Versorgungskoffer abzugeben

Hallo,
kennst du zufällig jemand der einen versorgungskoffer bräuchte? Ich hätte günstig einen abzugeben für 250€. Ist ein Markenarztkoffer von Hepco&Becker welcher alleine schon 200 kostet… Ansonsten ist das übliche drin, drywash, desinfektionsspray, schere, pinzetten, wax, ziplip usw…

Vielleicht kennen Sie ja jemand der interesse hätte.

Grüße
S.

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Lieber doch nicht ins Feuer

Ein Leser schrieb mit der Bitte um Veröffentlichung:

Hallo Peter!

Ich habe durch dein Bestatterweblog viel über den professionellen Umgang mit dem Tod gelernt und das hat mir sehr geholfen mit dem Verlust zweier guter Freunde innerhalb einer Woche umzugehen. Beide hatten Krebs, von beiden wusste ich, dass sie “es nicht mehr lange machen” würden, aber dass der Zufall es entschied, dass der eine am Montag und der andere am Mittwoch stirbt, damit hatte ich nicht gerechnet. Die beiden waren auch befreundet, vielleicht haben die geWhatsApped oder so und sich abgesprochen. Zuzutrauen ist es den beiden Banditen. Wer weiß? So eine Palliativstation ist ja keine handyfreie Zone.

Mit beiden war ich fast bis zu ihrem letzten Tag noch zusammen, und habe sehr persönliche Gespräche mit ihnen geführt. Beide entschieden sich für eine Erdbestattung im bereits vorhandenen Familiengrab, auch wenn sie alles andere als katholisch waren. Wie der eine zu mir sagte: “Aus Respekt vor meiner Familie. Ich kann denen das nicht antun, mich verbrennen zu lassen.”

Jetzt überlege ich doch auch, von meiner Idee einer Feuerbestattung abzurücken. Aus Respekt vor der Familie. Ja, da hatte er irgendwie Recht.

Ich war an beiden Gräbern; sehen schön aus, mit den Kränzen und allem. Der eine war Elektrotechniker, dem hat jemand eine Grablaterne mit einem flackernden LED-Licht hingestellt.

Vielleicht will ich doch mal in die Erde, meinen Freunden zuliebe. Mir kann’s ja egal sein.

Ausbildungsprüfung als Erfahrener ohne Ausbildung

Es ist generell für Leute jeden Alters auch möglich, Ausbildungsprüfungen bei der IHK extern abzulegen, wenn sie nachweisen, dass sie das anderthalbfache der regulären Ausbildungsdauer im entsprechenden Beruf gearbeitet haben. Es muss zusätzlich ein IHK-Mitglied den Prüfling anmelden beziehungsweise für sein Abschlussprojekt zeichnen.

Bei mir (selbständig im IT-Bereich, wollte damals ein “offizielles” Papier) wurden Rechnungen an Kunden problemlos anerkannt, bei Angestellten sollten das Verträge, idealerweise garniert mit jeweils erster und letzter Lohnabrechnung im vertraglichen Zeitraum o.ä. sein.
Die Anerkennung der entsprechenden Zeiten sowie das Prozedere bezüglich externen Prüflingen sind nach meinem EIndruck nicht recht standardisiert. In meinem Fall haben die entsprechende IHK-Mitarbeiterin und ihre Chefin sehr kritisch, aber wohlwollend, meine Unterlagen geprüft, einige Rückfragen gestellt und das ganze abgenickt. Weniger hilfsbereite Mitarbeiter in anderen IHKs mögen da den Troll vor der Brücke spielen, aber es gibt diese Brücke.

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Muss ich mit 43 Jahren und vorhandener Ausbildung noch Bestattungsfachkraft werden?

Hallo Herr Wilhelm,

ich bin etwas ratlos.

Ich bin 43 Jahre alt und habe eine kaufmännische Ausbildung.
Vor 2 Jahren habe ich in meinem Urlaub ein Praktikum in einem Bestattungsunternehmen gemacht und hatte das Gefühl endlich meinem Beruf gefunden zu haben.

Ich finde es eine sehr schöne Aufgabe, in diesem Beruf zu arbeiten (auch wenn ich dadurch von den meisten Menschen schräg angeschaut werde).

