Der Mörder ist nicht der Gärtner

Wir haben einen Garten. So ein Garten ist etwas Schönes. Bietet das kleine Stück Grün doch Raum für Erholung, Entspannung und Erbauung. Dabei ist das Stück gar nicht so klein, und deshalb kam ich vor geraumer Zeit auf die Idee, einen Gärtner anzuheuern.
Es stellten sich diverse Damen und vor allem Herren vor und meine Wahl war schnell getroffen.

„Du spinnst wohl!“, kommentierte die Allerliebste meine ebensolche Wahl und meinte: „Die dürre 18-jährige kriegt ja keinen Sack Torf hoch. Und vor lauter Titten wird die auch den Rasenmäher vor sich nicht sehen können.“

Mir tat es leid um die junge Frau, die sicherlich den einen oder anderen Euro dringend hätte gebrauchen können. Und wenn’s ihr mal zu schwer geworden wäre, ich wäre ihr bestimmt zur Hand gegangen.
Aber gut, ich mußte Herrn Deiters nehmen. Einen 60-jährigen, zwei Meter großen dünnen Mann, dessen weiße Haare abstanden, als wolle er Kinder erschrecken. Herr Deiterst pflegte bei der Arbeit zu sprechen, vorzugsweise mit sich selbst, oder mit anderen Personen, die ihm innewohnten.
Doch über seine Arbeit kann ich gar nichts Negatives sagen. Das liegt in erster Linie daran, daß er eigentlich so gut wie nichts gearbeitet hat.
Die ersten Tage seiner Beschäftigung hatte der Kinderschreck damit verbracht, einen neuen Rasenmäher, einen elektrischen Kantenschneider, Spaten, Schaufel, Heckenschere und eine Schubkarre anzuschaffen. Die Sachen kaufte er auf seine Rechnung und sagte mir, daß er sie dann immer zu seinen verschiedenen Einsatzorten bei den unterschiedlichsten Kunden mitnehmen wolle.

So, das war’s.
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Sarg doppelt berechnet? Bestatterin eine Betrügerin?

Dass Bestatter Särge günstiger einkaufen, als dass sie sie wieder verkaufen, ist bekannt. Und es ist normal. Bestatter sind Kaufleute und erzielen durch den günstigen Ankauf und den teureren Verkauf von Gegenständen einen Teil ihres Gewinns.
Ich bekomme viele Mails, die sich mit der Frage beschäftigen, wie es denn sein kann, dass der „böse“ Bestatter einen Sarg für sagen wir 100 € einkauft und dann den Angehörigen dafür 300 € berechnet. Das sei doch wohl Betrug.

Mich erinnert das immer an diese Geschichte hier:

Jutta: Was macht eigentlich Dein neuer Freund so beruflich?
Betty: Ach der, der verkauft Jeans bei Ebay.
Jutta: Toll! Verdient er damit viel?
Betty: Ja, er kauft sie in großen Mengen günstig ein und verkauft sie dann einzeln teurer weiter.
Jutta: Mein Gott, das ist ja Betrug!

Weshalb Bestatter einen durchaus hohen Aufschlag weiterberechnen, habe ich in ganz vielen Artikeln hier im Bestatterweblog schon erklärt. Ob das heute immer noch zeitgemäß und sinnvoll ist, lasse ich mal dahingestellt. Zumindest über die Höhe des Aufschlags könnte man nämlich herzerfrischend diskutieren.

Woher ein Bestatter seine Särge bezieht, ist höchst unterschiedlich. Er kann sie beispielsweise direkt von der Sargfabrik beziehen. Oder er kauft sie bei einem Pietätwarenhändler, der Bestatter mit allen möglichen Waren und Utensilien beliefert.
Auch Sarggroßhändler gibt es, die Särge verschiedener Hersteller just in time liefern. Und viele Bestatter beziehen Särge auch aus dem mittel- und osteuropäischen Ausland, weil sie dort noch günstiger sind.
Es kann aber auch sein, dass das Krematorium oder ein Überführungsdienst den Sarg gleich mitbringt. Das kommt vor allem dann vor, wenn es sich sowieso nur um den sogenannten „einfachen Verbrennungssarg“ handelt. Der ist fast überall gleich.
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James Bond Nummer 3 ist tot – Roger Moore verstorben

