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Muss ich mit 43 Jahren und vorhandener Ausbildung noch Bestattungsfachkraft werden?

Hallo Herr Wilhelm,

ich bin etwas ratlos.

Ich bin 43 Jahre alt und habe eine kaufmännische Ausbildung.
Vor 2 Jahren habe ich in meinem Urlaub ein Praktikum in einem Bestattungsunternehmen gemacht und hatte das Gefühl endlich meinem Beruf gefunden zu haben.

Ich finde es eine sehr schöne Aufgabe, in diesem Beruf zu arbeiten (auch wenn ich dadurch von den meisten Menschen schräg angeschaut werde).

Ich habe mich nach Ausbildungen umgeschaut und leider ist es mir nicht möglich meinen derzeitigen Beruf aufzugeben und für kleines Geld eine Ausbildung zu machen. Finanziell ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Ich würde aber gerne über eine Abendschule eine Ausbildung zum Bestatter machen.
Leider finde ich keine Fernkurse oder sonstiges zu diesem Thema. Ist es möglich das über Abendschule zu machen?

Andere Frage muss ich diese Ausbildung haben? Sie beschreiben in den Ausbildungsmöglichkeiten, das auch eine Kaufmännische Ausbildung reicht.

Ich würde mich wirklich sehr freuen wenn Sie mir Antworten.

Vielen Dank.

Hallo,

es ist für Sie nicht sinnvoll, eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft zu machen.
Da Sie bereits eine kaufm. Ausbildung haben, können Sie alles Benötigte auch durch Einarbeiten und Anlernen erarbeiten.
Der Bestatterberuf ist besonders für Quereinsteiger geeignet.

Es ist aber leider nicht leicht, eine passende Stelle zu finden. Sie werden intensiv suchen müssen und viele Klinken putzen müssen.

Liebe Grüße

Peter Wilhelm

Nachtrag:

Solche Anfragen erreichen mich täglich.

Es gibt eine ordentliche Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Diese ist für jüngere und durchaus auch für etwas ältere Interessenten geeignet. Keinesfalls würde ich als Bestatter aber den Abschluss dieser Ausbildung zur Einstellungsvoraussetzung machen.
Gerade solche Bewerberinnen, wie die Leserin, die mir da oben geschrieben hat, sind für mich ideale Bewerberinnen. Sie sind vom Alter her „aus dem Gröbsten raus“, verfügen über Lebens- und Berufserfahrung (sprich Arbeitserfahrung) und stellen meist auch nach außen hin was vor.
Bestatter zu sein erfordert Enthusiasmus, Empathie, psychische Festigkeit, physische Belastbarkeit und ein gutes Auftreten. Ob man das in einer Ausbildung lernen kann, ist fraglich. Das meiste davon muß man von zu Haus aus mitbringen.
Das was es zu erlernen gibt, kann man auch prima im laufenden Betrieb lernen. Der Bestatterberuf ist kein Hexenwerk und die Arbeiten sind nicht so schwierig oder kompliziert, als daß sie nicht jeder, der die obigen Voraussetzungen mitbringt, auch von anderen erfahrenen Mitarbeitern abschauen kann.

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Peter Wilhelm15. Januar 2015

2 Kommentare von 138847.

  1. Hallo
    Ich mache gerade die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft und meine Klasse ist auch sehr gemischt von 17 bis 46 haben wir alles dabei !

  2. Das schlimme bei der Ausbildung ist der finanzielle Teil…
    Lehrlingsvergütung 320 €.. Wer zahlt die Unterkunft und Fahrtkosten Berufsschule in Bad kissingen, wer zahlt die Lehrgänge in münerstadt???
    Viele bestatter bilden nicht mehr aus, weil ein Lehrling einfach zu teuer ist…
    Der Weg geht fast nur als Quereinsteiger

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