Sex mit einer Leiche – Nekrophilie

leiche

Ein junger Mann, 17 Jahre alt, wünscht sich nichts mehr, als Sex mit Leichen zu haben. Aus diesem Grund strebt er den Beruf des Bestatters an. Er schreibt mir:

„…habe ich die Vorstellung, dass ich mit einer verstorbenen Frau Sex habe. Das erregt mich sehr und ich kann manchmal nachts nicht schlafen, weil ich davon träume.
Ich stelle es mir so wunderschön vor, einmal nachts in eine Leichenhalle zu gehen wo die Blumen duften und eine schöne Frau im Sarg liegt.
Ich würde dann …
Sie kann ja nichts mehr dagegen haben und ich hätte meine Befriedigung. Merken würde doch auch keiner was, es entshet niemandem einen Schaden.

Meinen Sie wenn ich Bestatter würde, könnte ich meine Neigung dann ausleben?“

Ich kann Dir nur meine, schon mehrmals hier im Bestatterweblog gesagte, Meinung dazu sagen:

Ob, wie oft, wie lange, wann und auf welche Weise man Sex miteinander hat, ist unter verantwortungsbewußten Menschen, die im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte und zu freien Entscheidungen in der Lage sind, stets eine Frage des gegenseitigen Einverständnisses.
Da ein verstorbener Mensch dieses Einverständnis nicht mehr geben kann, ist für mich ein sexueller Akt nicht vorstellbar, nicht hinnehmbar und würde von mir auch nicht ermöglicht werden.

Nekrophilie – Sex mit Leichen

So werden es ALLE Bestatter ebenfalls sehen und hätte ein Bestatter nur den geringsten Anhaltspunkt für Deine Neigung, würde er Dich nicht einstellen.
Aber es hätte auch keinen Zweck, diese Neigung zu verschweigen, denn Bestatter haben ein Auge dafür und würden sofort bemerken, da bin ich mir sehr sicher.

Ich würde Dir ernsthaft zu einem Gespräch mit einer psychologisch geschulten Person raten.

Ich weiss, dass einige wenige dieses Thema anders sehen, aber ich tue das eben nicht.

Mir ist auch bewusst, dass dieses Thema immer Leute ins Bestatterweblog lockt, die auf eine Sensation aus sind oder sich etwas abartig Erregendes erhoffen.

Gerne kann hier weiter zu dem Thema „Nekrophilie – Sex mit Leichen“ diskutiert werden, von meiner Seite soll es das dann aber auch vorerst gewesen sein. Weitere Fragen zu dem Thema werde ich, wenn nicht grandios Neues gefragt wird, nicht mehr oder nur noch als Privatmail beantworten.

Haben Bestatter Sex mit Leichen?

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  • Veröffentlicht am: 29. März 2016
  • 13 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Frag den Bestatter

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

13 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Vielleicht sollte dieser Mensch mal ein Kurzzeit-Praktikum in einer Einrichtung (zB Rechtsmedizin) machen, die viel mit verfaulten Leichen zu tun hat – mal sehen, ob er die Vorstellung mit denen zu p*ppen dann immer noch so toll findet.

    • @Christina: Nein, so jemand gehört ausschließlich in psychologische Behandlung. Eine „Schocktherapie“ hielte ich für verantwortungslos.

    • @Christina: Auch ich bezweifle stark, dass der pubertäre Fragesteller schon jemals in seinem Leben eine Leiche gesehen hat, anders ist für mich seine Vorstellung nicht erklärbar. Ich finde die Idee nicht schlecht, sich von der Realität ein Bild zu machen, wie so oft sind Phantasie und Wirklichkeit zwei verschiedene Paar Schuhe.
      Trotzdem finde ich allein schon den Gedanken an Nekrophilie ekelhaft und sollte dieser nicht nur einem hormongesteuerten, pubertierenden Gehirn entspringen, scheint ein Gespräch mit einem Fachmann durchaus notwendig. Und er sollte sich die Frage stellen, was ihn daran hindert, seine Sexualität mit einer lebenden Freundin auszuleben. Eventuell liegt die Ursache dieser Gedanken auch irgendwo in Richtung schüchtern, oder so?

  2. Hat der nicht schon öfters geschrieben?? Vielleicht sollte man so Personen nachgehen!!!
    In potenziellen Verdachtsmomenten wie diesem Herren, im Kopf rum spinnt sollte man die Polizei informieren.
    Nachher macht man sich noch vorwürfe wenn man hört das so einer eine Frau um die Ecke bringt um seine Neigung auszuleben…..

  3. Das Problem bei sexuellen Orientierungen aller Art (Nekrophilie, Zoophilie, Pädophilie…..) ist, dass sie nicht heilbar sind – man kann jedoch sich helfen lassen, diese Neigung nicht ausleben zu wollen.
    (bei Pädophilie bekannt unter „kein Täter werden“).

