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James Bond Nummer 3 ist tot – Roger Moore verstorben

Für viele war es der beste James Bond aller Zeiten. Jetzt ist Roger Moore im Alter von 89 Jahren gestorben.
Ich persönlich fand Sean Connery besser, aber das ist natürlich auch Geschmacksache. Aber Roger Moore war auch klasse, ohne Frage. Er gab einen tiefgründigeren James Bond mit viel britischem Humor und tollen Action-Szenen. Leider ging manches vom britischen Humor in der deutschen Übersetzung verloren. Tipp für die Besitzer von DVDs: Schaut Euch das mal im Original an!
Seine Bond-Filme entstanden zu einer Zeit, als die James Bond Filme noch nicht komplett im Dunkeln spielten und noch nicht mit ohrenbetäubendem Lärm glänzten.

Der dritte Bond war er, weil nach Sean Connery noch George Lazenby einmal den James Bond gab.

Nicht immer hat die deutsche Übersetzung Roger Moore geschadet.
Als er 1970/71 gemeinsam mit Tony Curtis in „Die 2“ agierte, floppte diese Serie in den USA, wurde aber in Deutschland aufgrund der deutschen Synchronisation zu einem großen Erfolg.
Das deutsche Dialogbuch legte den Schauspielern für die damalige Zeit „fetzige Sprüche“ in den Mund, was die Serie aus dem Einerlei anderer Serien deutlich hervorhob.

Während es sich im englischen Original zwar auch um eine Krimiserie mit Humor handelt, wurden für die deutsche Fassung flapsige und witzige Sprüche („Hände hoch – ich bin Achselfetischist!“, „Sleep well in your Bettgestell!“, …) ergänzt. Außerdem gab es Anspielungen auf die deutsche Sendeanstalt oder das Fernsehen als solches. So kommentierte Danny Wilde das Halten im Parkverbot mit der Bemerkung: „Mach’ ich vorm ZDF auch immer so.“ In einer anderen Folge fiel folgender Kommentar: „Lass doch die Sprüche, die setzen ja die nächste Folge ab!“
Rainer Brandt erzählte in mehreren Interviews, dass sich Tony Curtis, der Deutsch verstand, nach dem Dreh der ersten Staffel, drei Folgen der deutschen Fassung schicken ließ und davon so begeistert war, dass er eine Weiterführung der Serie unter der Bedingung anregte, dass Brandt nun auch die Originaldrehbücher schreiben sollte. Dieses Vorhaben scheiterte laut Brandt aber daran, dass sich Curtis und Moore zerstritten. Wikipedia „Die 2“

Insgesamt hat Roger Moore in rund 70 Spiel- und Fernsehfilmen sowie -Serien mitgewirkt, in den meisten Fällen spielte er die Hauptrolle.

Roger Moore war viermal verheiratet und hatte drei Kinder.
2013 wurde bei Moore Diabetes diagnostiziert. Überdies musste er nach einer schweren Lungenentzündung mühsam wieder das Gehen lernen. Seit einem Schwächeanfall trug er einen Herzschrittmacher. Roger Moore starb am 23. Mai 2017 an den Folgen einer Krebserkrankung. Er lebte zuletzt in der Schweiz in Crans-Montana und Monaco, wo er laut seinem eigenen Wunsch beigesetzt werden soll.

Interessante Nebensächlichkeit: Laut Wikipedia litt Moore an Hoplophobie, der Angst vor Schußwaffen.

gemeldet von Henning, Christian (zeitgleich) u.a.
Bild: Von Allan warren – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19450925

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Peter Wilhelm26. Mai 2017

23 Kommentare von 139920.

  1. Nimms mir nicht übel, aber diesen „Nachruf“ hättest du dir wirklich sparen können. Ich habe von dir selten so wenig Feingefühl erlebt. Das kenn ich ja gar nicht von dir!

