Müssen wir den Bestatter für eine Mitbewohnerin bezahlen?

Sehr geehrter Herr Wilhelm,

ich wende mich mit der Frage an Sie, wer die Bestattungskosten zu tragen hat.
Eine alleinstehende Freundin wohnt bei meinem Mann und mir. Wir kümmern uns um sie. Sie ist erkrankt und es ist abzusehen, daß sie bei uns im Haus verstirbt.

Einzig lebende Verwandte sind eine Nichte (aus einer frühen und kurzen Ehe ihres verstorbenen Bruders) und eine Cousine, von der niemand weiß, ob es sie noch gibt und wo. Auch von der Nichte hat man keine Adresse.
Die Freundin selbst hat verfügt, dass im Falle ihres Todes ihr Körper zu medizinischen Zwecken gestiftet werden soll.
Eine angemessene Beerdigung ist ihr nicht wichtig. Wir kümmern uns zu Lebzeiten um sie, die Beerdigungskosten wollen wir nicht tragen. Ein Erbe wird sie nicht hinterlassen.
Wie verhalten wir uns im Falle eines Todes bei uns im Haus richtig: wenn wir den Bestatter rufen, müssen wir ihn dann auch zahlen?

Wer die Musik bestellt, muß sie auch bezahlen.
Immer wieder urteilen Gerichte so, daß Menschen, die den Bestatter rufen und beauftragen, auch für die Kosten einzustehen haben, selbst wenn nach den Buchstaben der Gesetze andere Personen zuständig sein könnten.
Es ist ja klar: Der Bestatter erbringt aufgrund eines Auftrags eine Leistung, für die ihm eine Bezahlung zusteht. Diese kann er von seinem Auftraggeber einfordern. Es ist ihm nicht zuzumuten, daß er nun detektivisch tätig wird und seine Rechnung evtl. auch noch bei Wildfremden/Bestattungspflichten einklagen muß.
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Strafanzeige! – Ehering verschwunden – Hat der Bestatter ihn gestohlen?

Mein Vater ist im Januar verstorben und wurde zwei Monate später als Urne beigesetzt.
Bei der Abholung meines Vaters, hat kein Familienmitglied daran gedacht, den Ehering abzunehmen.
Meine Mutter und wir Kinder gingen davon aus, dass der Bestatter ihn zurück gibt.

Er meinte wir hatten nichts besprochen und er wäre in der Urne und ob sie den geöffnet werden sollte. Nach einem kurzen Zögern, stimmten wir zu.

Darauf hin meinte er im Büro zu suchen und nun meint er, er wäre evtl.in der Hose bei Reinigung abgegeben worden und er hätte nachgefragt, der Ring wäre nicht da. Komisch, kein Angebot einer materiellen Entschädigung und für ihn scheint die Sache geklärt zu sein.

Ist es sinnvoll bei der Polizei eine Anzeige zu machen?

Es ist natürlich sehr gut zu verstehen, daß man als Angehöriger an den Ehering zuletzt denkt.
Erst einmal gehört er ja fest zur Person und wird so gut wie nie abgelegt und dann möchte man ja auch dem Toten nicht sofort den Ring vom Finger ziehen.
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Jens darf nicht gehen

Lieber Herr Undertaker,

wir wenden uns mit einer Frage an Sie. Unseren Jens mussten wir 1986 gehen lassen. Nun haben wir damals den Tod unseres drei Wochen alten Kindes als Geschenk angenommen. Einen weiteren Kinderwunsch haben wir uns versagt, weil ich ja ein lebendes Kind geboren habe und deshalb Mutter bin, auch wenn Jens jetzt ein Sternenkind ist. Wir feiern in der Familie alle Feste gemeinsam mit Jens und bitten auch die drei inzwischen erwachsenen Patenkinder (18, 19 und 21) immer dazu. Wir stellen dann ein Foto von Jens (aufgenommen vom wirklich liebenswürdigen Doktor in der Klinik) auf dem Küchentisch auf und platzieren Kerzen und Blütenblätter, sowie schönes Holzspielzeug ringsherum. Das ist immer sehr schön. Leider wird das Spielzeug später, wenn wir es auf den Friedhof bringen, immer schnell gestohlen. Der Friedhofsmann hat uns jetzt gesagt, dass das Grab schon seit 2001 abgelaufen ist. Wir sind schockiert!!!!! Das hätte man uns vorher klipp und klar sagen müssen. Jetzt sollen die Kindergräber alle weg und es soll dort ein Urnenfeld hinkommen. Wir Eltern sind in hellster Aufregung und sammeln Unterschriften. Das sind doch Kinder! Denkt denn bei solchen grausamen Entscheidungen keiner an die Eltern?

