Frage zu MB Mercedes Benz Bestatter Leichenwagen Kombi 230 E 123

Lieber Herr Wilhelm,

wir haben in den letzten drei Monaten unser Schätzchen, einen MB Mercedes Benz Bestatter Leichenwagen Kombi 230 E 123, wieder flott gemacht.
Nun sind wir uns nicht sicher bezüglich des Reifenluftdrucks.
In der Tankklappe sind die Drücke angegeben, aber nur für die Grundlimousine, nicht für den Bestatter.
Wie soll da die Einstellung sein?

Wäre toll, wenn Sie da was wüßten.

Vorne 2,2 bar, hinten 2,5 bar.

Percy Sledge verstorben

“Percy Sledge (* 25. November 1941 in Leighton, Alabama; † 14. April 2015 in Baton Rouge, Louisiana) war ein US-amerikanischer Rhythm and Blues- und Soul-Sänger. Internationale Bekanntheit erlangte er mit dem Song “When a Man Loves a Woman” im Jahr 1966.

Der Sänger feierte vor allem in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre Erfolge mit gefühlvollen Liebesballaden zwischen Country und Soul, die er mit nasaler Intonation vortrug.
Sledges sanfte, eindringliche Stimme eignete sich perfekt für eine Serie von Soulballaden, die von Ivy und Marlin Greene produziert wurden und Rockkritiker Dave Marsh einmal „gefühlvolle Klassiker für Romantiker jeden Alters“ nannte.
“When a Man Loves a Woman” war seine erste Aufnahme, und sie wurde 1966 nicht nur ein internationaler Hit (US Platz 1, UK Platz 4, Bundesrepublik Deutschland Platz 13), sondern auch die erste Goldene Schallplatte für Atlantic Records. Diese bedeutende Soulhymne war der Grundstein für Percy Sledges Karriere, und Titel wie “Warm and Tender Love”, “Take Time to Know Her” und “Cover Me” festigten seinen Ruhm.
percy-sledge

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Ich packe meinen Koffer

Wir möchten eine Bestattungsvorsorge für uns abschließen, bitte kommen Sie doch mal vorbei!”

Ein schöner Satz, den man als Bestatter gerne hört. Schließlich entscheiden sich Leute schon zu Lebzeiten dazu, dereinst von uns bestattet zu werden, und sorgen so dafür, daß auch in den kommenden Jahren die Auftragsbücher voll sind.
Außerdem ist der Ton, aufgrund des fehlenden aktuellen Traueranlasses, bei Vorsorgegesprächen entspannter und das gesamte Gespräch verläuft streßfreier.

Dachte ich.

Gegen Abend fuhr ich zu den Kunden. Es öffnet eine Frau Mitte-Ende sechzig und und bittet mich herein.
Im Wohnzimmer darf ich mich an den Eßtisch setzen, die Frau nimmt mit gegenüber Platz.
Der Herr des Hauses sitzt mit dicken Kopfhörern vor seiner Stereoanlage und lauscht innig seiner Musik, zu der er mit den Zeigefingern mitdirigiert.
Uns hat er den Rücken zugekehrt und er weiß auch offensichtlich nicht, daß jemand gekommen ist.

“Möchte Ihr Mann nicht zu dem Gespräch dazu kommen?”

“Wir sind nicht verheiratet!”

“Oh, Entschuldigung! Möchte Ihr Lebenspartner nicht dazu kommen?”

“Wir sind auch nicht homosexuell, das ist mein Gatte.”

“Äh, was? Wie? Ich dachte …”

“Ja, das denken viele, aber da denken Sie halt falsch. Herr Wiegand ist mein Gatte und ich bin Frau Löffler. Frau Dr. Löffler.”

“Gut, dann sind Sie also nicht verheiratet …”

“Sie kennen sich aber schon aus, oder?”

“Ich mache meine Arbeit schon viele Jahre.”

“Nicht, daß ich zweifeln würde, aber besonders kompetent wirken Sie nicht auf mich.”

