Todesfall in der Familie: Was organisiert werden muss, wenn ein Familienmitglied stirbt

Todesfall: Der Tod eines Familienangehörigen ist ein trauriges und für viele kompliziertes Thema.
Aber es ist unausweichlich. Statistisch gesehen kommt in jeder Familie alle 10 Jahre ein Sterbefall vor.
Doch so traurig der Anlaß auch ist, es ist besser, wenn man auf den Todesfall eines Angehörigen vorbereitet ist, dann trifft es einen nicht so überraschend und umso leichter hat es dann die Familie.

Das sind die ersten und wichtigsten Schritte nach dem Tod eines Angehörigen

Das tun Sie bitte zuerst: Arzt anrufen

Stirbt der Angehörige in einem Krankenhaus oder Heim, werden die ersten Schritte von dort aus veranlaßt.
Tritt der Tod jedoch zu Hause ein, muß man selbst tätig werden. Zuerst sollte man den Hausarzt anrufen, ist dieser nicht verfügbar kann auch ein anderer Arzt oder ärztliche Notdienst (nicht der Notarzt) angerufen werden.
Diese muß dann vorbeikommen und den Tod feststellen, sowie den Leichenschauschein und die Todesbescheinigung ausstellen.

Erst dann können Sie den Bestatter anrufen.
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Freundliche Person zur Mitarbeit gesucht

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

für eine leichte redaktionelle Tätigkeit im Hintergrund eines meiner Weblogs suche ich eine freundliche Mitarbeiterin bzw. einen Mitarbeiter.
Es geht um einen Mini-Mini-Job.

An den Werktagen täglich ein Viertelstündchen Zeit müsste man haben.
Gutes Deutsch und etwas Lust am Schreiben wären wichtig.
Es sind aber keine journalistischen Fähigkeiten vonnöten.

So um die 5 Stunden pro Monat kommen insgesamt zusammen.

Eine kleine aber angemessene Bezahlung ist selbstverständlich.

Wer Interesse hat, mag sich gerne unter job@bestatterweblog.de melden.

Darf ich statt Geldspende trotzdem Blumen mitbringen?

blume-pixabayWenn die Hinterbliebenen in der Traueranzeige statt Blumen um eine Geldspende bitten, darf man dann trotzdem eine Blume mitbringen?
Diese Frage beschäftigt Leser P.:

Hallo Peter aka Undertaker Tom,

nun habe ich sehr lange nur still mitgelesen; da ergibt sich nun dennoch eine kurze und leider etwas eilige Frage (Bestattung ist bereits am Freitag):
Es handelt sich um die Bestattung von einem Arbeitskollegen und guten Freund. Dieser verstarb nach langer schwerer Krankheit (Gehirntumor).

In der Todeskarte wird nun statt Blumen um Geldspenden an einen Verein für Krebspatienten gebeten.

Dennoch würde ich gerne wenigstens je Person z.B. eine „gebundene Rose“ (d.h. mit etwas schmückendem Grünwerk dabei) mitbringen und diese am Grab niederlegen.
Gleichzeitig natürlich auch wie gewünscht mit Freude eine Spende leisten!

Ist das angemessen? Kann ich das so machen auch wen es eigentlich nicht komplett dem Wunsch in der Todesnachricht entspricht? Oder kann dies (nur) falsch verstanden werden und ist ein großer Affront?

Selbstverständlich darfst Du das tun.
Der Wunsch, auf Blumenspenden zu verzichten kann mehrere Gründe haben:

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Dürfen wir unsere Oma selbst zu Grabe tragen?

sargtraeger

Darf man eigentlich selbst als Sargträger tätig werden?
Diese Frage beschäftigt Leser Jan:

Unsere Oma hat alle Formalitäten bezüglich ihrer Bestattung schon lange geklärt. Auch finanziell ist da alles geregelt.
Nun die Frage:
Oma hat ja alles durchgeplant, aber ich hätte da eine Idee die das ganze meiner Meinung nach etwas schöner machen würde, und zwar das nicht irgendwelche Sargträger vom Bestattungsinstitut Ihren Job machen, sondern das wir Enkel und Urenkel diesen letzten Weg für unsere Oma übernehmen.
Wäre soetwas machbar?

Also kann man Bestattungswünsche in der Form abändern?
Können wir Enkel und Urenkel und Schwiegerenkel uns so frech verhalten, und Ihre festgeplante Beerdigung wenns soweit ist einfach abändern?

Deine Oma hat alles vorausgeplant. Das ist nur zu begrüßen. Denn wie viele Menschen müssen jemanden bestattet, dessen Wünsche und Vorstellungen nicht bekannt sind!
Sicher hat die Oma den Sarg, die Wäsche und das Grab vorbestellt. Und ganz sicher sind im Leistungsumfang des Bestatters oder Friedhofes auch Sargträger enthalten.
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Pulsadern aufgeschnitten

Wenn sich jemand die Pulsadern geöffnet hat und daran verstorben ist, wie verfährt der Bestatter in einem solchen Fall?