Für viele war es der beste James Bond aller Zeiten. Jetzt ist Roger Moore im Alter von 89 Jahren gestorben.
Ich persönlich fand Sean Connery besser, aber das ist natürlich auch Geschmacksache. Aber Roger Moore war auch klasse, ohne Frage. Er gab einen tiefgründigeren James Bond mit viel britischem Humor und tollen Action-Szenen. Leider ging manches vom britischen Humor in der deutschen Übersetzung verloren. Tipp für die Besitzer von DVDs: Schaut Euch das mal im Original an!
Seine Bond-Filme entstanden zu einer Zeit, als die James Bond Filme noch nicht komplett im Dunkeln spielten und noch nicht mit ohrenbetäubendem Lärm glänzten.

Der dritte Bond war er, weil nach Sean Connery noch George Lazenby einmal den James Bond gab.

Nicht immer hat die deutsche Übersetzung Roger Moore geschadet.
Als er 1970/71 gemeinsam mit Tony Curtis in „Die 2“ agierte, floppte diese Serie in den USA, wurde aber in Deutschland aufgrund der deutschen Synchronisation zu einem großen Erfolg.
Das deutsche Dialogbuch legte den Schauspielern für die damalige Zeit „fetzige Sprüche“ in den Mund, was die Serie aus dem Einerlei anderer Serien deutlich hervorhob.

Während es sich im englischen Original zwar auch um eine Krimiserie mit Humor handelt, wurden für die deutsche Fassung flapsige und witzige Sprüche („Hände hoch – ich bin Achselfetischist!“, „Sleep well in your Bettgestell!“, …) ergänzt. Außerdem gab es Anspielungen auf die deutsche Sendeanstalt oder das Fernsehen als solches. So kommentierte Danny Wilde das Halten im Parkverbot mit der Bemerkung: „Mach’ ich vorm ZDF auch immer so.“ In einer anderen Folge fiel folgender Kommentar: „Lass doch die Sprüche, die setzen ja die nächste Folge ab!“
Rainer Brandt erzählte in mehreren Interviews, dass sich Tony Curtis, der Deutsch verstand, nach dem Dreh der ersten Staffel, drei Folgen der deutschen Fassung schicken ließ und davon so begeistert war, dass er eine Weiterführung der Serie unter der Bedingung anregte, dass Brandt nun auch die Originaldrehbücher schreiben sollte. Dieses Vorhaben scheiterte laut Brandt aber daran, dass sich Curtis und Moore zerstritten.Wikipedia „Die 2“

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Manchmal ist der direkte Weg einfach besser

Ein Kommentar von mir ist so lang geworden, daß ich ihn doch als Artikel hier einstelle.

Werte Frau Hoerner,

ich gehe mal auf Ihren Kommentar mit Beantwortung von Zitaten daraus ein:

Tja, dann schreibt die böse Frau Hoerner auch mal was zu dem Text:

Ihre Person ist gar nicht Gegenstand meines Artikels, sondern Ihr Name wird nur in einem Zitat erwähnt. Und ob Sie böse sind, das weiß ich nicht.
Menschen können alles Mögliche sein, dumm, dreist, vorlaut, irre, selbstverliebt, wichtigtuerisch, nervig, lästig, penetrant. Ob davon etwas auf Sie zutrifft, entzieht sich mangels persönlicher Bekanntschaft meiner Kenntnis.

… noch einmal zu einem Gerichtstermin kam, bei dem ich zu 200 € Geldstrafe verurteilt wurde, kann man erkennen, was der BDB erreicht hat.

Ich verstehe nicht, weshalb Sie das als Argument anführen. Es ist doch eher abträglich, wenn man von sich sagen muß, daß man verurteilt wurde, oder nicht?

Fragen Sie sich nicht auch manchmal warum man mich aus dem Verkehr ziehen möchte?

Nein.
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Ein Weg für Dich oder doch kein Weg? Urne für zu Hause

Schon vor Jahren habe ich hier im Bestatterweblog beschrieben, dass es den sogenannten Umweg über die Niederlande gibt, um in den Besitz einer Urne mit der Asche eines Verstorbenen zu gelangen.

Was ist denn nun der Umweg über Holland?

In den Niederlanden gilt ein anderes Bestattungsrecht als bei uns in Deutschland.
Dort müssen Totenaschen nicht auf einem Friedhof beigesetzt werden.
Sie können verstreut oder den Angehörigen übergeben werden.

