Friedhofsgebühren in Alsdorf drastisch erhöht

Soeben habe ich im Radio gehört, dass ein schon lange strittiges Thema von der Stadt Alsdorf nun beschlossen wurde. Die Friedhofsgebühren worden dort von € 170 auf über € 800 angehoben und zwar per sofort. Ist dies mit “erhöhter Grabpflege” oder ähnlichem überhaupt zu rechtfertigen? Leider habe ich bisher keinen Online-Eintrag gefunden, welchen ich Dir mitsenden könnte. Ich finde den Anstieg von über 300 % unglaublich dreist. Ist das rechtlich der Kommune erlaubt so zu entscheiden?

Es sind die Leute, die wir wählen, die so etwas entscheiden. Ist einem an einer Sache besonders gelegen, muß man sich vor der Wahl mit den Betreffenden auseinandersetzen und ihnen gegebenenfalls nach der Wahl gehörig auf die Füße treten, wenn sie etwas entscheiden, das man nicht haben will. Es liegt also nun auch an den Bürgern, sich bemerkbar zu machen. Aber an sich dürfen die gewählten Bürgervertreter so etwas entscheiden.

Eine Erhöhung von 170 € auf 800 € ist allerdings schon sehr heftig. Zumeist wird damit argumentiert, daß schon lange keine Erhöhung mehr erfolgt sei und inzwischen viele Leute andere Bestattungsformen (Stichwort: Beisetzungswald) wählen. Diese Einnahmen gingen nun den Friedhöfen verloren und deshalb müsse man nun die Kosten neu auf die Anzahl der Bestattungen umlegen.
Geprügelt werden hier also wieder einmal die Falschen, nämlich diejenigen, die dem örtlichen Friedhof treu bleiben.

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Bestatter hat Versicherungspolicen für die Bestattungskosten an sich genommen

Oder: Wie aus einer sachlichen Antwort eine Geschichte wurde

In einem der Frage-Antwort-Portale stellt sinngemäß jemand diese Frage hier:

Mein Vater ist verstorben, er hatte zwei Versicherungen abgeschlossen, damit die Beerdigung davon bezahlt werden kann.
Der Bestatter hat sich die beiden Policen aushändigen lassen, mit der Begründung, es wäre so üblich!
Er bekomme nun die Summen überwiesen, würde davon die Bestattungskosten abziehen und uns den Rest als Verrechnungsscheck auszahlen.
Irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl bei der Sache und je länger ich darüber nachdenke, umso mehr glaube ich, einen großen Fehler gemacht zu haben! Wie sollen wir uns jetzt dem Bestatter gegenüber verhalten? Soll ich die Versicherung informieren und die Herausgabe der beiden Versicherungspolicen fordern? Quelle: gutefrage.net

Als hilfsreichste Antwort wurde von den Lesern diese hier gekennzeichnet:

Solch ein Vorgehen ist keineswegs üblich! Nimm heute Kontakt mit dem Bestatter auf und fordere die Policen zurück. Wenn das nicht klappt, nimm Kontakt zu den Versicherungen auf!

Zwei weitere Antworten, die sich dem Sachverhalt vernünftig widmen, hatten zum Zeitpunkt meiner Recherche keine so hohen “hilfreich-Bewertungen”.

Dabei antworten die Antwortgeber in diesen beiden Fällen durchaus richtig.
Es ist allgemein üblich, daß sich gute Bestatter auch um die Abwicklung von Versicherungen und Mitgliedschaften kümmern.
Für sie ist es ein verwaltungstechnischer Klacks, eben auch noch den ADAC, den Taubenverein und eben auch Versicherungen zu kündigen und eventuelle Gelder zu beantragen.
Nach Abzug der Kosten für die Bestattung erhält man schnell das überschüssige Geld.
Man bekäme weder mehr Geld, noch würde man es schneller erhalten, kümmerte man sich selbst um die Abwicklung der Versicherungen.

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Wir holen die Toten mit dem Sarg

Ich bin junge Bestattungsfachkraft und habe ein Problem.
Unser Seniorchef besteht beim Haustransport darauf das dieser immer mit Sarg durchgeführt wird!
Wir haben aber auf Treppen und beim Umgreifen keinen richtigen Halt dabei.
Aber der Chef hat kein Einsehen. Weil ich was gesagt habe, soll ich nun keine Hausabholungen mehr machen, was mich wurmt, weil wir da einen schönen Zuschlag bekommen.
Wie können wir ihn überzeugen oder was raten Sie? Wie ich gelesen habe machen Sie es mit Tragen. Bitte verzeihen Sie das wir Sie damit belästigen! Wir wissen sonst keinen Rat. Oder sollen wir einen, beziehungsweise zwei Griffe je vorn und hinten anbringen? So er es denn duldet?

