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Verordnung zur Durchführung des Feuerbestattungsgesetzes

Verordnung zur Durchführung des Feuerbestattungsgesetzes
vom 10. 8. 1938 (RGBI. I S. 1000)
[Die Verordnung gilt nicht mehr in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Rheinland-Pfalz und Sachsen.]

Auf Grund des § 10 des Gesetzes über die Feuerbestattung vom 15. 5. 1934 (RGBl. I S. 380)
wird verordnet:

§ 1

Die vor Inkrafttreten des Gesetzes auf Formblatt eines Feuerbestattungsvereins abgegebene, eigenhändig unterschriebene Erklärung, durch die der auf Feuerbestattung gerichtete Wille bekundet ist, bleibt, auch wenn sie nicht eigenhändig geschrieben ist, wirksam.

§ 2

(1) Die Polizeibehörde des Einäscherungsortes hat über alle von ihr genehmigten Feuerbestattungen, gegebenenfalls für jede selbständige Anlage gesondert, ein Verzeichnis zu führen, in das unter fortlaufenden Nummern einzutragen sind:
1. Zu- und Vorname des Verstorbenen,
2. Geburtstag und Geburtsort,
3. Todestag und Sterbeort,
4. letzter Wohnort,
5. Stand oder Beruf,
6. Konfession,
7. Todesursache,
8. Tag und Stunde der Einäscherung,
9. Ausstellungstag und Nummer der Genehmigungsurkunde,
10. Beisetzungsort der Aschenreste,
11. Änderungen des Beisetzungsortes der Aschenreste (§ 10 Abs. 2).
(2) Das Verzeichnis ist mit den der Genehmigung zugrunde liegenden Bescheinigungen und Nachweisen 30 Jahre nach der letzten im Verzeichnis erfolgten Eintragung aufzubewahren.

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Kann man eine Bestattung selbst machen?

Ohne Bestatter selbst machen? Selber machen eine Alternative?

Bis es den Beruf des Bestatters gab, haben die Menschen Bestattungen in weiten Teilen der Republik selbst abgewickelt. Es ist auch heute nirgendwo zwingend vorgeschrieben, einen Bestattungsunternehmer mit der Abwicklung zu beauftragen. Damit man eine Bestattung selbst abwickeln kann, muß man den gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich des Aufbewahrung und des Transportes des Verstorbenen Rechnung tragen.

Da Verstorbene nur in einem Sarg und nur in einem Bestattungsfahrzeug transportiert werden dürfen, wird man in den seltensten Fällen umhin kommen, wenigstens für die Sarglieferung und die Fahrt zum Friedhof ein Bestattungsunternehmen bestellen zu müssen.

Bis zu 36 Stunden darf man den Verstorbenen in aller Regel in den eigenen Räumen behalten. Diese Zeit sollte normalerweise genügen, telefonisch Preisvergleiche anzustellen und abzuklären, welcher Bestatter (bzw. Schreiner/Leichentransporteur) diesen Auftrag übernimmt.
Wichtig ist, daß für alle weiteren Schritte die ordnungsgemäßen Leichenschaupapiere und die Todesbescheinigung des Arztes vorliegen und in den entsprechenden teils verschlossenen Umschlägen verbleiben.

Bis der Sarg geliefert wird, kann man den Verstorbenen waschen, ankleiden und frisieren, damit man ihn zügig in den Sarg einbetten kann, sobald dieser eintrifft. Zu berücksichtigen ist, daß man einen komplett ausgestatteten Sarg mit den vorgeschriebenen Einlagen und keinen rohen Sarg bestellt. Als Kissen und Decke können gewöhnliches Bettzeug oder ein Leintuch dienen. Bei einer geplanten Einäscherung sollte man am Besten an eine Einkleidung in ein Baumwollnachthemd bzw. einen Pyjama denken.

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Bewerbung vom 5.9.2007

Aus dem Zeugnis:


Deutsch: ausreichend
Mathematik: mangelhaft
Englisch: ausreichend
Biologie: ausreichend
Physik: mangelhaft
Religion: -
Sport: befreit lt. ärztl. Attest
Fehlstunden: 166

Aus dem Bewerbungsschreiben:

Die Schule war nicht inderlage meine wahren Fähikeiten zu zeigen was sich im Zeugnis widerspiegelt. Hartes Arbeiten bin ich gewöhnt da schon mein Vater im Strassenbau tätig war. Diese Leerstelle würde mir sehr weiterhelfen. Für einen Vorstellungstermin wäre ich Ihnen dankbar da ich ja geburtenschwach bin.

Ich weiß nicht, was ich schlimmer finde, das Zeugnis oder die Bewerbung.

