Hast Du das gelesen?

Hallo Herr Wilhelm,
2006 konnte man in der Bild einen Artikel über einen Herzlos Bestatter lesen, ist der hier im Blog behandelt worden? Finden kann ich den nicht, der Blog geht ja erst 2007 los. Wäre neugierig, ob Sie da auch von gehört haben!
Bitte weiter so!
Liebe Grüße!!

Ich beantworte das mal hier im Blog, da ich ab und zu mehrere solcher Anfragen bekomme.
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv, aber nicht nur, mit dem Themengebiet Bestattung, Tod und Trauer.
Nicht alles, was zu diesem Thema veröffentlicht wird, erreicht mich auch.
Aus diesem Grunde bin ich für jede Zusendung und jeden Hinweis von Lesern dankbar.
Am besten sendet man mir einfach eine Mail. Auch Meldungen via Jabber, Fatzbuch und Twitter erreichen mich, werden aber nicht ganz so schnell von mir entdeckt.
Nicht jede Meldung kann ich sofort im Blog bringen, ich registriere sie aber auf jeden Fall und jeder der mir was zusendet, bekommt garantiert ein Dankbarkeitspünktchen im entsprechenden Teil meiner Synapsen, auch wenn ich nie persönlich zurückschreibe und mich bedanke.

Viele Leute fragen mich, ob ich dies oder das irgendwann einmal gelesen habe.
Wenn es von größerer Bedeutung war und in den Medien besprochen wurde, habe ich gewiss davon gehört oder gelesen.
Der Hinweis “herzloser Bestatter, BILD und 2006″ läßt allerdings bei mir nichts klingeln. Dazu gibt es zuviel Herzloses in dieser Branche.

TV-Tipp: Kunscht! SWR 30.10.2014, 22:45 Uhr

Bislang kennt man sie von Bahntickets und Werbebroschüren, jetzt findet man die sogenannten QR-Codes auch vermehrt auf Grabsteinen. Per Scanner-App werden die aus schwarzen und weißen Punkten bestehenden Quadrate eingelesen und schon gelangt man zur Biografie der Verstorbenen. Damit ist eine neue Form der Begräbniskultur entstanden, ein virtueller Ort der Trauer für die “Generation Smartphone”. Zu Besuch bei Andreas Rosenkranz in Köln. Der Steinmetzmeister und Bildhauer ist der Erste, der QR-Codes in Grabsteine integriert hat.

Mehr zu diesem Thema in der o.g. Sendung

Hauke den Lukas!

Also, wenn Sie die Traueranzeige für meinen Mann in die Zeitung machen, dann darf da auf keinen Fall sein Name stehen!”

“Wie bitte? Der Name ist doch essentiell für so eine Anzeige.”

“Natürlich soll der Name drinstehen, aber nicht DER Name.”

“Warten Sie mal, lassen Sie mich mal in die Unterlagen schauen. Also, Ihr Mann hieß Hauke Steiner. Das ist doch ein schöner Name. Warum sollten wir nicht Steiner schreiben?”

“Steiner können Sie natürlich hinschreiben. Steiner ist ein schöner Name, den habe ich gerne angenommen. Ich wollte ja erst einen Doppelnamen, ich bin ja eine geborene Frühweck und meine Schüler kannten mich nur als Frau Frühweck. Aber wir haben die Hochzeit damals extra in die Sommerferien gelegt, weil ich nach den Ferien eine neue Klasse bekommen habe und die brauchten sich dann nicht umgewöhnen. Um den Steiner geht es ja auch nicht, es geht um den Hauke!”

“Hauke?”

“Ist doch schön!”

“Hauke ist aber ein Frauenname! Ich bin Philologin und interessiere mich natürlich auch im pädagogischen Sinne für unsere Muttersprache. Und Hauke ist ein friesischer Frauenname. Fragen Sie mich nicht, was meine Schwiegereltern, Gott hab sie selig, sich dabei gedacht haben, meinem Mann damals ausgerechnet diesen Namen gegeben zu haben.”

“Vielleicht waren die Namen knapp, damals nach dem Krieg?”

“Was?”

“Nur so.”

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Wurde mein Vater wirklich in seiner Motorradkombi beerdigt?

Ich lese öfters auf Ihrer Seite, wenn mich der Tod meines Vaters massiv beschäftigt.
Eine Frage lässt mich dabei nicht los. Mein Vater starb vor einigen Jahren mit Ende Fünfzig grausam an Krebs zuhause in unseren Armen.
Als der Bestatter am nächsten Tag kam fragte er uns was seine Lieblingskleidung war.
Wir sagten fast schon makaber; das mein Papa mal geäussert hat er will in seiner Motorrad Lederkombi begraben sein und sein Motorrad soll auch mit.
Der Bestatter sagte darauf, dass mit der Lederkombi ist kein Problem die kriegt er angezogen. Wir nahmen in der Garage in der das Motorrad stand am offenen Sarg, Papa in der Lederkombi zu Angie von den Stones mit allen Freunden und Familie Abschied. 4 Tage später war die Erdbestattung. Der Sarg blieb zu.
Immer wieder gibt es Menschen die sagen, man hätte ihm die Lederkombi bestimmt wieder ausgezogen weil das nicht verrotten würde. Der Gedanke das sie recht haben tut mir weh. Deshalb wäre eine Antwort schön um sie Bilder einer entkleideten Leiche aus meinem Kopf zu bekommen.

