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Wenn geheimnisvolle, mittelalterliche Gestalten die Toten zu Grabe tragen

In einem französischen Städtchen trägt die Bruderschaft der Charitables die Toten zu Grabe.
Man nennt sie die Charitables, die Wohltäter. Hier erstaunt es niemanden mehr, wenn sie in ihren Trachten die Stadt durchqueren und einen schwarzen Holzkarren hinter sich herziehen, auf dem sie die Verstorbenen zur letzten Ruhestätte bringen.
An die 350 Totenfeiern halten sie jährlich ab. „Die Bruderschaft der Charitables, die ist hier ein Wahrzeichen. Wie der Kirchturm. Wir gehören sozusagen zum Mobiliar“, raunt uns der Probst zu, der an der Spitze der Bruderschaft steht.

Die Tradition stammt aus dem Mittelalter und ist inzwischen acht Jahrhunderte alt.
Als 1188 die Pest in der Provinz wütet, erscheint zwei Hufschmieden im Traum der Heilige Eligius, der Schutzpatron der Goldschmiede und der Schlosser. Er trägt ihnen auf, die Leichen nicht einfach auf den Straßen liegen zu lassen.
Daraufhin gründeten sie eine „karité“, einen mittelalterlichen Wohltätigkeitsorden, der sich der Bestattung der Toten widmet.

Quelle: https://krautreporter.de/1822-die-barmherzigen-bruder-von-bethune
Gefunden von: Roland

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Peter Wilhelm28. März 2017

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