Ich habe mich nach Ausbildungen umgeschaut und leider ist es mir nicht möglich meinen derzeitigen Beruf aufzugeben und für kleines Geld eine Ausbildung zu machen. Finanziell ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Ich würde aber gerne über eine Abendschule eine Ausbildung zum Bestatter machen.
Leider finde ich keine Fernkurse oder sonstiges zu diesem Thema. Ist es möglich das über Abendschule zu machen?

Andere Frage muss ich diese Ausbildung haben? Sie beschreiben in den Ausbildungsmöglichkeiten, das auch eine Kaufmännische Ausbildung reicht.

Ich würde mich wirklich sehr freuen wenn Sie mir Antworten.

Vielen Dank.

Hallo,

es ist für Sie nicht sinnvoll, eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft zu machen.
Da Sie bereits eine kaufm. Ausbildung haben, können Sie alles Benötigte auch durch Einarbeiten und Anlernen erarbeiten.
Der Bestatterberuf ist besonders für Quereinsteiger geeignet.

Es ist aber leider nicht leicht, eine passende Stelle zu finden. Sie werden intensiv suchen müssen und viele Klinken putzen müssen.

Liebe Grüße

Peter Wilhelm

Nachtrag:

Solche Anfragen erreichen mich täglich.

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Lesben Friedhof in Berlin eröffnet

Leserin Simone schickt mir folgenden Link und verbindet ihn mit der knappen Frage “Deine Meinung?”

http://www.spiegel.de/…/friedhof-fuer-lesben-in-berlin-eroeffnet…

Meine Meinung?
Meine Meinung ist: Das ist mir egal.

Dort hat ein Trägerverein ein bislang brachliegendes Stück Friedhofsland gepachtet und legt darauf nun Gräber für lesbische Frauen an. Anonyme Gräber sind verboten, man soll sich bekennen, auch über den Tod hinaus.
Von Ausgrenzung wolle man nichts wissen, heißt es im Spiegel-Artikel.

Ich persönlich frage mich, warum es einen solchen Friedhof geben muß. Der liebe Gott oder wer auch immer hat Menschen mit den unterschiedlichsten sexuellen Präferenzen geschaffen. Mittlerweile leben wir in einem Zeitalter, in dem jeder offen zu seiner sexuellen Neigung stehen kann, wenn er es denn mag. Mir ist es egal, ob jemand homosexuell ist. Ich selbst habe auch meine sexuellen Präferenzen, von denen jeder glaubt, er kenne sie, jedoch bin ich der Auffassung, daß Sexualität etwas Privates, Intimes ist, das man nicht wie ein Schild vor sich her tragen muß. Was ich wie mit wem bevorzuge, das ist doch meine ureigenste Sache, die niemanden etwas angeht, solange sich das einvernehmlich mit genügend erwachsenen Personen abspielt.

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Wie kann ich einen Friedhof finden?

Eine ehemalige Nachbarin ist vor ca. 4-5 Jahren verstorben. Ich habe Namen und ehemalige Adresse. Über die Kirchengemeinde habe ich erfahren, dass sie auf eigenen Wunsch nicht an ihrem Wohnort bestattet wurde; jedoch konnten sie mir nicht sagen wo.
Wie kann ich das rausfinden??? Besteht da überhaupt eine Chance?
Ich kenne leider weder Angehörige noch weiß ich, wo die Dame gebürtig herkommt…

Es gibt da zwei Möglichkeiten, einmal über das zuständige Friedhofsamt und über den damaligen Bestatter.
So wie es kein bundesweites Einwohnerverzeichnis gibt, gibt es auch kein bundesweites Umzugs- oder Sterberegister, in dem man nachschauen könnte, wohin die letzte Reise dieser Dame gegangen ist.
Es könnte aber gut sein, daß das Friedhofsamt noch Aufzeichnungen hat. Falls das so ist, reden sich die Sachbearbeiter häufig mit Datenschutz heraus. Meiner Meinung nach gehört der Beisetzungsort und die Daten Verstorbener aber nicht zu den schützenswerten Daten.
Will man Dir dort nicht helfen, könnte man fragen, ob man wenigstens den Bestatter benennen kann.
Der sollte auf jeden Fall wissen, was er mit der Verstorbenen gemacht hat.

