Kopfkissen

Andere Frage an Tom: bei einer Abholung wollten die Angehörigen sein Lieblingskopfkissen mitgeben. Es hieß, das dürfe man nicht nehmen, da Federkissen verboten seien, weil diese nicht verrotten würden.

Ich muß gestehen, daß ich hierüber wenig Erfahrungen habe, die meisten Vögel, die ich sehe, haben ihre Federn noch und wenn ich mal einen toten Vogel sehe, ist er meistens gerupft, bepinselt und fährt beim Hühner-Hugo Karussell.

Aber wenn ich es richtig weiß, dann entsprechen die Federn unserer Haarpracht, sind also aus Horn. Tatsächlich gilt Horn an sich als guter Dünger und so werden auch Federn im Laufe der Zeit im Boden sicher zersetzt. Im besonderen Klima eines Sarges sieht das aber unter Umständen anders aus. Hier halten sich Haare und damit sicher auch Federn sehr lange. Das könnte ein Grund sein, daß mancher Friedhofsverwaltung Federkissen nicht zulässt.

Im Übrigen sind hier in der Region Federkissen kein Problem, solche Sargbeigaben sind erlaubt.

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  • Veröffentlicht am: 26. August 2008
  • 11 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
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Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

11 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Wir hatten in den letzten Jahren leider einige Sterbefälle in der Familie und da war es überhaupt kein Problem. Im Gegenteil. Der Bestatter (ein guter Freund von mir) hat sogar vorgeschlagen, Kissen und Decke mitzunehmen, weil die erstens schön aussahen und zweitens eh nicht mehr genutzt werden würden.

  2. völlig OT weil zu würmer baden keine kommentare gehen. im moment habe ich keine möglichkeit zu mailen, aber ich hätte eine angelausrüstung die ich zur zeit nicht brauche. wenn noch bedarf besteht. ist zu sperrig zum versenden, aber falls du mal in RLP rumfahren musst, in nen Bestattungswagen müsste die Tasche passen ;-) mail mich einfach an und ich schaue, dass ich bis heute abend antworte.

  3. @Anke…

    Bei welchem Hoster hast du denn deine E-Mails? Mir ist so ziemlich niemand bekannt bei dem man nicht Mails übers Web versenden kann?!?

  4. Ach, dann wollte der vielleicht sein Holzwollekissen verkaufen. Kann ja auch sein. Ich konnte mir auch keinen Hinderungsgrund vorstellen, wollte mich aber nicht einmischen.

  5. gibt es eigentlich auch etwas, was absolut nicht mit in den Sarg darf, auch bei
    allem guten Willen und Entgegekomen des betreffenden Bestatters ?
    Mußtest Du da auch schon mal einen Wunsch ablehnen?

    Was spricht im übrigen gegen eure „handelsüblichen“ Kissen und Decken, finde sie
    eigentlich sehr ansprechend ;)
    [img]http://www.nunnenkamp.de/ibase/module/medienarchiv/dateien/produkte/1270-136_1270Burgund_steg/1270136_1270Burgund_steg_3.jpg[/img]
    [img]http://www.nunnenkamp.de/ibase/module/medienarchiv/dateien/produkte/1570-136_1570romaWeiss_steg/1570136_1570romaWeiss_stg_3.jpg[/img]

  6. also bei einem bekannten durfte die verstorbene keine strumphose (nylon) anhaben.

    könnte ich mir schon vorstellen, dass da wenig verrottet!

  7. meines Wissens dürfen Tote in Deutschland nicht mit Schuhen bestattet
    werden. Das hat in manchen Regionen aber mehr etwas mit Aberglaube zu tun.

  8. Naja, ich glaube, dass im Krematorium die Gummisohlen kein Problem darstellen. Ist zwar nicht das Optimum, dürften dem Feuer aber in keinster Weise etwas entgegen setzen.

  9. Bei Gummisohlen würde es sich von selbst erklären. Ledersohlen stinken nicht so wie Gummi beim Verbrennen.
    Hab mal gehört, dass es neue Schuhe aus Pappe für Bestattungen gibt, die Echten zum verwechseln ähnlich sehen.

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