Sommer

Frauen haben es bei dieser Witterung doch wesentlich einfacher. Ein dunkler Rock, eine weiße Bluse…
Mir würde das ja nicht stehen, aber manchmal wünschte ich mir, auch für Männer gäbe es irgendeine Alternative für sommerliches Wetter. Aber selbst wenn man sich viel Mühe bei der Auswahl leichter Kleidung gibt, so locker und luftig wie bei den Frauen ist das bei uns nie.

Ob es jetzt am zu langen Feiern nach dem gestrigen Fußballsieg liegt oder allein an der Witterung, weiß ich nicht, jedenfalls waren meine Damen heute irgendwie alle zu poppig angezogen. Meine Damen? Ach nee, Frau Büser hat heute frei, also sind es ja nur meine Mädchen, Sandy und Antonia. Beide haben sich für Flip-Flops entschieden, jene Gummilatschen, mit denen man bekanntlich über den See Genezareth laufen kann. Antonia trägt ein rotes T-Shirt „Turkiye“ und Sandy eins mit der Aufschrift „Sommerschlampe“. Daß Sandy sowas macht, das ist bekannt und keiner sagt da was, denn sie hat immer passable Kleidung in Reserve und ist Weltmeisterin im Blitzschnellumziehen.
Aber Antonia? Die ist da eher behäbiger, sagen wir es mal vorsichtig, und außerdem hat sie auch gar nichts anderes dabei.

Ich werde mir die beiden mal zum persönlichen Gespräch ins Büro bestellen. Mal sehen was dabei herauskommt.

Zeichner Kumi meint dazu:

Kumi zeichnet für die Grafikpolizei

Fehler durch Lektorin Anya bereinigt.

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  • Veröffentlicht am: 26. Juni 2008
  • 32 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

32 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Kilt, Tom!!! Kilt!!! :)

    Ich liebe Kilts und würde mich mit Vergnügen an den Anblick von berockten Männern in der Stadt gewöhnen. Als Bestatter muss es ja kein Tartan sein, Schwarz, Dunkelblau oder Anthrazit geht ja auch.

  2. Allein die Grafik ist der Brüller :D
    Und ansonsten: Also selbst bei mir im Büro (komplett ohne Kundenverkehr) wären FlipFlops (zumindest in der „Plastikausführung“) ein absolutes NoGo! Die „seriöse“ Ausführung für mehr als 1,- ;) geht ja noch.
    Und ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Sommerschlampe“ geht so oder so auf der Arbeit gar nicht!

    Was den Vorteil Mann/Frau angeht, hast Du wahrscheinlich schon Recht bzgl. der Kleidung. Aber ich sag nur: wir müssen Kinder kriegen – die Männer sorgen nur dafür dass es so kommt und dann müssen wir mittlerweile trotzdem noch arbeiten gehen ;) , wir bekommen 1 x monatlich eine mittelschwere Lebenskrise was mit keiner noch so lang andauernden männlichen 40er Midlifecrisis auch nur annähernd vergleichbar wäre, wir müssen Beine & Co. rasieren während Männer rumlaufen können wie die Urmenschen UND vorallem können wir uns nicht, wenn wir mal müssen, einfach an den nächsten Baum stellen und los strullern ohne für Aufsehen oder Belustigung zu sorgen ;)

  3. „UND vorallem können wir uns nicht, wenn wir mal müssen, einfach an den nächsten Baum stellen und los strullern ohne für Aufsehen oder Belustigung zu sorgen ;-)“
    DAS ist meiner Meinung nach der grösste Nachteil…*gg*

    Gruss
    S. (die auf Osterfeuern schon kein Bier mehr trinkt, weil sie danach nicht weiss, wo sie damit hin soll)

  4. Dafür habt ihr es einfach. Nen Anzug geht immer. Was Frauen alles an Variationen brauchen um immer passend angezogen zu sein.

