Am Bermudadreieck sind es nur 8 Grad

Touristen, die in die unendlichen Urwälder des Amazonas reisen, verschwinden manchmal spurlos. Ob sie von Eingeborenen in Schrumpfkopfmumien verwandelt wurden oder von wilden Tieren gefressen wurden, das weiß man nicht.

Es bleibt nur die Gewissheit, daß es Plätze auf unserer Erde gibt, an die man sich besser nicht begeben sollte. Amerika zum Beispiel. Da könnte man auch schnell verschwinden, ruckzuck als Illegaler nach Mexiko abgeschoben, oder man landet als Fremdgläubiger in Guantanamo, oder man wird -was ja in der Wüste von Nevada täglich vorkommen soll- von Aliens entführt. Auch die überall in Amerika herrschende Zombie-Epedemie ist ja nicht zu unterschätzen.
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Wie zieht man einen Verstorbenen an? So geht es.

In einem der Frage-Antwort-Portale im Internet fragt ein Leser bzw. eine Leserin, wie man eine Leiche anzieht. Er/Sie möchte das auf Wunsch des bald sterbenden Großvaters selbst machen. Diesbezüglich hat der alte Mann genaue Wünsche geäußert. Der Leser stellt auch die Fragen, mit welchem Kleidungsstück man anfängt und ob die Leichenstarre ein Problem sei.

Die Antworten, die dort gegeben werden, sind wenig zielführend.

„Gib das doch einem Bestatter, einfach Klamotten vorbeibringen, der macht das.“

„Wegen der Leichenstarre: Einfach ein paar Tage abwarten, dann geht die wieder weg.“

Beide Antworten helfen dem Fragesteller ja nix.
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Trickbetrüger Bestattung

az

Geld für Beerdigung: Falsche Polizisten beklauen 96-Jährige

Eine 96-Jährige legt seit Jahren kleine Beträge für ihre eigene Bestattung weg. Nun wird sie Opfer von Trickdieben.

Freimann – Gemein, gemeiner, am gemeinsten: Trickdiebe und -betrüger, die derzeit in München ihr Unwesen treiben, scheinen sich gegenseitig an Niedertracht und Gewissenlosigkeit übertreffen zu wollen. Vor wenigen Tagen klauten Trickdiebe einer 96-Jährigen Geld, das sie für ihre eigene Beerdigung gespart hatte. Die Täter gaukelten der Seniorin vor, Polizisten zu sein.

Abendzeitung

Quittegelb

Quitte

Es gibt ja Gegenden, da haben sich die Vorteile der Primogenitur noch nicht herumgesprochen. Ja manchen sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Erbfolgen, bis hin zur Ultimogenitur überhaupt gar nicht bekannt.
Also, damit hat es folgende Bewandtnis: Wir sind es ja, aufgrund der bei uns herrschenden Rechtsordnung und weil wir nicht anders kennen, gewöhnt, daß wenn ein Mensch verstirbt, alle seine Nachkommen normalerweise gleichberechtigt viel erben.

Das ist natürlich auf den ersten Blick gerecht, kann aber auch Nachteile haben. Deshalb gibt es die Primogenitur, die besagt, daß nur der älteste Sohn oder Nachfahre beispielsweise eines Bauern dessen Grundbesitz und Hof erbt.
Der Vorteil dieser Methode, die für die einzelnen anderen Nachkommen natürlich Enttäuschungen mit sich bringt, liegt vor allem darin, daß der Grundbesitz am Stück vererbt wird und nicht unter den Kindern zerstückelt und aufgeteilt werden muß.
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Wie würdest Du es machen, wenn Dein Partner stirbt?

sperrmuell

Gestern habe ich die seit langem geplante Serie „Lodernde Flammen“ online gestellt.
Aufgrund der Tatsache, daß mittlerweile die Hälfte der Bestatterweblog-Leserinnen und -leser mit dem Smartphone surft, habe ich die Geschichte in 12 kleine Happen aufgeteilt.

In der Geschichte ging es darum, wie unterschiedlich Menschen mit dem Andenken an ihren verstorbenen Partner umgehen.
Ich kann sie alle verstehen.

Wie stehst Du dazu?
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Lodernde Flammen -12- Ende

Zu Dritt hatten wir zusammengesessen und geheult. Frau Büser heulte, weil sie immer heulen mußte, wenn jemand anders heulte. Sandy heulte, weil sie es war, die die letzten Wünsche der Frau entgegengenommen hatte. Ja und ich? Ich weinte, weil mir an diesem Tag einfach alles zuviel geworden war. Frau Borgner tat mir unendlich leid. Aber rückblickend glaube ich nicht einmal, daß ich wegen der Person Frau Borgner geweint habe.

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Lodernde Flammen -11-

Der Tag hatte also nicht gut angefangen. Er ging auch nicht gut weiter. Gegen halb zehn kam Manni von seiner Tour zurück. Morgens fuhr er die Krankenhäuser der Stadt ab und holte mit seinem Kollegen die Verstorbenen ab, für die wir einen Bestattungsauftrag hatten. Bei der Gelegenheit holten die Männer auch immer noch die Sterbepapiere in der Krankenhausverwaltung ab. Außerdem fuhren sie beim Standesamt vorbei und holten die bereits fertiggemachten Sterbeurkunden anderer Menschen ab. Ich hörte den Bestattungswagen auf dem Hof und wußte, daß Manni bald mit Arbeit hochkommen würde. In der Nacht zuvor hatte Sandy Bereitschaft gehabt und ich sah an ihrem Beratungskoffer, daß sie wohl zu tun gehabt hatte.

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Lodernde Flammen -10-

Am Abend sprach ich mit meiner Frau über das Erlebte. Es beschäftigte mich, wie unterschiedlich diese beiden Männer mit dem Andenken an ihre verstorbenen Frauen umgingen. Der eine warf alles weg, reinigte sozusagen sein ganzes Haus von oben bis unten von jedem Krümel, der an seine Frau erinnern konnte. Und der andere? Der richtete einen Gedenktempel für seine Frau ein und schaltete für die längst im Jenseits weilende Frau noch jeden Tag ihre Lieblingssendung ein.

Es ist nicht so, daß ich nicht beides schon so oder in ähnlicher Form erlebt oder gehört hatte, aber weil diese beiden Männer an einem Tag zu mir gekommen waren, verbanden sich die Ereignisse für mich in gewisser Weise. Mehr als sonst beschäftigte mich das. Und meine Frau verstand das, was alle Frauen in solchen Situationen verstehen, sie verstand es, mich auch noch zu nerven. „Wie würdest Du denn damit umgehen, wenn ich jetzt tot wäre?“
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