Das möchte eine Leserin gerne wissen und fragt:

Vorab möchte ich Ihnen danken, dass Sie freiwillig die Fragen der Ratsuchenden so ausführlich beantworten und diese Menschen wissen lassen, dass sie mit ihren Fragen nicht alleine dastehen.
Nach einem Buch, wo jemand sich umgebracht hat indem er sich beide Pulsadern öffnete und dann in der Badewanne mit warmen Wasser lag, kam mir die Frage auf:
Wenn der Notarzt nur noch den tod feststellen kann und der Bestatter gerufen wird, wer näht da die Adern wieder zu? ALso da ja bei einer Bestattung meist die Arme zu sehen sind, und es auch postmortem Infektionen und Gerüche bilden würde?

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Mit einer großen weiteren Blutung ist an der Stelle nicht mehr zu rechnen. Mit dem Tod kommt der Kreislauf zum Stillstand und das Blut sinkt an die tiefsten Stellen.
Infektionen in dem Sinne entstehen auch nicht. Lediglich eine Besiedelung mit Insekten und deren Larven wäre denkbar, kommt aber unter Kühlbedingungen nicht vor.
Eine besondere Geruchsentwicklung, die über das sowieso vorhandene Maß hinausgeht, ist ebenfalls nicht zu erwarten.
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Der Sarg-Absenkautomat

Absenkautomat

Absenkautomat

Leser Christian hat eine Frage zu einem seltsamen Gestell, dass er bei einer Beerdigung gesehen hat.

Er schreibt:

Ich habe kürzlich in Kenia an einer Beerdigung teilgenommen.
Dabei fiel mir auf, dass der Sarg in eine an den Wänden und am Boden betonierte Gruft herabgelassen wird.
Dies geschah allerdings nicht durch die vier Sargträger, sondern es wurde der Sarg auf zwei Gurte gelagert, deren lose Enden jeweils vorher auf zwei parallee Wellen gewickelt worden waren.
Diese Wellen bildeten die Längsseiten eines rechtwinkligen Gestelles, das lose mit vier Stützen den Umriss des Grabes umfasste.

Ein einzelner Mitarbeiter des Bestatters löste mit einem Schraubenschlüssel eine Arretierung an der Schmalseite dieses Gestells, und der Sarg glitt lautlos in die Gruft, indem die Gurte sich, durch das Gewicht des Sarges gezogen, von den Wellen abrollten.

Ich sah dies zum ersten Mal und bitte Sie, falls sie etwas darüber wissen, mir den Ursprung dieser Technik zu nennen, und wie das nach Kenia kam.

Bei dem Gestell, das Du gesehen hast, handelt es sich um einen Sarg-Absenkautomaten.
Im wesentlichen besteht dieser aus vier runden Metallstangen, die teleskopartig ausgezogen werden können. Weiterlesen →

Die respektlose Kiste

kiste-pixabay

Noch ’ne Kiste…

Mein Schwager verstarb sehr plötzlich an einem Herzinfarkt. Allerdings nicht in Deutschland, sondern in Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, wo die Familie meiner Schwester damals lebte.

Meine Schwester kam dann sobald wie möglich in ihr hiesiges Domizil, von wo aus wir die Überführung ihres Gatten nach Deutschland und die Bestattung auf dem lokalen Friedhof organisierten. Ein Umstand allerdings gefährdete unerwartet unsere Planungen: Der Arzt in Kinshasa hatte im Totenschein als Todesursache etwas angegeben, was die deutschen Behörden mit „Herzversagen“ aus dem Französischen übersetzten. Herzversagen wird aber hierzulande nicht mit Herzinfarkt gleichgesetzt und gilt damit nicht als Nachweis einer natürlichen Todesursache, denn Herzversagen kann auch durch Vergiftung, Gewalteinwirkung o. Ä. hervorgerufen werden.

So nahm der Leichnam meines Schwagers nach seiner Ankunft in Deutschland einen unvorhergesehenen Umweg über das zuständige Rechtsmedizinische Institut. Meine Schwester rief, nachdem der Bestatter uns diesen Umstand mitgeteilt hatte, dort an, um zu erfahren, wie lange die Prozedur dauern würde. Sie hatte auch gleich Herrn P., den Leiter des Instituts, am Telefon. Seine ersten Worte: „Hab schon gehört, dass da noch ’ne Kiste kommt heute!“ Zum Glück gehört meine Schwester zu den Menschen, die auch in einer solchen Situation eine gewisse Bodenständigkeit und vor allem den Humor nicht verlieren…

Zum Glück ging’s alles recht schnell, so dass Trauerfeier und Beerdigung dann doch zügig organisiert werden konnten.

©Gerrit Gätjens 2016

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