Pleiten, Pech und Pannen

„Sarg auseinandergefallen? Leiche verwechselt? Falscher Friedhof?“
Ist sowas wirklich schonmal passiert?
Sarg auseinandergefallen knan man ja auf Materialfehler zurückführen, aber die anderen beiden Dinge, da muss ja in der Organisation geschlampt worden sein.

Du nimmst Bezug auf einen Artikel, in dem ich schrieb, daß mir solche Gedanken durch den Kopf schießen, wenn mich unvermittelt einer meiner Mitarbeiter von einer Trauerfeier anruft.

Das Bestattergewerbe ist nicht so einfach, wie sich manche das vorstellen. Vielleicht hat es da ein kleiner Dorfbestatter einfacher. Wir aber bedienen 26 verschiedene Friedhöfe in der Region regelmäßig und haben an die 20 Kliniken und über 40 Altenheime ringsum. Unser Einzugsgebiet ist recht groß.

Theoretisch ist die Wahrscheinlichkeit, daß da auch mal Organisationsfehler passieren, recht groß. Glücklicherweise sind wir bislang davon nur in den seltensten Fällen betroffen gewesen. Nur wer arbeitet, kann auch Fehler machen oder „wo gehobelt wird, da fallen Späne“.
Manchmal kommt mir unser Beruf so vor, als gäbe es Tag für Tag 1.000 neue Fettnäpfchen und Falltüren, denen man immer wieder aufs Neue ausweichen muss. Inkompetente Behördenmitarbeiter, unwilliges Personal in Krankenhäusern und auf Friedhöfen und alle möglichen Imponderabilien sorgen dafür, daß immer, immer, immer, irgendetwas schiefgeht. Unsere Kunst besteht darin, diese Fehler auszubügeln, ohne daß die Trauernden davon etwas bemerken und ohne daß größerer Schaden entsteht.

Intern tun wir alles, was möglich ist, um eine möglichst perfekte Organisation zu gewährleisten. Aber es gibt so viele, teils unvorhersehbare Außeneinflüsse, daß wir eigentlich jeden Tag erneut stolz auf uns sind, daß doch wieder alles geklappt hat.

Wenn aktuell mal Pannen passieren, scheue ich mich nicht, die hier im Blog zu erzählen.

Einen auseinandergefallenen Sarg hatten wir allerdings noch nicht. Ich weiß aber aus eigener Anschauung von einem Fall, wo das passiert ist. Nach der Trauerfeier sollte der Sarg angehoben werden und dabei ist der Boden herausgebrochen, allerdings nur zum Teil. Eine Leiche haben wir noch nicht verwechselt. Aber zu einem falschen Friedhof sind wir schon mal gefahren. Aus bekannten Gründen kann ich die Ortsnamen nicht nennen, aber es ist ähnlich die Neuhof und Neudorf. Da gab es einfach ein Verständigungsproblem via Funk. In der Zentrale hieß es Neuhof, angekommen ist im Auto aber Neudorf. Ja und dann haben die Fahrer den Sarg nach Neudorf gebracht.
Glücklicherweise ist der Friedhofswärter von Neudorf ein echter Kumpel und hat uns angerufen, so kam der Sarg dann eine gute halbe Stunde vor der Trauerfeier am richtigen Friedhof an.

Gesetze und Richtlinien

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich mal in loser Folge verschiedene Gesetze und Richtlinien hier zitieren.
Das mag für den einen oder anderen doch mal ganz interessant sein, die anderen können es ja einfach überblättern.

Update: Die Kategorie „Gesetze und Richtlinien“ wurde nach „Kommune, Verwaltung, Gesetze“ verschoben. 16.2.2008

Die Haubenlerche

Bin ja eigentlich kein Morgenmuffel. Im Grunde bin ich gerade morgens ein fröhlicher und aufgeweckter Mensch, vor allem dann, wenn man mich die ersten 1-2 Stunden nicht anspricht, mir ständig Kaffee reicht und mir am besten einfach aus dem Wege geht…

Kurz nach Acht jedenfalls sollte mir keiner begegnen und mir was vorsingen wollen.

Doch heute kam exakt um zwei Minuten nach Acht Frau U. zu mir, um sich zu bewerben. Die Damen vorne im Büro dachten, es handele sich um eine verabredete Besprechung und brachten Frau U. zu mir. Es zeigte sich dann, daß Frau U. Sopranistin ist und gerne hin und wieder auf unseren Beerdigungen singen würde.
Jetzt kommt es aber selten vor, dass sich die Menschen auf dem Friedhof etwas von einem Sopran wünschen, wenn schon dann muss es ein Tenor oder Bariton sein. Frau U. ließ sich aber nicht davon abhalten, mir etwas vorzusingen. So spontan, daß ich mich beinahe mit Kaffee vollgekleckert hätte. Wie eine Haubenlerche trällerte sie mir etwas vor.