Diesen Umstand macht man sich beim „Umweg über Käseland“ zu nutze. Der Verstorbene wird hier in Deutschland ganz normal „abgefeiert“ und dann eingeäschert. Der deutsche Bestatter und die Angehörigen geben gegenüber den deutschen Behörden vor, die Urne solle nun in Holland beigesetzt werden. Zu diesem Zweck wird die Urne an einen niederländischen Bestatter oder an hierauf eingerichtete und eingestellte Krematorien versandt. Für die deutschen Behörden ist der Fall damit erledigt. Die Asche wurde ins Ausland überführt und somit gilt hierfür ausländisches Bestattungsrecht.

Nun kommt der kleine Trick ins Spiel, der den „Umweg über Holland“ ausmacht. Der niederländische Urnenempfänger setzt die Urne nun nämlich nicht bei, sondern sendet sie an die deutschen Angehörigen zurück.
Und, schwups, können diese damit machen, was sie möchten.
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Grab vorzeitig einebnen

Hallo,
möchte das Grab meiner Eltern Frühzeitig einebnen. Es ist ein Doppelgrab. Meine Mutter ist seit 18 Jahre tot und mein Vater seit 7 Jahren. Aufgrund gesundheitlicher Probleme kann ich mich nicht mehr um das Grab kümmern. Mir kam daher die Idee das Grab früher einebnen zu lassen. Ist das überhaupt Gesetzlich möglich und muss ich die Kosten der Gemeinde tragen oder darf ich es selbst eineben lassen, da die gemeinde ca. 500€ für das Doppelgrab haben möchte für die Räumung.

Das sollten Sie vor Ort mit der Friedhofsverwaltung abklären.
Die meisten Gebührensatzungen sehen für das Abräumen der Gräber eine Gebühr vor. Es gibt ja auch Angehörige, die sich nicht um die Gräber kümmern, obwohl sie es könnten. Da ist es nur recht und billig, wenn die Kommunen sich dort das Geld wieder holen.
Es gibt aber durchaus Friedhöfe, auf denen die Angehörigen selbst ein Grab „beseitigen“ können. Das müssten Sie aber mit den örtlichen Stellen abklären.
Etwas problematisch ist immer das Entfernen eines Grabsteins mit Fundament, soweit dieser vorhanden ist. Das sollte in jedem Fall ein zugelassener Steinmetzbetrieb machen. Das Abräumen des oberirdisch sichtbaren Teils genügt da nicht.
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Eine passende Karte zum Abschied

Manchmal trifft es uns wie ein Schlag.
Ein geliebter Mensch geht für immer von uns.

Gerade die unerwarteten Tode sind besonders schmerzvoll.
In einem Moment fühlt man sich der Person noch ganz nah und im nächsten Augenblick realisieren wir, dass wir den geliebten Menschen nie wieder sehen werden.
Obwohl wir wissen, dass jede Reise, die sich Leben nennt, vorübergeht, fällt es uns schwer dies zu akzeptieren.
Der Umgang mit der Trauer bereitet vielen Menschen Probleme. Es stellen sich viele Fragen. Wie soll man Abschied nehmen, wenn man noch gar nicht bereit dazu ist? Wie drückt man den Angehörigen sein Mitgefühl aus? Wie kann man dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen?
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Bestattungskosten als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt absetzen

Sind Beerdigungskosten eine außergewöhnliche Belastung bei der Steuer?

Wenn ein Mensch stirbt, fallen Bestattungskosten an. Diese setzen sich aus mehreren Teilen zusammen.
Das sind:

  1. Kosten des Bestatters
  2. Friedhofskosten
  3. Kosten der Bewirtung der Trauergäste
  4. persönliche Kosten (Trauerkleidung etc.)

Ganz gleich, ob diese Kosten nun von einer Person oder von mehreren Personen gemeinsam getragen werden, sie sind immer eine finanzielle Belastung.
Es war daher immer ein guter Rat, den viele Bestatter geben, die entstehenden Kosten bei der nächsten Steuererklärung geltend zu machen. Vor allem, weil die Finanzverwaltungen das höchst unterschiedlich handhaben, hatten viele Hinterbliebene hier auch Erfolg.
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