Grundsätzlich ist es so, daß man bei Bestattungen heutzutage auch den Umweltaspekt berücksichtigen muß. Das führt dazu, daß nicht jede Art von Material bei einer Bestattung eingesetzt werden darf.
Vor allem bei Feuerbestattung gilt es, die strengen Auflagen zur Reinerhaltung der Luft erfüllen zu können.
Bei Erdbestattungen soll von den Beisetzungen keine Belastung des Bodens ausgehen, die über das normale Maß hinausgeht.

In einigen Gemeinden hat das dazu geführt, daß auch bei Erdbestattungen z.B. das Mitbestatten von Schuhen, die nicht aus einem natürlichen Material bestehen, verboten ist, oder daß man es zur Auflage gemacht hat, keine Bekleidung aus Kunstfasern mit zu bestatten.
Solche Regelungen sind aber noch eher seltene Ausnahmen.
In aller Regel kann ein Verstorbener auch heute noch in seiner Lieblingsbekleidung bestattet werden. Eine Lederkombi sollte das geringste Problem sein.
Zwar kann eine, den Körper nahezu komplett umschließende Kleidung den Zersetzungsprozeß verlangsamen, da aber Gesicht und Hände normalerweise unbedeckt bleiben, gibt es genügend Zugangsmöglichkeiten für die Mikroorganismen, die für die Verwesung verantwortlich sind.

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Interessanter Fall

Ich bin auch manchmal überfragt.

Da ist ein Mann tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Als Todeszeitpunkt gibt der Notarzt eine ganze Woche an. Dieser Zeitraum ergibt sich aus dem Zeitpunkt, an dem der Verstorbene zuletzt lebend gesehen wurde und dem Zeitpunkt, den der Arzt aufgrund des Zustands der Leiche für wahrscheinlich hält.
Beispiel: Der Mann wurde am 1. Oktober noch gesehen und am 20. Oktober stellt der Arzt fest, daß er mindestens schon eine Woche tot sein muß. Also ist der Mann zwischen dem 1. Oktober und dem 12. Oktober etwa verstorben.

Genaueres soll nun eine Obduktion ergeben.

Nur, wer ist in diesem Fall der Bestattungspflichtige?

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Bremen erlaubt Ausstreuen von Totenasche auf privaten Grundstücken

Beim Umgang mit der Asche von Verstorbenen geht Bremen einen neuen Weg: Das Land will mehr Individualität zulassen und den Menschen erlauben, über den Ort zu entscheiden, an dem nach dem Tod ihre Asche verstreut werden soll. Der Vorstoß hat aber auch Gegner.
Bremen will als erstes Bundesland das Verstreuen von Totenasche auch auf privaten Grundstücken erlauben. Die Bürgerschaft beschloss am Mittwoch mit großer Mehrheit eine entsprechende Änderung des Gesetzes über das Friedhofs- und Bestattungswesen in erster Lesung. Die CDU-Fraktion stimmte gegen die Gesetzesänderung.
Voraussetzung ist eine schriftliche Verfügung des Verstorbenen über einen Ort zum Verstreuen und eine Person für die Totenfürsorge. Der letzte Hauptwohnsitz des Verstorbenen muss im Land Bremen gewesen sein. Für das Verstreuen sollen auch öffentliche Flächen ausgewiesen werden. Dem Beschluss vorausgegangen war eine monatelange und breite öffentliche Debatte. Kritik kam vor allen aus der Kirche und der CDU. Weser Kurier

gefunden von Torsten

Damit ist Bremen das erste Bundesland, das eine auf europäischer Ebene schon längst diskutierte dringende Reform des Bestattungsrechts umsetzt.
Betrachtet man nämlich die Entwicklung im Bereich der Sterbekultur, dann könnte man meinen, die vielfältigen, von den Bestattern angebotenen und von Spezialfirmen erdachten, alternativen Bestattungsangebote wie Diamantbestattung, Weltraumbestattung oder Raketenbestattung würden die Wünsche der Angehörigen widerspiegeln.

Dabei sind die Angebote, mit denen Bestatter und bestatternahe Gewerbe versuchen Modernität zu schaffen, nur der Versuch den Angehörigen mutmaßlich gewünschte Alternativen zu bieten.

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