Bitte helfen Sie uns!

Schauen Sie, die Trauer ist etwas, das sich wie eine eiserne Klammer um unser Herz legen kann und für eine gewisse Zeit auch unseren Verstand rauben kann.
Gerade wenn man als junge Frau nach einer 9-monatigen Schwangerschaft ein Kind auf die Welt bringt, hat man viele Zukunftspläne und Träume damit verbunden.
Daß das schon nach wenigen Wochen vorbei sein soll, ist wirklich schwer zu verstehen.

Aber es ist nun einmal der Lauf der Welt, daß nicht immer nur Alte sterben müssen. Manchmal sind es auch kleine Kinder.

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Kann ein Einzelgrab in ein Familiengrab umgeändert werden?

Leserfrage: Halten Sie es für möglich, dass ein Einzelgrab (Erdgrab) zu einem Wahlgrab umgewidmet werden könnte und somit noch zusätzlich zwei Urnen dazu gelegt werden könnten?

Das ist in seltenen Fällen durchaus möglich.
Aber: Es ist eben auch sehr selten der Fall.

Friedhöfe werden in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Das ist einmal der Teil für Reihengräber, eine Abteilung für Familiengräber, dann die Urnengräber, Sonderflächen für Angehörige bestimmter Religionen, Kinderabteilungen usw.

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Kann ein Verstorbener umgebettet werden, wenn der Auftraggeber nur die Lebensgefährtin war?

Ein Problem treibt die Einsenderin der nachfolgenden Frage um. In diesem Fall hat nämlich die Lebensgefährtin des Verstorbenen dessen Bestattung in Auftrag gegeben und nun ist die Familie mit der Art der Bestattung nicht einverstanden:

„Mein Onkel Dieter ist verstorben. Meine Mutter ist seine Schwester. Onkel Dieter war verheiratet, aber seine Frau ist vor über 30 Jahren gestorben.
Die Lebensgefährtin meines Onkels ist jetzt seine Witwe. Sie waren 30 Jahre zusammen.
Sie hat die Bestattung in Auftrag gegeben und bezahlt. Für den Onkel hat sie ein Einzelgrab genommen auf einem Friedhof 100 km von uns entfernt, weil sie nach dem Tod vom Onkel wieder dorthin ziehen will. Sie erbt auch fast alles.
Wir sind entsetzt und in heller Aufregung. Wir, also meine Mutter, wollen, dass der Onkel hier auf dem Friedhof liegt. Besteht eine Chance, ihn umbetten zu lassen?“

Ich sehe da wenig Chancen.
Streng nach dem Gesetz ist Deine Mutter, sofern es keine anderen Verwandten gibt, die in direkter Linie über ihr stehen, die Bestattungspflichtige.
Das BGB sieht aber vor, daß der Erbe die Bestattung zu bezahlen hat, das wäre dann die Lebensgefährtin.
Als solche hat sie leider, auch nicht nach 30 Jahren Partnerschaft, nicht die gleichen Rechte wie eine Ehefrau.
Sie hat die Bestattung als Geschäftsführung ohne Auftrag abgewickelt und ist dabei so verfahren, wie es ihr richtig erschien.
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Badeenten-Gewinnspiel – Die Gewinner

Die Abstimmung ist gelaufen, knapp 400 Personen haben abgestimmt und das hier sind die Gewinner:

Bild 10: „Hilfshund“ von Antonio (43%, 157 Votes)
Bild 1: Carl Pott, fotografiert von Diana (28%, 103 Votes)
Bild 9: „Horizont“ von Sven (28%, 102 Votes)

Die Gewinner mögen sich bitte per Mail melden und ihre Adresse mitteilen, damit die Enten auf die Reise gehen können.

Eine Sonderente geht auf Wunsch meiner Tochter in die Schweiz, und zwar für das Bild:

Bild 7: „Ein Hase aus der Schweiz“ von Monika (22%, 79 Votes)

Meine Tochter meint: „Wer so viel Mut hat, sich für uns zum Hasen zu machen, der muss belohnt werden.“

Hier kann man alle Bilder noch einmal sehen:

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Wie viel Totenasche fällt jährlich in Deutschland an?