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TV-Tip: 3SAT, 14. April 2015, 22.25 Uhr “Nach mir die Sintflut – Der Ärger mit den Toten”

“Der Tod nahestehender Menschen wird hauptsächlich mit Verlust und Trauer in Verbindung gebracht. Aber oft kommen da noch ganz profane weltliche Probleme auf die Trauernden hinzu. Was ist, wenn der letzte Wille nicht klar ist oder gar nicht existiert? Hat der Verstorbene womöglich Schulden hinterlassen? Wie geht man mit Bestattungswünschen um, wenn der Verstorbene seine Asche auf der Spitze eines 4.000 Meter hohen Bergs verstreut haben will? Müssen die letzten Wünsche, auch wenn sie noch so exotisch sind, eingehalten werden? Ein tragisch-komisches Thema, das uns alle betreffen könnte.” Quelle: ARD

22:25 Uhr Nach mir die Sintflut – Der Ärger mit den Toten Film von Florence Fernex und Géraldine Genetti | 3sat

eingesandt von Doris

Neumond III

Wie unprofessionell ist das denn? Da saß ich die Nacht durch und heulte. Und das alles, nur weil keine 5 Meter von mir entfernt, der Leichnam eines acht Monate alten Kindes im Kühlraum lag?
Ich konnte mir meine Gefühlswallung selbst nicht erklären und als ich am sehr frühen Morgen nach oben in die Wohnung ging, öffnete ich die Türe der beiden Kinderzimmer und schaute lange auf die friedlich schlafenden Kinder.
Wenigstens hatte sich die Allerliebste mal wieder quer ins Bett gerollt und so meine Hälfte etwas mitgewärmt.

Ein Bestatter hat es zu seinem Beruf gemacht, sich um Menschen zu kümmern, die traurig sind. Ich sage es immer wieder, daß es durchaus angemessen ist, angesichts des Verlustes und der Trauer auch eigene Gefühle zu zeigen. Das ist menschlich, völlig natürlich und zeugt von Empathie. Aber man darf die Trauer nicht soweit an sich heranlassen, daß man von ihr übermannt wird. Schließlich wenden sich die Angehörigen hilfesuchend an einen und vertrauen darauf, daß man eben aufgrund der persönlichen Distanz zum Verstorbenen, kluge und überlegte Entscheidungen trifft. a, man trifft oft genug stellvertretend für die Hinterbliebenen Entscheidungen, weil man das Stimmungsbild in sich aufgenommen hat, weil man sondiert hat, in welche Richtung die Wünsche gehen, und weil die Leute einfach selbst dazu nicht in der Lage sind. Wie dem auch sei: Der Bestatter muß einen klaren Kopf bewahren.

Bis heute habe ich keine Erklärung dafür gefunden, warum mich damals der Tod des kleinen Hubert so mitgenommen hat. Er sah meinen eigenen Kindern nicht ähnlich und ich kannte ihn und seine Eltern Klaus und Mausi, die eigentlich Erika hieß, vorher nicht.
Wahrscheinlich war es dieses Bild, das sich mir eingebrannt hatte: Die dunkle Straße, das Junge Paar, nur spärlich von hinten von den Straßenlaternen beschienen und das tote Kind auf den Armen seines Vaters.
Es sah aus, als würden sie das Kind wie ein Opfer darbringen, dabei haben sie es einfach nur zu mir gebracht. Ja, sie haben aus meiner Sicht das Kind zu mir gebracht, aus ihrer Sicht ist das viel schlimmer: Sie haben ihr Kind weggebracht.
Und mit diesem leblosen Körper haben sie viele Hoffnungen und die gemeinsame Zukunft als Familie weggebracht.

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Neumond II

Hubert Fritzmann war kein alter Mann, sondern ein acht Monate alter Knabe. Es scheinen wohl gewisse alte Männernamen wieder in Mode zu kommen.
Ich hätte nie damit gerechnet, und es war Bestandteil etlicher Bestatterwitze, daß mir mal jemand eine Leiche selbst bis direkt vor die Tür bringen würde.

Eine Viertelstunde später hatte ich alles aussortiert.
Manni und sein Kollege kümmerten sich im Keller um den Knaben, ich mich oben um die Eltern.

Sie hatten seit der Geburt gewußt, daß der Kleine vermutlich den ersten Geburtstag nicht erleben würde, sie hatten gehofft, sie hatten verdrängt, umsonst.

Und ich, ich hatte einen Kloß im Hals. Meine beiden Kinder, damals 6 und 9 Jahre alt, saßen oben vor dem Fernseher und schauten Mr. Bean.

Scheiße, man darf in solchen Situationen nicht an seine eigene Familie denken, das sorgt dafür, daß man alles zu nah an sich heranläßt …

Beinahe hätte ich mitgeheult, nein, ich gebe es zu, ich habe mitgeheult.

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