Über viele Generationen hinweg fand die Abholung von Verstorbenen ausschließlich mit dem Sarg statt.
Und in der Tat sind Särge nicht unbedingt gut dafür geeignet. Das ist ja auch der Grund, weshalb man heutzutage die Verstorbenen mit Tragen abholt.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Tragen sind selbst recht leicht, der Tote kann darauf befestigt werden und man ist viel wendiger. Vor allem aber kann man die Tragen rundherum gut greifen und so auch schwierige Abholungssituationen meistern.

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Lastenfahrrad zur Leichenbeförderung

Die Einwohner von Kopenhagen lieben ihre Fahrräder. 50 Prozent von ihnen nutzen täglich das Zweirad – bei Wind und Wetter und zu fast jeder Gelegenheit, sei es in der Freizeit oder für den Weg zur Arbeit . Manche bleiben dem Drahtesel sogar treu bis in den Tod: Denn dank Sille Kongstad können besonders überzeugte Radler nach ihrem Ableben die letzten Meter auf einem Fahrrad statt in einem Leichenwagen zurücklegen.
bei Spiegel-Online gefunden von Martin u.a.

Peter Wilhelm kommt nach Langenfeld

Am 13.12.2014 um 16.30 Uhr findet in Langenfeld bei Düsseldorf eine Buchlesung mit Peter Wilhelm statt.
Wer Interesse hat, die Veranstaltung zu besuchen, darf sich herzlich gerne über dieses Kontaktformular melden:

Die Buchlesung

Kommen Sie, kommen Sie!”, sagte Herr Paulsen mit breitem Lächeln: “Wir haben eine schöne Garderobe für Sie hergerichtet. Unsere Frau Siebermann hat das alles organisiert.”

Herr Paulsen, Inhaber eines mittleren Betriebs der Zulieferbranche für Bestatter, führte mich in einen kleinen Raum, in dem man einen Ohrensessel und einen kleinen Tisch geschafft hatte, um es mir gemütlich zu machen. “Hier können Sie warten, bis es los geht, Frau Siebermann kommt dann und holt Sie.”

So saß ich da und schaute mich um. Anscheinend wurde der Raum normalerweise für die Aufbewahrung von Besen, Eimern und Putzmittel benutzt und so roch es auch scharf nach Salmiak und Chlor. ‘Na hoffentlich setzt sich der Geruch nicht in meinem Klamotten fest, wofür habe ich denn so ein tolles Rasierwasser aufgetragen?’, dachte ich und begann in meinem Manuskript zu lesen, um mich auf die Buchlesung einzustimmen, zu der man mich eingeladen hatte.

Vor vier Monaten hatte mir Herr Paulsen eine Mail geschrieben und angefragt, ob ich zu diesem Termin Zeit hätte. Hatte ich. Es folgten der übliche Mailwechsel und ein paar Telefonate, dann waren die Bedingungen und das Honorar ausgehandelt.
Damit ich nicht so viel erklären muß und damit Veranstalter im Vorfeld ziemlich genau Bescheid wissen, was zu berücksichtigen ist, habe ich eine, aus bisherigen Pannen und Mißverständnissen genährte, Bühnenanweisung verfaßt, die die wichtigsten Punkte enthält, damit eine Veranstaltung mit mir professionell und reibungslos ablaufen kann.
Nun ist diese Liste recht umfangreich und beinhaltet natürlich auch Punkte, die nicht bei jeder Veranstaltung von Bedeutung sind. Deshalb betone ich auch immer wieder, daß diese Liste nicht der Ausdruck eines gehobenen Anspruchsdenkens ist, sondern auf bisherigen Erlebnissen und Pannen beruht.

In den allermeisten Fällen bemüht man sich akribisch, die Punkte einzuhalten, ja, manchmal übererfüllt man sogar meine Wünsche.

Eine Dreiviertelstunde hatte ich schon gewartet und blickte auf die Uhr, es war bald Zeit, anzufangen, außerdem mußte ich mal auf die Toilette. Normalerweise reicht man mir ein Getränk und etwas Gebäck. In dem Kabuff gab es aber bloß Kernseife und Putzmittel.
19 Uhr. Die Veranstaltung soll beginnen und tatsächlich, genau Schlag 19 Uhr reißt Frau Siebermann die Tür des Verschlages auf und strahlt mich an: “Es geht lohooos!”
Umständlich schließt sie die Besenkammer ab und überreicht mir den Schlüssel. “In Ihrer Liste steht ja, daß Sie eine abschließbare Garderobe wünschen. Hiermit überreiche ich Ihnen den einzigen Schlüssel. Das heißt, unser Hausmeister, der Herr Brömmelkamp, der hat noch einen, aber der Herr Brömmelkamp, der ist in Urlaub, das erste Mal seit, warten Sie, lassen Sie mich überlegen, ich glaube seit zwölf Jahren. Also der Herr Brömmelkamp, der ist jetzt seit 1998 bei uns und war, lassen Sie mich rechnen, 2002 das letzte Mal in Urlaub, da war er auf Korfu, das war ja, als es den Griechen noch nicht so schlecht ging, und jetzt fährt er nach Dänemark, da haben die ein Ferienhaus gemietet …”

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