Was liegt denn da im Grab?

Letzte Tage war ich auf einer Beerdigung. Bevor die Leute da waren, habe ich ein paar Bilder geschossen.
Später bei der Auswertung fiel mir ein seltsamer Gegenstand am Boden des Grabes auf.

Was ist das?

metall

Wahrscheinlich ist es ein Knollenanker.

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  • Veröffentlicht am: 15. Juli 2016
  • 37 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Fundstücke

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
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Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

37 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Das ist eine Art Karabinerhake, wie man sie gerne an solchen Latz-Arbeitshosen findet. Vielleicht die ein Arbeiter beim Grab ausheben verloren.
    Die Dinger reißen gerne mal ganz schnell aus.

  2. Sieht für mich ebenfalls wie eine Art Karabiner aus- am Rand sieht man ja auch , dass der künstliche „Graskragen“ des Grabes mit Draht befestigt ist, vermutlich ist hier eine der Befestigungen am Schluss reingefallen und die Friedhofsmitarbeiter hatten keine Lust, deswegen runterzusteigen…

  3. Denke auch eher es ist ein Teil einer Lasche einer getränkedose. Die typische kurvenverengung am Ende des karabinerhakens fehlt und auch das Gelenk

  4. Das müsste ein Bestatter aber erkennen und wissen….

    Das ist ein sogenannter Knollenanker. An diesem werden die Särge direkt nach der Beisetzung befestigt. Der Hintergrund ist ein ziemlich einfacher: Im Laufe der Verwesung der Verstorbenen bilden sich im Sarg verschiedene Gase. Nun sind Gase ja bekanntlich leichter als Luft – das heißt ab einem bestimmten Verwesungsgrad würde die Särge ohne den Knollenanker einfach durch das Erdreich nach oben schießen.

    • @Overtaker: Jetzt wo Du’s sagst! Mensch, natürlich, es ist ein Knollenanker!
      Ich habe das nicht erkannt, weil der Teil mit dem 3 Meter langen Erdspieß ja schon tief in der Erde steckt.

      Diese Anker haben wir auch immer genommen.
      Kennst Du auch die ältere Version? Die war noch nicht aus Edelstahl, sondern nur aus Eisen und wurde bei Doppelbelegungen durch den unteren Sarg hindurch geschraubt.

    • Und solche Kommentare werden veröffentlicht?: Es gibt scheinbar Unterschiede über Trolle und Trolle die man als Freunde hat

      Overtaker
      Antworten
      15.07.16 @ 16:51

      Das müsste ein Bestatter aber erkennen und wissen….

      Das ist ein sogenannter Knollenanker. An diesem werden die Särge direkt nach der Beisetzung befestigt. Der Hintergrund ist ein ziemlich einfacher: Im Laufe der Verwesung der Verstorbenen bilden sich im Sarg verschiedene Gase. Nun sind Gase ja bekanntlich leichter als Luft – das heißt ab einem bestimmten Verwesungsgrad würde die Särge ohne den Knollenanker einfach durch das Erdreich nach oben schießen.

      • @Bestattermeister: Ich weiß nicht, was Du genau unterstellen willst. Ein Troll zeichnet sich nicht dadurch aus, daß er zum Lachen anregenden Blödsinn schreibt.
        Ein Troll ist jemand, der in der Kommentarfunktion ein Ventil für seinen persönlichen Frust sieht und immer wieder mit bösartigen Behauptungen Streit anzettelt.

  5. Wie sieht denn ein Knollenanker aus? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen…..

    Danke schon im Voraus für hilfreiche Antworten

  6. Die beste Geschichte seit Jahren, wenn nicht gar überhaupt. Man schwankt zwischen Wahn und Wirklichkeit. Ich bin völlig begeistert und kenne nur ein ähnlich krasses Beispiel. Damals hatte jemand (allerdings zum 1. April) seine elektrische Munddusche zur Wasserstrahlschneidemaschine (echte können mit abrasiv Technik (Beimischung zum Wasser) dicke Stahlplatten schneiden) umgebaut.
    Herrlich, damit ist meine Laune heute auf dem absoluten Höhepunkt.
    Super, super, super. :-) :-) :-) :-)

      • @Llu:
        Das ist schön, wenn ich Dir eine kleine Freude machen konnte. Ich wusste doch, ich bin noch zu irgend etwas nütze. :-)
        Und heute Abend genießt Du den vergangenen Tag und falls etwas nicht so toll gelaufen ist, überlegst Du Dir voller Freude, wie Du auch daran etwas Positives findest. Denn nicht alles auf den ersten Blick Negative ist auch automatisch schlecht. Es ist wirklich erstaunlich, wieviel Tolles sich gelegentlich aus dem vermeintlich „Schlechten und Negativem“ finden lässt. Man muss es halt nur suchen. :-)
        So wird jeder Abend ein ganz besonderer Abend. :-)

  7. Ich habe einen neuen Zungenbrecher gefunden lol. Wer kann Fluxverflanschung 10 mal hintereinander sagen?
    Bestatterblog lesen bildet……

  8. BTW: Welchen Weichspüler empfiehlt der Undertaker denn für Leichenhemden?

    Wo wir grad beim kalauern sind.

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