  5. Kilts sind tatsächlich eine wunderbare Alternative im Sommer (wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann)…auch wenn die Seriösität wahrscheinlich drunter leiden würde ;-)
    (Passt dann eben doch besser auf ein Mittelalterfestival)

    Aber ich sags mal so: wenn niemand damit anfängt, dann wird es sich nicht ändern ^^

  6. Also unter einem Kilt kann es aber knackig warm werden. Ich habe in einem original Kilt – eingeflogen aus Edinburgh – geheiratet, an einem sonnigen Septembertag und mir war mal richtig heiß um die Lenden. Und das lag nicht an dem speziellen Tag, sondern einzig und alleine am wärmenden Wollstoff.

  7. HC:
    NEEEEIIIN, nicht auf einen MA-Markt im Kilt! *krise krieg*

    Tom, besorg dir nen schwarzen Kilt und frag Sandy, wie sie das immer mmacht, dass sie so schnell umgezogen ist – Problem gelöst.

    Männer haben noch ein beneidenswertes Privileg: sie können, wenigstens in der Freizeit, oben ohne rum laufen. Das können wir auch nicht, ohne eine Mittelschwere Katastrophe zu verursachen

  8. Ich meine eigentlich mehr die „moderne“ Ausgabe – eben die ganz oben angesprochenen Versionen in Schwarz, Anthrazit oder dunkelblau…

  9. Haha, Sommerschlampe :-) Und was steht im Winter drauf?

    Ich finde es okay, solange sie sich Kunden gegenüber in seriöser Kleidung zeigt. Und das scheint se ja auch immer ganz deinen Vorstellungen entsprechend zu tun.

    Warum ist es denn ein NoGo? Und was ist an Billig-1-Euro-Flip-Flops schlimm, wenn man „für die Öffentlichkeit“ blitzschnell das passende hat? Mich persönlich würde das Umziehen nerven, aber wenn’s Sandy Spaß macht. Bei 32 Grad muss man eben auch an den Wohlfühlfaktor denken :-)

  10. Wie lange wird Antonia noch leben?
    Denn Sandy regt sich doch schon über das Barfusslaufen auf. Und jetzt kommt wahrscheinlich noch ein Dresscode.

  11. gibt es eigentlich einen Dresscode f. weibl. Bestatter bzw. weibl. Angestellte in Bestattungshäusern.
    „weiße Bluse, dunkler Rock“ klingt fast danach

  12. Komisch, ich finde immer, dass Männer es in Sachen Bekleidung viel einfacher haben.
    Jeans, schönes Hemd – und fertig. Sieht immer lässig und trotzdem schick aus. Und in so blöde Schuhe, die im Sommer grundsätzlich ne Nummer kleiner werden, weil die Füße zu sehr anschwellen, müsst Ihr Euch auch nicht reinquetschen..!

  13. @Sonnenkind, vor dem nächsten Baum gibts mittlerweile auch für Schniepelträger dumme Bemerkungen, und hinter dem Baum, dafür braucht man/frau keinen solchen:
    [url]http://www.stand2pee.de/stand2pee.html[/url]

    Aber das mit den Klamotten stimmt schon — es fehlt für Männer schlicht sowas wie ein einteiliges T-Shirt-Kleid, wo man mit diesem einen Teil voll- und anständig bekleidet ist.

  14. kapiere ich nicht: antonia war vor jahren vier monate bei dir und ist jetzt mit einem zahnarzt verheiratet. und über welche antonia schreibst du da gerade? eine neue?

  15. ist mir schon klar. aber vielleicht ist meine verwirrung nachvollziehbar, wenn ich auf diesen eintrag weise:
    http://www.bestatterweblog.de/archives/Antonia,-die-Unbeschreibliche/1505

    wenn tom aus unterhaltungsgründen die antonia-geschichten von damals in gegenwartsform schreibt, dann trägt aber dieser satz…

    „Ich werde mir die beiden mal zum persönlichen Gespräch ins Büro bestellen. Mal sehen was dabei herauskommt.“

    …extrem zur verwirrung bei, denn tom WEISS JA SCHON, was bei dem gespräch herausgekommen ist (wenn es denn – damals – geführt worden ist).

