Mit dem Tesla zur letzten Ruhe

Lautlos zur letzten Ruhe. Das ermöglicht jetzt ein Leichenwagen auf Basis des Tesla Model S. Gebaut hat ihn die Firma RemetzCar aus den Niederlanden.

„Für eine stilvolle, moderne und ruhige Beerdigung“, so preist RemetzCar, die ansonsten auf den Bau von Stretchlimousinen spezialisiert sind, den neuen Leichenwagen auf Basis des Tesla Model S an. Durchaus passend, denn stiller als im Elektroauto dürfte die letzte Reise des Verblichenen kaum ausfallen können.

Bilder und mehr dazu findest Du hier

Gefunden von Melancholia

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  • Veröffentlicht am: 23. Oktober 2016
  • 11 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Fundstücke

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

11 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Tesla und Leichenwagen passe doch perfekt……das ist doch das Modell, wo beim automatischen fahren der Fahrer tödlich verunglückt ist……

    • Ja, der hat auf einem Tablett während der Fahrt einen Harry Potter Film geschaut. Dafür sind die Fahrerassistenzsysteme nicht da. Das sogenannte autonome Fahren funktioniert gut auf Autobahnen wo es deutliche Markierungen gibt.
      Dort klappt das prima und sehr zuverlässig. Das habe ich selbst schon ausprobiert.
      An Kreuzungen oder in Baustellen funktioniert es nicht.
      In diesem Fall hat ein Lkw gekreuzt. Da hätte der Fahrer aufpassen müssen. Hat er aber nicht. Und deshalb ist sein Tesla unter dem LKW durch und der Mann ist geköpft worden.
      Alleine durch Beachtung der Bedienungsanleitung hätte er das vermeiden können.

      • @Peter Wilhelm:

        ist das nicht ein komisches Gefühl, wenn man „nur“ da sitzt und das Auto fährt? Würde mich mal interessieren.Wenn du Zeit und Muse hast :-)

        • @Tanja: Das kannst Du Dir hier gerne anschauen:

          Ich würde es mal so beschreiben:

          Anfangs traut man der ganzen Sache nicht. So etwas hat es noch nie gegeben und man kann sich nicht vorstellen, wie das ist und wie das gehen soll.
          Doch dann meldet sich der Tesla und bietet an, alleine zu steuern.
          Und dann sitzt Du da mit offenem Mund, wenn Du siehst, daß er alleine Spur und Abstand hält und überholt und wieder einschert.

          Es ist nicht so, daß man Lust bekäme einzuschlafen. Aber es ist einfach sehr spannend und es funktioniert tatsächlich.
          Es funktioniert nicht, wo es keine deutlichen Seitenbegrenzungen gibt, auch nicht in Baustellen, wo gelbe und weiße Linien durcheinander die Fahrbahn markieren.
          Es funktioniert auch (noch) nicht innerstädtisch oder wenn links und rechts Autos geparkt sind.

          Dafür kann der Tesla aber alleine einparken und kommt auf Knopfdruck auch alleine aus der Parklücke rausgefahren und Dir entgegen.

          Um zu erfahren, wie das ist, wenn man das immer zur Verfügung hat, und letztendlich dann auch mehr Vertrauen hat, und das Gefühl des Spannenden und Neuen weg ist, dazu konnte ich nicht lange und oft genug damit fahren.
          Man hatte uns den Wagen nur für ein langes Wochenende zur Verfügung gestellt.

          • @Peter Wilhelm:
            Also, wenn der Tesla es nun auch noch schafft die Verstorbenen einzubetten und beim Krematorium, oder Friedhof abzuliefern, dann kaufe ich mir den. =;-)

            Aber jetzt mal im Ernst: Der Tesla Bestattungswagen ist von der Formgebung sehr gelungen und technisch seiner Zeit weit voraus. Natürlich sollte man der Technik nicht blind vertrauen, sondern immer aufmerksam bleiben, um eingreifen zu können.
            Das hübsche Bestattunswägelchen hat sicher den Gegenwert eines kleinstädtischen Mehrfamilienhauses gekostet. Das muss sich dann erstmal rentieren.

            • Gerade für einen Bestatter ist ja das elektrische Fahren interessant. Damit könnte man nahezu lautlos auch auf den Friedhof fahren. Man ist sowieso in den allermeisten Fällen nur innerhalb einer gewissen Entfernung unterwegs, sodaß eine eventuelle Reichweiteneinschränkung nicht ins Gewicht fiele. Groß und stark sind die Autos auch.
              Der Preis? Nun, für einen Benz mußt Du auch ab 90.000 aufwärts hinlegen und für ein Edelteil sogar sicher an die 150.000,-
              Wenn dann der Tesla 200.000 kostet, ist das fast sogar billig :-)

              Wenn ich sehe, daß manche Kollegen allein für die Überführungen (Wohnhaus -> Bestatter, Bestattungshaus -> Friedhof und Friedhof -> Krema) zusammen locker über 2.000 tausend Euro nehmen, hat sich selbst der dickste Tesla nach 100 Sterbefällen gerechnet.

              Wie man über 2.000 für Überführungen nimmt?
              So:

              Überführung vom Wohnhaus 399,-
              Zuschlag Nacht 199,-
              Fahrer 100,-
              Helfer 100,-
              Nutzung der Rolltrage 99,-
              Desinfektion des Kfz 123,-
              Überführung zum Friedhof 399,-
              Fahrer 100,-
              Helfer 100,-
              Überführung zum Krematorium 399,-
              Fahrer 100,-
              Helfer 100,-

              • @Peter Wilhelm:

                Das sind ja absolut astronomische Preise!
                Bei unskostet das:

                Überführung innerorts vom Wohnhaus 100,-
                Zuschlag Nacht 218,-
                Fahrer 54,-
                Helfer 54,-
                Nutzung der Rolltrage inkl. Einwegtragetuch, Einweglaken und Desinfektion 95,-
                Desinfektion des Kfz (Was soll denn das bitte sein? Arbeite ich sauber, so muss ich den Bestattungswagen nicht jedes Mal desinfizieren.)
                Überführung zum Friedhof innerorts 100,-
                Fahrer 54,-
                Helfer 54,-
                Überführung zum Krematorium (70 km) 195,-
                Fahrer 54,-
                Helfer 54,-

                Dafür gibt es bei uns „nur“ einen innen schön ausgebauten Vito Allrad von Hentschke in schwarz mit weißen Lilienmustergardinen.
                Für den Tesla müssten dan schon zumindest meine zwei Mitbewerber am Ort ihr Geschäft aufgeben, aber das werden sie wohl leider nicht machen. =;-(

              • @Peter Wilhelm: Peter, Du schöpfst wieder aus dem vollen, ja es gibt solche Kollegen. Erstaunlich das die noch Kunden finden, bei diesen Preisen! Obwohl ich jetzt schon zehn Jahre aus diesem Beruf bin, ist es immer wieder schön, deine Geschichten und Meinungen zu lesen!
                Gruß
                Josef

  2. Gibt es beim Tesla nicht diese Taste, die die Mörderbeschleunigung einschaltet (vgl. diverse Filmchen im Internet).

    Kopfkino: Bestatter drückt diese Taste und tritt aufs Pedal. Von hinten kreischt es aus dem Sarg:

    Oh my goooooood !

    Gruß Mike

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