  4. Zu dem Thema schrieb ein Freund vor ein paar Jahren schon Interessantes:

    http://scienceblogs.de/bloodnacid/2011/05/27/wtf-forensik-nekrophilie-reloaded/

    mit weiterführenden Links in englisch.

  5. Ich finde diesen Blog äußerst interessant und bedanke mich hier an dieser Stelle einmal bei Herrn Wilhel für die vielen tollen Antworten. Klingt zwar blöd aber ich weiss es im Moment nicht anders zu sagen! Alles rund um die Bestattung würde sich auch doof anhören… auf jeden Fall man merkt, es ist eine seriöse Seite von jemanden, der von der Materie – soweit ich das als Laie beurteilen kann – etwas versteht.

    Das mit der Nekrophilie hatte ich zwar schon gehört aber es immer ein bischen für Unsinn gehalten wie die Geschichte mit dem Leichengift. Kaum vorstellbar, das jemand daran Gefallen finden könnte aber es gibt wohl nichts was es nicht gibt.

    Im Falle des genannten jungen Mannes – oder sagen wir Anfragenden – finde ich die Anwort nur konsequent und richtig. Nur sxuellen Handlungen mit einer Person im vollen Besitz ihrer / seiner geistigen Kräfte im beiderseitigen Einvernehmen ist statthaft und – natürlich – auch nur im entsprechenden Alter!

    Aber ob ich es als Bestatter merken würde, wenn jemand diese Neigung hat? Ich kenne einen Fußfetischisten, der seit 30 Jahren eine Praxis hat und Fußreflexonenmassagen anbietet und dem ich ohne weiteres abnehme, das er sich nur an den „Füssen seiner Partner vergreift“ um es mal salopp zu sagen im o.g Sinne. Eine Neigung an sich ist ja nicht schlimm, nur sollte man es eben wissen, ob, wann und wo und wie man diese ausleben kann.

    Mit herzlichen Grüßen

    Thorsten Bartel

  6. @nogger,
    erstens ist dieses Projekt „kein-Täter-werden“ ausschließlich für Pädophile, nicht für Nekrophile. Sexualtherapie ist keine Kassenleistung. Und zweitens brauchen nur die wenigen Nekrophilen eine Therapie, denen es nicht ausreicht, das im Rollenspiel oder durch Pornographiekonsum oder durch sonstige Ersatzhandlungen auszuleben.
    Außerdem liegt es auf der Hand, daß das Argument der Fremdschädigung Nekrophile weniger überzeugen wird als Pädophile.

    @ThorstenBartel,
    in einer Massagepraxis werden die Personaler nicht unbedingt darauf achten, ob der Bewerber einen Fußfetisch haben könnte. In Berufen, in denen man mit Leichen zu tun hat, gibt es schon Chefs, die gezielt auf solche Hinweise achten, aber längst nicht überall und so systematisch, wie es im Artikel weisgemacht wird. Außerdem sind Bestatter und Ausbilder keine forensischen Psychiater, sie haben auch diese Klischees über Nekrophile im Kopf, die eigentlich die beste Tarnung sind, die man sich wünschen kann.

    @PeterWilhelm,
    wenn die Antwort an den jungen Mann ihn von seinem Vorhaben abschrecken sollte, dann hat sie durch ihre Überzogenheit wohl eher das Gegenteil erreicht. Hätte man es realistischer und empathischer formuliert, z.B. auf die psychische Belastung durch das ständige Verbergen und die Angst vor Entdeckung hingewiesen, hätten Sie Ihr Ziel eher erreicht.
    Eine gute berufliche Alternative wäre doch eine Schlosserlehre, mittlerweile haben ja fast alle Leichenhallen diese Sicherheits(panik)schlösser. ;-)

    @wwrn,
    so weit, daß Leute wegen sexuell abweichender Phantasien schon eingesperrt werden können, ohne eine Straftat begangen zu haben, sind wir zum Glück noch nicht. Sonst müßtest du normal veranlagten heterosexuellen Männern auch nachgehen, sie könnten ja eines Tages eine lebende Frau vergewaltigen.

  7. Wie schlimm ist das denn? Ich hab bisher auch im TV mal darüber gehört, aber es jetzt hier mal zu lesen, ist doch was anderes …
    Einen Wunsch könnte er sich doch erfüllen, indem er vielleicht Florist wird ;-)

    • @Coranje,
      wenn alle „Normalen“ so differenziert argumentieren und urteilen wie du, dann bin ich froh, „unnormal“ zu sein. Aber vielleicht magst du mir per eMail erklären, was so schlimm daran sein soll.

      • Gut das manche nicht wissen was der chef der rechtsmedizin mit leichen macht wenn die rechtsmedizin geschlossen ist

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