Es dauerte auch nur knapp 8 Sekunden, dann standen auch schon die Damen vom Büro bei mir im Zimmer um sich davon zu überzeugen, daß ich der guten Frau U. nichts tue. Die freute sich aber sehr über den unerwarteten Zuwachs an Zuhörern und tirilierte in höchsten Tönen.

Schrecklich!!!!!!

Frau U. kann ja bestimmt schön singen, aber doch nicht morgens kurz nach Acht in meinem Büro!

Betriebsordnung für Feuerbestattungsanlagen

Betriebsordnung für Feuerbestattungsanlagen
RdErl. d. RMDI vom 5. 11. 1935 (RMBliV S. 1363)

§ 1

Für den Betrieb der Feuerbestattungsanlage ist der Betriebsleiter verantwortlich.

§ 2

(1) Leichen dürfen nur angenommen werden, wenn der Einlieferer die Leiche und sich selbst zweifelsfrei ausweist. Die Leichen müssen in Holz- oder Zinksärgen gebettet sein. Die Särge müssen möglichst frei von unverbrennbaren Metallverzierungen (Beschläge, Griffe) und von einer Größe und Beschaffenheit sein, die einmal bei der Einführung in die Einäscherungskammer keine Schwierigkeiten bereitet und sodann eine rauch- und geruchfreie Verbrennung gewährleistet.
(2) Folgende Maße der Särge sollen nicht überschritten werden:
Länge: 2100 mm
Breite: 750 mm (in Ausnahmefällen bis 800 mm)
Höhe: 720 mm (ausschließlich etwaiger Füße)
(3) Am Kopfende eines jeden Sarges soll sich ein Firmenschild des Einlieferers befinden, auf welchem Vor- und Zuname, das Geburts- und Sterbedatum des Verstorbenen sowie Tag und Stunde der Trauerfeier deutlich vermerkt ist.
(4) Befinden sich Wertgegenstände an der Leiche, so hat der Einlieferer darauf hinzuweisen und der Abnehmende sich von dem Vorhandensein derselben zu überzeugen.
(5) Die Einlieferung einer Leiche ist in ein Buch (Einlieferungsbuch) mit folgenden Angaben zu vermerken:
a) Vor- und Zuname der eingelieferten Leiche,
b) Name (Firma) des Einlieferers,
c) Tag der Einlieferung,
d) ob und welche Wertsachen sich an der Leiche befinden.
Der Abnehmende und der Einlieferer haben die Richtigkeit der Angaben im Buch durch Unterschrift zu bescheinigen.

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Ein Toter zuviel 4

Jetzt müsste die Überschrift „Ein Toter mehr“ heißen, denn wir haben den Auftrag. Ich kann beim besten Willen nicht herausfinden, ob die im Nachbarort jetzt in unsere Filiale gegangen wären oder ob sie zum dortigen Dorfbestatter gegangen wären. Sie sind gleich hier in die Hauptfiliale gekommen und haben ein Paket gebucht. Zweimal habe ich gefragt, zu wem sie gegangen wären, aber die Antworten waren irgendwie nur verwirrend bzw. verworren.

Egal, die wollen ein Gesamtpaket. Neben der Möglichkeit, sich alle Produkte individuell zusammenzustellen, kann man bei uns nämlich auch ein Paket aus vier Klassen buchen. Die heißen Schlicht, Standard, Gehoben und Premium.

Die heutigen Kunden haben „Gehoben“ gebucht und keine besondere Wünsche. Da läuft bei uns die Maschinerie wie geölt und wahrscheinlich ist schon am Montag die Beerdigung.

Im Paket „Schlicht“ ist die Überführung, ein einfacher Pappelholzsarg, ein Talar, die Decke und das Kissen, ein Gesteck für den Deckel und alles an Nebenleistungen enthalten. Bei „Standard“ ist der Sarg besser, das Gesteck größer, es kann eigene Kleidung verwendet werden, und Decke und Kissen sind feiner. Beim Paket „Gehoben“ ist dann bei einer weiteren gesteigerten Ausstattung noch eine Zeitungsanzeige und ein Kranz, sowie der Trauerdruck mit 50 Trauerkarten enthalten. Außerdem ist eine offene Aufbahrung bei uns im Haus enthalten. In der „Premium“-Ausstattung gibt es dann eine große Sargtruhe, eine edle Innenausstattung, eine Sargausschmückung mit Blumen, Deckelgesteck, Kranz, Zeitungsanzeige, Trauerdruck, Aufbahrung und Trauerfeier bei uns.

Diese Pakete werden seltener von Kunden gebucht, die direkt bei uns im Büro sitzen. Wer aber von außerhalb so etwas regeln muss, der ist dankbar, wenn er sich anhand dieser „Pakete“, die wir in einer Übersichtstabelle zufaxen können, einen Überblick verschaffen kann.