Wo ist die Urne meiner Oma?

21. August 2017

Betreff: Urnengrab

Text: Sehr geehrte Damen und Herren.
Mir liegt eine sehr wichtige und bedeutende Frage am Herzen.
Meine geliebte Mutter war 2009 entschlafen. Meine Oma ließ sie in ein Urnengrab beisetzen, wo sie an dritter Stelle beerdigt wurde.
Leider konnte ich an der Beisetzung nicht teilnehmen. Von daher quält mich seit Jahren die Frage, an welcher Position ihre Urne beigesetzt worden ist. Gibt es dort eine Grundregel für?
Über eine Antwort wäre ich Ihnen sehr Dankbar.

Das kann Ihnen aus der Ferne niemand beantworten. Eine feste Grundregel gibt es dafür nicht.
Ein vierstelliges Grab hat beispielsweise 4 Positionen unten links und unten rechts, sowie oben links und oben rechts.
Das heißt, zwei Urnen werden tief unten im Grab „tiefergelegt“ beigesetzt, die anderen kommen oben drüber.
Es kann aber auch sein, daß bei entsprechend großer Grabfläche alle Urnen auf gleicher Höhe nebeneinander liegen.
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Jerry Lewis ist tot

21. August 2017

Der begnadete Entertainer, Komiker und Filmschauspieler Jerry Lewis ist gestorben. Er wurde 91 Jahre alt.

Gerald „Jerry“ Lewis (* 16. März 1926 als Joseph Levitch in Newark, New Jersey; † 20. August 2017 in Las Vegas, Nevada) war ein US-amerikanischer Komiker, Schauspieler, Sänger, Produzent, Drehbuchautor und Regisseur. Weltweit bekannt wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine zehnjährige Zusammenarbeit mit dem Sänger und Entertainer Dean Martin. Das Duo Martin & Lewis wurde zu einem der erfolgreichsten Comedy-Teams der Nachkriegszeit. Nach der Trennung des Teams entwickelte Lewis eine eigenständige Karriere.Wikipedia: Jerry Lewis

Bildquelle: Von Pattymooney – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14667369

gemeldet von Henning u.a.

Hilfe, ich werde den Leichengeruch nicht mehr los

19. August 2017

Ich brauche mal Hilfe. Gestern musste ich nach 15 Jahren meinen Hund einschläfern lassen. Ich habe mich noch für schlau gehalten, dass ich ihn im Auto liegen lassen habe, war nur von 23 Uhr bis heute morgen ca. 7.30, weil ich Angst hatte, dass er in der Scheune die Ratten anlockt.
Leider hat sich in den wenigen Stunden ein unangenehmer Leichengeruch breitgemacht, den ich nicht loswerde, obwohl jetzt schon den ganzen Tag Schiebedach, Fenster und Heckklappe auf sind. Ausgelaufen ist definitiv nichts, weil er schon lange keine Kontrolle über seine Körperflüssigkeiten mehr hatte, hatte ich eine große Folie und reichlich Decken untergelegt, die ich heute morgen gleich rausgenommen habe. Duftspray wirkt überhaupt nicht. Was soll man da machen? Ist ein älterer Volvo Kombi, da ist innen nicht nur Plastik, sondern Stoffsitze, Filzteppich, usw.
Danke für die Hilfe im Voraus!

Grüße

V.

Hallo,

das ist ja bitter mit dem Hund. Ich kann’s nachfühlen, habe vor einiger Zeit auch einen Hund verloren.
Also, gegen den Geruch hilft nur Lüften mit Durchzug und Frebreze in rauhen Mengen.

Dieser Leichengeruch reizt Zentren in unserem Gehirn, die sehr langanhaltend diesen Geruch speichern.
Wir nehmen danach auch geringste Spuren dieses Dufts noch als sehr intensiv wahr, obwohl eigentlich nichts mehr zu riechen ist.

Erklären läßt sich das -wie vieles in unserem Verhalten- stammesgeschichtlich.
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Ist der Umweg über Holland ein Bärendienst?

18. August 2017

Schaut man sich die Entwicklung des Feuerbestattungsrechts in Deutschland an, wird auch etwas klarer, weshalb wir die Regelungen haben, wie sie heute sind.

Die Feuerbestattung in der heutigen Form ist noch gar nicht so alt, wie manche meinen. Feuerbestattungsvereine, Freidenker und Kirchenferne haben sich vor allem im 19. Jahrhundert für die allgemeine Anerkennung der Kremierung eingesetzt.

Schon in den frühen Verordnungen, die sich damit befassen, ist es den Gesetzgebern immer wichtig gewesen, daß die Feuerbestattung sehr analog zur Erdbestattung abläuft. Ein Grab ein Körper, nachvollziehbare Identität des Verstorbenen, Beisetzung der kompletten Asche eines Menschen.

Das war und ist größtenteils auch heute noch der Wunsch der Befürworter der Feuerbestattung. Denn ehemals sicherte sie die Anerkennung und letztlich auch den Durchbruch der Kremierung.