Ich weiß gar nicht, wer das gewesen ist. Irgendjemand hat mir als „Zahl der Woche“ für eine Publikation an der ich mitwirke, vorgeschlagen:

185 LKW-Ladungen Totenasche gibt es jährlich in Deutschland.

Diese Zahl ist auch durch die Fachmedien geprügelt worden, doch ich habe ja auch irgendwann mal den Beruf des Kaufmanns erlernt und irgendwie ließ mir die Zahl keine Ruhe.

Rechnen wir doch einfach mal nach:

868.373 Sterbefälle im Jahr 2014

54,5 % Feuerbestattungen

ergibt 473.263 Feuerbestattungen x 3 Kilogramm Asche = 1.419.789 Kilogramm oder 1.420 Tonnen.

Die durchschnittliche Ladekapazität eines 40-Tonner-LKW liegt bei 25-28 Tonnen (habe ich mir sagen lassen), also im Mittel bei, sagen wir, 26 Tonnen.

1.420 / 26 = 54,6 LKW-Ladungen.

Man kann also sagen, daß die Zahl „185 LKW-Ladungen“ durchaus plausibel ist, wenn man von kleineren LKW ausgeht. Verbindet man aber mit LKW die großen 40-Tonner, ist die Zahl zu hoch gegriffen.

Um eine Vorstellung zu bekommen: Für die Anlage eines Tennisplatzes benötigt man zwischen drei und sieben Tonnen roter Ziegelasche.

Der Zipfel muss weg -8-

Die nächsten Tage vergingen für Herrn Pütz recht schnell. Im Anfangsstadium seiner Nasensichtigkeit hatte er doch recht viel Zeit darauf verwendet, sich um sein gesundheitliches Wohlergehen zu kümmern. Dabei waren einige wichtigen Dinge im häuslichen Bereich vernachlässigt worden. So wartete beispielsweise sein geliebter gelber Kanarienvogel Pitti auf eine neue Ladung Vogelsand, die Herr Pütz vorher sorgfältig über der ausgebreiteten Zeitung vom Vortag aussiebte.

Es galt, die gröberen Sandkörner zu entfernen, da, wie Herr Pütz fest glaubte, Pitti empfindliche Fußsohlen hatte. ‚Haben Vögel überhaupt Fußsohlen?‘, rätselte Pütz gerade, als sein Blick auf eine Anzeige ganz rechts am Rand der ausgebreiteten Zeitung fiel:


Nasensichtig?
Wir helfen!
Kaufen Sie Nasolab,
die Binde, die Ihr Leben
verändern wird!

Und darunter war genau so eine Binde abgebildet, wie er sich knapp eine Woche zuvor gekauft hatte.
‚Oh‘, dachte er: ‚Es gibt also doch noch viel mehr Menschen, die wie ich dem Tode geweiht sind. Es ist also doch etwas dran an meiner Vermutung, daß die Nasensichtigkeit ein ernstzunehmendes Problem ist, daß nicht nur bei Nichtbehandlung unweigerlich fatale Folgen haben wird, sondern das auch allgemein geheim gehalten und dem allgemeinen Wissen entzogen worden ist. Bis jetzt!‘

Der Türke, der mit einem winzigen Schraubenzieher an einem zerlegten Mobiltelefon herumschraubte, würdigte Herrn Pütz zunächst keines Blickes.
Der kleine Mann mit der Binde um die Nase trat von einem Bein aufs andere, hatte ja schon laut und deutlich ‚Guten Morgen‘ gesagt, als er das Geschäft des Kleinasiaten betreten hatte. Doch der Handyschrauber, der auch das Kopieren von Dokumenten und das Anfertigen von bedruckten T-Shirts und Kappen zu seinen Dienstleistungen zählte, sprach nur Unverständliches in einer Sprache, die wohl Türkisch war.

Dabei blickte er an Herrn Pütz vorbei, redete unablässig, machte hin und wieder eine Pause und redete dann weiter. Unwillkürlich schaute Pütz sich um, ob nicht hinter ihm jemand stand. Doch da war niemand. Erst da fiel ihm auf, daß der Schrauber ein kleines schwach blau blinkendes Gerät in seinem rechten Ohr stecken hatte.
Offensichtlich war das so etwas, wie ein winziges Telefon. Ja, so war es, eine Sekunde später griff der Mann sich ans Ohr, wechselte von Türkisch zum Deutschen und fragte seinen Kunden ausführlich nach seinen Wünschen: „Was?“

„Ich möchte mir ein Hemd bedrucken lassen.“

Fehler durch Lektorin Anya bereinigt.

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