    Wie würdest du es denn finden, wenn an deinem Grabe dereinst nichts Besseres verkündet würde als „Pietät Eichenlaub war besser“ und „im Telefonbuch stand er an dritter Stelle nach Lindenzweig Erdmöbel“, an Statt *deine* Verdienste im Leben zu erwähnen, deine berufliche Laufbahn, deine Bücher, dein Blog, dein Einsatz für deinen Berufsstand?

    • @Christians Ex: Oh, das tut mir leid. So war das nicht gemeint und nicht gewollt.
      Ich war unterwegs, als ich die Meldung von seinem Tod über den amerikanischen Ticker bekam. Kurz darauf meldeten 2 Leser den Tod von Roger Moore. Ich habe die kurze Todesmeldung unterwegs auf dem Handy getippt. Das hätte ich vielleicht nicht tun oder die Meldung später noch ergänzen sollen.
      Hole ich aber gerne nach.

      • @Peter Wilhelm:
        Danke, Peter… ich war in dem Moment wirklich enttäuscht, vor Allem weil ich so einen Text von dem einen oder anderen Journalisten erwartet hatte, aber von dir als Bestattungsprofi am wenigsten.

  2. Ach Gottchen!
    Die Message war doch, dass Roger Moore tot ist.
    Schön, dass Du es jetzt überarbeitet hast, aber ganz ehrlich mal, ich fand die Kurzmeldung auch kein bisschen schlimme oder schlecht.

    Was mich aber immer wieder in Erstaunen versetzt: Da schreiben Leute seit längerem freundliche bis begeisterte Kommentare über Deine Texte, und wenn Du einmal etwas schreibst, was denen nicht in den Kram passt, kommt sofort eine recht heftige Reaktion.

    Ich weiss nicht mehr, wie der Typ hiess, der früher hier oft ganze Lobeshymnen gesungen hat. Dann hattest Du etwas geschrieben was ihm nicht gefiel und sein Kommentar war: Ich bin weg aus dem Blog.

  3. @Peter Wilhelm:

    Okay, noch ein Versuch, den Kommentar so hinzukünsteln, dass er nicht von einem gierigen Cyberwesen gefressen wird:

    – Ian Fleming verkaufte die Filmrechte an „Casino Royale“ selbst an George Ratoff. Nach dessen Tod kaufte Charles K. Feldman die Rechte von Ratoffs Witwe. Feldman hatte nicht genügend Mittel, um aus Casino Royale einen wahrhaftigen Bond-Film zu bauen – also baute er daraus eine abgefahrene Komödie. Nach dem Verkauf der Filmrechte hat Fleming ohnehin keine Kontrolle mehr darüber, was aus dem Material und den Charakteren gemacht wird. Würde sich Fleming über „Die Another Day“ grüner und blauer ärgern als über den 1967er Casino Royale?

    – Fleming nannte David Niven als den idealen Bond-Darsteller.

    – Die schauspielerische Leistung Nivens in „Casino Royale“ ist beachtlich. Welche Geschichte er als Schauspieler erzählen muss, sollte man davon trennen.

    – Alle Bond-Filme sind offiziell. Beim 1967er Casino Royale verkaufte Fleming selbst die Filmrechte. Für den 2006er Casino Royale musste man erst die Markenrechte mit einem Mutterkonzern tauschen, um den Film drehen zu können. „Never Say Never Again“ basiert auf dem Roman „Thunderball“ von Fleming (und Ideen von Kevin McClory), während der Film „Thunderball“ auf dem früheren Drehbuch von Fleming, McClory und dessen Partner basiert. Und ja, ohnehin halte ich „Never Say Never Again“ für den leicht besseren Film.

  4. Roger, Du warst meine erst grosse Liebe. Ich war damals 11 Jahre alt und mit meinem Vater im Kino. Heute bin ich 55 und ich habe niemals einen faszinierenderen Mann als Dich gesehen. Du bist am 23. Mai gestorben, mein Vater und ich haben beide am 24. Mai Geburtstag – es gibt schon merkwürdige Zufälle…

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