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Weggeworfen, renoviert und ausgelöscht?

Nach langem Zögern habe ich mich durchgerungen, Ihnen heute zu schreiben.

Es geht mir dabei um die Frage, ob man sich auf den Tod eines Menschen vorbereiten kann. Mein Großvater ist um die 80 und wir haben ein inniges Verhältnis. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass ich die ersten 25 Jahre meines Lebens mit Eltern und Großeltern unter einem Dach wohnen durfte.
Nun ist es so, dass meine Großeltern ab und zu vom Sterben reden. Sie fingen an, Haus und Hof von diesen und jenen angesammelten Erinnerungen und Staubfängern auf dem Dachboden etc. zu befreien, ließen die Fassade sanieren und erklärten dies mal den Worten: “Wir wollen alles ordentlich hinterlassen.”

Dabei treibt es mir immer die Tränen in die Augen, ich werde sogar leicht zornig und unterbreche die beiden dann stets. Ich kann und möchte mich mit diesem Gedanken nicht vertraut machen. Doch eine Verwandte sagte einmal, dass ich darüber nachdenken muss, da es mich sonst komplett aus der Bahn wirft. Doch momentan mag ich nicht daran denken. Lieber hoffe ich, dass es ewig so weiter geht, wie bisher. Opa schraubt an Motoren, Oma kocht Marmelade und wir sitzen oft zusammen und trinken Kaffee oder ich lade mich spontan am Wochenende zum Mittagessen ein.

Wie kann ich damit lernen umzugehen?

Mit freundlichen Grüßen,

Bei meinen Eltern war es damals so und bei meinen Schwiegereltern ist es so, daß irgendwann so Sätze fielen wie: “Schenkt uns bitte nichts mehr zu Weihnachten. Wir trennen uns schon von allem möglichen und wollen nichts mehr was herumsteht.”
Dabei gaben sie vor, diese ‘Herumsteherles’ seien ja nur Staubfänger und verursachten nur Arbeit.
In Wirklichkeit erkenne ich aber, daß alte Menschen teilweise von ihrem ganzen Hab und Gut erschlagen werden. Einerseits ist es der Aspekt, daß der Umgang und das Aufbewahren von Gegenständen, die man nicht mehr so oft benötigt, wie jüngere Menschen, ihnen vom Handling einfach zuviel wird. Andererseits erkenne ich auch immer wieder die Parallele, daß man ‘sein Feld gut bestellt’ wissen will. Der Gedanke daran, was aus den ganzen Sachen mal wird, wenn man mal nicht mehr ist, beschäftigt doch so manchen älteren Menschen.

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Waidmannsheil

Herr Waldemar von Bockbüchs ist passionierter Jäger und schießt bei passender Gelegenheit in seinem Jagdrevier Tiere tot. Das muß so sein, sagen die Jäger, das sei Barbarei, sagen die Gegner. Das hindert den pensionierten Rechtsgelehrten mit ehemals eigener Kanzlei im Fachgebiet sulawesisches Patentrecht nicht daran, sich regelmäßig in die grüne Kutte zu schwingen und behenden Schrittes mit der Flinte auf der Schulter auf seinen Hochstand zu hieven um dort auf allerlei zwei- und vierbeiniges Getier zu lauern.

Das schmecke gut, wenn’s denn mal tot und von seiner Frau Diana mit herrlichen Gewürzen zu einer schmackhaften Speise zubereitet worden sei, meint Herr von Bockbüchs und das sei niederträchtige Tötungsabsicht, meinen seine Gegener. Letzterem stimmt sogar von Bockbüchs zu, wehrt sich nur gegen das Wort ‘niederträchtig’ und gibt unumwunden die Tötungsabsicht zu, da sich Sauen insbesondere in ungetötetem Zustand sicherlich dem Würzen und Zubereiten widersetzen würden.

Das hinderte aber unlängst eine Rotte ebenso niederträchtiger Jagdgegner nicht daran…

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