Urne fehlt: Traurige Panne bei Bestattung im Friedwald in Wehen

TAUNUSSTEIN – Die Trauergemeinde hat sich unter den herbstlich gefärbten Bäumen versammelt, der Pfarrer will mit der Bestattung beginnen. Doch es fehlt die Urne! Diese „ganz unglaubliche Geschichte“, gibt der Taunussteiner Bürgermeister Sandro Zehner zu, hat sich am Samstag im Friedwald in Wehen ereignet. Dort war aus Versehen die falsche Urne zur Bestattung geliefert worden und die Friedwaldförsterin entdeckte das Malheur erst kurz vor Beginn der Feier. Die richtige Urne stand noch in der Friedhofsverwaltung im Bauhof der Stadt in Orlen, doch dort war um diese Zeit niemand zu erreichen.

Die ganze Geschichte von Mathias Gubo gibt es im Wiesbadener Tagblatt

Fachkräfte-Mangel – München sucht Bestatter-Azubis

Seit Jahren bekomme ich Mails von Leuten jeden Alters, die verzweifelt nach einer Stelle als Bestatterin oder Bestatter suchen.

Und dann lese ich das hier:

Fachkräfte-Mangel – München sucht Bestatter-Azubis

München – Kein Leben auf dem Münchner Arbeitsmarkt für Bestatter, er ist absolut leergefegt. Jetzt will die Stadt den Fachkräftemangel mit einer Ausbildungs-Offensive bekämpfen.

Erstmals werden ab Herbst 2017 zwei Ausbildungs-Plätze zur Bestattungs-Fachkraft angeboten. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Die Theorie übernimmt die Staatliche Berufsschule Bad Kissingen (Unterfranken), die Praxis die Städtischen Friedhöfe und die Städtische Bestattung. Die Prüfung nimmt die Handwerkskammer Unterfranken ab.

Die Vergütung beträgt 918,26 Euro im ersten Ausbildungsjahr, 968,20 Euro im zweiten und 1014,02 Euro im dritten Jahr.

Quelle: urgs, äh, Bild.de

Kann ich jetzt noch die Asche meines Vaters bekommen?

Eine Leserin hat eine Frage zur Diamantbestattung.

diamantbestattung

Nachträgliche Diamantbestattung

Hallo,

durch Zufall bin ich auf Ihre Seite gestossen, seit Tagen suche ich im Netz nach passenden Informationen und bin leider nicht fündig geworden, ich hoffe sie Können meine Frage beantworten.

Mein Vater ist dieses Jahr im September gestorben. Er wurde eingeäschert und die Urne in einem Familiengrab beigesetzt.
Die Laufzeit für das Grab beträgt noch 15 Jahre. Erst jetzt im Nachhinein habe ich durch Recherchen erfahren, dass es möglich sein soll aus der Asche eine Diamanten anfertigen zu lassen.
Nun wäre meine Frage ob dies nach Ablauf der Liegezeit noch möglich wäre und ich dafür die Urne ausgehändigt bekomme oder ob die Idee mit dem Diamanten mir leider zu spät kam?.

Es ist tatsächlich so, daß Sie zu spät kommen.

Zu den Hintergründen:

In Deutschland besteht für die Asche von Verstorbenen Friedhofspflicht.
Davon gibt es nur drei Ausnahmen:

  1. die Asche kommt ins Meer (Seebestattung)
  2. die Urne wird in einem Beisetzungswald beigesetzt
  3. die Urne geht ins Ausland

Ansonsten muß die Asche auf einen Friedhof.
Man darf auch daraus keine Diamanten fertigen lassen oder etwas davon in ein Amulett abfüllen.
So ist zunächst einmal die Rechtslage.

