschildert. Sie musste ihre eigene Mutter waschen, wenn sie das nicht tat, würde es schlimme Konsequenzen für sie geben, also tat sie es.

    • Das Domian-Video ist zwar nicht mehr verfügbar aber selbstverständlich hat sich das Bestatterweblog auch diesem Thema gewidmet. Einfach mal „Muslima“ oben ins Suchfeld des Blogs eingeben.

  17. Ich fand das Thema anfangs nicht so problematisch, hatte aber in den vergangenen Wochen ein paar Erlebnisse mit unserem örtlichen Bestatter, die meine Meinung geändert haben. Der Herr hat nämlich abends in der Kneipe, wenn er schon gut angeheitert war mehrfach versucht, bei einigen Mädels und leider auch hartnäckig bei mir, uns dazu zu bringen, die Schuhe auszuziehen und ihn an unsren Füßen riechen zu lassen, er hat offenbar einen Fetisch und liebt verschwitzte Füße. Bei dem möchte ich mir auch nicht vorstellen auf dem Tisch zu landen! Es lebe die Vorsorge!

  18. Pingback: Ich möchte nicht, dass mich nach meinem Tod jemand nackt sieht Bestatterweblog Peter WilhelmBestatterweblog Peter Wilhelm

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