  16. rollo:

    ich meine sie war erst verheiratet nach dem sie das Praktikum beendet hatte. Berichtigt mich, wenn ich irre

  17. ja genau… Dass die Antonia-Geschichten in der Gegenwart erzählt werden, auch wenn wir wissen, dass das schon ein Weilchen her ist, ist ja wirklich ganz nett. Aber wenn das jetzt mit der EM vermischt wird, verwirrt das doch ganz schön, man weiss nicht mehr, was wahr und erlogen sein könnte, mal ganz unabhängig von der Zeitpunkt-Frage.

  18. Sagt doch keiner was von EM, sie steht auf nen Türken, vermutlich ist es der,den sie später geheiratet hat(?).
    Hab den Eintrag grad schonmal geschrieben,nicht geklappt oder steht er hier gleich zweimal?

  19. Ist doch aber lustig, dass es immer wieder welche gibt, die in den beabsichtigten Veränderungen und Anreicherungen der Geschichten die grosse Sensation wittern und darauf herumreiten.

    Ich glaube, Tom hat es oft genug geschrieben, dass die Geschichten oft lange her sind. Dass hier jetzt in einer Geschichte die EM erwähnt wird, soll doch nur einen Bogen zu Jetzt-Erzählweise ermöglichen und hat doch mit dem eigentlichen Sachverhalt und der Kernaussage der Geschichte gar nichts zu tun.

  20. Ach, darum geht es doch gar nicht. Tom führt hier eines der erfolgreichsten Weblogs. Wenn man bedenkt, dass es zig Tausend Blogs gibt, da ist es schon eine Leistung seit Monaten in den Top 20 zu sein.
    Das veranlasst natürlich den einen oder anderen da mal genauer hinzusehen. Manche kennen die Geschichten nicht so von Anfang an wie ich und andere und denen stösst dann das eine oder andere auf.
    Wenn man aus einem so empfindlichen Bereich berichtet wie Tom es tut, dann kann man es nicht anders machen, als dass man die Geschichten in eine einheitliche Erzählstruktur bringt und stringent durcherzählt, ganz gleich wann sie passiert sind.
    Das erreicht man auch dadurch, dass man Lokalkolorit, Ereignisse des aktuellen Geschehens oder Hinweise auf Trends und Entwicklungen der letzten Zeit mit einfliessen lässt.
    Tom ist bis lang der Einzige, der ein sehr gut durchorganisiertes Weblog mit einem sehr ansprechenden Schreibstil verbunden hat, das findet man so in dieser Form nicht wieder.
    Wenn ich bedenke, welche Fülle von Themen er abgehandelt hat und wie breit dieses Blog thematisch aufgestellt ist, dann sage ich nur „Hut ab!“

    So viel Wissen ist mir auf so unterhaltsame Weise noch nie vermittelt worden und so locker und aufschlussreich bin ich auch noch nie unterhalten worden.

    Da schäme ich mich manchmal für die Kommentatoren, die da plump und frech einfach ihre Dummheit hinausposaunen und meinen, sie hätten irgendwie das Recht dazu hier was zu bestellen oder zu fordern.

    Ich bewundere Tom eigentlich ganz besonders dafür, dass er diese Dauernörgler einfach gewähren lässt und soviel Charakterstärke hat und eben nicht auf diese Leute weiter eingeht.