Es wird aber von den Ordnungsbehörden toleriert, daß geringe Mengen Asche im Krematorium zur Seite getan werden.
Der Großteil der Asche wird dann beigesetzt und aus dem beiseite gelegten bißchen Restasche kann dann z.B. in ein Amulett gefüllt werden.
Für einen Diamanten benötigt man rund die Hälfte der Asche, etwa 0.5- 1.2 Kilogramm.
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Krebs vom Chinamann

Was soll nicht alles krebserregend sein!
Zigaretten, Schnaps, dunkel Gegrilltes, rotes Fleisch, Gene, Volkswagen und was weiß ich noch alles.

Daß man aber in der chinesischen App gleich den Krebs auswählen kann, das war mir neu:

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Ganz neu aber war mir auch, das was beim Griechen gestern Abend vom Nebentisch an mein Ohr drang:

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Terror – Ihr Urteil – Das TV Ereignis des Jahres

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Du entscheidest: „Freispruch“ oder „Verurteilung“

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Was haben wir hier im Bestatterweblog schon für Rechtsthemen gewälzt und uns über Gerichtsurteile aufgeregt.
Am 17. Oktober können wir alle die Rolle des Richters einnehmen und selbst ein Urteil fällen.

Die ARD hat mich eingeladen, den Film „Terror – Ihr Urteil“ vorab anzuschauen. Das habe ich gestern getan.

Heute Abend wird in 100 ausgewählten Kinos die große Premiere gefeiert, die Ausstrahlung im Fernsehen ist am 17. Oktober 2016 um 2015 in der ARD „Das Erste“.

Worum geht’s?

Wir befinden uns in einem Gerichtssaal. Es herrscht eine kühle, sachliche Atmosphäre.terror2
Einige Zuschauer sind anwesend. Ein Richter, eine Staatsanwältin, ein Verteidiger und natürlich ein Angeklagter sind da.
Und dieser gibt unumwunden zu 164 Unschuldige getötet zu haben.

Ein Flugzeug mit 164 Insassen an Bord ist gekapert worden. Es steht zu befürchten, daß die Maschine in ein Fußballstadion kracht.
Der Kampfpilot Lars Koch (gespielt von Florian David Fitz) mußte sich entscheiden, ob er die 70.000 Stadionbesucher ums Leben kommen läßt, oder ob er stattdessen die Maschine mit 164 Unschuldigen an Bord abschießt.

Ich hätte nicht in seiner Haut stecken wollen.

Die Gerichtsverhandlung verläuft sehr interessant und die Schauspieler agieren sehr gut.
Mir gefiel die Aussage des Verteidigers: „Eine Verteidigung ist kein Beliebtheitswettwerb!“

Interessant auch die Diskussion zwischen der Staatsanwältin (Martina Gedeck) und dem Angeklagten, wann ein Menschenleben wie viel wiegt…

Das Spannende an dem Film ist aber, daß wir die Richter sein sollen.
Wir sollen am Ende das Urteil fällen.

Denn wenn der Film zu Ende geht, wird sich der Richter, so wie schon kurz am Anfang, an die Zuschauer wenden und fragen: „Wie würden Sie entscheiden?“

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Wenn der Schwabe spart, kann es pietätlos werden – Was ist Pietät?

Leser Daniel machte einen Spaziergang. Der führte ihn auch zum Friedhof Ohmenhausen (Schwaben). Als er die dortige Friedhofstoilette aufsuchte, traute er seinen Augen nicht.

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Unter dem Seifenspender hatte jemand eine Schale angebracht, damit die herabtropfende Seife, nicht den Boden verschmiert.
Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die Seifentropfschale aber als umgedrehter Deckel einer Urne.

Man mag es sparsam nennen. Man mag es vielleicht auch pragmatisch nennen.
Aber für Menschen, die erst kurz zuvor einer Urnenbeisetzung beiwohnen mußten, ist das ein erschreckender oder doch zumindestens verstörender Anblick.

Für so einen Zweck gibt es im Bauhaus für um die 5 € Seifenschalen, die den gleichen Zweck erfüllen würden.

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