Kärnten mit heimatverbundener erdbrauner Tanne

Es tut sich was in unserem Nachbarland Österreich. Dort gibt es jetzt den „Kärnten Sarg“ und den gläsernen Schneewittchensarg.
Das neue Sargmodell „Kärnten Sarg“ erinnere mit seiner Bordüre stark an Kärntner Trachten, hieß es in einer Pressemitteilung der Bestattung Kärnten.
Er soll die „heimatbewusste“ Verabschiedung ermöglichen. „Ingo Sternig, Leiter Organisation und Entwicklung der Bestattung Kärnten, ergänzte: „Das Braun erinnert an die Heimaterde, das
Grün an den Wald und das klassische Kärntner Gilet an unser bodenständiges Brauchtum.““

Ich warte jetzt nur noch auf den Orginal-Schwarzwald-Sarg mit einer kleinen Tür am Fußende, aus der bei der Trauerfeier ein Kuckuck herauskommt und zum Abschied leise ruft.

Aber auch für den besonderen Geschmack und den wohl ganz besonderen Geldbeutel hat sich die „Bestattung Kärnten“ etwas einfallen lassen.
Von einem ganz besonderen Schmuckstück ist hier die Rede, das aus hochwertigem Kristallglas hergestellt wird. „Das 200 Kilogramm schwere Einzelstück mit aufwendigem Gehrungs- und Facettenschliff kostet rund 32.000 Euro. Die Arbeitszeit von zwei Mitarbeitern betrug für dieses einmalige Exemplar rund vier Wochen. Geschäftsführer Waldher: „Der Glassarg ist ein einzigartiges Kunstwerk. Eine
Bestattung wäre allerdings nur in einer Gruft möglich.““

Besonderes Augenmerk legen wir mal auf die Aussage: „Die Form eines „Begräbnisbehältnisses“ sei seit mindestens 5.000 Jahren bekannt und aus allen Teilen der Welt belegt, so die Bestattung Kärnten in ihrer Aussendung.“
Vielleicht hängt ja die Form von Wiegen, Betten, Särgen usw. auch mit der Form des menschlichen Körpers zusammen, wer weiß?

Nachlesen kann man das alles bei http://kaernten.orf.at/stories/356869/ wo es auch Bilder zu sehen gibt und von die Zitate stammen.

Wenn auch Du mal einen Artikel über besondere Bestattungsformen, Särge oder Urnen liest, sende mir doch bitte einen Hinweis darauf ein. Vielen Dank!

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  • Veröffentlicht am: 23. April 2009
  • 11 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

11 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Im Glassarg in der Familiengruft bestattet und nach einer gewissen Zeit wird die Gruft für einen neuen Bewohner geöffnet. Da muss der Anblick des Schneewittchen Sarges ziemlich intressant sein…

  2. Man könnte auch ’ne Webcam und ’ne Leuchte davor stellen, dann muss man nicht immer hinfahren. ;-)

  3. Also für 32.000 will ich zu dem Sarg dann aber auch nen passenden Prinzen bzw. Prinzessin die mich in 100 Jahren wach küsst. Jawoll !

  4. Also dieser Kärntner Sarg ist ja überhaupt nicht schön. Da drin möchte ich nicht mal tot gesehen werden…

  5. Gibt es von dem Schneewittchen-Sarg auch andere Bilder? Das verlinkte ist so klein :-(

  6. ach kärnten… nicht alle österreicher sind so! und nicht alle kärnter sind so! wirklich, dummheit gibts auch in wien! ;-)

  7. Die Idee für den Schwarzwälder-Sarg finde ich ja mal genial *rofl*

  8. Die Nordslowenen sollte man nicht zu ernst nehmen. Vor allem seit einem Dreiviertel Jahr, da hat es ein Staatstrauma gegeben, von dem sie sich noch nicht ganz erholt haben. (Das war böse, ich weiß)

  9. @ Jan: Der Glassarg ist zwar teurer, dafür aber nach dem Wachküssen unbegrenzt wiederverwertbar. Das einzige Problem dürfte dabei der Mundgeruch sein.

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