  21. Pars pro toto! Ein Stilmittel der Weltliteratur! Tom hatte sicherlich schon viele Praktikantinnen (rein beruflich gesehen) und einige davon werden die Antonia-hafte Blümchenart an sich gehabt haben! Um nun auch dem R*L-Zuschauer unter den Lesern die Möglichkeit zu geben, die Geschichte nachzuvollziehen, wird für jeden Bock einer weiblichen Praktikantin der Name Antonia genutzt. Bei den „Eichenlaubs“ versteht doch auch jeder, was gemeint ist!

  22. @Overtaker: Ich liege dankbar auf den Knien. Endlich schreibt mal einer, was die meisten sowieso wissen und verstehen. Vielleicht verstehen es jetzt noch mehr.

    Wir haben im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Branche eine recht niedrige Wechselrate beim Personal. Aber man kann so ein Unternehmen nicht ohne einen ganzen Haufen von Mitarbeitern führen, darunter vor allem Teilzeitbeschäftigte und Nebenberufliche im technischen Bereich. Gerade bei denen ist eigentlich ein ständiges Kommen und Gehen, über die Jahre gesehen.
    Es wäre Blödsinn, würde ich da jeden Einzelnen einführen, beschreiben und nur die ihm zugehörigen Handlungen auch mit ihm als Hauptperson erzählen. Da Zeiten und Namen sowieso verändert werden, macht es keinen Unterschied, wenn die Erlebnisse der Fahrer und Bestattungshelfer immer den selben Dieter, Jürgen und Günther o.ä. zugeschrieben werden.

  23. Lass dich nicht machen, Undertaker. Ist alles bestens so und ich lese die Geschichten gerne. Ich arbeite bei einem Autoteilegrosshändler und obwohl bei uns eine ganz andere Ware gehandelt wird und andere Dienstleistungen angeboten werden, kommt bei uns Vieles von dem auch vor, was du so schreibst. Ich sage ja oft, mann da müsste ich mal ein Buch drüber schreiben, aber ich kann eben nicht schreiben und nicht so erzählen.
    Irgendwas erlebt doch jeder jeden Tag, bloss können die meisten nichts daraus machen, du kannst es, Kompliment!

  24. Mir stösst hier gar nichts auf. Schliesslich lese und kommentiere ich hier regelmässig. Das würde ich nicht tun, wenn mir Toms Geschichten nicht gefallen würden. Und selbst wenn alles erfunden wäre, wäre es mir egal – ich lese ja auch Science Fiction.
    Aber ein wenig Kohärenz darf man ja wohl auch von Belletristik erwarten.

  25. also sozusagen eine antonia 2. oder 3 bzw. 4. nennen wir es doch meta-antonia (metantonia). :) ich habe kein problem damit, war nur – wie gesagt – ein wenig verwirrt.

  26. Locker und luftig.
    hier redet jemand von Gleichberechtigung.
    Wofür gibt es in Betrieben sogar extra Gleichstellungsbeauftragte? Es gibt Frauenbeautragte, aber keine Männerbeautragten. nur, weil Frauen nicht an den Baum stehen wollen, sollen Männer gezwungen werden, im Sitzen zu Pinkeln und ihre seit Adam bestehende Natur zu vergewaltigen. Ist das Gleichstellung? Oder Frauen können nicht oben ohne rumlaufen. – Natürlich können sie, welcher Busen lockt denn heutzutage noch jemand hinter dem Ofen hervor? Das wäre Gleichstellung.
    Oder Frauenparkplätze, wie diskriminierend. Gibt es Männerparkplätze? Die werden doch von den Frauen sowieso kaum angenommen, wenn ich daran vorbeikomme, stehen meißtens Autos drauf. Also konsequent: Wenn Gleichstellung, dann aber richtig.
    Ich stell mir grad Tom vor: weisse Bluse mit tiefem Dekolletè, Brusttoupet Marke Naturpullover quillt heraus, Bauchfrei mit Nsbelpiercing, weisse Hose durchsichtig mit String drunter, der ca 6-8cm oben herausschaut, und über dem Ganzen noch ein Arschgeweih.
    Hauptsache gleichberechtigt.

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