Vor diesem Hintergrund, und weiteren historisch begründeten Punkten, sind die heutigen Vorschriften entstanden.
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Darf man die Asche eines Verstorbenen verstreuen?

17. August 2017

Darf man die Asche eines Verstorbenen verstreuen?

Nein, es gibt nur wenige Ausnahmen, die das Ausstreuen der Asche erlauben.
So ist das geltende Recht in Deutschland. In anderen Ländern können aber andere Gesetze gelten.

Aussortierte Metallteile, Prothesen, Nägel, Schrauben, künstliche Hüftgelenke…

Das Verstreuen der Asche ist in Deutschland nur in drei Bundesländern möglich.
In Mecklenburg-Vorpommern und in Bremen (seit Anfang 2015 nur unter bestimmten Voraussetzungen) ist das oberirdische Verstreuen der Asche möglich. In Berlin gibt es zwar die Aschenverstreuung, jedoch geschieht die auf den Friedhöfen, die das anbieten, nicht wirklich oberirdisch, sondern die Asche wird lediglich ohne umhüllende Urne in ein kleines Grab gegeben.

Es gibt eine illegale Möglichkeit, eine Aschenverstreuung durchzuführen, indem man die Urne mit der Totenasche zunächst ins Ausland zur Beisetzung überführen, und sich dann wieder nach Hause zurücksenden läßt. Diese Versandwege sind so gut wie nicht kontrollierbar und man kann dann mit der Asche theoretisch machen, was man will.
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Dominic -5-

15. August 2017

Ich habe mir den Mund fusselig geredet, um Dominic klarzumachen, dass er den jungen Mann anständig bezahlen soll. Und dieses Gespräch war auch das erste Mal, daß ich mich über sein Verhalten nicht nur wunderte. Er schlug mit der flachen Hand auf den Tisch und brüllte: „So wie ich das mache, ist es richtig, da lasse ich mir von niemandem reinreden!“

Gut, gut, gut… Immer mit der Ruhe! Ich nahm Abstand davon, Dominic in seine Angelegenheiten reinzureden, ich hatte es ja nur gut gemeint. Aber gut gemeint ist ja bekanntlich die häßliche Schwester von scheiße gemacht.

Es blieb dabei, ich besuchte Dominic alle paar Wochen, mal kochte ich was, mal backofte er uns was.
Im Laufe der Zeit lernte ich alle Personen kennen, die zu seinem Hofstaat gehörten.
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Dominic -4-

14. August 2017

Excel-Tabellen führen, das ist eine von Dominics Hauptbeschäftigungen. Will man wissen, wie sich der Verbrauch an Klopapier in seinem Haushalt in den letzten 12 Jahren verändert hat, und wie der Verbrauch in 344 Jahren einmal sein wird: Dominic hat eine Excel-Tabelle, die genau das ausrechnet. Nun ist Dominic aber ein Internet-Ausdrucker. Von jeder Mail, von jeder Bestellung, von jeder Excel-Tabelle fertigt er Ausdrucke an. Stapelweise.
Und um diese Unfluten an unnötigem Papier bewältigen zu können, dafür gibt es Kevin.

Kevin wohnt in der Nachbarschaft, ist leise, schüchtern und von einem eher devoten Naturell. Wie sich die beiden kennenlernten, entzieht sich meiner Kenntnis, jedenfalls ist Kevin so etwas wie der Laufbursche von Dominic. Kevin hier, Kevin da, Kevin dort…
Der Junge schreibt jeden Tag die Stände der Wasserzähler, des Stromzählers und der 126 Thermometer in Dominics Wohnung auf, Dominic verarbeitet das zu Excel-Tabellen und Kevin heftet das dann ab. Auch Einkäufe, Geldholen am Automaten, Wege zur Apotheke und diverse andere Besorgungen übernimmt der Junge.
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Dominic -3-

14. August 2017

Seine Lebensmittel bezieht Dominic über einen Tiefkühlheimlieferdienst und REWE. In schöner Regelmäßigkeit bestellt er online dort, was ihm beliebt, und nette Männer liefern ihm das dann geschwind ins Haus.
Sagte ich geschwind? Nun ja, diese Dienste liefern schnell, aber keiner dieser Männer kam je unter einer Stunde wieder von Dominic los. „Machen Sie dies! Machen Sie das bitte so! Möchten Sie einen Kaffee? Habe ich Ihnen schon erzählt…? Wären Sie bitte so freundlich…? Könnten Sie eventuell…? Habe ich Ihnen schon erzählt…? Ach, seien Sie doch so nett…, Und Habe ich schon erzählt…?“

Ja, und mit diesen Bestellungen und dem Aufbau dieser Onlineshops offenbart sich ein ziemliches Problem.
Betrachten wir uns doch einmal, wie ich oder unsereins so einkaufen geht.
Wir haben in der Küche eine Kühl-Gefrierkombi mit weißen Türen. Daneben baumelt ein abwaschbarer Filzstift und alles, was uns so an Bedarf in den Sinn kommt, wird auf dem Kühlschrank notiert. Davon macht Papa dann samstags ein Foto und geht dann mit Töchterlein die Sachen kaufen.

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