Warnung vor Sterberegister

Und aus aktuellem Anlass noch ein Warnung:

Viele Hinterbliebene erhalten derzeit „Rechnungen“ mit Überweisungsträger eines angeblichen „Bundessterberegisters“ oder des „Zentralarchivs für Standesamt“. Es wird nicht näher erläutert, um was es dabei eigentlich geht, sondern die Rechnungsposition lautet immer so ähnlich wie: „Eintragung der amtl. Daten“ oder „Eintragung des Sterbefalls ins Register“.

Zahlreiche Angehörige glauben, es handele sich bei den offiziell aussehenden Rechnungen um einen amtlichen Gebührenbescheid, den man bezahlen muß. Tatsächlich ist man, hat man erst bezahlt, einem Betrüger aufgesessen.
Für sein Geld erhält man keine Leistung. Es handelt sich nicht um amtliche Bescheide.

Bei Unklarheiten mit Rechnungen die im Zusammenhang mit einem Sterbefall bei Ihnen eingehen, fragen Sie bitte unbedingt Ihren Bestatter, auch wenn die Rechnung lange nach der Beerdigung ankommt.

Fehler durch Lektorin Anya bereinigt.

Download PDF PDF erzeugen
  • Veröffentlicht am: 3. September 2008
  • 4 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

4 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Keine Ahnung wie hoch die Beträge sind, aber ich fänd es mal so witzig (wenns ein Deutscher Betrüger wäre), wenn man den kleinen? Betrag zahlt, und dann darauf besteht in einem Bundesweiten anerkanntem Register zu landen und das notfalls einzuklagen.

  2. @Smacky, so doof sind die nun vermutlich auch wieder nicht — irgendwo wird schon ein Register stehen, das so heißt. Im Zweifelsfalle in deren Büro.

    Und woher willst du den Anspruch auf "bundesweit anerkannt" nehmen? Was soll das auch sein? Ein "Geschäftspartner" in Thüringen und einer in Bayern, die das anerkennen? Leicht aufzutreiben.

    War schon so, als Inhaber von .de-Adressen ähnliche Schreiben vom "Deutschen Internet-Zentralregister" oder so ähnlich bekamen.

  3. Es soll sogar schon vorgekommen sein, daß solche Briefe an den Verstorbenen adressiert waren und die verdutzten Angehörigen natürlich den Braten rochen…

  4. Altbekannt das Überraschungspaket aus dem Er.tikversand, das Opa kurz vorher noch bestellt haben soll, und das von Oma aus Scham bezahlt wird.

Schreibe einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Bitte beachte die Nutzungsbedingungen des Bestatterweblogs!

Du bist ein Troll? Fein! Dir kann geholfen werden. Klicke hier!

Dein Kommentar ist nicht erschienen? Dann klicke bitte hier für weitere Informationen!

Diese Smileys kannst Du nutzen, und das bedeuten die Zeichen oben in der Textbox.